Svalbard - Eisbaerspecial - M/V Plancius - 18.8.-25.8.2013

    • 2013
    • Svalbard - Eisbaerspecial - M/V Plancius - 18.8.-25.8.2013

      Ich machte mich auf den Weg, zum dritten Mal die Kueste von Svalbard zu erkunden. Am 17.8. ging es los - aber erst mal nur bis Oslo. Nach einer Nacht im Raddison Blue am Flughafen - und einem verpassten Treffen mit der Reisegruppe - ging es dann weiter ueber Tromsoe bis nach Longyearbyen.

      Ein Punkt beim dritten Mal war - blos nicht nochmal in das Museum :help: . Aber leider war es Sonntag und daher doch nicht so viel los im "Staedtchen". Also blieb nur der gemuetliche Spaziergang zum Hafen - die genuessliche Annaeherung an das noch so fremde Schiff.
      Wer die Nordstjernen gewohnt war muss sich erst noch an dieses Blau-Weiss (oder weiss-blau??) gewoehnen.

      Kaum war ich nahe genug dran, da habe ich schon Lucien ueber das Deck laufen sehen. Lucien und Anita waren also schon da - jetzt hiess es schnell einchecken und dann die Reisebegleitung vom letzten Jahr finden - auch wenn sie nicht zu "meiner Reisegruppe" gehoerten ... :hi:

      Das mit dem finden war dann garnicht so einfach - aber ich habe dabei das Schiff kennengelernt. Und das Schiff hat ein paar richtig schoene Ecken :sgenau:
      Nur eines vermisse ich - die schoenen Baenke der Nordstjernen achtern im windgeschuetzten Bereich :verysad:

      Uebrigens - das Wetter - in Longyearbyen hatte es seit unserer Ankunft aufgehoert zu regnen :P .
      Und das zweite Bild zeigt, dass wir an Barentsburg vorbeigefahren sind (die Tanks an der Fjordeinfahrt sind zu erkennen ...)- gut - zum dritten Mal haette ich das auch nicht gebraucht.

      An Bord kamen dann die ueblichen Anfangsaktionen wie z.B. Rettungsuebung und Begruessung durch Kapitaen und Expeditionscrew. Uebrigens war das eine von zwei Gelegenheiten, den Kapitaen tatsaechlich in Uniform zu sehen - sonst war der nur im Holzfaellerhemd unterwegs - Expedition eben.

      Beim Abendessen hatte ich mich erst noch zu meiner Reisegruppe gesellt, war dann spaeter aber zu meinen Freunden uebersiedelt. Lucien und Anita kommen ja aus Zuerich. Die beiden hatten schon zwei Naechte vorher in Longyearbyen verbracht und dabei Peter und Rudi aus Bern bzw. Lausanne kennengelernt.
      Ueber die Tour haben wir dann ein Quintett gebildet, das nicht immer von anderen verstanden wurde. Mein Allemannisch vielleicht gerade noch, Zuerich Duetsch dann schon schlechter und Berner Duetsch - nur fuer eingeweihte. :whistle3:
      Also - falls das hier jemand der anderen Mitreisenden liest - t'schuldigung - aber fuer uns war es so einfacher - da musste sich keiner sprachlich verbiegen.

      Jetzt kommt dann erst Mal die erste Nacht - und was der naechste Tag so mit sich brachte - :alien: :bear: - erzaehle ich dann spaeter :dance:

      Gruessle
      Hanne

      PS. Warum koennen die Bilder nicht in der richtigen Reihenfolge kommen :evil:
      Bilder
      • Eisfjord.JPG

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      • Plancius.jpg

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    • Also das Schiff gehoert zur Oceanwide Expedition Flotte. Eine Organisation durch Polar News waere mir jetzt nicht bekannt. Ich selbst bin ueber Windrose (Zeit Reisen) zu der Tour gekommen.
      Ich koennte mir aber vorstellen, dass die Tour durch Polar News beworben worden ist.

      Gruessle
      Hanne
    • Waehrend wir Kurs zum Woodfjord haben, bekommen wir unsere Gummistiefel und die Einweisung fuer die Anlandungen mit den Zodiacs. Waehrend bei der Nordstjernen die Boote mit Gelaendern fuer den Ein-/Ausstieg ausgestattet waren und dann noch mit einer Trittstufe an Land ein eindeutig trockener Ein-/Ausstieg moeglich war, wird hier einfach ueber die Schlaeuche der Boote geschwungen. Damit gibt es dann nasse Ein-/Ausstiege. :8o: :!:

      Im Woodfjord ist zunaechst eine Anlandung an der Texas Bar vorgesehen. Waehrend wir uns der Texasbucht naehern, entdecken die Guides allerdings "Baer an Land". :bear:
      Die Anlandung wird also kurzerhand in eine Zodiacfahrt umgewandelt. Zehn Zodiacs nehmen uns 109 Passagiere auf.
      Und dann ging es los - zu einer kleinen Anhoehe direkt am Wasser - immer naeher - und da liegt doch tatsaechlich was weisses - noch naeher - da liegen ja sogar zwei :hi: :oops:


      Es war unglaublich - zehn Boote - ueber hundert Menschen - alle super leise - sogar die Motoren ...
      ganz langsam wechseln sich die Boote unterhalb der Baeren ab - jedes kommt mal in vorderste Position - und die Baeren heben nur mal kurz die Koepfe - der kleinere (wohl ein 2-oder-3-jaehriger) sieht neugierig zu uns rueber.

      Nachdem sich alle soweit "sattgesehen" haben, beschliessen unsere Guides, dass wir bei dem schoenen Wetter einfach noch auf dem Wasser bleiben und etwas durch die Eisteile kurven, die vom Monacobreen abgebrochen sind. Bis zum Monacobreen selbst zu fahren war leider noch zu weit.

      Zurueck an Bord haben wir das aber dann direkt mit der Plancius gemacht. Das war schon eindrucksvoll - so direkt vor dem Gletscher mit dem Schiff die Kurve zu drehen. :thank_you:
      Am Abend haben wir dann den Woodfjord verlassen und Kurs nach Norden gesetzt. Mal sehen wo wir da morgen landen. :hmm:
    • Die Fahrt nach Norden bringt uns leider auch schlechteres Wetter. Von strahlender Sonne kommen wir in tiefe Bewoelkung und dann Nebel.
      Das Kursbild - bisher mit grober Seekarte unterlegt - zeigt nur noch den Schiffskurs auf schwarzem Grund.

      Wir vertreiben uns die Zeit bei Vortraegen z.B. ueber die Nahrungskette. Und ploetzlich ist da doch was anderes vor den Fenstern als Wasser und Nebel. :thumbsup:
      Das Eis kommt. Erst in kleinen Broeckchen - dann immer groessere Eisflaechen - immer mehr, immer dichter - aber immer in starker Bewegung.

      Hier ist das Meer sehr unruhig - grosse Wellen bewegen uns und das Eis, Die Plancius faehrt in 9/10 Eis - dann muss der Kapitaen aufgeben - wieder etwas zurueck - ein anderes Loch suchen - irgendwie ruhigere grosse Eisschollen finden, auf denen die Chance fuer Eisbaeren besser ist.
      Aber dort wo die Eismenge weniger ist, wird die Bewegung des Wassers deutlicher - es ist extrem und die Chance hier etwas tierisches zu finden ist minimal.
      Bei 82grad-8minuten n.Breite ist dann Schluss. :(
      Wir wenden wieder in Richtung SO mit dem Ziel Storøya.

      Auf diese Weise wurde dieser Tag ein lehrreicher - auch der Nachmittag wurde mit Vortraegen gestaltet - z.B. Ursprung und Verhalten der Eisbaeren und darueber, dass es inzwischen wieder Kreuzungen zwischen Braun- und Eisbaeren gibt ... :8):
    • Das war der Tag mit Plan A - B - C - D - E ...

      Aber erst mal ist es frueher Morgen und sonnig mit strahlend blauem Himmel. Unsere Koordinaten um 8:00 Uhr: 080 15 N / 025 02 E und wir haben wieder 6 grad Aussentemperatur.
      Nur Position und Optik stimmen so nicht ganz - wie war das noch mit Storøya? Der Kapitaen holt sich gerade einen Kaffee in der Lounge :gutenmorgen: - also frage ich: zu viel Seegang - zu viel wind - Storøya liegt zu frei dafuer.
      Kurz darauf gibt es auch die klaerende durchsage - wir sind stattdessen auf dem Weg zur Albertinibukta (Plan B). Hier ist das Konzept Nordaustlandet gut zu erkennen - riesige Eisflaeche mit nur wenigen Abfluessen ins Meer - einer davon hier.

      Bis auf die Gummistiefel ziehen wir uns schon alle fuer den Landgang an - zwei Boote mit Guides fahren zur Erkundung der Anlandestelle - soweit alles gut - dann aber auf der Rueckfahrt werden die Guides durch den Wind und Wellengang nochmal geduscht. Das war 's - Fallwinde vom Gletscher, die einfach zu stark fuer eine Anlandung sind. Da waere keiner trocken rueber gekommen.
      Das war also Plan B - auf zum Plan C. Jetzt soll es doch nach Storøya gehen. Doch dann wird es im Osten nebelig und die Duehnung wird staerker. Keine guten Bedingungen fuer die Insel - also zurueck - vielleicht geht ja was mit der Insel Karl XII Øya - Plan D.
      Aber wie schon im ersten Satz zu erkennen ist - wir brauchen an diesem Tag einen Plan E. Eine Windgeschuetzte Ecke an der eine Anlandung moeglich waere.

      Inzwischen ist schon spaeter Nachmittag. Fuer den Plan E wird flux das Abendessen 1,5 Stunden vorverlegt - auf 18:00 Uhr. Und direkt danach sollte dann endlich ein Landgang sein - im Duvefjorden.
      Das wird dann tatsaechlich unser erster Landgang auf dieser Tour in der Minebukta. Eingeteilt wird in vier Gruppen - eine schnelle, lange mit der Aussicht auf 3 Stunden Wanderung :hechel: - eine schnelle, mittellange - eine mittellange fuer mehr Fotos - eine gemuetliche :ok: .
      Alle Gruppen werden an einer bestimmten Stelle vorbeigefuehrt. Unser Guide Jim erzaehlt, dass sie vor einem Jahr den toten Baer noch voellig intakt gefunden haetten - so sieht das also dann nach einem Jahr aus ...
      Weit nach Mitternacht - bei steigender Sonne und Beinahe-Vollmond klingt der Tag aus - schnell ins Bett, denn morgen wird es sicher wieder spannend. :yeah:
    • Die Sonne scheint - der Wind hat sich etwas gelegt - eine Moeglichkeit zum Plan D von gestern zurueckzukommen. :thumbsup: Wir naehern uns der Insel Karl-XII-Øya die wirklich - wie es schon der Hotelmanager Mark sagte - einfach anders ist.
      Schon vor dem Fruehstueck stehe ich mit dem Fernglas an der Reling und beobachte einen Eisbaeren, der auf dem flachen Teil der Insel spazieren geht. Fuer meine Kamera ist das aber zu weit weg - von diesem Baeren gibt es also keine Bilder ...
      Die Informationen zur Zodiacfahrt am Vormittag enthalten dann die Aussage von "Baeren", die auf der Insel gesichtet worden sind. Wieviele? Mal sehen. Ich habe ja schon einen mal gezaehlt. :bear:
      Dann also alle wieder in die zehn Boote. Und in flotter Fahrt zur Insel - wo wir erst mal nichts ausser Voegeln sehen.
      Aber dann - Baer No. 2 :bear: und
      Und dann noch No. 3 :bear:
      und No. 4 :bear:
      und No. 5 :bear:
      und ausserdem turnen auch noch jede Menge Walrosse im Wasser um uns herum . :dance:

      Fuenf Baeren auf einer kleinen Insel - und das bei solchen Einzelgaengern - das war ja schon Ueberfuellung. Das ist wohl die Zukunft der Baeren - ueber den Sommer irgendwo gestrandet und auf der Nahrungssuche wo keine Robben sind.

      Die Plancius faehrt jetzt weiter in Richtung Westen zu den Sjuøyanen - genauer zur Insel Phippsøya. Am spaeten Nachmittag sind wir in den Inseln. Leider bekomme ich nicht mit, dass eine Anlandung wegen Baeren unmoeglich wird, und gehe daher nicht auf die Ausfahrt mit (mein Fuss hat leider nicht mehr so mitgespielt, fuer das Laufen auf den Steinen war ich nicht mehr fit). Daher habe ich selbst fuer das, was jetzt passiert, keine Bilder. Habe aber Bilder dazu gesehen, die die Beobachtungen durch das Fernglas vom Schiff aus ergaenzen. :pilot:
      Auf dem Schiff glauben wir zurueckgebliebenen, am Strand spiele sich ein Drama ab. Was wir sehen, ist ein Baer der mitten in eine Walrosskolonie hineinspaziert. Diese Kolonie stobt auch auseinander - aber irgendwie doch nicht weg von dem Baer. Fuer uns sieht es so aus, als haette der Baer etwas erwischt ... :wacko1:
      Als die Ausfahrer aber zurueckkommen heisst es nur - Drama? - irgendwie ja - allerdings keiner hat verloren - ausser vielleicht der Baer :pleasantry: sein Gesicht.
      Und die Bilder zeigen es auch - der Baer spaltet die Kolonie - ein Teil geht ins Wasser - ein Teil bleibt an Land - der Baer steht dazwischen :dash: und wirkt zusehens unentschlossener :whistle3: - umzirkelt die Gruppe dann nochmal :whistle3: - gibt aber nach starken Anfeindungen durch die doch sehr gewichtigen Walroesser :pump: auf und trollt sich.

      Nach diesen Erlebnissen wird der Tag noch durch ein BBQ auf dem Achtern-Deck abgerundet - viel gute Laune, Spass, Spiel und Tanz ... :dance:
    • Der vorletzte Tag fuehrt uns wieder in bekanntere Bereiche - wir steuern in den Raudfjord und ich erkenne schon vom Schiff aus die Route, die wir letztes Jahr dort gelaufen sind. Nach dem ereignisreichen Tag gestern geniesse ich es, einfach nur auf Deck sieben - hinter der Bruecke - auf dem Baenkchen zu sitzen und den anderen beim Wandern zuzusehen. Ich habe eh noch viel zu viel zu verarbeiten.

      Die Karte zeigt
      Karte entfernt
      unsere grosse Fahrt und auch schon das naechste Ziel heute - Ytre Norskøya.

      Das was aber viel eindrucksvoller ist - kommt direkt am Ende des Abendessens. Wale :!: - und ich will erst garnicht glauben, dass es sich lohnt. Ist doch hier im Norden meist nur ganz entferntes Blasen von 1-2 Walen ...

      Ich bleibe also erst im Restaurant sitzen - bis da so eine Horde Delphine vor den Fenstern rumspringt - da springe ich dann auch rauf aufs Deck.

      Ringsum brodelt das Wasser ueberall ist Bewegung und Blasen zu sehen - Delphine springen neben dem Schiff - die reinste Party ist da im Gange.
      :thumbsup:
      Spaeter heisst es dann, es waren Finn- und Buckel-Wale und mindestens ein Blauwal ist auch dabei. :hail:

      Diese Tour kann nichts mehr toppen :!: Der Kapitaen sagt, er haette in 20 Jahren noch keine Delphine hier erlebt :!:

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    • Danke Lynghei - allerdings gibt es jetzt nur noch einen Tag und leider nicht mehr viele Bilder von mir. Ich hoffe ja noch ein wenig, dass noch jemand von den Tourteilnehmern hier mitliest und noch ein paar Bilder dazustellt :sbitte:
      Hanne

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    • Hast Du was mit den Graebern? Das wuerde ganz gut passen, denn ein Teil der Wanderer war dort ... :)

      Gruss
      Hanne

      PS. Ich wollte eigentlich jetzt noch den letzten Tag beschreiben - da haut mir doch so eine 60Minuten Regel ueber die Ruebe. Also kommt dieser Beitrag dann erst morgen ...

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    • Ja, die Bilder 101 und 102 zeigen jeweils eine Grabstelle. In einem der Gräber kann man hineinschauen und den Totenschädel sehen. :fie:
      Ich habe hier noch weitere Fotos aber die sind im Prinzip nicht anders, als die in meinem Reisebericht geposteten...

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    • 24.08.2013 und 25.08.2013

      Aber der Vollstaendigkeit halber mache ich hier noch den Reisebericht fertig:

      Es ist Samstag Morgen und wir fahren auf der Westseite des Prins Karl Forlands nach Sueden. Bei Windstaerke 5 und strahlender Sonne ist es ein weiterer genialer Tag. Unser Ziel ist Poolepynten um vielleicht an Land Walrossen zu begegnen. Poolepynten liegt auf der Ostseite des Forlands kurz vor der Suedspitze. Das heisst also, dass wir um die Suedspitze herumfahren und dann wieder nach Norden in den Sund. Vor Poolepynten angekommen sehen wir die orangene Sysselman Markierung und auch eine Schutzhuette auf dem voellig flachen Landstueck - sonst sehen wir nichts. Genauer gesagt: niemand zu Hause.

      Da dann ein Landgang an diesem Ort wenig Reize hat, drehen wir wieder um und fahren in den Isfjord in Richtung Alkhornet. Der Vormittags-Vortrag ueber Wale passt hervorragend zu unserem Erlebnis am Abend vorher. Anjali - promovierte Meeresbiologin - erklaerte uns ausfuehrlich, wie man die Walarten bei Sichtung unterscheiden kann. Wenn ich da an die zweifelnden Kommentare am Tag vorher denke - "woher will die das denn wissen" ... - "ich hab das nicht so gesehen" ...

      Tja - man sollte Frauen eben nicht unterschaetzen.

      Am Nachmittag begegnen wir dann dem Schwesterschiff Ortelius das die Anlandung auf der gruenen Flaeche von Alkhornet schon hinter sich hatte. Fuer die Fusskranken war das ein genialer Nachmittag - in der Sonne auf dem Oberdeck mit dem Fernglas in der Hand verfolgen, wo gerade die einzelnen Gruppen herumlaufen und wer sich da besonders intensiv mit den Rentieren beschaeftigt. Rentiere hat es hier genug ...


      Da wir erst am naechsten Morgen in Longyearbyen sein muessen, geht die Fahrt noch in den hinteren Teil des Isfjord in den Tempelfjord zur Tempelbukta. Mein Bild ist nicht so ideal, da ich das ganze Umfeld mit drin haben wollte, aber ein wenig ist der Saeulencharakter der felsen zu erkennen.


      Ich gehoere zu denen, die schon um 06:00 Uhr von Bord muessen - die Schwizer Gang kann laenger schlafen. Daher gibt es noch einen ausgedehnten Abschied am Abend.

      Um 5:00 Uhr gibt es fuer die Fruehen ein Minifruehstueck in der Lounge. Mit dem Kaffee in der Hand stehe ich noch mal raus aufs Deck. Wir liegen schon am Pier - ehm - lagen? - was macht der Kapitaen jetzt? - legt wieder ab?
      Es ist schon interessant wie nervoes da so manche werden - was wird mit meinem Flug??
      Dabei ist noch fast eine Stunde Zeit bis der Bus uns abholen soll - wird sich sicher bis dahin aufloesen das Ganze.

      Die Guides waren gerade damit beschaeftigt, unsere Koffer auf Last-Netze zu legen, damit sie dann mit dem Kran von Bord gehieft werden koennten...

      Langsam spricht sich herum, was eigentlich los ist. Waehrend unser Schiff eine astreine Wende vollzieht, erfahren wir, dass der Hafenmeister die andere Schiffseite anliegen sehen will - warum auch immer.
      Das hat jetzt den Nachteil, dass unsere Guides unsere Koffer "haendisch" von Bord bringen muessen - denn der Kran ist auf der anderen Seite ...

      Seltsam an dem Ganzen - als wir vor einer Woche abgelegt haben war das Schiff doch auch andersherum gelegen .... Verstehe einer die Welt !

      Schoen - nach einer Woche zusammen gibt es Abschiedsumarmungen mit Mary-Jane (Restaurant) und Anjali (Guide). Wir waren irgendwie richtig eng zusammen.

      So - das waer's - ich werde dann weiter versuchen, mich mit unziemlichen Zitaten zurueckzuhalten.

      Tschues
      Hanne

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    • Hallo Murkel,

      ich war ja auch sehr gespannt, ob dieses Schiff es mit der Nordstjernen aufnehmen koennte. Die Bilder waren nicht so aussagekraeftig - sahen eher auch duester aus (Innenraum).

      Aber - die Plancius ist ein richtig tolles Schiff. Die Kabinen sind im Vergleich "riesig" - die zwei Betten stehen nebeneinander mit kleinem nachtischbreitem Durchgang - das Bad! - die Dusche hat eigenen Platz und ist auch ueber eine Wasserkannte vom Rest getrennt - also keine Ueberschwemmung!

      Es gibt ein "Bordfernsehen" mit 5 Kanaelen: 1: Webcam von Bruecke, 2: Tagesprogramm und Essenplan, 3: Filme in Englisch, 4: Dokumentationen in Englisch, 5: Kurs.

      Wenn auch die geschuetzten Baenke Achtern auf der Nordstjernen so nicht existieren, dann hat dieses Schiff denoch sehr viele schoene Aussenbereiche. Deck 3 gibt es einen Bereich am Heck - den habe ich aber erst beim BBQ so richtig entdeckt. Deck 4 gibt es einen Rundum-Lauf inklusive den Bug mit Ankerbereich. Deck 5 ist die Lounge und vor der Lounge ein Freibereich mit Verbindungstreppen zum Bug (Deck 4) und zum Deck 6 - hier ist dann wieder ein Rundlauf - allerdings nur noch um die vordere Haelfte - hinten ist dann der grosse Kamin. Vom hinteren Bereich von Deck 6 kommt man dann auf das Oberdeck mit einigen Baenken und der Bruecke.

      Uebrigens - hier gilt die Kultur der offenen Bruecke. Wenn nicht explizit durch Schild untersagt, dann ist der Zugang zur Brucke fuer jeden offen - sogar erwuenscht. Der Kapitaen laeuft ausserhalb offizieller Anlaesse im Holzfaellerhemd rum - ist ansprechbar - aber ein wenig introvertiert ;)

      Die Crew ist international. Bei den Hilfskraeften sind es Philippinos. Der Kapitaen ist Russe - auf der Bruecke Ukrainer - Chefingenieur hatte einen Hollaendischen Akzent bei seinem Englisch ...
      Die beiden Kuechenchefs sind Deutsche.

      Jeden Tag ist ein Philippino mit dem Putzeimer an den weissen Flaechen des Schiffs beschaeftigt gewesen - da hat alles geblitzt. Nur der Versuch, die Scheiben der Lounge von aussen zu Putzen ging voll daneben - noch mehr Schlieren.
      Der Putzfimmel koennte aber auch daran gelegen haben, dass nach uns das Schweizer Fernsehen an Bord gekommen ist.

      Die Guides waren durchweg Experten auf Gebieten, die zu der Tour passten - die wechseln allerdings auch oft. Die meisten haben noch andere Hauptbeschaeftigungen. Ausser der Expeditionsleiterin Delphine - studierte Biologin.

      Ich habe sicher ein paar Punkte vergessen - rundum ist das ein sehr schoenes Schiff mit einer tollen Besatzung - uebrigens gerade Mal 46 inklusive 8 Guides und Schiffsdoktor.

      Viele Gruesse
      Hanne

      PS. Plancius: 89m lang, 14,5m breit, max Pax 110, Tiefgang 5m, Eisklasse 1D