Grau ist alle Theorie ... äh ... alles rundherum - oder - unsere Novemberreise

    • B-K-B
    • Nein Jobo, das ist falsch: Wenn Du AUF einem HR-Schiff bist, vergeht die Zeit schneller als normal. Jeder der bereits mitgefahren ist, kann das bestätigen. Anders - nämlich so wie von effemuc beschrieben - ist es, wenn Du bei trübem Winterwetter im Büro sitzt und verzweifelt auf das nächste Kapitel eines Reiseberichts wartest, um die Stimmung wenigstens etwas aufzuhellen. Da werden Minuten zu Stunden und Tage zu Wochen. ;)
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX // 4/16 FR // 3/18 VE // 7/19 FR

    • Jobo wrote:

      dann seid ihr gefühlte drei Wochen mit der MS Vesterålen unterwegs

      Das wäre schön :girl_sigh: Wobei es natürlich auch immer zum Treffen mit Reisenden kommen kann,mit denen man eigentlich nicht gern gemeinsam an Bord ist,stimmts Jobo :whistle3: Egal,wir freuen uns wie Bolle,müssen glücklicherweise auch nicht allzuviel packen und beten jetzt,dass unser Flug am Freitag morgen nach Oslo auch stattfindet,da ausgrechnet für die vorherige Nacht und den Morgen Schneefälle vorhergesagt sind :wacko1: WIR WOLLEN ABER DAS NORDLICHT JAGEN :girl_cray2: Zumal die Wetter-und Windvorhersagen für unsere Reisestrecke vielversprechend aussehen :good3:
      Gruss Stefan :)
    • Jobo – 9.November 2011 – Harstad , Finnsnes , Tromsø , Skjervøy

      Ich empfinde Erleichterung, als ich um 6:30 Uhr aus dem Fenster schaue und einen wolkenfreien Himmel sehe. Wir liegen bereits in Harstad am Kai und erste zarte Lichtschimmer schieben sich langsam über die Berge.



      Ich bin um 7:14 Uhr schon auf Deck 7. Endlich kann man wieder etwas sehen und es ist trocken. Als ich um 7:20 Uhr zum Restaurant gehe, hat dieses schon auf und Renate ist auch schon da. Während wir uns heute mit dem Frühstück beeilen, wir wollen schließlich die MS Kong Harald ankommen sehen, beobachten wir im Hafenbecken ein großes Küstenwachschiff das ständig hin und her fährt.



      Um 7:40 Uhr sind wir schon wieder auf dem Achterdeck und können zusehen, wie sich die MS Kong Harald nähert. Das Küstenwachschiff macht brav Platz und lässt die Kong passieren. Diese schiebt sich an uns vorbei und mit einer eleganten Kurve hinter uns an den Kai.



      Währenddessen wird der Himmel durch die, noch unter dem Horizont stehende Sonne, in ein dezentes Rot versetzt. Dieses Rot taucht die ganze Landschaft, die Häuser und Schiffe, kurz alles um uns herum in sanfte Pastellfarben, beinahe unwirklich.



      Kaum ist die MS Kong Harald richtig vertäut, werden bei uns auch schon die Leinen gelöst. Langsam ziehen wir aus dem Hafenbecken, die Kong und Harstad hinter uns lassend. Bei der Ausfahrt fällt mir ein Zweimaster am Ufer auf. Zuerst denke ich, dass es sich um die Anna Rodge handelt, die ja hier ihren Heimathafen hat, doch als wir näher kommen erkenne ich die Noorderlicht.



      Der 46 m lange 2-Mast-Schoner wurde 1910 als Feuerschiff gebaut und hat bis in die 90er Jahre seinen Dienst auf der Ostsee verrichtet. Seit dem Umbau zu einem seetüchtigen Segelschiff bietet die unter holländischer Flagge fahrende Noorderlicht Segeltörns in der ganzen Welt, sehr häufig Grönland- und Spitzbergentouren an. Das Schiff wird von hier aus nach Spitzbergen fahren und sich dort über Winter einfrieren lassen, was es in den Wintermonaten des öfteren macht.



      Die Sonne steigt nun immer höher und zaubert ein traumhaftes Farbenspiel in den Himmel. Wir sind jedoch völlig alleine auf dem Achterdeck. Niemand sonst scheint sich dafür zu interessieren. Es hat auch noch etwas abgekühlt, ich schätze die Temperatur auf etwa 7°C. Renate beschwört schon wieder den Regengott, indem sie auf ein einzelnes Wölkchen weit draußen über dem Nordmeer zeigt und meint es braue sich was zusammen :hail: .



      Nach einem kurzen Abstecher in die Cafeteria, Berichterstattung ans Forum, sind wir gegen 10:15 Uhr wieder auf dem Achterdeck. Man merkt jetzt schon, dass man sehr hoch im Norden ist. Die Sonne steigt nur wenig über die Bergspitzen hinaus. Es ist ja auch nicht mehr lange hin, bis sie sich für einige Zeit gar nicht mehr sehen lässt.



      Während wir auf dem Achterdeck an der Reling stehen, bemerke ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung schräg über mir. Nur wenige Meter über uns zieht ein Seeadler seine Bahn. Geradezu majestätisch gleitet er über das Schiff hinweg und verschwindet nach einiger Zeit hinter dem nächsten Hügel.



      Dafür ist voraus schon Finnsnes zu sehen. Ich habe mir fest vorgenommen heute keine Aufnahme von dem Schokoladenmännchen zu machen. Von der großen Schweizer Reisegruppe haben wir seit gestern übrigens nichts mehr gesehen. Wahrscheinlich werden die Ärmsten in den Konferenzräumen mit Vorträgen über Nordnorwegen überhäuft.



      Wir wollen aber in Finnsnes auf jeden Fall an Land. Unten auf Deck 3 herrscht schon Hochbetrieb vor der Rezeption. Alle warten darauf, dass sich die Gangway öffnet. Wie erwartet stürzen sich natürlich alle auf das Werbeschild und der Schokoladenmann befindet sich danach in mindestens 30 weiteren Fotoalben. Wir spazieren bis zur Ottar Statue und wieder zurück, mehr lohnt sich kaum bei der kurzen Aufenthaltszeit.



      Das Schiff legt wieder in Finnsnes ab und unterquert als erstes die Gisundbrücke. Den Gisund hinauf vorbei an Gibostad kreuzen wir den Malangenfjord. Die Zeit bis zur Ankunft in Tromsø wollen wir nutzen noch etwas Schlaf nachzuholen. Daher verabschieden wir uns in unsere Kabinen und verabreden uns in Tromsø vor dem Schiff wieder zu treffen.



      Ich bin rechtzeitig vor dem Anlegen in Tromsø wieder an Deck. Von Renate ist noch nichts zu sehen. Die Sonne hat sich inzwischen auch schon schlafen gelegt. Die Hurtigrutenschiffe legen jetzt etwas weiter in Richtung Brücke an, solange der neuen Terminal noch nicht fertig ist und dort gebaut wird.



      Ich gehe schon von Bord und möchte auf dem Kai auf Renate warten. Der Kai wirkt hier eher wie eine moderne Uferpromenade. Ich nutze die Zeit mir die Baustelle des neuen Terminals mal etwas genauer anzusehen, aber viel kann man noch nicht erkennen. Immerhin wird hier recht fleißig gearbeitet.



      Während ich vor der Gangway auf Renate warte die ich zuvor schon oben auf Deck 5 erkennen konnte, erscheinen unser Reiseleiter Johan und der Hotelmanager Magne Gjervik. Die beiden schauen mich eine Weile an und fragen sich sicher, warum ich hier vor dem Schiff stehe und nicht die Stadt besuche. Endlich kommt Renate und wir machen uns auf zu den Ølhallen.



      Vorbei an der Domkirche sind die Ølhallen schnell erreicht. Diesmal falle ich nicht hinein sondern kann die Stufen gut erkennen. Die beiden Ehepaare aus der Schweiz sitzen auch schon hier. Nach einem leckeren dunklen Bier (Bayer) spazieren wir wieder, mit einem kleinen Umweg durch die Stadt, zurück zum Schiff.



      Die MS Nordkapp löst sich bald schon vom Kai und schiebt ein gutes Stück nach achtern. Von der jetzigen Anlegestelle ist der Winkel zu steil für die Brückendurchfahrt. Erst als wir etwa in Höhe des ehemaligen Terminals sind nimmt sie Fahrt auf um unter der Brücke durchzufahren und Tromsø zu verlassen.



      Wir bleiben noch an Deck, bis auch die letzten Lichter von Tromsø hinter uns verschwunden sind, dann ist es auch schon Zeit fürs Abendessen. Nach dem Abendessen wollen wir wieder aufs Achterdeck, doch da ist für 21 Uhr Stockfischessen angekündigt. Dementsprechend voll ist es jetzt auf Deck 7.
      Also begrüßen wir die uns entgegenkommende MS Lofoten auf Deck 5. Pünktlich um 21:10 Uhr zieht sie an uns vorbei und wird von der diensthabenden Brückencrew, Kapitän Nilsen ist auch beim Stockfischessen, mit Lichtsignalen begrüßt.
      Ein letztes Mal besuchen wir die Cafeteria um uns im Forum zu melden. Die Verbindung kommt mir heute allerdings noch schlechter vor als bisher, wir brauchen ewig um einen Post zu senden. Jedoch sind wir rechtzeitig zur Ankunft in Skjervøy wieder an Deck. Man hört nur das leichte Plätschern des Wassers an der Bordwand, bis … ja bis unser Kapitän das wunderschöne Typhon der MS Nordkapp dreimal in voller Lautstärke ertönen lässt. Wohlgemerkt, es ist 22:40 Uhr und der Schall des Horns ist sicherlich kilometerweit zu hören. Das habe ich um diese Uhrzeit auch noch nicht erlebt. Kapitän Hermod Nilsen hat da wohl keinerlei Berührungsängste.
      Unsere Kojen rufen uns jetzt und wir warten die Abfahrt aus Skjervøy nicht mehr ab sondern verkriechen uns in unsere Kabinen.


      Fortsetzung folgt …....







      Renate - 9.11.2011 - Tromsø

      Das ist doch mal ein schöner Morgen, klarer Himmel und auch ein bisschen kälter. Ich ging mit meinem Frühkaffee an Deck und wartete auf das Licht :rolleyes: . Das Restaurant hat etwas früher geöffnet, Jobo ist pünktlich, und so können wir noch frühstücken, bevor die Kong Harald kommt. Von weitem sehen wir sie kommen. Ein Schiff der Küstenwache zieht sich höflich zurück, damit die Einfahrt in den Hafen frei ist. Sie legte hinter uns an und wir ab.
      Die Fahrt über den Vågsfjord ..schöner kann man es sich um diese Jahreszeit nicht wünschen. Der Schein der noch nicht sichtbaren Sonne färbte sogar das Wasser kupferfarben, die gegenüberliegenden Berge rosa . Nur über dem Atlantik sieht man einige Wolken, weit weg, aber sagen darf ich nix. Dann meckert Jobo. Wir genießen die Fahrt und das schöne Wetter meistens alleine. Wo sind nur die anderen Passagiere, und was macht eine Reise auf der Hurtigrute eigentlich aus?
      Zwischendurch haben wir uns kurz aufgewärmt, Meldung ans Forum, und dann waren wir auch schon in Finnsnes . Das Schokomännchen wurde diesmal nicht beachtet. Wir liefen ein Stück Richttung Ort. Eigentlich wollte ich die knuffigen Huskys besuchen, aber sie waren nicht da . Wir liefen noch ein bisschen spazieren und gingen dann wieder an Bord. Nach dem Mittagessen habe ich mich noch etwas hingelegt. Die kurze Nacht machte sich bemerkbar. Lange ging das allerdings nicht gut. Am Kai in Tromsø wollten wir uns wieder treffen. Bei der Einfahrt nach Tromsø war ich wieder an Deck. Nach dem Anlegen lief ich erst mal überall umher - Jobo nirgends zu sehen, hmm .Sein Handy war natürlich aus.Immer ruhig bleiben . Ein Blick über die Reling - nix....dann plötzlich ein Pfiff. Komisch, eigentlich ist er ja nicht zu übersehen.. .
      Wir machten uns auf den Weg zu den Ølhallen. Ich muss gestehen, dass ich dort noch nie gewesen bin, obwohl dies nun wirklich nicht mein erster Besuch in Tromsø war. Bier ist eben nicht so mein Getränk, auch dort nicht. Nicht stilechte Cola tut es ja auch, aber die Räumlichkeiten haben mir gut gefallen. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg. Der Mond stand inzwischen schön über der Brücke und Kirche. Das musste natürlich im Bild festgehalten werden. Aber nicht einfach so. Dazu brauchte man ein Stativ. Das war vorhanden. Und den Fernauslöser. Der war nicht vorhanden. Schon stand ich da mit der Kamera auf diesem blöden Einbein . Ich sollte es mal kurz festhalten....Danach bin ich erst mal in die Cafeteria gelaufen und habe ein Stück Kuchen gegessen. Am Nachbartisch saßen der 1. Offizier und 4 wichtige Herren in Zivil. Wenn man es doch bloß verstehen könnte. Es wurde heftig diskutiert über "Richard With", "Nordlys" und "Nordstjernen".
      Das Wetter war ja super und so freute ich mich auf dem Balkon schon auf die Brückendurchfahrt. Um 18.30 Uhr ging's los. Erst ein Stück zurück und dann ganz leise in der Mitte durch. Für mich ist das Pflichtprogramm, Raftsund hin und Abendessen her. Aber das gab es sowieso erst um 19.00 Uhr. Das Dessert konnte ich bisher erfolgreich abwehren, diesmal nicht. Es wurde energisch vor mir auf den Tisch gestellt, und Samra lachte gegenüber hinter Jobo. Der guckte allerdings schon interessiert.....zurückgegangen ist es nicht.
      Auf dem Weg nach Skjervøy machten sich allmählich Wolken am Himmel breit. Aber aufgrund des hellen Mondlichtes waren die Lyngenalpen toll zu sehen. Gegen 21.10 Uhr kam sie dann endlich - die Lofoten. Still, nur mit Lichtzeichen fuhr sie vorbei . Polarlichter gab es zwar nicht, aber die Erwartungshaltung war offenbar groß. Auf Deck 7 hatten es sich die Experten inzwischen gemütlich gemacht, die Rückenlehnen der Stühle flacher gestellt und guckten liegend in den dunklen Himmel.
      Skjervøy kommt in Sicht, für mich einer der schönsten Häfen, vor allem bei der Beleuchtung. In der Hafeneinfahrt plötzlich unser Horn..fast mitten in der Nacht. Na, der hat Nerven da auf der Brücke, dann hätte es bei der Lofoten ja auch gehen können. Noch vor der Abfahrt haben wir uns in die Kabinen verzogen, Hammerfest kommt schließlich auch wieder sehr früh.


      Gruß
      Renate

      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Eva wrote:

      wo das Schiff mit mir los faehrt.

      ...was dir sicherlich sehr unangenehm wäre. :whistle3: :mosking:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
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    • Jobo – 10.November 2011 – MS Midnatsol, Brückenbesichtigung, Honningsvåg , Finnkjerka

      Heute habe ich mal bis 7 Uhr geschlafen und bin direkt zum Frühstück gegangen. Ein Blick aus dem Fenster hatte mir einen dichten wolkenverhangenen Himmel gezeigt. Renates Beschwörungen gestern hatten also doch Wirkung gezeigt. Dementsprechend haben wir das Frühstück bis fast halb neun zelebriert. Hatte ich schon erwähnt, dass für mich Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist?



      Nach dem ausgiebigen Frühstück gehen wir zur Begutachtung der heutige Wetterlage auf das Achterdeck. Die Wolkendecke ist fast vollständig geschlossen, nur in der Ferne gibt es einen dünnen hellen Streifen. Da dieser aber eher hinter uns liegt, ist wohl nicht mit einer Wetteränderung heute zu rechnen.



      Die Wolken sehen aus wie riesige graue Walzen und wirken auf uns irgendwie erdrückend. Bei diesen Wetterverhältnissen verwundert es nicht, dass wir die einzigen Passagiere auf dem Außendeck sind. Wobei es mich ohnehin erstaunt, dass man sowohl von den rund 100 Passagieren die man uns Bergen genannt hat, wie auch von den geschätzt 90 Passagieren die in Svolvær zugestiegen sind kaum etwas bemerkt.



      Voraus kann ich jetzt schon die Windräder von Havøygavlen erkennen, die sich als feine Silhouetten im grauen Himmel abzeichnen. Wir nähern uns immer mehr dem markanten Felsen und ich erwarte eigentlich jeden Moment das Süd gehende Hurtigrutenschiff hinter dem Felsen hervorkommen zu sehen. Doch von der MS Midnatsol ist weit und breit nichts zu erkennen.



      Wir haben Havøygavlen schon lange hinter uns gelassen und biegen bereits in die Zufahrt zu Havøysund ein, als die MS Midnatsol vor uns mit ziemlicher Schräglage herausfährt. Die Passagiere die dort auf dem Oberdeck stehen und winken kann ich an einer Hand abzählen und am Bug auf Deck 6 stehen auch nicht mehr. Bei diesem grauen Einheitswetter treibt es auch an Bord der MS Midnatsol die Passagiere nicht gerade in Scharen nach draußen.



      Nach einem kurzen Besuch der Cafeteria während der Liegezeit in Havøysund steht nun bald die Brückenbesichtigung an. Als wir auf Deck 6 eintreffen warten auch schon die andere Passagiere. Die Besichtigung verzögert sich bis wir uns im Masøysund befinden. Erst jetzt bittet uns Johan leise zu sein, da in den Kabinen vor der Brücke die Wachhabenden der letzten Nacht schlafen.
      Auf der Brücke erwarten uns Kapitän Nilsen und sein 1.Offizier. Wir sind wohl etwa 16 oder 17 Passagiere, die jetzt in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Der 1.Offizier wird die Erklärungen in englisch geben und geht daher mit vier oder fünf Passagieren zur Backbordnock. Die restlichen Passagiere bekommen die Erklärung auf deutsch von Johan.



      Insgesamt scheint mir Johan allerdings in Fragen der Technik nicht ganz sattelfest zu sein. Einige Erklärungen klingen etwas merkwürdig. Renate fragt ihn dann warum die Schiffe bei der Abfahrt aus Bergen öfters auch direkt den Byfjord hochfahren und nicht unter der Askøybrücke hindurch wie normalerweise. Daraufhin meint Johan, dies sei die normale Route, die Askøybrücke sei die absolute Ausnahme.
      Renate und ich schauen, ob dieser Erklärung, erst Johan skeptisch dann uns zweifelnd an. Demnach würden ja rund 90 % aller Abfahrten in Bergen die absolute Ausnahmestrecke fahren ?( . Ich vermute das Johan Renate vielleicht nicht richtig verstanden hat oder Abfahrt und Ankunft verwechselt.
      Jedenfalls ist Renate entsprechend sauer nach dieser offensichtlich falschen Aussage. Während wir danach in der Cafeteria sitzen um erneut eine Kontaktaufnahme mit dem Forum über das Bord-WLAN zu versuchen, bekommt der arme Jobo ihren Ärger, mangels anderer 'abreagierungswürdiger' Personen zu spüren.



      Inzwischen ist es Zeit für das Mittagessen und wir beeilen uns rechtzeitig am Restaurant zu sein. Wir haben in den letzten Tagen gelernt, dass es äußerst ungünstig ist erst nach einer bestimmten Reisegruppe hier zu sein. Insbesondere wenn man Interesse an dem reichhaltigen Nachtisch-Buffet hat.



      In Honningsvåg verzichten wir auf die Fahrt zum Nordkap und machen lieber einen Bummel durch den kleinen Ort. Wir entscheiden uns für den Weg um das Hafenbecken herum zur Mole. Ich wäre dies gerne schon bei meiner Tour im Januar 2009 abgelaufen, aber damals war es mir durch völlig vereiste Wege nicht möglich.



      Diesmal jedoch sind wir von vereisten Wegen meilenweit entfernt. Es hat zur Zeit etwa 10°C und ist völlig trocken. So können wir unbesorgt auf die Landzunge, den Klubben, hinaus wandern. Dabei statten wir auch dem kleinen Leuchtfeuer einen Besuch ab. Ganz kommt man natürlich nicht an das Leuchtfeuer heran, da ein Zaum rundherum gespannt ist.



      Immerhin ist die Wolkendecke über uns an vielen Stellen aufgerissen und die Sonne malt wieder herrliche Farben an den Himmel. Die Mole liegt nun direkt vor uns. Auf einigen Felsen, die vor der Landzunge aus dem Wasser ragen, haben sich Scharen von Kormoranen nieder gelassen. Sie ruhen sich dort für den nächsten Fischzug aus oder trocknen einfach nur ihr Gefieder.



      Auf der Mole können wir auch die Auswirkungen der Raubzüge der Kormorane sehen. Überall liegen Muschelschalen, Reste von Seesternen und die leeren Hüllen seeigelähnlicher Geschöpfe herum. Die Mole ist auch an vielen Stellen großflächig mit einer dünnen Moosschicht überzogen. Hier muss man schon sehr aufmerksam sein, da es extrem glitschig ist.



      Die Aussicht von der Mole ist allerdings die Belohnung für den langen Weg. Während wir auf der Seeseite die sich nähernden Kutter und Fischereifahrzeuge sehen können, strahlt auf der Hafenseite die inzwischen beleuchtete MS Nordkapp am Kai. Hat man das Nordkap schon mehrfach gesehen und ist nicht gerade ein Bananensplitfanatiker ist der Gang zur Mole eine interessante Alternative.



      Wir verbringen einige Zeit auf der Mole und gehen auch noch kurz zur Spitze der Halbinsel, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen. Dabei kommen wir kurz hinter dem Rica-Hotel an einer mir unbekannten Skulptur vorbei. Vielleicht kennt ja jemand diese Skulptur am Hafen? Mein Blick geht auch hoch zu der Büste von Knut Erik Jensen, die dort direkt an dem Weg steht, der auf den Berg führt. Diesen Weg habe ich mir für den nächsten Besuch in Honningsvåg auserkoren.



      Das im Dämmerlicht liegende Hafenbecken bietet uns einen wunderschönen Anblick und mittendrin unsere MS Nordkapp. Auf dem Weg zum Schiff kommen wir an einem großen Arctic-Souvenir-Laden vorbei. In den Schaufenstern sehen wir Trolle, Norwegerpullover, Pelzjacken, Plüschtiere aber auch große ausgestopfte Tiere. Mittendrin liegt ein Husky, den wir erst als lebenden Hund registrieren, als dieser den Kopf hebt.



      Vorbei geht es an der Skulptur Boreal die den Nordwind symbolisieren soll. Ich mache noch einen kleinen Abstecher auf den Parkplatz von dem die Nordkap-Busse immer losfahren. Hier direkt vor dem großen Rica-Hotel hat man eine gute Sicht auf das Achterschiff der MS Nordkapp. Die Nordkap-Fahrer werden hier meist von den Reiseleitern wegen Zeitknappheit aufs Schiff gescheucht und haben dadurch kaum Gelegenheit zu einem Foto.



      Als wir wieder an Bord sind, kleben an den Kabinentüren farbige Zettel. Die Crew führt in Honningsvåg immer eine Rettungsübung durch. Damit ist einerseits die lange Liegezeit gut genutzt und andererseits sind hier wohl definitiv die meisten Passagiere nicht im Weg, da diese sich am Nordkap befinden. An meiner Tür klebt ein roter Zettel. Ich vermute daher, dass ich zu den tragischen Opfern der Simulation gehöre. Um dem auch gerecht zu werden lege ich mich auf meine Koje und gönne mir einen erholsamen Nachmittagsschlaf.



      Kurz vor 16 Uhr wache ich wieder auf und gehe mit dem Netbook in die Cafeteria. Nachdem ich einen Kaffee getrunken und eine kurze Meldung ans Forum abgesetzt habe, verbringe ich die restliche Zeit windgeschützt auf Deck 5 achtern. 17 Uhr ist schon vorbei, als wir uns der Finnkjerka nähern. Jetzt stößt auch Renate, die sich auch hingelegt hatte, wieder zu mir.



      Zum ersten Mal erlebe ich nun die, von leiser Musik untermalte Anstrahlung der Finnkjerka . Die beiden Gesteinsformationen werden wechselweise in den verschiedensten Farben angeleuchtet. Ich lege meine Kamera auf die breite Reling auf, da ich trotz hohem ISO-Wert noch lange Belichtungszeit benötige. Leider übertragen sich dadurch auch die Vibrationen und die Fahrt des Schiffes auf die Bilder.



      Diese Beleuchtung wirkt natürlich ein wenig kitschig, aber ich habe da schon andere 'Touristen Attraktionen' gesehen die viel schlimmer waren. Kaum ist der letzte Ton verklungen und die Felsen wieder dunkel, als auch schon ein Speedboot heran gerast kommt. Zwei Mann steigen anschließend auf unser Schiff über. Unsere Vermutung, dass es sich dabei um die Krabbenfischer handelt wird uns sofort bestätigt. Als wir nämlich mit dem Aufzug aufs Oberdeck wollen, fährt dort auch der Krabbenfischer mit seinen Krabben gerade hoch.



      Auf dem Achterdeck herrscht natürlich jetzt ein wildes Gedränge. Jeder will die Krabben aus nächster Nähe sehen. Der Krabbenfischer erzählt den Anwesenden währenddessen einiges zum Krabbenfang. Wir schauen uns das Gewühle nur kurz aus sicherer Entfernung an, bevor wir uns wieder auf den Weg zur Cafeteria machen.
      Renate hat keine rechte Lust aufs Abendessen und ich bekomme plötzlich einen großen Appetit auf etwas Einfaches aber Herzhaftes. Also esse ich in der Cafeteria ein Hendl mit Pommes. Nach Nordkap-Buffet steht mir irgendwie heute nicht der Sinn.
      Zur Verdauung geht es danach noch mal aufs Achterdeck. Hier hat sich die Lage wieder normalisiert, sprich kein Mensch ist mehr hier. Leider hat sich die Lage am Himmel auch wieder normalisiert. Die Wolken bilden wieder eine dichte, geschlossene Decke. Mit Nordlicht ist heute wirklich nicht mehr zu rechnen.
      Renate möchte noch mal ins Internet , also hole ich mein Netbook und wir treffen uns wieder in der Cafeteria. Da der Reiseleiter jetzt in seinem Büro ist buchen wir gleich für morgen die Fahrt zur russischen Grenze. Als ich mich anschließend ins WLAN einloggen will ist gerade mal wieder mein Voucher abgelaufen.
      Ich gehe daher hinunter zur Rezeption um mir einen neuen Voucher zu holen, was meist ein wenig dauert. Leider werden an Bord der MS Nordkapp immer nur Voucher für eine Stunde ausgestellt. Auf der MS Nordnorge gab es die immer für drei Stunden, auf der MS Vesteralen sogar für sechs Stunden.
      Als ich mit dem Voucher endlich wieder zur Cafeteria komme hat Renate die Lust verloren und verabschiedet sich. Aber ich bin ja geduldig, schließlich habe ich Urlaub ( :hmm: - irgendwie kommt mir der Spruch bekannt vor). Auch ich mache mich kurz danach auf den Weg in meine Kabine und hoffe, dass wir morgen schöneres Wetter auf dem Ausflug haben werden.


      Fortsetzung folgt ….............





      Renate - 10.11.2011 - Honningsvåg

      5.25 Uhr bin ich schnell aufgestanden , wir liefen gerade Hammerfest an. 6.15 Uhr war ich schon an Deck, erst oben auf 7 mit meinem Kaffee, dann Deck 5. Es ist herrlich. Der Himmel ist klar, Windstille und der Fast-Vollmond steht genau über Melkøya. Nur über dem Salen zeigt sich eine bedrohliche dunkle Wand. :fie:
      Auf Deck 7 war ich nicht alleine. Ein einsamer Superfotograf hatte sein Stativ aufgebaut. Der muss ziemlich eilig aus der Kabine gestürmt sein : Dicker Pullover, Pudelmütze...barfuß in Sandalen. Jim Knopf war es nicht. :mosking:
      Nach der Abfahrt habe ich mich ein bisschen in die Cafeteria gesetzt, Tagebuch schreiben und auf Jobo gewartet. Der kam aber erst pünktlich zum Frühstück. Damit haben wir uns dann richtig Zeit gelassen. Meine Befürchtungen bezüglich der Wolkenwand hatten sich inzwischen auch bestätigt. Es zog sich zu und wurde richtig unangenehm :cursing: . Die Außendecks hatten wir fast für uns alleine. Auch die Schweizer Reisegruppe bekam man kaum zu Gesicht, merkwürdig.
      Aber nun war ja erst mal das Gegenschiff angesagt. Wir näherten uns Havøysund , steckten immer wieder die Nase in den Wind. Wo blieb denn bloß die Midnatsol ?( ? Ziemlich blöd unterwegs, zu Hause hat man Marinetraffic und was weiß ich nicht alles, so dass man immer sofort informiert ist. Könnte man an Bord natürlich auch haben, wenn man einen schnellen Internetzugang hätte...Aber so steht man blöd rum und versucht bei dem fiesen Wind immer mal nach vorne zu spähen. Wo bleibt sie denn bloß? Als wir schon fast Richtung Hafen einbiegen wollen, kommt sie plötzlich um die Ecke gesegelt. Sie legte sich richtig in die Kurve. Auch auf der Midnatsol gibt es offenbar auch nur Stubenhocker. :(
      Nach der Abfahrt aus Havøysund stand nun diese Brückenbesichtigung an. Am Schluss habe ich Johan gefragt, warum die Schiffe manchmal "rechtsrum" aus Bergen abfahren anstatt Richtung Askøybrücke. " Wieso, der Weg zur Askøybrücke" sei die Ausnahme..." war kurz gesagt seine Antwort, er würde schon 8 Jahre fahren und wüsste das ganz sicher...Irgendwie habe ich mich anschließend ziemlich aufgeregt. Schließlich war es die ganzen Jahre "Pflicht, bis zur Brücke aufzubleiben und dann erst schlafen zu gehen". Oder wo bin ich da immer längs gefahren . Außerdem gibt es ja noch die Fløyen-Kamera, wenn man nicht selbst an Bord ist. :whistling:
      Zum Mittagessen gab es bei mir diesmal Kuchen satt. Ich bin sonst gar nicht so der Kuchenesser, aber diese kleinen, hellen Apfelkuchenstückchen hatten es mir angetan . Jobo hatte die Gewohnheiten einiger Mitglieder einer gewissen Reisegruppe auch längst durchschaut und machte sich blitzartig über das Eis her. Honningsvåg - ein Novum für mich, kein Nordkappausflug. Seit es den auch im Winter gibt, bin ich immer mitgefahren. So marschierten wir durch den Ort Richtung Mole. Das Wetter war gar nicht so schlecht, vor allem trocken, nur etwas windig. Sogar die Sonne zeigte sich. Es wurde ein schöner Spaziergang. Wir wanderten bis zum Molenkopf und hatten von dort einen schönen Blick auf den Ort und unser Schiff . Ein kleines Wettrennen von 2 Kuttern zum Hafen konnten wir auch beobachten und dazu viele Kormorane auf den Felsen außerhalb der Mole. Auf dem Rückweg setzte schon die Dämmerung ein. Die Beleuchtungen am Schiff und im Ort machten das ganze richtig stimmungsvoll .
      Wieder an Bord haben wir uns erst mal auf die Kabinen verzogen, ein kleines Nickerchen machen. Kurz vor Kjøllefjord war ich wieder an Deck - Finnkjerka gucken. Die sollte ja beleuchtet werden. Ein bisschen kitschig ist das Schauspiel ja schon, aber auch irgendwie interessant, sogar mit leiser Musik. Dann kamen die Krabbeltiervorführer mit ihrem Boot angesaust. Auf Deck 7 fand wieder das beliebte Spektakel statt. Plötzlich tauchen Leute auf, die man sonst nie an Deck sieht. Wir haben uns ferngehalten und sind dann lieber nach unten gegangen. Auf das folgende Nordkapp-Buffet hatte ich irgendwie keinen Appetit. Mir war eher nach einer Kleinigkeit in Ruhe ohne Schlacht um die Gebeine . Jobo ging es wohl ähnlich. Ein profanes Hähnchen mit Pommes sollte es sein, und für mich nur ein paar Pommes . Auf Deck 7 war es inzwischen wieder ruhig, aber auch unangenehmes Wetter. Gut, gucken wir noch mal, was das Forum macht. Dann ging es wieder los, der Voucher lief ab, die Verbindung klappte nicht. Es war wirklich ärgerlich (immer ruhig bleiben :cursing: ). Bis Mehamn , dann hatte ich genug und habe mich erst mal verzogen. Später war ich noch mal eine Weile oben auf Deck 7, um die Wolkendecke zu beobachten. Ab und zu gab es sogar mal Löcher und der Mond guckte durch. Die Anfahrt auf Berlevåg und die Ausfahrt der Vesterålen habe ich allerdings schon vom Kabinenfenster aus beobachtet und bin dann schlafen gegangen.


      Gruß
      Renate

      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Hi, hi, nachdem Akinom gestern von noch unter Dampf fahrenden HR-Schiffen berichtet hat, lese ich hier nun bereits von um die Ecke SEGELNDEN Schiffen.... :doofy:
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX // 4/16 FR // 3/18 VE // 7/19 FR

    • Jobo wrote:

      Auf der MS Nordnorge gab es die immer für drei Stunden,

      Also bei mir war das auf der Nordnorge unterschiedlich, gerade wie es der Voucher ausspuckenden Maschine gefiel, irgendwas zwischen zwei und sechs Stunden :wacko1: Da hattest du wohl Glück.

      Capricornaj wrote:

      Ecke SEGELNDEN Schiffen....

      naja - auf englisch segelt ein Schiff immer, auch wenn es kein Segler ist.
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~ Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~
      Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil !


    • Wenn ich mich in Honningsvag zwischen Nordkappbesuch oder Streifzug durch den Ort entscheiden müsste, würde ich immer letzteren wählen! Und die Mole ist immer ein Muss - so auch heuer! Doch dieses Mal mussten wir uns beeilen, denn nur ganz am Anfang und ganz am Ende steht eine Lichtquelle, der Rest versinkt in Dunkelheit! Enttäuschung: sowohl das "Tre Kokkers" mit dem Bananensplit als auch die "Ice Bar" mit dem Husky als auch das Rica-Hotel hatten an Silvester geschlossen! Und an ebendiesem Nachmittag stießen wir auf 3 junge Männer aus Hamburg, die mit einem Leihwagen ans Nordkapp gefahren waren (zurück wollten sie über Finnland und Schweden) und verzweifelt Ausschau hielten, wo sie sich mit Lebensmitteln eindecken konnten. Wir haben sie dann aufs Schiff geschickt, die Cafeteria ist ja besser als nix. Immerhin hatten sie am Vortag noch 6 Dosen Bier für 20 € erstanden.
      Momo
    • momo wrote:

      Mole ist immer ein Muss
      Ich muss gestehen, dass ich jetzt zum ersten Mal dort war. Ansonsten war immer das Nordkapp ( seit es die Winterausflüge gibt) das Muss. Davor war es im Winter immer kaum möglich große Rundgänge zu machen wegen der extremen Vereisungen. Nun war ja noch nicht richtig Winter und außerdem quengelte Jobo rum :whistle3: . Zur Auswahl stand der Anstieg hoch zu dieser Skulptur oder eben die Mole.......ich war für die Mole. :mosking: Aber es war wirklich ein schöner Spaziergang. Das könnte ich auch wiederholen, dann aber mit Besuch der Ice Bar ohne Männerbegleitung... :dance3:
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