Neues von Norwegens Straßen

    • Unheimliches Sarpsborg

      Äußerste Vorsicht geboten - in Sarpsborg ist ein Monster los, und das mitten in der Innenstadt. Sachdienliche Informationen werden dringend benötigt, da niemand weiß, wie das Monster aussieht und was es frisst. Bekannt ist nur, dass es etwas mit dem Straßenverkehr zu tun hat, weshalb auch das Warnschild aufgestellt wurde. Vielleicht sucht es ja Trecker-Willi und seine Sinnegenossen oder beißt Stauliebhaber? Möglicherweise will es aber auch nur Kuscheln und Liebe in die Welt bringen... Verhaltenstipps können die Behörden aufgrund der brüchigen Informationslage leider nicht geben, sollte es aber Probleme geben, sollen bereits Einheiten der Bereitschaftspolizei und der Streitkräfte einsatzbereit zur Verfügung stehen... :fie:

      Und das alles am Ende nur wegen eines vergessenen Querstrichs, der aus einem Ø ein O macht und aus einer neuen Verkehrsführung eben ein Verkehrsmonster. :laugh1:
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    • Feuer im Skatestraumtunnel

      Nach der Explosion eines mit über 16.000 Litern Benzin beladenen Tanklastzuges im 1.890 Meter lagen Skatestraumtunnel zwischen Hamna auf der Rugsundøya und Klubben im Bremangerlandet (Sogn og Fjordane) sind nun zahlreiche Rettungsmannschaften dort im Einsatz. Nach ersten Meldungen konnten 15 Personen aus dem nun brennenden Tunnel gerettet werden, drei Personen wurden in ärztliche Behandlung übergeben; ob es weitere Verletzte im Tunnel gibt, scheint derzeit noch unklar. Nun fürchten jedoch die Rettungsmannschaften, dass der unterseeische Tunnel einstürzen und mit Meerwasser volllaufen könnte. Daher haben alle Rettungskräfte den Tunnel vorerst wieder geräumt.

      > Aktuelle Informationen, Bilder und Videos findet Ihr hier: dagbladet.no/2015/07/15/nyheter/innenriks/ulykke/40161069/(Norwegisch)

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    • Über die Dauer der Sperrung von Skatestraumtunnelen können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Um die für Autofahrer notwendigen Umwege zu reduzieren wird Fjord1 ab kommendem Montag mit der DALSFJORD eine Fähre auf der Route Smørhamn-Kjelkenes einsetzten. Die Strecke war 2013 eingestellt worden, sodass es einige Tage brauchte, die Anleger zu prüfen und reparieren. Die Strecke soll so lange bedient werden, wie Skatestraumtunnelen gesperrt bleibt.
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    • Nie mehr bei Statoil tanken

      Nein, ein politischer Aufruf ist dies ebensowenig wie der qequälte Aufschrei einer gepeinigten Autofahrerseele, sondern lediglich das Vermelden eines Faktums. Ab Mai 2016 werden die von Statoil Fuel & Retail unter dem Namen und Logo des Ölkonzerns Statoil betriebenen Tankstellen weltweit auf Circle K umgelabelt. Der Hintergrund ist der bereits 2012 vollzogene Verkauf von Statoil Fuel & Retail an die kanadische Couche-Tard, in dessen Bedingungen steht, dass der neue Eigentümer den Namen Statoil nur bis 2021 verwenden darf. Den Anfang bei den Statoil-Umbenennungen machen Norwegen und Schweden. Allerdings soll die Umbenennung nicht auf einen Schlag stattfinden, sondern Zug um Zug innerhalb eines Jahres.

      Auf Bedenken, ob sich der doch recht unnorwegische Name Circle K überhaupt durchsetzen könne, wies Statoil Fuel & Retail-Pressesprecher Pål Heldaas darauf hin, dass der Name Statoil bereits der fünfte für die Tankstellenkette sei, die als Norsk Brændselsolje gegründet, aber schon recht schnell in MIL umbenannt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg firmierte man dann unter dem Dach der britischen BP, bevor von 1976-1991 Norol auf den Tankstellen stand.
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    • "Elch, bitte übernehmen Sie!"

      Das Wetter beeinträchtigt derzeit nicht nur Hurtigruten, sondern auch den Straßenverkehr. So saßen zahlreiche LKW auf der E10 im Bereich der norwegisch-schwedischen Grenze fest, zudem führte eine PKW-Bergung zeitweise zu einer Vollsperrung der Straße. Abends wurde dann ein Kolonnenverkehr eingerichtet. In der Abwärtskolonne von Riksgränsen runter nach Trældal war auch Christoffer Carolin unterwegs - direkt hinter dem führenden Räumfahrzeug. Und dann passierte es: Ein Elch :8o: - offenbar von den Scheinwerfern der Kolonne angezogen, drängte sich zwischen Christoffers Wagen und das Räumfahrzeug, das weiter seine Geschwindigkeit hielt und entschwand. Also übernahm der König der Wälder die Kolonnenführung für mehrere Minuten - bis er der Arbeit müde wurde, zur Seite lief und der Kolonne ein Aufschließen zum Räumfahrzeug ermöglichte. :thumbup:
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    • Bitte wegbleiben

      Schon seit längerem klagen Polizei, Rettungsdienste und Statens vegvesen darüber, dass immer mehr Verkehrsteilnehmer die Elchwarnschilder längs Norwegens Straßen nicht mehr wirklich ernst nähmen. Diese Beobachtung betrifft mitnichten nur die Touristen, die sommers die Straßen bevölkern und an jedem dieser Schilder "niedlich!" rufen und (zumindest in Gedanken) so manches Mal auch zum Werkzeugkoffer greifen :nono: - auch die einheimischen Automobilisten sind nicht viel aufmerksamer. Das kann allemal dumm laufen, denn hinsichtlich seiner Auswirkungen unterscheidet der Elchcrash nicht zwischen der Provenienz des Nummernschildes... :wacko1:

      Außer den Schildern gibt es diverse weitere Projekte, um Elche und Straßenverkehr zu trennen. Wer einmal die schwedischen Hauptstraßen (z.B. E6, E45, E4) gefahren ist, kennt sicher die Wildgatter längs längerer Straßenabschnitte. In Norwegen, genauer auf ausgewählten Hauptstrecken in Nordland und Troms, hat man es in den vergangenen Jahren mit High Tech made in Austria versucht, die die Elche akustisch verschrecken soll. Das hat soweit auch ganz gut funktioniert - aber nur im Sommer, denn die Signalgeber werden von Solarzellen mit Strom versorgt und fallen somit in der Mørketid aus (vielleicht sollte man den Elchen einfach mal den Winterschlaf schmackhaft machen :mosking: ). Ein weiteres Problem: Im vergangenen Herbst ging dann auch die Herstellerfirma pleite, gefolgt von der, die Installation und Wartung der Schrecksignalgeber vornahm. Folge: Statens vegvesen ist nun auf der Suche nach einer Firma, die die Wartung übernimmt, anderenfalls müsste der Test wohl vorzeitig beendet werden.

      Ohne Strom und viel Expertenauftrieb soll hingegen ein zweites System auskommen: Große blaue Reflektoren, die das Scheinwerferlicht passierender Autos in den Wald umlenken sollen die Elche verschrecken. Eine Teststrecke soll im kommenden Monat bei Ringvassøya installiert werden. Das System, so Henrik Wildenschild von Statens vegvesen, sei nicht neu und werde in mehreren europäischen Ländern bereits mit Erfolg praktiziert. Zudem benötige es keinen Strom , sei praktisch wartungsfrei und weitestgehend wetterunabhängig. :thumbup:

      Strom hingegen benötigt ein drittes System, nämlich die Installation gelber Blinklichter über den Elchschildern, die bei Auftreten von Wildwechsel lokal gesteuert eingeschaltet werden können. Auch damit sei in Europa bereits guter Erfolg erzielt worden, so Wildenschild, der darauf hinweist, dass an einigen Orten die Zahl der Wildunfalle nach Installation der Warnlichter um bis zur Hälfte gefallen sei.

      Dennoch warnt er eindringlich: Kein System könne absolute Sicherheit garantieren, und letztlich helfe nur Eines: Augen auf und Fuß vom Gas! :grumble:
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    • Bei uns wurde hier vor einiger Zeit im Umkreis auf blaue Reflektoren umgestellt und man hat sehr gute Erfahrungen gemacht, es gibt weniger Wildunfälle.
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
      Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~ Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil!

    • Keine Zukunft für "Kunst am Klo"

      In den vergangenen Jahren hat Statens vegvesen international immer wieder Schlagzeilen mit der künstlerischen Gestaltung von Rastplätzen und Streckenabschnitten (nicht nur) längs der Touristenstraßen gemacht. Wer erinnert sich nicht an das "Goldklo"? In diese Kategorie fallen auch Aussichtsplattformen, Schüttbeton-Rastplatzkomplexe oder bunte Elchgeweihe. Doch damit soll nun Schluss sein - jedenfalls wenn es nach Verkehrsminister Ketil Solvik-Olsen und seinen Parteifreunden geht. Denn, so die Argumentation, es sei nicht die Kernaufgabe der Straßenbehörde, einige der Strecken für viel Geld aufzuhübschen, vielmehr sei sie verpflichtet, ein funktionsfähiges, den Verkehrsströmen gerecht werdendes Straßennetz zu bauen und zu unterhalten. Deshalb, so Solvik-Olsen, werde es zukünftig keine staatlichen Mittel mehr für "Kunst am Klo" oder ähnliche Projekte mehr geben. Bereits beschlossene und laufende Projekte sollen von dem Stopp aber nicht betroffen sein und wie geplant fertiggestellt werden.

      In einer Stellungnahme verwehrte sich Statens vegvesen unterdes gegen den implizierten Vorwurf, zugewiesene Mittel zweckentfremdet zu haben. Die Gestaltung von Rastplätzen und Streckenabschnitten solle die Monotonie der Autofahrt aufbrechen, zu Pausen einladen und so die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. Langs Rv. 3 durch Østerdalen sei dies mit den bunten Elchgeweihen auch geglückt: Nach ihrer Installation seien die Unfallzahlen gefallen. Allerdings wurde diese Argumentation für die Behörde ein kleiner Bumerang, denn vegvesen habe sich wiederholt gegen die Aufstellung von Werbetafeln an Rv. 3 gewehrt, so Solvik-Olsen, da sie die Autofahrer unnötig ablenkten... Und gegen eine künstlerische Gestaltung von Rastplätzen und Wegstrecken habe er auch gar nichts, so der Minister, nur gehöre sie nicht zu den Aufgaben des Straßenbaus, sondern in bis hin zur Finanzierung kommunale oder private Hand.
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    • Sandnessjøen abgeschnitten

      Gestern Mittag hat ein Erdrutsch bei Bekkevold die Straßenverbindung zwischen Sandnessjøen und der E6 gekappt. =O So wie es aussieht, wird es wohl mehrere Monate dauern, bis die Schäden an der Straße, die teilweise einfach verschwunden ist, behoben sind. Solange ist Sandnessjøen nur via Fährstrecken erreichbar. Die Fährgesellschaft Torghatten Nord hat bereits angekündigt, die betroffenen Fährlinien zu verstärken.

      Der Erdrutsch ging nur 200m von der Stelle entfernt ab, an dem sich vorgestern ebenfalls ein Erdrutsch ereignet hatte. Glücklicherweise sind nur Sachschäden entstanden.
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    • Hier
      (Post 196 "Die Millionenklos von Senja" )
      hat @BRITANNICUS über das goldenen Klo-Häuschen gepostet! Das Teil ist ja in der Zwischenzeit eröffnet, aber eben "That's Norway" zwischen Oktober und Mai geschlossen. Und das obwohl der Wintertourismus in der Gegend im Aufwind ist und bald grösser ist als der Sommertourismus...... ABER Statens Vegvesen will jetzt überprüfen, welche Massnahmen getroffen werden sollen, um die Toilette auch im Winter geöffnet zu halten. Und man will in einem Dialog mit der Tourismusindustrie herauszufinden versuchen, welche Toiletten die wichtigen seien........... und das kann dauern ;)
      :lofoten2:
    • Der "Witz" an der Sache ist, dass der Straßenrutsch von Granvin wohl auf die dort laufenden Arbeiten zur Flutsicherung zurückzuführen sind, in deren Zuge die Fahrbahn um bis zu anderthalb Meter erhöht und so gegen eine "Zweihundertjahrsflut" gesichert zu werden. Das jedenfalls geben erste Aussagen von Statens vegvesen hin, in denen auch auf die bekannt schwierigen Bodenverhältnisse hingewiesen wird. Allerdings, so Vertreter der Straßenbehörde, hätten Untersuchungen im Vorfeld der Straßenarbeiten ergeben, dass der Boden stabil sei.

      Nun wird auf Geotechniker der Universität Bergen gewartet, die neue Untersuchungen durchführen sollen, bevor Entscheidungen über das weitere Vorgehen getroffen werden. Zwar gehen die Zuständigen bei Statens vegvesen davon aus, dass der Boden mit zunehmendem Abstand vom Ufer immer sicherer werde, benachbarte Wohnhäuser also nicht gefährdet seien, trotzdem hat man den unmittelbaren Nachbarn der Unglücksstelle solange Hotelunterbringung angeboten, bis die notwendigen Untersuchungen abgeschlossen seien und das Ergebnis vorliege.

      Reparatur der Straße wird nach Angaben von Statens vegvesen Monate dauern, über die Dauer der Vollsperrung wurden keine Angaben gemacht. PKW unter 3,5 Tonnen werden inzwischen im Kolonnensystem über die eigentlich für den Kraftverkehr gesperrte Straße am Westufer von Granvinsvatnet geführt, für schwerere bzw. große Fahrzeuge wird ein Ausweichen über den Riksvei 7 statt den engen Fv 572 empfohlen.
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    • Wenn das realisiert wird, kann man Fahrradtouren die Küste entlang vergessen - die Fähren fallen ersatzlos weg und die Tunnel werden garantiert nicht für Fahrräder freigegeben :(

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Ab Donnerstag wird's persönlich

      Von kommendem Donnerstag um 11 Uhr besteht in Norwegen die Möglichkeit, personalisierte Autokennzeichen zu bekommen. Um diese Zeit öffnet Statens vegvesen die Online-Registrierung von Kennzeichenwünschen. Allerdings ist der Spaß mit NOK 9.000,- (ca. € 1.125,-) pro Kennzeichen nicht eben billig, dafür verbleibt das Kennzeichnen aber auf Dauer beim Fahrzeughalter, nicht beim KFZ, wie es bei regulären Nummernschildern in Norwegen üblich ist. Die individualisierten Kennzeichen müssen mindestens zwei und dürfen maximal sieben Stellen haben und keine beleidigenden Aussagen haben oder gegen bestehende Markenschutz usw. verstoßen.

      Wer sich jetzt schon vor den PC setzt, um sich Kombinationen zu reservieren (z.B. LOFOTEN, KONGEN, NORGE, ELG, HRFORUM usw., usw.), sollte aber bedenken, dass nur norwegische Fahrzeughalter ein Kennzeichen zugeteilt bekommen und dass ein Weiterverkauf der Kennzeichen verboten ist, um der Spekulation einen Riegel vorzuschieben ;)
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