Seenotrettung in Norwegen

    • Umstrittene Vereinbarung

      Dass die norwegische Polizei einen Mangel an eigenen Wasserfahrzeugen beklagt, ist ja nichts Neues. Diesem Übelstand soll nun mit einer letzte Woche signierten und in Kraft getretenen Vereinbarung zwischen Polizei und Seenotrettungsgesellschaft Abhilfe geschaffen werden. So sollen die Rettungskreuzer bei Bedarf auch bewaffneter Polizei Transportdienst leisten, wenn akute Einsatzlagen dies erforderlich machten. Dazu soll Redningsselskapet pro Jahr einen Zuschuss von 3,5 Millionen Kronen erhalten.

      Obschon die Polizei betont, man werde Rettungskreuzer lediglich bei akuten Einsatzlagen anfordern, um (auch bewaffnete) Einsatzkräfte an den Ort des Geschehens zu bekommen, und sie keinesfalls als "Streifenboote" für Geschwindigkeits-, Alkohol- oder andere Kontrollen verwenden, regt sich heftige Kritik an der Vereinbarung. Dabei wird zum Einen der Befürchtung Ausdruck verliehen, dass es zu Prioritätskonflikten zwischen Seenotfällen und Polizeieinsätzen kommen könnte, zum Anderen wird gemutmaßt, dass eine Trennung von Transport und Streife nicht wirklich gewährleistet werden könne. Weiterhin macht sich der Unmut an dem Umstand fest, dass durch die Vereinbarung mit der Polizei die an den Zweck der Seenotrettung gebundenen Spenden der RS-Mitglieder indirekt die Polizeiarbeit finanzierten.
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)
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