So ist die Berliner Luft – Berlin 02.06 – 06.06.2012

    • 2012
    • So ist die Berliner Luft – Berlin 02.06 – 06.06.2012

      Tag 1: Samstag 02.06.2012: Anreise / Sightseeing Berlin Mitte – Platte Füße erster Teil

      Morgens um 04:00 Uhr klingelte der Wecker, viel zu früh, aber wir hatten ja noch viel vor, an diesem Tag. Das Taxi brachte uns pünktlich zum Bahnhof, mit unserer Bimmelbahn ging es dann, wie gewohnt, nach Köln. Von dort ging es weiter mit dem ICE und bereits um 11:11 Uhr erreichten wir Berlin Hauptbahnhof. Von dort noch ein paar Stationen mit dem Bus und wir waren in unserem Hotel an der Potsdamer Strasse angekommen.

      Für Berlin hatten wir uns das „Hotel Altberlin“ ausgesucht. Es liegt relativ zentral, eine Bushaltestelle liegt direkt vor der Tür und in ein paar Minuten ist man in Mitte. Das Hotel selbst ist dank seines altberliner Interieurs sehr schön. Hohe Decken, viele alte Möbel und aller möglicher Schnickschnack längst vergangener Zeiten. Die Zimmer sind ausreichend groß, ebenfalls das Bad. Hier und da wäre sicher mal ein Anstrich notwendig, aber irgendwie hat es alles einen gewissen Charme und wirkt nicht schmuddelig.
      Da unser Zimmer noch nicht fertig war, haben wir kurz etwas umgepackt, unsere Sachen weggeschlossen und sind los.

      Mit dem Bus M85 ging es zunächst ein paar Station zum Potsdamer Platz. Dort war unser erstes Ziel die Giraffe vor dem Legoland Discovery Center. Wie schon bei unseren anderen Reisen wollten wir auch in Berlin ein paar Geocaching Döschen suchen und in einem Stein eben dieser Giraffe ist solch ein Minidöschen mit Logbuch versteckt. Leider besteht die Giraffe aus unzähligen dieser Steine und alle, bis auf den einen gesuchten, sind miteinander verklebt. Nach einer kurzen Weile waren wir dann schon zu sechst und die Giraffe wurde eingehend aber möglichst unauffällig untersucht und nach einiger Zeit wurde der gesuchte Stein tatsächlich gefunden und alle Teams trugen sich in das Logbuch ein.



      Als nächstes wollten wir uns erstmal einen Überblick verschaffen, dazu ging es zum Panoramapunkt, einer Aussichtsplattform auf einem der Hochhäuser am Potsdamer Platz. Hier konnten wir auch zum ersten Mal die Berlin Welcome Card einsetzen und einen ersten Rabatt „einheimsen“. Mit dem schnellsten Aufzug Europas gelangt man in kürzester Zeit auf das Dach und hat von dort einen schönen Überblick über Mitte und Tiergarten.






      Vom Potsdamer Platz ist es dann auch nur ein kurzer Fußmarsch bis zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas, eine wirklich beeindruckende Installation, mit einer für mich ganz speziellen Wirkung, die nur schwer zu beschreiben ist.



      Kurze Zeit später ist man am Brandenburger Tor.



      Von dort ging es auf dem Boulevard „Unter den Linden“ Richtung Alexanderplatz.



      Einen ersten längeren Stopp gab es am Berliner Dom.



      Auch hier kann man neben dem eigentlichen Kircheninneren noch ein paar Etagen nach oben steigen und einen Kuppelrundgang machen. Auch von dort ergeben sich schöne Ausblicke zum Beispiel auf die Museumsinsel.

      Nach der Kletterei über unzählige Stufen verlangte der Körper erstmal nach Nahrung. Dazu wanderten wir in Richtung Hakersche Höfe. Hier gibt es unzählige Lokale und Biergärten. Wir suchten uns einen aus und es gab erstmal eine schöne Berliner Currywurst.

      Unser nächster Halt war der Alexanderplatz, schließlich wollten wir noch auf den Telespargel. Im Inneren gab es schon eine längere Warteschlange, trotzdem erhielten wir relativ zügig unsere Tickets. Die Wartezeit bis es dann wirklich auf den Turm ging war dann planmäßig noch mal ca. eine bis eineinhalb Stunden.



      Wir nutzten den SMS Info Service, der uns rechtzeitig informieren sollte, wenn wir dran waren. In der Zwischenzeit bummelten wir etwas rund um den Alexanderplatz, am roten Rathaus entlang und durch das Nikolai – Viertel.



      19:15 war es dann soweit und wir fuhren hinauf auf den Fernsehturm. Da das Wetter recht schön war, war auch die Aussicht entsprechend toll. Nach gut einer Stunde ging es dann wieder nach unten.





      Von dort ging es dann zum Gendarmenmarkt mit Deutschem und Französischen Dom. Hier war auch unser Lokal, welches wir für das Abendessen ausgesucht hatten. Es ging in die Löwenbräu Braustuben. Von außen ziemlich unscheinbar, von innen typische Brauhaus Atmosphäre.



      Nachdem wir lecker gegessen hatten ging es mit dem Bus M48 zurück ins Hotel und um 23:30 Uhr endete unser erster Berlintag recht müde und mit platten Füßen.
      Gruß christian(us) :hut:

      (Reiseberichte etc. siehe Profil)

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    • Wow, da habt ihr ja gleich am ersten Tag ganz viele Highlights gesehen. Auf dem Kohlhoff-Tower (wenns der gewesen ist bei euch) sind wir damals auch gewesen. Da ist der Ausblick echt ganz große Klasse

      @Anja
      So ungefähr hab ich mir das für Dich auch gedacht. In einem Tag kannst Du da alles von Berlin sehen, was man gesehen haben muss :thumbsup:
      Viele Grüße
      Bine :)
    • Tag 2: Sonntag 03.06.2012: Potsdam Park Sanssouci – Platte Füße zweiter Teil

      Nachdem wir gut geschlafen hatten, mussten wir auch heute wieder früh aufstehen, um halb sieben klingelte der Wecker. Nachdem wir uns fertiggemacht und gut gefrühstückt hatten ging es auf nach Potsdam. Von unserem Hotel ging das relativ einfach. Der Metrobus M85 hält ja direkt vor der Tür. Mit ihm geht’s zum Hauptbahnhof . Vom dort mit der S7 nach Potsdam und dann noch ein kleines Stück mit dem Bus 614 bis zum Schloss Sanssouci.

      Dort kamen wir um halb zehn an, pünktlich zur Öffnung der Ticketschalter. Schnell hatten wir unsere Tickets, mit dem wir sämtliche Schlösser besichtigen konnten, zusätzlich gab es noch eine Fotoerlaubnis. Mit den Rabatten der Berlin Welcome Card war das Ganze noch recht erschwinglich.

      Bis zu unsere Besichtigung im Schloss war noch etwas Zeit und wir drehten erstmal eine Runde um das Schloss und begaben uns dann wieder in Richtung Eingang. Von hier hat man auch einen schönen Blick auf den Ruinenberg, dessen Wasserreservoir die Fontänen im Schlosspark versorgen sollte, was aber erst nach Anschaffung einer Dampfmaschinen unter Friedrich Wilhelm IV so richtig gelang.





      Um kurz nach elf konnten wir dann das Schloss von Innen besichtigen. Am Beginn der Führung bekam man einen Audioguide mit Kopfhörern. Wenn man einen Raum betrat, wurden so die wichtigsten Dinge erklärt. Leider konnte man sich das gerät nicht um den Hals hängen, so dass immer einer Hand zum fotografieren fehlte. War der Text zu Ende war es Zeit den nächsten Raum zu besuchen und die Türen wurden hinter einem geschlossen. So wurde der Besucherstrom kontinuierlich durch die Räume gelenkt.

      Die einzelnen Räume konnten sich sehen lassen. Alles im Rokoko – Stil gehalten, erbaut in der Mitte des 18. Jahrhunderts unter Friedrich II (dem großen Fritz) und stark ausgebaut im 19. Jahrhundert unter Friedrich Wilhelm IV. Zahlreiche Verzierungen, Gemälde verschiedener Stilrichtungen, viel Porzellan aus Nah und Fern, feinen Seidentapeten und tolle Parkettfussböden zieren die Räume, ohne das es überladen wirkt. Der alte Fritz und seine Nachfahren wusste schon wie man es sich gemütlich macht, zumindest in ihrer Zeit. Nach einer knappen Stunde war die Führung zu Ende.

      (Bilder von den Inneneirichtungen gibt es leider nicht, da diese laut Fotoerlaubnis nur für den Privatgebrauch sind, und ich mir diesbezüglich keinen Ärger einhandeln möchte)

      Anschließend ging es zunächst in den westlichen Flügel, den Damenflügel, der im 19. Jahrhundert, und Friedrich IV, wie auch der östliche Flügel abgerissen und neu erbaut wurde. Auch hier konnte man zahlreiche Räume besichtigen, diesmal auf eigene Faust. Dieser Trakt besteht aus einzelnen Wohnteilen, die von Mitgliedern des Hofstaates genutzt wurden und in unterschiedlichen Stilen eingerichtet sind. Auch hier kann man wieder viele schöne Dinge aus dem höfischen Leben der Kaiserzeit sehen.

      Als letzten Teil des Schlosses besichtigten wir noch den Küchenbereich im östlichen Seitenflügel mit angrenzendem Weinkeller. Hier bekam man einen Eindruck mit welchem Aufwand und mit welcher Logistik die Versorgung des Schlosses betrieben wurde. Besonders beeindruckend war die „Kochmaschine“, ein riesiger Herd aus Gusseisen, der den Küchenbetrieb des Schlosses erheblich vereinfachte, wurde doch vorher immer auf offenem Feuer gekocht.

      Nach der Besichtigung des Schlosses ging es, vorbei an der Gruft des „Alten Fritz“, in die wahrlich gigantische Parkanlage, die sich über eine ziemlich riesige Fläche erstreckt. Zurecht trägt das Ganze heute den Titel „Weltkulturerbe“ der UNESCO.



      Zunächst ging es eine große Freitreppe hinunter durch die sogenannten Weinbergterassen. Auf sechs Terrassen sind hier Weinstöcke und Obstgehölze kultiviert, die teils zum Wetterschutz in gläsernen Nischen ihren Platz finden. Am Fuße der Treppe gelangt man in einen barocken Garten dessen Mittelpunkt die „Große Fontäne“ bildet.



      Hier war ganz schön was los. Da Sonntag war wuselten Massen von Touristen, aber auch viele Einheimische durch den Park. Besonders auffällig war eine Gruppe, die im Stil der damaligen Zeit gekleidet war und so durch den Park flanierte.

      Von dort machten wir einen kurzen Abstecher zur Neptungrotte im östlichen Teil des Parks, die unter Friedrich II erbaut wurde und zu seinen zahlreichen Wasserspielen gehörte. Die Grotte selbst interessierte uns wenig zumal sie immer noch renoviert wird.



      Hier versteckte sich allerdings eines unserer begehrten Geocaching – Döschen. Die Dose war schnell gefunden und wir machten es uns für einen Moment auf einer Bank bequem, als zwei weitere Personen kamen. Auch diese beiden waren auf der Suche nach der Dose, was man unschwer an den Gesten und der typischen Haltung (GPS in der Hand und etwas wirr durch die Gegend gucken) zu erkennen war. Wir guckten uns das Spielchen eine Weile an. Sie waren in die richtige Richtung unterwegs, nur leider saßen wir ja quasi auf dem Ziel ihrer Begierde. Wie oft war uns das schon so gegangen. Irgendjemand sitzt genau da wo man hin möchte und rührt sich einfach nicht vom Fleck. Die beiden nahmen etwas entfernt auf einer Bank Platz und warteten ebenfalls. Nachdem wir sie noch etwas zappeln gelassen hatten, gaben wir uns zu erkennen und sagten ihnen wo die Dose ist. Die beiden grinsten und bedankten sich.



      Jetzt ging es Richtung Süd - Westen zum chinesischen Teehaus, einem wirklich schnuckeligen Gebäude mitten im Park. Es wurde ebenfalls unter Friedrich II erbaut. Zahlreiche vergoldete Figuren zieren das Gebäude und geben ihm den typisch asiatischen Touch mit Rokoko Elementen. Wir warfen auch einen kurzen Blick ins Innere, denn der Eintritt war in unserer Karte bereits enthalten. Auch hier gab es wieder zahlreiche Wand- und Decken-Malereien sowie Porzellan zu bewundern.



      Nachdem wir ein weiteres Döschen gefunden hatten ging es von dort weiter zu den römischen Bädern in südlicher Richtung. Diese Anlage wurde unter Friedrich Wilhelm IV im 19. Jahrhundert errichtet. Sie besteht aus einem römischen Bad im antiken Stil und weiteren Gebäuden im italienischen Landhaustil. Die Gebäude und der dazugehörige Garten mit Teich verbreiteten eine richtig mediterrane Stimmung, wenn da nicht das Berliner Wetter gewesen wäre. Der Himmel zog sich leider immer weiter zu und es begann zu tröpfeln. Da die Innenräume z.Zt. wegen Renovierungsarbeiten geschlossen sind zogen wir nach kurzer Zeit weiter.



      Nach einem kurzen Fußmarsch erreicht man Schloss Charlottenhof. Das Schloss war der Sommersitz des Kronprinzen und späteren Königs Friedrich IV. Es wurde auf den Grundmauern eines Gutshauses im Stil einer römischen Villa errichtet und ist im Vergleich zu Schloss Sanssouci recht schlicht gehalten. Leider finden auch hier Renovierungsmaßnahmen statt, so dass man nicht ins Innere konnte.



      Auch verstärkte sich leider der einsetzende Regen und das Spazieren im Park machte nicht mehr so großen Spaß. Trotzdem setzten wir unseren Fußmarsch in Nordöstlicher Richtung fort. Ziemlich nass kamen wir so einige Zeit später am Neuen Palais an.



      Hier mussten wir uns erst mal neu orientieren. Zum eine interessierte uns die Ausstellung im Neuen Palais anlässlich des Friedrichjahres, andererseits hätten wir hier noch mal Extra-Eintritt zahlen müssen und nass wie wir waren hätte die Besichtigung sicher nicht viel Spaß gemacht. Zusätzlich machte sich inzwischen auch ein gewisses Hungergefühl und eine gewisse Müdigkeit in den Knochen speziell in den Füßen bemerkbar.

      Wir entschlossen uns daher die Ausstellung nicht zu besuchen und stattdessen lieber Rast zu machen und einzukehren. Ausgesucht hatten wir uns dazu das Restaurant / Cafe Drachenhaus im Schlosspark. Weiter ging es also in nordöstlicher Richtung. Nach einer Weile hatten wir die Strasse erreicht, dabei hatten wir uns leider etwas verfranst und landeten nach einem kleinen Berganstieg am Belvedere auf dem Klausberg. Auch dieses Gebäude gehört noch zum Schlosspark und wurde unter dem Alten Fritz als Aussichtsgebäude errichtet. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Parkanlagen, der von uns dank des Regens leider wenig gewürdigt wurde.



      Dank eines Museumsmitarbeiter, der einsam das Gebäude bewachte war der Weg bis zum Cafe Drachenhaus dann aber nicht mehr weit. Endlich gab es ein paar vernünftige Sitzgelegenheiten und eine anständige Brotzeit und das auch noch im Trockenen. Das Drachenhaus selbst ist, ähnlich wie das Chinesische Teehaus im ostasiatischen Stil, unter Friedrich II erbaut worden und beherbergt heute das gleichnamige Restaurant. Früher diente es verschiedenen Zwecken z.B. als Wohnhaus für Angestellte im Weinberg und auf Belvedere.

      Nachdem wir uns so richtig gut gestärkt hatten, hatte auch der Regen halbwegs nachgelassen, so dass wir unsere Tour fortsetzen konnten. Erneut zum Neuen Palais zu wandern machte keinen Sinn, dafür war es schon zu spät. Ganz aufgeben wollten wir aber auch nicht, obwohl direkt beim Drachenhaus ein Bus abgefahren wäre. Wir entschlossen und weiter in Richtung Schloss Sanssouci zu laufen. Auch dort gab es noch einiges zu sehen.

      Nach einem kurzen Fußweg kamen wir am Orangerieschloss (Neue Orangerie) an, einem weiteren Schlossbauwerk im Park. Auch dieses Gebäude wurde unter Friedrich Wilhelm II im 19. Jahrhundert im italienischen Renaissance Stil errichtet.



      Das Gebäude besteht aus dem Mittelbau mit dem zentralen Raffaelsaal und einigen Wohnräumen. Rechts und links schließt sich daran jeweils eine ca. 100m lange Pflanzhalle an. Die Pflanzhallen dienen zum überwintern der zahlreichen Pflanzen und können die insgesamt mehr als 1000 Kübelpflanzen des Parks aufnehmen.
      Hier konnte man auch wieder die Räumlichkeiten im Inneren besuchen, was wir auch taten, da es wieder zu regnen begann. Auch hier findet man, in mehreren Räumen, eine sehr schöne Inneneinrichtung, besonders toll fanden wir den riesigen Raffaelsaal mit seinen vielen Rottönen, der riesigen Kuppel und den vielen Gemälden.

      Nachdem die Innenräume besichtigt waren ging es noch auf das Dach der Orangerie. Hier hat man ebenfalls einen schönen Blick auf die Parkanlage.



      Weiter ging es anschließen in westlicher Richtung. Nach kurzer Zeit erreicht man die historische Bockwindmühle von Sanssouci. Auch diese Mühle kann besichtigt werden. Sie ist ein Nachbau einer Mühle aus dem frühen 18. Jahrhundert und enthält eine Ausstellung mit viele interessanten Informationen zum Arbeitsleben der Müller.



      Nach dem wir die Mühle besichtigt hatten war es kurz vor 18:00 Uhr und der Park Sanssouci schloss seine Pforten. Vieles hatten wir heute gesehen, aber es gab immer noch einige Dinge, die wir uns noch gerne angesehen hätten oder wo wir gerne mehr Zeit verbracht hätten, doch dafür ist ein Tag einfach nicht genug.

      Wir machten uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Mit Bus und S-Bahn ging es dann zurück nach Berlin. Dort kamen wir gegen halb neun an. Wir machten uns kurz frisch, mittlerweile knurrte der Magen erneut und es war Zeit für ein leckeres Abendessen.

      Wir nahmen den Bus M48 Richtung Alex bis Rotes Rathaus / Nikolai – Viertel. Dort hatten wir uns ein nettes Lokal ausgesucht, die „Gerichtslaube“. Hier gab es, in uriger Atmosphäre, Roulade mit Rotkohl und Klößen. Sehr lecker. Anschließend war sogar noch irgendwie Platz für ein leckeres Eis.

      Kurz nach elf waren wir wieder im Hotel. Hundemüde und mit ziemlich runden Füßen ging es sofort ins Bett. Morgen war ja auch noch ein Tag.
      Gruß christian(us) :hut:

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    • Tag 3: Montag 04.06.2012: Bootstour – Reichtag – Berlin West

      Relativ ausgeschlafen standen wir um halb acht auf. Nach dem üblichen Prozedere und Frühstück packten wir unsere sieben Sachen und es ging nach draußen zur Bushaltestelle.

      Nach dem gestrigen Tag sollten heute die Füße mal etwas geschont werden. Da das Wetter einigermaßen mitmachte, es war trocken aber leider nicht gerade warm, wollten wir heute erstmal eine kleine Schifftour unternehmen. Wir nahmen wieder den Bus M48 in Richtung Alex und von dort ein kurzes Stück die S-Bahn zum Bahnhof Friedrichsstrasse.

      Vom Bahnhof aus sind es nur ein paar Schritte bis zur Spree. Hier an der Ecke Friedrichsstrasse – Reichstagsufer liegt der Anlieger der Kreis- und Sternschifffahrt Berlin.

      Kurz nach zehn ging es los. Wir suchten uns ein Plätzchen auf dem Oberdeck, was kein großes Problem darstellte. Zu diesem Zeitpunkt waren wir gerade mal 4 Passagiere an Bord. Platz satt und genug und niemand der uns beim Fotografieren störte. Jetzt musste es nur noch trocken bleiben.

      Der Kapitän nahm Fahrt auf und es ging Spree aufwärts durch den Bezirk Mitte. Kurze Zeit später sieht man am rechten Ufer die Museumsinsel (auf den Ufermauern sind noch die Einschüsse aus dem 2. Weltkrieg zu erkennen) und einen Moment später schon den Berliner Dom



      Wieder nur einen Augenblick später folgt am rechten Ufer der Bauplatz für das Stadtschloss (ex Palast der Republik) und am linken Ufer der Alexanderplatz, das rote Rathaus und sowie das Nikolaiviertel.



      Danach geht es unter der Mühlendammbrücke hindurch in die Mühlendammschleuse. Hier wird man erst mal ca. 1.50m hochgeschleust. Dies dauert seine Zeit und man kann die vielen kleinen alten Schiffe im gegenüber liegenden Hafen am Märkischen Ufer beobachten.





      Nach dem Schleusen wurde erstmal Pause an der Janowitzbrücke gemacht. Hier kamen weitere Passagiere an Bord und das Oberdeck füllte sich etwas. Platz war aber immer noch ausreichend vorhanden.

      Mit den restlichen Passagieren war auch die Tourbegleiterin an Bord gekommen, die uns von nun an alle wichtigen und auch die weniger wichtigen Sehenswürdigkeiten ausführlich live erklärte. Zusätzlich warnte sie auch noch vor allen Brücken mit niedriger Durchfahrtshöhe und davon kamen noch einige.

      Zunächst einmal ging es weiter Spree aufwärts. Links und rechts tauchten immer wieder diese typischen und teils abenteuerlichen Standbars auf, in denen sich die Berliner bei schönem Wetter mit Vorliebe tummeln. Am linken Spreeufer folgten Ostbahnhof und O2 Arena, sowie über eine größere Länge ein letzter zusammenhängender Teil der ehemaligen Berliner Mauer.



      Nach Durchfahrt der historischen Oberbaumbrücke befindet man sich im Osthafen. Hier zweigt rechts der Landwehrkanal ab, das nächste Teilstück unserer Tour. Rechts befindet sich der Ortsteil Kreuzberg, links der Ortsteil Alt-Treptow. Hier muss erstmal wieder geschleust werden. Diesmal wird ein Höhenunterschied von knapp 2 Metern überbrückt.

      Jetzt geht es in dem ca. 22 Meter breiten Kanal zunächst ein Stückchen in Richtung Süd-Westen und dann am Maybachufer auf der linken Seite (Kreuzberg) bzw. dem Paul-Linke-Ufer (Neukölln) auf der rechten Seite schnurstracks in Richtung Westen. Hier befindet man sich in einer typischen Alt-Berliner Wohngegend mit den entsprechenden Gebäuden auf beiden Uferseiten.



      Immer wieder werden Brücken mit einer sehr niedrigen Durchfahrtshöhe durchfahren, so das der Kapitän gezwungen ist seinen Führerstand entsprechend einzufahren. Auch für die Passagiere ist Vorsicht geboten. Nur sitzend können die Brücken durchfahren werden, was von einem weiteren Besatzungsmitglied auf dem Oberdeck überwacht wird. Zusätzlich gibt es auch noch vor jeder Brückendurchfahrt einen Warnton.

      Nach einiger Zeit erreicht man den Böcklerpark und das Sommerbad in Kreuberg. Hier ist alles sehr grün, wie wir es auch bereits in anderen Teilen der Stadt gesehen hatten. Gemächlich gleitet man weiter durch Kreuzberg am Mehringplatz und dem Hallerschen Ufer vorbei, bis man nach dem Technikmuseum Berlin (linke Seite), mit seinem auffälligen Flugzeug auf dem Dach den Ortsteil Tiergarten erreicht.



      Hier sieht man auf der rechten Seite die großen Gebäude des Potsdamer Platzes mit Sony Center, Bahn-Tower und vielen anderen Hochhäusern. Auf der rechten Seite folgen die Neu Nationalgalerie und einige Minuten später das Verteidigungsministerium, der sogenannte Bendlerblock.



      Vorbei an zahlreichen Botschaften erreicht man den eigentlichen Tierpark, der sich auf der rechten Seite befindet. Hier befindet sich auch die nächste Schleuse, die uns wieder auf das Niveau der Spree bringt.



      Nach der Schleuse unterfährt man die Straße des 17. Juni, auf der linken Seite befindet sich der Universitätsbereich mit seinen zahlreichen Instituten. Mittlerweile befinden wir uns im Stadtteil Charlottenburg.



      Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Spreekreuz. Hier fahren wir zunächst noch ein Stück Spree abwärts bis zur Haltestelle Schloss Charlottenburg, wo eine kleine Pause eingelegt wird. Anschließend geht es wieder Spree aufwärts, vorbei am Landwehrkanal Richtung Mitte. Hier treffen sich die Ortsteile Charlottenburg (rechts) und Moabit (links). In großen Bögen schlängelt sich die Spree jetzt durch den Bezirk Mitte.



      Nach einiger Zeit folgt auf der linken Seite das Bundesministerium des Inneren und kurze Zeit später auf der rechten Seite das riesige Tiergartenareal mit dem Schloss Bellevue.



      Hinter der nächsten Biegung sieht man links die sogenannte Beamtenschlange, ein geschlängelter Gebäudekomplex der als Wohnraum für die zugezogenen Berliner Regierungsbeamten gedacht war und heute mehrheitlich von ganz normalen Berliner Bürgern genutzt wird.

      Direkt anschließend sieht man auf der linken Seite zunächst das Haus der Kulturen, die „schwangere Auster“ gefolgt vom Bundeskanzleramt direkt am Spreeufer.



      Rechts folgt dann sofort der neue Berliner Hauptbahnhof.



      Hat man diesen hinter sich gelassen gelangt man ins eigentliche Regierungsviertel mit Paul-Löbbe Haus und Reichstag. Vorbei am Reichtagsufer erreichten wir dann wieder den Ausgangspunkt unserer Tour am Bahnhof Friedrichstrasse wo wir gegen ca. 14:00 ankamen.

      Nachdem wir nun lange genug gesessen hatten war es Zeit für etwas Bewegung. Am Reichstagsufer entlang ging es zurück in Richtung Regierungsviertel, das wir uns noch etwas genauer ansehen wollten. Wirklich imposante Bauten, die hier während der letzten beiden Jahrzehnte entstanden sind.
      (In der Kantine gibt es noch die alte Beleuchtung aus dem ehemaligen Palast der Republik zu bewundern)



      Da wir auch noch eine Besichtigung der Reichstagskuppel geplant hatten ging es von dort aus direkt zum Reichstag. Hier war so einiges los. Zunächst wollten wir uns nur erkundigen, wo wir für unsere Besichtigung um 17:30 hinmüssen. Im Gespräch mit einem der Servicemitarbeiter wurde uns mitgeteilt, das wir die Besichtigung auch sofort machen können. Das passte gut in unseren Zeitplan.



      Wir stellten uns also in die Schlange vor der Sicherheitskontrolle und schon kurze Zeit später ging es los. Nach einem kurzen Fußmarsch fuhren wir mit dem Aufzug direkt bis hinauf zur Kuppel auf dem Reichstag. Oben angekommen haben wir erst mal ein bisschen gewartet, bis sich der erste Ansturm nach oben bewegt hatte und sind dann in aller Ruhe auch nach oben gewandert. Der Rundum-Blick war wirklich schön, leider war das Wetter nicht so schön, so dass die Fernsicht etwas zu wünschen ließ. Alles in allem ist das ganze aber auf jeden Fall zu empfehlen.



      Nach dem wir wieder unten waren mussten wir unseren ursprünglichen Plan etwas umstellen. Wir hatten jetzt noch den Rest des Tages Zeit.

      Mit dem Bus ging es einmal quer durch den Tiergarten zum Kurfürstendamm. Hier war bummeln angesagt. Mir waren die unzähligen Geschäfte links und rechts schnell zuviel und meine Anti-Shopping-Gen aktivierte sich, meine Laune sank. Zunächst ging es ein Stück den Kurfürstendamm entlang bis zum Kaffee Kranzler, hier gab es gegenüber im Alt Berliner Biersalon erstmal eine kräftigende Currywurst, schließlich war es schon spät und der kleine Hunger meldete sich ziemlich lautstark.



      Gut gestärkt konnte es weitergehen. Da das Hungergefühl jetzt gestillt war, hatte sich auch meine Laune gebessert. Nächster Stopp war Käthe Wohlfahrt. Weihnachten auf 3 Etagen und das Anfang Juni. Na gut! :wacko1:

      Von dort ging es zum nächsten Muss eines Berlin Besuchs, das KadeWe. Mein Ziel 6. Stock Feinschmeckeretage, ein Paradies mit Schattenseiten. Hier gibt es alles und genau das ist das Problem. Nach einiger Zeit weis man irgendwie nicht mehr wo oben oder unten, links oder rechts, vorne oder hinten ist, so ein Überfluss herrscht hier. Interessant ist es schon, man muss es halt mal gesehen haben. Einige kleine Sachen sind auch prompt in unserer Tasche gelandet, aber subjektiv ist mir das einfach zu viel. Ein wenig Zeit blieb dann noch für das Shopping anderer Dinge, aber auch hier erschlägt einen einfach das Angebot und manche Dinge sind für den Ottonormalverbraucher einfach nicht gedacht oder schlichtweg nicht zu gebrauchen. Punkt Acht schlossen sich dann die Türen und wir machten uns auf den Weg in Richtung „Heimat“.

      Mit der U-Bahn ging es zurück zum Potsdamer-Platz. Hier sind wir dann noch ein wenig durch das Sony-Center gebummelt und haben das Lichterspektakel der Dachkonstruktion bewundert.



      Abschließend gab es dann dort auch noch eine Kleinigkeit zu Essen und so beendeten wir auch diesen Tag erst kurz nach elf in unserem Hotel.
      Gruß christian(us) :hut:

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    • Habe aus der Kruse mal eine Wohlfahrt gemacht :8o:

      Zeigt wohl symptomatisch mein Interesse an derlei Veranstaltungen :mosking: Zumal wir drei Tage später nach Seiffen ins Erzgebirge gefahren sind und man dort quasi von einem Weihnachtsutensilienladen in den nächsten fällt. :wacko1:

      Gruß Christian
      Gruß christian(us) :hut:

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    • Tag 4: Dienstag 05.06.2012: Grünes Berlin – Grunewald – Pfaueninsel – Botanischer Garten

      Nach dem vielen Städtischen des gestrigen Tages sollte es heute wieder etwas mehr Natur sein. Heute wollten wir hinaus zum Wannsee.
      Nach dem wir wieder früh aufgestanden waren und gut gefrühstückt hatten ging es mit Bus und S-Bahn zum Theodor Heuss Platz. Von hier fährt die Busline 218 regelmäßig durch den Grunewald in Richtung Wannsee. Das Ganze dauert ungefähr eine dreiviertel Stunde. Eine wirkliche schöne und gemütliche Tour mit viel Natur links und rechts und das nur ein paar Minuten vom Stadtkern entfernt. Manchmal werden auf dieser Strecke auch historische Busse eingesetzt, wir hatten z.B. einen Bus aus den frühen 80er Jahren, der mich direkt wieder in die Jahre meiner Schulzeit brachte.

      Unser erster Stopp war am Grunewaldturm. Der 55m hohe Turm steht mitten im Grunewald auf dem Karlsberg, Er wurde 1899 gebaut und zuletzt 2011 aufwendig renoviert. Gegen ein geringes Entgelt kann man auch auf den Turm hinauf, was wir uns natürlich, trotz einiger Stufen (aber das waren wir ja mittlerweile gewohnt), nicht entgehen ließen. Von der in 36 Metern Höhe gelegenen Aussichtsplattform hat man einen wunderschönen Blick über den Grunewald und den Wannsee bis hinüber nach Berlin. Leider ist die Plattform mit Drahtnetzen gesichert was das Fotografieren schwierig macht. Ein paar Aufnahmen sind trotzdem gelungen.





      Von dort ging es weiter mit der Buslinie 218 zur Pfaueninsel. Die Insel liegt im Bereich der Havel, direkt am Wannsee. Wie Schloss Sanssouci gehört auch diese Insel zum Unesco Weltkulturerbe. Die Insel ist zusätzlich Naturschutzgebiet und als Teil der Europäischen Vogelschutzgebietes ausgewiesen.

      Dementsprechend gibt es auch eine ellenlange Liste, von Dingen, die man auf der Insel nicht darf. Dazu zählen neben so profanen Dingen wie Rauchen oder Feuer machen auch Dinge wie Schlitten- oder Skifahren oder das Durchführen Demonstrationen. Da wir uns das Rauchen auch mal verkneifen konnten und im Moment nicht die Jahreszeit fürs Skifahren ist und es für eine Demonstration keinen Anlass gab ging es mit der kleinen Fähre auf die Insel.



      Wenn man etwas zügig geht braucht man ca. eine Stunde um die Insel zu umrunden und den nächsten Bus zu bekommen (Achtung! Der Bus fährt nur einmal pro Stunde, die Fährtermine sind auf den Fahrplan des Busses abgestimmt.)





      Die Vegetation der Insel ist recht üppig viele alte Bäume stehen entlang der Wege. An einigen Stellen stehen Gebäude aus der „Friedrich-Zeit“ z.B. ein Schlösschen, eine Menagerie, eine Meierei und einige mehr. Leider erfährt man über die Gebäude nur recht wenig, es gibt keinerlei Infotafeln.





      Neben den Gebäuden gibt es auch einige schöne Ziergärten und wenn man Glück hat, sieht man auch einige der freilaufenden Pfauen.



      Wer die Insel richtig erkunden will und Spaß an der Ruhe und der wirklich grandiosen Natur hat sollte unbedingt genügend Zeit mitbringen, die wir natürlich nicht hatten, denn wir wollten noch weiter. So beendeten wir nach zwei Stunden den Aufenthalt und fuhren mit der Fähre zurück.

      Mit der Buslinie 218 ging es dann zurück zum Bahnhof Wannsee und von dort mit der S-Bahnlinie 7 zum Botanischen Garten. Dieser liegt im Südwesten von Berlin, zwischen den Ortsteilen Dahlem und Steglitz. Der Garten umfasst ca. 43ha und ca. 22000 verschiedene Planzenarten. Bei dieser Größe war es klar, das wir auch hier, mangels Zeit nur einen Bruchteil zu sehen bekamen.



      Zunächst bummelten wir etwas durch den Garten und stärkten uns mit einer guten Tasse warmen Kakao im Gartenrestaurant.





      Von dort ging es in die riesigen Treibhäuser allein hier könnte man mehrere Tage verbringen, wenn man sich alles in Ruhe ansehen will. Gut 2 Stunden dauerte unsere Runde in den Treibhäusern und dabei haben wir uns schon ganz schön beeilt und haben nur bei besonders interessanten Dingen einen Moment verweilt.



      Anschließend ging es wieder ins Freigelände auch hier ging es mehr oder weniger im Schweinsgalopp durch die verschiedenen Bereiche, eigentlich Schade, wo es hier soviel zu entdecken gibt. Nach insgesamt gut 4 Stunden hatten wir erstmal genug und verließen diesen schönen Ort.



      Mit dem Bus M48 sollte es dann eigentlich zurück zum Hotel gehen. Doch meine bessere Hälfte bestand plötzlich auf einer Programmänderung. Da wir einmal in Berlin waren musste nun doch noch ein Spontanbesuch bei ihrer Cousine sein, den wir eigentlich so nicht eingeplant hatten. Da sich die beiden seit mehr als zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hatten konnte ich den plötzlichen Wunsch gut verstehen und es ging einmal quer durch Berlin nach Biesdorf. Gut das wir unser Berlin Ticket hatten.

      Gegen halb neun waren wir wieder im Hotel. Hier ließen wir den Abend ausklingen. Bei lecker gutbürgerlichem Essen und ein paar Getränken ließen wir es uns gut gehen und gingen ausnahmsweise mal frühzeitig zu Bett.

      Tag 5: Mittwoch 06.06.2012: Rückreise / Fazit

      Leider neigte sich unsere kleine Städtetour bereits wieder dem Ende entgegen. Nach einem guten Frühstück packten wir unsere sieben Sachen zusammen und checkten aus. Mit dem Bus ging es zum Hauptbahnhof. Hier wurden noch ein paar Dinge für die Bahnfahrt besorgt. Um kurz vor elf ging es dann mit dem ICE zurück nach Köln und von dort mit unserer Bimmelbahn noch ein gutes Stündchen bis Gummersbach, wo wir gegen halb fünf ankamen. Wieder war eine kurze aber sehr schöne Tour zu Ende.

      Fazit:
      • Berlin ist definitiv eine Reise wert. Zuletzt war ich Anfang der 80er Jahre dort. Seitdem ist viel passiert, nicht nur in Berlin.
      • 3 bis 4 Tage sind definitiv zu wenig. Wir haben zwar viel gesehen, aber auch immer nur an der Oberfläche gekratzt bzw. wir hatten zu wenig Zeit um uns das ein oder andere mal näher anzusehen
      • der Kauf der Berlin Welcome Card hat sich für uns gelohnt. Nicht nur die vielen Fahrten mit Bus, U- und S-Bahn waren damit abgedeckt, auch bei vielen Eintritten bekam man Rabatte oder andere Vergünstigungen.
      • Der neue eigentliche „Zentralbereich“ Mitte hat mich fasziniert, hier gibt es soviel zu sehen auf einer trotzdem noch recht überschaubaren Fläche, allein hier könnte man sich mehrere Tage austoben
      • Unser kurzer Ausflug auf die alte westberliner Flaniermeile Kurfürstendamm hat mich etwas enttäuscht. Hier war mir einfach zuviel Kommerz, unendliche viele Geschäfte und für meinen Geschmack zuwenig Flair.
      • Berlin ist ziemlich sauber (zumindest die Ecken, die wir gesehen haben), hier können sich manche Großstädte eine Scheibe abschneiden.
      • Berlin ist grün. Verlässt man den eigentlichen Innenstadtbereich ist man ruckzuck im Grünen. Der Grunewald bzw. das Wannseegebiet haben uns besonders gut gefallen, hier müssen wir unbedingt noch mal hin. Auch die Stadt Potsdam ist noch einen Besuch wert, wie wir bei unserer Busfahrt sehen konnten.
      Gruß christian(us) :hut:

      (Reiseberichte etc. siehe Profil)