MS Richard With 12.-23.03.2011

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      Rundreise Bergen-Kirkenes-Bergen mit der MS Richard With vom 12.03.-23.03.2011

      Liebes Forum,

      da im Moment eine Vielzahl von Fahrern unterwegs ist oder war und zum Teil auch ausführliche Berichte geschrieben hat, möchte ich, auch weil ich keine allzu ausführlichen Notizen gemacht habe und mir Fotos auch noch nicht zur Verfügung stehen, einen kompakten Bericht unserer Reise geben:

      Wir - meine Schwester und ich - sind am 12.03.2011 gestartet, die Anreise gestaltete sich trotz kurzer Umsteigezeit unproblematisch und wir sind in Bergen bei bedecktem aber trockenen Wetter auf die Richard With gestiegen, die zuvor pünktlich und mit vollendeter Wende an ihren Kai angelandet war. Ein schöner Einstieg in die Reise. Beim Einchecken erhielten wir unsere Essenszeit zugewiesen: 1. Sitzung, wir hatten Glück.

      Am Abend verließen wir den Hafen planmäßig und ließen es uns nicht nehmen, die Ausfahrt an Deck zu beobachten. Kapitän war Tommy Eliassen, der am 4. Tag von Harald Otervik abgelöst wurde, der Reiseleiter war Hans K Ringsby und sein Trainee war Iselin Olsson.

      Die erste Nacht war für mich nicht einfach, da die Klimaanlage in unserer Kabine (654) ziemlich laut war und irgendein Teil in der Kabinenverkleidung ständig vibrierte und quietschte. Dazu kamen bei Wendemanövern in den Häfen derart starke Vibrationen, dass man das Gefühl hatte, sich auf einer Rüttelplatte zu befinden. Gegen letzteres gab es kein Gegenmittel, gegen ersteres halfen Ohrenstöpsel.

      Am nächsten Morgen (13.03.2011) gegen 7.00 Uhr stehe ich an Deck - das Treffen mit der Nordstjernen gegen 6.15 Uhr hatte ich verpasst - und beobachte bei bedecktem aber trockenen Wetter An- und Ablegen in Maløy, wo wir nur ganz kurz halten. Weiter ging es über Stadthavet, wo es zwar kaum windet aber schon etwas schwankt, was nach einem reichlichen Frühstück den ersten Anflug von Seekrankheit bewirkte. Die Flucht auf Deck 5 und eine bewusste Atemtechnik halfen, einen akuten Anfall zu verhindern. Wir erreichten pünktlich Alesund und besichtigten auf eigene Faust die Stadt. Die Richard With legte pünktlich um 15.00 Uhr ab und lag dann regungslos vor dem Hafen: es gab eine Übung mit dem Speedboot, an dessen Benutzung offensichtliche Neulinge herangeführt wurden, jedenfalls wurde das Manöver des Runterlassens, Ableinens und wieder Anleinens mit jedem mehrfach geprobt. Nach ca. 40 Minuten ging es dann weiter Richtung Molde , wo wir Aufenthalt von 1 Stunde hatten. Nach dem Essen war kurz vor 20.00 Uhr das Treffen mit der Trollfjord.

      Am 14.03.2011 wachte ich während des Anlegens in Trondheim auf, es war bestes Wetter. Erst wurde gefrühstückt, dann die am gleichen Kai liegenden Nordlys besichtigt und dann Trondheim auf eigene Faust erkundet. Den Nidaros-Dom von innen lassen wir aus, weil wir südgehend noch eine Stadtbesichtigung mit Besichtigung des Nidaros-Dom gebucht haben. Um 12.00 Uhr legten wir ab und passierten das Leuchtfeuer Kjeungskjær. Danach ging es durch den Stokksund , eine wirklich tolle Durchfahrt. Wir haben uns bei dem Blick zurück gewünscht, quasi von Außen das Schiff aus den Bergen herauswachsen zu sehen, aber man kann nicht alles haben. Beim Essen fahren wir am Buholmsråsa Fyr vorbei. In Rørvik , wo wir verspätet ankommen, liegt die Lofoten. Eine Heerschar ergießt sich, sobald es geht, aus unserem Schiff Richtung Lofoten, ich genieße das Schiff allerdings nur von Außen, für eine Innenbesichtigung reicht die Zeit für mich nicht. Weil sich unsere Abfahrt verzögert, verlässt die Lofoten gegen 21.30 Uhr vor uns Rørvik und entschwindet in die Nacht.

      Am Morgen des 15.03.2011 gab es eine wunderbare Morgenstimmung und dann stellte sich heraus, dass wir um 6.30 Uhr erst Nesna anliefen, wir hatten also eine Stunde Verspätung. Damit war die Prognose von Reiseleiter Hans, wir würden den Polarkreis zwischen 7.00 Uhr und 8.00 Uhr passieren, obsolet: wir passierten ihn gegen 8.13 Uhr, hinter Ørnes dann gegen 8.48 Uhr die Midnatsol. Um 11.00 Uhr war Polartaufe, die der Kapitän mit offensichtlichem Vergnügen höchstpersönlich vornahm. Über Bodø geht es dann zur den Lofoten. Auf der Überfahrt gibt es schöne Abendstimmungen und die Lofotenwand erschien wie eine geisterhafte Silhouette am Horizont knapp unter den vermehrt aufgezogenen Wolken. Erst zum Abendessen gehen wir wieder rein. Gegen 20.52 Uhr passieren wir die Vesterålen. Kurz vor Mitternacht geht es durch den Raftsund und - obwohl angekündigt war, wir würden nur in den Eingang des Trollfjords hineinsehen - auch in den Trollfjord . Auf unsere Position unterhalb der Brücke auf Deck 5 ein Traumerlebnis, wie das Schiff nahezu lautlos in den Fjord gleitet, die Wände von Scheinwerfern beleuchtet, am Ende sich elegant um sich selbst dreht und genauso lautlos wieder den Trollfjord verlässt. Wauw!! Fotos habe ich keine gemacht und mich voll auf das Erlebnis konzentriert.

      Am nächsten Tag - 16.03.2011 - haben wir wieder das An- und Ablegen des Schiffes, diesmal in Finnsnes , beobachtet. An- und Ablegemanöver haben wir während der gesamten Reise gerne beobachtet, da das Anlegen immer wieder anders ablief und für uns Landratten mit fast unglaublicher Sicherheit auf den Punkt gebracht wurde. Auch das Hafengeschehen mit dem hin und her eilenden Gabelstapler hatte immer aufs Neue seine Faszination. Im Hafen von Finnsnes war das Meer an der Oberfläche gefroren, beim Auslaufen betätigten wir uns quasi als Eisbrecher. In Tromsø zogen wir wieder los, um uns die Stadt anzusehen. Abends nach dem Ablegen gab es Stockfisch als Snack zu kosten, was ich erstaunlicherweise gut genießbar fand.

      Am 17.03.2011 herrschte Sturm mit bis zu 10 Beaufort (so wurde uns mitgeteilt), der Wind blies heftig, das Meer war (noch) recht ruhig. Unser Schiff hatte aber über Nacht eine erhebliche Verspätung eingefahren. In Havøysund traffen wir auf die Polarlys, die wegen unserer Verspätung vor uns einlief; so konnten wir ihr Anlegemanöver genießen und sie beim Auslaufen ganz nahe an uns vorbeiziehen sehen. Dann legten wir selber an. Nach dem Ablegen gings zur Brückenbesichtigung während der Annäherung auf Magerøya , von wo der Wind den Schnee wie Wolken aufs Meer blies. Nach dem Einlaufen in Honningsvåg wurde dann zunächst der Ausflug zum Nordkap abgesagt, weil die Straße wegen des Windes nicht befahrbar war. Nach und nach fielen aus diesem Grund auch alle anderen Ausflüge aus. Wir besuchten das Museum, von einer Erkundung des Ortes haben wir wegen der vereisten Straßen und des Windes abgesehen. Wegen der abgesagten Ausflüge - sie musste ja auf keine Ausflügler warten - konnte die Richard With dann trotz ihrer verspäteten Ankunft pünktlich aus Honningsvåg auslaufen. Nachmittags wurden uns lebende Königskrabben vorgeführt und nach dem Abendessen haben wir dann - wenn auch nur vielleicht eine Viertelstunde und auch nur in weißer Farbe - Nordlicht gesehen.

      In der Nacht wurden Mehamn , Berlevåg ausgelassen und Båtsfjord , Vardø und Vadsø angelaufen. In Kirkenes (18.03.2011) starteten wir zur Huskyschlittenfahrt, weshalb wir von der Stadt Kirkenes nichts mitbekommen haben.

      Ab da waren wir leider schon die „südgehende Hurtigruten MS Richard With“ und liefen wieder Vardø an, wo wir im Laufschritt zur Festung eilten, einen kurzen Blick in einige Häuser werfen konnten und schon wieder zurücklaufen mussten, weil die Liegezeit so kurz war. Das Eisbaden war für uns keine Alternative! Abends sahen wir dann noch einmal für wenige Minuten ganz schwach weißes Nordlicht. Mehr sollte es leider auf unserer Reise auch nicht werden.

      Am Morgen des 19.03.2011 in Honningsvåg , wo der Kapitän beim Anlegen auch den Anker einsetzte, verzögerte sich das Ablegen, die Passagierbrücke war zwar schon oben, die Laderampe allerdings noch nicht. Der Grund der Verzögerung war für mich zunächst nicht nachvollziehbar bis ich eine Gruppe von sieben Personen gemütlich über die Autorampe das Schiff verlassen sehe! Da hatte wohl jemand das Einlaufen im Hafen verschlafen!? Wir liefen mit kräftiger Verspätung in Havøysund ein (mehr als eine Stunde nach Plan) und zwangen dadurch die Trollfjord zum Warten vor dem Hafen. Auch hier wird beim Anlegen der Anker zur Hilfe genommen und das Anlegen dauert mindestens 10 Minuten. Während der Liegezeit ertönt eine Durchsage für einen Passagier, dann legt das Schiff wieder ab. Kaum waren wir aus dem Hafen raus und die Trollfjord an uns vorbei gerauscht, ertönte eine Durchsage unseres Reiseleiters: Ein Passagier hat die Liegezeit in Havøysund verschlafen und wird jetzt mit dem Speedboot in den Hafen gebracht. So geschah es auch und alle an Deck konnten in dem Speedboot einen etwas unglücklich dreinschauenden Menschen in Trainingsanzug sehen, der auf der sehr hurtigen Fahrt in den Hafen von Havøysund sicher erheblich gefroren hat und danach unweigerlich hellwach gewesen sein dürfte. Durch dieses Manöver hatte sich unsere Verspätung noch vergrößert, wir kommen um 12.40 Uhr in Hammerfest an (geplant war 11.15 Uhr). Nach einer kurzen Erkundung des Ortes - einschließlich der aufgerissenen Hauptstraße - eilen wir wieder ins Schiff zurück, das allerdings dann doch erst um 14.35 Uhr ablegt. Gegen 17.30 Uhr sind wir in Øksfjord . Abends ist der Mond riesengroß zu sehen, er soll sich in seiner der Erde nähesten Position befunden haben. Nach Skjervøy treffen wir die Nordlys.

      Am 20.03.2011 waren wir gegen 2.15 Uhr (und damit weiterhin verspätet) in Tromsø . Mit nur noch halbstündiger Verspätung legen wir um 8.30 Uhr in Harstad an, kurz vorher haben wir die auslaufende Lofoten passiert. Die Durchfahrt der Risøyrenna ist stürmisch und auch beim anschließenden Anlegen in Risøyhamn und Sortland nutzt der Kapitän den Anker, um sicher anzulegen. Nachmittags sind wir in Stokmarknes , wo wir im Nieselregen und im Schweinsgalopp zum Museum hasten, kurz einige Exponate im Vorbeilaufen ansehen, eilig die MS Finnmarken entern, durch einige Gänge laufen, beim ersten Hornstoß der Richard With den Ausgang suchen und eilends zum Schiff zurücklaufen. Das war mit Abstand der eiligste Museumsbesuch meines Lebens und ließ mich doch ziemlich unbefriedigt zurück, weil man für das Museum ein Vielfaches der Zeit bräuchte, die einem tatsächlich zur Verfügung steht. Um 17.00 Uhr fahren wir wieder in den Raftsund ein, den wir jedoch durchfahren, ohne vom Trollfjord noch einmal Notiz zu nehmen. Nach dem Verlassen des Raftsund ist der Seegang ziemlich stark bis wir um 20.00 Uhr in Svolvær einlaufen. Im weiteren Verlauf war der Seegang erträglich.

      Am Morgen des 21.03.2011 bei Ørnes war die See ruhig und das Wetter schön, Nebel lag über dem Wasser. Leider hielt das gute Wetter nicht an und zog es sich immer mehr zu. Während des Frühstückens passieren wir die Vesterålen. Gegen 9.20 Uhr überquerten wir den Polarkreis erneut und es gab einen Erinnerungslöffel, sofern man den hierauf servierten Lebertran aß. Ich hatte dies bisher noch nie getan und stellte fest: es schmeckt fischig, aber es gibt wirklich Ekligeres: der Löffel ist mein! Gegen 14.00 Uhr passierten wir die sieben Schwestern, die sich uns aber nicht zeigen wollten, sie versteckten sich in den Wolken. Der Torghatten - hinter Brønnøysund - war im Dunst zwar zu sehen, das Loch habe ich aber bemerkt. Im Hafen von Rørvik lag dann die Nordkapp, der wir einen Besuch abstatteten. Ihr Interieur machte einen etwas gediegeneren Eindruck als das der Richard With, aber sie ist ja auch etwas jünger. Danach wurde es ungemütlich. Auf der/dem (?) Folda war der Seegang schon beängstigend für jemanden, der so etwas noch nie erlebt hat. Das ganze Schiff ächzte und stöhnte, es vibrierte und knarzte an allen Ecken und Kanten. Wenn man aus dem Fenster sah, sah man überall Schaumkronen und hohe Wellenberge. Die Mannschaft beleuchtete die Wogen immer wieder mit den Scheinwerfern, vermutlich um die Wellen besser einschätzen zu können. Ich gestehe ab und zu darüber nachgedacht zu haben, wie ein Schiff das verkraftet. Am nächsten Morgen hat man mir aber versichert, das sei für den Winter nichts Besonderes auch wenn es Windstärke 10 und Wellen von bis zu 10-12 m gewesen waren. Irgendwie beruhigend! Uns fiel allerdings auf, dass sich in unserer Kabine das Knarzen an andere Orte verlagert hatte!

      Am Morgen des 22.03.2011 liefen wir wieder in Trondheim ein. Da ich mich mit Freunden, die ab dem 20.03. auf der Nordnorge unterwegs sind, am Kai für 7.30 Uhr verabredet hatte - wir hatten ja ab 7.55 Uhr die Besichtigungstour - mussten wir, trotz der teilweise durchwachten Nacht früh aufstehen. Aber wann trifft man schon einmal Freunde im Hafen von Trondheim ! Diese berichteten von einer ebenfalls äußerst unruhigen Nacht, missglückten Anlegeversuchen in Alesund und dem Auslassen des Hafens in Molde . Während des Frühstücks passierten wir die Vesterålen. Bei bedecktem Himmel und Regen ging die Fahrt weiter nach Kristiansund , wo wir nur kurz lagen, und dann in Richtung Hustadvika . Es ist wieder Sturm von 10 Beaufort angekündigt und es schaukelt wie verrückt, aber jetzt kennen wir das ja schon! Das Essen wird wegen des Seegangs verlegt, beide Sitzungen werden auf 20.00 Uhr gelegt (das geht, weil viele Passagiere das Schiff in Trondheim verlassen haben). Kurz vor 20.00 Uhr wurde der Essensbeginn noch einmal auf 20.15 Uhr verlegt, weil man damit rechnete, dann in einen Fjord eingebogen zu sein. So war es auch tatsächlich, der Seegang nahm stark ab, war aber immer noch ziemlich deutlich. Von einem diesem Seegang ließen wir uns aber den Appetit nicht verderben. Das Treffen mit der Polarlys auf der Hustadvika hatten wir aber doch lieber ausgelassen! Die weitere Fahrt war ohne besondere Vorkommnisse.

      Am 23.03.2011 ging es weiter mit bedecktem Himmel und Regen, man sah kaum etwas von den vorbeiziehenden Bergen . Ich bin mir jetzt sicher: das schlechteste Wetter, dass man auf einer Hurtigrutenreise antreffen kann, ist Regen. In der Nacht hatte es auf dem Stadthavet wieder extrem geschaukelt, ich musste bei den Bewegungen des Schiffes immer wieder an das Fahrgeschäft der Raupe denken. Allerdings dauerte die Fahrt da nur Minuten, nicht Stunden. Es war schon sehr schwierig, sich auf den Beinen zu halten und zum Beispiel unfallfrei das Bad aufzusuchen. Auch im weiteren Verlauf des Tages schaukelte es an einigen Streckenteilen noch. Irgendwie hat es der Kapitän aber doch geschafft, unsere Verspätung wieder reinzuholen und uns überpünktlich an den Kai in Bergen zu bugsieren. Es regnete. Wir haben im Anschluss an der Besichtigungstour durch die Stadt teilgenommen und uns ins Hotel bringen lassen. Am 24.03.2011 sind wir dann zurückgeflogen.

      Mein Fazit:

      Es war eine tolle Reise, wenn auch das Wetter manchmal zu wünschen ließ. Ich kämpfe noch heute etwas mit dem Eindruck, dass ich mich auf einem schwankenden Untergrund befinde, es wird allerdings langsam besser. Der Umstand, dass wir nur wenig und kein besonders beeindruckendes Nordlicht gesehen haben, war traurig, wurde allerdings zu weiten Teilen kompensiert durch das Durchfahren des Trollfjords.

      Und ich bin fest entschlossen, die Reise noch einmal im Sommer - jetzt mit Wiederholerrabatt - zu machen, um mehr von den angelaufenen Orten zu haben, denn es ist schon - so denke ich - ein Unterschied, ob man Svolvær im Dunklen und bei Kälte um 22.00 Uhr anläuft oder im Sommer um die gleiche Zeit! Außerdem fand ich das Essen von Anfang bis Ende sehr gut, das würde ich mir gerne noch einmal gönnen! Und außerdem war ich ja noch nicht am Nordkap!!

      Den unglaublichen Erholungswert der Fahrt habe ich bei der Rückfahrt vom Flughafen nach Hause festgestellt: ich habe mich in dem hektischen, drängelnden Berufsverkehr auf den Autobahnen kaum noch zurecht gefunden und dachte, alle um mich herum seien verrückt geworden!! Es muss an dem beruhigenden Schaukeln des Schiffes gelegen haben!


      Gruß Printe :thank_you:
      2011 RICHARD WITH - 2013 NORDNORGE
    • Hi,
      finde den kompakten Bericht Klasse. Warte natürlich auch auf Bilder.

      Da wir am 14.04. zu unserer ersten Hurtigfahrt auch mit der "Richard With" starten eine Frage:
      Wie ist der Gesamteindruck des Schiffes und gibt es Besonderheiten zu beachten?

      Gruß Bolli
    • Hallo bolli,
      vielen Dank!
      Zu Deiner Frage: Da ich ebenfalls das erste Mal auf der Hurtigrute gereist bin, bin ich vielleicht nicht wirklich kompetent für die Frage, ob Besonderheiten zu beachten sind, aber ich meine nicht. Wie fast auf allen Schiffen gab es etwas "Probleme" mit der Bestellung von Wasser zum Abendessen: siehe dazu hier [Sonstiges] Wasser beim Essen

      Der Zustand des Schiffes ist m.E. gut, wenn es auch im Außenbereich ein paar Fehlstellen bei der Außenfarbe gibt (z.B. unterhalb der Brückenausleger an den Seiten) und die Farbe bei näherer Betrachtung manchmal rissig wirkt. Das fällt normalerweise aber nicht auf und beeinträchtigt das Aussehen des Schiffes nicht und auch nicht seine Funktion. Der "kleine Richard", wie ich das Schiff immer scherzhaft genannt habe, hat uns jedenfalls ganz zuverlässig durch Sturm und schwere See geschaukelt und da keine Schwächen gezeigt.

      Im Inneren war m.E. alles in bester Ordnung. Vibrierende Einbauten sind vermutlich - aber da fehlt mir die Erfahrung, siehe oben - normal.
      Gruß Printe :thank_you:
      2011 RICHARD WITH - 2013 NORDNORGE
    • ...herrlich, der Bericht :!:

      Printe schrieb:

      das Treffen mit der Nordstjernen gegen 6.15 Uhr hatte ich verpasst -
      Das ist natürlich nicht herrlich, eher sehr schade ;(

      Printe schrieb:

      das Schiff aus den Bergen herauswachsen zu sehen
      Gut beschrieben, genau so kommt es mir auch immer vor. Auch würde ich gerne mal auf der Brücke stehen, wenn das Schiff kommt ^^

      Printe schrieb:

      Fotos habe ich keine gemacht und mich voll auf das Erlebnis konzentriert.
      Gut gemacht :good3:

      Printe schrieb:

      ohne vom Trollfjord noch einmal Notiz zu nehmen.
      Ein Riesen-Fauxpas :mosking:

      Printe schrieb:

      Das Treffen mit der Polarlys auf der Hustadvika hatten wir aber doch lieber ausgelassen!
      Wieso, wo seid Ihr denn hingefahren ?

      Superbericht, so herrlich trocken :D Ich hätte noch zig Stellen zitieren können, danke, das hat Spaß gemacht
      Gruß
      Renate
      Nur Harstad nordgehend.....habt Ihr vom Raftsund bis Finnsnes geschlafen? :mosking:
    • Danke Hamburgerin :blush:


      Hamburgerin schrieb:

      Wieso, wo seid Ihr denn hingefahren ?

      Wir waren schon da, wir haben aber davon abgesehen, das Treffen zu beobachten, da wir vorsichtshalber den Seegang auf der Koje (Steuerbord) liegend abgeritten haben. Wir hatten zuvor schon eine Informationsveranstaltung in der Bar am Bug auf Deck 4 besucht und nur unter erheblichen Abweichungen vom Idealkurs den Weg zu unserer Kabine gefunden. Ich wollte das Schicksal nicht herausfordern, nach draußen zu gehen schied eh aus. Das Mann-über-Bord-Manöver wollte ich lieber nicht inszenieren! :whistling:

      Hamburgerin schrieb:

      Nur Harstad nordgehend.....habt Ihr vom Raftsund bis Finnsnes geschlafen?

      Äh nein, :blush2: ich habe bereits nach dem Frühstück gegen 9.00 Uhr Fotos gemacht. Ich kann allerdings weder anhand derer eine Ortsbestimmung vornehmen noch habe ich eine konkrete Erinnerung an unser Tun vor Finnsnes , daher der "späte Beginn" des Tages.
      Gruß Printe :thank_you:
      2011 RICHARD WITH - 2013 NORDNORGE
    • Printe schrieb:

      Ich kann allerdings weder anhand derer eine Ortsbestimmung vornehmen noch habe ich eine konkrete Erinnerung an unser Tun vor Finnsnes , daher der "späte Beginn" des Tages.

      Ging mir genauso. Man ist ja schon so voller neuer Eindrücke, dass ich an dem Tag ganz froh war, erst nachmittags in die Stadt zu kommen und vorher einfach nur gucken zu dürfen. Später habe ich fürs Fotoalbum im Fahplan nachgeschaut, was ich da wohl fotografiert haben könnte. :D
      Durchs Forum blicke ich es inzwischen grob, aber um zu merken, welcher Ort in dieser Gegend welcher ist, muss ich noch einmal dort vorbei. :dance3:

      Finde Deinen Bericht auch super, :sdanke:
    • Danke Hanna,

      wie Du richtig bemerkt hast, sind es so viele Eindrücke und auch so viele Häfen, dass man - jedenfalls ich auf meiner ersten Reise - oftmals kein klares Bild von den Einzelheiten in Erinnerung behält.
      Leider bin ich auch erst an einem der letzten Tage auf die Idee gekommen, in den Häfen einfach das auf dem Terminal/Lagerhaus angebrachte Ortsschild zu fotografieren.

      Auch insoweit hast Du Recht: ich muss die Fahrt unbedingt noch einmal machen!:mosking:
      Gruß Printe :thank_you:
      2011 RICHARD WITH - 2013 NORDNORGE
    • Hallo,

      Printe schrieb:

      Ich wollte das Schicksal nicht herausfordern, nach draußen zu gehen schied eh aus. Das Mann-über-Bord-Manöver wollte ich lieber nicht inszenieren! :whistling:


      die Wahrscheinlichkeit bei schwerer See auch wiedergefunden zu werden ist dabei äußerst gering, zumal auch die recht niedrige Wassertemperatur eine entscheidende Rolle spielt. Wenn das dann auch noch unbeobachtet passiert und nicht gleich ein Rettungsring hinterhergeworfen wird, aussichtslos.
      Gruß

      Jürgen