Lang lang ist’s her…. MS Lofoten Bergen–Kirkenes–Trondheim im Sommer 2010

    • B-K-T
    • 2009
    • Lang lang ist’s her…. MS Lofoten Bergen–Kirkenes–Trondheim im Sommer 2010

      Es begann mit einem Traum.

      Im August 1990 war ich das zweite Mal in meinem Leben in Norwegen. Mit dem Zug über Stockholm und Kiruna nach Narvik, dann eine knappe Woche in Stamsund in der Jugendherberge: Nachts im Ruderboot auf der Nordsee fischen, tagsüber bergsteigen. Anschließend noch ein Aufenthalt in Ǻndalsnes und eine mehrtägige Tour mit DNT.

      Im Herbst davor war mein Vater plötzlich verstorben, erst Mitte Fünfzig. Ein Weltuntergang.
      Norwegen, das Meer, die Lofoten, Romsdalen, Jotunheimen - für mich Medizin, Balsam für die Seele.



      Nach der Reise begann das dann mit dem Traum. Jahrelang der gleiche Ablauf: Zunächst mit dem Finger auf einer Landkarte, die dann landschaftliche Gestalt annahm, war ich im Traum unterwegs in einem verfremdeten Eurasien mit Blick Richtung Skandinavien. Wüste, Nordafrika, Türkei und Israel im Süden, China im Südosten. Im Norden das Meer mit vielen Land-Meer-Übergängen und zahllosen Inseln, im Nordwesten niederländische, direkt vor der Nase dänische, im Nordosten schwedische Inseln und ganz weit am Horizont, nur als Schemen erkennbar, das Ziel - die Lofoten.
      Schroffe Berge am Horizont und davor das weite Meer … Immer wieder versuchte ich im Traum, dorthin zu gelangen. UND ICH KAM NIE AN!!! Unzählige Male bin ich im Traum losgefahren, und irgendwo in den „Niederlanden“, in „Hamburg“ oder in „Dänemark“ hängen geblieben …

      Das einzige was helfen würde, das war klar, wäre irgendwann WIRKLICH loszufahren.

      Und das sollte dann per Schiff sein.

      Nun, Reisen nach Norwegen führten mich in den folgenden Jahren lediglich in den Süden des Landes, zum Langlaufen. Schiffsreisen beschränkten sich auf die Strecke Kiel – Oslo und zurück, mit Color Fantasy, Color Magic und davor mit Princesse Ragnhild oder Kronprins Harald.

      20 Jahre später.

      Österlicher Besuch auf der Schwäbischen Alb bei einer lieben Freundin meiner Familie. M wusste von meinem „Traum“. Werbe-Prospekt und CD der Hurtigruten (allerdings für eine Winterreise) warteten schon längst in meinem Regal…

      Eine „Schnapsidee“ aus heiterem Himmel: Wann, wenn nicht jetzt?

      Kurzentschlossen riefen wir eine Freundin im Reisebüro an und ließen verschiedene Möglichkeiten durchkalkulieren – und was bislang unrealistisch schien, rückte auf einmal in greifbare Nähe. Schnell war klar, dass nur ein Schiff der älteren Generation in Frage kommen würde, am liebsten - die MS Lofoten. Noch im gleichen Sommer sollte es losgehen. Und rasch entschieden wir uns für die Variante mit Innenkabine und Halbpension. Das Risiko - Dusche und WC auf dem Gang - gingen wir ein. Es wurde dann die Innenkabine 214 auf Deck B.

      Schon die Anreise von M nach Schleswig-Holstein begann denkwürdig: Aus alter Gewohnheit hatte sie ihr Bahn-Ticket bis Rendsburg gelöst. Als ich von meinem inzwischen ländlichen Wohnsitz starten wollte, um sie vom Bahnhof abzuholen, fiel mir auf einmal ein: Was, wenn der Zug aus Stuttgart nicht rechtzeitig in Neumünster wäre für den Anschluss Richtung Flensburg? Fuhr ihr Zug bis Kiel durch, hätte sie besser ein Ticket bis dorthin lösen können. Dumm gelaufen, denn nun konnte ich M nicht mehr erreichen, sie hatte kein Handy… Trotzdem checkte ich die Zugverbindung ab, bevor ich losfuhr. Noch nicht mal ganz raus aus dem Dorf, klingelte schon mein Handy. M am Apparat. Der Zug hatte Verspätung und ein anderer Fahrgast half mit dem Handy aus. Binnen Sekunden war abgeklärt: Sie fährt durch bis Kiel.

      Wir freuten uns über die „Gedankenübertragung“ und genossen bis zum Beginn der großen gemeinsamen Fahrt zunächst einige Tage südlich und nördlich des Nord-Ostsee-Kanals und an seinem Vorgänger, dem Alten Eiderkanal, einer ehemals hochfrequentierten Wasserstraße des Kontinents, inzwischen ein ökologisch wertvolles „stehendes Gewässer“.

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    • 26./ 27. Juli 2010: Kiel-Oslo

      Am 26. Juli machten wir uns zeitig auf den Weg zum Norwegen-Kai in Kiel. Die Freundin, die die Reise für uns gebucht hatte, fuhr uns hin und holte sogar die Tickets für uns ab. Wir setzten uns ganz vorne zu vereinzelten anderen Reisenden, die ähnlich früh dran waren wie wir, und gönnten uns beim Warten jede noch einen Cappuccino. Ja, wir waren ein bisschen nervös. Für mich war es das x-te Mal mit der Oslo-Fähre, aber zu zweit ist das doch noch was anderes. M hatte früher große Reisen unternommen, war aber in den letzten Jahren kaum noch dazu gekommen. Nun, mit knapp 80 Jahren nicht mehr die Jüngste, war das für sie ein besonderes Abenteuer. Das Terminal füllte sich nun, und es stellte sich für mich heraus, dass man „ganz vorne“ den Massen genauso gut entkommen kann, wie „ganz hinten“ – wie ich das sonst so zu tun pflegte. :good3: Mit Spannung warteten wir darauf, dass der Zugang zur Color Magic geöffnet wurde. Die Animateure – waren es Clowns? – ignorierten wir und sie uns. Wir behielten die Color-Line-Mitarbeitenden im Auge, die schon bestimmt seit zehn Minuten an den Schranken bereitstanden. Als es gegen 13 Uhr losging, halfen sie freundlich und ruhig den Passagieren dabei, das Ticket richtig durch den Scanner zu führen, damit die Sperre sich öffnete. Auch uns gelang es dadurch ohne Probleme trotz sperrigen Gepäcks die Schranke zu passieren und uns auf die Gangway zu begeben.
      Es ging los! :dance3: Am Ende der Gangway dann das Schiff zu betreten ist immer wieder so ein weiterer magischer Moment. :rolleyes:

      Wir wurden nach vorne verwiesen zu den Aufzügen, und es ging wohl auf Deck 10 – die genaue Kabinennummer weiß ich nicht mehr - eine Innenkabine mit dem üblichen Standard. Gepäck abstellen, und dann nichts wie raus auf Deck 12 und ab 14 Uhr das Ablegemanöver mit verfolgen! Wieder auf Fahrt, endlich! :imsohappy:
      Kieler Förde – die „dänische Südsee“ – gegen 18:30 Uhr (oder war es schon 19 Uhr?) die Storebelt-Brücke.
      Wenn wir nicht auf Deck waren, saßen wir bei einem Gläschen Wasser oder einer Tasse Cappuccino in der Observation Lounge. Nein, ich mag die riesigen Schiffe nicht. Aber so lange ich hier immer noch ein Plätzchen finde, liebe ich diese Überfahrt – sogar auf der Color Magic oder Color Fantasy.
      Die mitgebrachte Brotzeit verzehrten wir draußen, wo wir uns zeitweise sogar auf ein paar Stühlen niedergelassen haben, ansonsten hingen wir meistens an der Reling – nur zum Kucken natürlich! :pilot:
      Abends gönnten wir uns noch „was Warmes“, eine Kleinigkeit. Vage meine ich mich zu erinnern, dass wir gerne noch in der Observation Lounge direkt oder im Restaurant nebenan gegessen hätten, es hier aber nur noch Getränke gab und wir uns notgedrungen mit einem Angebot auf der Promenade weiterhelfen mussten, dann wohl in der Tapas-Bar. Aber vielleicht täusche ich mich auch. :popcorm2:
      Als sich M später am Abend in die Kabine zurückgezogen hatte, ließ ich mich noch auf einer der Liegen nieder, achtern auf Deck 12 (oder 13?) und genoss die Fahrt durch die Nacht noch für weitere ein, zwei Stunden. Die Begegnung mit der Color Fantasy (gegen 0:30 Uhr?) war natürlich Pflicht, auch wenn viel Fantasie dazugehörte sie zu erkennen, und ich mir hinterher auch nicht ganz sicher war, ob sie das nun war oder nicht. :search_1: Außer mir waren es nämlich wieder mal nicht so viele andere Paxe , die nicht genug kriegen konnten…
      Übrigens: Ich weiß beim besten Willen nicht mehr, wie das Wetter war. Es hat wohl nicht aus Eimern gegossen und es gab wohl auch keinen grandiosen Sternenhimmel, beides hätte ich mir gemerkt. Aber alles dazwischen scheint keine so große Rolle zu spielen für mich… Hauptsache – fahren!!! :girl_witch:

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    • Allein was zählt ist doch unterwegs zu sein und zu geniessen und das in vollen Zügen. Danke für den Bericht bis hierher. :thumbup:
      Gruss Cara

      08 Nordkapp B-Alesund / Nordlys Alesund-B-K * 10 Midnatsol B-K* 12 Lofoten B-K-B* 13/14 Nordkapp B-K-B* 16 MS Finnmarken B-K-B geplant
    • 27.7.10: Oslo-Hønefoss-Bergen

      Am Morgen rasch raus aufs Deck – Einfahrt in den Oslofjord genießen. Alles ist gepackt, wir begeben uns zum Promenade-Cafe für ein kleines Frühstück und harren dann auf Barhockern, Gepäck unter uns, vor uns der obligatorische Cappuccino, der Ankunft in Oslo. :tee: Am Terminal müssen wir nämlich den Transferbus nach Hønefoss erwischen, zum Zug 601 ab 12:22 Uhr nach Bergen . Wir haben den Plan vom Vorplatz zuvor sicherheitshalber mehrmals studiert; ich kenne die Suche dort nach dem richtigen Bus von diversen Ski-Reisen mit den „Vagabunden“. :search: Tja, wir waren eben ein bisschen besorgt, ob auch alles klappt. :whistle3: (Die Gelassenheit einiger Winter-Reisender hier im Forum selbst angesichts nicht angelaufener Abfahrtshäfen – Hut ab!) Im Bus – alles lief dann natürlich wie am Schnürchen – mussten wir noch auf weitere Paxe warten, die mussten wohl unter den Letzten gewesen sein, die vom Schiff kamen. Ob der Bus das auch wirklich noch schafft? :winki: Selbstverständlich standen wir eine kleine Weile später rechtzeitig am Bahnhof und hatten alle Zeit der Welt… :D
      Im Sommer 1989 hatte ich während meines ersten Norwegen-Urlaubs die Bergenbahn bereits kennengelernt, ebenso wie auch so gut wie alle anderen Bahnstrecken in Norwegen. (Verfügte ich damals doch über ein drei Wochen gültiges „Skandinavien-Ticket“, im Gegensatz zu einer vollen Geldbörse. Und natürlich über einen Jugendherbergsausweis, was dazu führte, dass ich mich nach einer Juhe-Übernachtung zumeist für den ganzen Tag beim üppigen Frühstück satt aß - abgesehen vom ein oder anderen Joghurt mit Møltebær sowie ein bisschen Brot und Käse. Mein Favorit war das Frühstück in Ǻndalsnes, hmm, hatten die dort leckere Pfannkuchen, und zwischendurch die Heringshäppchen… Aber das ist nun wirklich ein anderes Thema! ^^ )
      M musste sich nun meine ollen Geschichten die Strecke über anhören. ;) Sich den Waggon in Finse zeigen lassen, meine Schwärmerei von der Flǻmsbana über sich ergehen lassen, sich für den Krimi von Anne Holt interessieren, und so weiter. Nebenbei durfte sie aber ungestört rausschauen und die grandiose Landschaft genießen. Während ich versucht habe, so viel wie möglich an Gesprächsfetzen Mitreisender aufzunehmen und zeitversetzt fragmentarisch zu übersetzen (nur so für mich natürlich), klang das gesprochene Wort, von dem meinigen abgesehen, für M wohl „chinesisch“.
      Die Hardangervidda, die Seen, die Gipfel, die Weite, unerwartete Ausblicke, und dann ging es abwärts Richtung Meer. Einfach nur wunderschön, mehr ist nicht dazu zu sagen. :)
      In Bergen wartete ein Transfer-Bus bzw. Großraumtaxi (?) auf uns. Genau weiß ich es nicht mehr: Habe ich jemanden angesprochen oder war es nicht zu übersehen? Es war jedenfalls unkompliziert. Zunächst wurden Leute zum Hotel gebracht, einige wenige blieben sitzen, und dann waren wir auch schon am Terminal, das Gepäck wurde uns abgenommen und wir wurden durchgelotst, um ein paar Ecken – und da lag sie vor uns am Kai: die MS Lofoten. :love: Und das war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!

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    • MS Lofoten 27.7.10 20:00 Avgang Bergen

      Leistung: Individualreise Hurtigruten
      Hurtigruten Sommerspezial, Super-Spar-Paket Colorline
      27.7.-27.7. Transfer Olso-Kai - Bahnhof Hønefoss
      27.7.-27.7. Bahnfahrt Hønefoss - Bergen , 12.22-17.52 Uhr / 2. Kl inkl. Platzkarte
      27.7.-6.08. Hurtigroute BergenKirkenesTrondheim / MS Lofoten, Garantie Innen, HP
      6.08.-06.08. Bahnfahrt Trondheim – Oslo 14.08-20.42 Uhr / 2. Kl inkl. Platzkarte
      06.08.-07.08. Thon Hotel Terminus – Oslo / Doppelzimmer/ Frühstück


      Unsere Kabine – I2-214 - hatte zu unserer großen Freude ein eigenes Bad. :thumbup: Schnell war geklärt, dass ich die Leiter rauf und runter klettern würde. Die Sachen - das Gepäck stand bereits vor der Türe - waren bald verstaut, ein Teil fand auch unter M’s Koje noch Platz.
      Nach dem Büffet gab es das Info-Treffen achtern in der Bar. Ich gönnte mir die norwegisch-englische Variante zur Auffrischung meiner Sprachkenntnisse, M kam dann zur anschließenden Einführung auf deutsch dazu. Wir hatten unseren Platz in der Sitzecke gleich rechts vom Eingang. Die Crew stellte sich vor, irgendjemand traute sich nach vorne, um den Sicherheitsanzug auszuprobieren.

      Captein: Svein Erik Jacobsen / Tour Leader: Wilma ter Haar
      Wilma: :thumbsup: Wat een leuke reisleidster! Bedankt voor alles! :thank_you:

      Mit den Cappuccini war es ab sofort vorbei, denn natürlich gab’s den Coffee Deal. Für 209 NOK pro Deal, habe ich mir jedenfalls notiert. Der Becher war von nun an mein ständiger Begleiter und selten leer. (Hier fehlt ein smiley für den Coffee Deal!)

      Für den Busausflug GeirangerMolde meldeten wir uns nicht an. Wir wollten auch die Rücktour per Schiff erleben. :girl_witch:

      An diesem Abend nieselte es zunächst, die Sicht war nur mäßig. Aber das Schiff selbst bot natürlich erst mal jede Menge Neues, das wir erforschen und kennenlernen wollten. :search: Noch waren wir ja flexibel – aber recht rasch hatten wir dann unsere Lieblingsplätze gefunden. „Innen“ war dies der Panorama-Salon; dort gab es fast ausnahmslos während der ganzen Reise ein Plätzchen für uns, manchmal haben wir uns auch einen Sessel geteilt (abwechselnd). Abends saß ich oft auf einer Bank an der Wand, mit Kissen unterm Kopf und Buch in der Hand, den Malblock in greifbarer Nähe, und natürlich diversen Landkarten vor mir. Häufig auch als letzte noch, wenn ich nicht (auch als letzte) draußen noch unterwegs war oder vor dem Monitor die Seekarte studiert habe. :search_1: Auf Deck war mein Lieblingsplatz, wenn ich nicht auf Rundgang unterwegs war, die Brückennock, und zwar vorzugsweise die auf backbord. :good3:

      Nachts wurden wir gelegentlich wach von An-, Ablege- und Lademanövern. Um es vorweg zu nehmen: Manchmal rollte, stampfte oder schlingerte das Schiff etwas, aber es ergab sich zu keiner Zeit für uns die Notwendigkeit, uns zwischen Schränken und Koje oder anderweitig festzuklemmen, um nicht aus der Koje zu fallen. :D
    • @Polarlichtfan - Tja, ich hab mich wohl nicht so ganz an die übliche Reihenfolge gehalten :D .
      Bin losgefahren ohne gute Vorbereitung, ohne Kamera und ohne Forum.
      Kam dann erst Ende Mai 2011 zum Forum auf der Suche nach Fotos zu der Fahrt 2010, gerade noch rechtzeitig zu minutt for minutt.
      War so beeindruckt, dass ich hier hängen geblieben bin.
      Bin dann im Nachhinein in Sachen Fotos tatsächlich noch fündig geworden, allerdings nicht hier im Forum.
      Hab mich hier dann kurz vorgestellt, und schreibe jetzt den Bericht. :whistle3: Überraschenderweise kommen beim Schreiben jede Menge Erinnerungen zurück... es geht also noch weiter, heute bin ich aber zu müde. Danke für den Tipp zu deinem Bericht, den genieße ich demnächst in aller Ruhe!

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    • Ja , das denke ich auch , dass Zeichnungen was Besonderes sind ! Ich kann mich nicht erinnern , dass es weitere Zeichnungen von Reisenden hier gibt . Oder sie halten sie alle in Schubladen versteckt ! Aber im Gästebuch auf der MS Lofoten gibt es schon einige zu bewundern ! Wahrscheinlich auch auf anderen Schiffen ...
      Also Danke , gemiyle ! :)
      Reisen 2002 - 2012 mit MS NORDSTJERNEN , MS LOFOTEN , MS FINNMARKEN :)
    • Schiffshupe, Durchsagen und Co

      Am 2. Tag besonders aufgefallen ist mir zum Beispiel folgende Situation, bei Brückendurchfahrten aber auch bei anderen Passagen. Das lief in etwa so ab:
      Jemand aus der Crew, vorzugsweise weiblich, huschte auf die Brücke, Handy am Ohr, um sogleich – strahlend – wieder heraus zu laufen, immer noch mit Handy am Ohr, und so rasch wie aufgetaucht wieder hinter den Kulissen zu verschwinden. Kurze Zeit später ertönte dann das Typhon.

      Ich fand das sehr amüsant und äußerst sympathisch.

      An den ersten Häfen durften wir das Schiff zu Landgängen nicht verlassen; wir hatten etwa eine halbe bis eine Stunde Verspätung (was den pünktlichen Hurtigruten, so kam es jedenfalls bei mir damals an, sonst eigentlich nicht passieren würde und ihnen ausgesprochen peinlich war). Angekündigt wurde solcherlei natürlich von Reiseleiterin Wilma per Lautsprecher-Durchsagen in verschiedenen Sprachen. Ich erinnere mich an norwegisch, englisch und deutsch. Ob manchmal auch französisch und ab und an auch mal niederländisch dabei war, da bin ich mir nicht mehr ganz sicher.

      Nicht nur der Klang der Schiffshupe, sondern auch die Durchsagen waren für mich ein „Sinneserlebnis“ besonderer Art: Der leicht säuselnden Stimme, gemischt mit dem Knistern der Lautsprecher, habe ich gerne zugehört; es war fast ein „musikalischer“ Genuss. Durch eine in weiten Teilen fernsehfreie und „hörspielgeprägte“ Kindheit habe ich dafür vielleicht ein besonderes Ohr. Ähnliches habe ich (off topic!) auch von Überlandfahrten in der Türkei in Erinnerung, wenn Menschen sich im Bus in den Bänken hinter mir leise raunend unterhalten haben; auch diese Sprache empfand ich da immer als sehr melodisch und angenehm, eine Wohltat für die Ohren. Und bei minutt for minutt live (um die Kurve wieder zu kriegen) mochte ich manchmal auch einfach nur dem Rauschen zuhören, bei vor Müdigkeit geschlossenen Augen, dem Rauschen der Wellen, des Windes, des Schiffs (und des Mikrofons).

      Die Paxe


      Aber natürlich gab es auch viel zu sehen – und nicht nur „draußen“: Da stand zum Beispiel M, zierlich, mit nicht mehr ganz dichtem, kurzen silbernen Haar, ganz aufrecht, mit geradem Rücken, die Schultern mit einer selbstgestrickten Jacke bedeckt, komplizierte filigrane Muster, in hellblau, lila oder grau, meistens am Fenster des Panorama-Salongs, und schaute und schaute, schaute und schaute.

      Oft hat sie so auch, fast regungslos, das Treiben an den Häfen, das Ausladen und Einladen verfolgt. (Ein Ritual für sich, wie die Fensterfront sich langsam verdunkelt, wenn die Ladeklappe hochfährt, und später wieder hell wird und die Sicht wieder freigibt).
      Im Nachhinein meinte sie, sie habe auf dieser Reise recht wenige Kontakte zu anderen Reisenden geknüpft, außer bei den Mahlzeiten, da sie ja immerzu kucken musste…

      Einige andere „ Paxe “ sollten nicht unerwähnt bleiben:
      Da war einmal das ältere Paar, M’s Generation, die aus den USA angereist waren. Eigentlich waren es aber ausgewanderte Australier. Regelmäßig kamen sie nun nach Skandinavien, um hier mit den Hurtigruten zu fahren. Ganz liebe Leute, die M. gelegentlich Gesellschaft leisteten, wenn ich mal wieder in eigener Sache (Brückennock etc.) unterwegs war.

      Oder ein anderes australisches Paar, eher aus meiner Generation. Die Beiden waren gerade dabei waren, nach Europa auszuwandern (irgendwo im deutschsprachigen Raum). Ihre Jobs hatten sie bereits aufgegeben, das Haus in Tasmanien stand zum Verkauf an. Aber erst gönnten sie sich in aller Ruhe diese Reise. Um festzustellen, wie wunderschön die norwegische Küste ist, und wie ähnlich teilweise ihrer eigenen Heimat.

      Falls Ihr beide jemals hier im Forum landen solltet – ich hoffe, Ihr seid gut angekommen, wo auch immer!

      Dann war da noch die deutsche Reisegruppe auf „Mache-Skandinavien-in-drei-Tagen“-Tour oder ähnlichem. Zugestiegen in Skjervøy , wenn ich mich richtig erinnere, und ausgestiegen in Tromsø (?) Sie füllten rasch jede erdenkliche Nische mit Taschen und Klamotten, und den Raum mit lauten Unterhaltungen. Auf welchem Schiff man denn jetzt nun eigentlich sei und wo es als Nächstes hinginge. Dass die Orte im Norden doch recht wenig eigenen Charme hätten, verglichen mit italienischen Fischerdörfern, und kaum historische Bausubstanz. Und auf welcher Seite Norwegen eigentlich im 2. Weltkrieg gestanden habe.
      Es ist, denke ich, an dieser Stelle erlaubt, angesichts solcher und ähnlicher Äußerungen von einer gewissen partiellen Ingnoranz zu sprechen.
      So schwer es mir an mancher Stelle fiel – ich habe die Klappe gehalten. Auch aus stillschweigenden Sesselkämpfen habe ich mich rausgehalten. Das lief dann zum Beispiel so ab: Australischer Pax (jun) steht kurz aus seinem Sessel auf und verlässt den Salong. Kurzstreckenmitfahrer besagter Reisegruppe erhebt sich von seinem Platz, holt den leeren Sessel und stellt ihn zu seiner Sitzgruppe am Fenster, dann verlässt er ebenfalls den Raum. Australischer Pax kommt zurück, holt sich den Sessel und setzt sich damit wieder neben mich. Besagter Reisegruppenteilnehmer kommt zurück, nebst Gattin, und beide regen sich lautstark über den verschwundenen Sessel auf. Niemand reagiert. Australischer Pax schweigt und schaut in die andere Richtung aus dem Fenster. Ich tue es ihm gleich.

      Bei einigen Mahlzeiten saß ein weiteres sehr nettes Paar mit am Tisch, mittleren Alters, mit leichter Tendenz zum jungen Seniorentum. Er, durch und durch Sportler, nutzte jeden Hafen-Aufenthalt, um im Laufschritt seine Runden zu drehen. Auf diese Weise muss er an der norwegischen Küste ganz schön rumgekommen sein. Sie quittierte das stets mit einem wohlgefälligen Lächeln, anscheinend ohne jeglichen Ehrgeiz, es ihm gleich zu tun. Die beiden erzählten ausgesprochen gut gelaunt von ihrer einige Jahre zurückliegenden ersten Fahrt mit den Hurtigruten. Damals war das Schiff südgehend hängen geblieben (eine Grundberührung, nennt man das wohl) und sie mussten evakuiert werden. Nun endlich wollten sie das letzte Stück der Strecke südgehend auch noch kennenlernen. Auch jetzt waren sie offensichtlich immer noch überaus zufrieden mit dem glimpflichen Ausgang der Sache und keinesfalls verärgert. Ihre Geschichte handelte auch von einem sehr verantwortungsvollen Captain, einer äußerst umsichtigen Crew und dem Superservice von Hurtigruten für die mit Unterkünften, Transfer etc. zu versorgenden Paxe . Wie die Sache für das Schiff ausging (welches?), ob es repariert werden konnte und wieder eingesetzt wurde, weiß ich nicht mehr. Ich habe mich jedenfalls die ganze Zeit auf der MS Lofoten recht sicher und bei der Crew gut aufgehoben gefühlt.
    • Mittwoch, 28. Juli 2010, 2. Tag auf der MS Lofoten

      - So, ab jetzt wieder (einigermaßen) der Reihe nach -

      Das Wetter am 2. Tag schwankte zwischen leicht bewölkt und bedeckt, war wohl weitgehend trocken aber „diesig“. Bei der Fahrt in den Geirangerfjord war das Schiff recht voll mit Reisegruppen aus aller Welt. Am Ende gingen viele Leute an Land, eine ganze Reihe der Paxe hatte auch die Busfahrt über die Trollstiggen gebucht. So hatten wir mit wenigen anderen Paxen das Schiff bei der Rückfahrt fast für uns alleine. Es muss wohl auf diesem Teil der Strecke gewesen sein (oder doch bei der Hinfahrt?): Eine Gruppe junger Leute aus Polen (vermutlich hatte ich sie danach gefragt), genossen die Fahrt auf der Brückennock steuerbord und begleiteten dieses Erlebnis mit Querflötenspiel. Ein Kind, etwa 8, 9 Jahre alt, tanzte dazu. Alles nicht fürs Publikum, nur so für sich selbst. Die Leute waren ganz darin „versunken“. Es hat mich fasziniert und irgendwie an meine Jugend erinnert. :D

      Später war die Gruppe dann nicht mehr an Bord; wo genau sie ausgestiegen sind, habe ich nicht mitbekommen.

      Auch landschaftlich war die Fahrt natürlich ein Genuss, wobei ich gestehen muss, dass mich meine erste Fjordfahrt überhaupt „damals“ durch den Aurlandsfjord und den Nærøyfjord noch stärker beeindruckt hatte. Später dann sehnsüchtige Blicke Richtung Romsdalsalpen, aber man kann nun mal nicht überall gleichzeitig sein, und Ǻndalsnes kommt schon auch mal wieder dran!

      Völlig fasziniert war M von den immerwährenden Sonnenuntergängen, die wir an mehreren Abenden nordgehend erleben durften – ob schon ab dem ersten Abend oder erst ab diesem zweiten, weiß ich nicht mehr. Insgesamt war das Wetter nordgehend recht durchwachsen. Jedenfalls hatten wir zwar keine ausgesprochene Mitternachtssonne mehr, aber backbord stundenlang einen roten Streifen, der nicht verschwand - wir sind ja sozusagen neben der Sonne her gefahren.

      Donnerstag, 28. Juli 2010, 3. Tag auf der MS Lofoten

      Trondheim . Wir würden am Ende der Hurtigrutenreise hier aussteigen und wollten dann auch die Stadt besichtigen. So ging es an diesem Tag ins Freilichtmuseum Sverresborg. Witzigerweise kam mir ausgerechnet heute Nachmittag, in Echtzeit: am 29.1.2012, beim Blättern in meinem Vogelkundebuch (wie sich herausstellte, war es ein hellgefiederter Mäusebussard, der sich über den Alten Eiderkanal in die Baumwipfel geschwungen hatte) ein Faltblatt in die Hände, das ich in diesem Buch wohl als Lesezeichen eingelegt hatte. Und da fiel es mir auch wieder ein – das Blatt hatte ich im Freilichtmuseum mitgenommen: Ein kopierter Auszug der Ausgabe des königlichen Tronhiems Adresse-Contoirs Efterretninger vom 3. Juli 1767, einem Wochenblatt für Anzeigen und Infos, also einem frühen Vorläufer der Tageszeitung. Die geneigte Leserin wird darin u.a. auch darüber informiert, dass ein Herr Stads-Chirurgus Fischer samt seiner Liebsten (vermutlich angetrauten Gemahlin) sowie seinem Sohn wieder nach Drammen abgereist sei. Also handelt es sich hierbei in gewisser Weise auch um einen Vorläufer des Hurtigforums! ;)

      Ansonsten erinnere ich mich noch daran, in den Höfen besonders nach Haushaltsutensilien Ausschau gehalten zu haben, wie immer: Es fasziniert mich, wie praktisch solche Gerätschaften in Skandinavien schon vor Hunderten von Jahren waren, und wie anders oft als „hiesige“ Utensilien. Die große Armut der damaligen Zeit fiel natürlich auch auf, und der Kontrast zu den reicheren Häusern. Insgesamt stellte ich wieder fest, dass ich solche Besichtigungen lieber alleine unternehme als in einer geführten Gruppe, so dass ich das was mich interessiert in meinem eigenen Tempo anschauen kann.

      Die weitere Fahrt dann mit Höhepunkten wie der Durchfahrt durch den Stokksundet.
      An diesem Abend – oder vielmehr in dieser Nacht – gab es neben dem Dauer-Sonnenuntergang backbord auf steuerbord eine zunehmend dunkle Schlechtwetterfront, bis dann schließlich steuerbord alles schwarz war, immer wieder von heftigen Blitzen erleuchtet. Und mittendrin die kleine MS Lofoten. Das war Naturerlebnis pur!

      Freitag, 30. Juli, 4. Tag auf der MS Lofoten

      Reinigendes Gewitter.
      Doch trotzdem ist es am nächsten Morgen wieder eher diesig, bedeckt bis bewölkt.
      Die faszinierende Landschaft der Helgelandsküste bleibt dadurch geheimnisvoll im Dunst, besonders ist mir die Bergkulisse von Ørnes im Gedächtnis geblieben.

      In Bodø versorgten wir uns mit Lebensmittelnachschub für mittags, wir hatten ja nur Halbpension. Danach bummelten wir durch die Stadt, suchten uns für unsere Brotzeit eine Bank auf einem größeren Platz (am Torg?) mit schönem Ausblick auf den Hafen. Vage erinnere ich mich an eine Szene, die mich beeindruckt hat: Da sind noch ziemlich kleine Kinder ganz alleine auf einer Skulptur (oder war es ein Spielgerät) herumgeklettert, auch irgendwo durchgekrabbelt, während die Eltern seelenruhig daneben standen und sich miteinander unterhielten. Völlig angstfrei. Und alles ging gut! Hut ab vor dieser Pädagogik!

      In Bodø , hieß es, könne man von einer bestimmten Stelle aus bei guter Sicht sogar die Lofoten am Horizont erkennen. Keine Frage, ab Abfahrt stand ich am Brückennock oder geisterte über das Schiff auf der Suche nach ersten Zeichen von den Lofoten. Leider war es immer noch ziemlich diesig, wurde zunehmend grauer, der Vestfjord war dann auch recht bewegt.

      Aber schon die Küstenlandschaft steuerbord war so eindrucksvoll, so schroff wie in meinen kühnsten Träumen. Die literarischen Magnetfelsen in Michael Endes „Die wilde 13“ haben bestimmt in dieser Landschaft ihr reales Vorbild.

      Abendessen mit M. Andere Paxe hatten vor den Schiffsbewegungen resigniert. Ich jedoch hatte anderes im Kopf als diese Mahlzeit, und war aus diesem Grunde immer auf dem Sprung. Und dann tauchten die Felsen um Stamsund plötzlich auf, wie aus dem Nichts, aus dem grauen Regen.

      Wiedererkannt habe ich den Ort nicht, aber der Hafen ist wohl auch ein Stück entfernt.
      Rasch legten wir dort wieder ab – Verspätung – und ich sorgte mich um die Australier junior, die einen Spaziergang durch den Ort geplant hatten und nach dem Ablegen weit und breit nicht zu sehen waren. Doch einige später traf ich sie zum Glück wieder an Bord. Kaum vom Boot runter, waren sie bereits wieder „zurückgepfiffen“ worden. - Mal wieder ganz umsonst Sorgen gemacht…

      Die spannende Fahrt nach Svolvær und dann dort ankommen:
      M und ich verlassen das Schiff, und ich staune: Ich bin tatsächlich da. Endlich. Und das sage ich dann auch laut: „ICH BIN DA!“ Und ich springe in die Luft und mit beiden Füßen fest auf die Erde. Und M tut es mir nach. Tja, es mag seltsam gewirkt haben, wie eine Endvierzigerin und eine Endsiebzigerin am Abend des 30. Juli 2010 am Kai in Svolvær herumgehüpft sind, während im Hintergrund die Bässe dröhnten vom nordnorwegischen Harley-Davidson Treffen. :dance4: :dance3:
      DAS WAR UNS EGAL!!! :)

      Post was edited 1 time, last by “gemiyle” ().

    • gemiyle wrote:

      Da stand zum Beispiel M, zierlich, mit nicht mehr ganz dichtem, kurzen silbernen Haar, ganz aufrecht, mit geradem Rücken, die Schultern mit einer selbstgestrickten Jacke bedeckt, komplizierte filigrane Muster, in hellblau, lila oder grau, meistens am Fenster des Panorama-Salongs, und schaute und schaute, schaute und schaute.


      Liebe gemiyle

      Ich liebe Deine Art zu schreiben, du hast eine ganz eigene Art die man sehr selten findet. Meine Stimmung beim lesen wankte zwischen lachen und heulen. Ich freue mich schon auf den Fortlauf Deiner Reise.
      Gruss Cara

      08 Nordkapp B-Alesund / Nordlys Alesund-B-K * 10 Midnatsol B-K* 12 Lofoten B-K-B* 13/14 Nordkapp B-K-B* 16 MS Finnmarken B-K-B geplant
    • Guten Abend, gemiyle :hi:

      wirklich ein besonderer Bericht (besonders heisst in positiver Form, keine Ironie) :nono:

      Es ist immer wieder schön, von anderen Reisenden, die auf der Lady MS Lofoten :heart: unterwegs gewesen sind, Eindrücke etc. erzählt zu bekommen. Wenn dann auch noch Personen genannt werden, wie die Reiseleiterin Wilma ter Haar aus Holland, wird es nochmals bildlicher. :good3: Zwar ist sie jetzt wohl noch an Bord, aber nicht mehr als aktive Reiseleiterin, sondern eher im Hotelmanagement an Bord zuständig. Auf meiner Tour im Februar 2011 war sie nämlich das letzte Mal als Reiseleiterin für uns Paxe zuständig. ;(

      LG

      foerdesprotte :) (vom Ostufer winkend Richtung NOK) nein, hier ist nicht die norwegische Währung gemeint!).
    • gemiyle wrote:

      DAS WAR UNS EGAL!!!
      Bei solch einer Reise werden so viel Gefühle frei, dass sie sich doch irgendwie Luft verschaffen müssen. Und ich finde es ganz natürlich, egal ob durch Freudensprung oder "um-Den-Hals-Fallen" dem Ausdruck zu verleihen. Du und M seid offensichtlich ungefähr im Alter wie meine Schwiegermutter und ich (83 und -noch :) , bis ein Tag vor der nächsten Reise- 49) und einiges von Deinen Erlebnissen erkenne ich wieder, z. B. : schauen schauen schauen und die Welt um sich herum vergessen. Einerseits finde ich es unheimlich, wenn ich ein traumhaftes Nordlicht habe und ich das Gefühl habe, es passiert etwas Unbeschreibliches, etwas was mir Tränen in die Augen treibt. Aber manches Mal glaube ich, dass diese Mischung aus Beobachten von Paxen (innerlich lästern ;) ), Kennenlernen anderer Virus-Infizierter, Freude haben am Sehen und Fotografieren und eben den zu Tränen rührenden Momenten eine Hurtigrutenreise durchaus charakterisieren und den Erholungsfaktor bilden.
      Ich freue mich auch auf die Fortsetzung. Und hoffe, dass Du und/oder M noch weitere Erlebnisse der innerlich-berührten Art auf der Reise hattet und jetzt auch noch haben werdet.
      Ich zähle die Tage bis zur Abfahrt mit der Midnatsol !!!
      Lynghei
      Lynghei

    • Impressionen 2010

      Hab's gestern Abend endlich mal geschafft, ein paar flüchtige Impressionen aus dem Kopf und vom Skizzenblock zu Papier zu bringen. Jetzt habe ich die Bilder nochmal neu eingestellt, in etwas besserer Auflösung.

      Trondheim-Bodø nordgehend - M im Panoramasalong - Ankomst Stamsund norgehend - Lofotveggen nordgehend (Blick zurück) - Richtung Bodø südgehend (Blick zurück).



      Liebe Grüße, :girl_witch:

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    • lynghei wrote:

      durch Freudensprung oder "um-Den-Hals-Fallen"

      Das Erlebnis hatten wir auf der FRAM als die Frau des Ehepaars aus der Schweiz meiner Frau plötzlich um den Hals fiel und laut ausrief: "Was ist das für eine schöne Reise, ich freue mich so". Da waren wir ganz gerührt. Die waren ja in etwa unser Alter.

      @gemiyle: Sehr schöne stimmungsvolle Eindrücke. Kannst ja bald selbst 'ne Galerie Lofoten aufmachen :thumbsup:
      Gruß
      Ronald