Historische maritime Ereignisse (Hauptquelle: Wikipedia)

    • 25. Dezember 1492 – Santa Maria gestrandet

      Die Santa Maria, das Flaggschiff von Christoph Kolumbus bei seiner erster Expedition (1492) lief Weihnachten 1492 auf eine Sandbank vor Hispaniola (Haiti/Dominikanische Republik). Da das Schiff nicht mehr gerettet werden konnte, wurde das Holz für den Bau von La Navidad verwendet, der ersten spanischen Siedlung auf amerikanischem Boden. In ihr ließ Kolumbus 30 bis 35 seiner Leute zurück.
      Gruß Volkmar

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    • 9. Januar 1493: Kolumbus auf Heimreise

      Im Januar 1493 machte sich Kolumbus auf die Rückreise nach Europa, allerdings nur mit zwei Schiffen, denn die Santa Maria war vor Hispaniola auf Grund gelaufen. Bei seiner Rückkehr wurde er triumphal gefeiert. Insgesamt fuhr er noch drei weitere Male nach Amerika.
      Gruß Volkmar

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    • 13. Januar 1952 – Andrea Doria in Dienst gestellt

      Das italienische Passagierschiff Andrea Doria wurde am 13. Januar 1952 in Dienst gestellt. Das damals größte und schnellste Schiff der italienischen Flotte startete am 14.1.52 zu seiner Jungfernfahrt. Am 25. Juli 1956 kollidierte das Schiff vor der Küste von Nantucket mit dem Passagierschiff Stockholm. 1660 Menschen wurden von dem sinkenden Schiff gerettet, während 46 starben.
      Gruß Volkmar

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    • 21.1.1954 – USS Nautilus getauft

      Die USS Nautilus (SSN-571), war das erste Atom-U-Boot der Welt. Ihm gelang auch als erstes die Unterquerung des Nordpols. Am 21. Januar 1954 wurde das Boot von Mamie Eisenhower, der Frau des US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower, getauft.

      Der Name Nautilus ist für U-Boote sehr beliebt: So gab Jules Verne dem U-Boot in seinen Romanen diesen Namen, Robert Fulton nannte das 1801 von ihm konstruierte U-Boot so, 6 U-Boote der US-Marine trugen diesen Namen sowie ein französisches U-Boot der Saphir-Klasse.
      Gruß Volkmar

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    • 3. April 1978 – Ende der Tigris

      3. April 1978 – Das Ende der Tigris

      Thor Heyerdahls Schilfboot Tigris wurde in den 1970er Jahren nach sumerischem Vorbild im Irak gebaut. Heyerdahl wollte zeigen, dass die Sumerer bereits vor 6000 Jahren in der Lage waren, mit Hilfe solcher Boote Handel mit Indien und Afrika zu treiben.

      Die Fahrt begann am 24. November 1977 in Al-Qurna (Irak, führte durch den Schatt al-Arab und den persischen Golf nach Bahrain dann durch die Straße von Hormus nach Oman und weiter Richtung Karatschi in Pakistan. Der zweite Teil der Reise führte in westlicher Richtung über das arabische Meer nach Dschibuti am Horn von Afrika – Ziel war das „Goldland Punt“ im Gebiet des heutigen Somalia.

      Die Staaten am Horn befanden sich im Krieg, so dass eine Durchfahrt in das Rote Meer nicht möglich war. Als Protest gegen die Militarisierung der Region verbrannten Heyerdahl und die internationale Besatzung der Tigris das Boot am 3. April 1978, nach 6800 km oder 143 Tagen, auf dem Meer vor Dschibuti.

      In einem Brief der Besatzung an den UNO-Generalsekretär hieß es: „… um gegen die Unmenschlichkeit in der Welt von 1978 zu protestieren […] Umgeben von Militärflugzeugen und Kriegsschiffen der zivilisiertesten und höchstentwickelten Nationen wird uns […] verweigert, irgendwo an Land zu gehen […] weil sich die Brüder und Nachbarn überall sonst mit Mitteln gegenseitig umbringen, die ihnen von denen zur Verfügung gestellt werden, die die Menschheit auf unserem gemeinsamen Weg in das 3. Jahrtausend führen.“
      Gruß Volkmar

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    • 17. Mai 1970 – Die Ra II startet zur Atlantiküberquerung

      Nachdem das 1969 gestartete Papyrusboot Ra nach mehr als 5000 km und 56 Tagen Reisezeit wenige Tage vor dem Ziel Barbados aufgegeben werden musste, ließ Thor Heyerdal von vier Aymara-Indianern vom Titicacasee ein ähnliches Boot bauen. Ra II war etwa 12 m lang, also 3 m kürzer als die Ra, und vollkommen anders aufgebaut.

      Die Ra II stach am 17. Mai 1970 mit fast der gleichen Mannschaft wieder unter UNO-Flagge und wieder von Safi (Marokko) aus in See und erreichte nach 57 Tagen und 6100 km am 12. Juli 1970 Barbados. Während der Fahrt wurden Ölverschmutzungen im Atlantik dokumentiert, die man schon mit der Ra 1 entdeckt hatte. Unter dem Druck der Öffentlichkeit wurden später erste internationale Umweltschutzabkommen getroffen, womit Heyerdahl auch zu einem Pionier der Umweltbewegung wurde.

      Nachbauten der Ra II sind heute im Kon-Tiki-Museum in Oslo (Foto) und im Saal für Antike Schifffahrt im Park Piramides de Güimar auf Teneriffa ausgestellt.
      Bilder
      • Ra II.JPG

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      Gruß Volkmar

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    • 22. Mai 1819 – Erste Atlantiküberquerung eines Dampfschiffs (Savannah)

      Die Savannah war ein Segelschiff mit einer zusätzlichen Ausrüstung als Raddampfer. Sie war das erste Schiff, das den Atlantik zumindest teilweise mit Hilfe einer Dampfmaschine überquerte.

      Die Savannah wurde 1818 als Segelschiff gebaut. Nach dem Stapellauf erwarb die Firma Scarborough & Isaacs das Schiff und ließ es für die Savannah Steam Ship Company zum Dampfschiff umbauen. Die verwendete Dampfmaschine leistete 90 PS. Die Schaufelräder waren so konstruiert, das man sie aus dem Wasser nehmen konnte. Die Besegelung blieb bei dem Umbau vollständig erhalten.

      Am 22. Mai 1819 startete sie von Savannah (Georgia) zur Atlantiküberquerung nach Liverpool, das am 20. Juni erreicht wurde. Diese erste Reise fand ohne Ladung oder Passagiere statt. Während der Überfahrt fanden mehrere Begegnungen mit anderen Schiffen statt, auf denen vermutet wurde, die Savannah stünde in Flammen. Die Dampfmaschine wurde auf der Überfahrt für nur etwa 80 Stunden benutzt, meist während Flauten, oder während der Ankunft, um Aufsehen zu erregen.

      Das Schiff war finanziell ein Fehlschlag. Daher wurde es später wieder verkauft, die Dampfmaschine ausgebaut und an ihren Hersteller Allaire zurückverkauft. Danach fuhr die Savannah als Frachtsegler im Liniendienst zwischen New York und Savannah, bis sie am 5. November 1821 vor Long Island strandete und später abgewrackt wurde. Erst knapp 20 Jahre später begann die Entwicklung eines regulären Dampfschiffsverkehrs über den Atlantik.
      Gruß Volkmar

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    • Die in Long Beach als Hotelschiff liegende QUEEN MARY feiert heute ihren 80.Geburtstag seit ihrer Jungfernfahrt im Jahre 1936. Die Fahrt führte damals von Southampton über Cherbourg nach New York.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • 14. Juni 1952 – Kiellegung der USS Nautilus

      Groton, Connecticut – 14. Juni 1952: Auf der Werft Electric Boat von General Dynamics wird in Anwesenheit von Präsident Harry S. Truman die USS Nautilus (SSN-571), das erste nuklear angetriebene U-Boot, auf Kiel gelegt.
      Gruß Volkmar

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    • 19. Juli 1843 – erster eiserner Ozeandampfer läuft vom Stapel

      Am 19. Juli 1843 war der Stapellauf der SS Great Britain. Sie war das erste Schiff aus Eisen mit Propellerantrieb, das den Ozean überquerte. Das Dampfschiff wurde vom Konstrukteur Brunel entworfen und in Bristol gebaut. Extra für dieses Schiff wurden neue Dampfmaschinen entwickelt. Nachdem die Great Britain 1846 auf eine Sandbank lief und die Eigner-Reederei Konkurs anmeldete, wurde sie ab 1852 als Emigrantenschiff eingesetzt. Während des Krim-Kriegs diente sie als Truppentransporter. 1882 wurde sie zu einem Segelschiff umgebaut und die Maschine ausgebaut. Im Kohlefrachtverkehr belieferte sie San Francisco über die Route um Kap Hoorn. Nach einem Brand an Bord lief sie 1886 die Falklandinseln an, wo sie verkauft und als Kohlenhulk (schwimmender Kohlenbunker) verwendet wurde. 1939 wurde Metall des Schiffes für Notreparaturen an der HMS Exeter verwendet (im Gefecht mit der Admiral Graf Spee beschädigt). 1970 wurde die Great Britain wieder nach Bristol überführt, um sie als Museumsschiff zu restaurieren. Heute liegt sie als Besucherattraktion im originalen Bau-Dock.
      de.wikipedia.org/wiki/Great_Britain
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      Gruß Volkmar

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    • 26.07.1956 – Untergang der Andrea Doria
      Das im Januar 1953 in Dienst gestellte italienische Passagierschiff Andrea Doria war zu jener Zeit das schnellste Schiff der italienischen Flotte. Auf seiner 51. Fahrt kollidierte der Luxusliner am 25. Juli 1956 auf dem Weg nach New York mit dem ostwärts fahrenden Passagierschiff Stockholm. Die Andrea Doria entwickelte nach der Kollision eine starke Schlagseite, wodurch die Hälfte der Rettungsboote nicht verwendet werden konnten. Die schnelle Reaktion anderer Schiffe verhinderte jedoch eine ähnliche Katastrophe wie 1912 bei der Titanic. Zwar starben bei dem Unglück 46 Menschen, aber 1660 wurden gerettet. Am Morgen des 26. Juli kenterte das Schiff und sank. Die Andrea Doria war das letzte große Passagierschiff, das auf der Transatlantik-Route unterging.
      Gruß Volkmar

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