Reisebericht - Höhepunkte Spitzbergen mit MS FRAM 23.08.-01.09.2011

    • 2011
    • Hallo Nonnie, danke für den wunderbaren Bericht mit den wunderschönen Bildern.

      Da hast Du wirklich Glück gehabt, so viele Eisbären vor die Linse zu bekommen. Davon träume ich immer noch, denn obwohl ich bereits 2x auf Spitzbergen war (2008 MS Nordstjernen und 2010 MS Polar Star), habe ich Eisbären immer nur in weiter Ferne gesehen.

      Die Landschaft der Arktis und Antarktis hat mich total in seinen Bann gezogen. Ich möchte eigentlich jedes Jahr dahin, wenn es nur nicht so teuer wäre und man müßte auch mehr Urlaub haben. Aber träumen kann man ja.

      Liebe Grüße
      Liebe Grüße

      :) Isbjörn :*
    • Isbjörn schrieb:

      Da hast Du wirklich Glück gehabt, so viele Eisbären vor die Linse zu bekommen

      Guten Morgen Isbjörn,
      ja, du sagst es, soviel Glück habe ich mir vorher auch nie vorstellen können, aber diese Reise war wirklich der große Glückstreffer und die STimmung an Bord war auch entsprechend.
      Danke, freue mich, daß es Dir gefallen hat Deine "Isbjörne" zu bestaunen, wenn auch nur als Foto.

      Ich wünsche einen schönen Tag :whistle3:
    • Fortsetzung von Tag 8 und 9 Isfjorden:

      Ich und noch 3 Paxe wartete am Ufer auf ein PolarCirkle Boot, daß uns wieder zum Schiff bringen sollte, da steckte neugierig wie sie sind, eine Robbe ihren Kopf aus dem Wasser und schaute mal was wir denn hier so machten hier in ihrem Reich :whistling:

      Wieder an Bord genoß ich vom Mittagsbuffet einen leckeren fischigen Salat und hatte danach das Bedürfnis mich ein bischen aufs Ohr zu legen. Aus dem bischen wurden dann 3 Stunden :sleeping: - ausgeschlafen und fit ging es zum Abschiedscocktail mit unserem Kapitän. Er und seine Crew wollten sich bei uns für die Reise bedanken, aber wer muß sich hier eigentlich bedanken, wir alle, die diese vielen Naturwunder und -ereignisse erleben durften.
      Wir fuhren noch weiter in den Isfjorden hinein und konnten die stillgelegte Bergbausiedlung Pyramiden von Bord aus wahrnehmen.

      Unsere letzte Anlandung stand bevor, und zwar in Skansebukta. Nur 100m entfernt von unserem Anlandeplatz steht eine kleine Holzhütte einsam in einer scheinbar unendlichen Landschaft. Als wir näher kommen, kommt ein "Trapper" aus der Hütte mit seinem Hund, der uns natürlich anbellt. Er bittet uns auf englisch, nicht in die Hütte zu gehen, wir uns aber gerne draußen umsehen können und ihn fotografieren dürfen. Er und sein Kumpel (beide Norweger), der z.Zt. mit dem Boot unterwegs ist, bleiben hier einige Zeit, solange das Wetter es zuläßt.

      Einige schütteln den Kopf, ich selbst könnte mir aber schon 8 Tage hier zu leben vorstellen, ohne TV, Handy, Zeitung etc. nur mit der Natur und vor allem der völligen Ruhe, außer Möwengeschrei, Heulen des Windes oder Wildgänse, herrlich. Ich schlendere noch etwas durch die Landschaft und bin fasziniert von den Felsformationen auch wenn die Gipfel vom Nebel verhüllt sind. Sie erinnern an eine Kathedrale von der Natur gebaut, wunderbar :imsohappy:

      Unser letzter Abend auf der FRAM rundete ein Barbecue auf Deck 7 fantastisch ab, auch wenn es mittendrin anfing zu nieseln. Das traumhafte Dessertbuffet konnten wir gemütlich und ausgiebig in der Panorama Lounge genießen. Die Süßspeisen und die Kuchen sind eben eine oder zwei Sünden wert :popcorm2: :good3: Zumal so langsam das Kofferpacken vollzogen werden mußte :girl_cray2: Bis 1.00 Uhr nachts hatten wir ja Zeit und schlafen wollten wir eigentlich auch noch, aber dazu kam es dann doch nicht. Kaffeetrinkenerweise saßen wir in der Cafeteria, die bis zum Schluß offen hatte und spielten "Chinesisches Schach" wie es meine Reisebegleiter nannten, ich kenne es als "Halma".
      Pünktlich erreichten wir Longyearbyen um 1 Uhr und stiegen in die bereitgestellten Busse zum Flughafen. Einchecken und warten war angesagt, der PC stürzte zwischenzeitlich mal ab, aber ohne uns fliegt hier keine Maschine ab. :girl_witch: An Bord der A320 schliefen nach einer halben Stunde fast alle, draußen regnete es und der letzte Blick auf diese faszinierende Insel in der Arktis machte mich doch etwas traurig, aber meine Erwartungen dieser Reise waren ja mehr als übertroffen :dance: :girl-dance: :dance4:
      Zum Abschluß noch ein paar technische Daten:
      1021 nautische Meilen = 1889 km haben wir mit der FRAM zurück gelegt.
      197 Passagiere waren an Bord, davon 124 Deutsche, 14 Norweger, 13 Österreicher, 10 Franzosen, 8 Engländer, 7 Amerikaner, 6 Schweizer, 4 Kanadier, 3 Dänen und Belgier, 2 Schweden und 2 Australier und 1 Ire.
      Das Expeditionsteam bestand aus 10 people und 72 Crew Mitglieder (55 Filippinos und 11 Norweger, 3 aus Panama, 2 Inder, 1 Indonesier)

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „nonnie“ ()

    • ...und war man einmal in der Arktis oder Antarktis , dann will man immer wieder hin. Wenn's nur nicht so teuer wäre könnte ich das jedes Jahr machen. Aber ein Gutes haben die hohen Preise zu den Hohen Breitengraden doch: Massentourismus wird es so schnell nicht geben!

      Liebe Grüße
      Liebe Grüße

      :) Isbjörn :*
    • nonnie schrieb:

      Die ANTIGUA ist eine Dreimastbark

      Hallo nonnie,

      vielen Dank für den Reisebericht von Spitzbergen, klasse geschrieben und tolle Fotos!! Muss wirklich eine phantastische Reise gewesen sein!! Die Antigua kenn ich gut, ich war dreimal mit ihr unterwegs, 1997 2 Wochen, 1998 2 Wochen und 2010 nochmal 1 Woche, nur leider noch nicht in Spitzbergen. Mein Lieblings-Segelschiff. Hast du auch jemanden von der Besatzung kennengelernt? Warst du auch an Bord? Hast du auch Fotos von der Antigua?

      Herzlichen Dank und viele Grüße aus Franken
      Viele Grüße
      Seemaus