Gestrandet in Alta, kein Nordkap und kalt da!

    • 2012
    • B-K-B
    • MD800 schrieb:

      Kunst an Bord der MS Finnmarken
      s.u.

      MD800 schrieb:

      auf etwa DIN A5 großen Karten erwerben
      Hallo Uwe,
      die meisten sind es leider nicht, nur 8 oder 10. Die gibt es auch seit Jahren auf den Schiffen, zuerst nur auf der FINNMARKEN, später auch auf den anderen. Leider kann man die Bilder selbst ja nicht kaufen. Das verbietet ein Vertrag zwischen Bakke und damals der OVDS. ;( Aber die Karten sehen eingerahmt auch witzig aus :D .
      Das Buch hat bei mir am vorletzten Sonnabend eine Kaffeewelle auf dem Schreibtisch von der Wand abgehalten und schweren Schaden genommen :huh: Noch schlimmer erwischt hat es aber ein besonderes Fotobuch und das Hurtigrutenbuch "LIVSLINJE OG EVENTYRREISE", die Geschichte der Hurtigrute von Dag Bakka Jr. Es ist zwar noch zu gebrauchen, nachdem ich ca. 100 verklebte Seiten voneinander getrennt habe, aber trotzdem ein Jammer. :girl_cray2: Das Fotobuch konnte man zum Glück nachbestellen.....von weiteren Schäden will ich gar nicht reden :ireful:
    • norwegenfan.123 schrieb:

      dass Knuddeln von vertrauten Personen die Abwehrkräfte stärken soll!

      Das kann ich nur bestätigen, seit ich Renate kenne sind meine Abwehrkräfte enorm gestiegen .....
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • 25.12.2012 TrondheimRørvik

      Nach dem morgendlichen Kampf mit der Duschvorgang wird in aller Ruhe gefrühstückt. Anschließend möchte ich gerne noch eine kleine Exkursion im Hafenbereich machen. Dazu kann ich Renate aber leider nicht überreden.



      Ob es nun daran liegt, dass hier keine Steigungen zu erwarten sind (es ist ja bekannt, dass Renate Anstiege liebt ), oder ihr der Abschied von Trondheim auch so schon (ohne weiteren Rundgang) schwer genug fällt, kann ich nicht sagen. Vielleicht haben aber auch die Gläser Rotwein gestern Abend damit zu tun .



      Also stapfe ich alleine los und lasse die MS Finnmarken, Renate und die anderen zurück. Vorbei an Rockheim, dass heute auf Weihnachtsbeleuchtung umgeschaltet hat wende ich mich der Pirbrua zu.



      Ich überquere die Brücke auf der linken Seite, aber auf der anderen Seite endet hier der Weg und ich muss unter der Brücke hindurch auf die andere Seite wechseln. Die Straße windet sich nun links, rechts, links, rechts. Außer mir ist hier niemand unterwegs.



      Nur einmal fährt ein Polizeiwagen vorbei und ich werde argwöhnisch betrachtet. Die werden auch gedacht haben, der hat sich bestimmt verirrt. Dann stehe ich vor Dora 1, einem der beiden U-Boot-Bunker aus dem 2.Weltkrieg.



      Nur wenige Meter daneben steht Dora 2, noch weitestgehend unbenutzt. Dora 1 beherbergt mittlerweile ja einige Betriebe, u.a. eine Bowlingbahn. Dora 2 hingegen hat bisher keine Verwendung gefunden.



      Man hat wohl schon überlegt, dieses Zeugnis einer dunklen Geschichte zu sprengen, aber die Menge an Sprengstoff die man dafür verwenden müsste, würde wohl die halbe Stadt mit in die Luft jagen.



      Zwischen den beiden großen Bunkern steht noch ein kleineres Gebäude, dessen unteren Wände auch auf eine Bunkerstruktur hindeuten, vielleicht ein ehemaliges Verwaltungsgebäude für die großen Bunker. Heute hat sich ein Kampfsportclub hier eingenistet.



      Genau wie auf dem Hinweg, bin ich auch den ganzen Rückweg völlig alleine hier. Kein Wunder, handelt es sich doch überwiegend um ein Hafen- und Industriegebiet mit vielen Gewerbebetrieben.



      Wieder auf der anderen Seite der Nidelva nutze ich die verbleibende Zeit noch für einige Aufnahmen der MS Finnmarken von der anderen Kaiseite.



      Auch hier bin ich längere Zeit alleine, bis ein weiterer Passagier der Finnmarken erscheint. Er hat mich wohl vom Schiff aus gesehen und macht nun auch einige Aufnahmen vom Schiff. Auf dem Rückweg zum Schiff, ich habe eine Lücke im Zaun ausgenutzt und den Kai über die Frachtseite betreten, kann ich auf Deck 8 eine mir wohlbekannte Person erkennen. Auf Deck 5 kann ich Eva entdecken.



      Kaum an Bord fahre ich auch zu Deck 8 hoch. Dafür benutze ich aber einen der vorderen Aufzüge. Im hinteren Bereich ist es seit gestern kaum auszuhalten. Die Finnmarken stinkt dort wie ein Klärwerk, der reinste Müffeldampfer.



      Nach Cafeteria und Mittagessen sind wir pünktlich zur Abfahrt auf Deck 8. Wenn man weiß, wo sich die Bunker befinden, kann man sie auch von hier sehen.



      Die Sonne steht mittlerweile knapp über dem Horizont und taucht die Stadt und die Insel Munkholmen in warmes rotes Licht. Vor dem dunklen Hintergrund wirkt die Insel so wie künstlich beleuchtet.



      Wir sind alle froh, dass unser Schiff wieder in Bewegung ist. Renate hält den Abschiedsschmerz von Trondheim aber wohl nicht mehr aus und verabschiedet sich in ihre Kabine.



      Ich nutze die Gelegenheit die Fahrt durch den Trondheimsfjord auf dem Bug mit zu erleben. Das ist wirklich der richtige Platz um die Fahrt durch den schönen Fjord zu genießen.



      Vorbei geht es an den bekannten und markanten Punkten. Die Nebelglocke in Rødberg lassen wir ebenso rechts liegen wie die Werft in Rissa.



      Bald schon kommt Agdenes Feuer in Sicht. Hier mündet der Trondheimsfjord in die Trondheimsleia, die wir noch eine kurze Strecke südwestlich fahren.



      Als wir bei Garten dann wieder nach Steuerbord drehen, zieht gerade ein Seeadler seine Bahn über das Schiff.



      Die See ist hier sehr ruhig, somit ist für die Folda nichts Schlimmes zu erwarten. Der Himmel ist inzwischen in zarte Rot-, Gelb- und Rosatöne getaucht.



      Es ist zwar recht frisch hier am Bug, doch die ruhige Fahrt und der traumhafte Himmel lassen mich hier verweilen. Eva leistet mir auch eisern Gesellschaft.



      Bis Kjeungskjær Fyr halte ich hier aus und lasse die schöne Atmosphäre auf mich einwirken. Wie immer erscheinen kurz nach der Durchsage, dass wir den schönen Leuchtturm passieren, einige Passagiere an Deck. Insgesamt jedoch sind die Außendecks meist nur spärlich besetzt.
      Die folgende Passage nutze ich meist, um meine Augen ein wenig zu pflegen.



      In der Kabine mache ich schnell noch Bilder durch das Kabinenfenster. Da dieses aber von außen mit einer dicken Salzschicht belegt ist, wirken die Bilder alle verschwommen. Rechtzeitig vor dem Dinner bin ich wieder auf und mache mich am Heck auf Deck 5 auf die Suche nach Renate. Ich finde sie auch dort und wir nehmen zur Kenntnis, dass es hier hinten inzwischen nicht mehr stinkt.

      Nach dem Abendessen, wir nähern uns gerade Rørvik , kommt die Durchsage, dass gegenseitig Besuche auf den Schiffen nicht gestattet sind. Wir schauen uns an und vermuten mal, dass es an den vollbesetzten Schiffen liegt. Vielleicht hat man Angst die Besucher nicht rechtzeitig wieder von Bord zu bekommen. Etwas seltsam ist das Ganze aber schon, da solche Besuchsverbote meist das Resultat einer Krankheit an Bord eines der Schiffe ist.

      So verzichte ich auf meine Kamera und wir treffen uns mit Erika und Claudia (troll13) auf dem Kai. Es ist zwar nur ein kurzes, aber nicht minder nettes und herzliches Treffen und schon bald müssen wir den Beiden wieder gute Fahrt wünschen.

      Wir begeben uns zum Bug der Finnmarken, da sich die Beiden am Heck der Midnatsol postieren wollen. Dummerweise denke ich nicht daran, schnell meine Kamera aus der Kabine zu holen um Bilder von den Zweien auf der Midnatsol zu machen. Erst als wir ablegen fällt mir dies ein, aber da ist es einfach zu spät.

      Nach der Abfahrt, es schneit sogar leicht draußen, sitzen wir noch lange in der Cafeteria zusammen, bevor wir diesen 1.Weihnachtstag beenden.





      Renate - 1. Weihnachtstag

      Früh aufgestanden bin ich trotzdem, obwohl ich, zugegeben, etwas verkatert war. 2 Gläser Wein waren für mich dann doch zuviel. Bei einem ausgiebigen Frühstück quengelte Jobo schon rum, er wolle um den Hafen laufen und sich auch noch den Dora-Bunker angucken (Nie wieder schreibe ich solche Geschichten ins Wiki X( ). Ich hatte aber weder auf Hafenumrundungen noch auf Bunker Lust. So musste er alleine losmarschieren, ab und zu muss ich mich auch mal durchsetzen. Ein kleiner Spaziergang war noch drin, aber eigentlich habe ich nur gewartet, dass endlich die Maschine angeworfen wird, das Wasser am Heck zu rauschen beginnt und wir wieder fahren.
      Der FINNMARKEN schien die Rumliegerei auch nicht zu gefallen. Im hinteren Aufzugbereich stank es fürchterlich . Der üble Geruch ließ sofort nach, als wir wieder fuhren. Wir haben schnell zu Mittag gegessen und waren pünktlich zur Abfahrt an Deck. Trondheim hat uns freundlich verabschiedet, ebenso ein einsamer Kajakfahrer am Eingang zum Hafenbecken. Die Sonne stand flach über den Hügeln hinter der Stadt und tauchte die Umgebung in ein schönes Licht. Das Schönste war aber...wir fuhren endlich wieder . Ein paar Abschiedsfotos habe ich im Trondheimsfjord noch gemacht, dann ging es erst mal in die Koje. Jobo treffe ich irgendwann am Heck auf Deck 5 wieder. Er hatte wohl auch etwas genickert. Nach dem Abendessen bei ruhiger See nähern wir uns langsam Rørvik . Kurz vor dem Anlegen kam plötzlich die Durchsage, dass gegenseitige Besuche auf MIDNATSOL und FINNMARKEN von den Kapitänen untersagt seien. Hhmm, die Schiffe zu voll, Angst vor Verspätungen? Wir waren uns bald einig, dass es wohl andere Gründe haben musste. Wer hatte denn nun den Virus ?
      Auf dem Kai trafen wir Troll13, eine sehr nette, wenn auch viel zu kurze Begegnung mit anderen Forumsmitgliedern. Sie haben uns danach am Heck der MIDNATSOL stehend verabschiedet.
      In der Cafeteria saßen wir noch gemütlich zusammen und haben den Abend ausklingen lassen. Später beim Einschlafen freute ich mich schon auf die Helgelandküste am nächsten Morgen

      Gruß

      Renate


      …... bald geht es weiter …...
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

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