Sonne, Wind und Nordlicht - eine Herbstreise mit zwei (Wetter-)Gesichtern

    • B-K-B
    • @Steffi und @little.point
      So ihr Lieben, jetzt ziehe ich mit Tag 9 nach. Aber mit Regen kann ich leider nicht dienen :)

      3. Oktober 2014 – Tag 9

      15:15 Uhr: Sind eben in Stokmarknes abgefahren. Unser Morgen begann hell und freundlich und ohne Regen und das zog trotz der kurzen Nacht an Deck. Von der Nordlys sah ich dennoch nur den „Popo“. Die Berge bei Harstad waren heute im Gegensatz zu vor einigen Tagen schneefrei. Ausgiebig gefrühstückt und dann wieder raus, man könnte ja was verpassen... :D
      Als wir die Risøyrinne erreichen, wird es auf Deck 6 schlagartig voll am Bug. Wo haben die sich denn bisher immer alle aufgehalten?!? :wacko:
      Dieses Stück ist für uns eine Premiere, letztes Jahr haben wir ja den Vesterålen-Ausflug mitgemacht. Es saßen viele Kormorane herum und sonnten sich. Warum sollte es denen auch schlechter gehen als uns? In Risøyhamn vertraten wir uns kurz die Beine an Land. Anscheinend hatten wir einen etwas anderen „Passagier“ mit an Bord, denn ein Leichenwagen fuhr heran ans Schiff und kurz darauf wieder weg. Nach Risøyhamn wurde es glücklicherweise wieder etwas leerer an Deck.
      Das Wetter hielt bis Sortland durch, wo wir bei der Anfahrt die Brücke im Visier hatten, wegen des obligatorischen Ausflugsbusses. Der kam aber nicht...?
      In Stokmarknes bewölkte es sich mehr und mehr. Schlecht – wir hatten uns doch schon auf den Raftsund im Sonnenlicht gefreut!!! :/ Wir verzichteten auf das Museum und machten einen Spaziergang. Nebenbei hielt ich die Augen nach weiteren „Mitbringseln“ für eine Kollegin offen. Sie hat mich vorm Urlaub angesprochen und gefragt, ob ich ihr etwas aus Norwegen mitbringe. Nichts was Geld kostet, aber vielleicht etwas, was typisch für das Land ist oder mir so über den Weg läuft. Also habe ich mich von 3 Haselnüsse für Aschenbrödel inspirieren lassen und verschiedene Dinge gesammelt. In Stokmarknes kamen noch drei schöne rote Herbstblätter dazu ^^
      Nach Stokmarknes wurde es wieder voll auf Deck 6... Ich lauschte einem Gespräch neben mir, das mich arg ins Zweifeln brachte. Es ging ungefähr so:
      Mann 1: „Sind wir nordgehend auch durch den Raftsund gefahren?“
      Mann 2: „Ich weiß nicht, vielleicht war es ja dunkel?“
      Mann 1: „Oder wir sind außen herum gefahren. Da muss ich nachher mal nachschauen.“ :hmm:
      OHNE WORTE.
      Als die Seeadlerausflüger ins Ausflugsboot kletterten, kreiste ziemlich weit oben schon der erste Seeadler . Leider zu weit weg für ein brauchbares Foto. Dann kam endlich der Trollfjord, noch ein Punkt auf unserer „Wir müssen noch mal fahren, weil wir das noch nicht gesehen haben“-Liste. Und was soll ich sagen? Es war toll! Ich konnte es mir vorher nicht vorstellen, aber ich hatte wirklich das Gefühl, die Felswände anfassen zu können. Schon sehr beeindruckend!
      Nach dem Abendessen sind wir in Svolvær auf Motivjagd gegangen. Es war immer noch erstaunlich mild, 12 Grad. Natürlich standen wir auch wieder vorm Weihnachtsmannhaus. Es brannte fast in jedem Zimmer Licht, aber zu sehen war niemand. Da bleibt also immer noch viel Raum für Spekulationen... Svolvær bei Nacht und vor allem Dingen ohne Regen ist einfach nur schön, die vielen Lichter und die Spiegelungen im Wasser, schmacht :loveyou:
      Pünktlich 20:40 Uhr kam uns die Nordkapp entgegen, der wir fleißig mit der Taschenlampe winkten. Unterstützung bekamen wir von unserem Tischnachbarn, damit uns Marion auch ja sehen konnte. Wie wir bereits wissen, hat das funktioniert. Wir entdeckten sie an der Seite bei den Rettungsboten.
      @Muddi: Es hat riesig Spaß gemacht, mit der Taschenlampe :hi: zu sagen
      Auf dem Weg nach Stamsund kam Bewegung ins Schiff und da es immer noch bewölkt war, beschlossen wir, heut mal wieder eher ins Bett zu gehen. Die letzte Nacht war doch arg kurz :sleeping:

      Motto des Tages: Mit der Trollfjord in den Trollfjord .
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    • Auf eine Insel braucht man gar nicht zu sein - in Südspanien kenne ich ein Ort, da fährt man von der Schnellstrasse ab, die Abfahrt ist eine Kurve und am Ende der Kurve gabelt sich der Weg - links gehts nach San Fernando und rechts, man hat keine Zeit zu entscheiden. Wer es nicht kennt ist erstmal verdutzt... ;)
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
      Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~ Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil!

    • little.point schrieb:

      Danke, dass Du mir zeigst, welche schönen Dinge ich mangels Sicht verpasst habe


      Gern geschehen :) Und es bleibt auch am Tag 10 schön...


      4. Oktober 2014 – Tag 10


      20:20 Uhr: Heute komme ich wirklich erst abends dazu, etwas aufzuschreiben. Warum? Na, weil das Wetter den ganzen Tag total toll war: Sonne mit vielen dekorativen Wolken und sagenhaften 17 Grad in Brønnøysund ! Da hätten wir uns direkt ein Eis holen können... ;) Aber wir waren noch so satt vom Mittag und da gibt es ja auch schon immer so lecker Eis. In Brønnøysund liefen wir in Richtung Kirche, wo sich eine Frau an der Orgel bemühte. Da die Hälfte der Kirche noch mit einem Gerüst versehen war, kombiniere ich, dass sie mit dem Orgelspiel die zahlungskräftigen Hurtigruten-Touristen zum Spenden animieren wollte...? :hmm:
      Die Liste mit den bisher nicht gesehen Dingen verringerte sich heute auch um den Torghatten . Unser Kapitän fuhr den Schlenker, der uns letztes Jahr mangels Sicht verwehrt blieb. Der ansonsten sehr Tut-faule Kapitän ließ sich sogar direkt mal dazu hinreißen, das Typhon zu benutzen – aber nur einmal – ganz kurz.... Bereits früher am Tag passierten wir die sieben Schwester, diesmal ganz ohne Brautschleier und Schneemützen ^^
      Bald werden wir Rørvik erreichen. Die Trolli legt sich gerade etwas in die Kurve, ui.

      21:30 Uhr: Lassen Rørvik eben hinter uns. Der Berg-Schlenker heut Nachmittag hat uns vermutlich eine gute Viertelstunde Verspätung eingebracht. Als wir Rørvik 20:45 Uhr erreichten, wartete schon die Polarlys vorm Hafen und gewährte uns den Vortritt. Es ist erstaunlich, wie schnell zwei so große Schiffe „einparken“ können. Kurz überlegten wir, dem anderen Schiff einen Besuch abzustatten, aber den Gedanken hatten auch viele andere. Also haben wir kehrt gemacht und sind eine Runde durch den abendlichen Ort gelaufen. Bissel Schaufenster gucken. Die Luft war immer noch mild wie im Frühling. Anschließend beobachteten wir, wie die Polarlys ablegte. Oh wie gern würde ich tauschen!!! Schon die Überquerung des Polarkreises heut früh hat mich arg wehmütig gestimmt ;(

      Mehr habe ich zu dem Tag nicht geschrieben und mehr möchte ich auch nicht schreiben. Es war einfach ein rundum toller Tag! Die tollen Herbstfarben, das Wetter,... :love:

      Motto des Tages: Der Berg ruft :winki:
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    • Tanja schrieb:

      In Brønnøysund liefen wir in Richtung Kirche, wo sich eine Frau an der Orgel bemühte. Da die Hälfte der Kirche noch mit einem Gerüst versehen war, kombiniere ich, dass sie mit dem Orgelspiel die zahlungskräftigen Hurtigruten-Touristen zum Spenden animieren wollte...?

      Als ich 2 Wochen zuvor in die Kirche war, spielte ebenfalls eine Frau an der Orgel.
      Sie wird bestimmt zwangsverpflichtet, jeden Tag zur gleichen Zeit die gleichen Stücke zu spielen, damit die Touris zur Kirche gelockt werden :D
      Es lief nur niemand mit dem Spendenbeutel rum, und freiwillig hat keiner was gespendet, so lange ich in der Kirche war...

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • 5. Oktober 2014 – Tag 11

      7:00 Uhr: Liegen in Trondheim und es wird langsam hell draußen. Der Himmel sieht vielversprechend aus. So sehr wir in den ersten Tagen mit dem Wetter gehadert haben, so schön ist es seit Kirkennes. Bis auf Hammerfest war es - zumindest wenn wir draußen waren – immer trocken. Manchmal mit Sonne und manchmal mit Wolken. So langsam setzt auch wirklich der Abschiedsblues ein, seufz... ;( In der Nacht haben wir von der Folda nichts gespürt und geschlafen wie die Murmeltiere.

      21:45 Uhr: Molde liegt hinter uns. Als wir heute früh in Trondheim das Schiff verließen, lag Munkholmen in einem weichen rötlichen Morgenlicht. Am Horizont war bereits die Vesterålen mit den Flitterwöchlern an Bord zu erkennen. Also die beiden habe ich natürlich nicht erkannt, aber ich wusste ja dank Marion, dass sie an Bord sind ;) Warten wollten wir aber nicht, es zog uns in die Stadt. Trondheim sonntagsfrüh bei aufgehender Sonne, dass ist einfach zu schön. Und es war immer noch extrem mild. Bei 18 Grad bekamen wir mittelschwere Schweißausbrüche, weil wir definitiv zu viel angezogen hatten :huh: Zum Glück hatte ich den Rucksack dabei und konnte die Strichjacke da rein stecken. Auf dem Weg vom Hafen in die Stadt folgten uns zwei Passagiere, die uns bei der Auszieh-Umzieh-Aktion gezwungenermaßen überholen mussten. An der nächsten Kreuzung standen sie dann ratlos mit einem Stadtplan in der Hand da und blickten uns hilfesuchend an :rolleyes:
      Auf dem Rückweg reichte die Zeit gerade noch, um die Vesterålen von außen zu begucken. Eine Schönheit ist sie wahrlich nicht, aber irgendwie hat sie trotzdem ihren Reiz und ich kann mir vorstellen auch mal auf ihr zu reisen.
      Die Ausfahrt aus Trondheim war so ganz anders als auf dem Weg nach Norden. Der Himmel war strahlend blau und die Sonne schien. Nach dem Mittagessen setzte dann ein typischer Wetterwechsel ein: als würde jemand den Vorhang zuziehen, war es mit einmal grau und ungemütlich und es kühlte sich auf 13 Grad ab. Mein Dialog des Tages ist dann auch folgender:
      Frau: „Es ist eine Kaltfront durchgezogen.“
      Mann: „Woran erkennst du das?“
      Frau: „Am Thermometer.“
      Mich hat's fast zerrupft vor Lachen. Immerhin konnte man bei dem Wetter ohne schlechtes Gewissen die Koffer packen.
      Leider blieb das Wetter grau und düster und die tolle Hafeneinfahrt von Kristiansund war nicht ganz so genial wie letztes Jahr. Trotzdem finde ich es nach wie vor schade, dass für den Ort so wenig Zeit ist. Da gefühlt das ganze Schiff an Land strömte, blieb noch weniger Zeit als ohnehin schon ist. Nach Kristiansund wurde es trocken und ein schönes Abendrot setzte ein bzw. zunächst war es eher Abendgelb oder Abendorange. Das richtig tolle Abendrot gab es erst beim Abendessen, wieder mal typisch. Wir betreten den Speisesaal (wir sitzen Backbord am Fenster), laufen zum Tisch, ich gucke raus und sehe, dass die Berge knallrot sind. Natürlich hatte ich keine Kamera mit... Noch mal los gehen ist auch doof, denn die Vorspeise ist schon im Anmarsch... :pinch:
      In Molde haben wir einen Abendspaziergang gemacht und es ist ebenfalls total ruhig in den Straßen. Sonntagabend eben. Wir laufen auch wieder an dem tollen Lampenladen vorbei, der mir schon letztes Jahr aufgefallen ist :8o:

      Motto des Tages: Wie sagt man? Abendrot schön Wetter droht? Oder die Variante von unseren Tischnachbarn: „Trägt der Berg eine Mütze, gibt es eine Pfütze, trägt der Berg einen Hut, wird das Wetter gut.“ Tatsächlich saß auf dem Berg eine Wolke, aber ob das nun eine Mütze oder ein Hut war...? Sehr viel Interpretationsspielraum :mosking:
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    • 6. Oktober 2014 – Tag 12

      11:15 Uhr: Nun ist es also soweit, der letzte Tag, und wir nähern uns unaufhaltsam Bergen ;( Heute klingelte sieben Uhr der Wecker, denn ich wollte wenigstens mal einen Blick auf Florø werfen. Das fehlte mir irgendwie bisher komplett. Der Berg muss gestern abends übrigens einen Hut getragen haben, denn das Wetter ist wirklich bombig und so gar nicht dazu geeignet, den Abschied von Norwegen zu erleichtern... :pinch: Das frühe Aufstehen wurde vollends belohnt, denn der Morgenhimmel über Florø hätte nicht dramatischer sein können und danach wartete noch ein von der Morgensonne angestrahlter Leuchtturm Stabben auf uns :rolleyes: Nach dem Frühstück standen wir wehmütig an Deck und guckten auf das wunderbar blaue Meer und den wunderbar blauen Himmel. Das letzte super leckere Mittagsbuffet wird dann vermutlich auch nur ein kleiner Trost sein...

      22:00 Uhr: Sind wieder bei meiner Schwester – so als wären wir nie weg gewesen. Komisch :/ Nach dem Mittag wurden wir vom Bug verdrängt, denn das Putzkommando rückte an. Die Trolli sah aber bedingt durch die ersten stürmischen Tag wirklich sehr salzig aus. Zwischenzeitlich fühlten wir uns umzingelt, weil mit einmal von beiden Seiten ein Wasserstrahl kam. Nun gut, Flucht ans Heck und später einmal quer durchs Schiff wieder nach vorne. Wir wollten doch die Anfahrt auf Bergen nicht verpassen. Da die Sicht gut war, konnten wir die Stadt schon sehr zeitig sehen. Das Aussteigen lief wider Erwarten sehr gesittet ab. Es schienen sich alle an die Ansagen zu halten und da wir ja auf Deck vier logierten, konnten wir noch eine ganze Weile auf „unserer“ Trolli stehen und den Abschiedsschmerz so richtig auskosten ;) Dafür ging es an der Gepäckschleife wieder zu wie im Krieg... Am Flughafen hatte sich an den drei Schaltern für den Air Berlin-Flug nach Düsseldorf schon eine breite Schlange gebildet. Jeder Zweite schien fürs Koffergewicht nachbezahlen zu müssen... und das dauerte... Und die Damen am Schalter bewiesen einmal mehr die vielgerühmte norwegische Gelassenheit, hihi ^^
      Da der Flieger aus Berlin sowieso Verspätung hatte, war das aber nicht so schlimm. Wir erkämpften uns zwei Plätze am Gate und sahen deprimiert zu, wie etwas später die Maschine unsere Ablösung ausspuckte. Wir starteten über eine halbe Stunde später als geplant, hatten aber so viel Rückenwind, dass die Landung trotzdem schon kurz nach 19 Uhr stattfand. Wir waren sogar so schnell, dass die Crew nicht mal mit dem obligatorischen Verkaufswägelchen durch den Flieger gehen konnte. So ein Pech aber auch :D In Düsseldorf verabschiedeten wir uns von den liebgewonnenen Mitreisenden und bei meiner Schwester gab es dann erst mal eine Tiefkühlpizza. Unsere Mägen sind ja nun an regelmäßiges Essen gewohnt und meldeten schon seit der Landung HUNGER :wacko:

      Motto des Tages: ...ach... lassen wir das lieber... ;(
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    • Tanja schrieb:

      die Maschine unsere Ablösung ausspuckte


      Das war für mich ein schöner Moment ;) aber 11 Tage später........ :/

      Vielen Dank für deinen schönen Bericht! :thumbsup:

      Es war für mich besonders interessant, da ich vieles fast genauso gesehen habe und es mich sehr an meine Reise erinnert hat.
      Das mit dem Übergepäck war bei uns übrigens auch ähnlich :D
      LG Steffi :)
    • Bei Deinem Bericht musste ich immer wieder grinsen :D . Danke dafür und für die herrlichen Bilder :thumbsup:
      Ich habe auch einmal Florö bei gutem Wetter erleben dürfen, da wird einem bewusst, wie schön es dort eigentlich ist! Leider naht danach immer unausweichlich das Ende :girl_cray2: - zumindest bis zum nächsten Mal :whistle3:
      Viele Grüsse, Albatross
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