Australien 2012 ! Kängurus, Koalas & Co und zum Schluss doch in Gedanken auf der MS Lofoten ??

    • 2012
    • Australien 2012 ! Kängurus, Koalas & Co und zum Schluss doch in Gedanken auf der MS Lofoten ??

      Hallo an Alle,

      meistens bin ich nur ein stiller Mitleser und freue mich über die Beiträge die ihr hier alle schreibt. Besonders schön finde ich es die Reiseberichte zu lesen und so möchte ich jetzt auch mal einen kleinen Beitrag leisten. Nachdem ich in den letzten Jahren immer mal wieder in Norwegen meinem Lieblingsland unterwegs war, muss ich leider gestehen, dass es noch ein Land gibt, das ich als absolutes Lieblingsland bezeichnen würde,und das ist Australien.

      So habe ich es dieses Jahr geschafft zum dritten mal in dieses wunderschöne und interessante Land zu reisen. 15 Jahre ist es her, seit dem ich das letzte mal dort war und so stand mein Entschluss Ende 2010 fest das zu ändern und ich ging in die Planungsphase.

      Unsere Reiseroute haben wir uns vorher gut überlegt. Es sollte ein Mix werden aus Erinnerungen und vielen neuen Eindrücken.

      Unsere Reiseroute :

      - der Süden mit der fantastischen Great OceanRoad
      - das Rote Zentrum mit seinen beeindruckenden Felsformationen
      - die Ostküste mit ihrem tropischen Regenwald und dem einzigartigen Great Barrier Reef
      - und zum Abschluss Brisbane und ein freudiges Wiedersehen.


      Mittwoch 29.02.2012

      Heute ist es also soweit. Mit allem bewaffnet was ich für diese „Expedition „ ans andere Ende der Welt so brauche, starte ich in mein Abenteuer.
      Und wo gibt es denn so was ? Wir fliegen ans andere Ende der Welt und sind nicht ein bisschen aufgeregt?? Das waren meine ersten Gedanken, als ich meine Freundin und Reisepartnerin gerade hier am Kölner Bahnhof getroffen habe. Kaum zu glauben, aber es ist wirklich so. Die Wartezeit bis zur Abfahrt unseres Zuges verbringen wir mit Kaffee trinken.
      16.55 Uhr :Irgendwie haben wir es geschafft unsere Taschen in das Gepäckfach des ICE zu hieven, der uns jetzt in nicht mal einer Stunde nach Frankfurt zum Flughafen bringt. Der Zug ist pünktlich und wir freuen uns einfach auf die nächsten vier Wochen.Am Flughafen angekommen können wir unsere Koffer abgeben und wir besorgen uns noch etwas zu Essen.
      Anschließend passieren wir die Sicherheitskontrolle mit Bravur, naja zumindest ich. Bei Steffi piept es und sie muss die Schuhe ausziehen. So, das wäre geschafft. Wir haben noch genügend Zeit um etwas umher zu schlendern. Die Wartezeit vergeht wie im Flug. Ich glaube der Flieger wird doch sehr voll. Immer mehr Leute finden sich im Bording Bereich ein. Das Bording beginnt schon sehr früh ca. halb zehn. Unsere Sitzplätze sind genial. Ganz hinten im Flugzeug Reihe 75, es ist nur eine Zweier Reihe. DieToilette ist ganz in unserer Nähe.

      22.20Uhr : Jetzt ist es also soweit. Wir rollen ganz langsam zur Startposition. Ein paar Gedanken gehen mir durch den Kopf. Ich denke daran wie ich mich damals gefühlt habe, als ich zum ersten mal nach Australien geflogen bin. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich dieses Erlebnis noch einmal wiederholen kann, nach so langer Zeit.Kaum gestartet gibt es schon etwas zu Essen. Das Essen war gut. Jetzt kommt die Nachtruhe im Qantas Flug 06 für die nächsten Stunden ! Es ist sehr still im Flugzeug und ich versuche wenigstens ein paar Stunden mit Dösen zuverbringen.

      Natürlich gibt es auch noch jede Menge Fotos.Ich muss mir noch mal in Ruhe ansehen, wie das funktioniert hat. Ich hab das so auf Anhieb gerade nicht hinbekommen, deswegen geht es besser morgen weiter.

      Fortsetzung folgt !

      Viele Grüße

      gunda
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    • Hallo Gunda, toll dass Du uns mit einem Bericht über Deine Erlebnisse Down Under beglücken wirst. hoffentlich bekommst Du das mit den Bildern auch noch hin.

      Eine kleine Bitte habe ich: Die Schreibschrift, die Du ausgewählt hast, ist sehr schön, aber leider sehr mühsam zu lesen (zumindest auf meinem Ei-pad). Zwischendrin ist mal ein Absatz in einer anderen Schrift (der Absatz über die Schicherheitskontrolle), der viel leichter zu lesen ist. Wäre toll. Danke.
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX Verweise auf Reiseberichte im Profil

    • Mia HHH wrote:

      Und die Schrift mag ich übrigens ganz gerne.

      Unglaublich, was das blöde I-Pad aus der Schrift macht. Hier auf meinem normalen Computer ist die gewählte Schrift hervorragend zu lesen. Scheint so, als ab der I-Pad die einfach nicht in seinem Fundus hat und dann irgendeine andere auswählt, ausgerechnet eine, die dann nur mühsam zu lesen ist.

      Gunda, mach einfach mit der von Dir gewählten Schrift weiter. ich lese den bericht dann eben auf meinem Computer !! :thumbsup:
      Es grüßt Capricorn :hut:

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    • Donnerstag 01.03. und Freitag 02.03.2012

      Oh, super es funktioniert :girl-dance: . Dann kann es ja jetzt richtig losgehen. Die nächsten beiden Tage habe ich zusammengefasst, denn mit den Zeitverschiebungen ist mir das sonst viel zu kompliziert.






      Ein paar Stunden später....... es kommt Bewegung ins Flugzeug. Nein, keine Luftlöcher, es gibt Frühstück. Noch liegen fast zwei Stunden vor uns, aber somit auch immerhin schon 9,5 Stunden hinter uns. Der Flug war sehr ruhig, keine Turbolenzen und der Wind ist anscheinend auf unserer Seite. Wir werden 40 Minuten früher in Singapur landen als erwartet. Ein kleines Gewitter zwingt uns allerdings im Moment
      noch eine kleine Ehrenrunde zu drehen.
      16.40 Uhr: Ankunft in Singapur, natürlich Ortszeit. Wir laufen ein bisschen hin und her, um unsere müden Glieder zu strecken. Irgendwie habe ich den Flughafen ganz anders in Erinnerung. Irgendwie schwebt mir da so was vor von Marmor und einem kleinen Wasserfall? Davon ist hier aber weit und breit nichts zu sehen. Dabei habe ich Steffi so davon vorgeschwärmt. Das Laufen tut wirklich gut und so geht die Wartezeit auch sehr schnell vorbei.


      19.55Uhr : Wir haben ein bisschen Verspätung, denn jetzt sollten wir eigentlich starten. Wir sitzen auch schon im Flieger, haben aber noch
      keine Starterlaubnis. Aber egal, immerhin sitzen wir tatsächlich in einem A 380 und das wollte ich schließlich schon immer mal. Ja, ist schon ein riesiger Jumbo, zumindest von den Ausmaßen des Fliegers. Ich hingegen fühle mich total beengt, sowohl die Breite des Sitzes als auch die Beinfreiheit sind nicht gerade großzügig bemessen. Die Erfahrung brauche ich also kein zweites mal. So,nun geht es aber endlich los. Ich liebe den Start, wenn das Flugzeug Geschwindigkeit aufnimmt und ganz langsam vom Boden abhebt. Das Unterhaltungsprogramm an Bord ist schon klasse. Egal ob Kinofilme, Reiseberichte oder Musik, für jeden ist etwas dabei.
      Genial ist die Kamera, die uns einen Ausblick gewährt wie ihn die Piloten haben. So sind wir bei Start und Landung nicht nur mit nüchternen Höhenmeter, sondern sogar optisch live dabei. Das ist schon was Besonderes. Jetzt sind wir in ca. 3000 m Höhe und Steffi erhält ihr Essen.Tja, ist halt wie auf der Hurtigrute, Vegetarier zuerst. Nur diesmal profitiere ich nicht davon. Mmh, das riecht aber lecker. Mein Magen knurrt, und Steffi schmeckt es. Alles in allem rollt der Service etwas zäh daher, ich erhalte mein Essen tatsächlich erst eine Stunde nach Steffi, die schon wieder ein Nickerchen macht.
      Nach weitern Stunden des dösens, sind wir jetzt kurz vor dem Ziel. Erstaunlicherweise sind wir beide topfit. Von Müdigkeit ist nichts
      mehr zu merken, und das Frühstück schmeckt uns. Wir sind schon im Landeanflug, im Landeanflug auf Melbourne ! Irre, viele Gedanken gehen mir durch den Kopf. Wir verlieren schnell an Höhe und wir können schon erahnen wo die Sonne in wenigen Minuten ihre ersten Strahlen in den neuen Tag entlässt. Ich genieße die letzten Minuten an Bord und verfolge gespannt die Landung am Bildschirm. Nur noch wenige Meter und........ ich glaub es einfach nicht, ich bzw. natürlich wir sind in diesem Moment wirklich in Australien angekommen. Zuerst stelle ich meine Uhr um, es ist 06.10 Uhr, wir sind also 20 Minuten zu früh gelandet. Achja, und es Freitag der 02. März. Wir haben Zeit und schauen zu wie die anderen hektisch ihre Sachen aus dem Gepäckfach holen. Aussteigen ist aber im Moment noch nicht möglich, man bittet uns gerade um etwas Geduld, es gibt wohl einen Medizinischen Notfall der zuerst von Bord muss. Die Leute setzen sich tatsächlich alle wieder hin und warten geduldig ab.

      06.30Uhr : Jetzt ist auch unsere Zeit gekommen. Endlich wieder in Australien, nach so langer Zeit, bzw. zum ersten mal, denken wir und marschieren los. So, jetzt haben wir das richtige Gepäckband gefunden und, da kommen auch schon unsere Taschen. Das ging ja schnell und super, dass sie überhaupt mit uns diesen weiten Weg gefunden haben. Wir rollen nun mit unseren Taschen Richtung Ausgang .Doch schon nach wenigen Metern hält uns ein Beamter an, schaut auf unseren Pass und schickt uns weiter zu einem nächsten Beamten. Das Gleiche passiert uns dann noch zweimal. Wir marschieren durch ein Bänderlabyrinth wie im Phantasialand, was mag denn jetzt noch kommen?? Der direkte einfache Ausgang ist das jedenfalls nicht. Die nächste Ecke bringt uns nun die Aufklärung. Wir müssen mit unserem Gepäck in einer Reihe Aufstellung nehmen, immer zehn Personen, auch das Handgepäck müssen wir abstellen. Ein Spürhund trainiert aufPflanzen und Pflanzenteile nimmt das Gepäck unter die Lupe. Solche Dinge darf man nicht in Australien einführen. Bei einer Tasche schlägt der Hund an und zum Glück ist es keine von unseren. Wir dürfen weiter gehen.

      08.10Uhr : Jetzt ist es geschafft, Austalia, here we are! Gut das wir dieTickets für den Flughafenbus schon haben, der wartet nämlich schon dirket vor der Tür. Er bringt uns nun in die Stadt. Die Fahrt dauert ungefähr 25 Minuten. Das Hotel ist sehr unscheinbar, aber wirklich mitten im Zentrum. Wir können leider erst um 14.00 Uhr ins Zimmer, aber das Gepäck können wir kostenlos einschließen. Erstaunlicherweise sind wir immer noch total fit und deswegen gehen wir zum Yarra River. Der erste Eindruck gefällt uns sehr gut. Die Hochhäuser, das Wasser, der blaue Himmel, ein schöner Anblick. Aber so langsam knurrt uns der Magen und ein Kaffee wäre auch nicht schlecht. In einem kleinen Kaffee nicht weit vom Eureka Tower finden wir schließlich etwas was uns zusagt. Die Preise verschlagen uns ein wenig die Sprache, da soll mir noch mal einer sagen Norwegen wäre teuer! Unser Frühstück besteht aus einem riesigen getosteten Brot, schlecht zu beschreiben, aber total lecker und einem Cappucchino. Noch immer warten wir auf unseren Tiefpunkt, aber im Moment sind wir einfach nur satt und zufrieden. Also, warum mit der Besichtigung bis morgen warten ? Wer weiß wie morgen das Wetter wird!




      Es ist jetzt 10 Uhr und wir haben uns Tickets geholt für den Eureka Tower ( 297,3m hoch ), das höchste Gebäude der Stadt. Ein Aufzug bringt uns in einer ziemlichen Rekordgeschwindigkeit in den 88 Stock und in eine Höhe von 288m. Hier befindet sich die Besucherplattform, bzw. nur an einer Stelle kann man durch eine Windschleuse nach draußen. Natürlich gehen auch wir raus, aber auch von drinnen hat man einen fantastischen Blick über die Stadt.Wir genießen den Augenblick, die Aussicht und versuchen zu registrieren, das wir in AUSTRALIEN sind.

      Vom Eureka Tower aus erobern wir die Grünanlagen der Stadt und laufen eine ganze Weile umher.Dann bleibt auch noch ein bisschen Zeit für den Botanischen Garten. Die Größe überrascht uns ein bisschen und uns ist klar, das schaffen wir heute nicht mehr. Wir entscheiden uns nur für einen kleinen Rundgang am Anfang und verweilen noch ein wenig auf eine Bank an einem kleinen See. Die Sonne hat eine enorme Kraft und wir haben ca. 22 °C. Von unserer Bank aus beobachten wir die Vogelwelt und freuen uns über ein paar Schildkröten, die ihre Köpfe wenn auch nur ganz kurz, neugierig aus dem Wasser strecken. Ein schönes Fleckchen ist das hier und wir sind schon voller Erwartung, morgen den Rest des Botanischen Gartens zu erkunden.



      Es fällt uns ein bisschen schwer, aber wir trennen uns vom See, den fremdem Geräuschen, der Natur und begeben uns auf den Rückweg zum Hotel. Esist jetzt 14.15 Uhr und wir werfen einen Blick in unser Zimmer. Bunt,einfach und sauber ist unser erster Eindruck. Wir genehmigen uns erstmal eine Dusche und ruhen uns ein paar Minuten aus. Doch so richtig müde sind wir immer noch nicht und so fällt es uns nicht schwer, so gegen sechs Uhr noch mal loszuziehen, zwecks Nahrungsaufnahme.
      21.00Uhr: Und jetzt trifft uns die Müdigkeit wie ein Schlag.

      So, daß war unsere Ankunft in Down Under. Fortsetzung folgt.

      Viele Grülße gunda,
    • gunda wrote:

      Jetzt sind wir in ca. 3000 m Höhe und Steffi erhält ihr Essen

      Kleine Anmerkung am Rande - wenn ihr auf 3000m Höhe in einem A380 Essen bekommen hättet wäre irgendwas ziemlich schief gelaufen. Ich nehme an das waren 30'000 Fuss (Flugfläche 300) resp. 10km ;)

      Freue mich auf die Fortsetzung, kenne Australien noch nicht :8o:
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~ Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~
      Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil !
    • gunda wrote:

      schwebt mir da so was vor von Marmor
      Marmor habe ich im Flughafen von Singapur auch nicht gesehen. Dafür war es aber für mich der erste Flughafen, der Teppichboden hatte. War schon sehr gewöhnungsbedürftig. Aber viel schöner fand ich die vielen Bereiche mit wunderschönen Orchideen :) .
      Da ich Australien auch nicht kenne (ist ja noch weiter als Singapur und Bali ;( ), freue ich mich schon auf die Fortsetzung Deines Berichts.
      Liebe Grüße
      Bayerntroll
    • Hallo Gunda!

      Das freut mich aber, einmal einen Reisebericht über Australien zu lesen. Ich war selbst 2x "Down Under" (1993 und 1997 jeweils den ganzen Februar) und würde gerne wieder einmal hinfliegen. Das wird allerdings erst in ein paar Jahren so weit sein, denn ich möchte schon meinen Sohn (7) mitnehmen und ihm einiges zeigen - und er soll sich daran auch wirklich noch erinnern können :D

      LG Biggi


      Meine Reisedaten findet Ihr in meinem Profil.
    • Hallo an Alle,

      wie das mit den Zitaten funktioniert weiß ich nicht, :ssorry: deswegen gehe ich nicht auf jeden einzelnen ein.

      Aber Vielen Dank für die rege Beteiligung und Kommentare. Ich freue mich sehr über Euer Interesse an einer wirklich wunderschönen Reise. Ich könnte auch schon wieder los! Vorsicht, auch dieser Virus ist furchtbar ansteckend !
      Ich denke morgen geht es weiter mit dem Bericht. Der nächste Tag der Reise führt uns ans Meer. Super tolle Landschaft und ein Traum geht in Erfüllung.

      Bis bald,
      gunda.
    • Samstag 03.03.2012



      So, heute geht es weiter. Aber irgendwie bin ich mit den Tagen durcheinander gekommen, ans Meer gelangen wir erst am nächsten Urlaubstag. Den heutigen Berichtstag widme ich nochmal komplett dem schönene Melbourne.



      Wie erwartet ist die Nacht früh zu Ende, Jetlag lässt grüßen ! Nachdem wir das erste Erwachen um 01.30 Uhr ignoriert haben geht jetzt aber nichts mehr. Es ist 05.55 Uhr : Nutzen wir die Zeit also für unsere Tagesplanung. Aber Moment mal, wie sieht denn das Wetter draußen aus ? Es ist noch dunkel, aber die Straße sieht recht nass aus ! Regen in Australien, machen wir das Beste daraus.
      07.05 Uhr : Zum Glück kann man hier schon sehr zeitig Frühstücken. Es gibt Toast, Müsli und Joghurt , einfach also, aber ausreichend. Mit der Kaffeemaschine müssen wir uns allerdings erst noch anfreunden. Wir lassen uns Zeit und könnten wir auf Vorrat essen, würden wir noch mehr zulangen. Vernünftigerweise gehen wir jetzt satt wie wir sind erst mal einkaufen. Das ist aber einfacher gesagt als getan, denn Supermärkte sind hier mitten in der City Mangelware. Kleine 7 Up Shops gibt es an jeder Ecke, aber irgendwo müssen doch auch die Leute die hier wohnen mal ordentlich einkaufen können ! Ein paar Ecken weiter erspähen wir einen etwas größeren Markt und besorgen uns erst mal das Nötigste. Oh man, bei den Preisen vergeht einem echt die Lust daran.
      10.00 Uhr : Das Wetter ist immer noch nicht auf unserer Seite. Den Botanischen Garten werde wir uns heute sparen, denn es regnet immer noch. Stattdessen nehmen wir die alte Tram Bahn, die auf einem Rundkurs in ca. 1 Stunde alle Sehenswürdigkeiten der Stadtmitte anfährt und das auch noch kostenlos. Wir ergattern einen schönen Platz und genießen die komplette Runde. Da es auch noch Erklärungen gibt zu den Sehenswürdigkeiten steigen wir einfach gar nicht aus sondern nutzen das ganze als Stadtrundfahrt. Die Fahrt ist eine ziemlich rappelige Angelegenheit, aber gerade das macht das Ganze wieder besonders.
      Jetzt hat es zum Glück mal aufgehört zu regnen und so nutzen wir die Gelegenheit zu Fuß an unser nächstes Ziel zu gelangen. Vorbei an St. Pauls Cathedral, und wie ich finde dem schönen alten Bau des Hauptbahnhofes, biegen wir in die Swanston Street ab.



      Sie ist am Anfang eine Aneinanderreihung von kleineren Läden, die alles Mögliche anbieten. Es gibt hier viele Andenkenläden, in die wir aber nur mal kurz einen Blick werfen.Die Swanston Street ist für uns auch nur der Weg zum Ziel, und das eigentliche Ziel liegt jetzt vor uns, der Queen Victoria Market. Es ist schwierig zu beschreiben was sich hier vor uns abspielt. Es gibt jede Menge Stände mit allem was ein Tourist so mit nach Hause nehmen möchte oder eben auch nicht. Es ist sehr interessant und wir werfen schon mal ein paar Blicke auf potentielle spätere Andenken, Qualitativ ist es aber wohl nicht das Beste. Die Food Hall ist da schon wesentlich interessanter. Dort werden Gemüse und Früchte in aller nur erdenklichen Weise angeboten. Vieles ist uns natürlich bekannt, aber es gibt auch Neues zu entdecken. So schlendern wir dahin und merken gar nicht wie die Zeit vergeht. Gerade regnet es mal wieder. Zum Glück sind die Stände alle überdacht, denn der Markt findet draußen statt. Da das Wetter heute irgendwie nicht mehr besser werde möchte, gehen wir jetzt erst mal zurück zum Hotel und werden dort was Essen. Im Supermarkt erstehen wir ein frisches Baguette und eine Chili Frischkäsecreme zum Dippen.
      13.40 Uhr : Zum Essen setzen wir uns in den Frühstücks/Aufenthaltsraum aus Mangel an Tisch und Stühlen in unserem Zimmer. Doch was nun ? Die Energie ist ein wenig raus, liegt es am Wetter oder am Jetlag, wir wissen es nicht. Wir beschließen eine Runde zu schlafen und neue Kraft zu tanken. An "Weckerstellen" denkt keiner von uns, und so verschlafen wir tatsächlich den kompletten Nachmittag und wachen erst um 18 !!!!! Uhr wieder auf. Das ist der Wahnsinn, jetzt geht gar nichts mehr und wie wird dann erst die Nacht werden ? Aber es hilft ja alles nichts, wir müssen noch mal los, wenn wir was zu Essen haben möchten. Also raffen wir uns auf, aber auf Experimente haben wir keine Lust und so schlendern wir zum Asiaten von gestern. Allerdings nicht auf direktem Wege, denn der Kreislauf muss jetzt erst mal in Gang gesetzt werden. Ein Park wäre jetzt nicht schlecht und wir entscheiden uns für Fitzroy Garden. Es ist ein sehr schöner Park mit ein paar historischen Gebäuden wie zum Beispiel Cooks Cottage. Leider sind wir ein bisschen spät und alles ist schon geschlossen. Ein Baum erweckt unsere Aufmerksamkeit, denn man hat ihn kunstvoll verziert. Uns gefällt er!



      Es nieselt immer noch, aber es macht uns nichts mehr aus. Wir sind in einem wunderschönen Land, wir haben Urlaub und allmählich auch schon wieder Hunger. Dagegen müssen wir jetzt unbedingt etwas unternehmen. Die Enttäuschung ist zunächst groß als wir feststellen müssen, dass unser Asiate heute geschlossen hat. Doch nebenan gibt es direkt den nächsten. Es schmeckt wirklich total lecker, noch besser als gestern nebenan. Da es jetzt nach dem Essen nicht mehr regnet, schlendern wir noch ein bisschen durch die Straßen, bevor wir wieder zum Hotel zurückkehren.
      21.45 Uhr : Satt und zufrieden beschließen wir den heutigen Tag zu beenden.

      Mir ist aufgefallen, dass ich von diesem Tag so gut wie keine Fotos gemacht habe. Aber das ändert sich in den nächsten Berichtstagen !!
      Ich denke morgen schaffe ich noch mal einen Tag.

      Es Grüßt Euch

      gunda
    • Sonntag, 04.03.2012

      Und noch ein Tag. Viel Spaß!



      06.30 Uhr : Wir sind mal wieder früh wach, stehen auf, Frühstücken und zum ersten mal heißt es Tasche packen. Wir sind guter Dinge und ergattern gerade nach nicht mal einer Minute Wartezeit ein vorbeifahrendes Taxi, welches uns jetzt zur Apollo-Vermietung in der Nähe des Flughafens bringen wird. Wir halten den üblichen Smal-Talk mit dem Fahrer..... wo kommt ihr her, wo wollt ihr hin.... und so gehen die ca. 25 Minuten Fahrt schnell vorbei. Ich versuche mich schon mal an die Teilnahme im Straßenverkehr aus der Autoperspektive zu gewöhnen, damit der Schock gleich nicht so groß ist. Achtung hier herscht Linksverkehr !! Ich bin sehr froh, dass wir außerhalb Melbournes starten können und von hier aus auch gleich Richtung Westen abbiegen, sodass wir nicht mit dem Camper durch die Stadt müssen.
      Es ist jetzt 09.25 Uhr, wir sind also viel zu früh. Aber zum Glück ist schon jemand da und man nimmt sich dirkekt Zeit für uns. Die Spannung steigt, gleich werden wir den ersten Blick auf USEREN Camper werfen dürfen. Und da steht er! Was Steffi wohl sagen wird, muss sie doch schließlich die nächsten 11 Tage damit zurecht kommen. Doch da gibt es keine Probleme, Steffi gefällt, was sie da sieht. Ich stelle ein paar Fragen und wir schreiten einmal gemeinsam ums Fahrzeug. Anschließend sehen wir noch einen kleinen Film ( sogar auf deutsch ) , der alles noch mal ein wenig erklärt. So, jetzt kann es aber wirklichlosgehen. Die Taschen haben wir einfach nur hinten rein gestellt, die werden wir heute Abend auf dem Campingplatz auspacken.





      10.30 Uhr : Nun rollen wir also vom Hof. Die ersten Meter sind geschafft, das Schalten ist noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber wir fahren. Wie erwartet stellt das Linksfahren kein Problem da. Auch unser Navi ( Steffi 2 ) hat heute den ersten wichtigen Einsatz. Die Aussprache ist manchmal etwas seltsam, da Steffi 2 die englische Sprache nicht beherrscht. Aber egal, alles ist super und wir sind happy. Die Strecke aus Melbourne raus ist dann auch wie erhofft nicht sehr schwer. Schon bald wird der Verkehr weniger und somit ist es auch etwas einfacher mit dem Fahren. An die Geräusche während der Fahrt müssen wir uns allerdings erst noch gewöhnen. Alles klappert und rappelt ein bisschen. Wir sind jetzt kurz vor Geelong und was ist denn das ? Ist ja unfassbar, wir haben ihn entdeckt, den Australischen Aldi. !! Welch gute Gelegenheit unsere leeren Schränke zu füllen, damit wir heute und in den nächsten Tage nicht verhungern müssen. Wie gut, dass wir gestern Abend noch eine Einkaufsliste geschrieben haben, so vertrödeln wir hier wenigstens keine Zeit. Erwartungsgemäß sind die Preise nicht wie in Deutschland, aber schon erträgler als in Melbourne City. Wir kaufen alles nötige und natürlich noch ein paar Dinge mehr. Draußen positioniere ich Steffi noch vor dem Aldi Schild, das muss sein. Provisorisch verstauen wir alles in den Stau-Fächern und im Kühlschrank, wobei wir auch echt nicht mehr hätten kaufen dürfen. Soviel Platz ist dann doch nicht, aber egal.

      12.30 Uhr : Es geht weiter und so langsam wird die Straße enger und kurviger. Eine fantastische Landschaft zeigt sich uns von einer freundlichen, sonnigen Seite. Hinter jeder Kurve eröffnet sich uns ein herrlicher Ausblick. Das ist ein toller Vorgeschmack auf die Great Ocean Road, die wir aber immer noch nicht erreicht haben. So schlängelt sich die Straße dahin und wir halten das Ein- oder andere Mal an und genießen die Aussicht.
      So zum Beispiel am Splitpoint Light-House bei Lorne. Von hier aus hat man einen fantastische Sicht auf die Küstenlandschaft. Nicht weit von uns entfernt flattert gerade unser erster Sittich aus dem Gebüsch. Auch das Wetter ist super. Wir haben ca. 23 °C und die Sonne wärmt uns. Wir reißen uns nur schweren Herzens hier los und fahren noch ein paar km weiter.





      Es ist jetzt kurz vor drei, und da liegt sie vor uns die berühmte Great Ocean Road. Fast hätten wir den Parkplatz verpasst und schaffen es gerade noch sehr schwungvoll die Kurve zu nehmen. Jetzt beginnt sie also diese wunderbare Strecke, auf die ich mich so gefreut habe. Vor uns liegen jetzt allerdings bedrohlich dunkle Wolken, es wird wohl gleich regnen. Uhi, und wie das regnet. Die Scheibenwischer haben
      einiges zu tun. Wir beratschlagen gerade wie es für heute noch weiter geht. Die Entscheidung ist gegen den Otway National Park und für Apollo Bay gefallen.





      16.30 Uhr : Ankunft in Apollo Bay Holliday Park. Heute sind wir also nur eine kleine Etappe gefahren, es waren 191 km. Das Wetter ist jetzt wieder sehr schön, es wechselt hier anscheinend genau so schnell wie in Norwegen. Auspacken können wir auch später noch, also gehen wir doch lieber noch ein Stück spazieren. Die Sonne scheint und uns zieht es ans Meer. Wir laufen eine Pfad durch die Dünen am Meer entlang nach Norden und genießen die Meeresluft. Zurück schlendern wir durch den Ort, der um diese Jahreszeit aber nicht so wirklich viel zu bieten hat. Viele Geschäfte sind geschlossen nur ein paar Restaurants haben geöffnet. Langsam bekommen wir Hunger und wir gehen zum Platz zurück. Zu unserer großen Freude präsentieren sich dort ein paar rosa Galahs auf einer Wiese vor dem Eingang zum Campingplatz. Ich pirsche mich an und kann ein paar schöne Fotos machen.Untermalt ist das Ganze vom Lärm schimpfender weißer Kakadus die etwas weiter entfernt in den Bäumen sitzen. Ich könnte hier noch stundenlang stehen, aber jetzt muss ich mich doch mal losreißen.





      19.00 Uhr : Unser Magen knurrt, aber wir müssen uns erst mal Platz im Camper verschaffen. Unsere Taschen versperren einfach alles ! Über dem Führerhaus ist für jeden etwas Platz, sodass wir ca. 4 Tage mit den Klamotten hinkommen. Die Taschen verschwinden dann in einer Klappe unter der Sitzbank. Da wir kein Wohnmobil wollten, sondern einen kleinen wendigen Camper, ist das Platzangebot natürlich nicht sehr groß.
      Also verkündige ich mal folgende Camper Regeln:
      1. Camper Regel , es kann sich immer nur Einer im Camper bewegen. Der Andere hat zu warten oder sich eine andere Beschäftigung draußen zu suchen.
      Steffi ist schon erfolgreich eingezogen, jetzt bin ich an der Reihe. Diese etwas lästige Aufgabe ist aber schnell erledigt und wir können uns endlich wichtigeren Dingen widmen, dem Abendessen. Es gibt Gemüse und Reis aus der Mikrowelle. Die Mikrowelle ist überhaupt eine wichtige Einrichtung im Camper, denn sie ist unser Indikator ob wir das Stromkabel richtig eingesteckt haben oder nicht.
      2. CamperRegel : Möglichst immer direkt spülen, sonst stellt sich früher oder später die Frage, wohin damit, oder mit was esse ich jetzt ..?

      Regel Nummer 2 erledigt an diesem Abend Steffi, und Regel Nummer 1 beherzigen wir beide und ich übernehme den Part das Nachtlager zu bauen. Steffi schicke ich schon mal zum Duschen und dieses Prinzip wird sich im späteren Verlauf der Reise bewähren und wir behalten es bei. An diesem Abend sind wir einfach nur geschafft. Das Wetter hat sich wieder verschlechtert, es regnet immer mal ein bisschen. Es ist halb zehn und der Platz ist absolut ruhig und wir sind gespannt wie man im Camper schlafen kann. Über diesen Gedanken bin ich aber auch schon eingeschlafen. Noch ahnen wir nicht, dass wir in der Nacht noch Regel Nummer 3 einführen und morgens auch noch über Nummer 4 nachdenken müssen.
      Gegen 23 Uhr muss Steffi mal wohin. Was für ein Lärm, der Donnerhall unserer Tür muss doch wirklich den ganzen Campingplatz wach machen. Das geht ja gar nicht. So verkünde ich Steffi Regel Nummer 3 …. die Schiebetür nachts niemals ganz und gaaaanz langsam öffnen und schließen ! Die Entscheidung ist gut und der Sound der Tür wesentlich leiser. Noch während Steffi auf der Toilette war habe ich überlegt, ob es so eine gute Idee war, dass ich nicht mitgegangen bin. Zwischenzeitlich meine ich auch meine Blase zu spüren. Das Ganze ist wahrscheinlich nur psychisch veranlagt, wenn ich da an die Schiebetür und unsere Nachbarn im Zelt denke. Es hilft aber alles nichts, jetzt grübel ich schon fast eine halbe Stunde, so wird das nichts mehr mit dem Einschlafen. Also auf. Ich rappel mich auf und öffne die Tür im Zeitlupentempo. Geht doch! Ich schleiche mich zum Toilettenhäuschen, was mir fast ein paar nasse Füße einbringt, denn teilweise stehen Wasserpfützen auf der Wiese. Aber egal, jetzt steht einem ruhigen Schlaf nichts mehr im Wege.

      Ein Blick aufs Handy zeigt mit, es ist halb zwei in der Nacht und irgendwas hat mich aufgeweckt. Steffi schält sich neben mir ein zweites mal aus dem Schlafsack, o.k., ich weiß schon was kommt. Diesmal springe ich aus dem Bett und gehe direkt mit. Ich achte genau darauf nicht wieder diese Pfütze zu treffen, aber es ist dunkel, und zack erwische ich eben eine andere. Die restlich Nacht verbringen wir dann wie normal Menschen mit Schlafen.

      So, den nächsten Tag schaffe ich sehr wahrscheinlich erst nächste Woche. Bis dahin.

      Viele Grüße

      gunda
    • Montag, 05.03.2012

      06.30Uhr : Eine relativ ruhige Nacht geht zu Ende. Die Matratze ist wunderbar hart und für meinen Rücken bestens geeignet.
      07.15Uhr : Oh mein Gott was ist das denn? Was für ein Lärm, ohje, das ist unser Rauchmelder, der hier gerade den ganzen Platz aufweckt. Wie peinlich! Somit kommen wir zur bereits angekündigten Camper Regel Nr. 4, stelle niemals den Toaster unter den Rauchmelder!

      10.00Uhr : Abfahrt von Apollo Bay. Unser Navi sagt uns, es sind 18km bis zu unserem ersten Ziel heute morgen.
      10.25 Uhr: Ankunft in Maits Rest . Hier haben wir die Möglichkeit einen kleinen ca, 800m langen Spaziergang durch den Regenwald zu machen. Wir schlendern also durch diese fantastische Vegetation, ein paar riesige Farne haben es mir angetan.
      11.00 Uhr : Weiter geht`s. Wir sind auf dem Weg zum Cape Otway, denn auf dieser Strecke soll man mit fast 100% iger Wahrscheinlichkeit Koalas zu Gesicht bekommen, wild lebende versteht sich. Und tatsächlich, am Anfang benötigen wir noch die Hilfe der anderen Touristen, und da sind sie unsere ersten Koalas! Wir sind begeistert, und erfreuen uns an den Tieren. Viel Aktion veranstalten sie allerdings nicht, die meisten dösen oder blinzeln uns nur mal kurz an. Wir fahren noch ein Stück weiter und bekommen langsam ein Auge für diese niedlichen Tiere. Wir sind total begeistert !!





      Jetzt setzen wir unseren Weg auf der Great Ocean Road fort. Und immer wieder laden uns Lookouts zum anhalten ein und wir genießen die herrliche Landschaft. Es ist jetzt schon Mittag geworden und wir nähern uns unserem heutigen Etappenziel, dem Port Campbel Nationlpark mit den Zwölf Aposteln ( Felsformation ). Doch Übernachten werden wir in Princtown, das liegt ca. 15 kmentfernt.





      13.30 Uhr : Wir erreichen den Camping Platz Apostels Camping. Die Lage des Platze ist wirklich schön, etwas oberhalb mit Blick auf den Fluss. Nach einem kleinen Imbiss machen wir uns nun also mit dem Camper auf den Weg. Das Wetter ist jetzt sehr wechselhaft. Der Nationalpark bietet einige schöne Aussichtspunkte, bevor man die 12 Apostel erreicht. Wir halten gleich am ersten an,und gelangen über die Gipsons Steps runter ans Meer. Die Sonne ist tatsächlich passend zu diesem Ereignis raus gekommen. Wir genießen die Sonnenstrahlen, den Wind und das Meer.

      Doch nun zieht es uns weiter zum Besucherzentrum an den Zwölf Aposteln. Schon zu Hause habe ich mit einem Helikopter Flug hier geliebäugelt. Und was soll ich sagen, Rundflug wir kommen!!! Knallrot ist er, wir mit Schwimmwesten und Kopfhörer ausgestattet (…. müssen wir uns Sorgen machen? ), geht es nun los. Wir sitzen zum Glück in der vorderen Reihe, die Maschine hat Platz für acht Personen inkl.
      Pilot. Es ist total spannend und ich freue mich riesig auf das was jetzt kommt. Die Maschine hebt vom Boden ab und schon geht es los.
      Die nächsten zehn Minuten lassen sich einfach gar nicht richtig beschreiben. Unser Gesicht erstarrt zu einem Dauergrinsen und das Fliegen an sich fühlt sich toll an. Das alles hier so aus der Luft zu sehen ist etwas ganz Besonderes, das wir wohl nie wieder vergessenwerden. Da ist es auch total Nebensache, dass wir im Moment ein paar dunkle Wolken am Himmel haben.






      Jetzt haben wir wieder festen Boden unter den Füßen. Noch immer im Taumel des gerade erlebten, folgen wir dem Strom der anderenTouristen zur Besucherplattform. Hier ist es zum ersten mal im Urlaub so richtig voll. Uns macht es nichts, wir blenden es einfach aus. Nun geht es weiter.








      Es folgen jetzt noch einige weitere Aussichtspunkte, die man sich von diversen Parkplätzen aus erlaufen muss. Die Gegend hier ist einfach nur genial und an jeder Ecke eröffnet sich uns ein anderer spektakulärer Ausblick. . Gerade gehen wir das ganze etwas schneller an, denn vor uns türmen sich tiefe dunkle Wolken auf. Wir genießen die Aussicht am Lookout ein paar Minuten werden das aber nicht endlos hinziehen, denn die Wolkenfront kommt bedrohlich näher. Mal lieber einen Zahn zulegen.... und ….. geschafft. Gerade noch rechtzeitig jetzt treibt der Wind den Regen gegen das Fenster von unserem bereits liebgewonnenen Camper. Wir machen ein paar Minuten Pause und der Regen verschwindet genau so schnell wieder wie er gekommen ist. Bis zum nächsten Parkplatz sind es nur ein paar Meter. Der Weg zum Lookout ist etwas länger und irgendwie sind wir jetzt nur noch alleine unterwegs. Aber egal, genießen wir die Stille und Einsamkeit. Muttenbird Island wird ganz schön von der Brandung bombardiert, da herrschen enorme Kräfte. Noch weiter zu gehen trauen wir uns jetzt allerdings auch nicht mehr, denn es dauert nicht mehr so lange bis es dunkel wird, Also machen wir uns jetzt auf den Rückweg.





      19.25 Uhr : Ankunft am Campingplatz. Jetzt erst mal was essen. Es gibt Salat. Und Steffi entdeckt in weiter Ferne ein paar Kängurus, unsere ersten ! Mehr geht dann heute Abend nicht mehr. Ist jetzt auch schon dunkel geworden.
      Uns so geht wieder ein wunderschöner Tag zu Ende.
    • Dienstag, 06.03.2010

      Wetter : Wie immer sehr wechselhaft, morgens noch recht bewölkt, nachmittags auch Sonne, 17-23 °C

      08.20 Uhr : Wir fahren die ca. 20 km von Princetown nach Port Campbell. Die Strecke sind wir gestern ja schon fast komplett gefahren und haben uns alles angesehen. So können wir jetzt durchfahren. Port Campbell ist nicht besonders groß und doch haben Steffi 2 und wir ein paar kleine Verständigungsschwierigkeiten. Den einzigen Kreisel im Ort fahren wir drei oder viermal aber jetzt haben wir die Tankstelle gefunden. Ein paar Meter weiter finden wir einen kleinen Supermarkt. Wir sind auf der Suche nach ein paar normalen bezahlbaren Bonbons, aber wieder Fehlanzeige. Eigentlich müsste es hier doch wenigsten Eukalyptusbonbons geben, im Land der Eukalyptusbäume, oder ?? Wir entscheiden uns gegen die teuren Bonbons und kommen statt dessen mit ein paar Ansichtskarten wieder aus dem Laden.
      Den Weg zurück zur Great Ocean Road finden wir jetzt aber spielend . So, geschafft. Wir nähern uns bereits dem nächsten spektakulären Aussichtspunkt, bzw. dem Parkplatz dazu.

      The Arch ist unser erstes Ziel. Der Felsbogen ist wie alles hier schon sehr sehenswert, aber noch besser gefällt uns der Blick in die
      andere Richtung. Langsam wird es Zeit und wir schlendern zurück zum Auto. Es ist schon erstaunlich, wir haben Urlaub und eigentlich alle Zeit der Welt, und doch zieht es uns ständig weiter. Aber wir genießen jedesmal den Moment, das Jetzt und Hier, überwältigt von den ganzen Eindrücken, die wir seit Tagen versuchen zu verarbeiten. Aber das ist gar nicht so einfach.





      Genauso ergeht es uns an der London Bridge. Dieser Felsen sah früher aus wie eine große Steinbrücke, die Verbindung zum Festland ist aber 1990 eingestürzt. Verletzt wurde niemand, allerdings mussten zwei Personen später mit dem Hubschrauber vom dem noch stehen Teil im Meer gerettet werden. Jetzt steuern wir den letzten Aussichtspunkt für uns hier an der Küste an, The Grotto !
      Über einige Steintreppen abwärts gelangen wir an besagte Grotte. Die Felsen haben hier wahnsinnig viele verschiedene Ockertöne.





      Es ist jetzt halb elf und wir verlassen die Great Ocean Road, die uns die letzten beiden Tage so viel Freude gemacht hat. Wir kehren dem Meer den Rücken und fahren jetzt Landeinwärts. Einen Highway sucht man hier vergebens, aber die Straße ist meistens gut und zügig zu fahren. Steffi 2 hat dieStrecke mit 206 km berechnet und dann sollten wir uns in Halls Gap im Grampiens Nationalpark befinden. Wir genießen die Fahrt, die sehr abwechslungsreich ist. Jetzt gerade frage ich mich allerdings, ob unsere gute Steffi 2 das wirklich noch alles im Griff hat. Die Straße entwickelt sich gerade zu einer Single-Track Road. Doch ich mag diese Strecke, das erste mal hat es etwas mit der Weite und Einsamkeit Australiens zu tun. Links und rechts gleitet die Landschaft an unsvorbei. Manchmal sehen wirein paar Kühe oder einsame Gehöfte, mehr ist hier nicht. Schon seit einer längeren Zeit ist uns kein Auto mehr begenet. Sind wir noch richtig ? Doch weiter vorne sieht es tatsächlich wieder nach Zivilisation aus. Wir biegen gerade wieder auf eine normal Straße ab und vor uns kommt ein Ort. Ein Platz für unsere Mittagspause wäre jetzt nicht schlecht !Wir hoffen auf die Australische Gastfreundschaft, und erwarten wie so oft in den Orten, einen Picknick Bereich. Und Treffer. Pause!

      13.05 Uhr :Weiter gehts. Je weiter wir kommen, desto mehr staunen wir über die Bergkette die sich vor uns auftürmt. Das sind sie also die Grampiens. Wir freuen uns schon auf die nächsten zwei Tage, denn hier können wir endlich wandern.Halls Gap selber ist nur ein kleiner Ort, aber bestens auf die Touristen der Grampiens eingestellt.
      14.00 Uhr : Ankunft am Campingplatz. Diesen Platz habe ich mir ausgesucht, denn hier soll man gute Möglichkeiten haben, Kängurus und diverse Vögel zu beobachten. Doch jetzt müssen wir erst mal gedanklich hier ankommen. Das geht am besten mit einer kurzen Pause und einem Cappuccino. Steffi will mir gerade sagen, dass etwas weiter entfernt irgend ein riesiger Vogel läuft. Ja,ja,ich denke gar nicht daran jetzt aufzustehen, ich glaube ihr nicht so wirklich. Aber was wenn doch, das wäre doch ein tolles neues Tier für den heutigen Tag. Nur mal nachsehen schadet ja nichts. Tatsächlich, in ca. 100m Entfernung steht ein Emu. Ist ja genial. Pause und Cappuccino hin oder her, da will ich hin. Wir unterbrechen also unsere Pause und pirschen uns gerade an den Emu ran. Doch was ist das, in Wirklichkeit pirscht sich der Emu nun an uns ran. Ein paar Fotos habe ich schon gemacht, aber das wird mir jetzt doch unheimlich. Wir treten den Rückzug an. Der Cappuccino ist nun leider kalt geworden, aber macht nichts. Wir beschließen den Camper startklar zu machen und fahren in den Ort. Hier gibt es alles was man so braucht, eine Tankstelle, Supermarkt usw. Den Weg hinauf in die Berge finden wir schnell, alles ist gut beschildert. Unser Camper macht sich gut hier im kurvigen Bergland, er zieht recht gut.

      15.20Uhr : Ankunft am Parkplatz Reeds Lookout. Die Aussicht hier ist fantastisch. Das macht Lust auf mehr und wir wandern los. Eigentlich ist es mehr ein Spaziergang, zumindest für unsere Verhältnisse. Die Aussicht am Ziel auf die Balconies ( Felsformation ) ist super, und ein starker Wind weht uns um die Nase. Die Fernsicht die wir schon am Reeds Lookout genossen haben setzt sich hier fort, fantastisch!







      16.20Uhr : Zurück am Parkplatz.Wir fahren nochmal weiter 10 Minuten bergauf und erreichen den Parkplatz der Mac.Kenzie Falls. Hier gibt es verschieden Möglichkeiten einen Blickauf den Wasserfall zu werfen. Wir entscheiden uns zuerst für den Weg zum Fuß des Wasserfalls und nehmen den Abstieg in Angriff. Die Sonne scheint und lässt das Wasser so richtig funkeln. Jetzt sind wir unten und wir haben das Panorama ganz für uns alleine. Ein Regenbogen schimmert im Aufsprühenden Wasser. Wir setzen uns eine Weile hin und genießen einfach und hören dem Rauschen des Wassers zu. Aber wie es dann eben oft so ist, wenn es am schönsten ist muss man gehen. Wir wollen es natürlich nicht versäumen, den Wasserfall auch noch aus den anderen Perspektiven zu sehen. Wirklich ein schönes Fleckchen hier. Langsam ist es Zeit, das wir zum Parkplatz zurück kehren. Wir sind schon fast angekommen, und da sitzt ein Kookaburra ( Lachvogel ) nicht weit von uns entfernt auf einem Zaun.





      18.20Uhr : Zurück auf dem Campingplatz. Überall haben sich mittlerweile Schwärme von weißen Kakadus eingefunden und suchen nun lärmend nach irgendwelchen leckeren Kostbarkeiten in der Wiese. Ich drehe eine Runde über den Campingplatz und bin total begeistert. Es fällt mir schwer das alles in Worte zu fassen. Ich kann es einfach nicht lassen und mache ein Foto nach dem anderen. Es lebe die Digitalkamera und die immense Speicherfähigkeit ! Der Lärmpegel ist enorm und unvorstellbar. Mit Ende der Dämmerung kehrt Ruhe ein in den Vogelkolonien. Doch jetzt kommt die Zeit der Kängurus. Es werden immer mehr und derAbstand zu unserem Camper wird immer kleiner. Faszinierend !
      21.30Uhr : K.O.








      :x-rolleyes: :x-rolleyes: Frohe Weihnachten !! :x-rolleyes: :x-rolleyes:


      Viele Grüße gunda.
    • Mittwoch, 07.03.2013



      Wetter : genial, blauer Himmel. Je weiter nördlich, je wärmer.





      08.30 Uhr : Abfahrt von Halls Gap, unser Ziel ist der Wonderland Carpark. Wir brauchen nur 15 Minuten bis wir den Parkplatz erreichen. Unsere Wanderung heute führt uns zu einer weiteren interessanten Gesteinsformation, den Pinnacles. Und diese Wanderung ist wirklich ganz nach unserem Geschmack. Schon kurz nach dem Start zeigt sich der Charakter dieserStrecke und wir durchwandern eine kleine Schlucht.





      Die steileren Stellen überwinden wir mit einer Metallleiter, ansonsten geht es mal über Felsplatten mal über Steine und manchmal auch über einen recht guten Pfad dem Gipfel entgegen.
      Wow, was für ein Ausblick. Die Mühe hat sich gelohnt. Nach nicht ganz 1,5 h stehen wir hier oben und haben eine fantastische Weitsicht. DerWind ist mal wieder enorm und die letzten Meter zur Aussichtsplattform gestalten sich etwas schwierig. Ein Mann versucht es auf allen Vieren, aber ich glaube der hat es nicht so mit der Höhe. Schnell mal einen Blick aufs Handy werfen, und ein Lebenszeichen nach Hause senden, denn unten im Tal war kein Empfang.








      11.35 Uhr: Nach den Tagen der Bewegung folgen nun die Tage des Fahrens. Der Weg ist das Ziel ist unser Motto für die nächsten zwei Tage. Wir nehmen die Straße durch die Grampiens und überqueren die Bergkette. Es ist eine schöne Fahrt, die Landschaft ist sehr sehenswert. Wir möchten heute so weit Richtung Adelaide kommen, wie wir können. Da wir aber nicht so genau wissen wie die Straßen aussehen und was noch alles passiert, setzen wir uns damit auch nicht unter Druck. Wir genießen die Fahrt und saugen alle fremden Eindrücke in uns auf, die uns die größeren und kleineren Ortschaften so bieten. Nhill ist so ein kleiner Ort, in dem wir gerade Mittag machen.

      14.30 Uhr : Eine halbe Stunde Pause liegt jetzt hinter uns und noch ein paar Stunden Fahrt stehen uns bevor. Wir freuen uns, dass wir so gut vorwärts kommen. Ab und zu mal eine Baustelle, aber sonst Nichts. Vor uns geschieht auch schon wieder irgendetwas. Wir sind auf dem Highway und jedes einzelne Fahrzeug wird von einem Straßenarbeiter angehalten und sie bekommen irgendetwas erzählt. Jetzt wird es spannend, denn jetzt sind wir ander Reihe. Oh, Gott, ich habe keine Wort verstanden und auf Steffis Gesicht sehe ich auch nur Fragezeichen. Doch auf erneute Nachfrage erzählt er uns alles noch mal und wir sind jetzt im Bilde. Wir parken erst mal mal auf dem Randstreifen und verschaffen uns einen Überblick über die aktuelle Lage. Klar ist, der Highway auf dem wir uns befinden und der uns nach Adelaide gebracht hätte ist für längere Zeit gesperrt, es gab wohl einem schweren Unfall. Der Mann hat uns erzählt, dass wir vorne ( er zeigte auf einen Abzweig ) rechts fahren können, bis zur nächsten Kreuzung dann links. Und tatsächlich finden wir die ganzen Ortsnamen die er uns eben an den Kopf geworfen hat auf der Karte. Er hat uns allerdings nicht erzählt das der Abzweig erst in fast 100km kommt. Es hilf alles nichts, wir wollen auf jeden Fall weiter.
      Die B 57 auf der wir uns jetzt befinden ist eigentlich ganz gut zu fahren, allerdings ist sie schmaler als der Highway. Außerdem herrscht viel Gegenverkehr wegen der Sperrung. Problemtisch wird es bei entgegenkommenden Roadtrains, da die Straße für den entstehenden Windsog nicht sehr viel Raum bietet. Und dieser ist heute besonders groß, da der schon vorhandene starke Wind uns jetzt von der Seite erwischt. So müssen wir unsere Reisegeschwindigkeit drosseln. Trotzdem kommen wir gut voran.

      Es ist jetzt 17.30 Uhr, und wir sind in Pinaroo zum Tanken. Wir überlegen gerade, ob wir heute hier übernachten oder noch ein Stück weiter fahren. Die Entscheidung ist gefallen. Wir fahren auf jeden Fall noch ein Stück weiter. Der Highway lässtsich bestens fahren und die km werden weniger und weniger. So noch ein paar km dann sind wir in Tailem Bend. Dieser Ort befindet sichbereits am Princess Highway und bis Adelaide sind es morgen nur noch ca. 95 km. Mehr geht heute Abend auf jeden Fall nicht mehr.
      19.05 Uhr unser Campingplatz ist einfach, aber er liegt direkt am Murray River. Schon ein paar Minuten später sitzen wir zum ersten mal zum Abendessen draußen, denn heute ist es warm genug. Wir haben noch Temperaturen so um die 25 °C. UnserTeller ist gerade leer, da zieht uns der rot leuchtende Himmel zum Rand des Platzes. Von hier aus haben wir eine tollen Blick auf denMurray River und wir sind Zeuge eines wunderschönen Sonnenuntergangs.






      Ist die Sonne einmal untergegangen kommt die Zeit der Stechmücken. Draußen sitzen geht nicht mehr, aber nach Spülen und Duschen ist für uns der Tag sowieso zu Ende.


      Viele Grüße und Euch allen ein schönes neues Jahr !

      gunda