Neues von Norwegens Straßen

    • Feuer an Bord

      hieß es heute Mittag an Bord eines Reisebusses auf dem Weg von Geiranger nach Dalsnibba. Auf Geirangervegen zwischen dem Fjord und dem bei Djupvasshytta gelegenen Abzweiger nach Dalsnibba fing der Motor des Busses Feuer und er musste evakuiert werden. Glücklicherweise blieben sowohl die Passagiere als auch der Busfahrer unverletzt. Allerdings war Geirangervegen auf Höhe von Uragjerdesvingene zur besten Touristentransportzeit gesperrt. Zwar kamen PKW nach dem Abschluss der Löscharbeiten an dem Bus vorbei, größere Fahrzeuge mussten sich aber bis 15 Uhr gedulden, bevor ein Abschleppfahrzeug den Havaristen geborgen hatte.

      Für den Touri-Transport kam der Zwischenfall an einem günstigeren Tag, da mit der Le Diamant und der Columbus 2 relativ kleine Schiffe mit einer Gesamtkapazität von 898 Passagieren in Geiranger waren. Die Landausflügler der heute in Geiranger gewesenen MS Nordlys dürften von dem Brand nicht betroffen gewesen sein, da die beiden Landausflüge ja über die Adlerstraße geführt werden.
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    • Achtung Geisterfahrer

      Wer auf der E6 über die neue Svinesundbrücke nach Norwegen einreist, sollte zumindest zwischen der Abfahrt Nordby (letzte Ausfahrt in Schweden) und der norwegischen Zollstation kurz vor der Abfahrt Svinesundparken (erste reguläre Ausfahrt in Norwegen) verstärkt auf Geisterfahrer achten, die z.T. mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs sind - auch durch die auf schwedischer Seite gelegene Mautstation hindurch. Darauf wies der norwegische Zoll jetzt mit Nachdruck hin.

      Denn bei Schmugglern ist es in den letzten Monaten immer häufiger vorgekommen, dass sie auf der als Autobahn ausgebauten E6 wenden und nach Schweden zurückrasen, wenn die Zollschranken zu sind und sie Kontrollen fürchten. Alleine im letzten halben Jahr sollen acht solche Vorfälle geschehen sein, sodass man kaum noch von Einzelfällen sprechen kann. Die betroffene Strecke ist gut 4 km lang, und teilweise sollen die Geisterfahrer mit bis zu 100 km/h unterwegs gewesen sein.

      Das geringste Problem ist dabei das jeweils versuchte Zollvergehen, viel gefährlicher ist, dass vollkommen unbereiligte Reisende großer Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt werden. Wenche Fredriksen, die Chefin der norwegischen Zollstation in Svinesund, nannte die Situation ein großes Problem, das einer nachhaltigen Lösung bedürfe. Sie drängte zudem auf ein Treffen mit der Polizei und der Straßenbehörde, um das Problem zeitnah in Angriff zu nehmen. Bis auf Weiteres helfe aber beim Grenzübertritt nur erhöhte Vorsicht.

      Also: Immer schön aufpassen... :!:
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    • Verkehrshindernisse

      An diesem Wochenende läuft wieder das große Radmarathonrennen Styrkeprøven von Trondheim nach Oslo über 560 Km. Das Rennen gibt es seit 1967 und hat eine interesssante Geschichte. Norwegische Widerstandskämpfer haben im Winter 1944/45 den Rückzug der deutschen Truppen auf Fahrrädern bis nach Oslo beobachtet. Heute gibt es 5 verschiedene Distanzen, wobei das längste Rennen eben von Trondheim nach Oslo über das Dovrefjell auf der E6 führt. Dort gilt es für die Rennfahrer besonders aufzupassen, wenn diese Hindernisse sich zufällig an oder womöglich auf der Straße befinden sollten Diese Herrschaften zeigen nämlich Menschen gegenüber keinerlei Fluchtreaktionen :mosking: Die Möglichkeit einer Begegnung soll zurzeit tatsächlich ziemlich hoch sein. Der einzige Rat an die Rennfahrer lautet : Abstand halten :good3:
    • Jeden Tag eine gute Tat

      bekommt man nicht nur bei den Pfadfindern zu hören, auch die norwegische Polizei hält dieses Motto gerne hoch. So nahm sich Polizistin Monica Svenningsen dreier verwaister Entenküken an, die sie heute früh an der E18 bei Bellevue gefunden hatte. In einem gepolsterten Karton und mit Zuckerwasser und Eigelb gefüttert brauchten die Lütten nur noch zu warten, bis ihre Interimsmutter ein neues Zuhause für sie organisiert hatte, den Haustierpark Ekeberg.

      Die E18 "Drammensveien" gilt übrigens als "Todesfalle" für Tiere, die die Schnellstraße kreuzen.
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    • Dumm gelaufen

      ... ist es für diverse Beteiligte auf der E16 bei Bolstadøyri in Hordaland. Die Rettungskräfte wurden zu einem Unfall gerufen, bei dem eine Frau in ihrem Auto eingeklemmt worden war. Sowohl die Luftrettung als auch Rettungsfahrzeuge wurden vom Diensthabenden in Voss in Marsch gesetzt - und der Heli war schneller und landete auf der Fahrbahn. Das wäre an sich kein Problem gewesen, da er sich ordnungsgemäß rechts "eingeordnet" hatte. Dummerweise ragte aber ein Rotorblatt auch über die "Gegenfahrbahn" und schränkte diese in ihrer Durchfahrtshöhe derart ein, dass der nachrückende Rettungswagen mit ihm in Berührung kam. Nun hat der Heli erst einmal Startverbot, bis ein Techniker ihn begutachtet hat. Seitdem ist die E16 bei Bolstadøyri gesperrt, was insbesondere große Fahrzeuge betrifft, die nicht wenden oder auf die wenigen Nebenstraßen ausweichen können/dürfen. Wie lange die Sperrung noch anhält, war vor einer Stunde noch völlig unklar.

      Die verunfallte Frau konnte trotz des Hindernis-Helis schnell aus ihrem Auto befreit werden und liegt nun mit schweren Verletzungen in Voss im Krankenhaus.

      Edit: Der Stau wächst, der benötigte Techniker muss aus Oslo geholt werden & der Verkehr auf der E16 soll erst morgen früh wieder fließen...
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    • Hamburgerin schrieb:

      Dort gilt es für die Rennfahrer besonders aufzupassen, wenn diese Hindernisse sich zufällig an oder womöglich auf der Straße befinden sollten

      Jetzt warnt der zuständige Polizeidistrikt Gudbrandsdalen auch die Autofahrer auf der E6 übers Dovrefjell zwischen Hjerkinn und Dovregrubben/Fokkstugu anzuhalten, geschweige denn das Auto zu verlassen, um Fotos von den derzeit sehr zahlreich und straßennah aktiven Moschusochsen zu machen. Auch während der Fahr solle man aufpassen - die Chance, auch mit Auto gegen den Ochsen zu gewinnen, sind eher gering. :(
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    • BRITANNICUS schrieb:

      um Fotos von den derzeit sehr zahlreich und straßennah aktiven Moschusochsen zu machen.
      Ich finde diese Tiere unglaublich faszinierend :good3: Mich wundert nur, dass sie plötzlich so "zahlreich" auftauchen. Sonst hat man sich immer Sorgen um ihren Bestand gemacht und ein großes Geheimnis um ihren Aufenthaltsort im Dovrefjell ?( Da kommt mir doch gleich der Vergleich mit den Wildschweinen in der Großstadt in den Sinn : Moschusochsen auf der E 6
      Vor 2 oder 3 Jahren habe ich mal im Fernsehen eine Doku über das Dovrefjell und die Tiere gesehen. Ein Ranger erzählte, dass es schon bekloppte Wanderer gegeben habe, die sich auf dem Bauch an eine kleine Gruppe herangerobbt haben und die Tiere mit Keksen :8o: füttern wollten......ein Wanderer hat es nicht überlebt. Hinter ihnen war eine kleine Schlucht und einer der Moschusochsen hat genau Maß genommen ....
      Vielleicht sollten die Autos auf der E 6 übers Dovre alte Gewohnheiten wieder einführen : Bullfänger vorne und eine vergitterte Windschutzscheibe, wie es früher häufig zu sehen war bei den Nordkapptouristen wegen der schlechten Straßen :laugh1:
    • Mehr als dumm gelaufen

      Gestern Nachmittag wurde ein Reisebus aus Österreich in Bjerkvik (Kreuzung E6 und E10) etwas nördlich von Narvik vom Zoll "zerlegt" :thumbup: Die Zollbeamten hatten eigentlich dort einen anderen Auftrag. Danach hatten sie so eine Idee, sich doch mal einen Reisebus vorzunehmen :pleasantry: Volltreffer :good3: Der Reiseleiter hatte 1.094 Liter Alkohol an Bord, 855 L mehr, als es bei 48 Fahrgästen erlaubt gewesen wäre. Die Fahrgäste, alles Rentner, hatten natürlich keine Ahnung. Der Reiseleiter wollte in Norwegen ein gutes Geschäft machen. Das war dann nix, Sprit weg und 40.000 NOK Strafe, zahlbar sofort. Der Bus durfte seine Reise nach Süden fortsetzen. Der Schmuggler hat es wohl irgendwie geschafft, das Geld zusammenzubringen. Er musste dann seinem Bus von Narvik hinterherfliegen - bis Bodø :mosking: Die Zollbeamten waren schockiert, so etwas hatten sie noch nie erlebt....
    • Rallarvegen digital

      Rallarvegen längs der Bergenbahn , ursprünglich für den Transport von Arbeitern und Baumaterial angelegt und seit 1974 als Radweg ausgewiesen und Teil der nationalen Fahrradroute 4, bekommt einen digitalen Reiseführer. Ab dem 10. August sollen die Radfahrer über ihr Mobiltelefon zunächst an 100 Orten Erläuterungen zur Geschichte und Natur längs der Route abrufen können, und die Projektbetreuer rechnen damit, dass im Laufe der Zeit weitere 100 Orte Berücksichtigung finden werden. Das 1,25 Millionen Kronen (ca. € 167.000,-) teure Projekt wird vom norwegischen Kulturrat und den anliegenden fylker finanziert und gilt norwegenweit als Pilotprojekt auf dem Gebiet der modernen Touristeninformation.
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    • FV 17 - Kystriksveien, Traumstraße ?

      Zu einer der 101 schönsten Strecken weltweit hat sie jedenfalls National Geographic gerade erklärt :)
      Ob das im Moment die Touristen auch so sehen, darf bezweifelt werden. :huh: Ausgefallene Fähren und lange Staus vor den Tunneln sorgen für lange Wartezeiten von teilweise mehr als einem halben Tag. :cursing: Die Straßenverwaltungen fordern die Touristen schon auf lieber die E 6 zu benutzen. Die Vertreter der Tourismusbranche machen sich inzwischen große Sorgen um den Ruf Nordlands bei den Gästen. Die Auszeichnung von NG hätte gerade in der Hochsaison noch mehr Touristen auf die FV 17 gespült als normal. Die Infrastruktur sei darauf gar nicht eingestellt. Die Fähren seien alt, klein und anfällig. Bei diesen Negativerlebnissen sei es schwierig, die Leute wieder ins Land zu holen. Im nächsten Jahr sollen 4 neue Gasfähren zum Einsatz kommen mit der doppelten Kapazität - rechtzeitig zur neuen Urlaubssaison. :whistling:
    • Wir kennen ja alle die Brücke von Risøyhamn. Dort hat sich am 20.Juli ein schrecklicher Unfall ereignet. :fie: Ein kleiner 4-jähriger ging mit seinen Eltern auf der Brücke spazieren und riss sich von der Hand seines Vaters los. Auf der Fahrbahn wurde er von einem Auto erfasst und an der höchsten Stelle der Brücke über das Geländer geworfen - 37 m in die Tiefe. :wacko1:
      Der Vater hat in der Situation zum Glück einfach nur noch funktioniert. Er hat ein Auto angehalten, am Ufer ein Schlauchboot geschnappt und hat seinen Sohn aus dem Wasser gezogen. Polizei und Rettung wurden inzwischen informiert. Der Junge kam schwerverletzt ins Krankenhaus, wird aber überleben. Die Aktion des Vaters hat insgesamt "nur" 11 Min. gedauert. Trotzdem ist es wohl ein Wunder, dass der Kleine nicht ertrunken ist ?(
      Aufgrund verschiedener Unfälle auf älteren Brücken wird jetzt wieder diskutiert, ob man nicht die Brückengeländer erhöhen muss. Bei neueren Brücken wurden sie von vornherein höher gebaut......
    • Nachtrag zu # 422 :
      Wahnsinn : Der kleine Zwerg ist ein echtes Stehaufmännchen :thumbsup: Ein paar Tage lag er auf der Intensivstation, sein Zustand wurde als sehr ernst, aber stabil bezeichnet. Dann berappelte er sich immer schneller. Gestern wurde er aus dem Krankenhaus entlassen und - ist heute wieder in seinem Kindergarten, nach noch nicht einmal 1 Monat Sein Umfeld ist ziemlich sprachlos. Er soll wohl auch Frakturen davongetragen haben, aber sonst wird alles gut meint der Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. Vielleicht gibt es ja doch so etwas wie einen Schutzengel