Gestrandet in Alta, kein Nordkap und kalt da!

    • 2012
    • B-K-B
    • 21.12.2012 Oslo - Bergen

      Um 5 Uhr stehe ich heute auf und packe meine Sachen nach dem Duschen zusammen. Wir stellen unser Gepäck in den Gepäckraum neben der Rezeption und checken schon mal aus. Offiziell gibt es ab 6:30 Uhr Frühstück, doch es ist schon vorher offen.
      Das Frühstücksbuffet im Royal Christiania ist eine Wucht. Es fehlt wirklich an gar nichts, sogar ein moderner Kaffeeautomat ist vorhanden, an dem man sich auch Espresso, Cappuccino und andere Kaffeespezialitäten holen kann.

      Mit vollem Bauch holen wir unser Gepäck ab und gehen die 20 Meter bis zum nächsten Fußübergang. Auf der anderen Straßenseite noch 30 Meter bis zum Bahnhof. Auf der großen Übersichtstafel ist die Bergenbahn schnell ausgemacht. Wir erreichen Gleis 3 um 7:40 Uhr.
      Nur fünf Minuten müssen wir warten, dann fährt der Zug ein. Unser Waggon bleibt direkt vor uns stehen. Die Koffer sind schnell im Gepäckfach verstaut und die reservierten Plätze lassen sich ohne Probleme finden.
      Allerdings sind diese Plätze anders als in der Buchung angezeigten Weise entgegen der Fahrtrichtung. Pünktlich um 8:05 Uhr rollte die Bahn an.



      Schon am Stadtrand ist deutlich mehr Schnee zu sehen. 30 Minuten später sind wir in Drammen, hier liegt schon ordentlich Schnee. Der Schaffner kommt und wir bekommen unsere Zugtickets. Leider funktioniert der Zugang zum W-LAN nicht. Ich kann mich zwar verbinden, bekomme aber die Startseite zum Einloggen nicht. Dies wird sich auch während der ganzen Fahrt nicht ändern.



      Wir fahren jetzt in ein wahres Schneeparadies. Die Äste der Bäume brechen fast unter der Schneelast und auf den Dächern der Häuser türmt sich der Schnee.



      In Nesbyen stehen wir einige Minuten, bevor der Zug langsam rückwärts rollt. Nach einigen hundert Metern geht es dann wieder vorwärts, diesmal aber auf einem anderen Gleis.



      In Geilo nutzt Renate den kurzen Aufenthalt und steigt auf eine Zigarette aus. Ich bezweifle, dass sie sie zu Ende rauchen konnte.



      Renate setzt sich jetzt auf die andere Seite. Dort sind viele Plätze frei und sie kann in Fahrtrichtung sitzen.



      Finse, den höchsten Punkt der Strecke erreichen wir um 12:20 Uhr. Die Schneemassen hier sind beeindruckend. Die Temperatur beträgt hier -11°C.



      Teilweise wird der Schnee durch den starken Wind heftig aufgewirbelt. Die Wolken haben sich hier oben verzogen und der Sonne und blauem Himmel Platz gemacht.



      Immer wieder nutze ich während der Bahnfahrt die Gelegenheit die Augen für wenige Augenblicke zu schließen und somit noch etwas Schlaf nachzuholen. Die doch sehr stark brummende Klimaanlage im Hotel hat mich nicht ganz so tief schlafen lassen und ich habe noch Defizit aus der Nacht davor.



      Wir erreichen Myrdal, ein gute Gelegenheit mal kurz auf den Bahnsteig hinaus zu treten und frische Luft zu schnappen. Ich kenne den Bahnhof auch noch gut genug von meiner Sognefjord-Tour im Rahmen unserer Regenbogenreise.



      Nach Myrdal fährt die Bahn durch einen langen Tunnel. Kaum verlassen wir den Tunnel, scheinen wir in einer ganz anderen Welt gelandet zu sein. Der Schnee liegt nur noch dünn auf dem Boden, die Bäume sind grün oder grau.



      An dem großen Hotel erkennen wir, dass wir Vossevangen erreicht haben. Renate dauert die Fahrt jetzt schon zu lange. Irgendwie scheint Bahnfahren nicht so ihr Ding zu sein.



      Der nächste schöne alte Bahnhof ist Dale, für Renate wieder eine gute Gelegenheit einen Blick auf den Bahnsteig zu werfen, während ich wohl gerade wieder ein kurzes Nickerchen mache.



      Die Besiedlung nimmt zu, ein sicheres Zeichen, dass wir uns Bergen nähern.



      In Bergen angekommen müssen wir vor dem Bahnhof lange auf ein Taxi warten. Doch endlich haben wir Glück und zudem noch einen guten Taxifahrer. Frech fährt er uns zügig zum Hotel Admiral. An so mancher Ecke drängelt er sich vor. Das wirkt sich auf die Fahrzeit aus und somit auf den Preis, da in Norwegen nach Zeit gerechnet wird und nicht nach Kilometer.

      Schnell sind die Zimmer im Hotel bezogen und danach geht es zu Egon. Hier gibt es scheinbar mittlerweile das Pizzabuffet ständig und wir schlagen uns den Bauch gut voll.



      Renate ist von der langen Bahnfahrt richtig geschafft und verabschiedet sich schon früh in ihr Zimmer. Ich bin, dank der Nickerchen in der Bahn, richtig fit und mache noch einen abendlichen Bummel zum Hafen.



      Der so vertraute Anblick des schönen Hafens hinterlässt einen zufriedenen Eindruck bei mir.



      Sonst haben wir unser Hotel ja meist auf der anderen Seite, aber von hier ist es eine noch faszinierendere Szenerie.



      Alle Häuser sind herrlich beleuchtet und die Farben spiegeln sich im ruhigen Wasser.



      Hinzu kommt auch noch, dass sich Bergen bei richtig gutem Wetter präsentiert. Der sonst übliche Regen fehlt völlig.



      Noch einen letzten Blick in den Hafen und die schöne Stadt, dann zieht es auch mich zurück ins Hotel.



      Vorbei an diesem knuffigen Fellknäuel in der Hotellobby begebe ich mich auf mein Zimmer. Über das kostenlose W-LAN gebe ich noch einen Bericht im Forum ab und freue mich dann auf mein gemütliches Bett.








      Renate Oslo-Bergen



      Gut und fest geschlafen habe ich, bin aber schon gegen 4.00 Uhr wachgeworden - die innere Uhr. Was macht man bloß so früh? Erst mal gar nix, noch mal umdrehen und - nee, das klappt auch nicht. Und dann diese blöde Klimaanlage, ich muss hier raus. Also habe ich mir das Nötigste übergezogen, über die pudeligen Haare eine Mütze gezogen und mich durch die Gänge, Fahrstuhl und die menschenleere Lobby nach draußen geschlichen.
      Herrlich, diese frische, kalte Luft. Zunächst ein paar Schritte auf und ab, dann in einer geschützten Ecke eine Zigarette geraucht, wieder ein paar Schritte auf und ab....Ein anderer Gast hatte offenbar den gleichenWunsch, jedenfalls was die Zigarette betraf. Sonst hat er sich nicht bewegt, nur freundlich wissend gegrinst. Nun wurde es aber zu kalt und ich bin auf leisen Sohlen zurück in mein Zimmer geschlichen. Das Duschen danach war ein wahres Vergnügen. Anziehen, in Ruhe alles einpacken, fertig. Jetzt fehlte doch langsam derKaffee. Der fehlte eigentlich schon vorher vor der Tür.

      So gegen 6.00 Uhr habe ich bei Jobo geklopft - ha, der war auch schon fertig und fing sofort an, nach dem Frühstück zu quengeln. Zuerst wollte aber auch er an die frische Luft, also wieder raus. Immer wieder guckte er schon mal und meinte, schon Gäste im Atrium gesehen zu haben. Es zog ihn magisch dort hin - endlich Frühstück. Kurz vor halb sieben suchten wir uns dann einen gemütlichen Tisch. Die letzten Kaffeekannen wurden gerade auf den Tischen verteilt. Das Frühstück in dem Hotel ist schon ein Erlebnis, obwohl man ja doch immer seine Lieblingsspeisen verzehrt und der große Rest nur für's Auge auf dem Buffet steht. Da wir schon ausgecheckt hatten, war nun Gemütlichkeit angesagt.

      Zufrieden und gut gesättigt machten wir uns auf den kurzen Weg zum Bahnhof. Der Berufsverkehr hatte längst eingesetzt, als wir unsere schweren Koffer zum Bahnsteig schoben und zerrten. Ich war froh, als wir unsere Plätze einnehmen konnten. Jetzt konnte es also losgehen, 6-7 Stunden Zug und dann endlich wieder in Bergen .
      So spannend finde ich die Ausfahrt aus Oslo nicht, spannend war nur die immer dicker werdende Schneedecke. In der Innenstadt lag ja gar nichts. Langsam wurde es auch ein bisschen heller, blieb aber bedeckt. Später Richtung Finse waren die Schneemassen gigantisch, und es schneite auch wieder. Bei einigen Stopps konnte ich kurz aussteigen, ein paar Fotos machen und frische Luft schnappen. Für eine Zigarette blieb allerdings kaum Zeit. Kurz hinter Finse hatten die Wolken sich verzogen und die Sonne schien auf eine traumhafte Landschaft. So blieb es bis Myrdal. Jobo war inzwischen auch wacher geworden. Er hatte vorher viel vor sich hingedöst.
      Etwas unterhalb von Myrdal war plötzlich der Schnee weg, nur noch wenige alte Reste, sonst nix mehr. Gebietsweise waren die Bäume wenigstens durch Rauhreif weiß. Bei strahlendem Wetter kamen wir endlichmit etwas Verspätung in Bergen an. Puuuh, jetzt schnell ein Taxi und ins Hotel, dass wir das blöde Gepäck erst mal los sind. Die Taxis kamen und fuhren, kamen und fuhren. Wenn eins kam, war es bestellt. Fast eine halbe Stunde hat es gedauert. Jetzt weiß ich auch, warum es nachts an den Taxiständen in Bergen öfter mal zu Schlägereien kommt .

      Schnell die Zimmer bezogen und wieder auf den Weg gemacht. Das Wetter war herrlich, die beleuchtete Stadt funkelte in allen Farben. Zuerst bestaunten wir mal die neue Markthalle vorm Strandhotel. Dann bummelten wir langsam über den Torget zu Egon. Auf das Pizzabuffet hatten wir uns schon gefreut. Jobos Schritte wurden inzwischen auch spürbar schneller. Gut gesättigt machten wir noch einen Spaziergang. So richtig Lust auf große Märsche hatte ich bei der Kälte aber nicht mehr. Das frühe Aufstehen, die lange Bahnfahrt und die Pizza machten sich bemerkbar. Ich bin dann etwas früher ins Bett gegangen. Jobo wollte nochmal auf Fotosession gehen. Dabei hätte ich wahrscheinlich sowieso nur gestört oder wäre als Gepäckhalter missbraucht worden.

      Gruß
      Renate




      .......... bald geht es weiter ............
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten im Profil)

    • Ja, dort wird dir der Waggon mit den Sitzen graphisch dargestellt und mit einem Pfeil die Fahrtrichtung angezeigt. Jetzt wissen wir, dass man sich darauf nicht verlassen darf. :wacko:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten im Profil)

    • @Barbara, ich denke ich habe einfach zuviele Fahrten in zu kurzer Zeit gemacht. Jetzt möchte ich auch einfach mal wieder etwas anderes sehen, vielleicht auch mal einen Urlaub im kurzärmligen Hemd und Schorts verbringen und mit dem Mietwagen mit offenem Fenster durch eine interessante Landschaft fahren. An einem lauen Abend mal im dünnen Hemd gemütlich in einem Restaurant direkt am Wasser sitzen bis spät in die Nacht.

      Ich denke, nach etwas Abwechslung hat man dann gleich wieder viel mehr Lust auf HR. ;)
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten im Profil)

    • Jobo, es sei dir gegönnt :thumbup: Selbst bei mir (nach 2 HR-Touren innerhalb von ca. 1,75 Jahren) ist die Neugier / Sehnsucht nach "etwas Anderem" so stark, dass ich "abtrünnig" werde im Mai - der Süden ruft! Wie du schreibst: im kurzärmeligen Shirt und Shorts abends im Restaurant / auf einer Terrasse sitzen und den Sonnenuntergang bei einem lauen Lüftchen geniessen... :love:

      Aaber: vorher ist noch "Arbeit" für dich hier: der Bericht eurer Weihnachts / Neujahrsreise 2012 / 2013 auf MS Finnmarken... to be continued :mosking:
      Was bin ich wieder frech :tomato:

      LG

      foerdesprotte :)
    • Eva schrieb:

      Es muessen ja nicht immer Orte der Hurtigrute sein.

      Das ist richtig und sicher auch irgendwann mal eine Alternative.

      Bei Hurtigruten schreckt mich auch die momentane Entwicklung ab. Zum Einen sind da die hohen Preise für Alleinreisende, die in keinem Verhältnis stehen zur Leistung. Dann konnte man ja auf den Schiffen feststellen, dass der Service doch erheblich gelitten hat (dazu komme ich auch noch im Reisebericht), was wohl ganz einfach daran liegt, das permanent am Personal gespart wird. Nicht zuletzt ist es aber auch diese übertriebene Angst vor ein Paar Wellen, die die Schiffe immer öfter in den Häfen liegen lässt oder nach Alta treibt. Das hat es vor 2012 ja jahrzentelang so gut wie nicht gegeben. Alle diese Schiffe haben doch über Jahre ihre Seetauglichkeit bewiesen. Das hat für mich dann auch nicht mehr viel mit einer Linienfahrt zu tun und schon eher den Charakter einer Kaffeefahrt, aber das ist meine ganz persönliche Meinung, da mag es auch andere geben.

      Mal sehen, wie sich HR in den nächsten Jahren entwickelt. :search:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten im Profil)

    • Duck schrieb:

      Zeit UND Kilometer
      Wohl nur, wenn man mehr als die im Standardpreis integrierten 8 km fährt (wenn ich dies richtig lese). Innerhalb der Strecke Bahnhof - Hotel oder Hotel - Terminal (in Bergen und Oslo), wird man da wohl nicht drüber kommen. ist auch so schon teuer genug. Man kann ja schön das taxameter mitlaufen sehen, wenn man an einer Ampel steht.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten im Profil)

    • Die Kilometer sind wahrscheinlich im Grundpreis drin, den der Fahrer vor Fahrtbeginn einstellt, dann rattert der Preis nur noch nach Zeit :wacko1: und man ist froh, wenn der Fahrer zügig fährt und die eine oder andere Verkehrsregel großzügig auslegt. :whistle3:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten im Profil)

    • 22.12.2012 (der Vormittag - Bergen )

      Ich wache gegen 6 Uhr auf, gut ausgeschlafen. Das Bett war bequem, die Klimaanlage ruhig und das Zimmer liegt ebenfalls ruhig. Mit einem Bärenhunger stürme ich das leckere Frühstücksbuffet. Schade nur, dass es keine Spiegeleier gibt, die esse ich so gerne auf dem Lachs.
      Ich bin eigentlich schon fertig, als doch tatsächlich noch Spiegeleier gebracht werden. Da muss ich mir wohl doch noch einen kleinen Nachschlag holen :whistle3: .



      Mit dieser gesunden Grundlage machen wir uns auf den Weg zum Hafen. Noch ist es dunkel, nur ganz schwach zwischen Fløyen und Ulriken dämmert es schon.



      Unser erstes Ziel ist die neue Fischmarkthalle. Direkt am Hafen, entlang der Strandkaien, ist eine neue große Markthalle gebaut worden.



      Die Stände im Innern wirken sehr sauber und übersichtlich. Insgesamt wirkt es jetzt allerdings eher wie ein großes, modernes Fischgeschäft und weniger wie ein klassischer Markt.



      Für die Besucher sind auch einige Biertischgarnituren aufgestellt. In einigen Aquarien kann man lebende Krabben, Hummer und Dorsche beobachten. Auch ein Blumenstand ist vorhanden.



      Schön sind die alten Fotografien von Bergen an den Wänden. Über der Markthalle ist die Touristeninformation untergebracht.



      Noch ist es sehr ruhig in Bergen , nur wenige Lieferfahrzeuge sind unterwegs. Fußgänger sieht man zu dieser Zeit noch keine, außer zwei deutschen Touristen :laugh1: .



      Rund um den alten Holberg auf dem Vågsallmenningen sind einige Stände mit Strickwaren aufgebaut. Doch unser Weg führt direkt zur Pepperkakebyen, der Pfefferkuchenstadt, die in diesem Jahr in einem Gebäude untergebracht ist.



      Wir müssen 80 NOK Eintritt bezahlen, dann stehen wir mitten im Pfefferkuchenparadis.



      In der großen Halle sind unzählige Pfefferkuchenhäuser auf weißen Tüchern verteilt. Fast alle sind von innen beleuchtet, während die Halle in einem blauen Licht gehalten ist.



      Neben den vielen Häusern kann man auch Brücken, Autos, Schiffe und ganze Bohrinseln sehen.



      Einige Häuser werden auch unterschiedlich beleuchtet, ein schöner Effekt entsteht dadurch.



      Es finden sich Theaterbühnen, Sprungschanzen, Stabkirchen und sogar eine Demo gegen die Pelzindustrie.



      Eine Sportarena ist ebenso vorhanden, wie Rapunzel und das Bergwerk mit den dazugehörigen Zwergen. Nur der ständige Gesang: „Hei-Ho, hei-ho, ...“ in dieser Ecke nervt ein wenig.



      Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Es ist schon fantastisch, was die Bevölkerung da so zusammen gebacken hat.



      Noch einmal durchqueren wir die Halle. Es fällt uns schwer, uns von all den interessanten Backwaren zu trennen und ich bin sicher, wir haben bestimmt nicht alle Einzelheiten gesehen.



      Wer immer in der Vorweihnachtszeit in Bergen ist, sollte sich die Pepperkakebyen auf keinen Fall entgehen lassen. Die 80 Kronen ist es auf jeden Fall wert.
      Es ist gerade mal kurz vor 10 Uhr und wir beschließen das schöne Wetter und die gute Sicht auszunutzen und dem Fløyen einen Besuch abzustatten. Irgendwie kann ich Renate nicht überreden, mit auf den Ulriken zu fahren :pardon: .



      Nur ein Paar Asiaten fahren mit uns auf den Berg. Wir sind wohl die ersten, die heute hier hochfahren, jedenfalls ist oben sonst niemand zu sehen. Dafür begrüßt uns die Sonne mit einem herrlichen Aufgang.



      Es scheint so, als hätten wir genau den richtigen Augenblick für den Besuch hier oben gewählt.



      Die Stadt unter uns liegt noch im Schatten während das große Restaurant schon von der Sonne in warmes Licht gehüllt wird.



      Auf der großen Aussichtsterrasse sind vier große Kerzen aufgebaut, die einen schönen Kontrast zu der im Schatten liegenden Stadt bilden.



      Langsam werden dort auch mehr und mehr Dächer von der Sonne erfasst. Wie eine warme Lichtwalze schiebt sie sich über die Häuser.



      Der Anblick ist überwältigend, man könnte stundenlang hier stehen und zuschauen.



      Doch irgendwann treibt es uns wieder herunter, wir müssen ja auch unsere Hotelzimmer noch räumen.



      Noch einmal am Hafenbecken und der Markthalle vorbei, ein letzter Blick zurück zum Fløyen und wir sind wieder im Hotel.




      Renate - Abfahrtstag (Vormittag)



      Gut ausgeschlafen wurde ich um gegen 5.00 Uhr wach. Wie in Oslo habe ich mich erst mal rausgeschlichen. Der Mann an der Rezeption guckte leicht irritiert. Als ich wieder reinkam, grinste er irgendwie wissend ;). Am Ausgang braucht man nur ein paar Schritte um die Ecke zu gehen und sieht die Bryggenhäuser schön erleuchtet auf der anderen Hafenseite. Nach dem Duschen habe ich schnell meine Sachen gepackt, dann war auch schon fast Frühstückszeit. Jobo scharrte bestimmt schon ungeduldig mit den Füßen. Das Frühstück war sehr gut - nur ohne Spiegeleier, für Jobo fast unerträglich. Zwar nicht missmutig, aber sichtlich enttäuscht, aß er sich auch ohne satt. Als wenn das Personal nur auf diesen Moment gewartet hätte, wurden die Spiegeleier herangeschleppt......der Tag war gerettet , satt ist ja nicht endgültig satt. :mosking: Draußen war es noch ziemlich dunkel, aber wir marschierten schon mal los. Um 9.00 Uhr sollte im alten Saal der DNB die pepperkakebyen öffnen.
      Vorher schauten wir uns die neue Markthalle an. Besonders interessierten mich die vielen alten Fotos an den Wänden :search: . Wer hätte gedacht, dass anstelle von Zachariasbryggen nur ein kleines Holzhaus stand. Ein Angestellter der Markthalle hat es mir erklärt, wohl als er meinen fragenden Gesichtsausdruck sah. ?( Nach einigen Fotos innen und außen war es dann so weit - pepperkakebyen. Eine ganze Weile hielten wir uns zwischen den gebackenenKunstwerken auf, machten viele Fotos und entdeckten immer wieder etwas Neues. Jobo wird wohl viele Fotos zeigen.
      Wieder draußen in der kalten Realität machten wir uns auf zum Fløyen . Noch war es ruhig und die Sonne hinter den Bergen . Oben erwartete uns dann ein tolles Schauspiel. Die Sonne kam langsam über den Bergen hervor und beschien Stück für Stück die Stadt immer mehr . Durchgekühlt haben wir uns noch einen heißen Kakao gegönnt und uns dann langsam auf den Rückweg gemacht. Obwohl ich schon oft auf dem Berg war....es war bisher der schönste Blick. :rolleyes: Wieder unten bummelten wir langsam zum Hotel zurück. Wir wollten früh zum Terminal, die Koffer einstellen oder schon abgeben und dann zur anderen Seite laufen. Dort wollten wir auf die FINNMARKEN warten.........

      Gruß
      Renate



      …..... es folgt der Nachmittag und Abend …...
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten im Profil)

    • Wuppi schrieb:

      hat Rente denn dann ein Blümchen geschenkt bekommen?

      Die Blumenverkäuferin war noch nicht da .... :D , außerdem hat sie doch eine große Sonnenblume immer an ihrer Seite. :cool:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten im Profil)