mit MS SPITSBERGEN zu den Eisbären 22.06.-01.07.22 und wie die geplante Reise um zusätzliche 16 ungeplante Tage bis 17.07.22 von 10 auf 26 Tage verlängert wurde...

    • Svalbard
    • 2022
    • mit MS SPITSBERGEN zu den Eisbären 22.06.-01.07.22 und wie die geplante Reise um zusätzliche 16 ungeplante Tage bis 17.07.22 von 10 auf 26 Tage verlängert wurde...

      Es waren einige Anläufe nötig, bis die für 2020 geplante Geburtstags-Reise von L. wirklich stattfand


      Der 1. Anlauf 2020 - 22.06.-01.07. Expedition rund um Spitzbergen wurde abgesagt aus den bekannten (Corona)Gründen,
      das Guthaben aus dem seinerzeitigen Umbuchungsangebot konnte in eine weitere Reise fließen, das sollte diese sein:

      2020 - 11.11.-23.11. MS TROLLFJORD , Bergen Bergen , ebenfalls aus den bekannten Gründen abgesagt

      Der 2. Anlauf 2021- 28.06.-07.07. Expedition rund um Spitzbergen – Im Reich des Eisbären, abgesagt

      Die Abfahrt ab Hamburg und Alta als regulärer Hafenstop brachte die Entscheidung für die Guthabenreise (mit Zuzahlung)

      2022 - 08.03.-22.03. MS OTTO SVERDRUP - Norwegen Expedition – Auf den Spuren der Postschiffroute, ab/bis Hamburg,
      die tatsächlich auch stattfand, siehe „Endlich …. ich in Alta .... mit Hurtigruten und ganz ohne Sturm ...."


      und da sich die Corona-Situation nicht wieder verschlimmerte, fand sie nun wirklich statt

      2022 - 22.06.-01.07.2022 Spitzbergen-Expedition – Im Reich des Eisbären


      Nach dem Erhalt der Flugdaten (DUS-OSL 11:45-13:35) und entsprechender Parkplatz-Buchung am Flughafen konnte ja nichts mehr schiefgehen, wenn man nicht am Vortag nachmittags um 16h die Info erhält, dass man am 22.6. um 14.30h ab Oslo nach Longyearbyen fliegen und dort um 17h ankommen wird.......
      und sollte unser Flug nach Oslo nach 13.15h dort ankommen, so würden unsere Flüge umgebucht und wir bekämen aktualisierte Reiseunterlagen.

      Die kam dann via Mail um 18:03h, Flug am nächsten Tag 06:10-07:30 DUS-CPH, 09:15-10:25 CPH-OSL. Na toll.

      Der Parkplatzanbieter wurde über die frühere Ankunft informiert, der Wecker für mitten in der Nacht gestellt und gegen halb 3 Uhr :gutenmorgen: ging es quer durch eine sehr sehr ruhige Stadt zum Flughafen, um dort frühzeitig möglichst vor dem allgemeinen zu erwartenden Chaos am Schalter zu sein, denn leider war bei der Charterreise keine Gepäckaufgabe am Vorabend möglich.

      Und wir hatten tatsächlich die Pole-Position am Schalter.

      Als der dann endlich besetzt war und die Koffer aufgegeben waren, ging es zur Sicherheitskontrolle, wo schon eine ordentliche Schlange am Einlass stand. Und als wir fast dran waren, machte der zu und wir wurden in das danebenliegende Terminal B geschickt, um dort den Sicherheitscheck zu machen, halber Flughafen hin, halber Flughafen wieder zurück zum Gate A. :girl_witch:

      Der Flug DUS-CPH (Canadair CJR900) war pünktlich, wir hatten gute Plätze dank eines sehr netten Stewards. Als der sah, auf welche zugewiesenen Plätze wir wollten, kam er und gab uns andere am Notausgang, wo L. auch ordentlich sitzen konnte.
      Netter Mensch, dieser Steward. :good3:


      In Kopenhagen gab es vor dem Weiterflug im A321 nach Oslo genug Zeit, um den üblichen Reiseproviant in Lakritzform zu besorgen .


      In Oslo trafen wir L's Freunde B. und K., und beim Boarding ging es für unsere Sitzplätze über den hinteren Einstieg der B737-800 ins Flugzeug.



      Bei dem kurzen Stau fragte ich die Begrüßungs-Stewardess nett, ob der Flieger ausgebucht sei oder ob eine Chance besteht, für L. doch einen Platz
      mit mehr Beinfreiheit zu kriegen (beim Automaten-Check-In hatte er keinen Einfluss darauf nehmen können).
      Sie guckte an ihm hoch und bat darum, erst mal wie geplant zu sitzen und sie wolle sehen, was machbar ist.
      Ein paar Minuten später kam sie vorbei, brachte ein fast erschrockenes „O ja, ich verstehe“ raus, als sie sah, wie L. sitzen musste

      ,
      und nahm ihn später dann mit zu einem noch freien Sitz an einem der Notausgänge mit.


      Auf dem gut 2,5 Std. langen Flug gab es was zu essen, echt lecker.

      Zum Nachtisch gab es eine schöne Glorie auf der Wolkendecke unter uns.



      Und dann setzte das Flugzeug auf dem Flughafen Longyearbyen auf.


      Demnächst mehr.......
    • Tag 1 - 22.06.2022 Fortsetzung

      Am Flughafen ging es direkt nach Bootsgruppen sortiert in bereits wartende Busse zum Hotel , dort gab es nach dem Einchecken ein schmackhaftes Menu.
      Beim tagesabschließenden Spaziergang war noch einiges zu sehen.



      Öfters waren Rentiere mitten im Ort zu sehen, dieses hatte es sich zum Fressen direkt am Hotelgebäude bequem gemacht.




      Und besonders wurde langsam deutlich......dunkel wird es hier nicht . :whistle3:
    • @ELFI, ich bin dabei und freue mich auf deine Spitzbergen-Erlebnisse. Bin gespannt, was ich wiederkenne und was sich verändert hat seit meinen beiden Spitzbergenreisen mit der MS Expedition und der MS Fram. Eines ist sicher anders: Barentsburg und Pyramiden konntet ihr wegen der Sanktionen nicht besuchen. Hattet ihr das ursprünglich auf dem Plan?


      Viele Grüße
      omlia :)

      Reiseberichte im Profil
    • @omlia Landgang in Barentsburg kenne ich auch von MS FRAM-Fahrten, stand auf dieser Reise nicht auf dem Programm. Und vor Pyramiden wurde nur gekreuzt. Von Longyearbyen aus wurden aber Ausflüge dorthin angeboten. Grüße zurück :)


      Tag 2 .. 23.06.2022

      Wohl dem, der zum Frühstücks-Buffet nicht auf Socken, sondern mit Hausschlappen unterwegs war – es gabmehr als einen Gast, der beim Auffüllen seines Tellers den schon mal verfehlte. Auch wenn das Personal immer flott gewischt hat, so klebte der Boden an manchen Stellen ganz ordentlich.

      Später ging es zum Schnelltest, schön mit je nach Kabinen-Nr. zugeteilter Uhrzeit. Das ging ganz zügig über die Bühne, bis dann festgestellt wurde, dass mein ausgefüllter Fragebogen nicht der richtige war. Ich hatte es mir einfach gemacht und den von der März-Reise an den relevanten Stellen überschrieben und nicht gemerkt, dass der für diese Reise etwas anders aufgebaut war. :pardon: Tja.......... das Neuausfüllen ging aber ruckzuck.

      Danach war noch mal Zeit für einen weiteren Spaziergang.

      .

      Mit einem besonderen Highlight

      und einem netten Pausenplätzchen, aber leider nicht zu erreichen

      . .

      Nachmittags gab es eine Bustour zum Camp Barentz, ca 10km außerhalb von Longyearbyen im Adventdalen.
      Willem Barentz ist der Entdecker der Inseln Bjørnøya und Spitzbergen während seiner Arktisexpedition im Jahr 1596. Nachdem ihr Schiff im Eis stecken geblieben war, mussten er und seine Crew in Novaya Zemlya überwintern. Eine der Hütten ist eine authentische Kopie der ursprünglichen Hütte, in der sie überwintert haben. Es gab viel Wissenswertes zu hören und sehen, ausserdem gab es was zu trinken und zu essen und Hundelis zum Knuddeln :noki:

      . .

      Danach ging es zum Svalbard Museum mit vielen Objekten aus der 400-jährigen Geschichte des Spitzbergen-Archipels.
      An einem der definiv neueren technischen Geräte gab es keinen Hinweis, was das war oder wofür es eingesetzt wurde. Das veranlasste L. und K., darüber zu spekulieren und auch ein oder zwei andere Besucher beteiligten sich. Ich hab dann eine der Museumsdamen danach gefragt, die aber nichts dazu wusste und auch auf der Museum-website nichts dazu finden konnte.

      In einer der Vitrinen waren Gegenstände ausgestellt, die man im Laufe der Zeit in verlassenen Walfänger- und Jägerhütten fand, darunter auch diese „homemade guitar“


      Der Wind, der schon den ganzen Tag über ziemlich heftig war, frischte weiter auf.

      Drei auf Reede liegende Kreuzfahrt-Schiffe kreiselten fleissig um ihre Ankerketten. Ein kleineres lag schon so schräg, dass Suppe garantiert nicht mehr auf dem Teller genlieben wäre.....

      Nun ging es zum Schiff. Das ursprünglich geplante Tendern fand nicht statt, eben wegen des Winds. Die SPITSBERGEN lag am Kai in Flughafennähe.



      Unsere Koffer standen schon vor der Kabine und die Ausgabe der Expeditionsjacken und der Gummistiefel ging flott über die Bühne. Für L. war die größte angebotene Stiefelgröße ziemlich knapp. Eine junge Frau verprach bei Gelegenheit nachzugucken, ob nicht doch noch irgendwo im Bestand was zu finden wäre.

      Um 20.00h sollte das Ablegen, aber offensicht drückte der Wind mit über 80 kmH das Schiff über die volle Breitseite so stark gegen den Kai, dass die Abfahrt auf den nächsten Morgen verschoben wurde.



      Demnächst geht es weiter
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    • :8o: da bin ich gespannt, was Du von dieser Reise weiter berichten wirst, liebe Elfi!
      Sind echt soo viele Kreuzfahrtschiffe (Bild 19) an der Küste Spitzbergens? X/ Das ist ja fast beängstigend und erinnert mich an
      "Der Tourist zerstört was er sucht, indem er es findet" (nicht "gegendert")
      Servus sagt Bavaria :)
    • @ELFI Da freue ich mich sehr das Du gleich so fein bebildert loslegst und ich Deine Reise nochmal ausführlich miterleben darf. :love:
      Du hast es im dritten Anlauf nach Spitzbergen geschafft, ich bin ja am Start gestrauchelt und muss wohl nochmal neu starten. :saint:

      Bavaria58 wrote:

      Sind echt soo viele Kreuzfahrtschiffe (Bild 19) an der Küste Spitzbergens? Das ist ja fast beängstigend und erinnert mich an
      "Der Tourist zerstört was er sucht, indem er es findet" (nicht "gegendert")


      Ich bin auch sehr erschrocken über diese Masse an Kreuzfahrtschiffen :S
      Liebe Grüße
      Pedrolino
    • Ich habe sie - die Kreuzfahrtschiffe - in diesem Jahr immer wieder mal gezählt. Um Spitzbergen herum waren (einschließlich der Expeditionssegler wie MS Rembrandt) im Schnitt knapp über 20 Expeditionsschiffe unterwegs. Ab und an dann auch mal was Größeres, aber glücklicher Weise nur wenige.

      Und es werden immer mehr Expeditionsschiffe gebaut =O
    • Tag 3 – 24.06.2022

      Gegen 7h legte die SPITSBERGEN in Longyearbyen ab.
      An Bord gab es im Laufe des Tages die Willkommensansprache des Kapitäns, das obligatorische AECO Briefing, eine Einführung in das Science Scenter und Infos über Photography Basics und Walfang in Spitzbergen.

      Das nächste Ziel war Ny Ålesund und auf der Fahrt dorthin gab es tolle Wolkenformationen und feines Licht, ein weit entfernter Blas und noch manch anderes zusehen. In Ny Ålesund konnte man an einem Geschichtsspaziergang teilnehmen, danach war noch reichlich Zeit für weitere Spaziergänge, die Liegezeit war von 19:00 bis Mitternacht.

      Hier ein paar Fotos

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      Demnächst geht es weiter