Auf zu neuen Ufern - Live 26.8. - 10.9.2022

    • Svalbard
    • 2022
    • Livebericht
    • @Bavaria58
      Danke für den Link. Diese Website ist mir bekannt- aber schön nochmal darauf gestoßen zu werden- ich hatte sie schon mal früher aufgesucht. Gern auch jetzt nochmal. Viel ist ja von der ursprünglichen, von Christiane Ritter bewohnten Hütte nicht vorhanden. Das Erleben der Gesamtatmosphäre, der Lage, der Natur u.ä. würde mich halt besonders reizen und das geht eben nur live, am schönsten wäre das natürlich im Winter.
    • @Trollebo - ich war zum Glück rechtzeitig nach dem Abendessen wieder draußen an Deck und hatte Hilfe von einem Guide, der mir zeigte, wo genau die Hütte ist - sonst hätte ich sie wohl übersehen. Anlandung gab es keine - dafür war unsere Tour nicht lang genug.

      @Laminaria - wenn Ihr in Oslo seid, besorgt euch den Oslo-Pass - es gibt ihn in Versionen für 24, 48 und 72 Stunden. Mit ihm könnt Ihr die Museen frei besuchen - der Nahverkehr ist ebenfalls enthalten. So kostet beispielsweise die 72-Stunden-Version 820 Kronen - die Eintritte, Führungen und Nahverkehrstickets getrennt gerechnet hätten wohl zusammen etwa das doppelte gekostet … :hmm:

      @Bavaria58 - die Fotos folgen nach meiner Rückkehr. Werde dann meine Foto-Ausbeute sichten und 320 davon auswählen, was bestimmt nicht leicht fallen wird … :gamer:

      Nun zum heutigen Tag - Donnerstag, 8. September 2022

      Morgens bin ich zunächst zum Bahnhof, um in der dortigen Touristeninformation ein paar Fragen zu klären.

      Von dort bin ich zum Freilichtmuseum Maihaugen gelaufen. In den 6 Jahren seit meinem ersten Besuch hat sich einiges getan. So wurde in der Zwischenzeit jenes Haus, in dem Sonja Haraldson aufgewachsen ist, von Oslo dorthin versetzt. Die Räume sind auf dem Stand Anfang der 40er Jahre eingerichtet - als Sonja etwa 4 - 6 Jahre alt war. :8o:
      Das Postmuseum, welches bei meinem ersten Besuch geschlossen war, konnte ich nun auch besuchen. Abschließend gab es in der Museumskantine Rømmegrøt (mit Speck und verschiedenen Wurstsorten).

      Nächster Programmpunkt war das Kunstmuseum. Zu sehen waren - neben der Dauerausstellung zur Entwicklung der Malerei in Norwegen in den vergangenen 200 Jahren - Werke von chinesischen Künstlerinnen.

      Nach dem Museumsbesuch steuerte ich „Det Lille Pannekakehuset“ - ein Tipp aus Bavarias Reisebericht - an. Dort gibt es leckere Poffertjes - wobei ich mich für das „ronnie spesial“ (mit Erdbeeren, Bananenscheiben, Schlagobers, Vanilleeis und Schokosauce) entschieden habe.

      Zurück zum Øvergaard Overnatting bin ich auf einem Umweg - dem Mesna kulursti - gelaufen. Dem gleichnamigen Flüsschen entlang ging es - teils über Stock und Stein - vorbei an vielen Wasserfällen - hinaus aus der Innenstadt. Der Weg endet (oder beginnt - je nach Laufrichtung) - in der Nähe des Olympiastadions an der Lysgårdsbakkene. Diese lies ich auf dem Weg zurück in die Stadt rechts liegen … ;)
      <3 lig hilsen
      Bernhard

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    • mil etter mil wrote:

      besorgt euch den Oslo-Pass


      Das machen wir unbedingt. Als wir einmal ohne Auto in Oslo waren, hatten wir allein schon wegen des kostenlosen Personennahverkehrs großen Nutzen davon. Diesmal wollen wir außerdem besonders viele Museen besuchen. Der 72-Stunden-Pass ist deshalb ein Muss.

      Auch ich bin natürlich gespannt auf deine Fotos. :)

      Viele Grüße
      Laminaria
      Reiseberichte sind in meinem Profil verlinkt.
    • @Bavaria58 - der Poffertjesteller war in der Tat lecker - der Kaffee hat mir hingegen nicht so geschmeckt - möglicherweise habe ich da die falsche Wahl getroffen ...

      Apropos Kaffee - ich sitze nun beim Kunstmuseum im (oder besser vorm) Café Sorgenfri bei einem Punschkake (mit Marzipan, Karamel und Krem) und Cortado (doppelter Espresso mit warmer Milch).
      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • @omlia - auf den Stammtisch freue ich mich. :)

      Freitag, 9. September 2022

      Das Frühstück nehme ich erneut am Bahnhof ein. In der Touristeninformation entdecke ich das neue SKIBLADNER-Buch. Da ich es nicht den ganzen Tag herumschleppen möchte, bringe ich es hinauf zur Øvergaard Overnatting, ehe ich zum Bahnhof zurückkehre, um mit dem Bus bis zur Haltestelle Fossegården Hunderfossen øst zu fahren. Von hier geht es via Hunderfossen kraftverk, welches den Fluss Lågen aufstaut, zum Museumspark. Als erste besuche ich das Norsk kjøretøyhistorisk museum, das Norwegische Fahrzeughistorische Museum. Hier sind viele interessante Autos, Motor- und Fahrräder versammelt.

      Das benachbarte Café hat leider bereits geschlossen. So setze ich meine Tour im Norsk Vegmuseum, dem Norwegischen Straßenmuseums, fort. Dieses behandelt viele Aspekte - von den ersten Fernwegen über die verschiedenen Brückenformen bis hin zur Sicherheit im Straßenverkehr. Hier verbringe ich entsprechend mehr Zeit. Schließlich kaufe ich im Museumsshop ein Eis am Stiel und belegtes Bagett.

      Nun wende ich mich dem Museumspark zu. Hier sind verschiedene Häuser - Insbesondere Aufenthaltshüten für Straßenarbeiter, aber auch eine Kutscherstation, ein Landhandel und sogar eine alte Autofähre wiedererrichtet worden. Darüber hinaus sind hier viele Straßenbaumaschinen zu finden.

      Das Fjellsprengnings museet - Bersprengmuseum (oder so) ist leider nur in der Hauptsaison geöffnet. In dessen Nähe befindet sich eine alte Mobil-Tankstelle. Kaum habe ich es fotografiert und will gerade weiter gehen, als mehrere Traktoren - ältere, wie neuere - herangebraust kommen, um sich bei den Zapfsäulen aufzureihen. Hierbei handelt es sich wohl um eine Ausfahrt der Landjugend ... :hmm:

      Schließlich mache ich auf den Weg zurück zur Bushaltestelle. In der Innenstadt angekommen, begebe ich mich wieder zum Flüsschen Mesna, im den noch fehlenden unteren Teilabschnitt des Begleitweges zu erkunden.

      Nun ist es höchste Zeit für eine Kaffee-Pause, die ich im Café Sorgenfri einlege (siehe oben). :tee:

      Hier überlege ich mir, was mir noch anschauen kann - und beschließe, zur alten Brücke über den Møssa zu laufen. Diese ist mittlerweile für den Autoverkehr gesperrt. In der Mitte stehen mehrere Bänke mit Pflanzkübeln - von hier gibt es schöne Aussichten. :8o:

      Zurück auf meinem Zimmer checke ich mich für den morgigen Rückflug ein und bestelle zudem das Zugticket. Fürs Zubettgehen ist es jedoch noch zu früh.

      So begebe ich mich zur 1847 Brenneriet, welche als "Flamingo Bar" in der Serie Lillyhammer zu sehen war. Die Bar selbst hat heute geschlossen, im Bryggerikjelleren bekomme ich hingegen einen Tisch, wo ich bei einer gefüllten Paprika und einem einheimischen Pils meine wunderbare Reise Revue passieren lasse ... ^^
      <3 lig hilsen
      Bernhard

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    • Heute früh habe ich etwas länger geschlafen, die Koffer quasi abschließend gepackt und griffbereit abgestellt.

      Mein finales Ziel heute war Bjerkebæk - hier lebte Sigrid Undset von 1919 bis zu ihrer Flucht 1940 und von 1945 bis zu ihrem Tod 1949. 1928 erhielt sie für Werk den Nobelpreis für Literatur. Der Garten und die Häuser sind heute wieder in den Zustand Anfang der 30er Jahre zurückversetzt. Der Garten ist frei zugänglich, die beiden Häuser nur mit einer Führung. Diese begann um 12 Uhr und wurde in Norwegisch durchgeführt, wovon einen Großteil verstand. Ich erhielt zudem einen mehrere Seiten umfassenden englischen Text, welcher die Lücken füllte.

      Zum Schluss kaufte ich noch zwei Bücher - die norwegische Version von "Kristin Lavranstochter" (die deutsche Übersetzung habe ich daheim - sie wurde früher von meiner Großmutter gelesen) - sowie ein Buch über Sigrid Undset und Bjørnstjerne Bjørnson - eine Art Parallel-Biografie über die Nobelpreisträger, die beide in der Region lebten, sich aber nicht begegnet sind. Bjørnson lebte bis zu seinem Tod 1910 in Aulestad, ca. 17 km nordwestlich von Lillehammer. Sein dortiges Wohnhaus steht ebenfalls auf meine Reiseliste - da es nach der Sommersaison nur am Wochenende geöffnet hat und mir die heute zur Verfügung stehende Zeit viel zu knapp hierfür ist, bleibt es weiter auf der Liste ... ;)

      Ich kehrte ein (vorläufig) letztes Mal zur Übernachtungsstätte zurück, um die Bücher zu verpacken, mich vom Hausherrn zu verabschieden, die Koffer zu schnappen und mit ihnen zum Bahnhof zu laufen. Hier gönne ich mir noch ein Stück Cappuccinokuchen und einen doppelten Latte Mocca. Schließlich besteige ich den inzwischen bereitstehenden Zug, der mich nun zum Flughafen bringt.
      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • mil etter mil wrote:

      Zum Schluss kaufte ich noch zwei Bücher - die norwegische Version von "Kristin Lavranstochter" (die deutsche Übersetzung habe ich daheim - sie wurde früher von meiner Großmutter gelesen)


      @mil etter mil
      Zwar bin bin vielleicht noch nicht ganz im Alter deiner Großmutter, aber Sigrid Undsets Kristin Lavrantochter habe ich jetzt im Sommerurlaub zum drittenmal gelesen, in der schönen alten Übersetzung von J. Sandmeier und S. Angermann. Ebenso Olav Audunson. Viga-Ljot ind Vgdis habe ich zuerst in der neuen Übersetzung gelesen ( Tipp kam hier im Forum nach der Buchmesse in Frankfurt ). Die hat mir sehr gut gefallen. Besitze aber jetzt auch noch die alte Übersetzung- antiquarisch gekauft. Ich denke für junge Menschen sind die neuen Übersetzungen, die es seit diesem Jahr auch von Kristin Lavranstochter gibt, besser geeignet. Ich habe mal einige Seiten verglichen.
      Vielleicht können wir, mein GöGa und ich, bei einem nächsten Trip mit ColorLine nach Oslo Bjekbaek besuchen.
      Ich freue mich darauf, dich beim kommenden Stammtisch zu treffen und evtl noch Tipps dafür zu bekommen.
      Im Moment sind wir dabei, die Koffer zu packen für die Reise nach Bergen bzw. Hurtigruten !!!!! Endlich wieder !!
      Dir einen guten Heimflug !

      Liebe Grüße von Trollebo :)
      Liebe Grüße von Trollebo
    • Kurze Meldung
      Bin mit viel Zeitpuffer (better safe, than sorry :pardon: ) am Flughafen angekommen. Da der Flieger nahezu ausgebucht ist, wurde ich gebeten, mein (Haupt-)Handgepäck ebenfalls einzuchecken - so brauche ich nun nur meine Kameratasche ins Flugzeug zu schleppen … ;)

      die @Trollebo
      - werde daheim nachsehen, aus welchem Jahr meine Ausgabe stammt. Kann sie zum Stammtisch mitbringen - ebenso die neuen Bücher …
      - Für Lillehammer solltet Ihr mehr Zeit einplanen, als ein Tagestripp von Oslo aus - immerhin dauert die Bahnfahrt von Oslo S bis Lillehammer S ca. 2,5 Stunden - zurück ebenso. Da lohnt sich mindestens eine Übernachtung vor Ort. Insbesondere das Freilichtmuseum Maihaugen ist absolut sehenswert und benötigt entsprechend Zeit. Achtet auch auf die Öffnungszeiten von Bjerkebæk - außerhalb der Sommersaison nur an Wochenenden.
      <3 lig hilsen
      Bernhard

      Post was edited 2 times, last by “mil etter mil” ().

    • Bin nun wieder dahåm.

      Nach dem Start verschwand Norwegen recht schnell unter den Wolken, so dass die Aussicht an die Umgebung von Finse - an eine baumlose verschneite Hochebene erinnerte - nur ohne Berge ... ;)

      Etwa eine Stunde vor der Landung begann ein wunderbarer Sonnenuntergang mit faszinierenden Wolkenbildern - ein Wal, Ambosse und nach Sonnenuntergang ein wildes Meer ... :8o:
      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • Tag 1 - 26. August 2022

      Hier nun Bilder vom ersten Tag:

      Nach dem einchecken im Thon-Hotel in Skien wollte ich ursprünglich zum Henrik-Ipsen-Museum laufen. Da mir das Wetter hierfür jedoch zu unsicher war, habe ich mich statt dessen entschieden, direkt zum Freilichtmuseum Brekkeparken oberhalb der Innenstadt hinaufzusteigen. Der Aufstieg erfolgte über die Henrik-Ibsen-Treppe:


      Kurz nach meiner Ankunft im Park fing es an zu regnen - daher unterbrach ich meinen Rundgang, um mich ins Museum mit Café - im Bild rechts hinten zu sehen - zu "flüchten":



      Im Café legte ich zunächst eine kleine Mittagspause ein, ehe ich das Museum im Untergeschoss besichtigte. Hier gibt es unter anderem eine Bibliothek, die wie ein Wohnzimer eingerichtet ist, sowie weitere Räume zur Geschichte Skiens:



      Da der Regen inzwischen aufgehört hatte, setzte ich meinen Rundgang durchs Freilichtmuseum fort. Die Gebäude waren leider verschlossen:



      Der Park enthält zudem viele bunt bepflanzte Blumenbeete:



      Schließlich kehrte ich in die Innenstadt zurück:



      Hier fand heute und morgen Matfestivalen Mersmak statt mit diversen Ess-Ständen, aber auch mit Informationen u.a. zu den Fischen in den heimischen Gewässern. Die Zelte sind auf dem nächsten Bild im Hintergrund zu sehen:



      In der Zwischenzeit hatte es wieder zu regnen angefangen - dennoch setzte ich meinen Rundgang fort. Unterwegs sah ich am gegenüberliegenden Ufer die VICTORIA, mit der ich am Folgetag auf dem Telemarkkanal befuhr:



      Die moderen Archtitektur erinnert mich irgendwie an eine doppelte Kaffeemasschine :hmm: :



      Ich lief bis zum Wehr am Klosterfossen:



      ehe ich zum Festival zurückkehrte. Dabei querte ich die Skien Schleuse, die den Hafen mit dem Skienselva verbindet:

      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • Tag 2 - 27. August 2022:

      Nach einem schnellen Frühstück lief ich zum nahe gelegenen Kai, um die VICTORIA rechtzeitig zu entern. Es blieb sogar noch etwas Zeit, um Kanaldronningen - die Königin des Telemarkkanals - ausgiebig zu bewundern.


      Pünktlich um 8:10 legte sie ab. Bei Skotfoss erreichten wir mit Løveid sluser die erste Schleuse. Der der drei Kammern werden im Gegensatz zu den weiteren Schleusenanlagen automatisch betrieben.


      Unter einer Klappbrücke hindurch verließen wir den Norsjø-Skienkanal, den älteren Teil des Telemarkkanals. Kurze Zeit danach kamen wir an der Mikaelshulen vorbei, die vom Mittelalter bis 1843 als katholische Kirche genutzt wurde.


      Bei Ulefoss sluiser beginnt der Bandak-Norsjøkanal, der jüngere Teil des Telemarkkanals. Ab hier ist Handarbeit angesagt - die Tore der drei Schleusenkammern wurden jeweils von zwei jungen Helfern manuell geöffnet und geschlossen.


      Anschließend fuhren sie mit dem Auto zur nächsten Schleusenanlage - Eidsfoss sluiser mit zwei Kammern, gefolgt von Vrangfoss sluiser mit 5 Kammern. Letztere besitzt mit 23 Metern die größte Hubhöhe des Kanals. Hier zeigten sich wiederholt kleine Regenbögen - bzw. Schleusentoreinströmspritzwasserbögen (oder so) ... :8o:


      Bei Lunde unterquerten wir zwei Brücken, gefolgt vom Zwischenstopp an der dortigen Schleuse. Über uns kreiste ein Motorflugzeug mit einem Segelflugzeug im Schlepp.


      Oberhalb der Schleuse erstreckt sich ein Campingplatz. Bei ihm begegnen sich im Sommer jeweils die beiden Kanalboote VICTORIA und HENRIK IBSEN.


      Weiter ging es via Kjeldal sluiser mit einer Kammer zur höchstgelegenen Schleuse - Hogga sluiser mit zwei Kammern. Insgesamt wurden mit Hilfe der Schleusen 67 Höhenmeter überwunden. Vorbei an einer verdoppelten Landschaft ;)


      Die Besonderheit der Fahrt mit der VICTORIA ist, dass sie im Gegensatz zur HENRIK IBSEN jeweils einen Abstecher nach Kviteseid unternimmt. Auf dem Weg dorthin passierten wir Sundkil bru. Die Drehbrücke stammt aus dem Jahr 1901. Von dieser Bauart gibt es insgesamt nur 3 in Norwegen, wobei diese als einzige noch in Betrieb ist.


      Schließlich endete die wunderbare Kanalfahrt in Dalen. Am Ufer wartete ein Oldtimer-Bus auf die Gäste des Dalen Hotels.


      Ich bestieg nun nicht diesen, sondern den Bus der Linie 142 nach Seljord. Dort erfolgte der Wechsel auf einen Kleinbus, der die Teilnehmer von verschiedenen Rundfahrten an ihren jeweiligen Startort (Lunde bzw. Skien) zurückbrachte. Letzteren erreichte er gegen 21:30.
      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • Tag 3 - 28. August 2022:

      Im Gegensatz zu früheren Reisen habe ich dieses Mal die Bahnfahrten jeweils kurzfristig gebucht. So konnte ich mein Vorhaben, den Zug um 8:09 zu nehmen, spontan zugunsten des Zuges um 10:09 ändern. Dadurch hatte ich mehr Zeit fürs Frühstück, was ich ausgiebig nutze - die Auswahl im Thon Hotel Høyers in Skien ist reichhaltig. Nach dem auschecken bin ich zurück zum Bahnhof gelaufen, wobei mir irgendwie deutlich kürzer vorkam, als auf dem Hinweg ... :hmm: Unterwegs lief ich an der Skien kirke vorbei - für einen Besuch reichte die Zeit nicht. Sie ist deshalb so groß, weil sie als mögliche Domkirche geplant wurde.



      Gegen 12:30 traf ich mit der Bahn in Oslo ein. Nach dem einchecken im Thon Astoria lief ich zur Touristeninformation in der Ostbahnhalle, um mir die 72-Stunden-Version des Oslo-Passes zu besorgen. Da bis zum Beginn der Stadtwanderung entlang des Akerselva noch etwas Zeit war, besuchte ich inzwischen die Domkirche.


      Um 14 begann die Stadtwanderung. Die Teilnahme ist im Oslo-Pass enthalten. Wir erhielten jeweils einen kleinen Empfänger und Kopfhörer, mit denen wir den Erläuterungen der Führerin folgen auch dann konnten, wenn wir nicht direkt neben ihr standen. Wir liefen durch die Halle des Bahnhofs zum Ufer des Akerselva


      Unterwegs kamen wir an Wandgemälden vorbei.


      Wir folgten dem Fluss bis zu einem Kunstmarkt, wo wir uns etwas umsehen konnten. Durch die Mathalle hindurch endete die Stadtwanderung schließlich beim Studentenwohnheim in einer ehemaligen Siloanlage.


      Die Stadtwanderung ist durchaus interessant - ich wurde auf Bereiche und Details aufmerksam gemacht, an denen ich sonst vermutlich vorbeigelaufen wäre.

      Nach einer Kaffee-Pause in der Mathalle lief ich zu den Holzhäusern in der Telthusbakken hinüber, ...


      ... ehe ich zum Fluss zurückkehrte. Der Weg führte über Brücken, bzw. unter diesen hindurch ...


      ... vorbei an etlichen Wasserfällen.


      An letzterem legte ich eine weitere Kaffeepause ein.


      Oberhalb davon wurde ein Denkmal für die Fabrikarbeiterinnen errichtet.


      Unter einer weiteren Brücke hindurch, vorbei an moderner Kunst ...


      ... beendete ich den Spaziergang an der Jerusalem bro. Von der nahe gelegenen Straßenbahnhaltestell Sandaker senter fuhr ich zur T-Bane-Station Storo und weiter mit der Linie 4 zur Station Stovner. In der benachbarten Wohnsiedlung wurde der Aussichtsturm Stovnertårnet errichtet, den ich als Abschluss des Tages besuchte.

      <3 lig hilsen
      Bernhard

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      Tag 4 - 29. August 2022:

      Montags haben viele Museen geschlossen - dennoch gab es genug zu sehen und zu erleben. So im Schlosspark, den ich bislang noch nicht besucht hatte. Mit der Straßenbahn fuhr ich bis zur Haltestelle Nationaltheatret. Im Park besichtigte ich unter anderem Prinsesse Ingrid Alexandras Skulpturpark - Informationen auf Norwegisch,


      die Statuen von Dronning Maud , Kronprinsesse Märtha und Dronning Sonja,


      sowie die bunt bepflanzten Beete.


      Nächstes Ziel war das Rathaus. Vom benachbarten Kai bin ich per Fähre zur Museumshalbinsel Bygdøy gefahren.


      Das Norsk Maritimt Museum hatte ich - im Gegensatz zu den benachbarten Fram- und Kon-Tiki-Museen - noch nicht besichtigt. Hier sind auch die Modelle der MIDNATSOL von 1949, der NORDLYS von 1951 oder der POLARLYS von 1952, sowie der VESTERÅLEN von 1983 zu sehen. Durchs Fenster entdeckte ich ein Geisterschiff …


      Schließlich fuhr ich mit der Fähre zurück zum Rathaus …


      … und mit der Straßenbahn weiter zum Hotel. Nächstes Ziel war die Touristeninformation - hier begann nun ein weiterer Rundgang - dieses Mal via Grønland nach Bjørvika. Am Spektrum mit seiner interessanten Fassadengestaltung …


      … vorbei kamen wir zum ältesten noch vorhandenen Gebäude des Stadtteils, dem Queens Pub.


      Gegenüber wurde 1991 die Skulptur „Neve og Rose“ (Faust und Rose) von Ola Enstad errichtet - von ihm stammt auch die „Dykkar skulptur“ („Taucher Skulptur“, aber auch „Deren Skulptur“), an der bereits der gestrige Citywalk vorbeigeführt hatte.



      Statt entlang des Akerselva liefen wir nun hinüber in die Smalgangen genannte Fußgängerzone. Hier hielt Frelses Armeen, die norwegische Heilsarmee, am 22. Jänner 1888 ihr erstes Treffen ab.


      Schließlich querten wir auf der Akrobaten bru die Gleise des Hauptbahnhofs und gelangten so ins Neubauviertel Bjørvika mit seinen Barcode-Blocks. Die hier aufgestellten Sitzbänke sind wohl künstlerisch Wertvoll, aber nicht wirklich nützlich …


      Die Führung führte am MUNCH Museum vorbei und endete vor der Bücherei Deichmann. Diese betrat ich daraufhin, um mir Bücher zum Thema Hurtigruten anzusehen und durchzulesen - unter anderem von Kapitän Eivind Lande zur DS BØRØYSUND, sowie das Buch zur Abschiedsfahrt der MS NORDSTJERNEN . Hier ist auch ein geheimes Zimmer zu finden …



      Schließlich kehrte ich ins Hotel zurück, um im benachbarten tailändischen Restaurant Risbolle den Tag zu beenden …
      <3 lig hilsen
      Bernhard

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      Auch wir hatten das Maritime Museum bislang noch nie besucht und standen vergangene Woche zum ersten Mal vor dem Modell der Midnatsol Bj. 1949.
      Das war im Jahre 1978 unser erstes Hurtigrutenschiff auf dem Weg von Trondheim nach Stamsund .

      Entsprechend begeistert hat mich der kleine Nachbau.

      Im Fenster sahen wir dann kein Geisterschiff sondern die auslaufende Color Fantasy.

      Viele Grüße
      Laminaria
      Reiseberichte sind in meinem Profil verlinkt.
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      @Laminaria - die Color Fantasy habe ich auch gesehen - siehe weiter unten. :)

      Tag 5 - 30. August 2022:

      Per Trikk (Straßenbahn) bis Middelalderparken erreichte ich das erstes Ziel des Tages - die Ruinen im Bereich Gamlebyen: u.a. Oslo ladegård und Olavsklosteret.


      Von Oslo Hospital bin ich per Trikk bis Ekebergparken weitegefahren. Hier waren die Helleristninger, die steinzeitlichen Felsritzungen, erster Anlaufpunkt.


      Im gegenüber gelegenen Skulpturenpark setzte ich meinen Rundgang fort. Am utsiktspunkt skrik, hatte Edvard Munch sein Sonnenuntergangserlebnis, welches ihn zu seiner Gemäldeserie Skrik (Schrei) inspirierte. Wer weiß, zu was ihn der Anblick der schwimmenden Bettburgen inspiriert hätte …


      Beim weiteren Rundgang sah ich unter anderem Skulpturen von Markus Lüpertz und Fernando Botero, deren Werke auch in Bamberg ausgestellt wurden.


      Diane Macleans Open Book nutze ich für ein Selfie. Die Zwillingsschwester von Sean Henrys Walking Woman war 2013 während Blickachsen 9 in Bad Homburg zu sehen. Seit 2016 läuft/steht sie am dortigen Hauptbahnhof.


      Am Ekebergrestaurant beobachtete ich die Abfahrt der Color Fantasy. Mit der Schwester der Elektrofähre war ich 2021 auf dem Nærøyfjord unterwegs.


      Nach der Mittagspause im Restaurant lief ich zur Haltestelle zurück, um mit der nächsten Trikk bis Bjørvika zu fahren - von hier ist es nicht weit bis zum MUNCH Museum. In den Sälen mit den Werken Munchs gibt es auch kleine Gucklöcher für Kinder mit Szenen, die von den Werken des Malers (beispielsweise „Pubertet“) inspiriert wurden. :serch:


      Die Aussicht aus dem Museum ist besser, als die Ansicht von außen … ;)


      Anschließend lief ich zum Hauptbahnhof, um mit der Holmenkollbahn bis zur Endstation Frognerseteren zu fahren. Direkt neben dieser wurde das Roseslottet errichtet - die Kunstinstallation wurde vom Namen der Widerstandsgruppe „weiße Rose“ inspiriert. Sie wurde 2020 eröffnet - 75 nach der Beendigung der Besatzung Norwegens. In ihr wird der Opfer der Besatzungszeit gedacht.


      Letzte Kunststation des Tages war das kürzlich eröffnete Nationalmuseum, welches unter anderem die Nationalgalerie abgelöst hat. Von hier ergibt sich eine schöne Aussicht über das Nobels Fredssenter im ehemaligen Westbahnhof hinweg zum Rathaus.
      <3 lig hilsen
      Bernhard

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      Ein wirklich schöner Blick (Bild 93). Den Aussichtspunkt hatten wir gar nicht entdeckt auf unserem Rundgang. :( Aber auch wir waren recht spät in dem Museum und sind leider nicht mehr durch alle Ebenen gegangen..

      Viele Grüße
      Laminaria
      Reiseberichte sind in meinem Profil verlinkt.