Kurzreise Kiel-Oslo-Kiel mit Colorline

    • 2014
    • Kurzreise Kiel-Oslo-Kiel mit Colorline

      Vorwort

      Mitte September sah ich im Internet , ich glaube irgendwo bei Twitter, dass ColorLine mal wieder Sonderangebote für seine Kurzkreuzfahrten anbietet. Solche „Angebote“ hatte ich schon öfters gesehen, allerdings galten die normalerweise nicht am Wochenende. Diesmal war es anders. Es wurde die Fahrt in der Innenkabine plus eine Übernachtung mit Frühstück in Oslo für 129€ pro Person in der Doppelkabine offeriert. Hmm, das ist aber wirklich mal ein Schnäppchen, habe ich vor etwa 7 Jahren für solch eine Tour auch schon mal 500€ bezahlt.

      Als Starttermin haben wir, da in Brandenburg ein Feiertag und dazu noch ein Freitag, den 31. Oktober ausgewählt. So brauchte ich nur noch den Montag frei nehmen. In der Firma gab es keine Einwände und so buchten wir die Fahrt. Zu den angepriesenen 258€ kamen noch 4x 18€ für das Frühstücksbuffet auf dem Schiff. Außerdem habe ich diesmal, wegen der guten zentralen Lage, das Rica Grand Hotel an der Karl Johans Gate ausgesucht. Wir wollten uns auch mal den Luxus eines 5* Hotels gönnen. Der Aufpreis zum einfachen Bed & Breakfast Hotel, das ColorLine im angebotenen Preis inkludierte, war mit 60€ moderat und so kamen wir insgesamt auf 390€ für das lange Wochenende. Dass es dabei nicht bleiben würde, war uns natürlich auch vorher schon klar. :gr-winki:

      Natürlich habe ich dann auch mal nachgesehen, was am Sonnabend in der Osloer Oper aufgeführt wird. Ich wollte die Oper ja auch mal von Innen sehen. Aber hmm, ein Ballett, hmm, grübel, grübel, hmm. Na egal, Annette hat ja bald Geburtstag und ich noch kein Geschenk. Und darüber freut sie sich garantiert. Nehme ich mir eben eine Zeitung und ne Taschenlampe für die Zeit zwischen Anfang und Ende mit. Also habe ich Karten im ersten Rang an der rechten Seite, relativ nah an der Bühne gekauft und konnte anschließend die Tickets selbst ausdrucken.


      Freitag, 31. Oktober 2014

      Dank des Brandenburger Feiertags kommen wir auf der Autobahn in Richtung Kiel gut voran. Kaum LKWs unterwegs und auch von PKWs ist nicht viel mehr zu sehen. Das ändert sich erst, als wir uns Schleswig-Holstein nähern. Kurz vor Elf erreichen wir das Kieler Parkhaus in der Nähe des Norwegenkais, wo Foerdesprotte schon auf uns wartete. Wir setzten uns in ein türkisches Bistro und schnatterten ein wenig. Nebenbei wurden unsere Mägen für die Überfahrt gut gefüllt.

      Fördesprotte begleitete uns noch zum Terminal, wo wir um Eins eincheckten. An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön für den netten Empfang und die gemeinsame Zeit. :gr-nummer1:

      Nachdem wir auf das Schiff durften, bezogen wir unsere Innenkabine auf Deck 5. Annette packte gleich schon mal ein paar Sachen aus und rechtzeitig zur Abfahrt waren wir an Deck. Die COLOR MAGIC warf gerade ihre Dieselaggregate an, was eine dicke schwarze Wolke zur Folge hatte. Das machte heute aber fast Garnichts, da Kiel an diesem Freitag eh schon gleichmäßig grau war. Ich versuchte trotzdem ein paar halbwegs brauchbare Fotos zu machen. Aber zum Beispiel an das Marine-Ehrenmal in Laboe war gar nicht zu denken, da es auch relativ diesig wurde.



      Nachdem wir die Kieler Förde passierten, verkrochen wir uns in den Bauch des Schiffes. Wir schlenderten durch die Geschäfte und machten es uns im Pub gemütlich. Von früheren Fahrten wusste ich, dass wir die Große-Belt-Brücke gegen Sechs passieren müssten. Also Kamera geschnappt und überpünktlich an Deck marschiert. Inzwischen war es dunkel geworden, es nieselte etwas und zu sehen war gar nichts.



      Ich hielt immer wieder Ausschau nach der Brücke und mir kamen langsam Zweifel, als wir gegen halb Sieben ein leises Nebelhorn hörten, dass mit jedem Signal etwas lauter wurde. Als wir fast unter der Brücke waren, erkannte man auch ein paar kleine Lichter. Vom Teil der Brücke, der direkt über uns war, konnten wir nur so etwas wie ein Schatten sehen. Und dafür stellten wir uns nun fast eine Stunde hinten ans Heck. Na gut, ich weiß ja wie sie ausgesehen hätte… :gr-sarcastic:



      Nun war es Zeit für das Abendessen. Das Buffet haben wir uns verkniffen. Statt dessen wollten wir Tapas essen. Nur dummerweise war die Tapasbar nicht zu finden. Irgendwann ging ich an die Rezeption und fragte wo sie sei. Tja, die wurde gegen ein Taschen-Schmuck-Sonnenbrillen-Schnickschnackladen eingetauscht.

      Na gut, gehen wir italienisch essen. Annette wollte, da sie noch keinen großen Hunger hatte, Bruschetta essen und ich habe mir einen Antipastiteller bestellt. Was dann geliefert wurde, ließ unsere Augen deutlich größer werden. Die Bruschetta war ein großes Stück Brot mit einem großen Berg Tomate, Mozarella, Salat und Schinken. Und auch meine Antipasti (Brot, Salami, Schinken, Käse, Oliven, Aioli, Cracker und ein bißchen Undefinierbares) war so groß, daß ich Mühe hatte, den Teller wenigstens fast aufzuessen. Beides war sehr lecker und wir waren gut genudelt.

      Es war jetzt fast Neun und so wackelten wir zum Theater. Wir bestellten Cocktails (Cosmopolitan und Long Island Ice Tea) und sahen uns die Vorstellung, eine Art Musical, an. So wurden wir eine dreiviertel Stunde lang gut unterhalten. Nach der Vorstellung tranken wir noch gemütlich aus und bereiteten uns darauf vor, waagerecht liegend die Augenlieder nach inneren Verletzungen abzusuchen.
    • Die Reise fängt ja an, wie die Nebeltour der FLS. Ich hoffe, es wurde besser. Denn so ein schönes Wetter wie wir hatten, hätte ich Euch auch gegönnt. :thumbup:

      Icke wrote:

      den Teller wenigstens fast aufzuessen

      Vielleicht hättest Du den Teller selbst vielleicht einfach stehen lassen sollen? :mosking: :mosking: :mosking:
      Lynghei

    • Sonnabend, 1. November 2014

      Wir stellen uns den Wecker auf viertel Sieben. Eine halbe Stunde später sind wir an Deck und sehen immer noch nichts. Na gut, gehen wir kurz darauf eben Frühstücken. Das Buffet ist sehr gut. Hier findet jeder was Leckeres. Anschließend sind wir wieder draußen. Es ist inzwischen zwar hell geworden, aber die Wolken hängen immer noch sehr tief. So macht der Oslofjord keinen Spaß.



      Stattdessen nutze ich die Zeit, um mit dem Fotoapparat ein paar Bilder vom Inneren der COLOR MAGIC zu machen. Kurz vor der Ankunft sind wir aber wieder draußen. Oslo empfängt uns mit Nieselregen. Vom Anleger müssen wir etwa 1,5km zum Hotel laufen. Der Weg führt vom Terminal über eine recht provisorisch aussehende metallene Treppe entlang der E18 zur Innenstadt.



      Gegen Elf erreichen wir das Grand Hotel und zu unserer Freude können wir das Zimmer schon beziehen. Wir haben ein Zimmer mit Blick auf den Innenhof, so bleibt es nachts wenigstens ruhig.


      Nachdem Annette den Koffer ausgepackt und wir uns frisch gemacht haben, spazieren wir die Karl Johans Gate in Richtung Hauptbahnhof. Annette möchte die Oper schon mal bei Tageslicht sehen ihr und natürlich auf das Dach steigen. Außerdem können wir dann für den Abend schon abschätzen, wie lange wir brauchen werden. Vor der Oper ist eine riesige Baustelle, so dass ich beschließe, am Abend einen etwas anderen Weg zu gehen.



      An der Oper angekommen, machten wir uns, wie vorgenommen, auf den Weg nach Oben. Man muss etwas aufpassen, immer wieder gibt es kleine Stufen oder Rillen. Auf dem Weg nach Unten sehe ich so etwas wie unser Spiegelbild in den Scheiben der Oper und knipse ein Selbstbildnis von uns, um es Freunde und Familie zu schicken.

    • Na da bin ich doch mal gespannt wie ein Flitzebogen,ob Dir das Ballett gefallen hat!Vielleicht sogar mit Männern in Strumpfhosen?? :lol:
      Jens und ich waren 2013 auch in der Oper zu einer Aufführung,aber dazu später mehr an dieser Stelle.Ich finde,schon allein wegen der genialen Toilette ist das Bauwerk immer einen Besuch wert... :imsohappy:
      Gruss Stefan :)
    • Na ja, man kann eben nicht immer Glück haben. Aber wenigsten hat es nicht geschüttet. Der Niesel ab und zu war nicht so schlimm.

      Weiter geht es mit dem Tag in Oslo

      Unten angekommen schlendern wir durch die Straßen in Richtung Festung Akershus. Diesmal gehen wir aber nur daran vorbei. Wir passieren das Rathaus und das Nobelpreiscenter. Es ist inzwischen etwa Zwei Uhr und es macht sich langsam Hunger breit. Wir besuchen das „Egons“, nicht weit vom Hotel entfernt. Annette bedient sich am Pizzabuffet und ich bevorzuge einen Cheeseburger mit Pommes.



      Gut gesättigt verlassen wir das Restaurant und holen uns Nebenan in einer Art Backstube mit Cafe einen Kanelboller, den wir uns aber noch für später aufheben. Im Hotel angekommen, erkundige ich mich, wo der Swimmingpool bzw. Wellnessbereich ist. Wir fahren mit dem Aufzug nach ganz oben und finden es auch. Außerdem gibt es dort oben eine nette Dachterasse, von der man einen netten Blick zur Straße hat. Kurze Zeit später planschen wir im Wasser und lassen unsere Füße von einer Wasserdüse massieren. Was für eine Wohltat…



      Eine halbe Stunde später sind wir wieder in unserem Zimmer und bereiten uns auf den Abend in der Oper vor. Ich koche uns einen Kaffee bzw. Tee und teile uns die Zimtschnecke. Sie war nicht schlecht, aber in Stockholm hat sie uns deutlich besser geschmeckt.

      Nun noch kurz in Schale geschmissen und auf den Weg gemacht. Kurz vor halb Sechs erreichen wir die Oper. Merkwürdig ist dort, dass auf der Eintrittskarte schon die Nummer des reservierten Garderobenhakens steht. Man sucht sich einfach den passenden Ständer und hängt die Jacken dran. Niemand da, der auf die Teile aufpasst. Ich traue dem Frieden nicht so ganz und beschließe, die Jacken und den Regenschirm in ein Schließfach gleich nebenan zu tun.



      Dreiviertel Sechs werden die Türen zum Innenraum geöffnet. Wie bereits geschrieben, hatte ich Karten für den ersten Rang relativ weit vorne gekauft. Zu unserer Verwunderung waren die Stühle dort nicht mehr nebeneinander, sondern hintereinander angeordnet. Auf eine Art logisch, so muß man nicht immer den Kopf seitwärts drehen, aber irgendwie fühlt es sich an als wenn man im Bus sitzt.



      Als die Vorstellung beginnt, sehe ich nur was, wenn ich mich fast hinstelle, da die Köpfe der Leute in der ersten Reihe stören. Mich selbst juckt es nicht so, aber für Annette tut es mir ein bisschen leid. Zufällig sehe ich, dass ganz vorne niemand sitzt. So wechseln wir in der ersten Pause die Plätze. Von dort kann man zwar etwa 10% der Bühne nicht sehen, aber trotzdem deutlich besser als auf den gekauften Plätzen. Die Musik selbst war stellenweise sehr hart an der Grenze des erträglichen. Selbst Annette meinte, es war ihr vor allem im mittleren Abschnitt zu modern. Abstrakte Kunst im Sonnenschein, die sich wohl jemand im Suff ausgedacht hat, trifft es wohl besser. Den Fotoapparat habe ich besser zu Hause gelassen, weshalb es nur sehr schlechte Handyfotos gibt.



      Nach der Vorstellung spazierten wir wieder Richtung Hotel und wollten den Abend irgendwo noch schön ausklingen lassen. Wir kamen an einem recht gemütlichen Pub vorbei, wo es sogar schon Juleöl gab. Uns hat es jedenfalls sehr gut geschmeckt. Gegen Elf waren wir wieder im Hotel und läuteten die Nachtruhe ein.



      Ach so, Annette habe ich verklickert, dass ich mit ihr überall hingehe. Aber auf gar keinen Fall und überhaupt gar keinen Umständen setze ich nochmal einen Fuß in ein Ballett. Da sind mir Musicals dann doch lieber. :gr-whistling:

      @effemuc, ja, die Toilette war schon etwas futuristisch. :mosking:
    • Was für ein Unterschied zu 2012, als wir in Oslo waren. Ihr habt damals auf der Fram draußen am Heck ein Bierchen genossen, während wir noch die Zeit ausgenutzt haben, um auf die Oper zu steigen und einen kurzen Blick ins Innere zu werfen. Aber es ist halt November, schade :(
      Gruss
      Gerti
    • die Bedenken, dass womöglich nur eine Hand voll Leute in der Oper waren, hatte ich auch gerade... 8|
      Ganz herzlichen Dank für die vielen schönen Fotos der Oper - ein geradezu geniales Gebäude, wie ich finde! <3 :love:
      Aber Ballett wär für mich auch nix :pinch: und das peinlichste: ich schlaf immer ein, wenn ich mit dem Geschehen auf der Bühne wenig anfangen kann ;(
      Grüße, Bavaria :)

    • Icke wrote:

      Die Musik selbst war stellenweise sehr hart an der Grenze des erträglichen.

      Und wie ist die Akkustik? Ich würde auch gerne mal, wenn es sich ergibt die Oper besuchen.

      Icke wrote:

      Abstrakte Kunst im Sonnenschein, die sich wohl jemand im Suff ausgedacht hat, trifft es wohl besser.


      :laugh1: wunderbare Beschreibung! Diese modernen Inszenierungen sind dann auch eher nicht meins.

      Danke für Bericht und Bilder und hoffe ihr hattet auf der Rückfahrt mehr Glück mit dem Wetter :thumbup:
      liebe Grüße Renate :gr-blume:
    • Huskyfan wrote:

      Und wie ist die Akkustik?

      Gute Frage, aber eine fachmännische Antwort kann ich darauf nicht geben. Es hat sich, mal abgesehen von der Stilrichtung, eigentlich gut angehört. Nur sind meine Ohren aber auch nicht die Besten, da mit lauten Maschinengeräuschen auf Arbeit etwas vorbelastet. Aber wir hatten keinen Grund zu klagen, wenn man rein den Klang bewertet. ^^
    • @ Huskyfan: der Klang ist wirklich einmalig!Wir haben die Aufführung der Oper "Madama Butterfly" besucht und waren begeistert!Allerdings sind die Sitzabstände,bzw.die Beinfreiheit für grosse Menschen sehr eingeschränkt,das hätte ich mir bei solch einem Prachtbau etwas grosszügiger vorgestellt.Überflüssig finde ich die beleuchteten Displays vor einem,um den Text mitlesen zu können.Das lenkt oftmals von dem Geschehen auf der Bühne ab!
      Gruss Stefan :)
    • Eine riesige Baustelle war damals auch schon vor der Oper und wir mussten wegen der Umwege aufpassen, dass wir die Fram nicht verpassten :thumbdown: .
      Das Spiegelbildbild finde ich gelungen und gut gemacht. Man sieht die Oper von außen, innen und Euch mittendrin. Gute Idee :thumbsup:
      Die Fläche auf der Oper ist bei der Bevölkerung zum Sonnen baden sehr beliebt. Ich machte damals viele Bilder dort und sah sie mir danach nicht mehr so genau an. Zu Hause auf meinem großen Monitor entdeckte ich dann auf einem Bild einen Mann ohne Hose :8o: , der gerade im Begriff war, sich eine Badehose anzuziehen. Ne, ne, das Bild konnte ich keinem zeigen und habe es dann gelöscht, aber interessant war die Aufnahme schon :D .
      Gruss
      Gerti
    • Sonntag, 2. November 2014

      Da wir erst um Zwölf auschecken müssen, schlafen wir erst mal aus. Das Frühstück war aller erste Sahne. Das Buffet war nicht besonders groß, aber das was angeboten wurde, war qualitativ erstklassig.

      Da wir nach dem Frühstück noch genug Zeit hatten, machten wir noch einen Spaziergang zum königlichen Schloss. Auf dem Weg dorthin, kurz vor der Universität, kamen wir an einer kleinen Statue eines Radfahrers vorbei, die mir gut gefiel. Wie man lesen konnte, handelt es sich dabei um einen Widerstandskämpfer.



      Wir kamen genau richtig, um die Wachablösung um Elf zu beobachten. Wir gehen noch etwas durch den Park und wissen nun auch, wie Kronprinsesse Märtha ausgesehen hat. Das gleichnamige Hurtigrutenschiff hatten wir ja erst vor einem halben Jahr in Stockholm kennen gelernt.



      Pünktlich um kurz vor Zwölf verlassen wir das Hotel mit unserem Gepäck. Da wir aber reichlich Zeit haben, laufen wir diesmal Richtung Rathaus und von dort durch das moderne Aker Brygge. Es ist von schicken Restaurants und Bürohäusern geprägt, die zu den teuersten des Landes gehören. Auch etwa 900 Wohnungen sind hier seit den 80er Jahren entstanden.



      Eine Stunde später sind wir wieder am ColorLine Terminal, wo wir um viertel Zwei die COLOR FANTASY betreten dürfen. Diesmal haben wir eine Innenkabine auf Deck 9 mit einem Fenster zur Flaniermeile. Da das Schiff fast baugleich mit der COLOR MAGIC ist, sogar die Restaurants und die Geschäfte sind die Gleichen, mache ich diesmal keine Innenaufnahmen. Mir gefällt die Fantasy etwas besser als die Magic. Die Farben in den Innenbereichen sagen mir etwas mehr zu und an Deck gibt es nicht diese Plexiglasscheiben, die zwar etwas vor Wind schützen, aber hässlich aussehen. Mir ist das einfache Geländer lieber.



      Heute ist Oslo zwar immer noch Grau, aber wir können vom Schiff aus deutlich mehr sehen, als Gestern. So bleiben wir nach der Abfahrt noch eine Weile an Deck, bevor wir uns wieder in den Schiffsbauch begaben.



      Natürlich wurde dann erst mal der Shop besucht. Ein Troll muss noch her und auch zwei, drei andere Kleinigkeiten landen in einer Tüte. An der Kasse kam ich mir vor wie bei Praktiker; Zwanzig Prozent auf alles, außer Nahrung. Später kaufen wir noch Handschuhe für Annette und für mich zwei Pullover. Unglaublich was wir heute so sparen. :mosking: Natürlich wurde auch noch großzügig Lakritz und etwas Schokolade eingetütet. Nun war aber gut.

      So viel shoppen gehen macht hungrig. Annette leckt am Baileys-Eis und ich kaue auf einem Brötchen herum. Der Automatenkaffe ist so lala. Da schmeckt das anschließende Murphys im Pub gegenüber gleich viel besser.

      Zum Abend suchten wir die Tapas-Bar auf, die es hier wirklich noch gibt. Wir teilten uns einen großen Tapasteller mit sechs Leckereien, die man sich an der Theke aussuchen konnte. Zum Nachtisch gab es nochmal Eis.

      Pünktlich zu Neun Uhr waren wir wieder im Theater. Hier sollte eine Country-Show dargeboten werden, die gar nicht schlecht war. Unsere letzten Kronen legten wir dabei in zwei Bierchen an. Nach der Show wackelten wir gemütlich in unsere Kajüte und läuteten die Nachtruhe ein.