Seenotrettung in Norwegen

    • Missglückter Angelausflug

      Der Norweger Inge Jansen war mit seinem Motorboot von Hommersåk bei Stavanger zum Angeln aufgebrochen. Nach etwa 1,5 Stunden verlor er das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kam, trieb er vor der Küste - ohne Treibstoff, Wasser, Handy und Notsignal. Nach 4 Tagen auf See wurde er schließlich von der Brückenbesatzung des Versorgungsschiffes "Normand Draupne" nahe des Öl- und Gasförderfeldes Gjøa entdeckt und gerettet. Das Öl- und Gasförderfeld Gjøa liegt vor der Küste zwischen der Mündung des Sognefjordes und Florø .

      Quelle: spiegel.de/panorama/0,1518,773624,00.html
      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • Seenotrettung in Norwegen

      Mal so eine Geschichte am Rande...
      Das hier ist die kleine "Emmy Dyvi". Sie hatte viel zu tun in letzter Zeit. Nach 7 Minuten schon war sie bei der brennenden Nordlys und schleppte sie an den Kai. Anfang Oktober war sie beteiligt an den Rettungsbemühungen an der Lepsøyrevet. Das Unglück kostete 3 Menschen das Leben ;( Außerdem war sie an gleicher Stelle bei der Übung auf der Nordstjernen anwesend.
      Am Sonntag wurde ein Fischereischiff gerettet . In seinem Propeller hatten sich Netze verfangen, es drohte auf die Felsen zu treiben. Das Rettungsboot "KG Jepsen" schleppte das Schiff nach Florø .
      Anfang Juli begann man auf den Lofoten Geld zu sammeln. Die in Svolvær stationierte "Captain Skaugen" und die "Det Norske Veritas" aus Ballstad sollen endlich lebensrettende, aber sehr teure Wärmebildkameras bekommen. Das Ergebnis war schon bis Ende September überwältigend. Es entstand ein regelrechter "Wettstreit" zwischen Austvagøy und Vestvagøy :rolleyes: .....Man hofft die beiden Schiffe im nächsten Jahr mit den Kameras ausrüsten zu können.
      Kürzlich wurden ja die "Gelder aus Oslo" für 2012 verteilt. Die Rettungsgesellschaft stellte fest, dass ihnen die Mittel drastisch gekürzt wurden. Statt der Benötigten 70 Mio bekommen sie nur noch 44 Mio. Heute nun kam die befürchtete Entscheidung : Von ihren insgesamt 41 Booten werden 2 aufgelegt. ;( So hofft man, das fehlende Geld einzusparen. Es ist schon traurig und man muss froh sein, dass "unsere" DGzRS staatsunabhängig arbeiten kann.
    • Irgendwie beschleicht einen da ein sehr ungutes Gefühl. Wir wollen hoffen, daß so schnell kein weiteres Unglück wie das der Nordlys geschieht! ;(

      Kapitäne, die stricken können, gibt es übrigens wohl auch selten. :mosking:

      Hamburgerin schrieb:

      Außerdem war sie an gleicher Stelle bei der Übung auf der Nordstjernen anwesend

      War das diese Geschichte?

    • Hamburgerin schrieb:

      Die Rettungsgesellschaft stellte fest, dass ihnen die Mittel drastisch gekürzt wurden. Statt der Benötigten 70 Mio bekommen sie nur noch 44 Mio.
      Das überrascht mich jetzt doch angesichts der erheblichen Gewinne aus dem Erdgasgeschäft! Da sollte für die Rettung Schiffsbrüchiger schon etwas mehr drin sein als weniger als zwei Drittel des benötigten Geldes!! :hmm:
      Gruß Printe :thank_you:
      2011 RICHARD WITH - 2013 NORDNORGE
    • Moin,

      Als mehrfach-Hurtigruten-fahrer und auch sonst Schiffen und Wasser nicht abgeneigter muß ich sagen,da die DGzrS ausschließlich von Spendengeldern lebt,denke ich imer daran,wenn wir an Nord und Ostsee Urlaub machen und dort irgendwo im Souvenirladen oder im Restaurant so ein Spendenschiffchen steht,gehe ich nie daran vorbei,sondern werfe eigentlich immer was rein.Diese Arbeit,die die Seenotretter machen, verdient Hochachtung.Durch meine ehrenamtliche Tätigkeit im THW hat man zu solchen Organisationen sowieso gleich eine solidarische Einstellung,schließlich arbeiten wir alle für ein Ziel,wenn auch mit völlig verschiedenen Aufgaben.

      Gruß Seebär
    • @ Seebär
      ......und 6% ihrer Einnahmen stammen alleine aus den Sammelschiffchen....nicht zu glauben. :good3: Da sieht man mal, Kleinvieh macht auch großen Mist :clapping: Nun werden die norwegischen Seenotretter ja nicht nur vom Staat direkt finanziert, aber abhängig. Sie bekommen einen Großteil aus den Lotterien. Vorher sogar noch aus den Spielautomaten. Die sind aber seit einiger Zeit verboten. Damit brach der Rettungsgesellschaft schon einmal ein Großteil ihrer Einnahmen weg ;(
    • Seebär schrieb:

      ......da die DGzrS ausschließlich von Spendengeldern lebt,.....

      Ich denke das ist auch gut so. Wenn wir ein Sytem wie in Norwegen hätten, würden sich viele auf die in Deutschland durchaus weit verbreitete Position zurückziehen, dass sei Sache des Staates soll er doch sehen wie er es finanziert.

      Man kann übrigens problemlos Fördermitglied der DGzRS werden, bin ich seit vielen Jahren und denke dass sollte zumindest für die Küstenbewohner hier auch selbstverständlich sein.
      Infos gibt es hier: DGzRS
    • Auch wenn es sicherlich gut gemeint ist, aber das Forum ist auch in diesem Fall kein Werbemedium. Habe den Link von Mungobiker deshalb auf die Startseite der DGzRS geändert. Ich bin sicher, wer Fördermitglied werden will, findet auch so das Formular. ;)
    • Hamburgerin schrieb:

      So musste die "Emmy Dyvi" ran
      Irgendwie ist mir das kleine Rettungsboot seit der Nordlys-Fastkatastrophe ans Herz gewachsen ^^ Offenbar hat sie ja auch wirklich genug zu tun. In der Nacht zum Sonntag hätte es fast einen Frachter erwischt. Er bekam bei schwerer See auf Stad Motorprobleme und drohte letztendlich südlich von Buholmen auf die Felsen zu treiben ;( Zum Glück war ein kleiner Fischkutter in der Nähe, dem es gelang den Frachter 180 m von den Felsen und der tödlichen Brandung entfernt an die Leine zu nehmen. 1 Stunde musste er das Schiff alleine halten, dann kam die Emmy Dyvi aus Ålesund angebraust. Es dauerte noch eine weitere Stunde, in der Fischkutter und Rettungsboot alleine den Frachter von der Küste fernhalten mussten. Dann kam noch ein Schlepper zur Hilfe. Gemeinsam mit der Emmy Dyvi brachte er den Frachter in den sicheren Borgundfjord. :thumbup: Das hätte wirklich schlimm ausgehen können... :huh:
    • Nicht schon wieder - Brand im Maschinenraum ;(
      Diesmal ist es "nur" ein Fischerboot, aber der Fischer hat großes Glück gehabt. Er bemerkte das Feuer, stieg in seinen Überlebensanzug und rief über Küsten-Radio Florø "Mayday". Das erste Schiff fuhr vorbei...
      Dann wurde er vom Handelsschiff "Silver Lake" entdeckt. Die haben Radio Florø mitgeteilt, dass sie sich kümmern würden. Der Fischer sprang ins Meer, als er sich auf seinem Boot nicht mehr halten konnte. 20Min trieb er im Wasser, als das Rettungsboot der Silver Lake ihn einsammelte. Anschließend trafen noch Seenotrettung, Helikopter, Lotsenboot ein......2 Stunden nach seinem Sprung ins Wasser saß er glücklich zu Hause auf dem Sofa. Nur sein Boot ist brennend gesunken :huh:
    • Hustadvika heute früh

      Gerettet wurde zwar die Besatzung, aber das Schiff ist wohl verloren... ;(
      Heute Früh lief das Fischereischiff auf ein Riff in der Hustadvika . Alle 7 Besatzungsmitgliedern gingen in Überlebensanzügen ins Wasser, 2 wurden von einem anderen Schiff aufgenommen. Die anderen hockten auf einem Felsen, bis der Rettungshubschrauber sie holte.
      Hier der Bericht mit den Videos der Rettungsaktion :huh: .
      Heute Morgen war man noch der Meinung das Schiff retten zu können, wenn es nicht vom Riff rutscht. Jetzt wird ist es vermutlich verloren gehen. Man befürchtet Löcher im Rumpf und ein Auseinanderbrechen. Das Schiff hat mehr als 50 to Diesel an Bord. :S
    • Es gibt ein neues , kurzes Video - direkt am Havaristen :fie:
      Bergungs- und Versicherungsleute sind vor Ort. Ein großes Problem sind die ins Meer hängenden Netze. Sie machen das Entern des Schiffes und das Tauchen zu gefährlich. Auf der anderen Seite will man ja die Treibstofftanks unbedingt leerpumpen... :huh:
    • Herrenlose Jolle im Eismeer

      Eine vor Vardö treibende Zehnfußjolle ist Sonntagnachmittag geborgen und zum Kai der Lotsenstation in Kirkenes gebracht worden. Nach Angaben der Einsatzleitstelle der Polizei in Østfinnmarken scheint sich das Boot losgerissen zu haben und anschließend vertrieben zu sein, denn Anzeichen, dass Personen an Bord gewesen sein könnten, sind nicht feststellbar gewesen.

      Also: Wer vermisst jetzt seine Jolle? ;)
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)