Hochzeitsreise mit Hurtigruten – oder: Sieben auf einen Streich

    • B-K-B
    • Puh, das mit den Bildern ist zu unserem und Eurem Glück nochmal gutgegangen! Aber Du hattest auch backup in Form einer Ersatzkamera, wie man sehen kann :thumbup: Ich bin da auch so drauf und habe sicherheitshalber alles doppelt und dreifach dabei ;)
      Bitte bald weiter, die Fotos von Muddi haben auf Kirkenes schon neugierig gemacht!
      Viele Grüsse, Albatross
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    • Hallo ihr 2!

      Habe mal mit eurem Bericht mit hinterherlesen begonnen, ihr hattet ja wirklich tolles Wetter :thumbsup:

      Jim Knopf schrieb:

      Dieser Reiseleiter ist einsame Spitze, denn ich habe es bei meinen zahlreichen Fahrten niemals erlebt, dass es täglich eine Infoveranstaltung für den nächsten Reisetag gibt. Da wurde beileibe nicht hauptsächlich Reklame für die Ausflüge gemacht, sondern über die durchfahrene Landschaft, deren Besonderheiten und die Kultur und die Menschen an der Küste erzählt.


      Diese tägliche Info sollte mittlerweile auf jedem Schiff auf dem Programm stehen. Das ist seit einiger Zeit (wie auch diese Infotafeln) neu, aber auch sicher abhängig von der Qualität des Reiseleiters.

      Ich freu mich auf die Fortsetzung!
      :gr-blume: Sandra

      2011 NO * 2012 NN * 2012 LO * 2013 LO * 2014 2x LO * 2015 VA * 2016 2x NX * 2018 Fram, NX, LO
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    • Hallo!
      Also unser Reiseleiter Eskild Ognes war zwar manchmal ein witziges Kerlchen, aber tägliche Infoveranstaltungen gab es leider nicht. Die gabs nur am ersten und am vorletzten Tag. Und wenn man mal eine Frage hatte, schien er bisweilen etwas genervt...

      Euer Reisebericht gefällt mir sehr gut - bitte weiter so :thumbsup: !

      LG
      Aurora B.
    • Diesmal darf ich mit offizieller Genehmigung meiner Frau weitermachen ^^ , also weitergehts.

      Tag 07, Donnerstag 09.10.2014

      Jim Knopf:

      Irgendwann kurz nach Vadsø wurde ich wach. Der Blick aus dem Fenster versprach einen schönen Tag.

      Rasch gings zum Frühstück, damit wir bis zur Ankunft in Kirkenes fertig waren.

      Das gelang mir gerade noch so, meine Frau war etwas schneller. Als ich an Deck kam lag der Anleger ein paar Kabellängen voraus und ich konnte unser Empfangskomitee, bestehend aus Nicole, Muddi und Hans bereits deutlich erkennen.

      Nach Ankunft versammelten wir uns zuerst mal alle in Der Cafeteria. Dort bekamen wir ein nettes Überraschungsgeschenk überreicht. 2 Norwegische Liebestassen in Herzform nebst Inhalt. Wir waren davon total gerührt.

      Nochmals vielen Dank für das nette Geschenk. Anschließend löste sich das Miniultrakurzforumstreffen auf. Hans musste zu einer Versammlung und Muddi wurde von Nicole zum Flughafen gebracht. Wir wollten derweil einen kleinen Bummel zu Nicole nach Hause machen.

      Sicherheitshalber nahm ich mein Navi mit und stellte es vom See- auf den Landbetrieb um. Das bedeutet Seekarte aus und routingfähige Landkarte ein sowie Entfernungen wieder auf Kilometer statt Seemeilen umgestellt. Die Adresse von Nicole kannte das Navi schon, auch den Weg dorthin, leider aber nicht alle begehbaren Wege, so dass wir über einen Umweg geleitet wurden und so nicht am Aussichtspunkt vorbeikamen. Da musste ich mir natürlich Sprüche und Lästereien meiner Frau gefallen lassen. Durch diesen Umweg war Nicole bereits vom Flughafen wieder zu Hause, als wir dort ankamen. Wir konnten sogleich den tollen Blick aus dem Wohnzimmerfenster genießen.

      Wir wurden mit Kaffee und Gebäck verköstigt und auch Nicoles Hundi mochte uns leiden. Das beruht aber auf Gegenseitigkeit, denn Scotty ist ein ganz süßer aber auch wilder.

      Viel zu schnell ging die Zeit vorbei und wir mussten zum Schiff zurück. Netterweise fuhr uns Nicole mit dem Wagen zum Schiff. Nochmals vielen Dank für die Gastfreundschaft und den Taxiservice.
      Wegen extremen Niedrigwassers war dieser Kunstbau mit der Stelling der Lofoten notwendig, um wieder an Bord zu gelangen.

      Wir standen zum Auslaufen an Deck und winkten Nicole nochmals zu. Dabei entdeckte ich eine Dame in Samigewand und barfuss. Das hat mir gleich gefallen, da ich auch sehr gerne barfuss unterwegs bin. Leider bin ich noch nicht ganz so weit, was die Temperaturen anbelangt.

      Nach der Abfahrt gab auch nochmals einen Regenbogen und bintes Herbstlaub.

      Schließlich gingen wir doch zum Mittagessen und da anschließend draußen nicht so sensationell viel zu sehen war, machten wir Datensicherung. Seit der Geschichte mit der Speicherkarte meiner Frau drängte ich da noch viel mehr drauf, als zuvor.
      Rechzeitig vor Erreichen von Vardø waren wir wieder an Deck.

      Der Wind hatte erheblich abgenommen und so konnte dieser Hafen völlig problemlos angelaufen werden.

      Da wir nun schon öfters in Vardø waren, wollten wir einen Spaziergang zur westlichen Hafenmole mit dem kleinen Leuchtturm machen. Da war ich noch nie und es gab auch ein paar schöne Perspektiven.

      Am Schiff zurück, haben uns Mitpassagiere, welche vorne auf der Back standen, auf ein Tier im Wasser aufmerksam gemacht. Meine Frau konnte es sogar ablichten und nach Sichtung der Bilder konnte man sehen, dass das ein Seehund gewesen ist.
      Beim Auslaufen waren wir wieder vorne auf dem erhöhten Backdeck. Vor der Einfahrt stand noch ein netter Schwell. Einmal kam da sogar einer vorne drüber. Neptun plantschte. Leider war ich in diesem Moment nicht mit der Kamera bereit und später tat sich da nix mehr. Leider gab es weder Walsichtungen noch sonst irgendwas besonderes.
      So konnten wir ruhigen Gewissens zum Nachtessen gehen. Das zog sich bis hinter Båtsfjord hin.
      Da wir recht müde waren, wollten wir Berlevåg und die Begegnung mit der Richard With verschlafen. Kaum lagen wir in der Waagerechten gab es Nordlichtalarm.
      So ein Mist. Damit hatte ich aufgrund des Wetters gar nicht mehr gerechnet. Also schnell das Teleobjektiv von der Kamera runter, das Weitwinkel drauf, Stativ gepackt und dabei passierte es dann. Es klimperte einmal und irgendwie war ein Teil aus einer der unteren Arretierungen rausgefallen und ein Stück Bein gleich mit. Trotz intensiver Suche konnte ich nix mehr finden und die Klemmung war auch nicht mehr funktionstüchtig. Mann war ich sauer. So ging ich dann ohne Kamera an Deck um wenigstens das Nordlicht erleben zu können.
      Wir standen unmittelbar vor der Einfahrt von Berlevåg und hatten beigedreht, um darauf zu warten, bis die Richard With den Hafen wieder verlassen würde. Voraus war dabei leichtes Nordlicht durch Wolkenlücken zu erkennen. Schließlich kam die Richard With aus dem Hafen, die Begegnung fand nur mit Lichtsignalen statt, wir nahmen wieder Fahrt auf und liefen ein.
      Während der Liegezeit war vom Nordlicht kaum noch was zu sehen. Da wir jetzt schon mal an Deck waren blieben wir bis zum Auslaufen hier, in der Hoffnung, dass das mit dem Nordlicht nochmals stärker werden würde. Wir hatten Glück und meine Frau konnte noch einige tolle Aufnahmen auf die Speicherkarte bringen. Als das Nordlicht merklich schwächer wurde gingen wir nun endgültig und zufrieden zur Koje, wobei ich mich schon noch ein wenig über die technischen Unzulänglichkeiten meiner Ausrüstung ärgerte.
      Gruß

      Jürgen

    • Ihr habt mit allen Kommentaren Recht: zwei Kameras, gesichterte Fotos (aber nur, weil sich meine bessere Hälfte durchgesetzt hat :grumble: , danke :hut: :loveyou: ), wunderschönes Wetter - und Freude, wenn wir gelegentlich verträumt aus unseren <3 -Tassen trinken !

      Mein Mann war ja schon fleißig :gamer: , ich will auch nicht ins Hintertreffen geraten, also lege ich auch mal los.

      Wir haben wir also mal einige Zeit vor Mitternacht Ruhe gefunden :sleeping: und in den Tag 07, Donnerstag 09.10.14 geschlafen.Als wir wachgeworden sind, war erkennbar: gleich wird Klärchen die Welt wieder verzaubern und uns erwärmen. :)

      Am Hafen stand bereits das dreiköpfige Empfangskomitee. Zunächst haben wir mit Marion, Nicole und Hans unser Café gestürmt und uns fröhlich unterhalten. Wir Flitterwöchner wurden noch mit für Tassen für Verliebte bedacht. :love: Anstoßen konnten wir leider nicht, denn im öffentlichen Bereich und selbst-mitgebrachter Alkohol......
      Ohnehin hatten wir nicht unendlich viel gemeinsame Zeit. Hans musste zu einer Sitzung und Marion wünschte, von Nicole „um die Ecke gebracht zu werden“. ;) Sprich: ihr Flieger würde nicht warten und so verabschiedeten wir uns von Allen. Mit Nicole verabredeten wir uns noch mal für später.

      Wir sind zu Fuß Richtung Aussichtspunkt, damit wir von dort den Blick über den gesamten Fjord schweifen lassen können. Aber ich musste unwillkürlich an unseren Forums-Kapitän denken, ihn und seine zwei Navi’s. Bei uns gab es zur Kontrolle das GPS-Gerät und eigentlich wollten wir uns auf mein Gedächtnis verlassen. Die Kontrolle hat sich mittels der Überzeugung des Besitzers ‚das sagt aber...’ :diablo: durchgesetzt – mit dem Ergebnis, dass wir schöne Seitenstraßen gegangen sind, schnuckelige Häuser gesehen , aber nicht den Aussichtspunkt erreicht haben. :mosking: Störte aber auch nicht weiter, den Augen war auch so nicht langweilig.



      Bei Nicole angekommen, wurden wir u.a. mit einem Regenbogen über den Fjord empfangen – war schon herrlich anzusehen.Und dann wurden wir von Scotty begrüßt. Es zeigte sich einmal mehr, dass Jürgen wie ich hundeverrückt sind – und wir stellten fest, dass uns unser Hundi doch arg fehlte. So knuddelten wir ersatzweise Scotty ab, der das ja so ‚gar nicht’ mochte ;) , und dann mussten wir uns auch schon wieder auf den Weg machen. Die Vesteralen würde bestimmt nicht auf uns warten.
      Danke Euch Dreien plus Vierbein für fröhliche Stunden und das liebevoll-lustig ausgesuchtes Geschenk.



      Die Ausfahrt haben wir natürlich vom Außendeck erlebt – aber der Wind frischte doch gut auf. Und nach einigen feinen Aufnahmen nahmen wir den Hunger zum Vorwand, erst Mal nach innen zu verschwinden.Nach dem Essen sichterten wir die Bilder. Nebenbei wollte ich ein paar mit Smarty versenden. Das streikte aber – schon wieder unwillige Technik. Das wollte ich auf der Reise aber nicht zur Gewohnheit werden lassen. Mit Nachlesen im Internet fanden wir den Trick und weckten Smarty wieder zum Leben. Die Versorgung des LiveBerichts via Relaisstationen war damit gesichert.



      In Vardø sind wir zur Mole und zurück spaziert und ich habe mal wieder das Klicken der Kamera genossen. Ich weiß gar nicht, ob ich ohne das Geräusch überhaupt Urlaub machen kann?! :whistle3:



      Nach dem Abendessen bin ich in die Waagerechte. Ich war nur noch platt – hatte so das Gefühl wie nach einer Grippe, Puddingbeine und eine ungeheure Müdigkeit in den Knochen. Aber es gibt etwas, was mich immer mobil macht: Nordlichtwarnung vor Berlevåg !

      Also wieder raus. Zunächst noch die 'Reste' gesehen, und dann nachdem die Richard With abfuhr während der Hafenzeit überlegt, wo Jürgen bleibt. Der kam dann auch – mit Wut im Bauch. :tomato: Die nächste Technik streikte – sein Dreibeinstativ hatte mal so eben die untere Verriegelung an einem der Beine verloren. Frechheit hoch drei. Versuchsweise wurde an den nächsten Tagen– schlussendlich auch sehr erfolgreich – sein Gorillapod auch für Nordlicht eingesetzt. Aber diesen Abend galt es einige Schimpfkanonaden meines Mannes zu ertragen und ein paar von meinen Entspannungsenergien deshalb zu verlieren. Durfte er einfach meine Energievorräte anknabbern, oder war das ne Frechheit? Und wenn die Technik so weiter machen würde, würde es eine ‚verlustreiche’ Reise für uns.

      Wir wurden aber für unsere Ausdauer belohnt. Denn nach der Ausfahrt von Berlevåg färbte sich der Himmel wieder wunderschön. Nicht extrem stark – aber die Augen zum Strahlen bringend.



      Danach war endgültig Ende bei uns. Ich war wohl schon eingeschlafen, bevor mein Kopf das Kissen berührt hat. :sleeping: Und erholt und doch noch immer müde wachte ich am Tag 08 auf .
      Lynghei

    • Tag 08, Freitag 10.10.2014

      Jim Knopf:

      Beim Ablegen aus Havøysund wurde ich wach. Gerade noch rechzeitig um die nordgehende Nordnorge zu begrüßen.

      Danach war dann Frühstück angesagt. Im Anschluss ging es wieder an Deck, denn das Wetter war wieder einmal prächtig.

      In Hammerfest ging ich dann beschleunigten Schrittes auf den Aussichtsberg Salen und zwar über den Zick-Zack-Weg.

      Ich war schnell genug um der ganzen Meute, welche durch unseren Reiseleiter Egbert dort hinaufgeführt wurde, zu entkommen. Das habe ich auch noch bei keinem anderen Reiseleiter erlebt, dass er die Paxe in den einzelnen Häfen zu den Sehenswürdigkeiten führt und hier der Salen hat schon eine gewisse sportliche Note.
      Anschließend ging ich an dem Pavillion und an dem Brunnen mit den Kindern vorbei zur Kirche.

      Dort traf ich meine Frau. Nicht mal auf dem Turm vom Salen war ich unbeobachtet, sie hat mich mit dem Teleobjektiv verfolgt und festgehalten. Das hat sie mir da gleich erzählt. Im Anschluss gingen wir gemeinsam noch in den Eisbärenklub und ich alleine noch zum Rathaus mit der Skulptur mit den Eisbären. Auch die Plastik mit dem Walfänger im Eis lichtete ich ab.

      Nach dem Auslaufen ging es dann zum Mittagessen.

      Nach einer Mittagspause, in welcher ich mal wieder unsere Daten gesichert habe, waren wir überwiegend an Deck zu finden. Am Anfang hatte es noch gut Wind, aber auch tolle Lichtstimmungen.

      Beim Anlaufen in Øksfjord blieb das Typhon leider stumm, zum ersten Mal auf dieser Reise. Trotzdem gab es dort wieder oder immer noch eine grandiose Landschaft, die bei diesem Wetter ganz toll wirkte.

      Hinter Øksford ging es auf eine absolut friedliche Loppa , was bei den südlichen Winden auch kein Wunder ist, schließlich fährt man dann im Schutz einer Luvküste.

      Es wurde immer stiller und friedlicher und allmählich gab es ein grandioses Abendrot.

      Mein Schatz wollte sich noch ein wenig hinlegen. Ich blieb aber bei diesem Weter weiter draußen, schließlich sollte auch noch die Trollfjord mit Steffi kommen. Kaum war es richtig dunkel ging es schon los, mit dem Nordlicht. Als sich dann erste wunderbare Schleier bildeten, musste ich schnellstens in die Kammer und meine Frau holen.

      Das Nordlicht blieb uns dabei glücklicherweise erhalten und zwar bis zum Einlaufen in Tromsø .

      Die Begegnung mit der Trollfjord habe ich bei diesem Naturspektakel vergessen. Steffi, du mögest mir das verzeihen. Immerhin sind mir mit dem Gorillapod, welches ich an die Reling an den Schandeckel klemmte leidlich gute Aufnahmen gelungen. Hatte da meine größten Zweifel, weil das doch etwas vibriert hat. Auch das Ausrichten der Kamera war nicht so einfach.
      Nach Ankunft in Tromsø fuhren wir zu einem wieder einmal ganz tollen Mitternachtskonzert. Wir zündeten Kerzen an und ich hatte doch erhebliche Mühe beim Konzert nicht einzuschlafen. Als wir aus der Kirche herauskamen war immer noch Nordlicht am Himmel, auch noch als wir kurz vor Abfahrt wieder an Deck standen. Aber es siegte einfach die Müdigkeit. Vom Ablegen habe ich wohl schon nix mehr mitbekommen.
      Gruß

      Jürgen

    • Eure Reaktionen lassen bei mir nur eines zu: ich lach mich schlapp :laugh1: :mosking: . Ob fotohungrig mit Stalking verglichen werden kann? Oder Eure Angst, wir würden gegeneinander wetteifern zu Recht besteht? Das überlasse ich alles Eurer Phantasie :whistle3: Ich kann mit keinem Typhonton seitens meines Smarty aufwarten - aber wenn ich etwas gewinnen will, schaffe ich das auch ohne 'Musik' von unseren Schiffen :good3: :mosking: .
      Amüsiert Euch ruhig noch etwas - ich stelle gleich mal Text und Bilder des Tages 8 zusammen.
      Lynghei

    • Menno ja - ich bin endlich soweit ;)

      Und erholt und doch noch immer müde wachte ich am Tag 08, Freitag, 10.10.14 auf . Noch vor’m Frühstück sind wir raus, die Nordnorge begrüßen. Die Winkekonkurranse ging eindeutig an uns. Auf den Außendecks war nicht viel los. Trotz des feinen Wetters.

      Nach dem Frühstück habe ich schon wieder Pause gemacht. Meine ‚Ausfallerscheinungen’, die ich sonst von Tag 3 (egal, wo ich den Urlaub verbringe) kenne, tauchten jetzt auf. In Hammerfest habe ich mir dann einen geruhsamen Spaziergang zur Kirche und eine kurze Gedenkpause innen gegönnt. Mein Schatz hat sich einfach von mir getrennt und ist den Salen hoch. Er war unwesentlich schneller als Egbert, der es Interessierten angeboten hatte, sie hochzubringen.Jürgen war so schnell, dass ich ihn noch ‚erwischt’ habe, bevor ich von Bord bin. Vor meinem Teleobjektiv war er nicht ‚sicher’. ;) Und hat es natürlich erst hinterher aufgrund meiner Erzählungen und beim Anschauen der Bilder gemerkt.Getroffen haben wir uns dann auf Höhe der Kirche. Gemeinsam sind wir flott zurück Richtung Schiff. Nicht weil wir spät dran waren. Sondern es gab mittlerweile norwegentypische Temperaturen mit reichlich Wind. Und da ist bummeln im Schatten der Häuser nicht sooo klasse.

      Im Eisbärenclub haben wir kein passendes Geburtstagsgeschenk für mein Patenkind gefunden. Es wurde erkennbar, dass in Bergen oder Oslo noch mal eine Suche zu starten sein wird. Dabei hasse ich einkaufen – anders mein Schatz. ‚Wollen wir nicht noch mal bummeln’ – NEIN! :girl_cray2: Er hat’s schon nicht leicht mit mir – aber die ‚Vorwarnung’ ;) über meinen Dickkopf hat er von meinem Bruder erst bei der Rede auf der Hochzeitsfeier bekommen. :whistle3:

      Nach dem Mittagessen habe ich noch mal auf Superfaul geschaltet, während Jürgen die Bilder gesichert hat.Kurz vor’m 'Bahnhof' Øksfjord haben wir uns wieder auf dem Außendeck getroffen. Es war lausig windig und entsprechend kalt. Aber es war durch die klare Luft und den Sonnenschein so viel zu sehen, dass wir noch ne ganze Weile nach Abfahrt aus Øksfjord draußen ausgeharrt haben. Es war einfach zu schön, dass wir auch diesen Tag von morgens bis abends von der Sonne verwöhnt worden sind.Irgendwann mussten wir uns aber mal aufwärmen gehen – sonst würden wir wohl immer noch auf Außendeck festgefroren sein :mosking:

      Wegen des Mitternachtskonzertes wollte ich ab 20h30 nochmals meiner Müdigkeit statt geben. Aber das wurde von Jürgen stürmisch verhindert. Ich hörte Holzclogs vor unserer Kabine die Metallrampe raufgestürmt kommen. Das konnte nur einer sein. :good3: Und bestimmt nicht, weil nachts die Trollfjord so schön ausgesehen haben könnte ;) – entschuldigt bitte alle Trollfjordfans-. Also habe schon die Beine aus dem Bett geschwungen, als er zur Kabinentür reinstürmte. 'Schatzi – Nordlicht !!!' Ich genauso schnell in die Klamotten wie immer bei solch einer Info – und raus. Vergessen war die Müdigkeit – leider geriet auch die Trollfjord ins Hintertreffen. :blush2: Wer’s weiß, wo sie gerade gefahren ist, kann sie auf meinem ersten Nordlichtbild 'sehen'. :search: Sorry, Steffi – aber Dein Strahlen über unser ‚Treffen’ und Deine Freude für uns und dem über uns befindlichen Nordlicht habe ich erst in Deinem Bericht wahrgenommen. In dem Moment der Reise haben das Nordlicht in all seinen Facetten mit und ohne Vollmond alles andere überstrahlt. Auf zwei Bildern könnt Ihr sehen, dass mein Mann bzw der Schornstein der Vesteralen ‚Lieferant’ des Nordlichtbogens sind. :lol:
      Bilder
      Wir blieben draußen bis nach 23h. Dann half alles nichts. Noch kurz in die Keramikabteilung und dann los zur Rezeption. Es war erkennbar, wir würden vor der Zeit in Tromsø anlegen. Schade – ich hätte dem Nordlicht mit seinen vielen Facetten noch ewig zusehen können. Aber das Konzert war wieder sehr beeindruckend und letztendlich der einzig richtige Abschluss dieses Tages.

      PS: ich habe noch die Bilder vom Nordlicht - insgesamt werden es aber mehr als 20 Bilder des Tages. Wollt Ihr die noch haben? :whistle3:
      Lynghei