STATSRAAD LEHMKUHL - Allgemeines & Aktuelles

    • Ich hatte das Glück, das Einlaufen am 26. August live miterleben zu können. Auf dem verlinkten Einlaufvideo könnt ihr das Schiff an einem weißen Kreuzfahrer vorbeifahren sehen - das war die Aida Luna.
      Trotz eines sehr regnerischen Tages, an dem ich nur zwei Stunden von Bord gegangen bin (mein Ziel, der Gipfel des Floyen , war vor lauter Regen und Nebel nicht zu sehen), gab es viele Schiffe zu beobachten: Neben der kleinen Beffen, die immer wieder um uns herumgefuhr, konnte ich auch die Spitsbergen und die Lofoten in Ruhe beobachten. Höhepunkt war aber die Statsraad Lehmkuhl, die dicht an uns vorbeifuhr. Von Deck 12 (ca. 30 m Höhe) hatte ich einen Teil der einfahrenden Jungs direkt auf Augenhöhe.
    • Wein reift bekanntlich mit dem Alter, die STATSRAAD auch: Jetzt hat die Bark ihren eigenen 124 Stunden-Weltrekord aus diesem Jahr, der ihr die Boston Teapot Trophy der Tall Ships' Races eingebracht hatte, geradezu pulverisiert! In der Nacht zu gestern hat die STATSRAAD, die derzeit mit Kadetten der Seekriegsschule im Atlantik unterwegs ist, am Ende des vorgeschriebenen Zeitfensters unglaubliche 1556 Sm unter Segeln gefressen :locomotive:

      Kein Wunder: am 10. Dezember will man, rechtzeitig zu Weihnachten, wieder zu Hause in Bergen sein ;)
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    • Ski & Sail mit der STATSRAAD

      Seemann schrieb:

      hat gerade noch die "Statsraad Lehmkuhl" abgelegt


      Und zwar zu einer besonderen Tour unter dem Motto Sail & Ski. Die Bark fuhr mit 120 skibesessenen Gästen nach Rosendal, wo die sich richtig in den Bergen austoben dürfen ;) Die Reise, die innerhalb kürzester Zeit ausgebucht war, ist ein Testballon und soll im nächsten Jahr zweimal wiederholt werden.
      Takk for oss

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    • Ungewisse Zukunft

      Die von Strortinget beschlossene Reform und Komprimierung der Ausbildung bei den norwegischen Streitkräften - es sollen insgesamt eine halbe Milliarde Kronen und 250 Planstellen im Ausbildungsbetrieb eingespart werden - ist der Ganzjahresbetrieb der STATSRAAD LEHMKUHL in Gefahr. Hintergrund: Seit 2002 ist die Bark von September bis in den Dezember mit Kadetten der Seekriegsschule unterwegs, was der Trägerstiftung einen schönen Batzen Geld einbringt und die Liegezeiten - Gift für das Schiff - minimiert. Ohne die Kadetten dürfte sich ein Ganzjahresbetrieb der LEHMKUHL wohl nicht länger aufrechterhalten lassen... ;(
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    • Im Dezember wird die STATSRAAD LEHMKUHL für umfangreiche Wartungs- und Modernisierungsmaßnahmen in's Trockendock der Laksevåg-Werft in Bergen gehen, um dann die anstehende Fünfjahresklassifizierung zu durchlaufen.

      Gleichzeitig wurde bekannt, das Bergen Group Services, der Eigentümer der Werftanlage auf Laksevåg, mit der Trägerstiftung der Bark einen Fünfjahres-Rahmenvertrag über zukünftige Wartungs- und Modernisierungsarbeiten abgeschlossen hat.
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      BRITANNICUS :)
    • Kommando zurück

      Große Erleichterung herrscht bei der Trägerstiftung der STATSRAAD LEHMKUHL, hat doch die norwegische Marine entschieden, die Bark weiterhin drei Monate pro Jahr als Schulschiff zu chartern. Damit ist auch in Zukunft der Ganzjahresbetrieb des Großseglers gewährleistet. Dabei, so die Marine, handele es sich keinesfalls um eine verdeckte Subvention der LEHMKUHL, sondern vielmehr um das Ergebnis des offen geführten Diskussionsprozesses über die Umsetzung der Einsparmaßnahmen im Ausbildungsbetrieb der Streitkräfte, in dessen Verlauf deutlich geworden sei, dass die Großseglerzeit für die Seekadetten alternativlos sei.
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    • Doppelt umweltfreundlich

      Dass Segeln eine äußerst umweltfreundliche Art der Fortbewegung auf dem Wasser ist, steht bekanntlich außer Frage. In diesem Sinne ist die STATSRAAD LEHMKUHL bereits seit über 100 Jahren umweltfreundlich und verbringt 60% ihrer Seezeit unter Segeln. Doch beim Manövrieren, wenn der Wind weg ist oder diese vermaledeiten Termine für Regatten, Großseglertreffen oder die die Seekriegsschule anstehen, dann dieselt die gebürtige Deutsche eben doch :blush:

      Doch das soll bald deutlich weniger werden! :sdafuer:

      Dafür sorgen u.a. die 4,2 Millionen Kronen, die Umwelt- und Energieminister Ola Elvestuen und Nils Kristian Nakstad, geschäftsführender Direktor des Staatsunternehmens Enova im Gepäck hatten, als sie gestern die derzeit auf der Laksevåg-Werft liegende Bark besuchten. Denn an Bord werden derzeit nicht nur umfassende Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen für die anstehende Klassifizierung des Großseglers durchgeführt, sondern erste Schritte zum Umbau der LEHMKUHL zum Hybridschiff getan, der das Schiff doppelt umweltfreundlich machen wird :thumbup:

      Mittschiffs wird derzeit ein Akkumulatorenraum vorbereitet, im nächsten Winter soll die Anlage dann fertiggestellt und die STATSRAAD LEHMKUHL zum ersten Hybridgroßsegler der Welt werden. Dann wird zumindest beim Ein- und Auslaufen kein Motorengedröhn mehr stören, und auch auf See dürfte es an Bord deutlich ruhiger werden, denn der beim Segeln mitdrehende Propeller wird für Nachladung sorgen, während sich die Stromverbraucher wie Herde, Heizung usw. aus den Akkus bedienen. Die Generatoren werden also auch nicht mehr so oft laufen müssen.

      Die STATSRAAD LEHMKUHL nimmt also auch mit über hundert Jahren Alter noch immer eine Vorreiterrolle ein :sekt:
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