Vardø: Steilneset Hexenmonument

    • Wo sind denn nun die Hexen ?

      Königin Sonja hat es im letzten Jahr eingeweiht - das beeindruckende Monument am Steilneset zur Erinnerung an die Hexenverbrennungen im 17. Jahrhundert. Beeindruckend ist nicht nur die Architektur sondern auch die kunstvolle Ausgestaltung - ein richtiger Touristenmagnet....dachte man sich in Vardø :thumbup: Ääääh, jaaa, aber wo ist es denn nun ? ?( Ein paar kleine Schilder gibt es, da steht "Steilneset" drauf, nix von Hexen......wie man auf dem Video sehen kann. 8| Einige Wildentschlossene fragten sich bei der Bevölkerung durch....Die finden es peinlich, dass man so ein Bauwerk in die Landschaft setzt, interessierte Besucher aber ins Nirwana schickt :8o: Da muss wohl nachgebessert werden.... ;)
    • Hamburgerin schrieb:

      nix von Hexen......

      Dem kann ich nur zustimmen :sgenau: Vom Schiff weg wird man gleich zur Festung hingelenkt und begleitet. Kein Hinweis. Und wer weiß schon was "Steilnesnet" bedeutet. Wir haben diese Gedenkstätte auch nur zufällig entdeckt, weil wir kein Bargeld für die Festung dabei hatten und deshalb einfach weitergelaufen sind zu der Kirche. Da sieht man dann dieses eigenartige Gebäude und ist halt neugierig :whistling: Wenn wir gewusst hätten was sich darin verbirgt, wären wir gleich dorthin. So war die Zeit sehr knapp, schade ... Es ist wirklich gut gemacht und es liegen kleine Broschüren aus, in denen jeder Hexenprozess dokumentiert ist mit Namen, Anklage, Denunziant usw. und für jedes Opfer brennt in der Gedenkstätte ein Licht.

      Es lohnt sich wirklich dorthin zu gehen :!:
    • Vardö : Hexenmonument Steilnesnet

      Es steht zwar schon im WIKI unter Sehenswürdigkeiten, ich halte es aber trotzdem für einen Geheimtipp, weil erst mal alle zur Festung rennen. Bei der Kürze des Landaufenthaltes bleibt dann nicht mehr viel Zeit für diese sehr eindrucksvolle Gedenkstätte. Jeder der 97 Hexenprozesse im 17. Jahrhundert wird dokumentiert (auch in einer Broschüre zum Minnehmen), für jedes Opfer brennt ein Licht.

      Mein Tipp: Erst zum Hexenmonument - und wenn noch Zeit übrig ist auf dem Rückweg die Festung noch "mitnehmen". Festungen u.ä. Anlagen gibt es viele - diese Gedenkstätte ist in ihrer Art einmalig.
    • Vardø: Hexenmonument Steilneset

      bobioma schrieb:

      Mein Tipp: Erst zum Hexenmonument - und wenn noch Zeit übrig ist auf dem Rückweg die Festung noch "mitnehmen". Festungen u.ä. Anlagen gibt es viele - diese Gedenkstätte ist in ihrer Art einmalig.
      Vielen Dank! Ich habe es mir vor ein paar Tagen angschaut. Ohne diesen Tip wäre das wohl an mir vorbeigegangen.
      Bei mir reichte es zeitlich nur für das Hexenmonument, da wir erst verspätet anlegten. So war es leider extrem knapp. Ich hätte gerne mehr Zeit gehabt, um ein wenig die Texte lesen zu können.

      Grüße von skandin :godtur:

      (bisherige Reisen siehe Profil)

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    • Feuer aus am Hexenmonument

      Die "ewige Flamme" am Hexenmonument in Vardø ist aus - zumindest vorerst. Der Grund ist, dass die unterirdischen Gastanks wegen Lieferschwierigkeiten leer sind....

      Das habe jetzt aber nichts mit dem russischen Gashahn zu tun, teilte Statens vegvesen mit, das im Rahmen der Touristenstraße für den Unterhalt des Denkmals zuständig ist, liege sondern daran, dass der norwegische Zwischenhändler, über den das Gas bislang aus Finnland bezogen worden sei, den Liefervertrag mit der finnischen Neste Oil gekündigt habe und es eine neue Vereinbarung noch nicht gäbe.

      Das Gas für das Kunstwerk ist in Norwegen nördlich von Trondheim nicht erhältlich, weshalb es aus Finnland bezogen wird. Bislang mussten die acht Tonnen fassenden Kavernen unter dem Steilneset-Monument zwei bis drei Mal im Jahr mit Gas aus Finnland gefüllt werden, um die Flamme am Brennen zu halten. Nun denke man aber über eine Vergrößerung des Gasspeichers nach, um nur noch einmal im Jahr beliefert werden zu müssen, so Harald Bech-Hansen, der bei Statens vegvesen für die Touristenstraßen zuständig ist.

      Sobald die neue Lieferung da sei, werde man auch die Flamme wieder anzünden, so Bech-Hansen. Bis dahin dürften aber etwas Zeit ins Land gehen.

      Die Gasrechnung des Hexenmonuments in Vardø beläuft sich übrigens auf 200.000 - 300.000 Kronen (ca. € 24.600 - 37.000) pro Jahr. :8o: Und deshalb sucht man auch nach einer gassparenderen Lösung.
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Hausputz am Hexenmonument

      Einen besonderen Akt der Nachbarschaftshilfe hat es kürzlich zwischen Festung und Hexenmonument in Vardø gegeben - und das Resultat lässt sich wirklich sehen. :8o:

      Sicherlich erinnert sich der Eine oder Andere an das blassrot-verwitterte Holzhaus mit den Sperrholzvernagelten Fenstern gleich (vom Dampfschiffskai her kommend) links von der Festung. Nun, dies Haus, als Beispiel der Wiederaufbauarchitektur selbst ei historisches Denkmal, war bereits vor einiger Zeit von Vegdirektoratet mit dem Ziel erworben worden, dort ein Informationszentrum und Toiletten für die Besucher des Hexenmonuments auf Steilneset einzurichten, denn schließlich parken dort die meisten Besucher des Denkmals ihre Autos. Die Pläne sind aber bislang nicht umgesetzt worden, da die Finanzierung nicht gewuppt werden konnte.

      Nun sitzt Vegdirektoratet aber in Lillehammer, was doch ein paar Meilen von Vardø entfernt ist, und es gab im Umfeld des Hauses wohl den Verdacht, man wisse dort im Süden gar nicht, in welchen zunehmend bejammernswerten Zustand die Immobile geraten war. Die Initiative ergriff schließlich der Nachbar des Hauses, Kystverkert, das dort die Seeverkehrszentrale betreibt. Mehrfach hatte man nach Lillehammer geschrieben, dass das Haus dringend einer Instandsetzung (insbesondere der das Holz schützenden Außenfarbe) bedürfe, ohne dass jedoch etwas geschah.

      Letztes Jahr erbat sie Seeverkehrszentrale schließlich die Erlaubnis, wenigstens die Außensanierung des Nachbarhauses übernehmen zu dürfen, die schließlich erteilt wurde. Die Kosten der Sanierung übernahmen die Seeverkehrsüberwacher, die Arbeit leistete der 9. Jahrgang der örtlichen Schule gemeinsam mit ihren Eltern und erhielt dafür einen Zuschuss für eine Klassenfahrt in die Jahrgangskasse. Und das Resultat lässt sich wirklich sehen. :thumbup:

      Das bestätigt auch Harald Bech-Hannsen, Vertreter des Hauseigentümers Vegdirektoratet, der sich herzlich bei allen Beteiligten bedankte. Der Zustand des Hauses sei in Lillehammer wohl bekannt gewesen, aber der enge Finanzrahmen habe umfassende Arbeiten bisher verhindert. Man hoffe aber weiterhin, das Haus zukünftig als Informationsstätte und Toilettenhaus auszustatten, suche aber noch nach einem Betreiber.
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)