Kreuzfahrtland Norwegen

    • Kreuzfahrten, Taxis und Piraten

      In Åndalsnes kocht derzeit die Wut unter den örtlichen Taxifahrern hoch. Der Grund ist, dass zunehmend Privatleute Kreuzfahrtgäste gegen Bezahlung auf lukrativen Sightseeing-Touren, z.B. zu Trollstigen , befördern. Es gehe sogar soweit, dass Privatleute mit ihren Autos Taxistände zum Aufnehmen und Absetzen von verwendeten - auch vor Hotels, dem Bahnhof und an anderen Orten, schimpft Tor Erling Vik vom örtlichen Taxiunternehmen Rauma Taxi.

      Doch nicht nur Touristen würden zunehmend "Piratentaxis" in Anspruch nehmen, auch im ganz normalen Alltag sei der private Personentransport gegen Bezahlung auf dem Vormarsch und grabe den Taxichauffeuren das Wasser ab. In Åndalsnes habe dies bereits zu ersten Einschnitten im Taxiangebot geführt, und die Fahrer überlegten nun, zu streiken und außer Krankentransporten keine Fahrten mehr durchzuführen.

      Es gehe ihm und seinen Kollegen nicht daraum, Nachbarschafts- oder Freundschaftsdienste beim Personentransport zu unterbinden, so Vik, sondern darum (um einmal ein schönes mittelalterliches Wort zu benutzen) seinem Berufsstand die Nahrung zu erhalten und die damit verbundenen Kosten in vertretbarem Rahmen zu halten. Darüber hinaus sei zu bedenken, dass es sich bei den "Piratentaxis" um Fahrzeuge ohne entsprechend geschulte Fahrer handele, die auch nicht den strengen Vorschriften des Taxigewerbes unterlägen, räumte aber auch ein, dass die Fahrpreise zugelassener Droschken unflexibler seien, als die der "Piraten".

      Bevor es allerdings zu einem Streik kommt, wollen die Taxiunternehmen in Åndalsnes erst einmal alle bekanntwerdenden Fälle von "Taxipiraterie" bei der Polizei zur Anzeige bringen.
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    • Kreuzfahrt-Segler in Leknes

      Mit dem Kreuzfahrtsegler CLUB MED 2 liegt heute ein eher seltener Gast in Leknes am Kai. Es ist zwar nach 2012 ihr zweiter Besuch auf Lofoten, aber damals hatte sie aber im Buksnesfjord geankert.

      Nächster Anlaufhafen des 1996 gebauten und für 386 Passagiere ausgelegten fast-15.000-Tonners mit seinen fünf 80 Meter hohen Masten und einer Segelfläche von 2400 Quadratmetern ist übrigens Molde .

      Eine Bilderserie zum Schiff findet sich übrigens hier.
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    • Erste Kreuzfahrtsaisonbilanz

      Bergen hat eine erste Bilanz der noch laufenden Kreuzfahrtsaison gezogen, die am 18. Oktober zu Ende geht. Bis dahin sollen 311 Kreuzfahrtschiffe mit 447.000 Passagieren die Stadt angelaufen haben, so Helen Hovland, die Marketingchefin von Bergen og Omland havnevesen.

      Damit werden die Gesamtzahlen im Vergleich zum Vorjahr zwar rückläufig sein, aber in Bergen ist man trotzdem sehr zufrieden, nicht zuletzt auch, da es der Hafen 2013 erstmals auf die World Top 50 Ports-Liste geschafft habe. Zwar stehe die endgültige Platzierung in dem weltweit geführten Kreuzfahrthafen-Ranking noch nicht fest, aber alleine die Tatsache, dass man nun zu diesem Club gehöre, sei großartig, so Hovland.

      Unter den Kreuzfahrtgästen liegen die Deutschen vor den Briten an der Spitze und unter den Schiffen seien 25 mit einer Größe von mehr als 100.000 BRT gewesen. Ursprünglich hatte es auch dieses Jahr nach neuen Rekordzahlen gerochen, denn avisiert waren 329 Kreuzfahrtschiffe (2012: 322) mit 475.000 (2012: 450.000) Passagieren. Es seien jedoch mehrere Anläufe von den Reedereien abgesagt worden, z.B. wegen technischer Probleme. Auch habe man nicht alle Wünsche erfüllen können, da nicht alle Schiffe unter der Askøybrücke hindurchpassten, so z.B. die INDEPENDENCE OF THE SEAS und die BRILLIANCE OF THE SEAS. Die Hafenverwaltung sähe deshalb gerne eine Erhöhung der Durchfahrtshöhe dieser Hängebrücke um einen Meter, sodass auch diese beiden (und andere betroffene) Schiffe unter ihr hindurchfahren könnten, so die Marketingchefin.

      Für nächstes Jahr sind übrigens schon 311 Anläufe avisiert und für 2015 übrigens schon 112.
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    • Diebe an Bord

      Nein, die Passagiere wurden nicht ausgeraubt, wohl aber ein Junge aus Olden bestohlen, und zwar von einem Besatzungsmitglied eines nicht näher benannten, kürzlich in dem Ort liegenden Kreuzfahrtschiff.

      Das Jungenfahrrad war während der Liegezeit des Dampfers von einem Privatgrundstück verschwunden. Im Rahmen ihrer Nachforschungen kontaktierte die örtliche Polizei dann auch den Kapitän der zur fraglichen Zeit in Olden liegenden Kreuzfahrers, der sofort die Ermittlungsarbeit an Bord aufnahm. Und siehe da: Das Rad wurde gefunden. Nun soll es der bestohlene Junge per Post zurückerhalten, denn in diesem Jahr wird der fragliche Musikdampfer nicht mehr nach Olden kommen.

      Das diebische Besatzungsmitglied wurde nach der Ankunft des Dampfers in England übrigens an Land gesetzt und befindet sich nun in der Rolle des Angeschuldigten in einer Strafsachenermittlung.
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    • Ja, es erschüttert einen immer ein bisschen, wenn man solche Dinge liest. :( Die heile Welt, die man gerne hätte und die man als Fata Morgana um sich aufbaut, kommt dann immer etwas ins wanken. Gut finde ich, dass die Behörden reagiert haben und der Sache nachgegengen sind :thumbup: , auch wenn es n u r ein Kinderfahrrad war. Für den Jungen bedeutet es aber viel, in jeder Hinsicht.

      LG
      Ingrid
    • Ohne die Sache jetzt schönreden zu wollen oder den offenkundigen Dieb in Schutz zu nehmen: Es dürfte sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um eines der besser bezahlten Besatzungsmitglieder gehandelt haben, sondern eher um einen der zahlreichen Billiglöhner an Bord von Kreuzfahrtschiffen, der eine "günstige" Gelegenheit ergriffen hat.

      Dass ein Gutteil der Besatzungen in diese Gruppe fällt, ist ja auch ein wesentlicher Grund für die oft attraktiven Preise, die im Kreuzfahrtsektor (und nicht nur dort) angeboten werden können. Das ist genauso ein Teil der Fata Morgana, die Du erwähnst, Ingrid.
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    • Da bin ich voll Deiner Meinung! Ich sehe die Sache nur auch aus den Augen des Kindes, für den es schwer nachvollziehbar wäre, wenn die "Erwachsenen" sich nicht darum gekümmert hätten. In dem Alter denkt man ja noch, die können alles. Und wenn das anders glaufen wäre, wäre ein Stück Urvertrauen auf der Strecke geblieben. :)

      LG
      Ingrid
    • Bergen: mehr Kreuzfahrtgäste als Einwohner!

      Im vergangenen Jahr waren trotz eines leichten Rückgangs der Anzahl der Anläufe im Vergleich zu 2012 insgesamt mehr Kreuzfahrt-Tagesgäste in der Stadt, als diese Einwohner hat. Ursächlich für diese Entwicklung seien die immer größer werdenden Schiffe. Auf ganz Norwegen bezogen hat es im letzten Jahr 2187 Kreuzfahrt-Anläufe gegeben, was einer Zahl von ca. drei Millionen Tagesgästen in den Anlaufhäfen entspricht.

      In Bergen waren 2013 310 Kreuzfahrtschiffe zu Gast, und die Zahl der Tagesgäste ist um 18% angestiegen. Gleichzeitig wird die Kreuzfahrtsaison immer länger: Schon am 27. Februar mir mit der SAGA SAPHHIRE das erste und erst am 08. November mit der MARCO POLO das letzte Schiff der Saison 2014 in Bergen erwartet.
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    • Winterknüller Alta

      Heimlich, still und leise mausert sich das vielgescholtene Alta zu einer Top-Kreuzfahrtdestination im winterlichen Norwegen. Bereits im letzten Winter spülten Kreuzfahrttouristen zwischen 12 und 14 Millionen Kronen (ca. € 1,4 - 1,7 Millionen) in die Kassen der Kommune und lokaler Tourismusanbieter, und in diesem Winter sind insgesamt 15 Schiffe mit zusammen 13.250 Kreuzfahrtgästen avisiert - eine Größenordnung die 73 Flugzeugen à 180 Sitzen entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um gut 50%.

      Um dieses Trend zu stützen bedarf es in der "Nordlichtstadt" aber weiterer Anstrengungen, denn die bestehenden Hafenanlagen müssten erweitert werden, die Anzahl der Busse und auch die der Busplätze müssten erhöht werden, um die steigende Anzahl an Gästen betreuen zu können. Einen Vorteil habe die Wintersaison im Vergleich zum Sommer aber: Die Liegezeiten der Schiffe sind viel länger, bis zu 31 Stunden, sodass das örtliche Angebot von den jeweiligen Liegern viel intensiver genutzt werden kann.
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    • Independence of the Seas in Alesund festgesetzt

      In Alesund hat der Gerichtsvollzieher kurzfristig die Independence of the Seas festgesetzt. Grund waren austehende Zahlungen in Höhe von 600 0000 NOK, die bereits im vergangen Oktober ans Kystverket für Lotsendienste bezahlt werden sollten, Kystverket hat daher von seinem Pfandrecht gebrauch gemacht. Der Kapitän hat umgehend die Reederei benachrichtig und nach einer Stunde war die Rechnung bezahlt und das Schiff wieder frei.
      e24.no/lov-og-rett/kystverket-…ntisk-cruiseskip/22999751
      :D
    • Rückgang und Umverteilung

      Nach Jahren des Wachstums stellt sich der Kreuzfahrtmarkt in Norwegen derzeit auf rückläufige Zahlen der Anläufe im kommenden Jahr ein, das ergibt ein erster Vergleich der Zahlen für dieses Jahr mit den zu dieser Zeit bereits sehr belastbaren Ausblicken auf 2015. So sind in Bergen derzeit fast 100 Anläufe weniger als dieses Jahr avisiert (- 60.000 Passagiere), Aurland/Flåm hat 55 Liegeplatzbestellungen weniger und selbst Geiranger hat mit 151 erwarteten Anläufen 2015 gut ein Viertel weniger Kreuzfahrtschiffe als dieses Jahr, und auch am Nordkapp rechnet man mit einem Minus von über 25%. Auch auf Lofoten dürfte nächstes Jahr der rückläufige Trend zuschlagen; Leknes erwartet 20 Anläufe weniger als 2014, Svolvær vier.

      Es gibt aber auch kleine Gewinner, so z.B. Bodø mit einem Plus von vier Anläufen auf dann elf, Farsund kann sich als Newcomer erstmals über drei Anläufe freuen, Haugesund über acht zusätzliche Kreuzfahrtbesuche. Und auch Sortland ist zufrieden mit den angekündigten drei zusätzlichen Kreuzfahrtschiffen, nicht zuletzt, da man erst dieses Jahr ernsthaft in das Geschäft eingestiegen sei.

      Auf der Stelle treten Gudvangen (18) und Stavanger (165).

      Insgesamt werden für 2015 fast 50% weniger Anläufe norwegischer Häfen erwartet als noch dieses Jahr. Allerdings ist die Passagierzahl nicht wesentlich rückläufig (- 350.000), was darauf schließen lässt, dass es in den vergangenen Jahren zahlreiche nicht verkaufte Plätze gegeben haben muss.

      Ingvar Mathisen, der in Personalunion Hafenchef in Bodø und Geschäftsführer des Dachverbandes Cruise Norway ist, hat auf diese Aussichten ruhig reagiert. Es handele sich um eine Entwicklung, die sich nach den massiven Zuwächsen der letzten zu erwarten gewesen wäre. Zudem würden die Reedereien zusätzlich Schiffe in andere Fahrtgebiete, z.B. nach Asien, abziehen und dort vermarkten.
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      BRITANNICUS :)
    • Ich wünsche niemandem, dass er zufällig am Nordkap sein will, wenn ein oder zwei dieser Schiffe dann in Honningvag liegen. ;(
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX // 4/16 FR // 3/18 VE // 7/19 FR