MS Richard With 3.4. bis 14.4. ... wo die Hurtigrute auch vorbei kommt

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    • MS Richard With 3.4. bis 14.4. ... wo die Hurtigrute auch vorbei kommt

      ... da hat mich der Nikolaus vergangene Woche sehr freundlich, aber bestimmt, darauf hingewiesen, dass ich hier noch was zu erledigen habe.
      Ich habe mir ja doch reichlich Zeit gelassen, nun soll es los gehen.
      Hier mein Reisebericht vom "Musikdampfer".

      3. April Sonntag

      Gegen 10:00 Uhr starte ich mit dem Auto Richtung Park & Fly-Parkhaus am Überseering in Hamburg.
      Nasskaltes Wetter in Hamburg, aber das störte im Moment überhaupt nicht.
      Ich hatte bereits per Internet eingecheckt und hatte mir für beide Flüge Plätze am Gang reserviert.
      Ich fliege mit KLM via Amsterdam-Schiphol und hatte vor anderthalb Jahren den Selbst-Check-In mit Platzreservierung zum ersten Male bei KLM ausprobiert. Alles unkompliziert und vor allem zuverlässig. Ich habe da bei anderen Fluggesellschaften schon andere Erfahrungen gemacht. Koffer abgegeben, 23 kg erlaubt die KLM, davon bin ich aber noch sehr weit entfernt.
      Dann gemütlich zur Sicherheitskontrolle gewandert und immer Ausschau gehalten nach Hurtigrutenkofferanhängern. Der Hamburger Flughafen ist an diesem Sonntagmorgen noch nicht so voll, so dass hier irgendwie Hektik entstehen könnte. Sicherheitskontrolle ohne Probleme und weiter Richtung Gate. Alles Easy.
      Dann, aus dem Augenwinkel heraus, habe ich so einen weißen Kofferanhänger in einer Cafeteria erkannt und die dazugehörigen Taschen waren die Fotorucksäcke von Doris und Ronald, von oben bis unten mit vielen Buttons versehen. Genauso, wie es Ronald bereits am Telefon beschrieben hatte.
      Den üblichen Smalltalk beim ersten Kennenlernen haben wir gleich übersprungen und waren sofort im „Fachgespräch“. Als hätten wir uns am Freitag im Büro verabschiedet und uns für heute verabredet. Dann noch kurz besprochen, wie wir uns in Bergen den Transfer in die Stadt organisieren und letzter Funktionscheck Netbook und schon musste ich zum Boarding meiner Maschine nach Amsterdam.
      Ronald und Doris sind später über Kopenhagen nach Bergen geflogen, waren aber früher in Bergen als ich.
      In Amsterdam-Schiphol hatte ich insgesamt 90 Minuten Zeit, genug, um noch etwas zu essen. Deshalb favorisiere ich die Anreise über Amsterdam.
      In Bergen erwarteten mich schon Doris und Ronald, und ich hatte nicht mal Zeit, mich mit NOK zu versorgen. Sonst habe ich mir auf dem Flughafen immer einen Espresso (ca. 7 €) gegönnt und mir dann gesagt: ab jetzt wird es nur noch billiger. :x-smile:
      Taxi zum Hurtigrutenterminal beladen und gegen 16:45 Uhr waren wir bereits am Terminal. Schon bei 3 Personen lohnt sich das Taxi vom Flughafen zum Terminal und wenn man bedenkt, dass das Taxi direkt am Hurtigrutenterminal hält und der Flybussen die nächstgelegene Station am Festplassen hat und hier noch ein Fußmarsch mit Gepäck dazu kommt, dann lohnt sich die Taxe schon bei 2 Personen. Alternativ kann natürlich auch der Zubringerbus von Hurtigruten genutzt werden (im Dezember 2009 kostete der Transfer ca. 25 € pro Person), der fährt aber nur zu bestimmten Zeiten.
      Eine Unmasse von Menschen standen bereits vor dem Terminal und aus einem Bus, der gerade angekommen war, kamen noch mehr Leute. Wo wollen die alle hin frage ich mich. Die sahen alle nicht so aus, wie die Passagiere, die ich von meinen ersten beiden Touren mit der MS Finnmarken und der MS Lofoten her kannte.
      Die Auflösung des Rätsels sollte noch folgen.
      Eingecheckt, Umschlag geöffnet, falsche Tischnummer für das Abendessen erkannt und erstmal an Bord. Ronald hatte für uns drei einige Tage vorher den Tisch Nr. 9 für die erste Sitzung am Abend reservieren lassen. Das geht ohne Probleme per Email an das Schiff und funktioniert in der Regel, auch die Korrektur, wenn es wie in unserem Fall nicht auf Anhieb geklappt hat. Endlich an Bord und der nächste Schock: vor der Rezeption auf Deck 3 riesige Schlangen, wo die Passagiere ihre Cruisecard aktivieren und ihr Cafeabo erwerben
      können. Auf Deck 4 waren extra Tische für diese Aktion aufgebaut, hier standen vielleicht 4 bis 5 Leute an. Wir drei ziehen uns aber erstmal zurück in die noch ruhigen Räumlichkeiten auf Deck 7 und warten bis sich die Hektik bei den Passagieren gelegt hat.
      In der Bar auf Deck 7 steht ein einsatzbereites Keyboard mit Mikrofon und so einigen anderen Sachen, die zum Krach machen benötigt werden. Ronald: Musikdampfer!!!

      Das Wetter hätte es erlaubt, einen Spaziergang durch Bergen zu machen, aber dafür hatten wir keine Zeit, da die „Richard With“ erstmal aufgeräumt werden musste. :x-squint: :x-squint: Ronald hatte vom Forumsmitglied "Jim Knopf", der drei Tage vor uns mit der MS Nordnorge gestartet war, erfahren, dass an achtern auf Deck 3 Stockfisch getrocknet wird und das Schiff auch sonst in einem „schlechten“ Zustand sei.
      Später hatte sich auch noch Forumler Vidar und Frau aus Berlin angemeldet, der am Folgetag mit der MS Nordstjernen starten würde. Es ergibt sich ein lockeres Gespräch mit den Berlinern auf Deck 5.
      Später dann Cruisecard aktiviert und Thermobecher abgeholt, noch später, beim Abendessen, die Tischreservierung korrigieren lassen. Alles ohne Probleme.
      Nach dem Essen Sicherheitseinweisung für die deutschsprachigen Passagiere im Panoramasalon. Dabei bin ich ziemlich spät dran, Sitzplätze gibt es nur noch auf den Fensterbänken direkt am Eingang. Während der Einweisung aber schon mal Ausschau nach Fachpublikum gehalten. Im Getümmel habe ich dann auch schon eine „framblaue“ Jacke entdeckt. Oder ist das türkis??
      :x-question:
      Wichtige Frage aus dem Publikum am Ende der Sicherheitseinweisung: Wie lange dauert es, bis man den Überlebensanzug angezogen hat?
      Zugegeben, nicht leicht zu beantworten. Es gab auch keine Antwort.

      Später ziehe ich mich in die Bar auf Deck 7 zurück, wo Doris und Ronald auch schon sind. Doch dann fängt die Musi an zu spielen und wir können uns nicht mehr unterhalten, weil es einfach viel zu laut ist. Wir ziehen uns in eine ruhige Ecke im Panoramasalon zurück, wo man die Musik von nebenan nicht hört.

      Abschluss des Tages mit Tonic für die Dame und Bier für die Herren.
      :beer:
      Ulriken-Topp-Bezwinger 10.10.2016

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    • Garry wrote:

      ... da hat mich der Nikolaus vergangene Woche sehr freundlich, aber bestimmt, darauf hingewiesen, dass ich hier noch was zu erledigen habe.

      Jetzt hast Du wohl Angst, dass Dich das Christkind auslässt, wenn Du nicht schnell aktiv wirst!

      Super, dass ich heute noch einen Reisebericht zu lesen bekomme und hoffen darf, dass seine Fortsetzungen mir die nächste Woche verschönern! Ist doch so, oder?
      Gerda (Alta Connection) :lofoten2:
    • Super, ein Reisebericht von meinem Lieblingsschiff !! Nachdem gestern wieder zwei Berichte zu Ende gegangen waren, habe ich schon gedacht, wer uns als Nächster die Zeit bis zur nächsten HR-Fahrt verschönert. Das muss der Nikolaus gehört haben. :x-thumbsup:
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX // 4/16 FR // 3/18 VE // 7/19 FR

    • Garry wrote:

      ... da hat mich der Nikolaus vergangene Woche sehr freundlich, aber bestimmt, darauf hingewiesen, dass ich hier noch was zu erledigen habe.

      Wie jetzt - Nikolaus liest hier auch mit... :x-w00t:

      Seebär wrote:

      in unserem Fall zwischen Skjervøy und Tromsø

      ...und das nachhaltig...!
      Jan09 FM B-K ~ Jan10 NL B-K-B ~ Jan11 FRAM (Antarctica) ~ Apr11 NN B-K-B ~ Mrz12 LO B-K-B ~
      Jan13 LO B-Alta ~ Feb14 KH B-K ~ Jan16 LO B-K-B ~ Feb18 LO B-K ~ Jan20 LO B (T)-Alta-B

      Reiseberichte siehe Profil !


    • Garry wrote:

      Das Wetter hätte es erlaubt, einen Spaziergang durch Bergen zu machen, aber dafür hatten wir keine Zeit, da die „Richard With“ erstmal aufgeräumt werden musste. Ronald hatte vom Forumsmitglied "Jim Knopf", der drei Tage vor uns mit der MS Nordnorge gestartet war, erfahren, dass an achtern auf Deck 3 Stockfisch getrocknet wird und das Schiff auch sonst in einem „schlechten“ Zustand sei.

      Hallo Garry,

      na in so einem schlimmen Zustand haben wir das Schiff aber nicht verlassen :x-whistling: . Haben uns doch viel Mühe gegeben nicht allzuviel schmutzig zu machen. Der Stockfisch hing bei uns auch schon ein paar Tage, leider gabs nicht allzuviel davon :x-sad: .

      Aber mit dem allgemeinen "schlechten Zustand" der RW wirst Du ja bestimmt auch deine Erfahungen gemacht haben, wir zumindest haben es in diesem Zeitraum.

      Aber es war bestimmt trotzdem eine schöne Reise, schliesslich geniesst man ja das andere wie Landschaft und Wetter ja noch vieeeeeel mehr.

      Liebe Grüße

      Simone & Oliver
    • Moin Garry,
      Vielen herzlichen Dank! Die Reise lag für uns schon soooo weit zurück.
      Der Satz: Als wenn man Freitag das Büro verlassen hätte - genauso haben wir es auch gemerkt. Und es wurde dann ja auch eine tolle Reise mit Dir!
      Gruß aus dem nieseligen Hamburg
      Ronald und Doris
    • norwegenfan.123 wrote:

      Jetzt hast Du wohl Angst, dass Dich das Christkind auslässt, wenn Du nicht schnell aktiv wirst!
      Genau so ist das :x-biggrin:

      hugo013 wrote:

      na in so einem schlimmen Zustand haben wir das Schiff aber nicht verlassen
      Da habe ich wohl ein Smiley vergessen. Nein, das bezog sich auf den beginnenden Wettstreit der "Nettigkeiten"
      zwischen den Forumlern auf der Richard With und der Nordnorge.
      Nachzulesen hier und hier

      @Ronald
      Ich dachte mir, bevor Ihr demnächst wieder unterwegs seit, muss diese Geschichte abgeschlossen werden.

      @alle
      Ich hatte mir die jeweiligen Nicknames aus der Reiseliste in mein Handy eingetragen, um jedes mal gleich Bescheid zu wissen, wer auf welchem Schiff uns da entgegen kommt. Hat auch gut funktioniert.


      Gruß Martin
      Ulriken-Topp-Bezwinger 10.10.2016
    • Da will ich die Gemeinde mal nicht so lange warten lassen.

      4. April Montag

      Kurz vor sieben wache ich auf, weil der Wasserstrahl, der das Schiff vom Salzwasser befreien soll, an das Kabinenfenster trommelt. Dafür kann ich das An- und Ablegen in Maloy verfolgen.
      Eigentlich geht für mich erst nach dem Ablegen in Maloy die Reise so richtig los. Jetzt, wo es zum ersten Male über eine kurze offene Meerstrecke geht und der Wind stärker wird und es natürlich regnet, habe ich das Gefühl im Nordmeer angekommen zu sein. Diesmal waren es gerade mal 4 oder 5 Windstärken, und kaum Dünung, die die Richard With beeindrucken könnte. Ich habe das auf dieser Strecke schon ganz anders erlebt.
      Frühstück, heute so gegen 8:00 Uhr - ist ein Fehler. Zu voll, zu viele, zu wenig Personal zu dieser Zeit, die es nicht schafft, die Tische wieder herzurichten. Als ich fertig bin, kommen diejenigen zum Frühstück, die ich später draußen auf Deck 5 wieder treffe.

      Man trifft sich an der frischen Luft auf Deck 5. Hier halten wir uns bei jedem Wetter die nächsten Tage auf, ausgerüstet mit Fotoapparat, Videokamera, Cafebecher und Fernglas. Heute sind noch nicht so viele Passagiere mit dabei. Das Wetter ist auch nicht so, dass man draußen auf Deck stehen muss. Aber die Passagiere, die heute früh auf Deck 5 sind, sind in den folgenden Tagen auch hier zu finden. Unter anderem auch Bertrand aus Frankreich. Bertrand fotografiert fleißig und zeigt die Ergebnisse manchmal den Umherstehenden. Wenn dann ein Foto nicht so geworden ist, gab es von ihm die kurze Bemerkung „oui, … Photoshop“. Da hatte er seinen Namen weg: „Le Photoshop“. :x-thumbsup:

      Pünktlich zum Anleger in Ålesund hörte es auf zu regnen und die Sonne kommt zwischen den Wolken hervor. :x-rolleyes:

      Nach dem Turbo-Mittagessen Aufstieg zum Aksala, dem Hausberg von Ålesund , bei Idealbedingungen. Sonnenschein und eine schwache Brise machten den Aufstieg zum Kinderspiel. Oben angekommen, gab es einen kurzen kräftigen Regenschauer - das muss natürlich sein, denn ohne Regen kein Regenbogen. Das gehört einfach dazu. Auf dem Abstieg habe ich dann die ersten Krokusse des Frühlings entdeckt. Ein kurzer Umweg zum Geldautomaten und zum Supermarkt um noch einige Flaschen Mineralwasser zu kaufen und wieder an Bord.

      Die Strecke nach Molde wurde einmal von herrlichem Sonnenschein und dann wieder von kräftigen kurzen Regenschauern begleitet. Das gibt immer wieder schöne Regenbögen. Ich war, wie Doris und Ronald auch, die ganze Zeit auf Deck 5. Da kann man sich bei den Regenschauern unterstellen und schön regelmäßig die Leuchtfeuer, die wir zwischenzeitlich passieren gedanklich abhaken.
      Ronald hatte mir bereits vor der Reise per Email und CD-Rom einige Unterlagen zu seinem Leuchfeuer-Hobby gegeben. Heute gab es eine gebundene Tourbeschreibung im A4-Format mit Schwerpunkt Leuchtfeuer, inklusive der Aufstellung der Schiffsbegegnungen , dem Hurtigrutenfahrplan und einer Decksübersicht der „MS Richard With“ dazu. Ich hatte mich natürlich auch etwas vorbereitet, weil mir das Thema nicht ganz so fremd war. Ich bin in regelmäßigen Abständen mit einer Seglerclique unterwegs, und dabei wird man damit automatisch konfrontiert. Das Gebiet, was im Moment durchfahren wird ist sehr „Leuchtfeuerintensiv“. Ständig ist auf der Leuchtfeuerkarte ein Objekt abzuhaken. Zudem habe ich im Shop Berit Liland’s Detailbeschreibung der Hurtigrute entdeckt. Auf meiner Fahrt mit der MS Lofoten vor anderthalb Jahren, lag dieses Buch im Cafe aus und jeder konnte, wenn er wollte, hier die Zusatzinformationen zur Reise bekommen. Das Buch war im März 2011 in Deutschland vergriffen und ich nutze die Gunst der Stunde. Möglicherweise kann mir das Buch in den folgenden Tagen noch nützlich sein.

      Kurz vor dem Anleger in Molde gab es einen kräftigen Graupelschauer und noch einmal Regenbögen satt, und natürlich, wie schon in Ålesund schien nach dem Anlegen nur noch die Sonne. :x-smile:
      Wir wurden von einigen Bewohnern begrüßt, die auf ihrem Balkon das Anlagemanöver verfolgten. Irgendjemand auf Deck 5 hat sehr euphorisch die Begrüßung erwidert. :x-squint:
      Ich bin dann erst mal an Land und habe mir etwas die Beine in Richtung „Molde-Treppe“ vertreten. Mehr ist in der kurzen Zeit leider nicht möglich.

      Zum Abendessen wurde erstmal für Prioritäten gesorgt: Die von Ronald mitgebrachte Hurtigforumflagge auf unserem Tisch aufgestellt und die Mädels der Restaurantcrew entsprechend informiert: wie, wer, warum und weswegen… Grete war dann dafür zuständig, jeden Abend die Flagge zur ersten Sitzung aufzustellen. :x-smile: :x-smile:
      Nach dem Abendessen treffe ich mich mit Ronald und Doris wieder in der Bar auf Deck 7. Die Musik beginnt hier erst gegen 21:00 Uhr, nach der zweiten Sitzung im Restaurant. Wir einigen uns darauf, dass ab sofort jeder seine Getränke selber bezahlt. Dann geht die Musik wieder los, und wir flüchten, wie gestern, in die gleiche ruhige Ecke im Panoramasalon.

      Abschluss des Tages mit Tonic für die Dame und Bier für die Herren.
      Das, mit dem Getränke selber bezahlen, hat an diesem Abend noch nicht funktioniert.


      Der Regenbogen vom Aksala


      Hätte ich gewußt, was uns die nächsten Tage erwartet, wäre das vielleicht der beste Türstopper, für die Kabinentür vom.... :x-smile:


      Der Frühling hat auch in Ålesund begonnen


      vor Molde

      Fortsetzung folgt.
      Ulriken-Topp-Bezwinger 10.10.2016
    • Außer am Heck gibt es aber nicht viele Möglichkeiten sich auf Deck 5 unterzustellen. Eigentlich nur noch links und rechts vorne unter der Brücke, was aber nicht viel hilft , da es da vorne meistens zieht. :x-unsure:
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX // 4/16 FR // 3/18 VE // 7/19 FR

    • Wir waren ja vor Euch auf der Richard With, bei uns war es ebenfalls rappelvoll, eigentlich ungewöhnlich um die Jahreszeit, meinten unsere Bekannten auch, die waren schon häufiger auf der Hurtigrute unterwegs aber so voll war es um die Jahreszeit auch noch nie, hatten sie den Eindruck.
    • Capricornaj wrote:

      Außer am Heck gibt es aber nicht viele Möglichkeiten sich auf Deck 5 unterzustellen.

      Die Unterstellmöglichkeit hängt natürlich auch von der herrschenden Windrichtung ab.
      Wir waren wohl ca. 20 bis 30 Leute, die sich rund um das Schiff auf Deck 5 verteilt hatten.
      Es war nicht so, dass sich alle hinten am Heck gegenseitig im Weg standen.

      Martin
      Ulriken-Topp-Bezwinger 10.10.2016
    • @ Muddi
      Das war schon ein heftiger Schauer in Molde kurz vor dem Anlegen. Dafür aber Regenbogen ohne Ende.




      5. April Dienstag

      Ich werde durch die tägliche Deckwäsche gegen 7:00 Uhr geweckt. Trondheim im Sonnenschein, was auch sonst wenn wir am Kai liegen. :x-rolleyes:

      Als ich im Oktober 2010 die Reiseanfrage an Hurtigruten stellte, stand in der Antwortmail, dass nur noch 3 Kabinen frei wären. Zwei auf Deck 5 und eine auf Deck 6. Naja, dachte ich, da wird wohl ein Reisebüro ein großes Kontingent geblockt haben, was später teilweise wieder zur Verfügung steht. Dachte ich. Das Reisebüro war sehr erfolgreich beim Verkaufen und es gab auch eine eigene Reiseleitung für diese Paxe . Deck 5 kam für mich nicht in Frage, also Deck 6 Kabine 622. "Eingeschränkte oder keine Sicht" steht als Bemerkung zu dieser Kabine im Katalog. Das stimmt nicht ganz: Beste Sicht auf eines der Rettungsboote an Steuerbord. :x-squint: Das störte mich auch nicht, denn ich fahre mit der Hurtigrute, um Natur zu erleben und nicht um aus dem Kabinenfenster zu schauen. :x-thumbup:

      Das Restaurant ist zum Frühstück auch um 8:45 Uhr zu voll. Das muss ich erst noch lernen, mit so vielen Paxen gleichzeitig an Bord zu sein.
      Nach dem Frühstück erfolgt ein Besuch der ebenfalls am Kai liegenden "MS Kong Harald". Die Innengestaltung gefällt mir gut, könnte das nächste Schiff sein, mit dem ich unterwegs sein werde.

      Als ich danach auf Deck 7 Doris und Ronald entdecke, unterhält er sich gerade mit einem Typen, der von seiner Kleidung her so gar nicht auf das Schiff passen will. Langer schwarzer Mantel, als würde er zu Fuß den langen Weg zwischen Taxi und Konferenzgebäude zurück legen müssen. In der Hand hält er ein Saxofon und er wird später an Bord Musik machen. Ronald versucht in dem Gespräch die besondere Atmosphäre der Hurtigrutenreise darzulegen und auch, dass da keine Musik hingehört, vergebens. Sichtlich irritiert geht der Typ weiter. Wenig später wird über die Bordlautsprecher angekündigt, was da gleich passieren wird.
      Ich finde das dieser Auftritt nicht zur Atmosphäre an Bord passt. Schlimmer noch, der bleibt bis Harstad , sagt Morten, unser Reiseleiter an Bord. Ronald ist sichtlich genervt und beschwert sich mehrfach.

      Inzwischen habe ich auch schon einen groben Überblick, über die verschiedenen Passagiergruppen an Bord. Wie oben schon erwähnt, hat ein Reisebüro aus Hannover gefühlt das halbe Schiff gemietet. Das sind zum überwiegenden Teil Ersttäter. Diejenigen, die über dieses Reisebüro gebucht haben, fahren Bergen-Kirkenes-Trondheim. Dazu kommt eine große Gruppe Amerikaner (70+) die die volle Tour dabei sind. Dann haben wir noch einige Franzosen, Holländer, Engländer, Russen, Schweizer, Schweden und viele Deutsche aus dem Süden der Republik, die man auch als Wiederholungstäter bezeichnen kann und ganz besonders eine amerikanische Familie: Großeltern, Mutter, 13-jährige Tochter die ständig im "Syvstjernen" (Bar auf Deck 7) present sind. Und nur da, sonst nirgens.
      Nach dem Ablegen in Trondheim (mit ??? aus dem Saxofon) gibt es eine ruhige Fahrt Richtung Rørvik . Sonnenschein, leichter Nieselregen bis kurzer kräftiger Regenschauer wechseln sich an diesem Nachmittag ab.
      Nach dem verlassen des Trondheimfjords nehmen wir den „Sommerweg“ zwischen den Holmen und Inselchen entlang.

      Nach der Ankündigung via Bordlautsprecher, dass das Schiff demnächst durch den Stokksund fährt, versammeln sich viele Paxe auf Deck 5 am Bug. So viele Leute habe ich die restlichen Tage nicht mehr draußen auf Deck 5 gesehen. Es regnet, und nach dem ersten 90°-Knick kommt der Regen genau von vorn und noch vor Erreichen der Brücke verlassen viele den Bug und kommen auch nicht wieder. Dazu trötet das Saxofon! Hätte ich doch bloß den Türstopper..."beeeeep". :sdagegen:

      Weiterfahrt bei ruhiger See und andauernden Nieselregen, dafür ohne Störgeräusche. Oder waren das die Möwen??
      An Deck ist wieder Normalität eingetreten.

      Ach ja, die „framblaue“ Jacke gehört zu einem Ehepaar aus Hannover, dass sich dem Thema Hurtigruten aus der anderen Richtung nähert. Lena und Mirco, so nenne ich die beiden mal, waren zuerst in Grönland mit der Fram unterwegs, bevor sie eine Tour mit dem Postschiff gebucht haben. Mirco erzählt von der Fram-Tour, gibt mir Fototips, die er dort in einem „Fotokurs“ bekommen hat. Eigentlich wollte ich nie mehr wie ein Pressefotograf meinen Urlaub dokumentieren. Das habe ich Anfang der 90-iger in Kanada mal gemacht und habe hinterher festgestellt, dass ich zwar tolle Fotos und Videos von der Tour habe, aber eigentlich durch das ständige Fotografieren nicht so viel mitbekommen habe. Das war allerdings zu Zeiten, wo ich noch mit Super8-und Kleinbildkamera sowie konventioneller Spiegelreflex daher kam. Mit der Digiknipse von heute kann allerhand veranstaltet werden, man muss nur wissen wie.

      Grete sorgt beim Abendessen für die standesgemäße Tischgestaltung, und irgendwer fotografiert erstmal die einzelnen Gerichte bevor gegessen wird.

      Dass es während der Tour viel zu lachen geben wird, hatte ich ja schon auf der Sicherheitseinweisung am ersten Abend festgestellt. Bei der Anfahrt auf Rørvik passiert man noch vor der Brücke an Backbord die ehemalige Nærøysundet Fyrstasjon, die sich jetzt in Privatbesitz befindet und den Bedürfnissen der neuen Eigentümer angepasst wurde. Doris, Ronald und ich hatten uns zu der Zeit zur allabendlichen Datenpflege auf unseren Laptops in die Bar auf Deck 7 begeben, als am Nebentisch diskutiert wurde, was für ein Gebäude das wohl sein könnte. Bei den Möglichkeiten, die in Betracht gezogen wurden, war unter anderem auch Leuchtturm und Trafohaus dabei. Am Ende einigte man sich auf Kirche…. Ich kann mir solche Geschichten nicht so gut merken. Ronald kann das besser als ich. Es gab während der Reise einige von dieser Sorte. :x-smile: :x-smile:

      In Rørvik kommt richtige Musik ins Spiel. :x-thumbsup: Die Lofoten verschafft sich beim Anlegen Gehör...(das ist Musik!!), :x-thumbsup: während ich an der Pier warte um an Deck zu gehen, entdecke ich Reiseleiterin Wilma, mit der ich vor anderthalb Jahren auf der Lofoten unterwegs war. Kurzes „Hallo“ und dann in der Bar sechs verrückte "MS Lofoten-Junkies" getroffen. Die sind gemeinsam zum 4. Male mit der Lofoten unterwegs. Leute gibt es …?! :x-cool: Ich mache Werbung fürs Forum, was keiner der Beteiligten kannte! Dann noch gemeinsam ein Bier getrunken und sich an Hurtigruten berauscht und schon muss ich wieder auf die Richard With.
      Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass es während der Liegezeit in Rørvik nicht geregnet hat. :x-thumbup:

      Nach dem Ablegen werden, wie jeden Abend, die Fotos des Tages auf das Netbook gezogen und schon mal vorsortiert, wenn möglich, gehe ich auch ins Forum um wieder auf dem Laufenden zu sein. Das Internet an Bord ist miserabel. Es gibt auf der Richard With die Möglichkeit sich auf Deck 4 für lau an den vier Bord-PC’s zu versuchen, aber meistens bleibt es beim Versuch. Also bleibt nur Möglichkeit 2, sich einen zeitlich begrenzten Zugang für den Laptop zu kaufen. In der Cafeteria und in der Bar auf Deck 7 gibt es WLAN . Die Qualität ist mittelprächtig. Selbst wenn nur im Hafen versucht wird ins Netz zu kommen gibt es häufig Verbindungsabbrüche. Die Zeit läuft aber ab dem ersten Login, unabhängig davon, ob man zwischenzeitlich die Verbindung verloren hat und sich erst nach mehreren Versuchen wieder einloggen kann. :x-thumbdown:
      Heute ist nach dem Ablegen in Rørvik auf Deck 7 schon Party angesagt. Wir beschließen, uns in der Cafeteria auf Deck 4 niederzulassen.

      Abschluss des Tages mit Tonic für die Dame und Bier, Aquavit und Whiskey für die Herren. :beer:
      Das, mit dem Getränke selber bezahlen, hat an diesem Abend noch nicht funktioniert. :x-wink:


      Die hübsch gemachte MS Richard With von der Kong Harald aus fotografiert


      Das ist mindestens Platz 2, der am meisten fotografierten Motive

      wird fortgesetzt
      Ulriken-Topp-Bezwinger 10.10.2016

      Post was edited 1 time, last by “Garry” ().