Fahrt Hurtigruten - bei Sonne und Regen, bei Nordlicht und Schnee ...

    • B-K-B
    • Danke Gerda für die schönen Bilder zum Anfüttern und ganz besonders für's Mitreisen. :thank_you: Komm gut an im Alltag. :)

      Dir Marion noch ein paar schöne Tage in Norge bei Deinem Nachprogramm.

      Der Stammtischtermin wird auf jeden Fall mal notiert... zu der Zeit müsste ja auch die Tulpenblüte sein, somit ein weiterer Reiesegrund. :D
      Gruß Eisbär



      Reiseberichte siehe Profil
    • Fazit der Reise

      Es wird von mir keinen Reisebericht mehr geben. Foerdesprotte berichtet und auch Seemaus will von der südgehenden Tour berichten. Aber nach Sichtung von etwa 3000 Fotos wird es in einem eigenen Thread noch etwas davon geben.

      Ich möchte aber zu einigen Punkten noch ein Fazit erstellen.

      Meine Mitreisenden:
      Liebe Windrose mit Göga, liebe Albatross, lieber Foerdesprotte, liebe Seemäuse und liebe Muddi – es war sehr schön, mit Euch unterwegs zu sein. Die gemeinsamen Mahlzeiten wollten wir so und dafür haben wir auch gekämpft. Aber sonst gab es überhaupt keinen Gruppenzwang. Da das Schiff nicht so riesig ist, haben wir uns natürlich immer wieder getroffen, aber es konnte doch jeder seinen Tagesablauf gestalten und die Ausflüge machen, die er wollte. Jederzeit wieder mit Euch! Und dafür bestehen ja durchaus Chancen!

      Nordgehend waren auf dem Schiff etwa 150 Paxe . Südgehend waren es bedeutend weniger. Es gab dann auch nur mehr eine Sitzung beim Abendessen. Das Schiff war fest in deutscher Hand. Ich glaube, ich war die einzige Österreicherin – und es gab eine Handvoll Engländer. Zumindest unter den Deutschen waren mehrere Wiederholungstäter.

      Fories, die an der Route leben:
      Diesmal ist es gelungen, alle drei zu treffen, Eva ganz spontan in Bodo und Nicole und arctic gateway in Kirkenes . Das hat viel Spaß gemacht!

      Das Schiff:
      Als ich im September 2013 in Trondheim die Vesterålen besichtigt habe, fühlte ich mich gleich sehr wohl. Bereits da ist die Entscheidung gefallen, bald mit diesem Schiff zu fahren. Da die Lofoten-Tour schon fix gebucht war, war klar, dass es erst 2015 möglich sein sollte.Das Schiff gefällt mir einfach ausnehmend gut – und ich bin noch am Überlegen, ob ich mein Lieblingsschiff ändern soll.

      Die Vesterålen ist so ganz anders als die anderen Schiffe. Es gibt so viele gemütliche Ecken mit neuen Ausblicken. Und immer wieder ergeben sich dadurch neue Fotomotive, bei denen auch das Schiff eine Chance bekommt.

      Etwas ganz Besonderes ist der Balkon unter der Brücke. Wenn es nicht regnet oder der Wind von vorne kommt, dann ist das der ideale Aussichtspunkt. Ich wäre auf der Lofoten auch gerne mehr auf der Nock gewesen, aber da war das Geländer einfach zu hoch für meine Körpergröße.

      Den Panoramasalon hätte ich vielleicht frequentiert, wenn wir schlechteres Wetter gehabt hätten. Man hat dort schon eine gute Sicht zur Seite und nach oben. So aber habe ich nur einmal am letzten Reisetag besichtigt.

      Unser liebster Aufenthaltsort im Schiff war die Cafeteria, die ich wesentlich gemütlicher und heller fand als die auf den anderen Schiffen.

      Die Kabine:
      Ich hatte die Kabine 503 gebucht und würde das immer wieder machen. Ich empfand ihre Lage genial. Da ich nicht kälteempfindlich bin, wählte ich zum Essen immer den Weg außen über das E-Deck und empfand es als sehr angenehm, auch wenn es ein wenig regnete. Wenn jemand da empfindlich ist, muss er zuerst innen Richtung Heck gehen und dann über eine relativ steile Treppe nach unten.

      Es ist eine J-Kabine mit Fenster nach vorne zum Deck, aber mit genügend Ausblick zur Seite. Als Einzelreisende war der Stauraum ausreichend, zu zweit wird es schon eng – da muss wohl ein Koffer unter dem Bett als Stauraum herhalten.

      Von cetraria wusste ich ja schon, dass etwas mit der Klimaanlage nicht funktionierte und dass es warm werden könnte – etwas, was mir gar nicht taugt. Ganz so schlimm war es dann nicht, aber die Klimaanlage ließ sich nicht ordnungsgemäß regulieren und es war zu warm. Da ich das am Tag nicht unangenehm fand, aber beim Schlafen doch sehr gewöhnungsbedürftig, habe ich ab der zweiten Nacht immer die Abdeckung von der Lüftung entfernt und es kam so kühle Luft durch eine sehr große Öffnung in die Kabine. Auf die Art ließ es sich gut aushalten.

      Die Mannschaft:
      Bis auf eine Person am ersten Tag (die ich allerdings nie wieder gesehen habe) erlebten wir nur freundliche und fröhliche Menschen an Bord.

      Die Restaurantleitung bemühte sich unermüdlich, dass wir südgehend einen größeren Tisch bekamen. Sie hatte die Angaben dazu in meiner Mail einfach übersehen, wie sie mir gegenüber am dritten Tag zugab.

      Eine ausgesprochen freundliche Angestellte gab es in der Cafeteria.

      Insgesamt ist mir aufgefallen, dass es auf der Vesterålen überdurchschnittlich viele Servicekräfte mit dunkler Hautfarbe gab. Das ist mir auf den anderen Schiffen bisher nicht aufgefallen. Aber vielleicht hat man sie auch bewusst auf ein gemeinsames Schiff eingeteilt. Sie kamen sicher ursprünglich aus verschiedenen Ländern, verstanden sich aber offensichtlich sehr gut und gingen sehr freundlich miteinander um.

      Den Kapitän hatte ich nun auf meiner dritten Reise – immer auf einem anderen Schiff. Er war durchaus präsent am Schiff, immer freundlich und der Benützung des Typhons sehr zugetan. Laut Nicole war sein Anlegemanöver bei Sturm in Kirkenes genial.

      Reiseleiter Egbert machte gute Durchsagen und die Organisation war vollkommen o.k. Wenn er aber an seinem Arbeitsplatz saß, hatte man eher das Gefühl, er möchte dort nicht gestört werden. Bei den fast täglich stattfindenden Info-Veranstaltungen legte er großen Wert auf Pünktlichkeit. Und wenn jemand seinem Sitznachbarn etwas zuflüsterte, war die Reaktion schon mal ein strenger Blick.

      Bei einer Info-Veranstaltung, die am frühen Nachmittag bei schönstem Wetter stattfand, waren offensichtlich sehr wenige Menschen anwesend. Er sagte die Veranstaltung dann noch einmal durch und war laut Aussage von jemandem, der dabei war, sehr ungehalten, dass die Veranstaltung auf so wenig Interesse stieß.

      Auch die Polarkreis-Zeremonien verliefen mit wenig Humor. Wenn man schon Reiseleiter wie Asgeier, Eskild, Hans oder Aud hatte, ist das eine neue Erfahrung.

      Das Essen:
      Die Buffets waren übersichtlicher als es früher war, aber es wurde immer nachgelegt. Die warmen Speisen waren auch wirklich warm. Ausgezeichnet waren mittags immer die Suppen. Ich bin so gar nicht der Freund von Cremesuppen, aber auf dem Schiff habe ich fast täglich mittags Suppe gegessen – und sie waren immer vorzüglich.

      Auch das Abendessen war immer sehr liebevoll hergerichtet. Änderungswünsche wurden immer berücksichtigt und auch bezüglich meiner Nuss-Allergie war man aufmerksam und ich fühlte mich da auf der sicheren Seite.

      Das Wetter:
      Wir hatten alles, was möglich war – etwas Regen, traumhafte Sonne, Schneegestöber (wenn auch insgesamt wenig Schnee lag) und auch Sturm. Am unangenehmsten war Stad – da hatten wir gut daran getan, das Frühstück vorher einzunehmen, denn da schlingerte es ganz schön und der Rückweg zur Kabine war richtig anstrengend. Andere hohe Windstärken hatten wir vor allem nachts – aber alles immer nur kurz und nicht so wie voriges Jahr auf der Lofoten-Tour.

      Kurz mussten wir zittern, ob Alta zum Thema würde – aber Gott sei Dank handelte es sich nur um ein kurzes Sturmtief.

      Aber das Beeindruckendste waren die Nordlicht-Feuerwerke, die wir erleben durften. Das war so genial, dass es eigentlich unbeschreiblich ist. Vor allem südgehend bei Rørvik war das wie eine Explosion am Himmel. Dafür hatte das nordgehende bei Berlevåg viele Rot-Anteile.

      Noch ein paar Worte zum Rauchen am Schiff:
      Diesmal waren auffällig viele Raucher unter den Paxen. Eigentlich ist Rauchen nur beim Fahren und nur an den dafür vorgesehenen Plätzen – also bei den montierten Aschenbechern – erlaubt. Die meisten hielten sich aber nicht daran. Sie gingen mit brennender Zigarette über das Deck und verloren dort auch die Asche, sie rauchten in den Häfen, lehnten an der Reling und standen überall dort, wo es windgeschützt war, auch wenn dort weit und breit kein Aschenbecher war.

      Der Glasaufbau auf Deck F war für Nichtraucher überhaupt nicht zu benützen. Dort roch es immer nach Zigaretten.

      Ich will hier jetzt keine Raucher-Debatte anregen, aber das war der Punkt, der mich am meisten gestört hat. Da hatte man als Nichtraucher schon oft das Gefühl, im Nachteil zu sein. Ich wäre dafür, dass man die Regeln für Raucher in die Sicherheitsinformation vor Beginn der Reise aufnimmt und durchaus auch mal kontrollierend über die Decks geht. Es hingen ausreichend Aschenbecher, man hätte die Regeln schon gut einhalten können. Der einzige Ort, an dem nicht geraucht wurde, war der Balkon.

      - * - * -

      Insgesamt kann ich aber nur sagen, dass es wieder eine wunderschöne Reise mit ganz tollen Erlebnissen war. Ich hatte nicht mehr den Druck, alles mitnehmen zu müssen, war in vielen Häfen nicht von Bord und konnte die zwölf Tage wahrscheinlich deshalb sehr entspannt erleben. Für einen Ausflug (Stadtrundfahrt Hammerfest ) habe ich mich ganz spontan 30 Minuten vor Beginn entschieden – und bin froh, ihn gemacht zu haben.

      Danke allen Mitreisenden – an Bord, hier im Forum und auch auf den anderen Kanälen. Es hat Spaß gemacht! Und irgendwann gibt es die Fotos!
      Gerda (Alta Connection) :lofoten2:
    • Vielen Dank für Deinen Livebericht samt Fazit. Ich vermute, dass Du trotz Deiner vielen Reisen immer noch einen Grund zum Nochmal-Reisen hast, denn obwohl Du Sturm erwähnst, scheint es auch diesmal nicht für ein Zertifikat gereicht zu haben. Oder habe ich das übersehen ?
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX Verweise auf Reiseberichte im Profil

    • Ein perfektes Fazit, Gerda- ich kann dir uneingeschränkt zustimmen! Ich habe mich schon letztes Jahr bei der Teilstrecke auf der MS Vesteralen total wohlgefühlt und jetzt in netter Foribegleitung noch mehr :dance: Wir haben genau die richtige Balance getroffen, jeder konnte sein eigenes Programm machen, aber immer auch mal ein Schwätzchen halten.
      Viele Grüsse, Albatross
      Reiseberichte im Profil
    • Liebe Gerda, auch ich habe deinen und die Live-Berichterstattung deiner Mitreisenden gerne verfolgt. Vielen Dank dafür :thumbsup:
      Dein Fazit habe ich mit besonderem Interesse gelesen und bin dir für die Ausführlichkeit sehr dankbar. Seit einiger Zeit liebäugel ich auch mit der Vesteralen, eben weil sie so anders ist wie die anderen Schiffe. Meine Schwester hat vor vielen Jahren ihre erste Hurtigbegegnung mit der Vesteralen gehabt und sie fand sie auch sehr gemütlich.
      Und jetzt freue ich mich schon auf deine Fotoauswahl eurer Reise :good3:
      liebe Grüße Renate :gr-blume:
    • Liebe Gerda,

      auch wir können deinen Ausführungen nur vollumfänglich zustimmen. :thumbsup:
      Wir haben diese Reise sehr genossen und sie wurde durch alle mitreisenden Fories bereichert. :thumbup: Vielen Dank an alle !!
      Die gemeinsamen Mahlzeiten haben uns super gut gefallen und wir sind dabei auch mal länger sitzen geblieben zum Austauschen von Erlebnissen und Plänen, was natürlich auch durch ein nicht so volles Schiff erst möglich war.
      Auch in der gemütlichen Cafeteria haben wir uns immer wieder getroffen auf ein mehr oder weniger längeres Schwätzchen. :good3:
      Es war einfach perfekt !!!! :imsohappy:
      Viele Grüße
      Seemaus