Hochzeitsreise mit Hurtigruten – oder: Sieben auf einen Streich

    • B-K-B
    • Hallo! Ich war leider aus persönlichen Gründen eine Weile nicht im Forum, aber nun hat mich das Hurtigruten-Fieber wieder gepackt. Den Bericht und die Bilder finde ich klasse, besonders weil jeder aus seinem Blickwinkel erzählt. So kann man auch die doppelte Anzahl Bilder posten, wenn man zu zweit - aber einzeln angemeldet - ist, gell ;) ! Ich gönne euch die Reise von Herzen, da ich weiß wie schwer es ist, wenn man einen Angehörigen zu pflegen hat. Die Erholung hat euch mit Sicherheit wieder neuen Auftrieb gegeben. Ich war im Juli auf der Trollfjord unterwegs und wollte auch einen Bericht posten, aber leider wurde ich durch einen Todesfall in der Familie (wenn auch absehbar) etwas aus der Bahn geworfen. Die Frage ist, ob überhaupt noch jemand an meinem Reisebericht interessiert wäre!??? Euern Bericht lese ich jedenfalls sehr gern, weil es schöne Erinnerungen an meine eigene Reise zurückbringt...
      LG
      Aurora B.
    • Hallo Aurora,
      es stimmt, wir haben uns aufgrund der vielen schönen Erlebnisse sehr gut erholt - und sehen zu, die Erholung möglichst lange zu behalten. Und der Bericht hilft, die Reise noch intensiver auf die Festplatte zu 'brennen'.
      Das gilt aber auch für andere Reiseberichte - sie helfen, den 'Hunger' auf weitere Norwegenereignisse zu reduzieren. ;) Und das geht nicht nur mir so. Also fang an, schreib Deinen Bericht und genieße Deine Reise nochmal ! Du wirst hier reichlich lesehungrige Fories finden ! :thumbup:
      Lynghei

    • Ist ja gut - ich schreibe ja schon auch den Tag 5 ;) . Wegen nicht eingeplanter Probleme nach einem Zahnarztbesuch musstet Ihr leider länger auf die Fortsetzung warten. Und Jürgen war Gentleman und hat sich nicht vorgedrängelt :thumbup:
      @Seebär: bei Schnellstart stauben auch Schuhsohlen :mosking:

      Solch ein Beginn des Tages 5, Dienstag 07.10.2014 lasse ich mir gerne gefallen. Denn dann ging am Himmel die Post ab. :love: Im Sund, der sich gleich nach dem Linksschwenk hinter der Raftsundbrücke vor Stokmarknes ergibt, gab es einen Nordlichtvorhang nach dem anderen. Schwach wie kräftig, hellgrün, dunkelgrün, rot – nur am Himmel, bis 'ins'Wasser , mit Spiegelungen ----- die Kälte war vergessen. Aber der Gesundheit zuliebe oder warum auch immer, bei der Brücke vor Stokmarknes gab es dann Ruhe am Himmel.
      Und so unheimlich beeindruckend das Nordlicht immer wieder ist – die Kälte war es auch. Dann in die Kabine, in die Koje – und gepennt . Ob noch ne Durchsage kam, ich weiß es nicht. Ich war nur noch platt – aber glücklich.



      Und ich habe selig noch einige Stunden geschlafen. Und wach geworden bin ich mit einer Überraschung: mein Mann war weg !
      Ich sollte vielleicht für alle, die meine bisherigen Reiseberichte nicht kennen, vorwegschicken: ich höre grundsätzlich das Gras wachsen – seit der Pflege von meiner Mutter höre ich jedes unübliche Geräusch in der Nacht/am frühen Morgen. Darum mag ich auch keine Kabine auf dem Umlaufdeck. Da höre ich auch immer die Spaziergänger !
      Und dann soll ich nicht mitbekommen haben, dass mein Mann raus ist?! Kann gar nicht sein. Der ist bestimmt in der Dusche?! Da müsste ich doch was hören? Tat ich auch – aber es war die Kabinentür und mein Schatz kam mit Fotoapparat bewaffnet wieder rein.Wie jetzt? =O Erfolgreich rausgeschlichen? Dann muss ich ja irre tief und fest gepennt haben. Laut seinen Erzählungen ist er mit einem ‚Alarmstart’ raus ist, um für mich Schlafmütze Bilder von ‚meiner’ Nordlys und der Trondeneskirche zu machen. Er hat seine Belohnung bekommen. :love:


      Und dann sind wir erst Mal zu einem gemütlichen Frühstück. Aber nicht zuuuu gemütlich. Die Fahrt von Harstad nach Finnsnes geht durch sooo schönes Gebiet, dass ich raus musste. Zumal wir – wie ‚ungewöhnlich’ :mosking: – Sonne satt hatten.


      Die Sonne begleitete uns bis kurz vor Tromsø , dann gab es als Zugabe einige dekorative Wolken. Kurz vor der engen Passage, dem Rystraumen, waren wir zum Mittagessen. Und das, obwohl es statt der eigentlichen Ansage :’Restaurant ist geöffnet’ hieß: ‚Essensausgabe ist zur Zeit nicht möglich, der Computer ist abgestürzt’. Ich habe es vorne auf dem Balkon erst nicht verstehen können. Aber Jürgen kam an und versuchte mir unter immer wiederkehrenden Lachschauern :mosking: :mosking: :mosking: zu erklären, dass es derzeit kein Mittagessen gäbe.Als ich dann schließlich den Sachverhalt begriffen hatte, habe ich Tränen gelacht. Ist schon irre – ein Computer verhindert Mahlzeiten.Das Restaurant wurde schließlich doch noch geöffnet. Mal schauen, ob der PC wieder okay ist oder wie sie das Einchecken mit der Bordkarte ersetzen.
      Der nächste Lachschauer war vorprogrammiert: einer der Kellner hatte einen ‚Schrittzähler’ in der Hand und ‚zählte’ sozusagen jeden Eintretenden. Als er mein Glucksen hörte, sagte er auch noch in der Tonlage wie sonst der Scanner ‚piep’ – da war es bei mir mit dem Ernstsein vorbei. :lol: Es dauerte etwas länger, bis ich in der Lage war, das Bufett zu stürmen.

      Kurz vor Erreichen von Tromsø hat uns Jürgen ein Taxi bestellt. Umgehend nach Ankunft sind wir zur Talstation des Storsteinen gefahren. Und ca 15 Minuten später fuhr die Seilbahn. Oben hatten wir bei der Sicht einen herrlichen Blick über Tromsø und Umgebung. Und es war erkennbar, wie schade es war, dass wir zum Sonnenuntergang nicht mehr oben sein konnten. Der würde traumhaft werden. Aber da wir nicht hinter dem Schiff herschwimmen wollten.....


      Von der Talstation sind wir zu Fuß zurück. Von der Brücke haben wir auch noch Bilder von der Vesteralen gemacht und sind anschließend durch die Werft zurück zum Schiff.


      Und das fuhr dann nicht wie üblich um 18h30 ab. Um kurz vor 19h wurde die weitere Fahrtverzögerung wegen umfangreicher Ladetätigkeit ‚angekündigt’. Klasse.Wir brauchten keine Minute um zu entscheiden: Abendessen fällt aus, zur Ausfahrt Tromsø sind wir draußen ! Ich habe uns kurz im Restaurant abgemeldet – und wieder raus.Die Ladetätigkeit wirkte sehr verhalten und es wurde gelegentlich immer wieder mal ein Teil in den Bauch der Vesteralen gefahren. Also, das kann kein Grund sein. Das könnten die Gabelstaplerfahrer auch viel schneller. Um 19h20 schlenderte dann gemessenen Schrittes ein Mann mit kleinem Trolli heran, plauderte lächelnd nach links und rechts – und ging an Bord. Und schwupps wurde die Ladeluke geschlossen, die Gangway eingefahren – und ab ging die Post (sorry, das Postschiff). Die Wartezeit haben wir uns mit dem Aufnehmen feiner Bilder vertrieben. :love:



      Am nächsten Tag haben wir gesehen, dass es der neue Chef der Maschinerie war. Ob er kurzfristig einspringen musste und deshalb die Zeitverzögerung war, haben wir nicht erfragt.Übrigens: wie war das mit ‚ bis zum Sonnenuntergang können wir wegen der Abfahrt des Schiffes nicht auf dem Storsteinen bleiben’ ?! Schade, :( hätte sich absolut gelohnt – aber die verspätete Abfahrt war ja für nicht vorhersehbar!

      Zum Abendessen haben wir uns etwas im Café geholt :essen: und sind dann anschließend zum Vortrag von Egbert über die Sami und deren Geschichte sowie die Zusammenarbeit zwischen Norwegen und Russland. Sein Vortrag war hochinteressant und humorvoll vorgetragen.
      Anschließend haben wir Euch noch ein bißchen am Tag teilhaben lassen und haben dann der Sauerstoffvergiftung nachgegeben.Es war inzwischen auch schon wieder Mitternacht und damit Ende von Tag 5.

      Und darum habe ich jetzt erst wieder Pause - denn meine bessere Hälfte meint, er hat auch noch was zu sagen :sdafuer:
      Lynghei

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    • Tag 05, Dienstag 07.10.2014

      Jim Knopf:

      Ich kam gerade zur Kammer rein, wollte mich entkleiden und zur Koje gehen, als die kleine Nachtmusik erklang. Zunächst konnte ich mir da keinen Reim drauf machen, bis der Hinweis kam, dass man draußen Polarlicht sehen könne. Also schnell wieder an Deck. Wir befanden uns kurz hinter der Insel Brattholmen, hatten den Raftsund damit verlassen und somit deutlich mehr Fernsicht. Der Anblick war überwältigend, denn der ganze Himmel war grün. Ich habe gar nicht gewusst, wo ich so schnell hinschauen und fotografieren sollte.

      Das zog sich so hin bis kurz vor Stokmarknes . Da wurde das dann ziemlich schwach und ich beschloss zur Koje zu gehen. Im Gegensatz zu meiner Frau, habe ich das Passieren der Hadselbrücke nicht mehr an Deck erlebt. Habe wieder sehr gut geschlafen und wurde wach, als in Harstad die Hauptmaschinen gestartet wurden. So habe ich mich leise aus der Kammer geschlichen und bin an Deck. Die südgehende Nordlys lag bereits hinter uns.

      Da die Vorleine der Nordlys richtig durch das Auge unserer Achterleine beim Belegen des Pollers gezogen wurde, konnten wir ohne Schwierigkeiten ablegen.

      Anschließend gings zum Frühstück.
      In Finnsnes steuerte ich schnell einen Supermarkt an, da wir noch so ein paar Kleinigkeiten brauchten.

      Auf dem Rückweg ging ich noch zum Denkmal von dem Wikingerkönig.

      Im Wasser lag dort dieses Fahrrad:

      Die Abfahrt aus Finnsnes und die Passage durch den Gisund verbrachten wir wieder bei Traumwetter an Deck.

      Anschließend gings zum Mittagessen. Den Nachtisch musste ich dann alleine genießen, da meine Frau den Rystraumen von Deck erleben wollte.Mir war der Nachtisch wichtiger, zumal ich bislang auf der Insel Riøya niemals auch nur ein Exemplar der dort angeblich lebenden Moschusochsen zu Gesicht bekommen habe. Ich hatte einen Fensterplatz an Steuerbord und konnte so auf die Insel schauen, aber auch heute hat sich erwartungsgemäß kein Moschusochse gezeigt. Als nächstes ging ich dann zur Rezeption und habe uns für Tromsø ein Taxi bestellt. Das hat einwandfrei geklappt und wir fuhren so sofort und zügig zur Talstation der Seilbahn. Zeit ist halt bei der Kürze der Liegezeit überaus kostbar und so konnten wir bereits mit der nächsten Seilbahn hinauf auf den Storsteinen fahren. Oben angekommen hatten wir einen überwältigenden Anblick und machten einen kleinen Spaziergang.

      Schließlich mussten wir uns leider von dem herrlichen Szenario verabschieden. Zu gerne hätten wir den Sonnenuntergang von dort oben erlebt. Das war aber leider mit der geplanten Abfahrtszeit unseres Schiffes nicht kompatibel. Wir konnte da ja noch nicht ahnen, dass...
      Den Rückweg zum Schiff legten wir zu Fuß zurück. Zunächst ging es an der Eismeerkathedrale vorbei, danach über die Brücke und anschließend noch am Hafen lang.

      Eigentlich sollten wir um 18.30 Uhr abfahren, so dass das mit dem Nachtessen um 19 Uhr bestens geklappt hätte.Leider verzögerte sich die Abfahrt um etwa eine Stunde. Deshalb fand unser Nachtessen heute in der Cafeteria statt, denn das Ablegen und die Durchfahrt durch die Brücke wollten wir unbedingt von Deck aus erleben. Die Durchfahrt ist schon recht kitzelig, da dort eine ganz erhebliche Strömung setzt und die Durchfahrt auch nicht eben breit ist.

      Außerdem gab es noch einen interessanten Vortrag von unserem Reiseleiter Egbert für den nächsten Tag. Dabei ging es um das Leben in der Finnmark, den Samen und sonstigen Gegebenheiten. Dazu gehört auch, dass die Russen in Kirkenes Unmengen an Windeln, sprich Pampers einkaufen, weil es so etwas in Russland nicht gibt.Im Anschluss stand dann noch die Begenung mit der Nordkapp und Marihøna an. Das war schon etwas besonderes zu Wissen, dass dort liebe Forumsmitglieder an Bord sind. Eure Taschenlampensignale waren deutlich zu sehen und da war dann schon etwas Gänsehaut dabei.Anschließend haben wir dann noch etwas am Livebericht geschrieben und sind im Anschluss totmüde in die Koje gefallen.
      Gruß

      Jürgen

    • lynghei schrieb:

      gab es einen Nordlichtvorhang

      Ihr Glückspilze :thumbup:

      lynghei schrieb:

      Und dann soll ich nicht mitbekommen haben, dass mein Mann raus ist?!

      Das kenne ich auch! Liegt mein mann neben mir kann man mich samt Bett klauen, aber ist er nicht da oder ich habe mal andere Zimmergenossen, dann höre ich auch die Flöhe husten. Zeigt doch wie viel Vertrauen wir zu unseren Angetrauten haben :love:

      Jim Knopf schrieb:

      danach über die Brücke

      bei unserem letzten Aufenthalt in Tromsö sind wir nach den ersten 50 Metern umgekehrt, es war so ein Abgasgeruch auf der Brücke, man bekam kaum noch Luft. Ist euch das auch aufgefallen?

      Jim Knopf schrieb:

      Die Durchfahrt ist schon recht kitzelig

      ...was die Trollfjord ja schon mal fühlen musste ;)

      Danke euch Beiden für den wunderbaren Bericht mit noch wunderbareren Fotos und weiter bitte :)
      Lynghei, hoffentlich ist alles wieder gut mit deinen Zähnen :!:
      liebe Grüße Renate :gr-blume:
    • Also das Nordlicht einmal live zu sehen ist auch noch ein Traum von mir :search: .
      Als ich im Juli mit der MS TROLLFJORD unterwegs war gab's ja logischerweise keins zu sehen, also liegt irgendwann mal eine Herbst/Winterreise an, wenn das nötige "Kleingeld" wieder dafür angespart wurde...
      An meinem Reisebericht schreibe ich gerade und werde ihn demnächst posten :winki: .
      LG
      Aurora B.
      :ilhr:
    • Ich gerate ja immer in Versuchung, mit der Schreiberei aufzuhören ;) denn schließlich :gamer: hier sooo viele. Aber ich befürchte Euren Unwillen und mache vorsichtshalber weiter !


      Und schon hatten wir Tag 06, Mittwoch den 08.10.14. Wachwerden war wieder erst um 8Uhr angesagt. Irgendwas war dieses Mal im Sauerstoff der Reiseroute, dass ich überhaupt soooo tief und fest schlafen konnte.
      Aber wir haben uns flott fertig gemacht. Wollten und haben dann die Finnmarken begrüßt. Dort war aber nichts los. :grumble:

      Anschließend gingen wir zum Frühstück, um für den Aufenthalt draußen bis Honningsvåg gerüstet zu sein.
      Während es gestern in Tromsö schön aber kalt war, war es jetzt bedeckt aber wieder etwas wärmer. Der Wind frischte gut auf und forderte dann doch unbedingt Wetterjacke und Stirnband. Und feste Stiefel. Aber nur bei mir. Meine bessere Hälfte bevorzugte offene Clogs! :whistle3:
      Wir betrachteten fasziniert die Herbstfarben an den Hängen der Berge vor Honningsvåg – und entdeckten dabei ‚kleine weiße Punkte’. Beim ranzoomen wurden es – Rentiere!

      Einfach schön. Kurz vor Honningsvåg , als alle Ausflügler bereits an der Rezeption auf ‚Ausgang’ warteten, haben wir uns mit ner Kleinigkeit gestärkt.

      Zum Nordkapp sind wir nicht. Wir haben es vorgezogen, auf den Hausberg zu gehen und auf dem Rückweg zur Mole und um den Sportboothafen zurück. Dabei waren unsere Augen auch auf kleine Besonderheiten neben dem Weg gerichtet – und es wurde manch schönes Motiv festgehalten.



      Es wurde etwas ungemütlich durch den Wind, aber es war uns Recht. Dadurch bekam unsere Entspannung die richtige Richtung puncto Nichtstun.So ganz stimmt ‚Nichts’ ja nicht. Ich habe Tagebuch geschrieben, damit ich nicht die Hälfte der Erlebnisse vergesse. Denn auch bei der wiederholten Reise gab es Interessantes und Neues.Auf dem Weg nach Kjøllefjord gab es angenehmen leichten Seegang oder besser: eine schöne Dünung. War äußerst entspannend.

      Rechtzeitig vor Kjøllefjord sind wir raus um die Finnkjerka zu sehen. Die Lichtverhältnisse waren wie von einem Diffuser verteilt und für Fotos optimal. Lediglich Passagiere vor der Linse trüben im wahrsten Sinne des Wortes das Bild :nono: . Aber ich habe trotzdem neue Perspektiven von der Kirche und dem Gestein des dahinter befindlichen Berges erwischt.
      Und Jürgen hat mit einen Rettungsring so gedreht, dass ich den Schriftzug des Schiffes mit der Finnkjerka erwischen sollte – statt dessen habe ich mich auf ihn konzentriert. Die Kirka geriet ins Hintertreffen. Warum wohl? :love:



      Der Ort selbst gefiel mir nicht so gut, wie bei den Lichtverhältnissen mit Schnee. Bei diesem Wetter wirkte er leicht trist.
      Während ich die Fotos machte, erschreckte mich meine Kamera. Als erstes behauptete sie: Akku leer , dabei war er gerade an der Ladestation. :girl_cray2: Aber Frau hat ja nicht umsonst in Wetterjacke und –hose reichlich Taschen und entsprechend Reserve.Nach dem Wechsel wurde es aber arg ‚gemischt’. Die Kamera meldete dann, dass sie die Chipkarte nicht kennen würde, sie müsste für diese Kamera formatiert werden. =O Wie jetzt, die Chipkarte war schon etliche Aufnahmen drin ?!? Aber Kamera behauptete keinen Zugriff auf die Daten.
      Später hat Jürgen mit seinem PC Zugriff auf die Bilder gehabt und sie sichern können. Aber der Schreck saß. :wacko1:
      Es war immer noch bedeckt, so dass wir uns selbst die Daumen drückten auf Aufklaren und für erneutes Nordlicht. Vielleicht konnte die Polarlys vor Berlevag nach dem Motto ‚nomen es omen’ als Glücksbringer dienen?Ich muss Euch enttäuschen, nichts da. Statt dessen frischte der Wind immer mehr auf, Wolken verbargen Mond und Sterne.
      Da beschloss ich, dass ich ja jetzt schon die Haare waschen könnte. Wer weiß, wie es Morgen mit der Zeit bestellt ist. Zumal mein seefahrterfahrender Schatz ja meinte: das wird nicht schlimmer, das bleibt so mit dem Seegang.Pustekuchen. Ich war am Haare waschen – und dann ging das Geschaukel los. Hätte ich geduscht, hätte garantiert die Kabine auch was abbekommen. ;) So habe ich mich irgendwie zwischen Waschbecken und Tür eingeklemmt und zugesehen, dass ich die Haare fertig gewaschen und gefönt bekam. Anschließend musste mein armer See-Mann Lästerei ertragen. :mosking:
      Beim Abendessen fehlten einige Paxe . Lag evtl daran, dass das Restaurant der Vesteralen am Bug untergebracht ist. Und inzwischen war es keine angenehme Dünung mehr sondern guter Seegang.Für lautes Gelächter sorgte eine Frau am Nachbartisch – Herkunft: Rheinland. Sie äußerte zu ihrem Mann –bevor sie versuchte, aus dem Restaurant zu schwanken- :’ Och, stell Dich nicht so an, wer im Phantasialand (Erkl: Vergnügungspark) alles fahren kann, kann hier auch mitfahren.’ Wir und unsere Tischgenossen brauchten etwas länger, bis wir unseren Nachtisch weiter essen konnten !Nach dem Abendbrot sind wir bald in die Waagerechte. Der Himmel war bedeckt und morgen in Kirkenes wurden wir bereits von Nicole und Hans und auch Marion erwartet. Da wollten wir doch auch munter sein.
      Lynghei

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    • Tag 06, Mittwoch, 08.10.2014

      Jim Knopf:

      Habe wieder ausgezeichnet geschlafen. Um 8 Uhr hieß es dann aber doch aufstehen. Schließlich wollten wir die südgehende Finnmarken begrüßen, was auch gelang.

      Wir blieben an Deck, bis wir planmäßig in Havøysund festgemacht hatten.

      Dann ging es zum Frühstück. Anschließend waren wir wieder an Deck bis zum Einlaufen in Honningsvåg . Heute war es bewölkt mit etwas Wind, dafür wieder wärmer als am Vortag.
      Im Magerøysund waren einige Rentiere an den Hängen zu sehen. Mir wäre das noch nicht mal aufgefallen, aber meiner Frau entgeht da nix :thumbsup: .

      Da wir nicht zum Nordkap wollten, haben wir beschlossen nach dem Anlegen in Honningsvåg zunächst zum Mittagessen zu gehen und anschließend in den Ort.

      Zunächst sind wir eine Anhöhe zu dem Denkmal von Knut Erik Jensen gelaufen. Dort hat man einen schönen Blick über den Ort und auf unser Schiff.

      Anschließend gings an der Kirche vorbei noch zur Mole.

      Von dort aus konnten wir sehen, dass die beiden Rettungsboote an Steuerbord zu Wasser gelassen wurden.

      Beim Auslaufen waren wir wiederum an Deck, gingen aber dann, weil das Wetter nicht ganz so optimal war, etwas rein.

      Ich machte Datensicherung, aber rechzeitig zur Passage des Sværholtklubben war ich wieder an Deck. Nun bei diesem Wetter und in dieser Jahreszeit ist da nix dolles mehr zu sehen, weil viele Seevögel nich mehr vor Ort waren.

      Ich blieb an Deck, bis wir Kjøllefjord wieder verlassen haben. Dabei war das Fotografieren der Finnkjerka wegen einsetzender Dunkelheit alles andere als einfach.

      Hinter Kjøllefjord musste ich mich mit einer Speicherkarte meiner Frau beschäftigen, denn die Kamera war der Meinung, dass sie diese nicht mehr lesen könne :S =O ?( . Zum Glück konnte ich mit dem Kartenlesegerät an meinem Toughbook auf die Daten zugreifen und die Bilder damit sichern, puh ^^ . Anschließend ließ ich mich zu der Behauptung hinreißen, dass das mit dem Seegang nicht mehr werden würde. Ich hatte dabei aber nicht bedacht, dass wir östlichen Wind mit Stärke 6 hatten und somit unter der Abdeckung fuhren :blush: . Bei der Passage vom Kinarodden während des Abendessens wurde es ganz toll, zumal das Restaurant der Vesterålen ganz vorne liegt. Da fährt man dann richtig Achterbahn. Deshalb war dann an dem Abend schon erheblicher Schwund :puke: . Eine Tischnachbarin meinte dann nur trocken zu ihrem Mann, als sie das Restaurant verlassen wollten, „Stell dich nicht so an, wer im Phantasialand alles fahren kann, der kann hier auch mitfahren.“ :laugh1: :laugh1: :laugh1: Das hat dann unsere Lachmuskeln doch deutlich beansprucht.
      Da es immer noch bewölkt war und somit leider nicht mit Nordlicht zu rechnen war, sind wir recht zeitig zur Koje gegangen :sleeping: .
      Gruß

      Jürgen

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