Herbstträume erleben mit der MS Kong Harald (27.) 28.09. - 08.10.2012, Nachschlag, Fazit, Bilder

    • 2012
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    • Herbstträume erleben mit der MS Kong Harald (27.) 28.09. - 08.10.2012, Nachschlag, Fazit, Bilder

      Moin, liebe Fories!

      Hier kommt er also, der Rest unserer Herbsttour mit Hurtigruten:

      Zur Erinnerung: Stecken geblieben bin ich am 9. Tag in Sortland , an dem Heiflo uns mitteilen musste, dass sie nicht in einem der Busse gesessen hatte, denen wir restlichen Forenmitglieder an Bord, in der Hoffnung auf schöne Bilder von uns, so überaus enthusiastisch gewunken hatten :hi: :hi: :hi: Hoffe, wenigstens alle anderen Businsassen auf der Brücke haben sich über die "Belebung" ihrer Bilder gefreut! :dance:Reichlich Leute hatten sich zum Winken dort vorne eingefunden!Fast Forumslike! Klasse! :thumbsup:

      Nach dem Mittagessen wollte der nächste Punkt auf der to do -Liste abgehakt werden, denn wir näherten uns Stokmarknes und dem Hurtigrutenmuseum. Ich machte mich zusammen mit Heiflo auf den Patt, um zu schauen, ob das Forever Young Banner inzwischen seinen Weg an die vorgesehene Wand gefunden hatte. Leider muss ich hier Mitteilung erstatten, dass dem noch nicht so war! :S Wie arcticGateway uns beim Treffen in Tromso mitteilte, ist der vorgesehene Film, der hier wohl gedreht werden sollte, verschoben worden. Also bestand wohl kein Grund mehr, sich mit dem Aufhängen des Banners zu beeilen. Und wie Jens und Eva ja immer wieder betonen: Gut Ding will Weile haben bei den Norwegern! ;) Wäre gerne diejenige gewesen, die das erste Bild des hängenden Banners eingestellt hätte, aber nun wird sich ein anderer freuen, wenn es endlich so weit ist.

      Nach unserem Ablegen in Stokmarknes blieb keine Stunde mehr bis zu unserem nächsten Highlight dieser Reise, dem Beginn der Raftsund-Passage! :good3: Das hieß für mich gleichzeitig, fertigmachen für die Seeadler-Safari , an der ich als einziges Forenmitglied unserer Truppe teilnahm. Das erste Mal auf dieser Reise entschied ich mich, eine Regenhose über die Jeans zu ziehen, da das Wetter zu unbeständig ausschaute. Soweit vorbereitet musste ich die 20 Minuten bis zum Ausbooten natürlich noch von vorne unter der Brücke erleben. Zu schön, die bunt belaubten Hänge mit den verstreuten Hütten und Gehöften, die man um jeden nächsten Hügel oder Felsvorsprung entdecken kann. :heart: Ach wie gerne würde ich mal einen Hurtigrutenturnus lang in einer dieser Hütten Urlaub machen, Entspannung pur und zweimal am Tag Hurtigrutenschiffe gucken :girl_sigh: und einmal winken - nachts würd mich ja niemand sehen! :mosking: Dann war es aber soweit. Schweren Herzens musste ich mich von meinem Platz trennen und es ging zum Ausbooten. Dieses wurde mit Argusaugen bewacht :search: sowohl von Filmregisseur Reinhard (Trollblumes GöGa) als auch von den anderen, Kameras zückenden, Verdächtigen. An Bord des kleinen Bootes waren jede Menge Stühle aufgestellt, auf denen man zunächst mal Platz nehmen sollte. Wie ihr euch denken könnt, blieb dies nicht lange so! Es dauerte nicht lange, da war unser Boot von Möwen umzingelt, denn die Crewmitglieder an Bord sparten nicht an kleinen Fischstückchen, die sie den Möwen entweder zuwarfen oder sich sogar aus den gut behandschuten Fingern picken ließen. Mein Gott, war das ein Gewimmel von Flügeln, Krallen, Schnäbeln, Vogelleibern - ein Schlagen, Picken, zur Seite Schnappen und fallenden Fischstückchen hinterher jagen! Der helle Wahnsinn! :8o: Dazwischen stieß eines der Crewmitglieder immer wieder sehr schrille Pfiffe aus, mit denen er wohl einen Adler anlocken wollte.Und dann war es soweit! Ein Schrei :clapping: : "Da kommt einer!", das Boot nahm an Fahrt raus und durch die Menschen an Bord ging eine Bewegung, die sich zusammensetzte aus dem Zücken und Bereithalten der Kameras, dem sich im Kreis drehen um das Objekt der Begierde überhaupt erst mal zu Gesicht zu bekommen, wenn entdeckt, erneut durch den Sucher der Kameras zu finden trachten, sollte das glücken, ranzoomen und dann der Versuch den Moment abzupassen, an dem der Adler seine Krallen in den Fisch schlägt, den man inzwischen ins Wasser schmiss - liebe Leute - das war ein Unterfangen, was ich, ehrlich sehr bemüht, mehrmals versuchte, aber zum Schluss leider erfolglos blieb! :blush2: Weder ich noch meine kleine Taschenknipse waren dafür gemacht! :pardon: Es blieb natürlich nicht bei dem einen Adler. Zweie kreisten sehr hoch über uns und schienen völlig desinteressiert an den kleinen Leuten da unten in ihrer Nussschale. Andere schienen aber doch Appetit auf einen kleinen Snack zu haben. Während sie über uns ihre Runden zogen und dabei immer tiefer kamen, bekam ich schon die eine oder andere Gelegenheit zu einem Foto, aber das Problem war, sie immer wieder mit der Kamera zu erfassen, da sie ja durch das Kreisen mal auf der einen, mal auf der anderen Seite des Bootes erschienen. Aber es war auch so spannend, diese majestätischen Tiere in Aktion zu erleben und nachdem ich einmal einsehen musste, dass ich keine Chance hatte, diese Tiere beim Schnappen der Fische zu erwischen, sah ich es mir lieber mit eigenen Augen an und ließ es sich ganz tief in meinem Kopf einbrennen, für immer festgehalten! :imsohappy:
      Nach diesen ersten Begegnungen mit den Seeadlern machte unser Steuermann wieder Dampf und wir fuhren auf direktem Wege zum Trollfjord , den wir vor der MS Kong Harald erreichten und genügend Zeit bekamen, ihn von allen Seiten zu betrachten. Aus so einem kleinen Boot heraus wieder eine ganz andere Perspektive, wie von einem großen Hurtigrutenschiff! Gigantisch erhoben sich die Felsen über unseren Köpfen und für eine Weile standen nicht mehr die Seeadler , sondern die eindrucksvolle Landschaft im Mittelpunkt der fotografischen Begierde. Es war so beeindruckend! :8o: Am Ende des Fjordes drehte unser Boot und langsam fuhren wir wieder zurück. Wir wusten ja nicht genau, wann die MS Kong Harald den Trollfjord erreichen würde, aber als der Moment kam, an der sich die Bugspitze langsam um den Felsen schob und sie in den Fjord hineindrehte - das war für mich ein sehr ergreifender Moment und es lief mir ein richtiges Rieseln über den Rücken. Wie schön das war!!! Langsam fuhren wir einander entgegen, aneinander vorbei und wir schließlich weiter zur Mündung des Fjordes, während die MS Kong Harald ihrem Wendemanöver am Ende des Fjordes entgegen fuhr, was für die Erstfahrer an Bord ja immer sehr beeindruckend ist und auch seine Wirkung auf Trollblume, GöGa und Heiflo nicht verfehlte. :8o: :clapping: :girl_sigh: Aber ich glaube, auch mein Schatz hat sich erneut von diesem besonderen Moment einfangen lassen!!! :love: Ein letztes Mal kreuzte unser Boot in der Mündung des Trollfjordes, so dass wir Gelegenheit bekamen, die MS Kong Harald genau in dem Moment einzufangen, als sie am Ende des Fjordes quer stand und ich muss sagen, aus der Ferne betrachtet sah es beruhigend aus , wieviel Platz doch noch zwischen Bord- und Felswand ist, wenn dieses Wendemanöver stattfindet. Das sieht von Bord betrachtet gaaaaaaanz anders aus !!! :mosking:
      Schließlich überließen wir Trollfjord und Schiff aber sich selbst und gingen im Raftsund und Richtung Svolvaer wieder auf Adlersuche. Langsam war es später geworden und während ich meine Regenhose getrost hätte an Bord lassen können, begann sich der Himmel, wie bereits zum wiederholten Male auf dieser Reise in den herrlichsten Tönen zu verfärben. In der malerischen Umgebung des Raftsundes, der dafür die ideale Kulisse bot - ein Schauspiel sondergleichen! :search: Langsam wurden die Seeadler für mich nur noch schmückendes Beiwerk und von hier brachte ich wohl die herrlichsten Sonnenuntergangsbilder der ganzen Reise unter Dach und Fach. Aber auch ein Adler ließ sich noch blicken und präsentierte sich in voller Schönheit den Könnern unter den Fotografen an Bord, als er seine Krallen in den Fisch schlug, den er als Beute gekonnt aus den Fluten zog und mit ihm in der Ferne entschwand. Aber auch ich sollte noch zum Zuge kommen :imsohappy: ,denn kurz darauf passierten wir einen Pfahl, der die Fahrbahnrinne markierte und ein Adler saß mitten darauf und alle, die wie ich bisher Pech hatten, diese schönen Tiere in Aktion zu fotografieren, konnten doch noch i h r Seeadlerbild machen, denn das schöne war, als unser Boot ganz langsam und mit ruhig laufendem Motor eine Runde um diesen Pfahl drehte, hielt dieser Adler ganz still :mosking: Als besonderes Highlight landete doch tatsächlich noch ein zweiter Adler neben dem ersten und wenn auch ein wenig unscharf darf ich euch, wenn ich die Bilder sortiert habe einen Adler mit zwei Köpfen präsentieren. So sieht es auf dem Bild nämlich aus! :D Mit diesem Erlebnis endete unsere Seeadlersafari . Unsere Zeit war um und das Boot hielt zügig auf Svolvaer zu. Die restliche Fahrt erlebte ich stehend, nachdem ich mir einen sicheren Stand zwischen Bordwand und Reling verschafft hatte und kam mir dabei richtig seemännisch vor. :mosking: Kurz vor unserer Einfahrt in den Hafen nahm unser Steuermann noch mal etwas Fahrt raus, so dass uns noch ein paar schöne Bilder von der "Svolvaergeita" gelangen. Ein schöner Abschluss dieses Ausflugs!
      Kaum hatten wir das Boot verlassen und uns auf den Weg herum zum Hurtigrutenanleger gemacht, ertönte auch schon das Typhon des Schiffes und kündigte sein Kommen an. Raschen Schrittes ging ich bis zum Ende einer etwas weiter hineinragenden Mole und es gelang mir, noch ein paar schöne Bilder der herankommenden MS Kong Harald zu schießen.
      Sehr angenehm war auch, dass die Essenssitzungen an diesem Tag so gelegt wurden, dass die erste Sitzung bereits vor dem Anlegen in Svolvaer und die zweite erst nach dem Ablegen in Svolvaer stattfanden. So konnten alle Passagiere an Bord und auch wir Ausflügler uns noch in Ruhe fast 1 1/2 Stunden in Svolvaer tummeln und ich machte mit meinen GöGa noch einen kleinen Spaziergang durch das abendliche Svolvaer bei stimmungsvoller Beleuchtung. Essen mussten wir heute mal getrennt, denn Dieter hatte es ja schon hinter sich, während wir Ausflügler der zweiten Sitzung zugeschlagen wurden. So konnte ich eine halbe Stunde nach unserem Ablegen leider auch nicht der Schiffsbegegnung mit der MS Nordnorge beiwohnen, aber Trollblume und unsere GöGas bezogen Position, während Heiflo und ich speisten! :good3:
      Unserem letzten Hafen auf den Lofoten, Stamsund , gewährte ich zugegebenerweise nur einen kurzen Blick von Deck5 und ein paar Bilder. Heute wollten Trollblume, unsere GöGas und ich viel lieber zusammensitzen und uns von unseren Erlebnissen erzählen. Abundzu gesellte sich auch Heiflo für ein paar Worte zu uns. Ob es an diesem Abend auch so war, ist mir entfallen. Aber, wie sie selbst sagt, ist sie ein unruhiger Geist und dreht unermüdlich ihre Runden über die Decks, wie wir immer auf der Suche nach dem nächsten Motiv, Futter für die Augen und das Objektiv!
      Der Vestfjord schaukelte uns ein wenig deutlicher in den Schlaf als nordgehend, für mich ein schönes Gefühl, und brachte bald süße Träume über einen ereignisreichen Tag! :sleeping:

      Liebe Grüße an alle

      von Ulli
    • Hallo ulli ,

      Vielen Dank für deinen " Nachschlag " .... aber die Bilder kommen sicher später nach ???

      Ja , ich denke auch dass man vieles auch ohne Fotos in sich bewahren kann ( manchmal auch muss ). Durch das fotografieren werden sowieso nur Augenblicke festgehalten - klar , manchmal sehr schöne - aber niemals wirklich alles , was diese eine Reise

      bedeutete ... :rolleyes:

      LG Doro
      Reisen 2002 - 2012 mit MS NORDSTJERNEN , MS LOFOTEN , MS FINNMARKEN :)
    • Polarlichtfan schrieb:

      aber die Bilder kommen sicher später nach ???

      Aber natürlich, liebe Doro! Die will ich euch nicht vorenthalten, obwohl ihr mit mir gaaaanz viel Geduld haben müsst. Habe ich schon lange fürs Schreiben gebraucht, so benötigt es noch mehr Zeit, eine Auswahl an Bildern zu treffen, die zu verkleinern und hier einzustellen. Knapp 3.300 Bilder wollen erstmal gesichtet werden und mein GöGa hat auch noch 500 ( ;) ) beizusteuern!!! Was den Film zur Reise anbelangt, will ich mal versuchen, den GöGa von Trollblume zu bitten. Er hat schon so etwas angedeutet, dass er aus unseren gesammelten Werken etwas basteln will. Ich bekäme so etwas gar nicht hin und hier ist ja alles so Typhon-süchtig! :D Mal sehen, was sich da machen lässt!?

      @ Eisbär 66 und Bavaria 58: Zur Mittsommernachtszeit ist sicherlich nicht nur eine Hurtigrutenfahrt, sondern auch eine Hütte am Raftsund unerschwinglich :hmm: aber zum nächtlichen Taschenlampenschwenken bin ich gerne bereit, aber nur, wenn auf jedem Schiff mindestens 1 zurückblinkender Forie unterwegs wäre!!! :thumbsup:

      Zunächst aber noch ein weiterer Nachschlag von Tag 10 unserer Reise - ein übelst verregneter Tag!!! ;( :

      Ein Blick aus dem Kabinenfenster wollte mich fast wieder in die Federn sinken lassen. Der Himmel zwischen unseren zwei Rettungsbooten zeigte sich grau in grau und alles tropfte vor Nässe. Ich bekam gerade noch mit, dass wir in Ornes lagen Bodo sind wir in der Nacht gegen 2 Uhr angefahren, da schlummerten wir zum Glück noch tief und fest und bekamen das Elend erst heute Morgen mit. Mein GöGa drehte sich noch einmal um und ließ mir im Bad gerne den Vortritt. Zumal es für mich auch einen Grund gab, aus der Koje zu krabbeln. Um ca. 8.15 Uhr herum würde es die Schiffsbegegnung mit der MS Polarlys geben. Ich verabschiedete mich von meinem noch schläfrigen Schatz bis zum Frühstück danach und machte mich auf den kurzen Weg von unserer Kabine durch den Kabinengang straight zu der "Hintertür" raus auf mein Lieblingsdeck 6. Dort konnte ich gut geschützt die Ankunft der MS Polarlys abwarten - wieder ein Schiff, mit dem ich schon selbst gefahren bin. In diesem Moment regnete es gerade nicht und da ich meine Aufnahme früh genug startete, kann ich stolz verkünden, dass ich sowohl unseren, als auch ihren Typhon-Gruß sowie ihre vollständige Vorbeifahrt in ganzer Länge drauf hab auf meinem Film. :imsohappy: Trollblumes GöGa war sehr angetan davon, denn sie saßen zur Zeit der Schiffsbegegnung wohl gerade beim Frühstück und so habe ich ihm am Abend gerne mein Filmchen überlassen! Dafür hat er mir auch beim Sichern aller meiner Bilder geholfen und stand mir technisch Unbeschlagenen stets mit Rat und Tat zur Seite, besonders als meine Schlappohren sehr herunterhingen, weil meine mühsam verfassten Texte sich mehrmals auf Nimmerwiedersehen verabschiedeten und euch nie erreichten! ;( An dieser Stelle noch mal ganz herzlichen Dank dafür! :good3:
      Nun ja, für uns gabs Frokost danach und während für mich unmittelbar im Anschluss schon wieder das nächste Fotoshooting mit einer gewissen, kleinen Polarkreiskugel anstand, verabschiedete mein GöGa sich für eine Runde Beinertüchtigung in den Fitnessraum. In seinem Reisetagebuch stand später zu lesen: "Bei der südgehenden Überquerung des Polarkreises hatte ich dann was Exklusives ganz für mich alleine! Bin auf dem Hometrainer über den Polarkreis geradelt!!! Beste Sicht auf den Globus und Ruhe - keine wild knipsenden und schubsenden Paxe um mich herum!!!" Mit letzterem bin ich dann wohl auch gemeint! :mosking: Obwohl ein Schubser bin ich wohl nicht!Aber wild knipsen kann ich gut!!! :laugh1: Nur im Lesen war ich heute nicht so gut, denn ich hatte im Tagesprogramm gänzlich überlesen, dass es auf dem Oberdeck unmittelbar nach der Überquerung eine kleine Polarkreiszeremonie geben sollte. Bin von Deck 6 aus gleich wieder zurück ins Innere und Warme, während Trollblume und Göga dem Ganzen mal einen Blick gönnten. Wie sie später erzählten, soll es aber ganz unspektakulär gewesen sein, mit einem kleinen Moltebeerenlikör, aber von Lebertran auf dem üblichen, fischförmigen Löffel haben sie nichts mitbekommen. Wir kannten das so von der MS Polarlys, aber vielleicht wird es nicht auf allen Schiffen gleich gehändelt.
      Bei Ankunft in Nesna regnete es schon wieder in Strömen. Ich hatte es mir drinnen am Netbook gemütlich gemacht und riskierte nur einen Blick durch die Scheiben, während Dieter in der Raucherecke eine SMS von einer Bekannten bekam, die unser Schiff auf der Webcam in Nesna sehen konnte. Daraufhin positionierte sich mein Schatz im durchgegebenen Bildausschnitt und sie konnte von zu Hause einen Blick auf ihn erhaschen. Ist immer wieder witzig und da fällt mir ein, dass wir am Tag zuvor in Svolvaer kurz, bevor ich zum Essen musste, auch noch einmal winkend vor der Web-Cam gestanden haben, weil unsere Tochter uns nordgehend ja nicht erwischt hatte. Dieses Mal hats einen Screenshot gegeben, den ihr Freund nach ihrer hektischen Aufforderung per SMS zu Hause am PC machen musste, während sie selbst uns auf ihrem Handy während ihres Abendstudiums sehen konnte! Wie nah rückt die Welt bei der heutigen Technik! ^^
      Im nächsten Anlaufhafen Sandnessjøen musste ich mir nach dem langen Sitzen am Netbook mal die Beine vertreten und beschloss, obwohl es nachwievor regnete, einen kleinen Gang durch die Gemeinde zu machen. GöGa weigerte sich bei dem Wetter standhaft und ging lieber, als es bei mir länger dauerte, schon mal zum Mittagessen. Ich schlenderte erst ein Weilchen am Kai entlang und wechselte dann hoch zur Einkaufsstrasse, wo ich, beginnend mit Peter Dass sämtliche Statuen ablichtete, derer ich habhaft werden konnte. Es bedurfte nach 10 Jahren mal wieder der Auffrischung, zumal ich damals bei unserer ersten Tour noch nicht digital fotografiert habe. Wieder an Bord, nass und hungrig, begab ich mich auch sogleich zum Mittagessen und mein GöGa, der mir just von dort entgegenkam, kehrte prompt noch einmal um und leistete mir im Restaurant Gesellschaft. Die Servicekraft am Eingang warf ihm einen staunenden Blick zu, weil er offensichtlich noch immer Hunger hatte. :laugh1: In der Tat hat er sich in meiner Gesellschaft dann noch zu einer zweiten Dessertrunde hinreißen lassen! :essen: So reichhaltig gesättigt, begab er sich zu einem kleinen Mittagsschlaf in die Kabine - ja - auch das ist ab und zu legitim, selbst auf Hurtigruten-Tour! :P Ein Blick auf die Speisekarte, die am Restaurant-Eingang hing, zeigte mir, dass es am Abend zum Captain's Dinner Steak geben sollte. Ich hasse Steak, aber ich wusste mir zu helfen. Fröhlich verließ ich das Restaurant mit einer "Ikke Kjøtt - Karte" und bekam am Abend Fisch serviert! :imsohappy: Zufrieden widmete ich mich wieder meinem Bericht ans Forum! Nach dem Verlassen von Sandnessjøen hätten wir an Backbord jetzt einen schönen Blick auf die Bergkette "Die sieben Schwestern" haben sollen, aber wie sagte Reiseleiterin Anita Heiberg so nett ins Mikrofon: "Leider müssen Sie mir nun glauben, wenn ich Ihnen sage, dass wir momentan an unserer Backbordseite die Bergkette "Die sieben Schwestern" passieren. Sehen können Sie sie nämlich nicht, denn sie haben sich vollständig vor uns verhüllt!" Sie machte uns noch Hoffnung, vielleicht noch etwas später einen Blick zu erhaschen, da wir ja recht lange an ihnen entlangfahren würden, aber leider taten sie uns den Gefallen nicht.
      Bei so einem öden und frustigen Programm, dass uns da draußen geboten wurde, wen will es da verwundern, dass wir immerzu an schönere Dinge, wie z.B. Essen dachten. Da kam uns der nächste Hafen Brønnøysund wie gerufen, denn hier gab es lt. einstimmigen Forumsvoting das beste Eis an der ganzen Route. Wir also trotz heftigem Regen von Bord, egal, Weg war ja nicht so weit, :D und sind sogleich in den Eisladen gefallen. Wer hat eigentlich gesagt, dass alle drei Sorten - Erdbeere, Lollipop und Lakritze -so einmalig gut schmecken sollen - und wer hat wohlweislich verschwiegen, dass die Eiskugeln dort m i n d e s t e n s die doppelte Größe wie hierzulande haben ??? Bevor ich mich darüber vergewissern konnte, hatte ich schon meine Bestellung raus und wollte keinen Rückzieher machen, staunte aber nicht schlecht, als die Bedienung die mit dem Eisportionierer geformte Kugel - plöp - einfach wieder in den Einbottich fallen ließ und sich diese beim erneuten rausholen, wie ein Schneeball bis zur doppelten Größe aufgebaut hatten! :8o: Na Prost Mahlzeit! Und wie drück ich mich vorm Captain's Dinner ??? Dieter, der nach mir an die Reihe kam, bestellte wohlweislich nur zwei Kugeln. Setzten uns dann vorne, mit Sicht auf das Schiff, an einen Tisch und draußen hasteten die Passagiere der MS Kong Harald vorbei, um einen nassen Spaziergang durch den Ort zu machen. So mancher, der wie ein begossener Pudel zurückkehrte und uns vom Gesicht her kannte, nickte uns vielsagend zu, so nach dem Motto: Ihr habt das richtig gemacht und seid im Trocknen geblieben! Ich kann nur sagen: Das Eis war so köstlich, wie es von euch beschrieben wurde und hat uns sehr gut gemundet. Nächstes Mal könnte es gut sein, dass ich, als großer Lakritze-Fan nur eine Sorte Eis bestelle und dann wieder drei Kugeln!!! :thumbsup: Als der Regen nachließ, sind wir auch noch ein Stückchen gelaufen und begegneten Trollblume und GöGa, die wir auch gleich zum Eisessen schickten. Sie haben die Softeisvariante probiert, die auch sehr lecker geschmeckt haben soll!Unterwegs trafen wir dann noch auf das im Forum beschriebene Bild, dass sein Motiv ändert, je nachdem, von welcher Seite man es betrachtet! Sehr hübsch!
      Schließlich mussten wir aber Abschied nehmen von Brønnøysund , denn der Torghatten wartete bereits auf uns. Ich betrachtete ihn mit Heiflo erst von dieser Seite und lichtete bei dieser Gelegenheit gleich auch den Campingplatz an seinem Fuße ab. Diese Bilder bringe ich unserer Tochter mit, die nächstes Jahr mit ihrem Freund hier zelten und den Aufstieg ins Loch angehen will. Als ich Heiflo den schmalen Streifen vom Loch gezeigt habe, den man von dieser Seite aus sehen kann und dieser gerade wieder verschwand, war sie sehr dankbar zu hören, dass es jetzt eine ganze Weile dauern würde, bis man das Loch im Felsen auch von vorne sehen könne. Gab es ihr doch Gelegenheit, rasch in die Kabine zu eilen und einen neuen Akku einzulegen, nachdem der andere gerade den Geist aufgab. Ist ja meistens so bei besonderen Aufnahmesituationen. Aber zum Glück hatte sie es vom Umlaufdeck ja nicht weit bis zu ihrer Kabine und ihr entging nichts! Torghatten präsentierte sich uns in einer Regenpause und wir waren dankbar! Musste mich allerdings beizeiten von dem tollen Anblick losreißen, denn zum Captain's Dinner wollte ich nicht zu spät kommen und nicht so zauselig, wie ich gerade war. Just in time hab ich es geschafft und war nicht schlecht überrascht, wie viele Paxe trotz eigentlich rustikaler Bekleidungsweise ein Outfit schickerer Natur im Koffer dabei hatten! :8o: Mein Fisch schmeckte, wie immer, köstlich und ich war froh, nicht das Steak bestellt zu haben, denn es kam rare auf den Teller! :fie: Das Personal bekam bei seiner Vorstellung reichlich Applaus und brachte später die Eisbomben statt mit Wunderkerzen bestückt, mit funkensprühenden Leuchtstäben herein. Na, wenn da mal nicht für die Dauer der Zeit die Sprinkleranlage deaktiviert wurde!!! Auf alle Fälle wurde die Luft hinten bei uns kurzzeitig so dick, dass ich einen gewaschenen Hustenreiz bekam! Stimmungsvoll war es trotzdem!
      Unmittelbar nach der zweiten Sitzung erreichten wir Rørvik . Die MS Nordlys war noch nicht da und als sie endlich kam, ließ sie sich unendlich viel Zeit, bevor sie schließlich vor Anker lag. da es wieder regnete, wartete ich geduldig auf Deck 6 unter der Überdachung, bis die MS Nordlys so weit war. Dann begab auch ich mich hinaus in den Regen, wo mein GöGa schon auf mich wartete. Zusammen nahmen wir unsere Port-Guest-Karten in Empfang und schauten uns das Schiff an, stellten aber fest, dass die Nordlys eine Kopie der Kong Harald sein könnte, nur die Teppiche, Wanddekoration und Farben sind anders! Auch ein sehr schönes Schiff! :good3:
      Wieder an Bord klönten wir noch ein wenig mit Trollblume und ihrem Mann, bevor sich drei von uns wieder zu Bett begaben. :D Ich jedoch hatte noch ein Rendezvous mit dem Forum :gamer: und der Folda . Das Wetter sorgte anscheinend dafür, dass der Wellengang allmählich etwas stärker und ruppiger wurde. In der Bibliothek gerieten die Vorhänge in Wallung und ich schrieb meinen Bericht ans Forum unter stetig rollendem Schiffsboden. Kurz nach 3 Uhr des folgenden Morgens war dann auch für mich Schlafenszeit angesagt und ich schlich durch das bereits lange schlafende Schiff zu meiner Koje. Die Folda lag schon lange hinter uns und auch die Bewegungen des Schiffes waren ruhiger geworden. Schnell schlief ich ein, denn müde genug war ich inzwischen!

      Auch jetzt bin ich langsam müde und wünsche allen geneigten Lesern meiner Nachschläge eine gute Nacht!

      Es grüßt euch Ulli
    • Butenbörkumer schrieb:

      Wer hat eigentlich gesagt, dass alle drei Sorten - Erdbeere, Lollipop und Lakritze -so einmalig gut schmecken sollen - und wer hat wohlweislich verschwiegen, dass die Eiskugeln dort m i n d e s t e n s die doppelte Größe wie hierzulande haben ???

      Ich war's nicht :fie: :fie: :fie: Ich hatte schließlich nur Lollipop und Lakritze :girl-dance: und das gibt s beim nächsten mal auch wieder.

      Schön das es euch so gut gefallen hat, wir freuen uns schon auf die Fotos :search:

      Gruss Christian
      Gruß christian(us) :hut:

      (Reiseberichte etc. siehe Profil)
    • Hei,Hei,ihr Geduldigen!

      Zwei Tage stehen noch aus, über die ich noch berichten möchte, so dass ich diese Reise schriftlich offiziell beenden kann, inoffiziell hoffe ich natürlich, dass sie noch gaaaaanz lange in unseren Köpfen nachschwingt! Wenn jetzt die trübe Jahreszeit beginnt, ist der bunte Mix unserer Reise genau das, an das ich denken möchte! :good3: Apropos „nachschwingen“ - musste leider gestern zum Arzt, denn meine Gleichgewichtsstörungen im Kopf haben auch am vierten Tag nach Rückkunft nicht die Bohne nachgelassen. Mein Kopf lebt wie in Watte gepackt und ich habe das Gefühl, das Äußere dreht sich immer viel schneller in die Richtung, in die ich schauen will, als der Kopfinhalt ;( !Ruhig verhalten ist noch das Beste. Wollte vorm WE aber kein Risiko eingehen und nehme jetzt nach einem Schüttel-/Falltest eine Tablette, die helfen soll. Mal sehen.

      Schreiben geht, darum jetzt zu Tag 11 unserer Reise:

      GöGa und ich erwachten erst, als wir bereits in Trondheim vor Anker lagen. Ein Blick aus dem Fenster und ich dachte, ich hätte ein Déjà-vus! Wie am gestrigen Morgen war draußen alles grau in grau und es regnete. :huh: Der einzige Unterschied, die Wellen schlugen an die gegenüberliegende Kaimauer und ließ die Gischt hochspritzen – es war sehr viel windiger geworden. Ansätze hatte man ja schon auf der Folda bemerkt.

      Habe mich erstmal in aller Ruhe fertig gemacht und während GöGa im Bad war schon mal eine Runde über Deck 5 gedreht, ein paar Fotos und Filmchen vom turbulenten Wasser machen. Anschließend gings zum Frühstück. Hier war es spürbar leerer geworden, es waren wohl doch etliche Paxe bereits von Bord gegangen, viele haben wohl ihren Trondheim-Ausflug angetreten, etliche aber mit Sicherheit bereits ihre Heimreise. Ob es nun regnet oder nicht, für mich gehört der letzte vollständige Tag zwingend zu unserer Reise dazu und schlussendlich auch die Einfahrt nach Bergen morgen Mittag. :good3: Keines möchte ich missen und schon gar nicht in diesem Urlaub, wo man uns ja schon die Abfahrt in Bergen geklaut hatte!

      GöGa beschloss an diesem Morgen keinen Schritt vor die Tür bzw. auf die Gangway zu setzen, vielmehr wollte er noch ein Weilchen den Hometrainer quälen, schaukelfrei, damit seine Beine ein gewisses Maß an Beweglichkeit behielten. So machte ich mich alleine auf den Weg zum Besuch der hinter uns vertäuten MS Richard With, der letzten im Bunde der Stralsunder. Genau wie unser Schiff und die gestern Abend in Rørvik besuchte MS Nordlys ein sehr gemütliches Schiff. :girl_sigh: Eines der drei könnte ich mir für eine weitere Reise mit Hurtigruten gut vorstellen! :whistle3:

      Hatte mir Capricorns Buttons nicht nur an der Jacke sondern auch am Pulli festgesteckt, falls ich die Jacke ausziehen würde. Aber Forenmitglied Thomas :hi: ist mir an Bord nicht begegnet. Hatte sicherlich auch einen Ausflug gebucht. Heiflo war am Morgen ob des schlechten Wetters auch etwas missmutig zu ihrem letzten Busausflug aufgebrochen. :S Stadtrundfahrt zum Aussichtspunkt über der Stadt und zum Nidaros Dom. Aber wieder zurück erzählte sie, dass es gar nicht so schlimm war. Gut, die Aussicht auf die Stadt wäre bei Sonnenschein sicherlich schöner gewesen. Zum Glück hatte sie sich Nidelva, die hübschen alten Speicherhäuser, die gamle Bybro und den Nidaros Dom von außen ja schon nordgehend und bei schönem Wetter angeschaut. :good3: Glück gehabt!

      Nachdem wir Trondheim um 10 Uhr verlassen hatten, suchte ich mir einen gemütlichen Platz in der kleinen Bar auf Deck 7 in der Nähe einer Steckdose um wieder einmal dem Forum zu schreiben. :gamer: Draußen war es ungemütlich und nass und mein Blick glitt immer wieder durch die beregneten Scheiben auf den sich grau in grau präsentierenden Trondheimsfjorden. Nur wenige Fotoobjekte konnten mich aus meinem gemütlichen Sessel hinterm „Ofen“ weglocken. Agdenes Fyr und die schönsten Wasserfälle, von denen es nach dem heftigen Regen plötzlich eine Menge zu sehen gab, gehörten dazu. Aber auch einige Schiffe, die gegen Wind und Wellen ankämpften, kleine Inseln, an denen die Gischt hoch emporspritzte und mitten im Wasser ein wunderschönes Holzhaus, einer Lachsaufzuchtanstalt zugehörig, weckten mein fotografisches Interesse. Und selbst die verschiedenen Grautöne von Wasser und Himmel, verbunden durch den fallenden Regen und manchmal sehr rasch aufziehender Dunst, der das Land für eine Zeit wie durch Zauberhand verschwinden ließ, waren ein Foto wert. :imsohappy: Oh weh, während ich das hier schreibe, wird mir erst bewusst, warum der an diesem Tag an euch verfasste Bericht, beginnend bei Abfahrt in Trondheim und endend kurz vor der Ankunft in Kristiansund , so lange brauchte, bis er endgültig an euch übermittelt wurde! Immerhin waren es fast 70 Bilder, zu denen ich mich erheben, anziehen und rausgehen musste, denn Fotos durch Scheiben mit Wassertropfen . . . ! :nono: Mittagessen musste ja auch noch irgendwo eingeschoben werden. Tja, ich sags ja immer, die Tage auf Hurtigrutenfahrt sind einfach zu kurz, selbst bei schlechtem Wetter! Mein GöGa hatte damit allerdings keine Last, denn nach dem Mittagessen gönnte er sich erstmal ein Mittagsschläfchen. :sleeping: Er hatte wohl das Gefühl, nichts zu verpassen! Und es schaukelte wohl gerade so schön einschläfernd!

      Kurz vor Kristiansund hielt mich dann aber nichts mehr drinnen und auch nicht am Netbook. Ich liebe die Einfahrt in diesen Hafen. Schon vor der Brücke scheinen einen die vielen bunten Häuser und Hütten über den Klippen willkommen zu heißen und die Brücke selbst erscheint mir immer wieder wie ein Tor. Danach gleich die kleine Werft und der Yachthafen, die meist in der Sonne glänzen, aber an diesem Tag eher von der Nässe – man kann halt nicht immer Glück haben -. Verschiedene Dinge sind einem sogleich vertraut, wie z.B. das hübsche Segelschiff, das sodann an Steuerbord erscheint, die „Anne Margrethe“, wie ich meinen Bildern entnehme, die trutzige Kirche voraus oder der etwas wehmütige Anblick des alten Dampftrawlers „Borgenes“, wie lange mag er sich wohl noch über Wasser halten. Er wird mir fehlen, wenn sein Platz dort bald verwaist ist. :heart: Schon oft habe ich mir gedacht, hier möchtest du einmal Urlaub machen, oder wenigstens zwei Stunden Aufenthalt haben statt nur eine halbe. Aber das werden wohl Träume bleiben.

      Mein GöGa ließ sich beim Anlegen auch wieder blicken, schnappte ein wenig Luft und brachte ein „Rauchopfer“. Das war bei uns schon zum geflügelten Wort geworden, seit es so regnerisch geworden war. Aber irgendwie hatte der Rest der Truppe das Gefühl, er hätte da was falsch verstanden und opferte seinen Rauch dem Regen- statt dem Sonnengott!!! Denn es wollte nicht besser werden! :pardon:

      Nach dem Verlassen von Kristiansund zog er sich auch sogleich wieder in die Kabine zurück. War es bisher schon sehr windig und schaukelig gewesen seit Trondheim , so stand uns jetzt die offene Seestrecke Hustadvika bevor und uns war klar, dass sie uns nicht so friedlich begegnen würde wie nordgehend. Zwar leiden mein GöGa und ich zum Glück nicht unter Übelkeit bei heftigem Seegang, aber die Statik seiner Beine lässt aus gesundheitlichen Gründen nicht zu, die Bewegungen des Schiffes ausreichend auszugleichen, wenn es so dicke kommt, wie es dann der Fall war. Am letzten Abend an Bord noch einen Fall oder Bruch wollte er nicht riskieren und war zum Glück vernünftig genug. Leider fiel auch die erste Essenssitzung in die Zeit der Überquerung, aber er war guter Dinge, sich anschließend noch in der Cafeteria schadlos halten zu können. :essen:

      Und ich war auch happy! Endlich einmal nicht Ententeich, wie es nahezu die ganze Fahrt gewesen war. Zeit, die Kamera zu zücken und einige Filmchen und Bilder von den Achterdecks aus zu machen. Habe auch versucht, mal nach vorne zu kommen, aber das ist mir nicht gelungen. Der Wind war einfach zu krass! Habe das Heulen im hinteren Treppenhaus aufgenommen. Huuuuhuuu! :mosking: Ich hatte Späsken und hätte die Kamera nicht immer wieder trocken gelegt werden müssen, wäre es noch schöner gewesen!

      Doch schließlich wurde es Zeit fürs Abendessen. Habe meine Kamera ausnahmsweise mal mitgenommen, da ich mir schon dachte, dass sich am hinteren Fenster ein toller Anblick bieten würde. Hatten mit Tisch 63 ja genau den mittleren Tisch über der Fahrspur. Da ging ganz schön die Post ab! Ich war begeistert! Beobachtete eine Weile die schwankenden Versuche der Paxe ihre Plätze einzunehmen und die ebenso schwankenden Versuche des Personals, die Getränke zu servieren! War lustig anzuschauen und ich war froh, ohne Schaden am Tisch angekommen zu sein.

      Kurze Zeit später versuchte ich im Film festzuhalten, wie sich Trollblume und GöGa ihren Weg an unseren Tisch bahnten. Aber als Reinhard kurz nachdem er angekommen war, die Segel wegen Übelkeit streichen musste, war Schluss mit lustig :friends: . Ich bedauerte ihn sehr und beneidete ihn noch weniger um den Weg zurück zur Kabine, der ihm sicher lang geworden ist. Wie er später berichtete, ließen die Beschwerden aber sofort nach, nachdem er sich legen konnte. :) Zum Glück! Auch Trollblume verließ mich kurz darauf, denn es ließ ihr schlussendlich doch keine Ruhe, wie es ihrem Mann ging. :S So habe ich am Ende ganz alleine die Stellung gehalten, das Essen und den Anblick aus dem Fenster genossen und am Ende sogar noch eine Mahlzeit für meinen GöGa mitbekommen! Nachdem ich schilderte, dass es ihm nicht übel sei, sondern er lediglich den Weg von der Kabine zum Restaurant nicht bewältigen könne, haben sie mir sofort einen frischen Teller incl. Dessert fertiggemacht, den ich dann zur Kabine bringen konnte. Auf die Suppe musste er verzichten. Die hätte ich wohl nicht heile zur Kabine bekommen. Aber mit dem Rest klappte es gut. Hat zwar bestimmt witzig ausgesehen vor der Kabine: Teller ausbalancieren, Dessert auf den Boden stellen, Karte einstecken, Teller rein und Nachtisch vom Gang nachholen. Aber es kam gerade keiner dort entlang. Mein GöGa hat sich riesig gefreut und zum Dank gabs einen dicken Knutsch! :love:

      Pünktlich wie die Maurer begegneten wir dann auch noch der MS Finnmarken. :good3: Nach dem Vergleich unseres Kreuzomaten mit dem Tagesprogramm von der Reiseleitung, wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen, denn zwischen den zwei Uhrzeiten klafften Welten, nun ja immerhin 1 ¾ Stunden! War also pünktlich draußen und der Kreuzomat hat gewonnen! :thumbsup: Hier gabs dann auch meine nächste Begegnung mit dem Typhon: Die MS Finnmarken grüßte um 19.45 Uhr nämlich nur noch mit Lichtzeichen und im Glauben, unser Schiff würde ebenso verfahren, ahnte ich nichts Böses, als unser Typhon schon lautstark dröhnte. Man, habe ich mich verjagt! :woot: Hab dabei die Kamera so verrissen, dass die MS Finnmarken kurzfristig „unsichtbar“ wurde. :blush2: Die hat dann noch einmal zurückgegrüßt und schon war sie an uns vorbei. Hätte ich mich an den Tagesplan gehalten, wäre ich erst um 21.30 Uhr raus und hätte mir dann „still ruht die See“ oder so ähnlich anschauen können! :miffy:

      Molde erreichten wir mit einer Viertelstunde Verspätung. Wie das mit der Schiffsbegegnung dann stimmen konnte, will mir noch nicht so in den Sinn? ?( Wie wir später hörten, soll es auf Hustadvika bis zu Windstärke 8 und vier Meter hohe Wellen gehabt haben. Da mag zwar mancher von euch müde drüber lächeln, der es vielleicht schon sehr viel heftiger hatte, aber nach einer ganzen Fahrt mit Ententeich, selbst auf der Barentsee, fand ich dieses Erlebnis einfach nur toll!Das hat einfach der Seereise noch einmal das i-Tüpfelchen aufgesetzt! :neo:

      Gleich nach der Begegnung mit der MS Finnmarken war dann noch so eine leidige Pflicht zu erledigen. ;( Man nennt es auch Kofferpacken! Da der letzte Morgen mir meist zu huddelig ist, sollte das noch heute erledigt werden. Sind deshalb in Molde nicht mehr an Land. Dafür waren die Koffer nahezu fertig, als wir uns ein letztes Mal mit den anderen in der Bibliothek trafen. War mir da noch nicht sicher, ob sie überhaupt da sein würden, aber Reinhard ging es schon wieder bedeutend besser :good3: und Dieter konnte sich ab Molde auch wieder auf dem Schiff bewegen :good3: ,so dass wir noch einen netten und geselligen Abend verbrachten. Die Ankunft in Alesund bildete dann den krönenden Abschluss dieses Abends, so dass auch ich anschließend müde und zufrieden in die Koje fallen konnte. :sleeping:

      Einen kleinen Nachschlag gibt es noch, doch für heute solls gut sein! Mein Kopf fährt nachwievor noch ein wenig Karussell :wacko1: und ich will, dass er jetzt recht bald besser wird!


      Ein schönes Wochenende

      wünscht euch


      Ulli

      @ Bavaria: Ein Bild meiner Schlappohren gibt es nicht! :miffy: ( :mosking: )

      @ christianus: Hmmmmmmh! Es war ja so lecker und ich bereue die dritte Kugel nicht! :girl-dance:
    • Butenbörkumer schrieb:

      Ich hatte Späsken

      hallo Ulli,
      dass gilt ja wohl für den größten Teil der Fahrt, oder?
      Ich hatte ihn auf jeden Fall auch bei Deinen lustigen Berichten. Nochmal vielen Dank dafür.
      Und was die 'Schwindele' angeht: hatte ich auch schon bis zu einer Woche - und den 'wegsackenden' Fußboden kombiniert mit Ausfallschritt schon mal bis zu 12 Tage.
      Lynghei
      Lynghei

    • Hallo Ulli ,
      ich wünsche dir baldige Besserung Deines Gleichgewichtsproblems ... so lange schaukelte ich nie hinterher , meist war nach 3 Tagen alles o.k. ! Und das sogar nach Winterstürmen auf der MS Lofoten :8o: .
      Aber diesmal , ohne jeglichen Sturm auf der modernen MS Finnmarken , schaukelte mein Gehirn immerhin noch 3 Tage lang ... da wunderte ich mich auch !!!
      Danke vielmals für Deine schönen, ausführlichen und lebendigen Berichte ...

      LG Doro .
      Reisen 2002 - 2012 mit MS NORDSTJERNEN , MS LOFOTEN , MS FINNMARKEN :)
    • Danke liebe Ulli für deinen sehr schönen, jederzeit aktuellen,ausführlichen Bericht! Mir ist zwar nicht ganz klar, wann du noch Zeit zum Schlafen hattest, bei diesen vielen Aktivitäten, aber wird wohl nicht viel gewesen sein.... ;) Wir aber konnten auf diese Weise hautnah dabei sein und das ist ja fast wie selber fahren! Aber eben nur fast. Danke , dass du dir die Zeit genommen hast für uns und uns so nah hast teilhaben lassen!!! Nun schaukelt es hoffentlich nicht mehr und du hast dich wieder eingelebt?! Das ist ziemlich schwer, wie ich weiß...
      Ich wünsch dir einen schönen Sonntag!!!!
      Antonia :) :) :)
      Viele Grüße Antonia :) :) :)






    • Moin, liebes Forum!


      Wie wir alle wissen, kommt für jeden von uns über kurz oder lang das Ende der Reise. Für uns war am 08.10.2012 Tag 12 gekommen und ich war traurig! ;(

      Hatte ich doch die Schiffsbegegnung mit meinem Lieblingsschiff, der MS Trollfjord am Hornelen verschlafen :sleeping: , wenn ich ihre Lichter auch nur im Dunklen an mir hätte vorbeiziehen sehen! Zum Glück war niemand aus dem Forum an Bord und ich hatte keine Verabredung verpennt! :blush2: Aber so schloss sich der Kreis! Auf dieser Reise wurde es nichts mit dem Hornelen – weder nord- noch südgehend!

      Auch den Aufenthalt in Florø bekam ich nur am Rande mit, wollte doch alles, was wir am Abend auf den Morgen verschoben hatten, noch im Koffer verstaut sein. Waren die auf unserer Hinreise auch schon so proppenvoll ?( ? Endlich war es geschafft und die beiden Brummis standen am Aufzug. Das Handgepäck konnte noch bis nach dem Frühstück auf der Kabine bleiben, denn wir lagen gut in der Zeit! Vor unserem letzten Frühstück noch schnell die Abfahrt in Florø festgehalten und natürlich das Leuchtfeuer Stabben und einige rausziehende Fischerboote und noch eben die wunderschönen, bunten Hütten dort am Ufer . . . seufz . . . hatte ich eigentlich Hunger? Nö! Aber schließlich siegte die Vernunft und es gab ein letztes Mal Frokost auf der MS Kong Harald. :essen: Eine halbe Stunde, bevor wir unsere Kabine offiziell räumen sollten, verließen wir unsere gastlichen vier Wände, in denen wir stets angenehmste Nachtruhe genossen hatten, freiwillig, auf der Suche nach einem Plätzchen, wo wir die letzten Stunden bis zur Ankunft in Bergen verbringen konnten. Da wir vor den meisten anderen fertig waren, ergatterten wir eine gemütliche Ecke mit drei Sesseln, einer Couch und einem Tisch, nicht zu vergessen zwei Steckdosen für unsere Note- und Netbooks in der kleinen Bar auf Deck 7. Gerade als wir oben ankamen, beendeten auch Ursula (Trollblume) und Reinhard gerade ihre Runde durch den Panoramasalon und waren mit unserer Wahl sehr zufrieden. Hier ließ es sich gut aushalten und zügig holten auch sie ihr Handgepäck herbei.

      Ein letztes Mal wurden Bilder und Filme abgespeichert, ein letzter Livebericht ans Forum geschrieben :gamer: und da unvorsichtig direkt geschrieben, statt erst über word, auch direkt ins Nirwana geschickt :gamer3: . Die letzten Kronen wurden in Mitbringsel investiert, z.B. in einen sehr niedlichen zotteligen kleinen Elch in Pullover mit norwegischer Fahne drauf und blankem Popo. Den hat unsere Tochter bekommen und „Elmar“, wie sie ihn sogleich taufte, wird der Begleiter ihrer eigenen Norwegenreise im nächsten Jahr werden! :good3:

      Der Weg nach draußen war nah und trotzdem Norwegen wild entschlossen war, sich von uns mit trüben Wetter zu verabschieden, so ließ ich es mir nicht nehmen, oft noch mal schnell nach darußen zu eilen, Alden oder Steinsundet, ein weiterer Wasserfall, eine weitere Insel, ein weiterer dieser kleinen,niedlichen Häfen und und und , all das wollte auch dieses Mal noch im Bild festgehalten sein. Wir waren im Begriff Norwegen wieder einmal zu verlassen und all die vielen Bilder müssen meine Andenken, meine Erinnerungen sein und müssen mir die Schönheit dieses Landes vor Augen halten, wenn wir fern sind. :girl_sigh:

      Leider waren Bilder nicht das einzige Andenken, das ich mir von meiner Seereise mitbrachte. Ein wenig unvorsichtig in den letzten Stunden und vielleicht nicht immer vorschriftsmäßig ordentlich verpackt mit Mütze und Schal, habe ich mir auf den letzten Seemeilen wohl noch einen ordentlichen Infekt eingehandelt. Eine Woche Schwindel :wacko1: und dann setzte die Erkältung ein! Husten, Schnupfen,Heiserkeit, schlapp und müde (müde? Was ist das?) .

      Die Zeit verstrich, unser letztes Mittagessen stand an und wir ließen Trollblume und GöGa den Vortritt, während wir auf unsere Sachen aufpassten. Dann griffen auch wir noch einmal zu beim leckeren Fisch und den köstlichen Desserts. :essen: Wehmut kam auf bei diesem weiteren „letzten Mal“. :S

      Näherten uns langsam aber sicher unaufhaltsam dem Einzugsgebiet Bergens. Sind dieses Mal weder unter der Nordhordlands- noch unter der Askøybrua auf Bergen zu, sondern dazwischen, muss dann ja wohl durch den Herdlefjorden gewesen sein. Als ich ein Bild von Nordnes schoss, fragte ich mich, ob dort wohl jemand steht und unsere Ankunft betrachtet und seinerseits im Bild festhielt? Es regnete und ein Stückchen weiter saß ein Pärchen auf einer Bank und teilte sich einen Regenschirm – Hurtigruten gucken in Bergen ! ^^

      Das Hurtigrutenterminalen kam in Sicht! Noch einmal wurden wir von der Reiseleitung gebeten, das Schiff bitte deckweise zu verlassen, beginnend mit Deck 6! Wir konnten nur müde lächeln. Letztes Mal hatte es sehr, sehr, s e h r viele Paxe auf Deck 5 gegeben, als wir das Schiff verließen und es war kaum ein Durchkommen zum Kofferband, weil uns so viele der darunter gelegenen Decks schlichtweg wartend, da ihre Koffer ja noch längst nicht zu erwarten waren, im Weg standen.

      Schon am Vortag hatten wir ein Taxi bestellt und nun war es Zeit uns von unseren lieben Mitreisenden Ursula, Reinhard und Heike zu verabschieden. Letztere hatte sich auf den letzten Seemeilen zu uns gesellt und gemeinsam hatten wir uns die Ankunft in Bergen angeschaut. Es war schön mit euch, ihr Lieben, und ich freue mich sehr, ein paar Persönlichkeiten hinter den Avatars und Nicknames des Hurtigforums kennengelernt zu haben. War gerne mit euch unterwegs und hab die Zeit mit euch genossen! :friends:
      Auf unserem Gang durch den Verbindungsarm zwischen Schiff und dem Terminal bekamen wir noch einmal Gelegenheit den Dreien und dem Schiff ein letztes Lebewohl zuzuwinken :hi: , dann waren wir endgültig von Bord und unsere jüngste Hurtigrutenreise Geschichte!

      Im Terminal stellten wir überrascht fest, dass sich das mit dem „deckweise“ entweder in den letzten zwei Jahren auffallend gebessert hatte :good3: oder dass es daran lag, dass wir dieses Mal bei der ersten Gruppe und nicht bei der zweiten Gruppe waren, die von Bord gingen. Es gab kein Gedränge, unsere Koffer waren nahezu die ersten, die ihre Runde drehten und auch das Taxi stand bereits bereit, als wir das Terminal verlassen konnten. Wow! Unser Taxifahrer war ebenso groß wie mein GöGa und sehr redselig. Sofort entsponn sich ein reges Gespräch über die Größe der beiden, über Urlaub im Allgemeinen und Hurtigruten im Speziellen und so fort!Als wir erzählten, dass uns nach Sommer, Winter und Herbst jetzt noch eine Hurtigrutenreise im Frühling fehlt, meinte er: unbedingt, aber dann erst Anfang Juni, damit wir auch im Norden schon etwas davon hätten. Die Fahrt zum Flughafen verlief dementsprechend kurzweilig und im Nu waren wir da. ^^
      Angenehm zudem war, da wir ja wieder mit KLM zurückflogen, dass es an diesen Check-In-Schaltern schön leer war. :good3: Vor lauter Entspanntheit haben wir es ganz und gar versäumt, für Dieter jeweils Gangplätze zu reservieren, so dass er sein Bein unterwegs mal in den Gang schieben kann. :huh: Doch kommt Zeit, kommt Rat! Wie immer fiel uns auf, wie eng es bei der Bergener Sicherheitskontrolle zugeht, GöGa musste sich übrigens einmal mehr seiner Schuhe entledigen und auch am Gate waren die Sitzmöglichkeiten zum Warten aufs Boarding, obwohl wir so früh da waren, mehr als begrenzt. :negative: Zum Glück fanden wir noch zwei Plätze, doch die meisten mussten stehen. Als sich am benachbarten Gate langsam die Charterfluggäste für den Air Berlin- Flug einfanden, unter ihnen auch unsere drei anderen Fories, bin ich dann doch noch mal zu ihnen rüber und hab mich ein zweites Mal verabschiedet :hi: , bevor das Boarding bei ihnen begann. Als ich zurückkam war mein Platz natürlich futsch, weggegangen, Platz vergangen! Was solls! Kurz drauf ging das Boarding bei uns ja auch los! In der Dreier-Reihe, in der unsere Plätze lagen, nahmen wir dann einfach mal unschuldig guckend :whistle3: die Plätze Gang und Mitte ein und als eine junge, zierliche Frau Dieters Platz als den ihren deklarieren wollte, war sie mit wenigen Worten und einem Blick auf GöGas langen Beine überredet, seinen Fensterplatz stattdessen einzunehmen.Wie schön! Pünktlich kamen wir weg. Tschüss, du schönes Norwegen! Bis zum nächsten Mal! :hi: :hi:

      Ebenso pünktlich die Landung in Amsterdam. Nach einer Rundfahrt über, wie uns schien, das ganze Flughafenareal, bei der der Flieger über eine Brücke sogar eine Autobahn überquerte :8o: , dockten wir immerhin direkt an und waren alsbald im Gebäude. Nach einem Moment der Orientierung wurde uns jedoch schnell klar, dass unser Gate für den Weiterflug ewig weit entfernt lag. Seufz! Da wir aber sehr viel Zeit hatten, suchten wir zunächst mal die Lokalität auf, in der wir bereits in unserer unfreiwilligen Wartezeit bei der Anreise gestrandet waren, dem Paleis Grand Café, und aßen eine Kleinigkeit. :essen: Waren nach der schönen Zeit der Vollpension an Bord jetzt ja schließlich wieder Selbstversorger. So gestärkt, nahmen wir den Weg, zum Glück versehen mit etlichen Laufbändern, die im Gegensatz zu unserer Anreise bis auf eines auch alle liefen, unter die Füße und hatten zum Schluss noch eine komfortable halbe Stunde am Gate, bis das Boarding begann. Auch in diesem Flieger hatten wir Glück mit unserer Mitreisenden, einer älteren, kleinen Dame, die mit dem Platztausch ebenfalls kein Problem hatte. Durch geschickte Rücklehnenlösung hatte mein GöGa sogar fast Beinfreiheit! Nach der nächsten Flughafenrundfahrt und dem Abheben offenbarten sich uns noch herrliche Ausblicke auf das nächtlich Lichtermeer von Amsterdam :search: wie eine halbe Stunde später auch auf Düsseldorf :good3: . Die Landung erfolgte um 22.10 Uhr, die Heimat hatte uns wieder.Auch hier hatten wir Glück mit den Koffern und in der Halle erwartete uns unsere Tochter mit freudigem Lachen und Winken. :hi: Ich liebe diese Empfänge! Tut einem das Herz ob des Abschieds von unserer schönen Reise doch in der Umarmung eines lieben Menschen :friends: :heart: nicht mehr ganz so weh. Zügig ging es nach Hause und zum zweiten Empfang durch unsere Eltern :heart: , die gleich nebenan wohnen und es sich natürlich nicht nehmen ließen, so lange wach zu bleiben. Von unserer Ankunft dort um 23.15 Uhr dauerte es immerhin noch bis 0.30 Uhr, bis ich völlig erschlagen in die Federn sank.


      E N D E

      Fazit und Bilder folgen ganz bald, hänge aber noch etwas in den Seilen! :tired: Darum noch etwas Geduld!
    • Hallo Ulli,
      danke für Deinen schönen Bericht. Schön zu lesen -wenn auch wehmütig- was wäre gewesen wenn wir v. 06.10.- 09.10.2012 in Bergen gewesen wären :(
      Selbst bei diesem Wetter hätte ich Euch gerne bei der Ankunft begrüßt.
      Wünsche Dir jetzt erst mal gute Besserung und freue mich dann auf Bilder.
      Liebe Grüße
      Christiane
      Liebe Grüße
      Christiane

    • Hallo Ulli,
      es tut mir Leid zu hören, daß es dir nicht gut geht. Laß dich gut von deinem GÖGA pflegen, dann geht es dir hoffentlich bald wieder besser . :good3:
      Es wird doch wohl nicht der "Hurtig-Virus"sein, aber der hat ja andere Symptome: z.B. akuten Buchungsdrang... :pleasantry_1:

      Ich zehre auch noch von den schönen Tagen an Bord und hoffe die Erinnerung daran (unterstüzt durch deinen super Reisebericht) trägt mich durch die trüben Tage .
      Es war bestimmt nicht meine letzte Reise.

      Gründe gibt es ja immer : erstmal alle Schiffe, dann alle Jahreszeiten, und dann alle möglichen Kombinationen davon..... :thumbsup:

      liebe grüsse und gute Besserung!!!

      Heike
    • Endlich Bilder!!!

      Moin,

      liebe Freunde der gepflegten Fortbewegung mit den allseits beliebten Schiffen der Hurtigruten!

      Über 5 Monate ist es tatsächlich schon wieder her, dass wir mit der MS Kong Harald zu unserer Herbstreise in See gestochen sind und sicherlich wird der ein oder andere die von mir dazu angekündigten Bilder bereits abgeschrieben haben. Ich entschuldige mich hiermit bei euch allen für die lange Wartezeit, aber leider haben widrige, krankheitsbedingte (aber alles wieder ok! :) ) Umstände in der Familie für viele Wochen meine volle Aufmerksamkeit und Kraft gekostet. Jetzt habe ich wieder Luft und möchte das zuvor Versäumte gerne noch nachholen.
      Qualitativ kann ich euch nur bieten, was meine kleine Taschenknipse, eine Panasonic DMC-TZ 18, so hergab. Das sei nur vorab gesagt, falls den Profis unter euch der/die ein oder andere Wackler/Unschärfe auffallen sollte. Nicht, dass ihr noch denkt, es läge am Fotografen! :whistle3: :blush2: :mosking:
      Denke, ich fange heute schon mal an, bevor unsere ganzen Fories, die momentan unterwegs sind,wieder daheim ankommen und ihre Reiseberichte hier einstellen. Dann komme ich wieder zu nix und muss nur lesen, Bilder betrachten und träumen und ihr bekommt meine eigenen Bilder immer noch nicht zu sehen.

      Also - auf geht's:

      1. Reisetag, 27.09.2012

      Diejenigen unter euch, die unseren Live-Bericht verfolgt haben, erinnern sich gewisslich noch :hi: Wir waren diejenigen, die ihr Schiff verpasst haben (Landung unseres Fliegers in Bergen 22.50 Uhr) :( Aus diesem Grund ist die Bilderausbeute des ersten Tages auch nicht so groß und alles andere als spektakulär. Zeigt sie doch lediglich Butenbörkumer & GöGa in verschiedenen Stadien der Verfassung.
      Morgens in Düsseldorf noch erwartungsfroh und happy
      Stunden später in Amsterdam beim Snack auf Kosten von KLM zur Überbrückung der Wartezeit
      und schließlich in der Lounge des Bergener Flughafens, wo wir die Nacht verbrachten, da sich das Einchecken im Hotel nicht mehr lohnte. Mein etwas verkniffenes Lächeln besagt lediglich, dass ich trotz super bequemer Schlafsessel nicht wirklich zur Ruhe kam, was man von meinem GöGa nicht sagen konnte! ^^
      Außerdem noch ein Bild des kleinen Übeltäters mit dem technischen Defekt ,
      sowie die Anzeigetafel (wir stehen ganz oben) mit unserer Verspätung (Abflug zum Schluss erst um 15.05 Uhr), die letztendlich zum Verpassen des Anschlussfluges in Amsterdam führte .
      Aus Amsterdam habe ich noch Bilder von unserem Flieger beizusteuern, der uns zwar zu spät zum rechtzeitigen Entern des Schiffes, aber immerhin noch an diesem Abend nach Bergen brachte
      die Anzeigetafel mit der Boardingtime in Amsterdam
      und ein Anblick, den ich eigentlich erst in Norwegen zu sehen erwartete - der erste Regenbogen dieser Reise :good3: .
      Ach ja: Der Kleine mit den großen Füßen ist übrigens der Dritte im Bunde und unser Begleiter auf allen Hurtigrutenfahrten oder bei unseren Urlauben im norwegischen Binnenland!

      Fortsetzung folgt!
    • Oh wie schön, liebe Ulli,
      es gibt Bilder zu sehen! :love:
      Kompliment für den "Hürdensprung" des Einstellens (technische Seite) :!:
      Mir ist Eure komplikationsreiche Anreise noch in deutlicher Erinnerung, es tat mir unendlich leid.
      Und dann muß man froh sein, wenigstens in Alesund auf das Schiff zu kommen.
      Am Flughafen hätte ich auch nicht schlafen können. Bei mir muß die Tür zu und das Fenster möglichst geöffnet sein :pardon:
      Deine geröteten Augen und der leicht verzweifelte Gesichtsausdruck sprechen Bände.
      Da ist es schon schön, dass man jetzt schon weiß, dass alles gut wird :friends:
      Grüße, Bavaria :)

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