Urlaubsreise in den Frühling und zum Hafengeburtstag 2011

    • 2011
    • Urlaubsreise in den Frühling und zum Hafengeburtstag 2011

      Es war noch richtig kalt in Deutschland, als wir die Tasche für 10 Tage Urlaub im Norden packten. Deshalb hatten wir auch viel zu viele und viel zu warme Sachen dabei. Wer sollte auch ahnen, dass wir auf direktem Weg in den Hochsommer fuhren?
      Zuerst standen zwei Besuche in Thüringen (da wohnen fast alle unsere Verwandten) an. Dort wurde für mich auch gleich der Spruch der Woche geprägt. Auf die Frage, was wir denn eigentlich im Norden so treiben wollen und meiner Antwort, dass wir uns unter anderem mit ein paar Leuten treffen wollen, die wir aus dem Internet kennen, kam gleich die spontane und entsetzte Antwort:
      Aus dem Internet ? Seid bloß vorsichtig, da passiert immer so viel, man liest da so schlimmes....
      Ja, was sollte ich nun dazu antworten? Wir haben mutig der Gefahr ins Gesicht geschaut :fie:

      2. und 3. Mai 2011
      Am frühen Montagnachmittag kamen wir in Lübeck, unserer ersten Station an. Wir hatten ein Treffen mit Bekannten aus einem Hundeforum für asiatische Hunde. Unsere zweite Leidenschaft neben Skandinavien sind nämlich diese Hunde - speziell "Shiba Inu" eine Spitzart aus Japan, die hier immer für Füchse gehalten werden.

      Wir selbst haben keine Hunde, aber unsere Tochter gleich zwei dieser Rasse und durch sie sind wir in einem Netzwerk der Shiba-Liebhaber in ganz Deutschland verbunden.
      Ein langer Spaziergang entlang der Trave und ein oberleckeres Thailändisches Abendessen rundeten diesen Tag sehr angenehm ab.

      Der Dienstag sollte dann ein gemütlicher Tag nur für uns beide werden. Zum einen war es unser 15. Hochzeitstag und außerdem kannten wir Lübeck bisher nur von der Durchreise und wollten mal mehr sehen als Holstentor und Marzipan. (Hundebesitzer sind schlechte Fremdenführer, sie kennen nur Freilaufflächen und Wanderwege)
      Im Hotel lag ein Flyer über Stadtrundfahrten auf dem Kanal rund um Lübeck.
      Also suchten wir die Holstentorterassen und checkten auf einem der Rundfahrtschiffe ein. Es war eine sehr informative, kurzweilige und wettermäßig traumhafte Fahrt.
      Zuerst fuhren wir am Marzipanspeicher vorbei

      in den Museumshafen und an der "Lisa von Lübeck", der Rekonstruktion eines Kraweels aus dem 15. Jahrhundert vorbei.

      Dann drehte das Schiff und uns wurde der Blick gezeigt, den die Seefahrer als erstes bei der Einfahrt nach Lübeck hatten.
      Weiter ging es dann unter extrem niedrigen Brücken

      an schönen alten gut erhaltenen Häuserzeilen und viel Grün entlang, immer mit Blick auf die vielen Kirchtürme

      Dann wurde uns die eigentliche Sensation Lübecks vorgeführt. Lübeck ist nämlich die einzige Stadt der Welt, die eine Kirche mit drei Kirchtürmen hat.

      (Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage entspricht etwa dem eines Bahnhofs in Øksfjord )
      Leider geht auch die schönste Rundfahrt irgendwann zuende, nun hieß es, zu Fuß weiter auf Entdeckungstour zu gehen.
      Unser erstes Ziel war dann die Petrikirche. Von der Aussichtsplattform des Kirchturmes hat man einen prima Rundblick über die Stadt und Umgebung.

      Dem Anlass des Tages entsprechend, gönnten wir uns dann einen Marzipan-Milchkaffee und ein Stück Marzipantorte - bei Niederegger natürlich - und natürlich nicht, ohne die Ausstellung zu bewundern.

      Über den schönen Marktplatz gingen wir dann zur Marienkirche. Deren Geschichte über die Zerstörung und den Wiederaufbau hatten wir bei der Rundfahrt gehört.

      Mich haben dabei besonders die als Mahnmal an die Zerstörung 1942 immer noch unter dem Südturm liegenden abgestürzten Glocken beeindruckt.


      Noch eine große Runde durch die schöne Altstadt, durch kleine Gassen und entlang des Kanals - zum Schluss der obligatorische Gang durchs Holstentor, dann war Lübeck schon wieder Geschichte.
      Ob wir wollten, oder nicht - und wir wollten - Hamburg wartete auf uns und ein Abendessen beim besten Griechen, der uns bisher untergekommen ist, dem Achillion in Eidelstedt. Und wir konnten endlich wieder meine beste Freundin Birgit treffen, die immer ein Bett frei hat, wenn mich die Sehnsucht an die Küste treibt.

      Hamburg - wir kommen!!!
    • Hallo Muddi,

      Lübeck ist eine tolle Stadt. Ich kenne mich dort bestens aus, da dort viele Jahre meine Oma gewohnt hat und ich, vor allem im Sommer, viele Wochen dort verbracht habe.
      So eine Stadtrundfahrt habe ich schon individuell mit meinem Kajak gemacht. Besonders gut gefällt mir immer wieder die Obertrave mit Malerwinkel und Grünstreifen direkt am Wasser. Toll auch die vielen verwinkelten Gänge.
      Hast du in der Marienkirche auch die Maus berührt? Das soll nämlich Glück bringen, zumindest, wenn man daran glaubt :thumbsup: .
      Gruß

      Jürgen

    • 4. Mai 2011

      Nach dem ein oder anderen Ouzo beim Griechen und einer Flasche Wein zur Begrüßung bei Birgit fiel das Aufstehen am Morgen nicht so leicht. Nur unsere arme Gastgeberin mußte ganz früh raus und zur Arbeit.
      Aber ewig schlafen galt nicht. Wir sind schließlich in Hamburg - schlafen können wir zu hause - ich will Schiffe sehen.
      Gegen Mittag standen wir dann endlich vor den Landungsbrücken. Hier waren die Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier am Wochenende schon in vollem Gange. Überall wurde aufgebaut, standen Laster und Tieflader der Schausteller kreuz und quer.
      Riesige Plakate warben für "Hafenrundfahrt - HEUTE zur Queen Mary 2". Aha, war mir komplett entgangen, dass selbige heute angekommen war.
      Nächste Überraschung: Im Dock 10 stand ein "Kussmund", nicht gerade das schönste Schiff, aber nach langer Zeit kriege ich überhaupt wieder mal eins bei B&V zu sehen.

      Nach einem Fischbrötchen und einem Radler (Alster) beim Imbiss unter der S-Bahn -Brücke (hier habe ich schon im Oktober den leckersten Bismarck gegessen) schlenderten wir langsam in Richtung Überseebrücke, wo wir uns mit Birgit treffen wollten. Ein bischen schäkern mit einem silbernen Piraten

      ein Kaffe im Restaurant Überseebrücke, dann hieß es, im Getümmel einen Bus der Firma Jasper zu finden für

      "Auge in Auge mit den Giganten" - Die etwas andere Hafenrundfahrt

      ein Tipp aus dem Forum, für den ich Jobo sehr dankbar bin.
      Schon etwa 20 Minuten vor Abfahrt saßen wir im Bus und ich freute mich gerade über die sauberen fotofreundlichen Fenster als plötzlich wie aus dem Nichts ein Wolkenbruch niederging, der genau mit Abfahrt des Busses aufhörte. Im Nu waren die Scheiben wieder trocken und rückstandslos sauber.
      Nun ging es los, zuerst in Richtung Speicherstadt, was zwischen den Aufbauten nicht so einfach war.
      Unser Guide hat seine Sache sehr gut gemacht, Unmengen von Informationen, diese aber so angenehm und mit Wortwitz verpackt, dass es zu keiner Zeit übertrieben oder langweilig war.
      Durch die Speicherstadt, am Museumshafen Traditionshafen vorbei, fuhren wir in die HafenCity. Hier hat sich seit meinem letzten Besuch vor 7 Monaten eine ganze Menge verändert.
      Hauptaugenmerk hatte natürlich die "Queen Mary 2", die am Kreuzfahrtterminal thronte. Wenn man dieses Riesenschiff zum ersten mal sieht - schon beeindruckend.

      Weiter ging es am Hafenmuseum vorbei durch einige Hafenanlagen.
      Dann standen wir im Stau auf der Köhlbrandbrücke. Für unseren Guide die Gelegenheit, uns in die Geheimnisse des Containerumschlages einzuführen. Da vor und neben uns Containerfahrzeuge fuhren bzw. standen, konnte er alles "am lebenden Beispiel" erklären. Wohl kaum einer im Bus hatte vorher auf die Beschriftungen und Unterschiede geachtet, nach dieser Tour werden wir es wohl automatisch noch eine Zeit lang tun. Die Art und Weise, wie uns alles erklärt wurde, hat riesigen Spaß gemacht. Der Mann muss im früheren Leben ein Container gewesen sein, so anschaulich, wie er alles darstellte.

      Am meisten fasziniert hat mich die Nummerierung der Container und die daraus errechnete Prüfziffer. Noch am nächsten Tag habe ich mir den Kopf über das Entstehen dieser Kontrollziffer zerbrochen, das Prinzip der Rechnung ist wie bei Eisenbahnwagen und das mußte ich einst lernen. Nur ist meine erlernte Formel hier nicht aufgegangen, bis ich durch Freund GOOGLE erfahren habe, dass auch die Buchstaben numerisch verschlüsselt werden.

      Na gut, irgendwann ging es doch mal weiter und wir fuhren zum ersten großen Terminal am Burchardkai.

      Von weitem hatten wir schon die riesige "Zim Tianjin" - 349 m lang, 46 m breit gesehen.

      Geführt von einem Begleitfahrzeug fuhren wir - gefühlt - kreuz und quer durch das Terminal, an Schiffen und LKW's, unzähligen Containern aller Logistiker und aller Größen vorbei. Dabei wurden wir ständig begleitet oder gekreuzt von diesen alienhaft aussehenden Van-Carriers. Deren Fahrer und die Leute oben auf den Ladebrücken hatten unsere ungeteilte Bewunderung.


      Weiter ging es dann zum Seemannsheim "Duckdalben", wo wir durch den Stau nur eine kurze Pause hatten.

      Über die Bedeutung und die Arbeit dieser Einrichtung haben wir viel erfahren. Es macht schon ein bischen nachdenklich, wenn man sich vorstellt, dass dieses Heim oft die einzige Verbindungsmöglichkeit nach Monaten in die Heimat ist. Über Telefonzellen für ICQ und SKYPE hätte ich anderswo milde gelächelt - hier nicht.
      Da gibt es die Geschichte des Seemanns im Krankenhaus, den keiner versteht und der immer nur "Duckdalben" sagt. Keiner kann etwas damit anfangen, bis es jemand hörte, der das Heim kannte. So konnte dem Mann endlich geholfen werden, seine Familie verständigt usw.
      Da hier nicht nur Seeleute, sondern auch Freunde der Seefahrt willkommen sind, werden wir sicher irgendwann wieder dort erscheinen.

      Vorbei am Containerbahnhof

      fuhren wir nun zum Höhepunkt der Rundfahrt, dem Containerterminal Altenwerder, fast voll automatisiert und computergesteuert. Schon im Vorfeld sind wir auf das Fotografierverbot und die eventuellen Folgen aufmerksam gemacht worden, so dass wir uns lieber an die Regeln gehalten haben.
      Unser Bus fuhr direkt am Kai entlang neben den Containerbrücken, die mit zwei Laufkatzen gleichzeitig be- und entladen haben.
      Noch interessanter waren aber diese fahrbaren Gestelle (AGV genannt) die die Container automatisch gesteuert zu ihren Bestimmungsorten brachten.
      Für alle, die es interessiert, gibt es Hierein Video
      Das Witzige: das Gelände darf von Niemandem betreten werden, alles läuft computergesteuert ab, aber diese AGV blinken beim Abbiegen, die Bremslichter und Rückfahrscheinwerfer leuchten auf - im Dunkeln sicher die gesamte Fahrzeugbeleuchtung. Keiner sieht es, keinen interessiert es, aber vielleicht steht irgendwo ein Schild "Hier gilt die StVO"
      Am Kai stand einer der Container-Riesen, die "Sofia Express" (Hapag Lloyd 2010) 335 m lang, 42 m breit. Irgendwie hat sie gar kein Ende genommen.
      Uns wurde glaubhaft versichert, dass die "Sofia Express" eigentlich schon abgelegt hätte, nur wegen uns, damit wir was zu sehen bekommen, liegt sie noch da - alles im Preis inbegriffen....
      Natüüüüürlich! und die Be- und Entladung vollautomatisch für uns inszeniert - alles im Preis

      Leider hat auch die interessanteste Führung mal ein Ende und wir mußten das Terminal wieder verlassen.
      Über die inzwischen leere Köhlbrandbrücke

      fuhren wir zurück Richtung Speicherstadt, wobei die gerade ausfahrende "Queen Mary 2" noch einmal unsere volle Aufmerksamkeit hatte.

      Dann entdeckte ich noch das

      Kunst "Elisabeth und ihr Goldenes Kalb in der Elbe" deren Sinn und Hintergrund sich mir nicht so richtig erschlossen hat.

      Nach einem nochmaligen Blick auf die schönen Segler und die Speicherstadt

      endete die Fahrt am Baumwall, an den Landungsbrücken war schon alles gesperrt.
      Auf dem Heimweg wurden wir dann von einem wunderschönen Sonnenuntergang begleitet, leider saßen wir da schon in der S-Bahn.


      Ein sehr schöner Nachmittag und eine Tour, die auch ich wärmstens empfehlen kann.
      LG Marion :girl_witch:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Muddi“ ()

    • 6. Mai 2011 - Auf zum Hafengeburtstag

      Birgit, unsere liebe Gastgeberin machte an den nächsten beiden Tagen aus Anlass des Hafengeburtstages das, was angeblich alle Hamburger machen - nicht hingehen.
      Am Freitag war sie den ganzen Tag unterwegs auf einem Betriebsausflug mit Fahrrädern durchs "Alte Land"

      Wir stiegen ca. 10.30 Uhr aus der S-Bahn und stellten fest, dass noch fast nichts los war auf der Hafenmeile. Hier und da wurde sogar noch gebaut und dekoriert.

      Aber das sollte sich ganz schnell ändern. Schon jetzt sah das für uns nach einem riesigen Rummel und nicht nach Hafen aus - dafür waren wir definitiv nicht hier.
      Also erstmal Inventur. Ein prüfender Blick über den Hafen - Bestandsaufnahme sozusagen.
      Der "Kussmund" im Dock 10 war noch da und vom Terminal Altona glitzerte ein dicker verglaster Hintern. Beim näheren Hinsehen fanden wir auch noch ein Schiffchen in der HafenCity. Großes Familientreffen der Marke AIDA also.

      So interessant diese Schiffe für manche sein mögen, unser Weg führte uns zum Norwegen-Festival an der Kehrwiederspitze. das war schon eher unser Revier. Nach einem Rundgang zog es uns natürlich erstmal zum Hurtigruten-Stand und zu Visit Norway.
      Während sich mein Mann für die STRESSLESS - Möbel interessierte - er und seine Kollegen transportieren die hochwertigen und teuren Leder aus Italien nach Ikornes - machte ich es mir bei TINE gemütlich. Ich liebe diesen norwegischen Käse, besonders Gudbrandsdalost, und ließ mich gern zum Verkosten überreden. Im Zelt der Oslo-Region gab es noch Rentierfleisch, hier ließ es sich also aushalten.
      Nun hatten wir aber noch einen Termin, denn

      Ronald schrieb:

      Und denk' dran, Kronprinz Haakon verdrückt morgen Mittag gegen 12.00 am Sandtorhöft seine Grillpølse med lefze.

      Wer nicht kam, war derr Prinz und so mußte eben mein ganz persönlicher Prinz eine Grillpølse holen.

      Währenddessen wurden wir mit norwegischen Tänzen unterhalten, vorgeführt von einer Gruppe Norwegen-Freunde aus Hannover.

      Nach einem nochmaligen Rundgang liefen wir durch das Wikingerdorf und hinunter zum Anleger Sandtorkai um von dort die immer zahlreicher ankommenden Segler und Barken und Schoner und wie sie alle heißen zu beobachten.

      Ganz nebenbei warfen wir auch mal einen Blick auf Jobos "Wasserbett".

      So langsam mußten wir uns nun Gedanken machen, von wo aus wir die Einlaufparade sehen wollten. Noch war es nicht so voll, noch hatten wir fast freie Platzwahl. Mit einem kühlen, frisch gezapftem Guinness wurde dann der Plan begossen.
      Um den Prinzen vielleicht doch noch zu Gesicht zu bekommen, sollten wir uns in Nähe der "Rickmer Rickmers" aufhalten. Hierhin würde er nach dem Gottesdienst im Michel kommen.
      Als wir so gemütlich entlang bummelten, sahen wir Leute auf diesen Pollern, an denen die Hafenfähren festgemacht werden, sitzen. Das war die Idee. Wir sicherten uns für den Rest des Nachmittags zwei solcher Poller und hatten sozusagen einen Logenplatz, auf Dauer etwas unbequem, aber auszuhalten. Da die ganze Zeit keine Hafenfähren anlegten, hatten wir auch immer freie Sicht. Allerdings hatten die Strahlen der auf das Wasser reflektierenden Sonne auch ungehinderten Zugang zu unserer Haut.

      Der Rest ist schnell erzählt. Auf dem Weg vom Gottesdienst lief der Kronprinz mit seinem Troß entlang der Massen und zu den Landungsbrücken. Keiner hinderte uns, nur zwei Schritte entfernt zu stehen und zu fotografieren. Er lächelte und winkte in die Kameras. Nur die Security-Leute sahen nicht ganz so entspannt aus.

      Die Eröffnungszeremonie auf der "Rickmer Rickmers" und der obligatorische Schiffsglockenschlag gingen akustisch in den Menschenmassen unter, zumal gleichzeitig die Einlaufparade losging.
      Diese war einfach nur schön. Da Jobo in seinem Bericht sehr schön und detailliert die Reihenfolge der Schiffe beschrieben hat :thank_you: :ok: , lasse ich hier nur meine Lieblingsbilder sprechen.


      Fazit des Tages: Viele sehr schöne und unvergessliche Eindrücke, ein Sonnenbrand, der sich gewaschen hat, aber Geburtstagsflair, wie wir es uns gewünscht hatten.
      Bleibt nur noch zu erwähnen, dass Birgit genauso fertig und verbrannt wie wir zu hause ankam, mit dem Unterschied, dass sie sich auch noch richtig bewegt hat.
      LG Marion :girl_witch:
    • Hallo Marion,

      Muddi schrieb:

      machte ich es mir bei TINE gemütlich. Ich liebe diesen norwegischen Käse, besonders Gudbrandsdalost, und ließ mich gern zum Verkosten überreden.


      auch ich mag diesen Käse. Habe mir von der Reise mit der Nordnorge eine gute Ration mit nach Hause gebracht. Zum Glück mag hier bei mir zu Hause diesen Käse niemand außer meiner Wenigkeit. Trotzdem geht der Vorrat langsam zur Neige. Mich würde daher brennend interessieren ob man diesen Gudbrandsdal Käse auch hier in Deutschland irgendwo bekommt.

      Klasse Bericht hast du abgeliefert. In Gedanken war ich überall dabei. Die tollen Bilder runden das ganze ab.
      Gruß

      Jürgen

    • Muddi schrieb:

      Norwegen-Freunde aus Hannover.

      Wenn ich auf dem Foto sehe - und das habe ich ja auch in Hamburg mitbekommen - dass sich Deutsche mit den traditionellen bunader schmücken ... Na ich weiß nicht.
      Ich würde ja auch nicht, wenn ich Bayern-Fan wäre, in Krachledernen rumlaufen, oder? (Abgesehen davon, dass ich mit sowas wie ein Kasper aussehen würde mit meinen Spargeltarzan-Beinen)
      Da wird dann - aus meiner Sicht - der Tradition etwas von der Wertigkeit genommen.
      Gruß
      Ronald
    • Ronald schrieb:

      Da wird dann - aus meiner Sicht - der Tradition etwas von der Wertigkeit genommen.

      habe ich mich auch grad gefragt - du verbietest somit eigentlich dass "fremde" Leute gewisse Tänze ausführen.

      So - und jetzt storniere ich meinen Square Dance Clubabend, weil ja nicht nichts anzuziehen habe :wacko:
      Jan 2009 FM ~ Jan 2010 NL ~ Jan 2011 FRAM (Antarctica) ~ Apr 2011 NN ~ Mrz 2012 LO ~
      Jan 2013 LO (Alta) ~ Feb 2014 KH ~ Jan 2016 LO ~ Feb 2018 LO

      Reiseberichte siehe Profil!

    • Da siehst du mal wohin das führt, Ronald, wenn wir Männer uns zu Tänzen und Klamotten äußern. :whistle3:
      Deshalb schweige ich lieber zu sowas. :censored_1: :pflaster:
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten im Profil)

    • Ronald schrieb:

      dreht das Wort im Munde rum?

      Ronald schrieb:

      wenn ich Bayern-Fan wäre, in Krachledernen rumlaufen, oder

      Hei Ronald,
      grundsätzlich sind wir uns ja wohl einig, dass die Bunader sich in keiner Weise von Trachten im Sinne von traditioneller Kleidung in anderen Ländern unterscheiden. Es gab sie, auch bei uns in Deutschland und anderswo, in einfacher Ausführung oder, wie heute noch überall sichtbar, in der Festtagsversion. Dabei unterscheiden sie sich, genau wie bei uns, im Aussehen nach der Herkunft aus den verschiedenen Landesteilen.
      Der einzige Unterschied in der "Wertigkeit" ( wenn es denn eine gibt ) besteht darin, dass diese tradionelle Kleidung in der Bevölkerung eine andere, bis heute viel größere Akzeptanz findet als bei uns, und das über alle Altersgruppen. Zugrunde liegt dieser Einstellung natürlich die Geschichte und die Art, wie man sie an die folgende Generation weiter vermittelt. Diese sehr ausgeprägte Art der Pflege von Traditionen vor dem Hintergrund von Hightec und Moderne hat mich nebenbei schon immer fasziniert.
      Was die Bunader betrifft, sollten wir allerdings nicht norwegischer sein als die Norweger selbst. Im vorliegenden Fall ist es doch ganz normal, dass eine Volkstanzgruppe passend zur Musik auch die entsprechende Kleidung trägt - was auch sonst. So eine Tanzvorführung ist doch nichts anderes als eine Theateraufführung, bei der auch die passenden Kostüme zum Thema getragen werden.
      Außerdem bin ich sicher, dass kein Norweger beleidigt wäre, wenn ich z.B. als zugewanderte Ausländerin an einem hohen Feiertag mich den Sitten anpassen und eine Tracht tragen würde. Es wäre ein Zeichen von Solidarität und Respekt, und würde sicher auch als solches verstanden werden.
      Gruß
      Renate
    • oh, ich muss lachen...
      zb.gibt auch Norweger die mit Lederhosen aufs Oktoberfest fahren und Stolz wie Oskar sind.
      (egal ob Spargeltarzan oder Presswurst)

      Hamburgerin schrieb:

      Außerdem bin ich sicher, dass kein Norweger beleidigt wäre, wenn ich z.B. als zugewanderte Ausländerin an einem hohen Feiertag mich den Sitten anpassen und eine Tracht tragen würde. Es wäre ein Zeichen von Solidarität und Respekt, und würde sicher auch als solches verstanden werden.
      Gruß

      Ja, da kannst Du Dir ganz sicher sein!!!


      Lieben Gruss
      Eva
      Hilsen Eva :flower:
    • 7.Mai 2011 Ein Tag voller Ereignisse

      Auch heute machte sich Birgit zeitig aus dem Staube. Sie hatte einen Workshop-Tag mit einem Gospelchor, in dem sie singt. Da war es sicher auch nicht unbedingt ein Vergnügen, bei der Hitze den ganzen Tag in langen dunklen Klamotten in einer Halle zu verbringen.

      Wir hatten heute eine Reihe von Terminen. Zuerst hieß es, die Ankunft der "Fram" in der HafenCity zu erleben.
      Ein Blick ins Internet sagte uns noch rechtzeitig, dass wir uns nicht so sehr beeilen müssen. Trotzdem machten wir uns schon mal auf den Weg, mit allen verfügbaren öffentlichen Verkehrsmitteln in die HafenCity zu kommen :search_1: So toll ist die Verkehrsanbindung des neuen Stadtteils noch nicht entwickelt, warum auch, es sollen ja wohl erst 1500 Leute dort wohnen. (Ich hab mal in einem Ort gewohnt, der genau diese Einwohnerzahl hatte - wir hatten einen Bahnhof und drei Bushaltestellen :whistle3: )
      Bei Ankunft am Kreuzfahrtterminal sahen wir, dass gerade - etwas verspätet - die "Amadea" angelegt hatte. Dieses Schiff ist uns schon mehrmals im Norwegenurlaub begegnet - in Geiranger , Flåm und Åndalsnes, deshalb hielt sich unsere Begeisterung in Grenzen.
      Wir waren ja auch nicht wegen ihr hier. Unser Zielobjekt ließ weiterhin auf sich warten.
      Also habe ich mir den besten Aussichtspunkt gesucht, das große Riesenrad. Auch von oben noch keine Spur von der "Fram", aber tolle Aussichten auf die Baustelle HafenCity, die Elbbrücken mit Amadea, die Kirchtürme, schöne Schiffe und zur Hafenanlage und Köhlbrandbrücke.

      Wieder unten, schlendeten wir immernoch wartend herum, da eine Überraschung: Es waren 1,5 Millionen Leute auf dem Hafengeburtstag und uns läuft ein Arbeitskollege über den Weg, von dem ich zwar wusste, dass er hier ist, aber nie damit gerechnet hätte, ihm zu begegnen. Er, Schiffsjunkie, Hurtigrutenfahrer und stiller Forumsleser, versorgte uns gleich mit den neusten Standortinfos der Fram. Seine Prognose ging genau auf und zusammen begrüßten wir das lang erwartete Schiff dann von der Terrasse des UNILEVER-Hauses aus.

      Einige Zeit später trennten wir uns wieder, wir liefen gemütlich zurück, ein letzter Blick in Richtung Marco-Polo-Tower und zum Traditionsschiffhafen, dann begegnete uns noch die Airbus-Logistik.


      So, nun auf zum nächsten Termin.
      Die Anfrage, ob ich Lust auf ein kleines Treffen mit Hamburgerin, Ronald und Rock Lobster hätte, hab ich natürlich gern bejaht. Ich hatte schon große Lust, die Gesichter hinter den vielen Beiträgen live zu sehen. Den Treffpunkt beim Schanzenbäcker hatten wir schon im Vorfeld ausgekundschaftet, war auch nicht schwer zu finden. Schwerer war es dann schon, die Leute zu finden, mit denen wir uns treffen wollten. Von Ronald hatte ich noch nie ein Foto gesehen, von Renate nur seitlich oder von hinten und Karsten hätte ich im Leben nicht nach seinem Avatar erkannt. Die anderen hatte ich ja gar nicht auf dem Plan, da ich nicht wusste, wer noch alles da sein wird. Wir waren ca. 20 min vorher am Treffpunkt, alle Tische draußen in der prallen Sonne und besetzt. So setzten wir uns hinter die große Scheibe neben der Eingangstür, da hatten wir Blick über den gesamten Platz und konnten in Ruhe die Leute beobachten und rätseln, wer denn nun wie Hurtigforum aussieht. Es zeugt von nicht besonders guter Menschenkenntnis oder Beobachtungsgabe, dass ein oder mehrere Teilnehmer unerkannt direkt an uns vorbei gegangen sein müssen, denn alle hatte Kaffee vor sich stehen. Nun hatte ich ja im Vorfeld in einem Anflug spontaner Intelligenz zumindest eine Telefonnummer ausgetauscht. Also ging ich nach draußen, musterte die Leute und hatte plötzlich einen Verdacht. Als diese Verdachtsperson auch noch zum klingelnden Handy griff, wusste ich, hier sind wir richtig. Den Forumsaufkleber auf dem Tisch hatte ich ja gar nicht gesehen. Wir kamen dann später auch zu der Erkenntnis, dass Ronald seinen Wimpel hätte aufstellen können....
      Große Überraschung, dass auch Jobo, Garry und arctic getaway zum Treffen gekommen waren. Als dann noch Rock Lobster und Gerti ankamen, waren wir vollzählig und gingen zusammen zum Norwegenfestival. Ein kühles Bier in einer schattigen Ecke war noch möglich, aber ansonsten war es so voll, dass wir eigentlich nur durchgeschoben wurden. Am Rand konnte ich noch ein paar schöne Eindrücke erfassen
      aber sonst blieb fast alles hinter den Menschenmassen verborgen.
      In einem Cafe an der Kehrwiederspitze ließen wir uns dann auf ein Bier :beer: oder Kaffee und Kuchen nieder und hatten so auch ein bischen Ruhe für ein paar Gespräche.

      Leider hatten wir alle nicht so viel Zeit, Renate und Jobo verabschiedeten sich zu ihrem Schoner, Rock Lobster und Frau zur Familie. Wir liefen mit den anderen zurück zu den Norwegern, wo wir uns dann auch verabschiedeten, da es ja noch einen Termin gab. Nur Garry - du bist uns beim "Tschüss" irgendwie durch die Lappen gegangen, ich denke aber, du hast es mit sächsischer Gelassenheit ertragen
      Ja, und zum dritten Termin des Tages wartete dieses "Schiffchen" auf uns


      aber darüber erzähle ich später
      LG Marion :girl_witch:

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