Ungewöhnliche Norwegenreisen

    • Im Ford T zum Nordkapp

      will Ove Jan Svendsrud. Am 20. Juni wird sich der rüstige Senior mit seinem Autoklassiker, umgangssprachlich auch Tin Lizzy bzw. Blechliesel genannt, in Lindesnes auf die 2700 Kilometer lange Strecke zum Nordkapp machen. Dabei wird es stilvoll zugehen, denn Ove Jan wird auch das für Automobilisten der 1920er typische Outfit mit Ledermantel. Fliegerkappe und Schutzbrille tragen. Gut drei Wochen hat er für die Tour eingeplant und rechnet bei einer Höchstgeschwindigkeit von 45 - 50 km/h mit einer Tagesfahrleistung von 170 km. :locomotive:

      Die Rückfahrt werden Automobil und Chauffeur dann mit Hurtigruten zurücklegen.

      Respekt. :thumbsup:
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Noch eine große Radtour

      Während Jim Knopf sich stetig und unbeirrt durch die finnischen Mückenschwärme nach Norden vorarbeitet, ist in Norwegen ein anderer Radler auf dem Weg nach Süden.

      Adrian Lund radelt vom Nordkap nach Lindesnes, um so Aufmerksamkeit für das Tourette-Syndrom (dort auch Bilderserie), unter dem er selbst leidet und über das in der Gesellschaft viele Generalisierungen und Vorurteile herrschen, zu erreichen. Insbesondere will er beweisen, dass die Betroffenen letztendlich ein ganz normales Leben führen können und selbstbestimmt zu Leistungen fähig sind, die bei anderen (OK, beim Radfahren sicher mit etwas Training verbunden :whistling: ) auch möglich sind. Weiter so, Adrian! :thumbsup:

      Übrigens: Adrian Lund hat sich in Nordnorwegen schon einen fetten Sonnenbrand geholt. Wenn das Wetter so bleibt, sind das ja wirklich sonnige Aussichten für Jim Knopf. :thumbup:
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Bei uns in der Zeitung heute war ein Artikel von einem Mann, der mit Traktor und umgebautem Bauwagen den Weg von Gaggenau zum Nordkap und zurück gemacht hat und fast wieder zuhause ist. 9500 km mit 20 km/h in 4 Monaten. Immer 5 Tage fahren dann zwei Tage Pause, um Land und Leute kennen zu lernen. Mehr hier.
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX Verweise auf Reiseberichte im Profil

    • Ja, das macht Spaß

      ...so eine "Feldübung" von 22 schwedischen Militärs. Sinn und Zweck dieser Übung :
      "Größeres Verständnis und Wissen über die Nordkalotte aus einer militärisch-geografischen, kulturellen, militärisch-strategischen und operativen Perspektive vor dem Hintergrund des Konvoi-Krieges und der sowjetischen Petsamo-Operation während des 2. Weltkrieges..." Aaaaaha :good3:
      Umgesetzt wurde dieser Auftrag folgendermaßen :
      2. September Flug von Arlanda nach Kiruna, Weiterfahrt nach Karesuando, Übernachtung. Am nächsten Tag Fahrt über Kilpisjärvi nach Tromsø . Montag Nachmittag Einschiffung auf die NORDNORGE - in Zivil natürlich mit passendem Outfit fürs Abendessen und nicht als Konferenz-Gruppe, sondern einzeln mit Vollpension. Zwischendurch machte man noch Spiele und kleine "Workshops". Ankunft Kirkenes am 5.September in Kirkenes und Rückflug heute nach Stockholm.
      Kosten der oben beschriebenen "Feldübung" : Gesamt 429.460 SEK, davon für Hurtigruten 114.400 SEK....... :pleasantry_1:
    • Die Seewarnnachrichten

      hätten dereinst sicherlich dazu aufgerufen, immer schön aufzupassen, wenn Ingvald Hveding aus Skjellesvik/Tysfjord mit seinen selbstgebauten Wasserski mit Ballonstöcken unterwegs war. Er pflegte diese Eigenkonstruktion nämlich gerne als Fortbewegungsmittel einzusetzen, wenn andere Transportmittel zu Wünschen übrig ließen. So reiste er 1932 mit der Lokalfähre nach Svolvaer und marschierte von dort auf dem Wasser innert zweier Stunden ins benachbarte Kabelvåg zu einem Termin mit dem örtlichen Sparkassendirektor, bei dem er um einen Kredit über 6000 Kronen - damals eine Menge Geld - einkommen wollte. Genützt hat die kreative Anreise aus geschäftlicher Sicht nichts, aber immerhin kam Ingvald in die Zeitung, und seine Konservenfabrik konnte er auch ohne den Kredit aus Kabelvåg eröffnen.

      Der Rückweg soll übrigens ähnlich bemerkenswert verlaufen sein, denn offensichtlich gelang es dem jungen Mann, den Kapitän der Fähre OSA zu überreden, ihn unterwegs aussteigen zu lassen, um eine Abkürzung nach Hause nehmen zu können. Auch dieser Marsch verlief glücklich, wenn auch das Wasser immer wieder bis zu Ingvald Hvedings Waden stand. Für den Notfall hatte er in seinen Rucksack sogar eine aufblasbare Rettungsboje integriert, die selbstredend auch eine eigene Entwicklung war.

      Wie übrigens auch die Fischwaschmaschine sowie zahlreiche andere Apparaturen in seiner Fabrik, die bis auf den heutigen Tag noch steht und auf die der Denkmalschutz ein Auge geworfen hat um sie als Industriedenkmal zu erhalten.
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
    • Es gibt schon verrückte Leute :D
      Die Familie von Torfinn Daniloff hat sich auf Gran Canaria versammelt, um einen Geburtstag zu feiern. Aber für ihn war das nix, eine Reise in den Süden ist nicht sein Ding. Heute hat er selbst Geburtstag, sein 60. ^^ Dafür hat er sich etwas Besonderes ausgedacht und marschierte zu Fuß in der vergangenen Nacht von seinem Heimatort 45 Kilometer nach Alta. Auch dort herrschten allerdings Schneestürme. Um 9.00 Uhr kam er am Gebäude der Altaposten an, aber noch nicht vollständig erschöpft - wie er betonte. :D Nur seine Beine taten ihm etwas weh. Er hatte Goretex-Schuhe angezogen. Mit seinen Turnschuhen wäre es besser gegangen..... :mosking: und nach einem Drink sei sowieso alles wieder gut. Schließlich mache er auch Bergwanderungen und hätte auch beim Militär viel marschieren müssen. Nur Hunger hätte er, weil er nur eine Banane und etwas Schokolade dabei hatte. So wartete er sehnsüchtig, dass das Cafe bei Amfi endlich öffnen würde. Abends würde er mit seinem Cousin feiern und essen, der auch Geburtstag hätte.
      Auf die Frage, was er denn unterwegs so gedacht hätte, antwortete er : Er hätte die Lösungen für die Probleme der Welt gefunden :good3:
    • Hallo zusammen,

      in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift "Nordis" berichtet Oswald Maier über seine Fahrt zum Nordkap mit einem Fendt Dieselroß (so hießen die wirklich!), Baujahr 1961 mit angehängtem Bauwagen Baujahr 1964.

      Kerndaten: Start am 28.4.2012 in der Nähe von Heidelberg, am 7. Juli 2012 am Nordkap, am 29. August 2012 wieder zu Hause. Weg nach Norden durch Polen, Baltikum, Fähre nach Helsinki, Finnland bis Kirkenes (er hat dort auf der "Nordnorge" einen Kaffee getrunken), danach Nordkap und durch Finnmarken, Schweden, Kopenhagen, Vogelfluglinie, Deutschland zurück nach Haus. Gefahrene Kilometer: 9750, Verbrauch: insgesamt 391 Liter Diesel, reine Fahrzeit: 573 Stunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: ca. 17 km/h.

      Näheres siehe auch traktortraum-nordkap.de/

      Schöne Grüße

      Dacius (Alta-Connection)

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