Goldrausch und Grünglanz - eine Herbstreise mit der MS Havila Castor (17.9.- 02.10.22)

    • B-K-B
    • So ein wunderbarer Herbst - sowohl bei uns zu Hause als offenbar auch in Norwegen! Ich leiste gerade Überzeugungsarbeit, auch einmal genau in dieser Reisezeit mit der Küstenlinie unterwegs zu sein. Hoffentlich helfen mir all die sagenhaften Fotos :thumbsup: dabei,

      Viele Grüße
      Laminaria
      Reiseberichte sind in meinem Profil verlinkt.
    • Ich genieße auch die wundervollen Herbstbilder und den Bericht. Ich freue mich auch über alle Bemerkungen über das Schiff, die Kabinen, das Restaurant usw. denn, hurra, wir haben für Oktober 2023 auch die CASTOR gebucht!! Allerdings überlege ich schon, ob es eine gute Idee war, wegen des enormen Preisunterschiedes statt September auf Mitte Oktober zu gehen und vielleicht dann keine Herbstfarben mehr genießen zu können.
      Aber es war einfach zu verlockend: eine Juniorsuite auf der Backbordseite mit Havila Gold und Bordguthaben inkludiert - ich habe den Preis mit Hurtigruten verglichen = das wäre dort nur eine reguläre Außenkabine 9-11qm geworden....

      Ich bin gespannt auf den Rest des Berichtes! Danke dafür!
    • Saedis wrote:

      Ich freue mich auch über alle Bemerkungen über das Schiff, die Kabinen, das Restaurant

      Das habe ich mir für das Fazit zu Ende aufgehoben. Ich wollte meine "Landschaftsschwelgerei" nicht mit Sachinfos unterbrechen.
      Über die Capella , die ja baugleich ist, findest du schon viel Detailliertes im Forum, z.B. in den Berichten von @Noschwefi.


      Viele Grüße
      omlia :)

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    • 28.September 2022



      Der Polarkreis bleibt unbespaßt. Haben wir ihn wenigstens mit dem Typhon begrüßt? Ich weiß es nicht mehr.







      Ein schrottiges Stillleben bei der Einfahrt nach Nesna







      Bei meiner Februarfahrt hat mir dieses mystische Bild Rätsel aufgegeben.
      Aha, es ist eine langegezogene Felsplatte, die kurz im Sonnen-Scheinwerferlicht liegt.









      Wisst ihr, wo sich die siebte Schwester versteckt? Ich kann immer nur sechs entdecken.

      Als ich vor vielen Jahren in Brønnøysund war, habe ich mit einer Tour über die Bergkette geliebäugelt. Gut, dass ich sie nicht gemacht habe, denn sie ist viel herausfordernder, als ich sie mir vorgestellt hatte. ut.no/turforslag/1111929
      Aber vielleicht gibt es jemanden im Forum, der sie einmal machen möchte.








      Die sieben Schwestern haben ihren Namen von Petter Dass erhalten. Er lebte als Theologe und Dichter im 17. Jahrhundert in Alstahaug und ist Verfasser populärer Weisen und vieler Kirchenlieder. Ihm ist hier ein Museum gewidmet. Entworfen wurde es von den Architekten des Osloer Opernhauses.


      Kari Bremnes singt Petter Dass. :thumbsup: :thumbsup:












      Fortsetzung folgt.



      Viele Grüße
      omlia :)

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    • omlia wrote:

      Wisst ihr, wo sich die siebte Schwester versteckt?

      Die 5. Schwester (von links betrachtet) hält sich dezent im Hintergrund.
      Das kannst du erkennen, wenn du den Wanderweg in dem von dir zitierten Link vergrößerst.
      Auf diesem Foto kannst du alle 7 Schwestern erkennen. Direkt rechts neben bzw. hinter dem 4. Gipfel ist (etwas in den Wolken verborgen) ist die von dir vermisste Spitze zu sehen.

      Alle sieben sind vom Schiff aus leider nur für ganz kurze Zeit zu erkennen, und dann braucht es schon ein großes Weitwinkel, um sie wirklich komplett abbilden zu können.

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • @omliaIch habe gerade erst Deinen Bericht aufgrund meiner Reise lesen und die Fotos bewundern können. Ich frage mich jedes Mal, wie es sein kann, dass eine Fotosafari vollkommen Neues und Grandioses hervorbringt, auch wenn man diese Reise mehrmals selbst gemacht und noch viel öfter hier im Forum schon miterlebt hat. Grandios, wie Du Deine Eindrücke auf den Fotos realisieren kannst.
      Ich dachte, ich hätte mit den chilenischen Fjorden gerade das Schönste auf Erden erlebt, aber Du machst mich hier wieder sehr, sehr unsicher.
    • @omlia das Foto Nr. 16 oder MG 1538 haben wir auch auf dem Chip. Weißt du eventuell was das für ein modernes Gebäude neben der kleinen Kirche mit dem Zwiebelturm ist?

      Ich habe gerade mit meinem Mann deine Nordlichtfotos bewundert. Ihn interessieren natürlich auch die Kameraeinstellungen. Auch die vorangegangenen waren super. Hast du sie eigentlich auch so grün in echt gesehen? Wir haben unsere leider nur grau gesehen und die Kamera erst dann in grün. Es war aber trotzdem faszinierend zu sehen, wie sich das Grün im Kameradisplay aufgebaut hat. Das Nordlicht war aber wohl auch nicht sehr stark gewesen. Durchsagen kamen bei uns nur am zeitigeren Abend und dann zur Schlafenzeit nicht mehr. Obwohl viel später noch starkes Nordlicht dagewesen sein muss, wie wir dann erfahren haben.
      VG LaLuna
    • @LaLuna, auf Bild 14 kannst du sehen, wie wunderbar Alstahaug in die Umgebung eingebettet ist.

      Ich finde es sehr beeindruckend, wie es der Architektengruppe Snøhetta gelingt, moderne Impulse zu setzen und sich trotzdem in die Umgebung zu integrieren.
      Vielen Dank für den link zum Museum, @Noschwefi! Ich stand dort leider einmal vor verschlossenen Türen.

      Das Nordlicht auf dem Vestfjord war so stark, dass ich es mit bloßem Auge ähnlich grün gesehen habe.
      Die Kameraeinstellung ist u.a.von der Lichtstärke deines Objektivs, der Schiffsbewegung und der Stärke des Nordlichts abhängig. Da hilft es nur, mit verschiedenen Einstellungen zu spielen.

      Viele Grüße
      omlia :)

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    • omlia wrote:

      Ich stand dort leider einmal vor verschlossenen Türen


      so wie wir dieses Jahr im Juni - 1 Tag vor dem Saisonstart :pardon:

      Die Nordlichtaufnahmen sind große Klasse! Ich sehe Nordlich grün, wenn es entsprechende Stärke hat.
      und ertappe mich beim Blick in den Himmel auch hier daheim auf der "Suche" danach :mosking:
      Servus sagt Bavaria :)
    • 29.September 2022


      Da, ein Adler! Mein Nachbar, der Motorradfahrer, lacht, und das mit gutem Grund. :laugh1:





      Ist sie nicht wunderschön, die Einfahrt nach Brønnøsund?








      Auch wennn er gerade versilbert wird: Der riesige Klotz überragt alle anderen Gebäude. Schade, denn er stört das sonst so harmonische Stadtbild.
      Es ist das Brønnøsund Register Zentrum. Der Größe nach könnte es das Zentralregister für ganz Norwegen sein.





      Das Schiff wird betankt, die Passagiere schwärmen aus, diesmal mit dem Shuttlebus, denn wir haben etwa außerhalb des Ortes angelegt. Am Kai im Zentrum wird gearbeitet.
      Ich nutze wie fast immer die Pause und mache es mir in einem Liegestuhl gemütlich, beschienen von der Herbstsonne! :imsohappy:


      Auch die Fischreiher bei der Ausfahrt sind in Siesta-Stimmung und tanken goldenes Licht für den langen Winter.







      Golden geht es weiter,....







      ...ideale Bedingungen, um den Torghatten mit seinem sagenumwobenen Loch im besten Licht zu fotografieren.
      Aber warum nur stoppt das Schiff weit vorher im Schatten des Berges in Höhe des Campingplatzes? Es gibt ja nichts zu sehen.
      Es folgen ein paar Erklärungen zum Berg, und dann geht es schnurstracks weiter ohne den Schlenker, der nötig ist, um das Loch in seiner ganzen Größe zu sehen. ?(









      Viele Grüße
      omlia :)

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    • omlia wrote:

      Der Größe nach könnte es das Zentralregister für ganz Norwegen sein.
      Das ist es auch:
      "...ist eine norwegische Regierungsbehörde, die für die Verwaltung zahlreicher öffentlicher Register für Norwegen und staatlicher Systeme für den digitalen Informationsaustausch verantwortlich ist. Die Agentur unterhält das norwegische Metadaten-Repository SERES und ELMER, einen Standard für die Gestaltung von Webformularen."
      Ist aber dennoch ein potthässliches Haus..............
      :lofoten2:
    • Der im Sommer 2021 eröffnete Neubau für ca. 600 Beschäftigte soll angeblich sehr energieeffizient sein, was nichts daran ändert, dass er die Skyline bei der Anfahrt auf ziemlich unschöne Weise dominiert ;) Wenn man drin sitzt, mag es etwas besser aussehen: ratioark.no/prosjekter/br%C3%B8nn%C3%B8ysundregistrene


      @omlia - wieder mal ganz tolles Licht! So langsam fange ich an, mit den Hufen zu scharren :laugh1:
      Viele Grüsse, Albatross
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    • 29. September 2022


      Die Ilen Kirche ist mir noch nie aufgefallen, und heute auch nur, weil sie von so vielen Segelbooten umrahmt wird.




      ,
      Auch diese Rettungsstation, nicht weit von der Ausfahrt entfernt, entdecke ich erst heute.











      Ich habe schon länger eine junge Tischnachbarin. Es ist Josefine Spiro, die Verfasserin der "Havila Stories". Ich erfahre viel Interessantes über ihre Arbeit für Havila. Für ihre nächste Geschichte sucht sie einen Enzelreisenden. Nein danke, ich bitte nicht! Ich stehe lieber hinter der Kamera!
      Sie dreht auch lebendige kleine Videos für Facebook und Twitter, z.B. über ihre Wanderung durch das Torghatten-Loch. Davon erzählt sie ganz begeistert.

      havilavoyages.com/de/travel-letters



      Heute liegt keines der riesigen Versorgungsschiffe für die Ölplattformen im Hafen. Ganz ungewohnt!










      Welch üppiger Goldglanz für meinen letzten Abend an Bord!




      Viele Grüße
      omlia :)

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      Post was edited 1 time, last by “omlia” ().


    • 30.September 2022


      Meine Stimmung ist so trübe wie das Wetter. Abschiedstag! Beides hellt sich aber auf, als wir Florø erreichen.









      Der schöne Leuchtturm Stabben Fyr sieht etwas mitgenommen aus. Ihm täte eine Renovierung gut.
      Vielleicht ist er bald so eingerüstet wie gerade Kjeungskær Fyr.







      Schade, dass es hier nur so einen kurzen Aufenthalt gibt. Ich würde den wunderschön gelegenen Ort gerne einmal erkunden.













      Hinter dem Geita Fyr tauchen Flügel von Windrädern auf. Ist es eine neue Anlage wie an so vielen Orten entlang der Küste?






      Die Zeit an Deck vergeht wie im Fluge.
      Der Wind frischt ein wenig auf und vertreibt die letzten Wolken, die Landschaft mit idyllisch gelegenen Häusern gleitet vorbei,...











      ...als dieser Berghang ins Bild kommt. Vorbei ist es mit der Idylle! Der Harvester hat ganze Arbeit geleistet und Spuren der Verwüstung hinterlassen. X(





      Kurz vor Bergen passieren wir die Nordhordlandsbrua. Sie war mir noch nie aufgefallen. Fahren wir vielleicht auf einer ungewohnten Route nach Bergen ein?
      Mein Nachbar, der Motorradfahrer aus der Schweiz, ist bestens informiert: Die Brücke ist eine freischwimmende Pontonbrücke, kombiniert mit einer Schrägseilbrücke. Die Pontonbrücke ist mit 1246 Metern die weltweit längste ohne Seitenverankerung.

      de.wikipedia.org/wiki/Nordhordlandsbrua





      Der Rest ist schnell erzählt: Treffen mit einer Freundin in Bergen , Rückflug am nächsten Tag, Zwischenstopp bei meiner Tochter in Köln, die wie immer den ersten "Erzählschwall" ertragen muss. Sie erträgt ihn, ohne mit den Augen zu rollen! Zumindest habe ich es nicht bemerkt. ;)
      Kaum zu Hause, beginnt die Nordlandsehnsucht von Neuem. Aber es gibt ja Newsletter mit unwiderstehlichen Angeboten. Schnell gebucht, und die Vorfreude kann wieder beginnen! :thumbsup:


      Ein Fazit folgt.


      Viele Grüße
      omlia :)

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    • omlia wrote:

      Nordhordlandsbrua

      omlia wrote:

      Fahren wir vielleicht auf einer ungewohnten Route nach Bergen ein?

      Diese Brücke ist bei der Standardstrecke immer zu sehen (natürlich nur wenn das Wetter mitspielt ;) ), aber nur kurze Zeit nach der Einmündung vom Herdle- in den Byfjord.

      Wenn du mal den (zu allen Jahreszeiten sehr empfehlenswerten) Ausflug zum Mostraumen mitmachst, fährst du unter der Brücke durch.

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Mein Fazit

      Könnt ihr verstehen, dass ich mich nach dieser Reise wie Goldmarie fühle? Ich kann mich an keine Reise mit so viel Wetterglück erinnern. Womit habe ich das bloß verdient? :hmm: Ein ganz großes Dankeschön an den Wettergott oder wen auch immer! :sdanke: :sdanke:


      Die MS Havila Castor ist baugleich mit der MS Havila Capella , und die ist schon ausführlich mit vielen Bildern beschrieben worden.
      Mir hat das moderne skandinavische Design sehr gut gefallen: die zurückhaltenden Farben, die hochwertigen Materialien, auch die dekorative Kunst an Bord.
      Die Kabinen sind großzügig geschnitten, die Außenbereiche sehr geräumig mit vielen Sitzgelegenheiten.

      Die Hurtigruten-Schiffe im Liniendienst haben alle ein Umlaufdeck, meistens auf Deck 5. Das ist ideal zum Fotografieren, weil man sich schnell in alle Richtungen bewegen kann. Auf der MS Havila Castor gibt es das auch, allerdings auf Deck 9. Dort ist man weniger geschützt, und der Umlauf am Bug ist sehr schmal. Außerdem nimmt man dort den Passagieren, die im Panoramasalon sitzen, die Aussicht. Vor allem aber fotografiert man von dort fast aus der Vogelperspektive. Bei weiter entferten Motiven macht das kaum etwas aus, aber das Schiff fährt ja oft küstennah, und das sieht dann leider so aus:

      .

      Wunderbar fand ich, wie leise das Schiff ist. Ich habe in meiner Backbord-Kabine oft das Anlegen verpasst, weil es so geräuschlos vonstatten ging.
      Besonders beeindruckend war, wie wir mit Elektoantrieb völlig gräuschlos durch den Hjorundfjord geglitten sind.

      Es waren nur etwa 200 Passagiere an Bord, auf dem Rückweg weniger als 100, vorwiegend Gruppen, einige aus der Schweiz und Frankreich. Viele von ihnen sah man bei schönstem Wetter drinnen in Grüppchen beieinandersitzen, kaum einmal draußen. Sehr verwunderlich, finde ich. ?(
      Über das Essenskonzept ist schon viel geschrieben worden. Vor allem das Frühstück fand ich gewöhnungsbedürftig: Die Brotauswahl war sehr gering (keine Brötchen, nur zwei Sorten Brot), keine köstlichen Fischvariationen, kein Brunost.....Da habe ich öfter voller Sehnsucht an das üppige Frühstücksbuffet auf den Hurtigruten-Schiffen gedacht. Mittags gab es eine teilweise wechselnde Auswahl an köstlichen kleinen Gerichten in allerbester Qualität und Zubereitung. :thumbsup: :thumbsup: Das gilt auch für das meistens exzellente Abendmenü! :thumbsup: :thumbsup:
      Das Konzept ist sehr personalintensiv, und die Servicekräfte flitzten nur so umher, immer mehrmals, bis alles Bestellte am Tisch war. Schön war, dass man dadurch in intensiveren Kontakt kam. So gab es zum Abschied so manche Umarmung!
      Einige von ihnen werden auf die Havila Polaris wechseln. Sie werden auf den beiden fertigen Schiffen eingearbeitet, damit der komplizierte Service auf dem neuen Schiff reibungslos funktioniert.
      Hoffen wir das Beste, denn ich bin auf der zweiten Reise am 09. Januar dabei! ^^


      Viele Grüße
      omlia :)

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