Hurtigruten und die Hafengebühren

    • Die "Schlacht um die Dampfschiffskais"

      Nein, es geht wirklich um den guten, alten Hafengeldstreit und nicht um eine militärische Operation. Denn Hurtigruten zieht, beflügelt von dem letztinstanzlichen Erfolg gegen Stranda kommune, nun auf breiter Front gegen die Häfen vor Gericht. Vergangene Woche reichte sie Rückzahlungsklagen in Höhe von insgesamt NOK 22.720.357,- gegen die Hafenverwaltungen in Bodø , Båtsfjord , Vadsø , Brønnøysund , Møre of Romsdal, Florø und Rørvik eingereicht und rechnet sich gute Chancen aus, wie die Reedereisprecherin Anne Marit Bjørnflaten erläuterte.

      Was fällt an diesen Häfen bzw. Hafengruppen auf? Überall liegen zwei Schiffe am Tag - und für jedes müsse die Reederei jeweils für 24 Stunden Gebühren entrichten, egal, ob die Liegezeit mehrere Stunden oder Minuten betrage, würden dort die Hafenbehörden den vollen Tag berechnen. Neben dieser Berechnung - zweimal liegen, für 48 Stunden zahlen - wehrt sich Hurtigruten aber auch gegen die in den fraglichen Häfen erhobene ISPS-Gebühr, die nach der Rechtsauffassung der Reederei nur für Schiffe in internationaler Fahrt, nicht aber in Küstenfahrt erhoben werden dürfe.

      Der Testfall für Hurtigruten scheint die Klage gegen Bodø Havn KF zu werden - dort gibt man sich überrascht, dass die Reederei nun vor Gericht zieht, da man sich doch in einem konstruktiven Gesprächsprozess befunden habe, so Hafen-Geschäftsführer Øystein Wik, der aber keine weiteren Einzelheiten nennen wollte, außer dass keine andere Reederei in Bodø einen so hohen Rabattsatz bei der Gebührenberechnung bekäme wie Hurtigruten. Er sei aber letztlich nicht undankbar, dass nunmehr die Gerichte die noch strittigen Fragen zwischen Hurtigruten und den Häfen verbondlich klären müssten
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      BRITANNICUS :)
    • LIXN:

      120 Mio. NOK sind ungefähr 13 Mio. EUR., also rund 4,33 Mio. EUR pro beanstandetes Jahr. Irgendwo im Hurtigforum habe ich einmal die jährliche Passagierzahl gelesen. Wenn also der Klageweg erfolgreich sein sollte, kann man die ungefähre Rückzahlung pro Reisenden berechnen.

      Beste Grüße

      Lupo
    • Erfolg vor Gericht

      BRITANNICUS schrieb:

      Der Testfall für Hurtigruten scheint die Klage gegen Bodø Havn KF zu werden


      Heute hat Salten tingrett Bodø Havn KF dazu verurteilt, 3,18 Millionen Kronen unberechtigt abgerechnete Hafengebühren zurückzuzahlen. In seiner Urteilsbegründung hat das Gericht die Berechnungsgrundlagen der Hafenbehörde geradezu zerfetzt, so sei es unstatthaft für eine Liegezeit von insgesamt etwas über vier Stunden am Tag jeweils einen vollen Tag pro Richtung einzufordern; auch das Einziehen der ISPS-Gebühren sei bezogen auf Hurtigruten nicht statthaft, so das Gericht. Zudem habe Bodø Havn KF auch bei der Berechnung weiterer Hafendienstleistungen Hurtigruten schlechter gestellt, als andere Hafenbenutzer.

      Während die Reederei sich sehr zufrieden und in Hinblick auf die noch laufenden Verfahren zuversichtlich gab, hat Bodø Havn KF angekündigt, eine Anfechtung des Urteils zu erwägen. Das Verfahren würde dann wie einst die Stranda-Sache den Weg durch die Instanzen antreten.
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      BRITANNICUS :)
    • Furchtlos in Finnsnes

      In Finnsnes sieht man das Urteil gegen Bodø Havn KF mit Gelassenheit. Hafenchef Arve Cruickshank betonte, dieses Urteil beziehe sich auf die Kainutzung, also den Umstand, dass Bodø Havn KF pro Schiff einen vollen Tagessatz berechnet habe, und sei bezogen auf Lenvik Havn nicht anwendbar, da der Dampfschiffskai in Finnsnes nicht der Hafenbehörde, sondern mit Bernhard Lund einem Dritten gehöre. Deshalb würde Lenvik Havn auch keine Liegeplatzgebühren berechnen, sondern nur selbst erbrachte Dienstleistungen. Er gehe, so Cruickshank, davon aus, dass Hurtigruten nach der Klärung einiger Missverständnisse inzwischen selbst einsehe, dass die erhobene Forderung keine Grundlage habe.
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      BRITANNICUS :)
    • Anfechtung aus Bodø

      Bodø kommune hat sich dazu entschlossen, das Urteil im Hafengeldprozess anzufechten. Die Anfechtung bezieht sich allerdings nur auf die Teile des Urteils, in denen es um die Kaibenutzungsgebühren geht. Nach Aussagen von Bodø Havn KF, dem Hafenbetreiber, habe das Gericht in seinem Urteil eine falsche Rechtsauslegung vorgenommen und Beweise nicht richtig gewürdigt. So habe der Umstand, dass alleine das Vorhalten der Kaianlage der Stadt Kosten verursache, die auch in Relation mit der Größe der anlegenden Schiffe berechnet würden - und die seien bei Hurtigruten inzwischen auch bedeutend größer, als es früher der Fall gewesen sei. Die Zahlen des Hafenbetreibers wiesen gerade in diesem Bereich einen Verlust auf, gleichzeitig solle sich Bodø Havn KF aber finanziell selbst tragen, sodass beide Enden nicht zusammenpassten, wie der Hafenchef Ingvar M. Mathisen erläuterte.

      Hurtigruten äußerte sich enttäuscht, so Sprecher Stein Lillebo. Man habe nach dem ersten Urteil gehofft, an den Verhandlungstisch zurückkehren zu können, was die Anfechtung nun erst einmal unmöglich mache.
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      BRITANNICUS :)
    • Mal anders gerechnet

      Im Kielwasser des Bodø-Urteils und seiner Anfechtung durch den unterlegenen Hafenbetreiber Bodø Havn KF kocht die Diskussion um die Hafengeld-Sache, aber auch das Geschäftsgebaren der staatlich mit 750 Millionen Kronen pro Jahr subventionierten Reederei Hurtigruten wieder hoch, und sogar der Vergleich mit einer für ihre günstigen Preise und konsequente Kostenreduktion bekannten irischen Fluggesellschaft wird bemüht.

      Nun ist für Tromsø am Beispiel der NORDLYS eine Gegenrechnung aufgemacht worden. Dort erhebt die Reederei ebenfalls den Vorwurf der Doppelberechnung, also innert 24 Stunden für 48 Stunden zur Kasse gebeten zu werden. Doch die Gegenrechnung weist auf, dass die Postschiffe trotz Berechnung pro Anlauf unter dem Strich günstiger wegkommen, als alle übrigen Schiffsgruppen. So kostet ein NORDLYS-Anlauf in Tromsø NOK 7627, während andere Schiffe um die 10.000 Kronen mehr pro Anlauf zahlen müssen. Dazu komme, dass der Dampfschiffskai bis auf Kurzanläufe freigehalten werden müsse, also z.B. nicht an Kreuzfahrt- oder Kriegsschiffe vergeben werden könne.

      In ihren Stellungnahmen, so der Verfasser des Kommentars, solle Hurtigruten-Pressesprecherin Bjørnflaten in Zukunft besser die Kostenaufstellungen für andere Fahrzeuge mitbringen, wenn sie über die ungerecht hohen Hafengebühren und die schlechte Behandlung für Hurtigruten klage...
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      BRITANNICUS :)
    • Im Gespräch

      Seit heute gegen 14 Uhr sitzen Hurtigruten-Konzernchef Daniel Skjeldam und die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Kristin Røymo, im Rathaus von Tromsø zusammen, um über Auswege aus dem Hafengeldstreit zu sprechen. Der schon länger schwelende Konflikt hatte Anfang des Monats neue Fahrt aufgenommen, als Hurtigruten Pläne ventilierte, die Zusammenarbeit mit Tromsø Havn KF aufzukündigen und an einen in Privatbesitz befindlichen Kai in Lanes noch westlich vom Polaria auszuweichen. Zwar bekundeten beide Parteien vor dem Gespräch ihren Wunsch nach einer Einigung über den Dampfschiffskai an Prostneset, aber die Vorstellungen liegen doch recht weit auseinander. Zudem scheint sich in Hinblick auf das noch immer nicht wirklich über Planungen hinausgekommene Terminalgebäude ein ähnlicher Konflikt ab, wie er in Ålesund ausgebrochen ist: Auch hier möchte Hurtigruten nicht zur Kasse gebeten werden und beruft sich darauf, nicht nach dem Gebäude und den Warteräumen geschrien zu haben...

      Edit: Inzwischen ist das Gespräch zu Ende gegangen. Gelobt wurde das Gesprächsklima. Substanzielle Aussagen haben weder Hurtigruten noch die Gemeinde Tromsø gemacht. Hurtigruten-Kommunikationschef Stein Lillebo führte lediglich an, dass beide Parteien die Hoffnung hegten, eine Einigung zu erreichen, wozu in naher Zukunft ein weiteres Treffen stattfinden solle.

      Es bleibt also spannend...
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    • Hurtigruten ohne Kristiansund?

      Im Konflikt um die Hafengeldberechnung in Kristiansund hat Hurtigruten-Konzernchef Daniel Skjeldam jetzt gedroht, die Stadt aus dem Fahrplan zu streichen, falls die nach Berechnungen der Reederei in den vergangenen Jahren zu viel berechneten 18 Millionen Kronen nicht zeitnah zurückgezahlt würden. Er wolle, sobald sich die Möglichkeit ergäbe, Kristiansund aus dem Fahrplan streichen, so Skjeldam, und für ihn ist klar, dass es die Stadt sein werde, die davon wirtschaftlichen Schaden erleiden würde. Aber der Schwarze Peter läge nun einmal bei der Hafenverwaltung, die sich über rationales Verhalten von Hurtigruten dann nicht beschweren dürfe, denn niemand würde weiter in einem Geschäft einkaufen, dessen Inhaber ihm regelmäßig zu viel berechne. Dass Kristiansund und die lokale Tourismuswirtschaft unter einem Rückzug seines größten Kunden leiden werde, sei zwar schade für die Stadt und die Umgebung, so Skjeldam, aber man sei dort dann eben selbst schuld.

      In Kristiansund sieht man die Sache anders, so Hafenchef Arnt Helge Honstad. Man werde weiter den bisherigen Satz berechnen, bis die Angelegenheit abschließend geklärt sei. Hurtigruten hatte bei Kystverket Beschwerde gegen die Berechnungspraxis von Kristiansund Havn eingelegt, und die Behörde hatte den Hafenbetreiber aufgefordert, seine Berechnungspraxis zu überarbeiten. Allerdings ist dieser Bescheid noch nicht rechtskräftig, da Kristiansund Havn beim Verkehrsministerium in Oslo Widerspruch eingelegt hat.
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    • Bodø bald fast ohne Hurtigruten?

      Im nach wie vor fröhlich schwelenden Hafengeldstreit möchte die Reederei nach Kristiansund jetzt auch Bodø an den Kragen, nicht komplett, aber fast. Denn als "Daumenschraube" hat Hurtigruten-Konzernchef Daniel Skjeldam vergangene Woche in einem Brief an die fylkeskommuner Nordland und Nord-Trøndelag angekündigt, die Liegezeit in Bodø auf maximal eine Stunde zu verkürzen und den Umschlag nach Ørnes verlegen zu wollen. Demnach soll der Nordgeher statt um 12.30 Uhr erst frühestens um 14 Uhr in Bodø ankommen - bei unveränderter Abfahrtszeit, eventuell werde die Liegezeit noch weiter verkürzt =O

      Für Bodø ist die Drohung ein Doppelschock, ist doch der neue Dampfschiffskai endlich nahezu fertig, und gleichzeitig würden örtliche Tourismusanbieter ihre Produkte nicht mehr via Hurtigruten verkaufen können. Betroffen sind davon besonders die beliebten Ausflüge per Boot bzw. Bus zum Saltstraumen . Deshalb hat auch Bodøs Bürgermeisterin Ida Pinnerød um ein Gespräch mit Skjeldam gebeten, um nach einem Ausweg zu suchen.

      Fraglich ist m.E. nur, ob Ørnes , das am Fv. 17 verkehrstechnisch deutlich ungünstiger liegt, als das sowohl an das Eisenbahnnetz als auch über den neu ausgebauten Rv. 80 an die E6 angeschlossene Bodø , wirklich eine echte Frachtalternative zur Nordlandskapitale werden kann... Aber, um einmal mehr das Motto des Hosenbandordens zu bemühen, wer brauch schon Fracht, wenn er Paxe hat ;)
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    • Teilerfolg für Hurtigruten

      Hurtigruten hat in dem Hafengeldstreit mit Bodø kommune einen Teilerfolg erzielt: Der Hafenbetreiber hat ein letztjähriges Urteil, demzufolge die Zahlung der ISPS-Sicherheitsgebühr von Hurtigruten nicht verlangt werden dürfe, anerkannt und wird nun 1,2 Millionen Kronen an die Reederei zurückzahlen. Während Bodo Havn KF nach den Worten ihrer Geschäftsführerin Adelheid Kristiansen diesen Teil des Hafengeldstreits nunmehr als erledigt ansieht, will Hurtigruten mehr: Der inzwischen rein mit dem Hafengeldstreit beschäftigte ex-PR-Berater Stein Lillebo zeigte sich verwundert und verwies darauf, dass man von Bodø Havn ja nicht nur die gerichtlich zugesprochenen 1,2 Millionen sondern über 3 Millionen Kronen an ISPS-Gebühren zurückgefordert habe. Außerdem habe man noch gar kein Geld vom Hafenbetreiber bekommen.

      Das Berufungsverfahren im Hauptstreitpunkt, der konkreten Hafengeldberechnung durch Bodø Havn KF, ist von der ISPS-Sache nicht betroffen und beginnt nächste Woche vor dem Obergericht in Tromsø .
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    • Der Prozess läuft

      Die Hafengeldsache könnte zu Anfang dieser Woche in eine richtungsweisende Phase gegangen sein. Vor dem Obergericht in Tromsø hat der Wiederaufnahmeprozess um die Berechnung der Hafengebühren durch Bodø Havn KF begonnen, gegen die die Reederei geklagt hatte. Die Entscheidung dieses für die drei fylker Nordland, Troms und Finnmark zuständigen Obergerichts könnte wichtige Hinweise auf die weitere Wertung der anderen Hafengeldstreitsachen geben. Insgesamt hat Hurtigruten von 24 Hafenbetreibern ca. 120 Millionen Kronen an Hafengebühren zurückgefordert.
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    • Ganz so einfach ist die Sache nicht. Der Hintergrund ist, dass Bodø Havn KF zum 1. Januar die Liegegebühren um 40% erhöht und dies mit einem nicht länger vertretbaren Verlust begründet hat. Dies ist aber, da die Erhöhung von Hurtigruten erst nach Abschluss des laufenden Verfahrens eingefordert werden soll, nicht in dem Berufungsverfahren berücksichtigt worden. Deshalb hat das Obergericht in Tromsø entschieden, das eigentlich für diese Woche angekündigte Urteil nicht zu sprechen, sondern auch neue Stellungnahmen der Streitparteien einzuholen. Dies wird nicht in einem neuen mündlichen Verfahren, sondern schriftlich geschehen und das Gericht wird diese, die jüngste Entwicklung betreffenden Einlassungen bei seiner Entscheidung berücksichtigen. Insofern handelt es sich nicht um ein neues Verfahren, sondern das Einholen neuer Aussagen nach Abschluss des Hauptverfahrens, aber noch vor der Urteilsfindung. Nach norwegischen Prozessgrundsätzen ist dies ein erlaubtes, aber eher selten angewendeter Schritt, der deshalb auch einige Aufmerksamkeit erregt.
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      BRITANNICUS :)
    • Zurückzahlen oder zurückzahlen oder nicht?

      Wenn es nach dem Dachverband KS Bedrift Havn und seiner Lesart des Staatsvertrags geht, müsste Hurtigruten für den Fall, dass die Reederei sich mit ihrer Forderung nach geringeren Hafengebühren durchsetzt, einen Teil der staatlichen Subventionen zurückzahlen. Diese, so Direktor Kjell-Olav Gammelsæter, seien auf Grundlage der Kosten bemessen worden, zu denen auch die Liegegelder gehörten. Sänken diese, bedeutete das für Hurtigruten quasi eine Erhöhung der Subventionen ohne eine Erweiterung der Gegenleistung von Reedereiseite.

      Der bei Hurtigruten mit dem Hafengeldstreit beschäftigte Stein Lillebo konterte die Forderung von KS Bedrift Havn, das er schon wiederholt gehört habe. Es bliebe dabei unberücksichtigt, dass Hurtigruten trotz der Subventionen ein erhebliches unternehmerisches Risiko trage, nicht zuletzt betriebskostenbedingt. Zudem, so Lillebo, seien die Hafengebühren seit Abschluss des aktuellen Staatsvertrags im Mittel um 48% gestiegen, ohne dass dies bei der Subventionsbemessung berücksichtigt worden sei.
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    • Lange Gesichter bei Hurtigruten

      Heute Vormittag ist das schon länger erwartete, wegen der Berücksichtigung der Stellungnahmen der Streitparteien zu jüngsten Entwicklungen aber verschobene Bodø - Urteil des Obergerichts in Tromsø verkündet worden und hat bei Hurtigruten zu Gesichtsentgleisung geführt, denn es ist ein Sieg auf ganzer Linie für den Hafenbetreiber und seine Berechnungspraxis!

      Zwar sei das Auftreten von Bodø Havn KF durchaus kritikwürdig, so das Gericht, aber eben nicht rechtswidrig und damit nicht zu beanstanden. Die gut 2,5 Millionen Kronen, die Hurtigruten vom Hafenbetreiber zurückgefordert und erstinstanzlich auch zugesprochenen bekommen hat, bleiben nun zumindest vorerst in der Nordland-Hauptstadt. Vorerst, da erwartet wird, dass die Reederei auch das heutige Urteil anfechten wird, dann letztinstanzlich vor dem Obersten Gericht in Oslo, das seinerzeit Hurtigruten in der Stranda-Sache Recht gegeben hatte. Der für den Hafengeldstreit zuständige HR-Manager Stein Lillebo hält sich derzeit aber noch bedeckt und verwies darauf, dass man das einundvierzigseitige Urteil zunächst ganz genau lesen wolle, bevor Entscheidungen getroffen würden.

      In Bodø ist man, wenig verwunderlich, heute sehr erfreut gestimmt und sieht sich bestätigt, so Hafengeschäftsführerin Adelheid Kristiansen in einer ersten Stellungnahme zu dem Urteil.

      Hurtigruten hatte die Bodø - Sache zum Musterfall im gesamten Hafengeldstreit gemacht, in dem es um Rückforderungen von insgesamt gut 120 Millionen Kronen geht.
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      BRITANNICUS :)
    • Da scheint ein sehr vergiftes Klima zwischen den einzelnen Hafengesellschaften und HURTIGRUTEN zu bestehen. Ich schaute mir mal den offiziellen Hafentarif von Tromsö an. Nebst den Kaigebühren, gibt es Gebühren für jeden Passagier welcher die Reise dort beginnt oder beendet, Gebühren für Uebernahme des Abwassers etc etc.

      Gestern las ich im FORUM dass irgendein Schiff Meham und Berlevag nicht angelaufen sei. Im Falle von Meham dreht das Schiff kurz vor der Hafeneinfahrt ab ( gemäss MT). Es würde mich nicht überraschen, wenn die Schiffsbrücke den Hafen kontaktierte. Im Fall von weder aussteigenden noch zusteigenden Passagieren, weder abzuladender noch aufzuladender Fracht macht es keinen Sinn am Kai anzulegen und dann Gebühren zu bezahlen.