Ecuador + Galápagos

    • 2014
    • Ecuador + Galápagos

      Nach unserer Peru- / Ecuadorreise vor 1 1/2 Jahren waren wir sicher – hier müssen wir nochmal zurück. Wobei ausschlaggebend war, dass uns die drei Tage Galápagos eindeutig zu wenig waren, hier wollten wir vor allem auch noch andere Inseln sehen. Also – passende Reise gesucht und gebucht! Es war diesmal ein anderer Anbieter, da wir hier genau das Passende fanden.

      Mittwoch - 04. Juni 2014

      Ich hab noch einen Koffer in...

      Um 0545 fährt uns ein Freund zum Flughafen. Check-In hatten wir schon online erledigt, aber trotzdem dauert es, da es keinen Extraschalter fürs Gepäck gibt. Wir fliegen mit IBERIA von Frankfurt über Madrid nach Quito und können direkt durchchecken. Boarding und Flug pünktlich. Wir haben Gang- und Mittelplatz. Am Fenster lässt sich eine ältere, kleine Dame nieder, die irgendwie der ganzen Reiserei nicht gewachsen ist. Sie will nach Almería und hat nur Handgepäck gebucht, da es mit Koffer zu teuer war. Nun hat sie sich abgeschleppt, obwohl man ihr alle Flüssigkeiten und Cremes abgenommen haben. Nach einiger Zeit kommen wir ins Gespräch und stellen belustigt fest dass wir in benachbarten Orten wohnen. Seltsamerweise erzählt sie dass sie trotz ihrer irgendwie netten Hilflosigkeit die ganze Welt gesehen hat, was mich etwas verwundert. Bei weiteren Erzählungen der Dame dämmert es mir – es ist eine von den Jacobsisters (wer erinnert sich noch?)! Wir unterhalten uns sehr nett und die Zeit vergeht schnell.

      Mit der Bahn fahren wir zum Aussenterminal, Satellit genannt, wo es eine Passkontrolle gibt. Der Beamter der Policia Nacional sitzt aber äusserst gelangweilt an seinem Schalter und findet sein Smartphone spannender wie unsere Pässe.

      Man schaut sich immer mal um – alle anderen Mitreisenden der Gruppe müssen ja auf den gleichen Maschinen sein. Am Gate haben wir dann auch schon Kandidaten und sprechen sie vorsichtig an. Ja – gleiche Reisegruppe, ein Paar aus Süddeutschland und ein Paar aus der Schweiz. Gleich darauf gesellt sich noch ein Pärchen zu uns und wir machen uns bekannt.

      Im A340 haben wir 2er-Sitze weit vorne, Reihe 8. Es ist sehr eng und der Mann vor mir ist ein Zappelphilipp, was sich natürlich an seiner Lehne bemerkbar macht. Da ist die 1jährige über dem Gang wesentlich angenehmer. Ich hasse Starts von Langstreckenflieger, da bleibt beim Abheben irgendwie immer so wenig Piste übrig. Besonders beim A340, von dem man sagt wenn die Erdkrümmung nicht wäre käme er nie in die Luft, Steigeigenschaften eines sterbenden Schwans. Wie auch immer - wir schaffen es. Der 11stündige Flug verläuft sehr ruhig, nicht einmal eine Turbulenz. Als wir über Kolumbien sind umfliegen wir eine paar wunderschöne Gewitterwolken, nur hier in den Tropen findet man die auch noch in über 10km Höhe.

      Zu Essen kann man aussuchen zwischen Maccaroni mit Chorizo (Walter) oder Hähnchen mit Kartoffelscheiben (ich). Beides kein kulinarischer Höhenflug, und das Hähnchen schwimmt in so viel Sauce dass ich prompt kleckere. Ein paar Stunden später gibt es ein kleines Käse-Schinken-Sandwich und man kann sich aussuchen ob man Wasser, O-Saft oder Ananassaft möchte, anderes gibt es nicht. Als Filme gibt es erst eine Liebesschnulze, dann Robocop und einen Muppetfilm. Robocop ist ab 13 Jahre freigegeben und es wird viel geschossen, da bekäme Lufthansa gewaltigen Ärger, die Spanier sind da schmerzfrei.

      Der Flieger landet pünktlich Mitternacht europäische Zeit, 1700 Ecuadorzeit. Wir gehen zum Gepäckband und unterhalten uns mit den Schweizern. Sein Koffer kommt schnell, unsere nicht. Plötzlich wird die Schweizerin ausgerufen und gleich darauf Walter. Die Beiden düsen los, ihr Mann und ich bleiben sicherheitshalber am Kofferband, es stellt sich aber heraus dass unsere drei Koffer (Walters, meiner und derjenige der Schweizerin) noch in Madrid stehen und mit dem nächsten Flieger kommen. Wundert uns jetzt nicht wirklich, wir kennen Madrid von unseren Trips nach Andalusien und es ist nicht das Erstemal dass Koffer nicht ankommen, Madrid ist diesbezüglich berüchtigt und bekannt. Ärgerlich ist es trotzdem.

      In der Halle wartet unser Reiseleiter, ein kleiner Ecuadorianer namens Carlos. Er soll uns die ganzen drei Wochen begleiten. Er spricht recht gut deutsch und wir haben im Internet in Reiseberichten nur gutes über ihn gelesen. Wir sind im Übrigen 15 Teilnehmer – 7 Paare und eine Alleinreisende.

      Mit dem Bus fahren wir zum Hotel, was um diese Zeit sehr lange dauert, Quito hat seit ein paar Monaten einen neuen Flughafen, der 65km vor der Stadt ist. Ein Staupunkt ist eine alte Brücke über einen Fluss, die Strasse windet sich nach unten zur Brücke und auf der anderen Seite wieder steil nach oben. Die neue Strasse ist aber bereits im Bau. Unterwegs halten wir an einer Tankstelle zum Wasser kaufen, wir kaufen uns Zahnbürsten und Zahnpasta,

      Im Hotel gibt es erst einen Willkommenstrunk, dann werden die Zimmer verteilt. Unser Zimmer ist klein, aber hübsch mit zwei Queensizebetten. Wir haben ein Eckzimmer mit Fenster auf die Kreuzung. Mit den Schweizern gehen wir noch eine Kleinigkeit Essen, finden ein einheimisches 24-Stundenlokal, kein kulinarischer Höhenflug und Bier gibt es auch nicht.

      Gegen 2130 schlafe ich (eigentlich ist es ja 0430 für uns), habe dann aber natürlich mitten in der Nach ausgeschlafen. Kurz vor 0500 stehe ich auf und beginne mit dem Reisetagebuch.
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    • Donnerstag - 05. Juni 2014

      Die Mitte der Welt...

      Auf Grund des Wetterberichts hat Carlos das Tagesprogramm umgestellt, statt morgens Stadtrundfahrt und nachmittags das Äquatordenkmal Mitad del Mundo fahren wir erst zum Äquator.

      Ich werde um 0330 wach – Jetleg. Döse noch etwas, stehe dann auf und schreibe Tagebuch. Walter schläft auch nicht mehr. Ich habe leichte Kopfschmerzen. Nach einiger Zeit legen wir uns wieder hin und schlafen doch noch etwas bis 0630. Ab 0700 gibt es Frühstück (Eier nach Wunsch mit zwei Scheibchen Melone, helle Brötchen, Marmelade, Kaffee oder Tee und Ananassaft) Das Wetter ist ganz gut.

      Um 0830 werden wir abgeholt von Carlos und unserem Busfahrer Angelito. Unser Bus für ca. 25 Personen soll für die nächsten zwei Wochen so etwas wie ein zweite Zuhause werden. Mit der Zeit richten wir uns gemütlich ein, ganz hinten machen wir ein kleine Handgepäcklager und es ist genug Platz dass diejenigen die es wünschen zwei Sitze belegen können. Die Hinterachse des Fahrzeugs ist ziemlich weit vorne, so dass der Bus recht wendig ist. Und Angelito, unser „Engelchen“ kutschiert uns sicher durchs Verkehrsgewühl und über Stock und Stein. Und passt auf unser rollendes Heim auf, so dass wir unbesorgt auch mal Handgepäck im Wagen lassen können.



      Wir fahren nach Mitad del Mundo, wo wir direkt nebenan das private Museum Intiñan, ein Museum rund um den Äquator, besuchen.





      Carlos erklärt uns viel sehr langatmig, mit wird es etwas zu viel. Zumal einige „Beweise“ Nordhalbkugel – Südhalbkugel etwas sehr zweifelhaft erscheinen. Naja, ich vertreibe mir die Zeit mit Blümchen fotografieren. Anschliessend fahren wir rüber zum Mitad-Denkmal, das wir ja schon von unserer ersten Reise kennen. Eigentlich wollten wir uns diesen Teil des Tages schenken, dachten uns aber es macht sich am ersten Tag einer Gruppenreise nicht so gut wenn man gleich ausschert.



      Es ist nun richtig heiß und die Sonne brennt. Selbst die Ecuadorianer schmieren sich mit Sonnencrème ein.

      Wir fahren zurück nach Quito. Unterwegs machen wir halt und kaufen uns leckere Empanadas, Fleischtaschen. Es gibt Rindfleisch, Huhn oder Käse. Walter nimmt Huhn, ist wohl recht scharf, ich Rindfleisch, ist sehr gut, und eine Käseempanada teilen wir uns. Der Käse ist aber sehr gummig. Nun geht ein kurzer Schauer nieder.

      Zurück in Quito fahren wir zum Panecillo (=Brötchen) hoch, einem Hügel, von wo eine 45m hohe Aluminiumjungfrauenstatue über die Stadt wacht. Quito liegt auf 2800m, der Hügel ist nochmal 200m und man hat eine schöne Aussicht über die Stadt.



      Nun fahren wir in die Innenstadt. Wir steigen gerade am Erzbischofspalast aus als es richtig fest zu regnen beginnt. Übliche Besichtigungstour, vieles kennen wir schon, aber das Eine oder Andere haben wir aber vor 1 ½ Jahren auch nicht gesehen. Wir gehen zum San Franciscoplatz, besuchen die Kirche und das Museum, sehr schön. Kannten wir auch noch nicht. Just im Kloster San Francisco erhält Carlos einen Anruf dass unsere Koffer diesen Abend gegen 2230 geliefert werden sollen.

      Mittlerweile regnet es nicht mehr und wir spaziere zur „La Ronda“, wo es schöne Geschäfte und Kneipen gibt. In den 50er Jahren war dies das Künstlerviertel, dann kam der stetige Abstieg des Viertels, bis es nun renoviert mit Kneipchen und Boutiquen zum Verweilen einlädt. Wird wohl am Wochenende auch gerne von den Einwohnern Quitos genutzt.



      Etwas weiter in einer Strasse finden wir einen etwas altertümlichen Elektrokruschelladen, wo Walter zwei Adapter ersteht, damit wir wenigstens unsere Sachen laden können ( 1$ / Stück) – falls unser Koffer dann doch nicht...

      Unser Bus pickt uns vor dem Geschäft auf, es ist jetzt 1700, und wir fahren auf einen weiteren Hügel in ein schönes Restaurant, wo das Willkommensessen stattfindet. Es gibt Rüeblisuppe, geschnetzeltes Rindfleisch, kleine ungeschälte Kartoffeln und dazu Weiss- und Rotkraut – Rohkost, was mich nicht ganz so begeistert. Zum Nachtisch gibt es Carambole mit etwas Zimt und dann noch ein heisses Getränk aus Obstsaft, Zuckerrohrschnaps und Zimt.

      Nach dem Essen fahren wir zurück zum Hotel. Im Bus gibt es noch einen kleinen Disput mit Carlos als wir fragen was passiert wenn die Koffer heute nicht kommen. Er meint sie würden dann halt zu unserer nächsten Station gebracht. OK – wir machen ihm aber klar, wir fahren am nächsten Morgen nicht eher in Quito weg bevor wir nicht einkaufen können (die Geschäfte öffnen erst um 9 oder 10 Uhr!), falls die Koffer heute Abend nicht kommen.

      Um 2122 klingelt die Rezeption – unsere Koffer sind da! Sie sind fest in Plastikfolie eingetuppert. Voller Freude ist Duschen angesagt und das Gepäck von „Flugmodus“ auf „Busmodus“ umstellen.
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    • Freitag - 06. Juni 2014

      Regenwald...

      Um 0800 werden wir abgeholt. Wir kämpfen uns durch die Rush hour von Quito und fahren in südöstlicher Richtung. Hinter Quito beginnt es zu regnen. Nach einiger Zeit geht es hoch in die Berge. Wir klettern bis auf 4000m. Bei einem Halt unterwegs an einer Tankstelle müssen wir schmunzeln – bei einer der Kabinen in der Toilette ist das Schloss aussen. Inzwischen regnet es in Strömen, durch die angelaufenen Scheiben des Busses sehen wir fast nichts, aber draussen sind sowieso nur Wasser und Wolken – Sicht 0! Gegen 1100 sind wir bei den Thermalquellen Papallacta auf 3200m. Die ganze Gruppe geht baden, ich habe aber keine Lust. Sehe mich etwas um, aber der Regen vertreibt mich. So gehe ich in das hübsche Hotel, finde gleich eine Bar, wo ich mir einen Kaffee bestelle und in meinem Krimi lese. Nebenher schaue ich im TV das Tennishalbfinale von Roland Garos. Bald kommt Reiseleiter Carlos und wir unterhalten uns etwas. Der Regen wird immer schlimmer. Gegen 1240 gehe ich zum Bus, die Badetruppe kommt auch gerade und wir fahren weiter über eine kurvenreiche Landstrasse Richtung Baeza. Plötzlich ein kleiner Stau vor einer engen Kurve. Einige Leute stehen am Strassenrand und starren entsetzt in die Tiefe, ca. 100m unter uns liegt ein Auto in der Schlucht im Wasser.

      Weiter geht es und bald gibt es einen kurzen Fotohalt bei drei Wasserfällen, genannt Las Tres Marías.



      Wir kommen in ein kleines Ort namens Baeza, wo wir im Restaurant Gina zu Mittag essen. Die Meisten haben Forelle bestellt, in der Umgegend gibt es einige Forellenzüchter. Walter wählt Knoblauchforelle (etwas wenig Knoblauch!) und ich gedämpfte Forelle. Die Forellen sind gross und sehr gut. Als Beilage habe ich Reis und Kochbananen. Die schmecken sehr mehlig, nicht schlecht, wird aber sicher nicht meine Lieblingsspeise.



      Ein Mitreisender hat Geburtstag und es kommt eine hübsche Geburtstagstorte, die unter allen aufgeteilt wird. Ausserdem bekommt er vom Veranstalter eine typisch ecuadorianische Teufelsmaske. Das Restaurant spendiert dann noch ein Gläschen ecuadorianischen Tequila, der – Mexikaner weghören! - ausgezeichnet schmeckt.



      Wir fahren weiter, es regnet immer noch in Strömen. Der Weg führt uns über die Berge und als wir auf der anderen Seite abwärts fahren Richtung Regenwald wird das Wetter viel besser, es regnet nicht mehr und der Himmel wird hell. Wir machen einen Fotohalt wo wir eine schöne Sicht auf den Regenwald haben. Beim Gang zum Aussichtspunkt fällt Walter der Länge nach hin, Gott sei Dank tut er sich aber nichts, Schaden nur eine schmutzige Jeans (insgesamt fallen wir beide je 2x auf der Reise, jeweils ohne Schaden...)





      Kurz nach 1700 kommen wir nach Hakuna Matata, einer Urwaldlodge und unser Ziel für heute. Wir fahren 4km über einen Landweg, wo wir eine gute Sicht auf den Vulkan Sumaco haben.



      An einem Parkplatz steigen wir in Pickups, auch das Gepäck wird umgeladen, da unser Bus zu breit für eine kleine Bücke ist.



      Es ist recht warm und sehr feucht. Wir fahren noch 2 km bis wir an der Lodge sind. Die Zimmer werden verteilt – sie haben keine Nummern, sondern Ortsnamen, unseres heisst Habana. Es sind einzelne Holzcabañas, jede hat zwei oder drei Zimmer. Das Zimmer hat auf drei Seiten je ein Fenster ohne Glas, aber mit Moskitonetz und Läden innen. Ausserdem gibt es ein geräumiges Bad mit einem etwas abenteurlich anmutenden, in Südamerika aber durchaus üblichen Durchlauferhitzer. Zum Kühlen gibt es einen Fan an der Decke.



      Wir gehen zur Rezeption und bringen unsere Wertsachen in den Safe. Da Essraum, Bar und Rezeption eines sind bleiben wir gleich an der Bar und bestellen uns ein schönes kühlen Pilsen, das ecuadorianische Bier, das uns recht gut schmeckt. Um 1900 gibt es Abendessen – Vorspeise ein Gratin in einer grossen Muschel serviert, Hähnchen, Kartoffeln und Erbsen mit Rüebli und zum Nachtisch Schokomousse. Der Essraum hat wie es auf solchen Lodges üblich ist keine Seitenwände.

      Um 2100 ziehen wir uns zurück. Da wir ja keine geschlossenen Fenster haben hört man jetzt die Geräusche des Regenwaldes – vor allem Grillen. Kurz darauf beginnt es zu regnen.

      Im Bus hat Carlos pro Person 40 Dollar eingezogen, Trinkgelder für Führer etc., so haben wir damit nichts mehr zu tun. Er wird genau Buch führen und am Ende der Reise abrechnen. Oder wir müssen unterwegs was zuschiessen wenn es nicht reichen sollte. Diesen Job hätte auch ein Mitglied der Gruppe machen können, aber Carlos kennt sich da besser aus und wir vertrauen ihm.
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    • Samstag - 07. Juni 2014

      Es wird nass...

      Heute ist so was wie ein Urlaubstag. Es wird eine Wanderung angeboten, aber wir entscheiden uns mit fünf Mitreisenden aus der Gruppe für eine Raftingtour . Hatten wir alle noch nicht gemacht, und etwas mulmig war uns schon.

      Um 0800 werden wir von Taxis abgeholt und ca. eine Stunde zum Büro der Raftingagentur gefahren. Nach wenigen Formalitäten steigen wir auf einen offenen Kleinlaster, auf dem auch das Schlauchboot befestigt ist. Wir fahren nochmal 45 Minuten bis zu einem Anleger. Hier bekommen wir eine genaue Einweisung über die Kommandi, was zu tun ist wenn jemand über Bord geht oder das Boot kentert . Unser Bootsführer ist Georg, der wohl schon für die Ecuadorianische Nationalmannschaft bei Raftingweltmeisterschaften dabei war. Alex – der auch die Einweisung gemacht hat, da er besser englisch spricht – begleitet uns in einem Kajak. Er kann notfalls jemand aus dem Wasser fischen, macht aber auch Fotos für die Gruppe. Mit dabei ist noch ein zweites Boot mit vier jungen Leuten, z. T. aus der Schweiz. Auch dieses Boot wird von einem Kajak begleitet. Alle Begleiter stammen aus einer Kichwa-Familie und sind verwandt (Kichwa sind die ecuadorianischen Indios. Man sagt ihre Sprache, das Kichwa oder Quichua beinhalte keine spanischen Worte, im Gegensatz vom Quechua aus Peru). Wir fahren einige Zeit, es macht Riesenspass. Schon bald gibt es eine kurzen Pause an einer Flusseinmündung. Um 1200 wird eine Stunde Mittagspause eingelegt, bei Hütten am Fluss, einer Art Freizeitplatz. Wir haben das Essen dabei und wir müssen 15 Minuten warten bis die Begleiter das Buffet aufgebaut haben. Es gibt Tortillas zum Befüllen und zum Nachtisch frische Ananas. Während dem Essen schauen wir eifrigen Blattschneiderameisen zu.

      Alles wird wieder eingepackt und um 1300 fahren wir weiter. Unterwegs halten wir nochmal kurz bei einem kleinen Wasserfall, unter dem wir uns mit viel Spass tummeln. Dazwischen gibt es lustiges Geplänkel mit dem zweiten Boot und einmal müssen wir die beiden Begleiter im Kajak aus dem Wasser ziehen – etwas gelangweilt kabbeln sie sich miteinander, bis der nicht so Erfahrene aus dem Kajak fällt und nicht mehr ins Boot kommt. Sein Kollege verliert bei der anschliessenden Hilfsaktion sein Paddel so dass die beiden Boote die jeweiligen Begleiter "retten" müssen.

      Immer sehen wir mal Goldwäscher, einmal sogar eine grosse Anlage mit mehreren Baggern. Und einmal fahren wir „über“ eine Hängebrücke, die im Wasser liegt, sie war noch im Bau als sie einstürzte. 40 Arbeiter befanden sich noch darauf, Gott sei Dank ist ihnen ausser Prellungen und Schürfungen nichts passiert. Die alte Brücke steht resp. hängt noch wie eine eins.



      Gegen 1500 kommen wir in Puerto Napo am Napofluss an, können uns unsere trockenen Sachen anziehen, die auf dem Laster waren und feiern mit einem Bierchen die erfolgreiche Tour. Dann fahren wir nach Tena, von wo uns zwei Taxis zurück nach Hakuna Matata bringen.

      Wir waschen unsere Badesachen aus und hängen sie zum Trocknen, obwohl es kaum eine Möglichkeit gibt bei der Feuchtigkeit des Regenwaldes dass irgendetwas trocken wird. Wir machen eine kurze Fototour auf dem Gebiet der Lodge, trinken etwas an der Bar und gehen dann in unsere Cabaña zum Duschen.

      1900 Abendessen – heute gibt es Tomatengratin - Fisch, in Palmblatt gedünstet, Obstsalat. Zurück im Zimmer packen wir schon mal, morgen früh soll es weiter gehen und für die nächsten zwei Nächte können wir nur kleines Gepäck mitnehmen, die Koffer bleiben im Bus. So kommen zum Ersten mal unsere Seesäcke zum Einsatz.

      Eindrücke von der Lodge Hakuna Matata:

      Unsere Cabaña:










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    • Vielen Dank für den tollen Reisebericht und die phantastischen Fotos !! :thumbsup: Ich bin ständig hin- und hergerissen zwischen wow, will ich auch und oh je, das ist nichts für mich. :thumbup: :/ 8| Bei den Fotos und den Beschreibungen des Essens läuft mir das Wasser im Mund zusammen und beim Anblick der Hängematten werd ich ganz neidisch, auch die Raftingtour würde mir gefallen, aber die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit muss man erst mal aushalten. || Auch die Art zu Reisen mit Packen, Auspacken und Umpacken ist ganz schön stressig !! :hut: Hut ab !!
      Ich freue mich auf die Fortsetzung, vor allem auf die Galapagos-Inseln !! :good3:
      Viele Grüße
      Seemaus
    • Also die Hitze war nicht schlimm, es war im Regenwald ca. 25 Grad, nur halt bei der hohen Luftfeuchtigkeit.

      Galápagos muss du dir noch verdienen... ;)
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    • Sonntag - 08. Juni 2014

      Raupen - Beos und weitere nette Tiere I


      0730 gibt es Sonntagsfrühstück – Wassermelone, Mangotrinkyoghurt mit Müesli, Rühr- oder Spiegelei, Würstchen, Frischkäse, Marmelade. Einem Mitreisenden geht es schlecht, er ist am Elche rufen (er wird leider die ganze Reise kränkeln).

      Um 0900 fahren wir los, wieder mit Taxis über die Brücke zum Parkplatz und erklettern unseren Bus. Als erstes machen wir in Archidona halt, da hier Markt ist. Archidona ist Hauptstadt des gleichnamigen Cantóns und hat rd. 4200 Einwohner.Erst sehen wir uns noch ein paar Imbissbuden an, wo auf typische Art der Gegend das Essen in Palmblätter gegart wird. Auch gibt es Raupen, die noch leben als sie auf Spiesschen auf den Grill kommen. Nicht Jedermanns Sache und nur zwei aus unserer Truppe kosten sie.








      Über uns kreisen Geier.

      Mir fällt auf, dass die Menschen im Gegensatz zu anderen Gegenden sehr mürrisch schauen. Walter hat etwas Schnupfen und möchte sich ein paar Päcken Taschentücher kaufen (habe meine im Koffer). Der Typ im einzigen Laden, der welche hat will uns wohl abzocken – er verlangt für vier Päckchen 5 Dollar! Wir lassen es. Es ist sehr warm, trotz hoher Bewölkung, und sehr feucht, es geht kein Lüftchen. Die meisten Häuer haben auch gar keine Scheiben in den Fenster, nur Moskitonetze oder ein Gitter. Wind scheint hier unbekannt.

      Wir fahren weiter, an Tena vorbei nach Puerto Misahualli am Rio Napo. Auch hier machen wir einen Gang durchs Örtchen, hier gibt es etwas Tourismus. Die Leute schauen auch nicht so mürrisch. Walter findet seine Taschentücher in einer Apotheke (Kleenex) für 2,80 / vier Päckchen. Teuer, dieser Preis ist aber auch angeschrieben. Apotheke halt.





      Zu Fuss gehen wir über die Brücke über den Rio Napo. Angelito wartet auf der anderen Seite mit dem Bus, der für die Brücke zu gross ist. Wir fahren weiter bis zum Rio Arajuno. Unterwegs gibt es einen Fotohalt, da am Strassenrand Kakaobohnen zum Trocknen ausliegen. Und wir sehen viele Bäume mit Nestern von Webervögel.



      Die Koffer bleiben im Bus, wir nehmen nur Gepäck für zwei Nächte mit. Mit einem Motorboot fahren wir den Fluss hoch zur Liana Lodge. Drei von uns fahren mit dem Einbaum (der nicht wirklich ein Einbaum ist). Wir haben uns für das Motorboot entschieden da man im Boot wieder nass werden kann und wir ja die Kameras dabei habe.



      Die Liana Lodge am Rio Arajuno ist nur per Boot zu erreichen. Gegründet wurde die Lodge Ende der 90er Jahre von Angelika Raimann, einer Schweizerin mit ihrem Kichwaehemann. Leider verstarb Frau Raimann vor drei Jahren bei einem Autounfall. Die Lodge gehört zum Regenwaldschutzprojet Selva Viva. Dazu gehört amaZOOnico, eine Tierstation, in der kranke und verletzte Tiere betreut werden, zum Teil von der Polizei beschlagnahmte Tier usw. Wenn möglich werden sie auch wieder zum Auswildern gebracht. Ausserdem gehört zu den Projekt eine Schule für die Kichwakinder.

      In der Lodge werden wir erstmal mit einem Tee mit Zuckerrohrschnaps empfangen. Dann gibt es Mittagessen – Quinoasuppe – Spaghetti mit Tomaten- oder Bolognesesauce – Vanillecreme. Erst dann entern wir unsere Zimmer. Jedes Zimmer hat ein eigenes Bad, jeweils zwei Zimmer sind in einer Cabaña untergebracht. Zwei grosse Betten , zwei Gestelle (mit einem Safe), und eine grosse Terrasse mit einem Tischchen, Stuhl und einer Hängematte sind für zwei Tage unser Heim. Auf drei Seiten ist die Cabaña offen, es gibt nur Fliegengitter, so dass man eigentlich draussen ist. Nicht tragisch bei den Temperaturen. Nur in der Mitte ist gemauert, wo das Bad ist. Oben geht es in den palmstrohgedeckten Giebel, wo es noch Plexiglasfenster gibt. Strom gibt es nicht, auf den Nachttischchen und im Bad stehen Kerzen. Ausserdem haben wir ja alle Taschenlampen, Stirnleuchten und ähnliches.



      Wir suchen uns noch Gummistiefel für die Wanderungen aus.

      Um 1500 treffen wir uns und fahren mit dem Motorboot nach AmaZOOnica, wo wir in einer einstündigen Wanderung die Tiere ansehen können...




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    • Sonntag - 08. Juni 2014

      Raupen - Beos und weitere nette Tiere II

      Zurück leisten wir uns erst mal ein Bierchen und geniessen die schöne Abendstimmung (hier wird es ja schon gegen 1800 dunkel) an der wunderschönen Bar über dem Rio Arajuno. Um uns hüpfen Totenkopfäffchen in den Bäumen rum.


      Der "Speisesaal"


      Die Bar über dem Rio Arajuno mit Fledermäusen



      Um 1900 gibt es Abendessen – Kochbananencremesuppe (sehr gut) – Schweinelende, Reis, Rüebli, roher Rotkrautsalat – Biskuitkuchen mit Mangosauce.



      Um 2030 treffen wir uns in unseren Gummistiefeln zu einer Nachtwanderung. Ein gewisser Juan, ein junger Kichwa, ist unser Führer und eine Stunde geht es im Gänsemarsch über einen engen Pfad durch den Regenwald. Einmal müssen wir einen kleinen Bach, der ca. zwei Meter unter uns ist auf einem 20cm breiten und 2m langen Holzsteg überwinden. Mit unseren Lampen leuchten wird den Wald aus und Juan findet so einiges, vor allem Spinnen, ein paar Frösche, eine Stabheuschrecke, Raupen.






      Das "Blatt" oben ist ein Frosch

      Nach einer halben Stunde drehen wir um und gehen den gleichen Weg zurück. Es ist sehr warm und feucht, die Klamotten kleben an uns und wir freuen uns auf eine Dusche bei Kerzenlicht. Nachdem wir die Gummistiefel abgespritzt haben genehmigen wir uns noch ein Bierchen und ziehen uns dann zurück.


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    • Arctica wrote:

      Auch gibt es Raupen, die noch leben als sie auf Spiesschen auf den Grill kommen. Nicht Jedermanns Sache und nur zwei aus unserer Truppe kosten sie.

      Leben die Koster noch? ?( Ich glaub' da würde ich nicht kosten.

      Die Fotos mit dem "Krabbelgetier" gefallen mir genau so gut wie die anderen Fotos. :thumbup: Nur Schlangen gehen gar nicht. Ich hoffe, die waren/sind nicht dabei!?
      :ilhr: og Nordnorge!
    • Corsair wrote:


      Leben die Koster noch? ?( Ich glaub' da würde ich nicht kosten.

      Hab ich mir ja auch verkniffen - aber die Koster haben es unbeschadet überlebt...

      Corsair wrote:

      Die Fotos mit dem "Krabbelgetier" gefallen mir genau so gut wie die anderen Fotos. :thumbup: Nur Schlangen gehen gar nicht. Ich hoffe, die waren/sind nicht dabei!?

      Nein, Schlangen haben wir keine gesichtet.
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    • Montag - 09. Juni 2014

      ...und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel...

      Irgendwann in der Nacht beginnt es zu regnen – äh – schütten. Auch morgens schüttet es noch. Frühstück um 0800, wir ziehen schon zum Frühstücken die Gummistiefel an. Um 0900 starten wir zu unserer Wanderung, langsam wird der Regen weniger und hört auch bald auf. Wir gehen die gleiche Strecke wie gestern auf der Nachtwanderung, biegen dann aber nach links ab und den Berg hoch bis wir zu einer Aussichtsplattform kommen. Der Weg ist nur im Gänsemarsch begehbar, es geht hoch und runter und ist sehr matschig, manchmal geht es auch durch kleine Bäche. Schon bald sind unsere Gummistiefel und zum Teil auch die Hosen verschmutzt. Beim letzten Teil geht es steil nach oben, zum Teil mit sehr hohen Tritten. Ich komme sehr aus der Puste und oben bin ich fix und alle in der Schwüle. Aber die Aussicht über den Regenwald ist toll. Die Wanderung ging bis hierher zwei Stunden und wir sind nur 2,7km gelaufen. Reiseleiter Carlos erklärte unterwegs viel über die einzelnen Pflanzen und Bäume.




      Ein Termitenbau


      Links die Flugpiste vom Flugplatz Tena - wird in etwa ähnlich viel angeflogen wie Kassel-Calden...

      Vom Aussichtpunkt geht der Weg abwärts und schon in zwölf Minuten sind wir an der Schule von Selva Viva. Kurz darauf sind wir an der Station amaZOOnico und entern das Boot zurück zur Lodge. Einige lassen sich auf Schwimmreifen den Fluss abwärts treiben.



      Unser Boot bleibt immer in ihrer Nähe bis wir vor dem Anleger von Liana Lodge einen einzelnen jungen Mann von einer jugendlichen Gruppe auf einem Schwimmreifen entdecken, der zu weit in die Mitte des Flusses abgetrieben wurde um den Anleger noch zu erwischen. Unser Bootsführer drängt ihn mit dem Boot etwas zum Anleger, dann nehmen wir seinen Reifen auf und er schwimmt unter dem Gelächter seiner Kameraden an Land, nicht ohne sich hin und wieder an unserem Boot festzuhalten. Jaja - wer den Schaden hat...

      Wir gehen erst mal in unsere Cabaña, Stiefel und Hosen stehen vor Dreck, der Rest – Anorak, T-Shirt etc. ist pitschnass, ob von Regen oder Schweiss weiss man nicht. Wir duschen erstmal, ziehen uns um und gehen zum Mittagessen (Cremesuppe – Shrimps, Reis, Brokkoli, Salat – Obst (?) in seinem Saft). Es wird übrigens auf der ganzen Reise zu jedem Essen Obstsaft gereicht, oft von Früchten die wir gar nicht kennen (z. B. Guyabana oder Baumtomaten). Besonders die Damen der Gruppe sind begeistert - ich ziehe da doch lieber ein Bierchen vor. Nach dem Essen lege ich mich etwas hin, Walter legt sich auf die Terrasse in die Hängematte, beide schlafen wir. Nächster Treffpunkt 1530, mit dem Boot fahren wir über den Fluss auf die grosse Insel Anaconda. Hier leben 250 Kichwa, sie leben hauptsächlich von Kakao, Kaffee und Bananen. Wir machen eine kleine Wanderung, die nicht anstregend ist, da es nur eben geht. Carlos erzählt uns wieder viel über die Pflanzen. Wir sehen viele Blattschneiderameisen - komischerweise sind aber die Fotos alle unscharf, offensichtlich wollen sie sich nicht fotografieren lassen bei der Arbeit!



      Wir kommen an eine von Kichwas bewohnte Hütte und Carlos zeigt uns die Handhabung von einem Blasrohr und wir dürfen alle mal unser Glück versuchen - beide treffen wir die für diesen Zweck aufgestellte Holzeule.



      Anschliessend werden wir ins Haus gebeten, wo uns die Dame des Hauses die Herstellung von Chicha aus Maniok zeigt. Wir dürfen auch mal kosten.


      ...auch die Reibe ist aus einer Pflanze...

      Wir steigen wieder ins Boot und fahren weiter stromabwärts bis zum Rio Napo. Wir wollen heimkehrende Vögel beobachten. So langsam gibt es einen traumhaften Sonnenuntergang. Unser Bootsführer möchte an einer steinigen Stelle wieder vom Rio Napo in den Rio Arajuno abbiegen. Ich frage mich eben wie er durch die Steine im dem niedrigen Wasser zwischen den beiden Flüssen kommen will - den Aussenbordmotor hat er schon hochgeklappt - und da sitzen wir fest! Nachdem Reiseleiter Carlos und unser Begleiter Juanito nebst dem Bootsführer das Boot nicht flott kriegen steigen noch ein paar Männer aus (sie stehen bis zu den Knieen im Wasser) und schaffen es auch nach einiger Zeit das Boot frei zu bekommen. Wir fahren zurück zur Lodge (Zwischenstand – Rettung zweier Kajakfahrer beim Rafting, eines Schweimmreifenschwimmers und Freibekommen eines Bootes...).









      Wir gehen in unsere Cabaña, machen uns etwas frisch und ab in die Dschungelbar, wo ich mir einen Caipiriña leiste. 1900 gibt es Abendessen – Zucchinicremesuppe – Hähnchen, Ratatouille, Reis – Schokoladekuchen. Wir sitzen noch etwas zusammen und gehen gegen 2145 in die Cabañas. Zehn Minuten später regnet es...
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
      Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~ Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil!