Kein Urlaub ohne Hurtigruten - Dublin im Mai 2013

    • 2013
    • Kein Urlaub ohne Hurtigruten - Dublin im Mai 2013

      Ich fühle mich gestalkt - von Hurtigruten

      Neben Norwegen habe ich noch eine große Reiseliebe, und das ist Irland. Das hat eigentlich nichts oder nur wenig mit dem hier gebrauten, vorzüglichen Bierzu tun. Normalerweise bin ich gar kein Biertrinker, aber mein Standardsatz "Für ein frischgezapftes Guinness würde ich töten" gilt nach wie vor

      An Irland begeistern mich besonders die verfallenen Klöster und Abteien, die uralten Friedhöfe und Kirchen. Außerdem das unendliche, in tausend verschiedenen Nuancen schimmernde Grün.
      Im Jahr 2001 sind wir zum ersten mal auf die "Grüne Insel" geflogen, hatten ein Ferienhaus in der Nähe von Shannon, wohlweislich (nicht von mir) ausgesucht wegen seiner Nähe zum gleichnamigen Fluss, in dem man laut diverser Zeitschriften wunderbar und ertragreich angeln konnte Zum Glück habe ich mich - manchmal auch mit unlauteren Mitteln - durchgesetzt und wir haben wenigstens jeden zweiten Tag einen Ausflug ohne Angelzeugs gemacht.

      Fünf Jahre später dann die zweite Reise, diesmal mit meiner Freundin und einem Mietwagen - eine Rundreise mit jedem Tag einem neuen Ziel und vorgebuchtem B&B. Für mich die beste Art, das Land zu erkunden. Im Anschluss waren noch vier Tage für Dublin geplant, die aber nach einem Tag schon ein unangenehmes Ende hatten, da Birgit ihre Geldbörse mit allen Papieren, Karten und natürlich Geld verloren hatte (oder gestohlen wurde???) Nur die Flugtickets, die hatte zum Glück ich. Als alle Wege von Polizei über Botschaft bis zu ...was weiß ich... erledigt waren, hatten wir gerade noch Zeit, uns die Guinness-Brauerei und die Jameson-Destillerie anzusehen. Mehr ging nicht.
      Und das wollten wir nun endlich nachholen.

      Für meinen schon traditionellen Mai-Hamburg-Urlaub war eigentlich ein Kurztrip nach Helgoland geplant. Ich wollte einfach mal mehr als ein paar Stunden dort sein und mir alles ohne Zeitdruck ansehen. Zwei Übernachtungen würden ausreichen und die restliche Zeit war für den Hafengeburtstag vorgesehen.
      Da kam plötzlich die Idee mit Irland, dazu fanden wir ein Superschnäppchenangebot - und kurzerhand war Helgoland aufs nächste Jahr verschoben.

      So ließen wir uns am Sonntag, dem 5. Mai mit AirLingus nach Dublin fliegen.
      Sonnenschein über den Wolken, aber auch darunter sah es nicht schlecht aus und es wurde stündlich schöner.



      Mit dem Flughafenbus - hier Airlink genannt (6€) - fuhren wir in unser Hotel. Und wir waren überrascht! Für das Schnäppchen hatten wir etwas einfaches erwartet, waren aber in einer 4-Sterne-Bleibe untergekommen.
      Also, das Ashling Hotel kann ich nur empfehlen. Es liegt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Heuston, die Straßenbahn hat ein paar Meter entfernt eine Haltestelle, der Airlink und die HopOn HopOff - Linien halten fast unmittelbar vorm Hotel. Also die Anbindung zur City ist genial. (Später haben wir erfahren, dass schon Julia Roberts und Bill Clinton hier genächtigt hatten)

      Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel war als Einstimmung schon wie eine kleine Stadtrundfahrt.



      Als wir am River Liffey entlang fuhren, glaubte ich plötzlich, meinen Augen nicht zu trauen als mir das Wort Hurtigruten ins Auge fiel. Birgit meinte noch - guck mal, da ist eines von deinen Schiffen - da waren wir auch schon vorbei. Ich konnte gerade noch sehen, dass es die MS Fram war und war total aus dem Häuschen Mit allem hätte ich gerechnet, aber nicht mit einem Hurtigrutenschiff in Dublin. Zu meiner Schande muss ich ja gestehen, dass ich gar nicht wusste, wo sich das Schiff gerade befand und übersehen hatte, dass es kurz vorher in London gepostet wurde.
      Egal, für mich stand fest, da musste ich so schnell als möglich nochmal hin. Und Birgit musste da durch

      Da wir zu früh dran waren und noch nicht einchecken konnten, stellten wir das Gepäck unter und charterten den Nahverkehr in die Stadt zurück. Nach zwei Querstraßen und merkwürdigen Verkehrsführungen

      standen wir dann zumindest am Ufer gegenüber der MS Fram.
      Auf dem Weg hatte ich Birgit schon über diesen unheilbaren wunderbaren Virus informiert und als sich das kleine Schiff direkt vor uns als Restaurant entpuppte, beschloss ich, sie für das Opfer, dass sie meiner schwerwiegenden Erkrankung bringen musste, zum Essen einschließlich eines ersten Guinness einzuladen. Eine gute Wahl, wir haben nicht nur in einem schönen Ambiente, sondern auch sehr lecker gegessen.



      Nach gefühlt hundert Frambildern



      spazierten wir am River Liffey entlang, gingen über die "ha'penny bridge" und bewunderten die teilweise etwas futuristischen, aber auch vielen traditionellen Bauten, Einrichtungen, Brücken usw.







      Im Stadtteil Temple Bar steppte am Nachmittag schon der Bär. Von überall her kam Musik, Menschenmassen drängten sich durch die Straßen, in denen ja ein Pub an den nächsten grenzte. Genau das war es, was wir unter anderem sehen wollten, irische Musik und vielleicht auch Steptanz und das ganze gekrönt mit dem einen oder anderen Bier. Dafür hatten wir jetzt vier Tage Zeit.



      In einem kleinen Cafe - wo wir wirklich Kaffee getrunken haben - wurden HopOn HopOff - Tickets für zwei Tage zum Preis von einem angeboten. Diese hatte ich schon im Internet ausgesucht. Und wenn wir sie in dem Cafe kaufen, gibt es einen heißen Schokomuffin dazu. Noch Fragen?

      Nach einem Besuch in der Touristinformation und dem Erwerb von einem sehr übersichtlichem Stadtplan, sowie einigen Postkarten machten wir uns langsam auf den Weg ins Hotel. Dabei stellten wir fest, dass sich allein auf den paar Metern von der Straßenbahn zum Hotel drei Pubs befinden. Verdursten würden wir hier jedenfalls nicht

      Nun konnten wir endlich einchecken und unser Zimmer beziehen. Dieses war genauso schön, wie der erste Eindruck vom Hotel. Wir waren rundum zufrieden. Und wer das breitere Bett bekommen hat, ist ja wohl klar...



      Nach einem kleinen Abendbrot, Bilder sichten und einer groben Planung für den nächsten Tag fielen wir dann ziemlich müde in die Betten , eigentlich zu früh - wir haben es einfach auf die Stunde Zeitverschiebung geschoben.
      LG Marion :girl_witch:
    • Eine schöne Alternative für Helgoland ;) Hast Du Deine Freundin jetzt evtl in Irland mit dem Hurtigrutenvirus infiziert? :whistle3:
      Dein erster Tag in Dublin liest sich wunderbar. Und die Bilder zeigen ja extreme Unterschiede in der Stadt. Freue mich auf mehr.
      Lynghei
      Lynghei

    • auch in Dublin?, die dich wieder an Hurtigruten fesseln wollen? :laugh1: :laugh1: :laugh1:
      Dublin war im Freundeskreis schon mehrfach Thema, wenn es um einen (verlängerten) Wochenendtrip ging. Der Vorschlag konnte sich bisher aber nicht durchsetzen. :girl_sigh:
      Danke für deine vielen guten Argumente, Tipps und schönen Bilder. Der Reisebericht kommt also wie gerufen für mich (für die 2014er Planung). Freue mich schon auf die Fortsetzung. :sdanke:
      Liebe Grüße, Goldfinch
      :ilhr:


      Links zu meinen Reiseberichten: siehe Profil ...
    • Liebe Marion, aus Worten und Bildern spricht ein großer Irland-Fan.
      Da bist Du nicht alleine... :friends:
      Ein Guinness darauf und vielen Dank für Deinen Bericht :beer:
      bitte bald w e i t e r (extra für Dich kein Ortsname :pflaster: )
      Grüße, Bavaria :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bavaria58“ ()

    • Das ist mal wieder ein Bericht, der mein Herz besonders anspricht :heart: . Mit Irland verbinde ich besonders viele positive Erinnerungen, welche entscheidende Auswirkungen für mein aktuelles Leben gehabt haben. :thumbup:

      Leider war ich seit September 2001 nicht mehr in Irland; dafür aber zwischen 1990 uns 2001 insgesamt 8 mal. Meine GöGa meint, wir hätten es damals etwas übertrieben. Ich würde gerne mal wieder hinfahren, auch wenn ich vermute (befürchte) dass es nicht mehr das Irland ist, welches ich in den 90ern kennen und lieben gelernt habe.

      Temple Bar hat schon immer eine große Anziehungskraft auf mich gehabt :beer: - und im Farringtons habe ich mein erstes Guinness auf irischen Boden getrunken - viele weitere sollten in den folgenden Jahren folgen. :D


      Muddi schrieb:

      "Für ein frischgezapftes Guinness würde ich töten"


      ist schon sehr lecker, wenngleich ich Murphys oder Beamish bevorzuge - diese sind jedoch in Dublin nicht so verbreitet, dafür sollte man sich Richtung Cork und Kerry bevorzugt bewegen ;) .

      Vielen Dank für Deinen Bericht, bin schon gespannt wie es WEIDA geht.

      Schöne Grüße
      Eisbär 66
    • Eisbär 66 schrieb:

      wenngleich ich Murphys oder Beamish bevorzuge - diese sind jedoch in Dublin nicht so verbreitet

      Das hat sich wohl auf jeden Fall geändert. In der Temple Bar habe ich ein Murphys Stout getrunken und meine Freundin ein Kilkenny. Murphys wird auch hier in Leipzig in unserem Lieblingspub ausgeschenkt. Beamish haben wir erstmals 2001 auf dem Flughafen in Shannon getrunken, wobei das Red besondes lecker war. Mein Mann hatte es immer eher mit den roten Bieren, ich mit den ganz dunklen. Beamish Stout gab es jetzt in einem kleinen Pub neben unserem Hotel. Also - alles, was der Mensch braucht, ist vorhanden :D
      Interessant sind natürlich die Preisunterschiede. Mein Pint Murphys hat 4,95 gekostet und das Kilkenny 6,40.
      Ich bin übrigns auch ein großer Fan von Cider, besonders Cashels Cider. Wen wundert es, dass auch dieses vorzügliche Getränk aus dem Hause Guinness kommt...

      Da ich erst heute abend oder morgen mit meinem Bericht weitermachen kann, hier noch eine kleine Geschichte am Rande:
      Ich hatte während der paar Tage in Dublin einige Sprachprobleme. Ich kann Englisch, zwar nicht perfekt und fließend, aber es hat 2006 schon mal für eine telefonische erfolgreiche Reklamation meiner Kreditkartenabrechnung gereicht.
      Diesmal hatte ich anfangs Probleme, überhaupt etwas zu verstehen, hatte das Gefühl, die reden alle mit einer Wolldecke im Mund. Das hat sich aber nach ein paar Stunden gegeben.
      Schlimmer war, dass ich ständig das Bedürfnis hatte, Norwegisch zu reden. Das ist mir einige male passiert, dass ich z.B. statt "Thank You" "Takk" und statt "Sorry" "Unnskyld" gesagt habe. Am ersten Morgen wollte ich auch "frokost" haben. Ist schon komisch - wenn ich in Norwegen bin, fällt mir meist kein Wort ein. Aber vielleicht macht sich mein Norwegischkurs und das Vokabellernen doch langsam bemerkbar.
      LG Marion :girl_witch:
    • Das läßt sich ja schon mal gut an :thumbup: . Danke für die schönen Fotos und deinen kurzweiligen Bericht :!:

      Auch mir gefällt Irland sehr gut, wie du schon schreibst, das grün ist einfach grüner als woanders und die vielen alten, zum Teil auch verfallenen Gebäude sind traumhaft schön und man meint man wäre in einem Robin Hood Film gelandet. Und die Iren sind so ein aufgeschlossenes und freundliches Volk Fremden gegenüber, in den Pubs findet man immer sofort Anschluss, wenn man will! Im letzten Jahr waren wir im März auf Dingle- Halbinsel für eine Woche, herrlich, aber in Dublin war ich bisher noch nie, darum bin ich schon sehr gespannt was du noch zu berichten weißt :)
      liebe Grüße Renate :gr-blume:
    • Vielen Dank für den tollen Reisebericht über Dublin. :good3: Das wäre auch mal ein Reiseziel für mich.

      Muddi schrieb:

      ... Murphys Stout ... Kilkenny ... Beamish Stout ...


      Ich habe mir im Bier-Lexikon von Michael Jackson die Beschreibungen dieser Biere durchgelesen - hört sich sehr lecker an - insbesondere das Beamisch Stout. :beer:
      Von Murphys gibt es offenbar ein Auster-Stout, bei welchem Austernbrühe als Brauzugabe verwendet wird, was sich schon recht seltsam anhört. :hmm:

      Muddi schrieb:

      ... dass ich ständig das Bedürfnis hatte, Norwegisch zu reden ...


      Beim Bezahlen wirst Du aber froh gewesen sein, nicht in Norwegen zu sein ... ;)
      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • Frühstück - die wichtigste Mahlzeit neben Mittag und Abendessen

      ... oder, wie ich es immer so schön sage: das bisschen was ich esse, kann ich auch noch trinken :D

      Tag 2 beginnt natürlich mit einem schönen Frühstück.
      Wir hatten die Wahl zwischen Kontinental und Irisch. Keine Frage, natürlich haben wir uns für die irische Variante entschieden. Ich bin eigentlich ein süßer Frühstücker mit Marmelade und Honig, aber auf Reisen mache ich fast immer eine Ausnahme.
      Das traditionelle irische Frühstück ist HIER genau erklärt. Sicher für manche gewöhnungsbedürftig, die Zusammenstellung, ich fand es einfach nur lecker und habe mich auch an den folgenden Tagen immer dafür entschieden. Nur die Gebäckstücke - Scone genannt - die sahen aus wie Rosinenbøller und haben überhaupt nicht geschmeckt (vielleicht waren aber auch meine Erwartungen beim Anblick zu hoch )



      Bis auf den Tee habe ich auch alles probiert. Zum Frühstück brauche ich Kaffee, da bin ich nun wieder sehr kontinental .

      Gut gestärkt enterten wir dann einen der Hop In Hop Off - Busse und leisteten uns zunächst eine komplette Stadtrundfahrt. Erst einmal einen Überblick verschaffen. Es gab ja so viel zu sehen und wir mussten uns wohl entscheiden, welche Stationen an den folgenden Tagen gezielt ausgewählt werden







      Erstes Besichtigungsziel war der Stephens Green, der schönste Park, den ich in diesen Tagen gesehen habe. Wunderbar mitten im Zentrum angelegt und immer voller Menschen, die hier ihre Pausen, Treffen und sicher auch Dates oder Rendezvous verbringen. Da fast alle Blumenbeete jahreszeitbedingt mit Tulpen bepflanzt waren, konnte man auch schon mal denken, in Holland zu sein. Heute war extrem viel Betrieb hier, was sicher am traumhaften Wetter lag. Erst später haben wir gelesen, dass der 6. Mai in Irland ein gesetzlicher kirchlicher Feiertag (Maifeiertag) ist.
      Gleich neben dem Park das gleichnamige Einkaufszentrum, das wir uns auch kurz ansahen, aber dort war es einfach zu warm und zu voll. Und Shoppen stand ja auch nicht auf dem Plan



      Nun waren wir mitten im Zentrum, trotz des Feiertages hatten alle Geschäfte geöffnet und es waren Marktstände aufgebaut, wir konnten viele Straßenkünstler beobachten.
      Es war schon interessant, das bunte Treiben zu beobachten und mittendrin zu sein.



      Als wir im brühmten Stadtteil Temple Bar ankamen, mussten wir feststellen, dass hier am Nachmittag schon das "Nachtleben" stattfand. Nicht nur, dass ein Pub an den anderen grenzte, die waren auch gut besucht und aus den meisten war Livemusik zu hören. Einfach schön.
      Wir haben natürlich nicht nur jede menge Pubs von außen bewundert, in drei dieser Einrichtungen konnten wir sogar Plätze ergattern. Natürlich ausschließlich, um der guten Musik zu lauschen (oder hab ich da was vergessen? :whistle3: :whistle3: )



      Stunden später brachte uns dann die Straßenbahn zum Hotel und mit dem Vorsatz, morgen um Temple Bar einen großen Bogen zu machen, gingen wir schnell schlafen
      LG Marion :girl_witch:
    • Capricorn schrieb:

      Die Stadt hat ja ganz schön viele Kirchen

      Auf jeden Fall - und sie sind auch sehr sehr schön. Wir sind auch in jede, die zugänglich war, hinein gegangen. Das war aber am Tag 3, der erst morgen folgt

      lynghei schrieb:

      Hast Du Deine Freundin jetzt evtl in Irland mit dem Hurtigrutenvirus infiziert

      Ich glaube eher nicht. In manchen Dingen sind wir sehr unterschiedlicher Ansicht. Sie will im Gegensatz zu mir (die Märzreise war die Ausnahme) die totale Erholung im Urlaub. Wenn ich mich nicht ab und zu mal durchgesetzt hätte , wäre sie überwiegend in einem der wunderschönen Parks geblieben und hätte gelesen. Sie wäre der typische Panoramasalonnutzer, der mit einem dicken Buch entspannt die Landschaft an sich vorbeiziehen lässt. Da würde es schon nach zwei Tagen mächtig krachen zwischen uns - glaube ich. Aber das werden wir wohl im nächsten Jahr auf einem Kurztrip austesten, schlimmstenfalls so:
      LG Marion :girl_witch:
    • Muddi schrieb:

      schon nach zwei Tagen mächtig krachen zwischen uns
      Warum das denn, es ist doch auch schön, wenn man sich zu den Mahlzeiten trifft und sich über das austauschen kann, was man so erlebt hat. Da habt ihr euch dann immer etwas zu erzählen :D :D

      Das Frühstück sieht ja sehr lecker aus aber ob ich das schon am Morgen essen könnte? Danach müsste ich wohl erstmal ein Verdauungsschläfchen halten :mosking:

      Vielen Dank für Bericht und Bilder, was Irland betrifft besteht bei mir noch eine erhebliche Bildungslücke!

      LG Steffi :) :)
      LG Steffi :)
    • :sdanke: für diesen appetitanregenden Bericht! Das Frühstücksfoto ist einfach gemein, ich könnte den Teller auf der Stelle leerputzen :essen: Für mich bitte mit ganz viel :tee: dazu ;) Irland ist für mich noch ein weißer Fleck auf der Landkarte, ich freue mich schon auf die Fortsetzung :thank_you:
      Viele Grüsse, Albatross
      Reiseberichte im Profil
    • When I die, bury me under the Pub, so my husband visit me 7 times a week

      (Schild über der Theke in einem Dubliner Pub)

      Tag 3 unserer Städtereise begann wieder mit einem lecker Irish Breakfast.
      Gestärkt für den Tag und heraus gelockt von strahlendem Sonnenschein und sehr angenehmen Temperaturen brachen wir auf zu einem neuen, interessanten Sightseing-Tag.



      Mit dem Dublin Bus ließen wir uns zuerst ins Zentrum fahen. Wir hatten nämlich entdeckt, dass unweit der O`Connell Bridge eine Liffey-River-Cruise angeboten wurde. Diese Fahrt mitten durch die Stadt wollten wir uns nicht entgehen lassen. Der River Liffey ist eine Verbindung von der Irischen See durch die Hauptstadt und weiter über Kanäle in Richtung Westen bis zum River Shannon.



      Allerdings müssen die Boote sehr niedrig sein, noch nicht einmal unser flaches Ausflugsboot konnte unter allen Brücken hindurch fahren. So löste sich auch meine Hoffnung, bei der Gelegenheit nochmals die MS Fram zu sehen, schnell in Luft auf. Aber ich wusste ja eh nicht, wie deren Fahrplan war.
      Die Tour dauerte knapp 2 Stunden und begann mit einer Längsdrehung vor der Ha`Penny Bridge, so konnten wir das berühmte Bauwerk auch mal aus anderer Perspektive sehen und fotografieren.



      Der Guide erzählte sehr viel Interessantes über Dublin und seine Brücken - jede hat ihre eigene Geschichte. Da außer uns noch eine französische Reisegruppe an Bord war, sprach er langsam und sehr deutlich, so dass wir fast alles verstanden haben.



      Wir fuhren unter 8 Brücken hindurch - die älteste von 1768, die jüngste von 2003 - und mussten dann vor der Sherwin Bridge wieder wenden, da wir zu hoch für diese waren. Das war genau vor der Guinness-Brauerei und nun lief unser Guide zur Höchstform auf. Begeistert erzählte er von der Geschichte und der wirtschaftlichen Bedeutung des Bieres für Dublin und Irland, verwies dabei auch auf die Rolle, die der Fluss spielte. Und er stellte auch die Frage in den Raum, warum die Menschen in einem Land, das seiner Meinung nach das beste Bier der Welt braut, in den Pubs sitzen und Heineken, Budweiser und als neusten Trend Paulaner Weißbier trinken. Eine Frage, die ich mir auch immer wieder stelle :negative: :negative: :negative:

      Nach Beendigung der Bootsfahrt wollte Birgit unbedingt nochmals zum Stevens Green Park. Kein Probllem, das Wetter war toll und wir hatten Zeit. Der Park war im Gegensatz zum Feiertag gestern mehr als voll. Es war Mittagszeit und der Park schien wie ein riesiger Pausenraum. Frauen im Bürokostüm und Männer mit Anzug und Schlips saßen im Gras mit Lunchbox oder Fastfood und Tabet-PC. Dazu ein buntes und lautes Volk von Studenten und vereinzelte Schüler - sofort zu erkennen an ihrer sicher zweckmäßigen aber unglaublich hässlichen Schulkleidung ;(
      Es war schon interessant, das Treiben zu beobachten - wir holten uns aus einem nahe gelegnen Cafe einen Imbiss und setzten uns dazu.



      Wenn wir noch etwas von unseren heutigen Zielen sehen wollten, mussten wir aber irgendwann doch weiter gehen und so besichtigten wir als nächstes die Christ Church Cathedral. Diese ist nicht nur eine sehr schöne und gut erhaltene Kirche mit tollen Böden und Fenstern, sie hat auch eine der größten und schönsten Krypten Europas. Diese beherbergt nicht nur historische Kunstwerke, Statuen und Denkmäler, sondern auch ein hübsches, in dem Gewölbe sicher ungewöhnliches Cafe. Ungewöhnlich war auch, dass man für das besichtigen der Cathedrale Eintritt zahlen musste. Das ist für Kirchen nicht üblich, resultiert aber aus der Tatsache, dass in Irland historische Kirchen keine staatliche oder kommunale Unterstützung bekommen.



      Unser nächstes Ziel war Dublin Castle, fußläufig in ein paar Minuten zu erreichen. Leider standen wir dann vor verschlossenen Türen, da das Schloss schon seit dem 1. Januar wegen Renovierunsarbeiten geschlossen ist. Nirgendwo haben wir einen Hinweis darauf gesehen.



      So gingen wir eben weiter zu unserem nächsten Ziel, der wohl bekanntesten und berühmtesten Kirche Irlands - St. Patricks Cathedrall. Da wir vorher aber durch den wunderschönen Saint Patricks Park mussten, war schon abzusehen, dass hier eine längere genussvolle Pause anstand.



      Irgendwann drängelte ich dann doch, weil ich ja in die Kathedrale wollte, was auch genau das Richtige war. Als wir kurz vor 17 Uhr in die Kathredrale wollten, wurde uns mitgeteilt, dass es keinen Einlass mehr gibt, weil um 17.30 Uhr ein Chorevent stattfindet, das vom Fernsehen aufgezeichnet wird. Uns wurde aber ohne Eintritt zu zahlen, erlaubt, uns fünf Minuten umzusehen. Letztendlich durften wir bis kurz vor Beginn der Veranstaltung bleiben, uns die nicht abgesperrten Bereiche ansehen und dem Einsingen lauschen. Noch nicht einmal das Fotografieren und Filmen wurde uns verwehrt. Aber als dann die Konzertgäste erschienen, wurden wir höflich hinaus gebeten.



      Da unser Bus genau vor der Kirche abfuhr, beschlossen wir, ins Hotel zu fahren, uns frisch und hübsch zu machen und ins Nachtleben zu stürzen
      Wir hatten die Wahl, nochmals ins Zentrum zu fahren und uns einen Pub mit Livemusik oder sogar irischem Tanz zu suchen, oder die Pubs in Nähe des Hotels zu besuchen.
      Einer der bekanntesten und schönsten Pubs Dublins ist Ryan`s. Nur wenige Meter von unserem Hotel entfernt, sollte das unser erstes Ziel sein.



      Es war wirklich urig und gemütlich, aber auch sehr voll und laut, wir wechselten dann nach einem Bulmers (Cider) und einem Baileys das Lokal. Witzig: Bier des Monats: Altfränkisch Klosterbier.

      Das Millennium war auch nur wenige Meter entfernt und dort war es fast wieder zu leer. Aber an zwei gegenüberliegenden Wänden hingen riesige Fernseher und es waren zwei verschiedene Fußballspiele zu sehen. Im nu war auch hier der kleine Raum voll und es wurde mitgefiebert und diskutiert. Wir ließen uns dann einfach mittreiben und feierten nach dem zweiten Bier bei jedem Tor - egal für wen - mit. Wer da gegen wen gespielt hat und um was es ging - keine Ahnung. Es hat einfach Spaß gemacht und es müssen wohl die richtigen gewonnen haben, denn alle waren zufrieden.



      Wir waren es auch und machten uns auf den Weg. Eigentlich wollten wir ja noch einen dritten Pub testen aber das wäre dann wohl zu viel gewesen

      Morgen machen wir dann nicht nur um Temple Bar, sondern auch um die Szene am Hotel einen großen Bogen - obwohl, wer Irland kennt - die Versuchung lauert eh überall
      LG Marion :girl_witch:
    • Oh ja, liebe Marion -
      das alles klingt nach Irland pur.
      Und Ihr macht das genau richtig: einfach ins Pub - oder in eines nach dem anderen.. :D - und treiben lassen.. Bier oder Cider und alles paßt! :to_keep_order:
      "Full Irish Breakfast" ist auch nicht so meines (Black&white Pudding oder Würstchen :wacko1: ) , dafür liebe ich Scones, allerdings mit Clotted Cream und Erdbeermarmelade :girl-dance: !

      So schön, Dein Bericht und ich stelle fest: Irland ist schon wieder zu lange her :girl_sigh: . Aber Norwegen quetscht sich einfach dazwischen :mosking:
      Grüße, Bavaria :)
    • Wunderbar wie du die Atmosphäre schilderst :thumbsup: und alle Bier- und Cidersorten habt ihr heute bestimmt noch nicht geschafft :D

      Übrigens für das Smithwicks hatten wir immer noch einen anderen Namen: Pi..fix :whistling: , hatte aber auch eine unheimlich treibende Wirkung :rolleyes:

      Mit dem Wetter habt ihr aber wirklich Glück gehabt und die Fotos sind wunderschön :thumbup: . Freue mich schon auf den nächsten Tag!!!
      liebe Grüße Renate :gr-blume:
    • Nun will ich endlich mal meine Schulden aufarbeiten und den kleinen Bericht vervollständigen.

      Tag 4 unserer kleinen aber wunderschönen Dublin-Reise bagann wie gewohnt mit diesem tollen Frühstück. Zum letzten mal ließen wir uns die leckeren irischen Köstlichkeiten schmecken.

      Unser erstes Ziel des Tages war dann Kilmainham Gaol ein ehemaliges Gefängnis. Da es nicht allzu weit von unserem Hotel lag, beschlossen wir, dorthin zu laufen. Über den River Liffey, vorbei am Bahnhof 'Heuston Station' und durch das Gelände des Irish Museum Of Modern Art sollte unser Weg führen.



      Leider war der Zugang zum Museumsgelände ausgerechnet an diesem Tag versperrt - wenn ich es richtig verstanden habe, wegen Filmaufnahmen mit hochrangiger VIP - Beteiligung. So mussten wir einen großen Umweg um die Freilichtanlage gehen. Schade, zumindest die Parkanlagen hätte ich mir gern angesehen, für mehr wäre ohnehin keine Zeit gewesen.

      Endlich am Gefängnis-Museum angekommen, mussten wir feststellen, dass viele andere auch dieses Tagesziel hatten, darunter einige Schulklassen und Reisegruppen. Da hieß es eben warten. Nun waren wir einmal hier. Und wann kommt man sonst schon mal freiwillig in den Knast ^^ Und darauf --> hab ich keinen Bock :D
      Irgendwann war die Warterei zu ende und wir wurde von einem Guide abgeholt und ins Zentrum des Gefängnisses geführt. Das war schon beeindruckend. Man hatte sowas bisher nur in Filmen gesehen. Und so mancher kennt sicher das Video "A Celebration" von U2 - das wurde auch hier gedreht.



      Nach einer Einführung in die Geschichte der Anlage durften wir uns verschiedene Zellen und Einrichtungen ansehen.



      Dann ging die Führung weiter in die Außenanlagen. Gedenktafeln erinnerten an den Osteraufstand 1916 und die Hinrichtung irischer Rebellen.



      Leider war die Führung schon nach 45 Minuten zu ende und wir mussten das Gelände verlassen. Besichtigungen sind nur in den Besuchergruppen mit Guide erlaubt.
      Aber es war alles sehr informativ und interessant, aber teilweise auch sehr beängstigend und bedrückend.

      Mit dem Linienbus fuhren wir dann ins Zentrum. Noch einmal wollten wir mitten im pulsierenden Dublin sein. Außerdem wollten wir nach ein paar Souveniers gucken und die Wunschlisten von zu Hause "bringt uns Guinness mit" erfüllen.

      Den einschlägigen Andenken mit den Biermarken oder dem Kleeblatt kann man kaum entkommen. Ist einfach so - und die Family freut sich. Und für uns war auch was dabei, obwohl es gar nicht so einfach war, ein passendes Shirt zu finden







      Nach den letzten Eindrücken gönnten wir uns das letzte gemütliche Bier und dann mussten wir leider zurück ins Hotel. Um 3 Uhr war Aufstehen angesagt, 4 Uhr kam das Taxi und um 6 Uhr waren wir schon in der Luft. Der letzte schöne Eindruck war der Kaffee am Flughafen mit Schaum fast so wie unser Lieblingsbier....






      Abschließend kann ich nur sagen: Dublin ist - wie ganz Irland - immer eine Reise wert und ich bin mit Sichreheit nicht zum letzten Mal hier gewesen.

      LG Marion :girl_witch: