Eine Doppelpremierenreise mit der Havila Capella (16.07. – 01.08.2022)

    • B-K-B
    • Eine Doppelpremierenreise mit der Havila Capella (16.07. – 01.08.2022)

      Die Vorgeschichte

      Als wir unsere erste Reise mit der Havila Capella gebucht haben, stöberte Göga noch weiter durch die Angebote. Hierbei spielte auch der Gedanke eine Rolle, dass wir noch nie im Sommer gefahren sind und damit natürlich auch noch nie in den Geirangerfjord :|
      Das Ergebnis der Recherche war, dass eine Juniorsuite auf der Havila Capella (mit Balkon) ungefähr so viel kostete wie eine Glücks-Außenkabine auf der MS Nordnorge wenige Tage später :huh:
      Da dies auch eine Reise mit besonderem Anlass werden sollte, schlugen wir bei diesem Angebot zu :thumbup:

      Nun begann die Planung des Vor- und/oder Nachprogramms.
      Die Fahrt auf dem Schiff dauerte von Mittwoch bis Sonntag, so dass wir zu einem Vorprogramm „gezwungen“ wurden :whistling: Auslöser hierzu war ein Hotelgutschein, mit dem ich Bonuspunkte bei Thon-Hotels einlösen wollte. Ursprünglich für Oslo im Januar 2021 gedacht konnte ich ihn einmal (kulanzhalber) verlängern, aber bis Mitte August 2022 musste er eingelöst werden :hmm:
      Da er für zwei Übernachtungen zwischen Freitag und Montag galt, war klar dass die Anreise am Samstag stattfinden würde (wobei uns erst viel später bewusst wurde, dass es sich um das mittlere Wochenende der Sommerferien handelte :wacko1: ).
      Wir überlegten erneut ein paar Tage in Oslo zu verbringen, aber da wir im Laufe des Jahres noch einmal dahin wollten wäre eine Alternative auch nicht schlecht.
      Trondheim ? Sicher interessant, aber wir würden gerne in Bergen aufs Schiff :|
      Da fiel uns ein, dass wir vor ein paar Jahren bei der Anreise nach Bergen in Stavanger zwischengelandet sind. Wäre das vielleicht eine Option?
      Tatsächlich gibt es 4x am Tag eine Verbindung von Düsseldorf aus, also buchten wir – wie immer – den frühesten Flug ^^

      Im April wurde es dann noch einmal spannend, ob wir überhaupt fahren könnten, als das Schiff an die Kette gelegt wurde :/ Mitte Juni wurden wir dann doch ein wenig nervös und fragten bei der Hotline nach, ob wir ggf. auf die Havila Castor umbuchen könnten (da wir ja ggf. noch das komplette Vorprogramm umbuchen müssten). Wir erhielten die Antwort, dass die Abfahrten inzwischen der Reihe nach abgearbeitet würden und wir Anfang Juli umbuchen könnten :pardon:
      Eine Woche später hatte sich das Thema zum Glück erledigt, und so stand der Vorfreude fast nichts mehr im Weg – außer der sich immer weiter zuspitzenden Situation an den Flughäfen ;( Aber hier konnten wir eh nichts dran ändern, außer das Taxi eine Stunde früher zu bestellen als sonst :/
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • @Ingrid Marie
      Das kriegen wir schon hin, notfalls müssen wir ein wenig zusammenrücken ;)

      @Kauderwelsch
      Ich habe ja bereits im Rahmen unserer Winter-Reise ausführlich über die Capella berichtet.
      Daher werde ich diesmal natürlich über Neuerungen und / oder Ergänzungen zum Schiff berichten, aber es wird darüber hinaus neue und auch stimmungsvolle Eindrücke geben :)

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Samstag, 16. Juli 2022 – Tag 1 (Teil 1)

      Der Stress löst sich in Wohlgefallen auf oder: An diesem Tag passt alles zusammen

      Heute heißt es um 3 Uhr aufstehen, aber ich kann mich wieder einmal auf meinen inneren Wecker verlassen und bin bereits einige Minuten vorher wach :)
      Was uns wohl am Flughafen erwartet? Leider haben wir keine Möglichkeit, unser Gepäck außerhalb des Schalters aufzugeben, also hoffen wir darauf, dass der Schalter (wie uns zugesagt wurde) wirklich 2 ½ Stunden vor Abflug öffnet :hmm:
      Als wir um 4 Uhr am Flughafen eintreffen, erwarten uns Menschenmassen und jede Menge geschlossener Schalter – unserer gehört auch dazu X/ Wir reihen uns an gefühlter Position 50 in der Warteschlange ein, und keine 10 Minuten später öffnet auch schon ein Schalter. Wahrscheinlich haben die Fluggesellschaften die Order erhalten, die Warteschlangen vor dem Sicherheitsbereich künstlich klein zu halten – oder aus welchem anderen Grund bleiben die beiden übrigen Schalter immer noch geschlossen? :wacko1:
      Gefühlt 30 Minuten später werden diese dann doch geöffnet, und bald sind wir dann auch unsere Koffer los – hoffentlich nur für ein paar Stunden :/
      Die Anzeige für die Wartezeit an den Sicherheitskontrollen steht auf 10 Minuten – aber leider fehlt der Faktor, mit dem diese Zeit zu multiplizieren ist :pillepalle: Die Warteschlangen gehen kreuz und quer durchs Terminal; wir stellen uns dann irgendwo an und hoffen, dass wir nicht für das Check-In anstehen. Die Wahrscheinlichkeit ist aber relativ gering, da hier niemand einen großen Koffer dabei hat :nono:
      Nach der Bordkartenkontrolle werden wir von einem Mitarbeiter auf die verschiedenen Bänder verteilt, wobei wir von einem Passagier unterhalten werden, der sich lauthals darüber beschwert, dass auch der Priority-Schalter für die normalen Fluggäste genutzt wird :ireful: Es könne ja nicht sein, dass er sich da jetzt mit anstellen muss. Nach einer weiteren Bordkartenkontrolle darf er dann direkt ans Band – immerhin 3 Minuten gespart :mosking:

      Erstaunlicherweise schaffen wir es so pünktlich ans Gate, dass wir noch Zeit für einen Kaffee hätten, aber bisher haben wir um diese Uhrzeit (5:15 Uhr) noch nie ein offenes Bistro gesehen. Das ist zum Glück heute anders :thumbup: Was allerdings auch anders ist, ist das verfrühte Boarding, so dass wir den Kaffee so gerade noch wegbringen können, bevor das Gate zum Zeitpunkt des ausgeschriebenen Boarding-Beginns bereits geschlossen wird 8|
      Wer allerdings nun gedacht hätte, dass der Flug auch überpünktlich losgeht, hat sich geirrt. Ganz im Gegenteil, der Abflug verzögert sich (laut Ansage des Kapitäns) um 45 Minuten. Wie gut, dass wir dann exakt zum Boarding-Schluss unseres Anschlussflugs in Amsterdam landen. Da ist es doch beruhigend zu wissen, dass der nächste buchbare Flug von Amsterdam nach Stavanger am Folgetag um 17 Uhr mit Umstieg in Bergen geht… X(
      Schließlich geht es dann mit 25 Minuten Verspätung los. Dank Rückenwind beträgt die Flugzeit heute nur 33 Minuten, und kurz vor der Landung erfolgt die Durchsage, dass alle Anschlussflüge erreicht werden :D Ob mit oder ohne Gepäck, wird allerdings nicht dazu gesagt :whistling:
      Nach der Landung verzögert sich der Ausstieg (der für uns erstmals auf dieser Strecke am Rüssel erfolgt), so dass ich das Ausladen des Gepäcks verfolgen kann. Unsere Koffer kann ich sofort am Anhänger erkennen und stelle erstaunt fest, dass sie beide von einem Mitarbeiter abgefangen und auf einen separaten Wagen gelegt werden, der auch sofort losfährt :huh:
      Da wir unser Abflug-, aber auch unser Ankunftsgate dank der Durchsage schon kennen, wissen wir dass wir uns nicht zu beeilen brauchen, denn wir müssen in 5 Minuten 3 Gates weiter sein – in der gleichen Richtung, in die unsere Koffer transportiert worden sind ^^ Da hat wohl jemand mitgedacht und uns einen separaten Transport spendiert – wahrscheinlich stehen wir nach unseren von KLM bezahlten Einkäufen im Dezember auf der VIP-Gepäck-Liste :whistle3:

      Der Weiterflug verläuft nun völlig entspannt. In Stavanger (überpünktlich) angekommen erhalten wir wirklich unsere Koffer. Dadurch, dass der Flybussen gerade weg ist (leider ist er auf die Minute pünktlich abgefahren), sehen wir gegenüber der Bushaltestelle unsere erste Street-Art :)



      In Stavanger gibt es jedes Jahr ein Street-Art-Festival, deren Relikte oft viele Jahre lang zu sehen sind, und deren Spuren wollen wir zumindest teilweise folgen :locomotive:

      Im Flybussen befindet sich gerade mal eine Handvoll Passagiere, die jeweils nach ihrem Hotel gefragt werden. Und jeder wird so nah wie möglich am jeweiligen Zielort abgesetzt – unabhängig davon, ob sich dort eine offizielle Haltestelle befindet. Das nenne ich Service :thumbsup:
      Kurz nach 11 Uhr erreichen wir unser Hotel, direkt am Byparken mitten im Zentrum gelegen. An der Rezeption werden wir von einer jungen Frau empfangen. Am Namensschild kann ich sehen, dass ich mit ihr am Vortag einen Mailaustausch gehabt habe, dass wir bereits gegen Mittag eintreffen und wenn möglich gerne schon ins Zimmer kämen (Antwort: Ich schaue mal, was sich machen lässt). Beim Einchecken erhalten wir die Auskunft, dass die Zimmer ab 15 Uhr fertig wären, aber als sie dann den Namen sieht, erhalten wir die Mitteilung, dass unsere Suite bereits fertig wäre, wir bekämen ein Upgrade (und das trotz Freiübernachtung). Für die Zusatznacht, die wir bezahlen müssen, würde das selbstverständlich auch gelten :8o:

      Nachdem wir die gefühlt 2 km Flur bis zu unserem Zimmer zurückgelegt und den Besichtigungsrundgang abgeschlossen haben (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Flur und das ca. 15 m2 große Badezimmer mit Badewanne und Dusche), machen wir uns einen Kaffee und die Beine lang.
      Eine halbe Stunde später lockt uns dann aber das Wetter (heiter bei 16 Grad) nach draußen, zumal wir noch in der Touristinformation schauen wollen, ob es dort weitere Infos gibt.

      Wir machen uns auf den Weg und laufen durch den Byparken zum Dom, der leider komplett eingerüstet und auch innen nicht zu besichtigen ist :(



      Wenig später erreichen wir den Hafen und stoßen dort auf Street-Art, die Aida Perla und die Touristinformation ;)



      Außer einem Stadtplan gibt es leider keine (für uns) brauchbaren Informationen; es gibt zwar jede Menge Kunst im öffentlichen Bereich, aber keine entsprechenden Karten.
      So machen wir uns auf, den Hügel zu erklimmen, der direkt vor uns aufragt, und stehen in der Altstadt mit ihren schmucken Häuschen :thumbup:



      Zum Glück treten die Kreuzfahrt-Touristen meist in Horden auf, so dass wir immer wieder zwischendurch die schmucken Häuschen und die Aussicht ungestört genießen können :whistle3:



      Bald stoßen wir auf ein Café, wo wir merken, dass wir heute noch nicht wirklich viel gegessen haben.



      Draußen ist noch ein Tisch frei, und so besetzen wir diesen. Prompt wird uns die Speisekarte gebracht, und wir suchen uns jeweils ein Stück Kuchen zum Kaffee aus. Wenige Minuten später kommt eine junge Frau zu uns an den Tisch und meint, dass das letzte Stück Schokoladenkuchen bereits etwas älter und eingetrocknet ist. Wenn wir es trotzdem nehmen wollten, wäre es selbstverständlich kostenlos :pardon:
      Göga und ich schauen uns etwas irritiert an, bleiben aber bei der Bestellung. Als der Kuchen dann kommt, hätten wir ohne die Vorankündigung nicht gemerkt, dass er trocken ist – so fällt dann halt das Trinkgeld etwas größer aus :D

      Frisch gestärkt nehmen wir uns nun die untere Straße der Altstadt vor.



      Auf dem Weg zurück zum Wasser kommen wir an einem Gemälde vorbei, das uns an dieser Stelle ein wenig irritiert ?(



      Bei genauerer Betrachtung stellen wir allerdings fest, dass es mitsamt Rahmen und Schattenwurf auf die Wand gepinselt worden ist :thumbup:
      Wir erreichen den Vågen (ja, der heißt auch hier so) und haben auf einmal einen freien Blick auf die Speicherhäuser und (ganz links) das Zollhaus auf der anderen Seite.



      Im Boden sind einige Fußabdrücke von Friedensnobelpreis-Trägern eingelassen.



      Leider hat der Wind aufgefrischt, so dass wir uns hier lieber nicht in die Sonne setzen wollen. Statt dessen gehen wir zurück ins Hotel für ein kleines Nachmittags-Nickerchen || :sleeping:


      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


      Post was edited 1 time, last by “Noschwefi” ().

    • Samstag, 16. Juli 2022 – Tag 1 (Teil 2)

      Der Stress löst sich in Wohlgefallen auf oder: Heute passt alles zusammen (Fortsetzung)

      Bei dem schönen Wetter kann ich mich nicht wirklich drinnen entspannen, da mache ich lieber noch einen Spaziergang. Als Ziel suche ich mir den Ullandshaugtårnet aus, von dem aus man eine schöne Aussicht haben soll :)
      Auf dem Hinweg gehe ich ziemlich zügig und habe die gut 4 Kilometer in einer knappen Stunde zurückgelegt :locomotive:



      Auch wenn ich gehofft hatte, den Turm bis oben besteigen zu können, ist die Aussicht von der offenen Aussichtsplattform im zweiten Stock zumindest befriedigend :) Dort befindet sich auch ein (ziemlich heruntergekommenes) Cafe, an dessen Tür sogar Öffnungszeiten (für Sonntag) stehen :|
      Ich steige den Hügel auf der anderen Seite hinab, um zum nahe gelegenen botanischen Garten zu kommen. Dieser hat mich allerdings eher an einen Park erinnert, in dem einige Beete angelegt worden sind und ist für mich im Vergleich zu anderen eher enttäuschend. Vielleicht stammt der Eindruck aber auch daher, dass jetzt kaum etwas blüht :hmm: Dafür finde ich das Eingangsschild schön :)



      Auf dem Rückweg in die Stadt habe ich immer wieder schöne Aussichten :search_1:
      Wieder im Zentrum angekommen gehe ich gezielt auf die Suche nach einigen Street-Art-Objekten. Ich habe im Vorfeld im Internet recherchiert und die Standorte von vielen Kunstwerken herausgefunden (von denen aber nicht mehr alle existieren). Diejenigen, die nun in der Nähe meines Rückwegs liegen, steuere ich gezielt an. Ohne vorherige Recherche wäre ich beispielsweise an dem ersten Kunstwerk am Rogaland-Theater in 50 Meter Entfernung vorbeigelaufen, ohne es zu sehen ;)



      Wenn man sich der Unterführung südlich des Busbahnhofs nähert, denkt man erst einmal, man betritt gleich ein Wohnzimmer 8|



      Beim Näherkommen relativiert sich der Eindruck allerdings ^^



      Nach rund 2½ Stunden erreiche ich wieder das Hotel. Nach einer kurzen Verschnaufpause suchen wir uns etwas zum Abendessen und landen beim nahegelegenen Egon. Hier erhalten wir (warum auch immer) als Thon-Mitglied sogar 15% Rabatt :thumbup:

      Anschließend nehmen wir einen anderen Weg zurück zum Hotel. Hierbei stoßen wir zunächst auf eine Figur aus der Serie „Broken Column“ und später noch auf einige Zeichnungen.



      Aber auch ein Blick nach oben lohnt sich, denn hin und wieder versteckt sich ein Jugendstil-Haus zwischen den ganzen Neubauten :D



      Am Byparken vorbei laufen wir wieder zurück zum Hotel, wo wir uns bald in die Horizontale begeben; so langsam macht sich der lange Tag (und die fast 28.000 Schritte) bemerkbar ||

      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • @Noschwefi habe gerade deinen Reisebericht entdeckt und beschlossen mitzureisen :)
      Dabei habe ich festgestellt, dass wir in Stavanger die gleichen Motive schön gefunden haben. Bei uns hat es im Januar, als wir mit der Otto Sverdrup dort waren, leider nicht so schön geblüht.... :)
      Images
      • Compress_20220905_214926_6882.jpg

        62.96 kB, 750×1,000, viewed 83 times
      • Compress_20220905_214927_7533.jpg

        106.46 kB, 750×1,000, viewed 101 times
    • Sonntag, 17. Juli 2022 – Tag 2

      Bei Regen besser drinnen oder: Ab dem zweiten Museum ist alles gratis

      Heute soll das Wetter nicht so schön sein, es soll ab dem späten Vormittag sogar ordentlich regnen :| Daher machen wir uns nach einem ausführlichen Sonntagsfrühstück auf den Weg, um pünktlich um 11 Uhr in Ledål zu sein, wenn das Museum öffnet :)
      Hierbei handelt es sich um die Sommerresidenz der Familie Kielland, einer reichen Kaufmannsfamilie, aus dem Jahr 1899. Das Haus ist bis in die 1960er-Jahre bewohnt gewesen und seitdem unverändert zu besichtigen. Heute ist es die offizielle Sommerresidenz der königlichen Familie in Stavanger :huh:
      Beinahe pünktlich öffnet das Museum, und wir erwerben eine Eintrittskarte (für NOK 100 pro Nase), die an diesem Tag in insgesamt 7 Museen gilt :thumbup:



      Wir haben relativ schnell alle Räume gesehen und begeben uns in die auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegende Villa Breidablikk. Dieses Haus von 1882 gehörte der Reedereifamilie Berentsen und ist noch weitgehend im Originalzustand erhalten.



      Interessant sind auch einige Details aus Küche und Badezimmer ^^



      Hier verbringen wir eine gute halbe Stunde und machen uns dann auf den Weg zum dritten Haus dieses Ensembles. Auf dem Weg dahin kommen wir noch an einer eingezäunten Wiese vorbei, an der man seinen Hund lüften kann :whistling:



      Bei Holmeegenes handelt es sich um ein altes Farmgebäude von 1865, dessen Architektur noch im Originalzustand erhalten ist. Die Inneneinrichtung stammt aus den 50er und 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts.



      Hier erhalten wir eine halbstündige Führung, für die wir nichts extra zu bezahlen brauchen. Der Frau an der Kasse macht es offensichtlich Spaß, ihr Wissen weiter zu geben ^^
      Nach einer kurzen Pause beschließen wir, noch einmal das Café vom Vortag aufzusuchen. Man könnte jetzt meinen, dass wir erneut auf ein kostenloses Stück Kuchen spekulieren, aber es hat uns dort am Vortag ausgesprochen gut geschmeckt und so ganz nebenbei gehört das Café zum nächsten Museum, das wir uns anschauen wollen, dem Iddis, der Kombination eines Druckerei- und Konservendosen-Museums :D Wir können uns darunter nicht wirklich etwas vorstellen, lassen uns aber mal überraschen.
      Auf dem Weg dahin kommen wir per Zufall erneut an einer Skulptur der Brokon Columns vorbei. Ob die wohl gleich verladen wird? :hmm:



      Nachdem wir erneut leckeren Kuchen verspeist haben, machen wir uns auf den Weg ins Museum, wo wir nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Schrift eine komplette Druckerei aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts besichtigen können. Durch eine Forellenräucherei (die laut Aushang noch alle 14 Tage genutzt wird) erreichen wir das Konservenmuseum, in dem die Herstellung einer Dose in allen Schritten anhand der Original-Maschinen erläutert wird. Höhepunkt der Ausstellung ist eine Original-Dose, die mit Amundsen am Südpol war und den Weg zurück in seine Heimat gefunden hat =O
      Im Obergeschoss wird nun auch die Kombination dieser Fabrik und damit des Museums offensichtlich: Es handelt sich um eine Fischkonservenfabrik, in der alle Bestandteile (Räuchern, Dose und Beschriftung) in einer Hand durchgeführt werden :thumbsup:



      Im Hinterhof befindet sich noch ein typisches Altstadt-Haus aus dem Jahr 1835, dessen Einrichtung größtenteils aus den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts stammt.



      Da wir auf dem Rückweg zum Hotel eh daran vorbeikommen, werfen wir zum Abschluss noch einen Blick ins Maritime Museum, dessen Schwerpunkte die Entwicklung des Hafenbereichs der Stadt Stavanger, das Leben der dortigen Bevölkerung in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts sowie der zweite Weltkrieg im Umkreis der Stadt sind.
      Pünktlich gegen 16 Uhr zur Schließung des Museums machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel, wobei wir noch einmal ein Kunstwerk passieren ;)



      Das Konzept 12 Museen zu einem Preis hat uns überzeugt, denn so haben wir mehr gesehen als bei separaten Eintrittskarten :thumbup: Und – bis auf Holmeegenes – ist uns im Nachhinein der Eintritt bei keinem anderen einzelnen Museum NOK 100 Wert gewesen :pardon:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Montag, 18. Juli 2022 – Tag 3 (Teil 1)

      Zwischen schwarzem Gold und bunter Vielfalt oder: Auf den Spuren des Öls und der Street-Art

      Der Regen hat sich verzogen, aber es ist noch bedeckt. So machen wir uns auf gen Norden ins Hafenviertel. Dort erwarten uns neben (meist umgebauten) Speicherhäusern ein französisches Segelschiff (die Belem aus dem Jahr 1896) sowie die Aussicht auf einen alten Bauernhof, auf einer kleinen Insel gelegen :)



      Im Rückblick sehen wir das heutige Hochhaus des Tages hinter den Speicherhäusern liegen :S



      Wir erreichen das Erdöl-Museum, auf dessen Dach an längst vergangene Zeiten erinnert wird :whistling:



      Wir verzichten auf einen Besuch und schauen uns dafür die in einen Spielplatz integrierten bzw. umgebauten Ölbohrgeräte an ^^



      Unter anderem ist dort einer der Hydraulikheber zu sehen, mit dem 1987 die Ölbohrplattformen des Ekofisk-Feldes um 6 Meter angehoben wurden :thumbup:

      Wenige Meter weiter befinden wir uns schon mitten im Geschäftsviertel, genauer gesagt in der Øvre Holmegate, aus Gründen, die sich mir nicht unmittelbar erschließen, auch Fargegatan (Farbenstraße) genannt :whistle3: :mosking:



      Hier beginnt auch einer der Aufstiege zum Valberget, auf dessen Spitze sich der alte Wachtturm mit dem Nachtwächtermuseum befindet. Leider gibt es im Turm keine Möglichkeit, ein Fenster zu öffnen oder anderweitig nach draußen zu kommen, so verzichte ich auf einen Besuch :pardon:



      Aber auch vom Fuße des Turms lohnt die Aussicht, auch wenn man von hier aus nicht genau erkennen kann, ob sich am Rande der Altstadt ein Kreuzfahrtschiff befindet oder ein selbigem nachempfundener Wohnblock :D

      Hier in der Gegend wimmelt es wieder vor (teilweise gut versteckter) Street-Art. Einiges hiervon entdecken wir nur, weil wir die Adresse kennen und dann noch um das komplette Haus herumgehen :8):



      Auf dem Rückweg zum Hotel entdecken wir die einzige Stelle, an der noch ein Stück Domfassade zu sehen ist ;)



      Wenig später halten wir nach beinahe 4 Stunden unterwegs unsere verdiente Siesta ||



      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


      Post was edited 1 time, last by “Noschwefi” ().

    • Montag, 18. Juli 2022 – Tag 3 (Teil 2)

      Zwischen schwarzem Gold und bunter Vielfalt oder: Auf den Spuren des Öls und der Street-Art (Fortsetzung)

      Nach einer halben Stunde bemerke ich, dass sich die Sonne zwischen den Wolken hervorgetraut hat :huh: Göga möchte weiter ruhen, aber mich zieht es wieder nach draußen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, die sich östlich des Zentrums befindliche Street-Art zu suchen, insbesondere in der Pedersgata soll es jede Menge davon geben ^^

      Aber auch vorher gibt es bereits Kunstwerke zu entdecken.



      Plötzlich denke ich, dass ich mich verlaufen habe, aber auch hier gibt es einige Straßen mit schönen alten Holzhäusern :thumbup:



      Wenige Minuten später dominieren verlassene Fabriken und heruntergekommene Häuser das Bild :/



      Zufallstreffer in einem Hinterhof



      Diese Tankstelle wird regelmäßig neu gestaltet :D



      Ohne dass ich die Hausnummer vorher recherchiert hätte, wäre ich an dieser kleinen Tafel glatt vorbeigelaufen =O



      Und schon kommen die nächsten Fabrikgebäude.



      Am Badedammen habe ich dann meinen östlichsten Punkt erreicht (im Hintergrund die Johanneskirche) :)



      Am gleichnamigen Industriehafen.



      Für den Rückweg wähle ich nicht umsonst die Nedstrandsdata aus ;)



      Hier sehe ich auch per Zufall einen der 4 Street-Art-Busse :thumbsup:



      Nach 2½ Stunden schließt sich der Kreis und ich erreiche wenige Meter vor dem Hotel die letzten Kunstwerke auf meiner Liste :locomotive:



      Im Hotel angekommen lege ich auch noch ein wenig die Beine hoch, bevor wir uns im Zentrum etwas zum Abendessen suchen. Auf dem Weg finden wir aber zuerst wieder Street-Art. :pardon:



      Am Skansen ist der Gegensatz zwischen der Ufer- und den dahinter liegenden Straßen extrem 8|



      Wir genießen erstmals die ungestörte Aussicht über den Vagån auf die Altstadt und die MS Rogaland, bevor wir schließlich wieder beim Egon landen, diesmal beim Pizzabuffet :essen:



      Auf dem Rückweg zum Hotel genießen wir so etwas wie eine Abendstimmung ^^
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


      Post was edited 1 time, last by “Noschwefi” ().

    • @Topolino1954
      Ja, durch die Perspektive und die niedrigen Speicherhäuser davor kommt die Dimension erst so richtig zur Geltung, zumal diese Schiffe ja mitten in der Innenstadt liegen. Bei der Besichtigung der Altstadt war es teilweise auch nicht wirklich einfach, Fotos ohne Schiff über den Häusern zu machen :(

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Dienstag, 19. Juli 2022 – Tag 4

      Tief hinunter und hoch hinaus oder: Von Süden her nach Bergen

      Wir haben lange überlegt, wie wir am besten von Stavanger nach Bergen kommen, haben uns dann aber für die bequemste Lösung entschieden: den Fernbus, zumal wir an Start und Ziel jeweils ein Hotel fußläufig vom Busbahnhof gebucht haben :thumbup:
      Es gibt allerdings noch die beiden Alternativen Express (6 Haltestellen in 4½ Stunden) oder Standard in 6½ Stunden, jeweils auf der gleichen Strecke und zu verschiedenen Abfahrtszeiten. Wir haben uns für den Mittagsbus der erstgenannten Variante (für NOK 995) entschieden, wobei wir als Zusatzoption einmal einen Comfortsitz (breiter Sitz auf dem Oberdeck, auf der linken Seite sogar als Einzelsitz) und einmal den Panoramasitz (Comfortsitz ganz vorne auf dem Oberdeck) zu jeweils NOK 100 gebucht haben. Es gibt keine Platznummern, so dass man in der gewählten Klasse freie Wahl bei den nicht besetzten Sitzen hat :)

      Nach einem gemütlichen Frühstück bummeln wir noch einmal durch den Stadtpark mit Blick auf den Bischofspalast ^^



      Gegen 11 Uhr checken wir aus und gehen Richtung Busbahnhof, machen es uns aber dann noch einmal auf einer Bank in der Sonne am See gemütlich.
      Als wir den Bus einfahren sehen, legen wir die letzten 100 Meter zum Bussteig zurück und reihen uns in die Schlange, die hauptsächlich aus einer Gruppe sich ziemlich lautstark unterhaltenden mittelalter Damen besteht. Zum Glück haben sie keine Plätze auf dem Oberdeck gebucht ;)
      Auf der Plattform stehen 2 Personen, die sich um alles kümmern. Hinten geben wir unser Gepäck ab und werden dann von seinem Kollegen bis an unsere Plätze geführt, nachdem unsere Fahrkarte gescannt worden ist.
      Wie erhofft ist der Einzelsitz in der zweiten Reihe noch frei, und so sitzen wir trotz unterschiedlicher Kategorien doch zusammen :thumbup:
      In den nächsten 10 Minuten füllt sich der Bus noch bis zum letzten Platz, und pünktlich auf die Minute geht es um 11:30 Uhr los.
      Wir folgen der E39 gen Norden und erreichen gemeinsam mit der Fähre Mortavika, so dass wir ohne Wartezeit auf Schiff kommen. Hier sehe ich das erste Mal, dass es auch auf einer kurzen Fährüberfahrt ein Unterdeck gibt :huh:



      Wir dürfen für 20 Minuten aussteigen; 5 Minuten vor der Ankunft sollen wir wieder an unserem Platz sein. Bedingt durch den Panoramablick kann ich das Anlegemanöver mal aus einer ganz andere Perspektive beobachten :D
      Vorbei an geschmückten Scheunen erreichen wir noch eine Baustelle, an der extra für uns ein Baggerballett mit 5 Teilnehmern aufgeführt wird :whistling: Auf dieser Strecke erreichen wir auch den tiefsten Punkt unserer Reise mit -220 Metern im 8 Kilometer langen Tunnel unter der Mündung des Hardangerfjords. Später erfahre ich noch, dass dies auch der tiefste auf dem Landweg erreichbare Punkt Norwegens ist. Ich stelle mir lieber nicht vor, wie diese Unterquerung mit dem Fahrrad aussehen würde… :S
      Die nächste Fähre in Sandvikvåg erreichen wir wieder pünktlich zur Einfahrt. Hier dürfen wir sogar für 40 Minuten den Bus verlassen.



      Nun befinden wir uns bereits im Einzugsgebiet von Bergen , die Besiedelung wird immer dichter. Um 15:50 Uhr erreichen wir – 5 Minuten zu früh – den Busbahnhof und machen uns bei sommerlich-sonnigen 25 Grad auf den Weg zu unserem Hotel :locomotive:
      Dort angekommen erhalten wir wieder ein Upgrade (wörtlich zu nehmen im 6. Stock) und machen uns ein wenig frisch.
      Bevor die angekündigte Wolkenwand die Stadt erreicht, machen wir noch einen kleinen Spaziergang zum botanischen Garten, wo wir zeitgleich ankommen :|



      Zurück im Zentrum fühlen wir uns an einem Bauzaun glatt zurückversetzt nach Stavanger :hmm:



      Wir bummeln noch ein wenig in Richtung Bryggen in der Hoffnung, bei immer noch 25 Grad einen Platz zum Abendessen im Freien zu finden, aber es sieht nicht gut aus. Wenig später kommen dann doch tatsächlich einige Tropfen von oben, und so entscheiden wir uns für das Restaurant im Hotel, bevor die Regenmengen zunehmen, wie es uns ein Blick in den Wetterbericht prophezeit :(

      Heute Morgen hatte ich noch die Idee, zum Sonnenuntergang um 22:41 Uhr auf dem Fløyen zu stehen. Nach dem Abendessen ist es zwar wieder trocken, aber es ist dicht bewölkt und ziemlich schwül bei 26 Grad :/
      Da aber zumindest Wolkenlücken zu erkennen sind, mache ich mich gegen 21 Uhr dann doch auf den Weg.



      Der Vågen in Bergen sieht bei dieser Stimmung auch nicht viel anders aus als der in Stavanger, daher wahrscheinlich auch der gleiche Namen :D

      Vorbei am Feuerlöschteich steige ich nun hinauf.



      An der (neu gebauten) Mittelstation mache ich eine Pause in der Hoffnung, dass die Zeitangaben der Bahn, die ich an der Talstation gesehen habe, auch stimmen. In diesem Fall müsste die nächste Bahn in ca. 5 Minuten fahren :|
      In Wirklichkeit war es allerdings beinahe eine halbe Stunde Wartezeit, aber dafür habe ich die beiden neuen Fahrzeuge gut im Blick :pardon:



      Gegen 22:50 Uhr erreiche ich den Gipfel, wo sich mir eine eindrucksvolle Stimmung bietet, wohl auch bedingt durch heftige Windboen mit Windstärke 8 (und das immer noch bei 25 Grad) :/



      Ganz kurz zeigt sich ein Wolkenloch, wodurch ich feststellen kann, dass ich den Sonnenuntergang auch bei klarem Wetter von hier oben gar nicht hätte sehen können – die Sonne geht zu weit nördlich unter und verschwindet daher bereits vorher im Wald 8|
      Wenig später leert sich die Plattform, und pünktlich um 23 Uhr fährt die letzte Bahn zu Tal.



      Ich schaue mich oben noch ein wenig um und entdecke, dass sich auch außerhalb der Bahn ein wenig getan hat ;)



      Eine gute halbe Stunde später stehe ich wieder vor der Talstation und liege tatsächlich noch vor Mitternacht im Bett :sleeping:


      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


      Post was edited 1 time, last by “Noschwefi” ().

    • Mittwoch, 20. Juli 2022 – Tag 5

      Neues und Bewährtes entdecken oder: Ein Tag im Zeichen des Wettersberichts

      Der Wetterbericht zeigt heute für den ganzen Tag teils heftige Niederschläge an, aber die Kurzvorhersage beim Aufstehen sagt keinen davon für die nächsten 90 Minuten, und ein Blick aus dem Fenster zeigt uns sogar die Sonne 8|
      So begeben wir uns bei jetzt schon mehr als 20 Grad fürs Frühstück auf die Dachterrasse (wo für uns extra Tisch und Stühle abgetrocknet werden) :thumbup:



      Nach dem Frühstück fragen wir nach, ob wir unser Zimmer etwas länger behalten dürfen, und wir erhalten eine Verlängerung bis 14 Uhr :thumbsup:
      Anschließend begeben wir uns – es soll schon wieder für die nächsten 90 Minuten trocken bleiben – auf einen kleinen Stadtbummel, der uns zum Lepramuseum oberhalb des Smålungeren führt mit einem interessanten Kirchentürgriff :)



      Wir halten uns nun in Richtung Innenstadt und stolpern schon wieder über Street-Art :huh:



      Weiter geht es zum neu gestalteten Dom-Vorplatz.



      In die Kirche selber kommen wir nicht hinein. Von außen haben wir den Eindruck, als ob dort die Renovierungsarbeiten noch weiter gehen :hmm:
      Wir bummeln noch ein wenig weiter in Richtung Bryggen .



      In der Straße mit dem passenden Namen Hamburgersmauet stoßen wir wieder auf Kunstwerke :mosking:



      Nach rund 90 Minuten haben wir unsere Runde beendet und erreichen wieder unser Hotel. Auf dem Zimmer angekommen sehen wir draußen doch tatsächlich einige Regentropfen – gutes Timing :8):

      Nach einer Mittagspause lagern wir unsere Koffer in der Gepäckaufbewahrung ein und machen uns – erneut bei Sonnenschein – auf nach Nordnes :locomotive:



      Gegen 14:15 Uhr taucht die Havila Capella dann am Horizont auf ^^



      10 Minuten später grüßt sie dann auch akustisch :thumbup:



      Auf dem Rückweg zieht es sich dann langsam wieder zu.



      Frauenbilder aus verschiedenen Jahrhunderten… :|



      Wieder im Hotel angekommen holen wir unser Gepäck und begeben uns direkt zum Jekteviks-Terminalen.
      Hier kommen wir gegen 15:20 Uhr an, 10 Minuten bevor der langanhaltende Regen und die Check-In-Zeit beginnt.
      Alle 4 Check-In-Schalter sind bei unserer Ankunft besetzt, was sich aber schlagartig um 15:30 Uhr ändert, dann sind es nur noch 2. Aber auch so kommen wir bald dran und erhalten unsere Kabinenkärtchen – aber mit einer falschen Kabinennummer ?( Wir haken noch einmal nach und erhalten die Erklärung, dass dies wohl die Kabine aus einer anderen Buchung sei (obwohl wir diese Kabine nie gebucht haben). Aber nach nochmaliger Eingabe unserer Daten erscheint dann auch die richtige Nummer und wir erhalten unsere Unterlagen (bestehend aus einem Zettel mit den wichtigsten Infos zum Schiff und zum Abfahrtstag) sowie unsere Kabinenkarte mitsamt Umhängeband. Wir verweisen darauf, dass wir unser Band von der letzten Reise wieder mitgebracht haben, erhalten dann aber die Auskunft, dass es nun 3 verschiedene Bänder gibt: Gold für Suiten-Gäste, Gelb für Havila-Gold-Inhaber und Blau für alle Übrigen. Daher sollten wir doch lieber ein neues Band nehmen (was wir dann auch tun) :pardon:
      Wir begeben uns nun in den Warteraum, in dem die Sicherheitseinweisung in Endlosschleife läuft; ab 16 Uhr dürfen wir an Bord. Dort kommen wir mit einer Schweizerin (M.) ins Gespräch, die mit ihrem Sohn (F.) unterwegs ist. Da sie auch das Havila-Gold-Paket gebucht hat, treffen wir uns später in der Bar zum Willkommens-Prosecco wieder.
      Vorher gehen wir erst einmal zum Restaurant, um die Essenszeiten und unseren Tisch zu reservieren. Wir erhalten den letzten Tisch für die Abendessensitzung um 18:30 Uhr (der Rest ist bereits an eine finnische Reisegruppe vergeben 8| ). Für die dazu passenden Frühstücks- und Mittagessenzeiten 7:30 und 12 Uhr sollen wir uns einen Tisch im Hildring Fine Dining geben lassen, da die Suiten-Gäste ihre Mahlzeiten dort erhalten =O
      Vor dem Restaurant sehen wir einen Havila-Mitarbeiter, der gerade eine Präsentation zu den Getränke-Paketen vorbereitet, uns aber mangels Zuständigkeit nicht weiterhelfen kann :pardon: Aber er nimmt unsere Essenszeiten- und Tisch-Wünsche auf und hinterlässt dem zuständigen Oberkellner eine entsprechende Notiz.
      Gegen 17 Uhr dürfen wir auf unsere Kabine, aber dort befindet sich weder unser Gepäck noch das Willkommenspaket (das uns bei der letzten Reise bereits dort erwartet hat) ?( Auf Nachfrage an der Rezeption heißt es, dass das Willkommenspaket jetzt ein Abfahrtspaket ist und gegen 20 Uhr auf die Kabine gebracht wird :S Aha. Das scheint sich so schnell geändert zu haben, dass die neu gestaltete Havila-Gold-Beschreibung immer noch die alte Variante enthält. Und die Koffer sollten eigentlich – laut Aussage des Rezeptionsmitarbeiters – vor der Kabine stehen.
      Ich schaue sicherheitshalber auch einmal bei der ursprünglich genannten Kabinennummer nach, aber da steht nichts. Schließlich komme ich auf die Idee, unseren Flur auf Deck 7 einmal in Gegenrichtung zu laufen und stehe auf einmal vor unserem Gepäck :/ Ich schaue mir die Aufkleber einmal genau an und stelle fest, dass die letzte Ziffer einer 9 ähnlicher sieht als einer 4. Dumm nur, dass diese Kabinentür von unserer aus nicht sichtbar ist… :dash:
      Es hätte mich auch gewundert, wenn die Koffer den Umstieg in Amsterdam gemeistert hätten, um dann im Jekteviks-Terminalen zu verschwinden. Wir erfahren später, dass eine komplette Reisegruppe ihr Gepäck noch in Amsterdam stehen hat, da nehme ich lieber die Schnitzeljagd in Kauf :fie:
      So nutze ich die Gunst der anwesenden Koffer, direkt einen Teil des Gepäcks in den vielen Schränken zu verstauen.

      Gegen 18:30 gehen Göga und ich zum Abendessen (für M. und F. ist das noch zu früh) und erkennen unsere Servicekraft direkt von der Dezember-Reise wieder (insgesamt kennen wir – neben Harald als Reiseleiter – nur 4 Mitglieder der gesamten Besatzung, davon 2 noch von der MS Lofoten).
      Da das Erkennen beiderseits ist, können wir uns auch die Einführung ins Essenskonzept sparen und direkt mit der Sichtung der Speisekarte loslegen :D
      Wie stellen direkt fest, dass der Service viel reibungsloser funktioniert als noch im Dezember; inzwischen hat sich alles gut eingespielt, und die Elektronik spielt ebenfalls mit. Für die Zukunft ist wohl noch das kontaktlose Bestellen am Tisch angedacht, denn die entsprechenden QR-Codes sind bereits installiert :thumbup:

      Nach dem Abendessen gehen wir auf die Kabine und sehen direkt das Willkommens- (oder Abfahrts-) Paket, sogar mit einer Flasche echten Champagner statt dem angekündigten Prosecco :thumbsup: Ob das jetzt an der Reklamation oder der Suite liegt kann ich nicht sagen, jedenfalls haben M. und F. „nur“ eine Flasche Prosecco erhalten. Wir verstauen noch schnell das restliche Gepäck, bevor M. und F. uns zur Abfahrt besuchen. Wir haben verabredet, dass wir heute zu viert die erste Flasche vertilgen und dann zu einer anderen Gelegenheit die zweite :sekt: :sekt:
      Pünktlich um 20:30 Uhr legt das Schiff dann – nicht ab :( Es gibt aber auch keine Durchsage, diese erfolgt erst eine halbe Stunde später: „Die Abfahrt verzögert sich wegen technischer Probleme“. Wirklich viel schlauer sind wir damit nicht :|

      Gegen 21:45 Uhr – es regnet immer noch in Strömen – verlassen wir dann ganz langsam (und ohne weitere Durchsage) den Hafen :hmm: Wir immer beginnt für uns die Fahrt unter der Askøy-Brücke, auch wenn sie nicht ganz sichtbar ist.



      Hier macht sich direkt der Vorteil des Balkons bemerkbar: Draußen mit Regenschutz und immer Sichtkontakt zur Brücke :D
      Wenig später begeben wir uns in den Panoramasalon, um dort noch einen Gute-Nacht-Drink zu uns zu nehmen. Kaum haben wir uns einen Platz gesucht, verschieben wir diese Absicht noch ein wenig, denn plötzlich treibt es der Regen bunt 8|



      Wenig später nutzt die Sonne die letzten 15 Minuten bis zu ihrem Untergang zu einem wahren Farbspektakel in allen Richtungen aus :8o:



      So hat die Verspätung doch noch etwas Gutes gehabt, denn wer weiß, ob und wie wir dann den Sonnenuntergang erlebt hätten ;)
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Donnerstag, 21. Juli 2022 – Tag 6

      Bequem in die Sonne oder: Manchmal lohnt es sich die Küste zu verlassen

      Der nächste Morgen zeigt sich grau in grau; Regen bei 10 Grad :( Ich werde bei der Ausfahrt aus Måløy wach, wo wir noch rund 45 Minuten Verspätung haben. 20 Minuten später erreichen wir Skongsnes Fyr.



      Eine weitere halbe Stunde später muss ich mich auf die andere Seite des Schiffs begeben, um das Vestkapp vorbeiziehen zu sehen :|



      Pünktlich um 7:30 Uhr begeben wir uns zum Frühstück – und stehen vor verschlossener Tür ?( Wir sind etwas irritiert und fragen am Hauptrestaurant nach. Dort erfahren wir, dass das Hildring erst um 8 Uhr öffnet. Also gehen wir noch einmal zurück auf die Kabine und versuchen unser Glück entsprechend später – und nun klappt es. Aber zumindest die Tischreservierung hat geklappt, wir dürfen einen der beiden 2er-Tische am Fenster belegen und machen ihn auch direkt fürs Mittagessen fest :thumbup:
      Beim Frühstück selber geht alles wie gewohnt, das System kennen wir ja bereits. Allerdings ist hier nur ein (sehr freundlicher) junger Mann für das gesamte Restaurant zuständig; um 8:15 Uhr sitzen hier immerhin schon 16 Personen :/

      Nach dem Frühstück beobachten wir eine Tiefflieger-Staffel… :whistling:



      … und passieren bald darauf Grasøyane Fyr.



      Immerhin regnet es jetzt nicht mehr, und wenig später kommt für ein paar Sekunden die Sonne heraus ^^



      Hogsteinen Fyr zeigt sich wieder im heutigen Grau :hmm:



      Ålesund erreichen wir pünktlich, fahren aber dennoch mit 20 Minuten Verspätung ab :fie:



      Eine gute Stunde später reißt der Himmel im Storfjord etwas nachhaltiger auf :)



      Wir gehen pünktlich zum Mittagessen und stehen rechtzeitig zur Einfahrt in den Geirangerfjord wieder an Deck.



      Inzwischen haben wir 19 Grad, und die Stimmung wird immer schöner – heute Morgen hätten wir das noch nicht gedacht :thumbup:



      Wir nähern uns dem Höhepunkt des heutigen Tages.



      Lichtblick am Fuße der sieben Schwestern :rolleyes:



      Aber es gibt auch andere imposante Wasserfälle.



      Mit wenigen Minuten Verspätungen erreichen wir Geiranger (ein Foto vom Ort gibt es nicht, weil da wieder ein schwimmendes Hotel zentral im Bild liegt :S ), wo das Boot für die knapp 80 Ausflügler bereits wartet.



      Auf dem Rückweg sehen wir noch einen Troll… :D



      … und haben einen ganz neuen Blick auf die Wasserfälle ;)



      Je weiter wir uns wieder der Küste nähern, desto mehr versteckt sich auch wieder die Sonne. Aber auch dies führt zu schönen Ausblicken, wie hier kurz vor Ålesund beim Rückblick auf Hogsteinen Fyr ^^



      Da wir bereits um 18 Uhr beim Abendessen gewesen sind, können wir nach dem Anlegen um 19:15 Uhr noch in Begleitung von M. und F. für die es die erste Fahrt ist und die daher den Ort nicht kennen) eine kleine Runde durch den Ort drehen :locomotive:

      Bei der Ausfahrt haben wir auch noch einmal einen schönen Blick zurück zur Schule und zur Kirche.



      Gegen 22:20 Uhr dann die erste Schiffsbegegnung zu nicht nachtschlafener Zeit :D



      Wenig später erreichen wir Molde und erhaschen ein Bild von unserem Schiff :thumbsup:



      Wir erreichen den Hafen pünktlich, so dass ich mir noch eine Viertelstunde die Beine vertreten kann. Im Ort läuft gerade das Jazz-Festival, das aber für den heutigen Tag bereits geschlossen hat :pardon: Ebenso geschlossen ist der Durchgang zur Kirche, da hier das große Festivalzelt steht. Dafür entdecke ich eine – für mich – neue Skulptur :)



      Auf der anschließenden Hustadvika ist es absolut ruhig, nicht das kleinste Schwanken schaukelt uns in den Schlaf :huh: || :sleeping:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


      Post was edited 1 time, last by “Noschwefi” ().