Unser Weg zur Hurtigrute

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    • Unser Weg zur Hurtigrute

      Gleich zum Anfang möchte ich mich einmal bei allen herzlich bedanken, die so fleißig über Neues und Aktuelles berichten, aber auch wichtige Informationen und Tipps rund um Hurtigruten bekanntgeben. Hätte ich/wir diese Informationen schon früher gehabt, hätten wir so manches vielleicht etwas anders geplant.
      Da es schon eine Vielzahl von Berichten über die Reise mit einem Hurtigrutenschiff gibt, wobei natürlich aus den verschiedensten Gründen es immer wieder zu neuen Situationen kommt, aber im Prinzip es immer um die Fahrt von Bergen nach Kirkenes und (vielleicht auch) zurück geht, möchte ich, bevor ich auf die Krönung unseres Weges, einer kompletten Fahrt mit der Hurtigrute komme, ein wenig zurück blicken.
      Unser erster Blickkontakt mit einem Schiff der Hurtigruten war auf der Fahrt 2004, wo wir mit einem Toyota Hiace Bus erstmals den Norden bereisten. Die Reisezeit war von Ende Mai bis Anfang Juli und führte un zuerst in Schweden nordwärts und von Kiruna auf der E10 nach Narvik und dann auf die Vesterålen wo wir in Sortland die MS Nordnorge trafen. Damals noch mit dem rot/gelben Schlot der „Ofoten og Vesteraalens Dampskibsselskab“ Reederei. Damals hatten wir noch keine Ahnung von den Spezialitäten/Ausflügen von den Schiffen und waren daher sehr verwundert, daß es auf der Brücke zu einem exakten Treffen von zwei Autobussen mit dem darunter fahrenden Schiff kam (inklusive entsprechendes Hupen seitens der Busse und Tröten des Schiffes).

      Unsere Fahrt ging dann weiter nach Stockmarkenes wo wir das Museum der Hurtigruten besuchten. Ebenso anwesend war am Kai aber auch ein wesentlich kleineres Schiff mit dem Namen Lofoten. Daß es sich dabei auch um ein Schiff der Hurtigrute handelte erkannte ich – da außerdem eine „Süßwasser-Landratte“ und mit den Reederei Eigenheiten nicht vertraut - erst später. Beeindruckend, aber auch wehmütig stimmte mich die an Land gezogene „Finnmarken“. Als Nostalgiker hätte ich das Schiff lieber im Wasser als an Land gesehen. Außerdem hatte man den Eindruck einer großen Baustelle (der sich auch bis heute nicht verändert hat). Der Besuch war aber doch sehr interessant und eindrucksvoll (siehe „Landratte“)

      Nach einer eingehenden, nicht immer von Schönwetter geprägten Besichtigung der Lofoten Insel (leider nicht des Schiffes) ging es mit der Fähre „ Bodø “ von Moskenes zum gleichnamigen Ort am Festland, wo gerade die „MS Narvik“ anwesend war. Daß dieses Schiff inzwischen zur MS Gann wurde lernte ich erst im Rahmen dieses Forum und so nebenbei, es war mir bis vor kurzem gar nicht bewußt, daß ich selbst ein Foto von der MS Narvik gemacht hatte.

      Etwas später kamen wir dann auch noch nach Bergen . Da das Wetter relativ schön war fuhren wir mit der Standseilbahn auf den Fløyen und hatten das Glück ein gerade ankommendes Schiff der Hurtigrute zu sehen. Welches Schiff es war weiß ich nicht, aber die Spezialisten unter Euch werden dies vielleicht herausfinden.

      Das war 2004. Bereits 2006 starteten wir die nächste Reise in den Norden, davon etwas später.

      Bis bald und LG

      Nurschtjernen
      Viele Grüße aus Klosterneuburg

      Nurschtjernen
    • Hallo Nurschtiernen,

      danke erst einmal für diesen Bericht. :thumbup:

      Wenn mich nicht alles täuscht, könnte es sich um die FINNMARKEN im Hafen von Bergen handeln :?:
      Auch interessant, dass damals ein anderes Terminal angelaufen wurde (das heutige ist wohl im Bau, siehe Plane), wenn man genau hinschaut. :search:

      LG

      foerdesprotte
    • Ja - es scheint sich tatsächlich um die Finnmarken zu handeln.

      Das heutige Hurtigruten-Terminal wurde bis 2007 von der Color Line für die Route Hirtshals–Stavanger– Bergen genutzt. Laut Wikipedia stellte die Reederei damals diese Verbindung wegen der zukünftig in Norwegen zu zahlenden Umweltabgaben ein. Hier gibt es mehrere Fotos, auf denen die Fähre Prinsesse Ragnhild bei der Abfahrt zu sehen ist. :search:
      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • Vielen Dank für Eure Informationen. Bin gar nicht überrascht, daß die Auflösung welches Schiff das sei schnellstens gelöst war.
      Mehr überrascht hat mich, daß dieses Bild auch mit dem Thema Terminal und dessen Benützung interessante Details hervor gebracht hat.

      LG
      Nurschtjernen
      Viele Grüße aus Klosterneuburg

      Nurschtjernen
    • Ja,

      hier sind wirklich nur Experten am Werk, deswegen ist dieses Forum so super! :thumbsup:

      Ende April 2007 kam ich mit der Color-Line am HR/Color-Line-Terminal an, zu der Zeit war HR für mich finanziell unerreichbar ;(

      Zum Glück kann ich jetzt "mitreden". :rolleyes:

      LG

      foerdesprotte aus dem nebeligen Kiel :S
    • Nun die Fortsetzung….

      Nachdem immer wieder von einem Virus die Rede ist, von dem man befallen werden kann wenn man in den Norden fährt (gilt natürlich auch für die Hurtigrute), dann kann ich das nur bestätigen, denn auch uns hat dieser offenbar erwischt. Also ging es 2006 wieder von Mitte Juni bis Mitte Juli Richtung Norden, wobei dieses Mal mittels Fähre von Rostock nach Hanko bei Helsinki (Superfast) und dann die Strecke nordwärts über Finnland gewählt wurde. Die Grenze zu Norwegen erreichten wir auf der Straße 863 bei Neiden. Nach einem Besuch von Kirkenes und Vardø stand Gamvik mit dem damals noch wesentlich unbekannteren Leuchtturm Slettnes auf dem Programm. Und auch hier sahen wir – tagelang auf die Mitternachtssonne wartend - um mitternächtlicher Stunde die Schiffe der Hurtigrute vorbeifahren.



      Richtung Süden blieben wir dann in Norwegen und sahen einmal mehr die Hurtigrute zwischen Sortland und Stokmarkenes.



      Irgendwie kam damals schon der Gedanke mit so einem Schiff einmal mit zu fahren …

      2007 war es dann soweit. Nachdem wieder einmal der Virus zugeschlagen hatte, waren wir von Mitte August bis Ende September im Norden. Dieses Mal ging es in Norwegen nordwärts und von von Bodø nach Svolvær bestiegen wir samt Auto erstmals ein Hurtigruten Schiff, die MS Midnatsol. Obwohl immer wieder (auch von Einheimischen) vom turbulenten Vestfjord gewarnt wird, war es wie im Forum schon öfters gebraucht, ein „Ententeich“ allerdings leider stark bewölkt. Die Ankunft der MS Mitnatsol in Bodø :



      Warum der Salon so leer war ? Es gab Abendessen

      Besonders erheitert hat uns aber diese Anweisung an Bord:



      Zwischenhalt in Stamsund



      Und auch das fahrplanmäßige Treffen der sügehenden MS Nordnorge zwischen Svolvær und Stamsund konnten wir erstmals erleben. Außer der Begrüßung mittels Typhon beider Schiffe gab es aber keine Aktivitäten wie „Winkekonkurranse“ oder ähnliches (von diesen Aktivitäten erfuhr ich eigentlich erst in diesem Forum)



      Am nächsten Tag waren wir am nördlichen Ende des Raftsund wo gerade die MS Richard With vorbeikam.



      Einige Tage später, in Hammerfest begegnete uns die inzwischen südwärts fahrende MS Midnatsol, welche wir vom Berg aus beobachteten.



      Dieses Mal hatten wir das Nordkap als nördlichstes Ziel gewählt.

      Aber davon und über die Weiterfahrt etwas später.

      Bis dahin LG

      Nurschtjernen
      Viele Grüße aus Klosterneuburg

      Nurschtjernen
    • Nun die nächste Fortsetzung….

      Es geht weiter im Jahr 2007.
      Wie erwähnt war das Norkap in diesem Jahr als nördlichstes Ziel angesetzt. Da Ende August waren wir am gesamten Kap vielleicht 5 Personen. Der Aussichtspunkt mit Weltkugel gehörte uns allein und im Kinosaal saßen wir zu zweit, und das alles bei stimmungsvollem Wetter.



      Zurückgekehrt in Honnmingsvåg enterten wir samt Auto die MS Polarlys um nach Mehamn über zu setzen. Dies ersparte uns eine große Strecke mit dem Auto (Umfahrung des weit ins Landesinnere reichenden Tana-Fjord). Da der Großteil der Passagiere mit den Autobussen am Nordkap war und von der Mannschaft die obligate Notfallsübung gemacht wurde, hatte ich Gelegenheit,das Innere der MS Polarlys fast ohne Reisende zu fotografieren.





      Nach Zwischenhalt in Kjøllefjord trafen wir gegen 20 Uhr bei strömenden Regen in Mehamn ein.



      Nach einem neuerlichen Besuch in Gamvik /Slettenes ging es dann in Finnland südwärts und mit der Superfast Fähre von Helsinki nach Rostock.

      Und der Virus war nicht weg zu bekommen (wie das viele von Euch scheinbar auch kennen).
      Schon 2008, also im nächsten Jahr war wieder der Norden am Programm. Nachdem der Zeitraum Mitte August bis Ende September sich als sehr angenehm gezeigt hatte, wurde auch dieser wiederholt. Die Anreise erfolgte dieses Mal mit der „Finnstar“, einem Schiff der Finnline von Travemünde nach Helsinki. Von dort ging es wieder in Finnland Richtung Norden. Norwegen erreichten wir wieder über den Grenzübergang bei Neiden. Von dort ging es Richtung Kirkenes , wo wir am 22. August die MS Nordnorge erwarteten um mit dieser – wieder samt Auto – bis Berlevåg zu fahren.





      Wettermäßig war es zwar nicht optimal, aber die Zeit verflog sowieso wie im Flug. Der Zwischenhalt in Vardø konnte noch bei halbwegs guten Lichtverhältnissen dokumentiert werden



      Daß bei schlechtem Wetter die Einfahrt in den Hafen bei dieser Einfahrtsbreite nicht möglich ist steht außer Zweifel.



      Interessant war eine Information von einem Mitglied der Mannschaft, daß die MS Nordnorge nach dieser Fahrt noch einmal eine Tour macht und anschließend aus dem Liniendienst genommen wird und möglicher Weise verkauft wird. Nun aus dem Liniendienst ist sie dann tatsächlich längere Zeit verschwunden (die Experten wissen darüber sicher mehr und ich wäre dankbar für diese Information).



      Dann verdichteten sich die Wolken und bei der Ankunft in Berlevåg gab es wieder einmal ein richtiges S…wetter. Das Gegenschiff (ich weiß leider nicht welches) hatte etwas Verspätung, so daß es zu keinem direkten Treffen kam. Wir blieben 4 Tage in Berlevåg und fuhren dann mit der MS Midnatsol in einer „Nachtpartie“ (von Mitternacht bis 6 Uhr früh) nach Honningsvåg . Eindrucksvoll und ohne Andrang präsentierte sich dann nach längerem Fußmarsch der tatsächlich nördlichste Punkt Europas, der Knivskellodden bei strahlendem Sonnenschein mit Blick auf das Norkap.

      Noch war unser Treffen mit Hurtigruten Schiffen bei dieser Fahrt noch nicht zu Ende.
      Aber das in einer nächsten Fortsetzung (falls es zu langweilig wird bitte sagen - bin nicht böse wenns Euch langweilt)

      LG

      Nurschtjernen
      Viele Grüße aus Klosterneuburg

      Nurschtjernen
    • Nurschtjernen wrote:

      Nun aus dem Liniendienst ist sie dann tatsächlich längere Zeit verschwunden (die Experten wissen darüber sicher mehr und ich wäre dankbar für diese Information).

      Sie lag in Italien als Hotelschiff.

      Nurschtjernen wrote:

      (falls es zu langweilig wird bitte sagen - bin nicht böse wenns Euch langweilt)

      Nie und nimmer - bitter weitermachen :dance4: (und sollte es jemanden langweilen, was ich nicht denke, der solls einfach ignorieren...)
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~ Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~
      Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil !


    • Schön,mal ein etwas anderer Hurtigrutenbericht.

      Stimmt,die Nordnorge lag in Italien als Hotelschiff,anschließend ewig bei Bredo in Bremerhaven.Sie war auch zum Verkauf gedacht,allerdings kam dann der Australiendienst der Finnmarken dazwischen und so kam sie gottseidank wieder zurück.

      Gruß Seebär
    • Nurschtjernen wrote:

      (falls es zu langweilig wird bitte sagen

      Wen es langweilt, der muss ja nicht lesen! Ich finde den Bericht von Dir sehr spannend und auch ich werde angeregt, wie man noch einmal anders Hurtigruten fahren kann!

      Schön war sie mit der runden Sat-Haube, die Nordnorge! Und so gut aus der Ferne zu erkennen! Bin gespannt, wie sie im Februar aussieht, da ja momentan öfter mal umgebaut wird.

      Und sag mal, wie hast Du es geschafft, den Panoramasalon der Nordnorge ohne Paxe zu fotografieren? Das habe ich auf der ganzen Tour nicht hingekriegt. Tagsüber war der ohnehin immer voll (Reservierungen der ersten Reihe schon vor dem Frühstück - wahrscheinlich haben die Leute ihr Reservierungsutensil immer gleich für den nächsten Tag liegen gelassen) - und in der Nacht war er sehr begehrt bei Distanzreisenden als "Matratzenlager".
      Gerda (Alta Connection) :lofoten2:
    • Hallo,

      klasse Bericht. Der langweilt nie und nimmer. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt.
      Die Tour über Finnland in den Norden werde ich im nächsten Jahr mit dem Fahrrad abfahren. Möchte unbedingt mal die Orte in der Finnmark in Ruhe oder überhaupt erst mal besuchen.
      Gruß

      Jürgen