Zwischen Eis und heiß, schwimmenden Vögeln und fliegenden Fischen – Antarktis und mehr (03.02. bis 16.03.2022)

    • Antarktis
    • 2022
    • @Noschwefi das mit den asiatischen Fischereiflotten kenne ich aus Süditalien, wo wir lange Jahre unseren Urlaub verbracht habe. Dort wurden Thunfische in riesigen Käfigen gross gezogen und alle 2 Jahre rückte hier eine japanische Flotte an um 2 Wochen lang die Thunfische rauszuholen, vor Ort zu schlachten und zu verarbeiten. Ich fand das ganz furchtbar wie hier Raubbau an der Natur getrieben wird, aber das bei euch war ja noch viel schlimmer.....
    • Dienstag, 1. März 2022 – Tag 27

      Montevideo / Uruguay

      Sonnenaufgang 06:32 Uhr, 25°C, wolkenlos, Windstärke 3-4 aus West, Sonnenuntergang 19:21 Uhr

      Der heutige Tag empfängt uns mit einem strahlend blauen Himmel und Frühtemperaturen von knapp 20 Grad. Wie passend, dass die Renovierungsarbeiten im Lido am Vortag abgeschlossen werden konnten und wir endlich draußen frühstücken dürfen :) :gutenmorgen: :essen:
      Wir lassen uns viel Zeit dabei, während wir an großen Schiffen und kleinen Bojen vorbeifahren, die hier auf der Lauer liegen :|



      In der Ferne ist schon Land zu sehen, während wir uns selbigem nähern. Interessant sind die vielen Farben des Wassers, die uns bei der Anfahrt begleiten ^^

      Da wir so langsam fahren, können wir in Ruhe den ersten Teil unseres geologischen Workshops besuchen zum Thema „magmatische Gesteine“. Wir erhalten eine kurze Einführung in die Entstehung, illustriert durch verschiedene Gesteinsproben. Anschließend sollen (und können) wir einige andere Proben bestimmen, und schon sind die kurzweiligen 60 Minuten rum :thumbup:

      Wir sind gerade rechtzeitig fertig, um die Vorbereitungen zum Ankerwerfen mitzubekommen.



      Wir begegnen auf der Backbord-Seite der Fähre nach (dem gerade mal 100 Kilometer entfernten) Buenos Aires und dem Schiffsfriedhof in der Hafeneinfahrt :/



      An Steuerbord kommen wir ganz nah an einem Containerschiff vorbei =O

      Pünktlich um 12 Uhr legen wir an, um Treibstoff zu bunkern. Leider dürfen wir wegen Corona nicht von Bord, und so müssen wir uns mit ein paar Blicken von oben begnügen :(



      Wir sehen die Zollverwaltung mit den Überresten der „Graf Spee“, die im Dezember 1939 hier versenkt wurde, Holz-Anlieferungen für ein Schiff, das um die Ecke liegt und die Kirche „San Francisco de Asis“.

      Gegen 13 Uhr wird die rote Flagge hochgezogen, kurz darauf legt das Bunkerschiff an. Auf dem Nachbarschiff wird daraufhin ein Bagger auf einen Holzstapel gesetzt. Ob ein Zusammenhang zwischen dieses Aktionen besteht, ist mir leider nicht bekannt :pardon:



      Nun wird es Zeit fürs Mittagessen und zum Entspannen :8):
      Da heute nicht mit Seegang zu rechnen ist, wird der Pool gefüllt und auch prompt für Wassergymnastik in Beschlag genommen – vermutlich wird damit getestet, ob die hierdurch erzeugten Wellen ebenfalls reichen, das Schiff zu bewegen (dem ist nicht so) :D

      Gegen 17 Uhr versammeln wir uns wieder drinnen zum Vortrag „Geschichte der Geologie“, bevor draußen das warme Licht der goldenen Stunde beginnt.



      Da das Bunkerschiff erst gegen 19 Uhr ablegt, verzögert sich auch unsere Abfahrt von 18 auf 20 Uhr. Einerseits schade, da wir dadurch nicht Montevideo im Abendlicht sehen können, aber andererseits erhalten wir dadurch hier einen schönen Sonnenuntergang :rolleyes:



      Nach dem Abendessen (im Hanseatic Restaurant) wird die Bar hinter dem Lido geöffnet, wo wir draußen den lauen Sommerabend bei stimmungsvoller Tisch-Beleuchtung genießen können :beer:
      Vorher allerdings erwartet uns noch eine Überraschung im Tagesprogramm des Folgetages, denn dort ist auf einmal auf der Seite mit den Corona-Regeln die Maskenpflicht nicht mehr aufgeführt 8| Wir fragen an der Rezeption nach, was es damit auf sich hat, aber auch auf deren Rückfrage bei der Expeditionsleitung erhalten wir die Auskunft, dass da wohl eine verkehrte Vorlage reingerutscht sei und die bisherigen Regeln nach wie vor gelten :nono: Schade!
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


    • Mittwoch, 2. März 2022 – Tag 28

      Auf See mit Kurs auf die Kanarischen Inseln

      Sonnenaufgang 06:17 Uhr, 23°C, wolkenlos, Windstärke 5 aus Nordnordwest, Sonnenuntergang 19:05 Uhr

      Das heutige Frühstück beginnen wir in Uruguay und beenden es in Brasilien – so zumindest laut der Ansage des Kapitäns, der uns um 9 Uhr „in Brasilien“ begrüßt :D
      Wir stellen erst einmal fest, dass es hier genauso sonnig und warm ist wie in Uruguay und sind zufrieden. Apropos warm: Ist das richtig, dass wir vor einer guten Woche noch in Schnee und Eis unterwegs waren? Das scheint schon Monate her zu sein… :/

      Wir genießen jedenfalls einen ruhigen entspannten Tag, heute wieder ganz ohne Vogel-Begleitung.
      Spannend wird es erst um 16:50 Uhr, als die Durchsage kommt, dass wir nun doch ab sofort keine Masken mehr tragen müssen – das Tagesprogramm hat es also doch richtig vorhergesehen und wusste schon mehr als dessen Herausgeber :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
      Wir probieren das maskenlose Sitzen direkt mal beim heutigen Vortrag (Geologie und Kunst – oder ist Geologie Kunst?) aus und sehen viele unbekannte Gesichter dabei 8|

      Heute gibt es wieder einen farbenprächtigen Sonnenuntergang bei absolut klarer Luft :rolleyes:



      Die farbenprächtige Dämmerung erleben wir dann beim Abendessen, das heute (teilweise) auf dem Außengrill zubereitet wird und unter dem Stichwort „Steakhouse Dinner“ zelebriert wird.

      Auf der Kabine werden wir noch von dem Hinweis empfangen, die Uhr eine Stunde vorzustellen – der Sonnenuntergang ist wohl den Verantwortlichen zu früh :whistling:





      Donnerstag, 3. März 2022 – Tag 29

      Auf See mit Kurs auf die Kanarischen Inseln

      Sonnenaufgang 06:58 Uhr, 27°C, heiter, später bedeckt, Windstärke 1-2 aus Nordwest, Sonnenuntergang 19:33 Uhr

      Mit der Zeitzone hat sich auch die Wetterzone geändert – bereits um 7:30 Uhr sind es 25 Grad, und der Wind hat sich auch gelegt :S Zum Ausgleich ist es schwül.
      So frühstücken wir heute auch draußen, aber lieber im Schatten :hmm:

      Das Meer sieht aus, als ob es aus Glas ist, zusammen mit den (Unwetter-) Wolken darüber eine richtig schöne Stimmung :)



      Die heutigen Runden an Deck fallen wetterbedingt weitgehend aus, ich gehe nur mit der Kamera bewaffnet auf Wolkenjagd. Ansonsten steht Lesen und Fotos sichten auf dem Programm, natürlich unterbrochen von kleinen Leckereien zwischendurch :cookie:
      Der Pool ist wieder gefüllt, die Wassergymnastik bringt das Schiff auch heute nicht zum Schaukeln ;)

      Um 17 Uhr gibt es einen halbstündigen Vortrag zum Thema „Die spinnen die Briten – Liebevoll ironische Betrachtung eines kauzigen Volkes“. Anscheinend ist Petrus ein Brite, denn als wir wieder raus kommen, sieht die Stimmung richtig bedrohlich aus (siehe die letzten beiden Bilder des heutigen Fotos) :/

      Davon lassen wir uns aber nicht lange beeindrucken, denn wir müssen nun eine „Hidden Bar“ finden, die nur für eine Stunde existiert, und zwar irgendwo auf dem Schiff ?(
      Nachdem wir sämtliche Außendecks abgeklappert haben (das wäre ja auch zu einfach gewesen), finden wir sie erst durch den Tipp „auf Deck 4“, wo sich aber eigentlich außer den Restaurants, dem Atrium und dem Shop nichts weiter befindet, außer… :hmm: Genau, außer einer Handvoll Kabinen im Bug, und genau auf dem Flur vor diesen Kabinen ist die Bar aufgebaut worden :pardon: Zur Belohnung gibt es nun für jeden einen Cocktail :sekt:

      Am Abend probieren wir noch einmal das peruanisch-japanische Restaurant aus, diesmal mit etwas anderen Speisen. Aber auch heute überzeugt es uns nicht zu 100% :|

      Anschließend gehen wir in die Observation Lounge, wo sich die beiden Neueinsteiger in Ushuaia (die inzwischen ihre Quarantäne beendet haben) vorstellen. Es handelt sich um ein musikalisches Ehepaar, die uns 90 kurzweilige Minuten mit Klarinette und Klavier bescheren :thumbup:

      An dieser Stelle noch eine Anmerkung zum Musikprogramm an Bord:
      Bereits die ganze Reise über werden wir von einem Pianisten begleitet, der jeden Tag zur Teestunde und Abends noch einmal für 1 – 2 Stunden aufspielt. Außerdem haben wir einen DJ an Bord, der beinahe jeden Tag an verschiedenen Stellen (Pooldeck, Atrium, Außenterrasse des Lido) ein Unterhaltungsprogramm liefert :music:





      Freitag, 4. März 2022 – Tag 30

      Auf See mit Kurs auf die Kanarischen Inseln

      Sonnenaufgang 07:02 Uhr, 27°C, heiter, Windstärke 3, später 6 aus Nordost, Sonnenuntergang 19:32 Uhr

      Heute sind es am frühen Morgen bereits 27 Grad – aber dafür wird es im Laufe des Tages auch nur noch um 1 Grad wärmer :| Gut, dass wir in unserer Kabine die Temperatur so einstellen können, dass wir trotzdem schlafen können :)

      Um 11 Uhr ist heute unser erster fester Termin, Teil 2 des Geologie-Workshops; heute zum Thema Sedimentgesteine. Der Ablauf verläuft analog der ersten Stunde und ist auch diesmal sehr kurzweilig :thumbup:
      Das anschließende Mittagessen lassen Göga und ich ausfallen – lediglich vom Nachtischbuffet nehmen wir etwas mit an Deck, wo wir es uns im Schatten gemütlich machen :whistling:

      Vor dem Abendessen können wir den zweiten Teil der Kreuzfahrtgeschichten hören, bevor wir uns dem Sonnenuntergang widmen.



      Auf dem Foto ist auch noch das Highlight des Nachmittags zu sehen: Gegen 14 Uhr passieren wir eine Ölbohrplattform, während wir uns zum Sonnenuntergang mit einem Ölbohrschiff begnügen müssen :P

      Auf dem Weg zum Abendessen gehen wir am Pool vorbei, der trotz des stark zugenommenen Winds noch gefüllt ist und auch nur vereinzelt Wellen über den Rand spuckt ;)
      Heute können wir wieder draußen sitzen unter dem Motto „Abendbuffet mit Sushi-Variationen“, aber zum Glück gibt es auch noch etwas anderes :essen: Wer allerdings mit asiatischer Küche gar nichts anfangen kann, geht heute leer aus… 8|
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Samstag, 5. März 2022 – Tag 31

      Auf See mit Kurs auf die Kanarischen Inseln

      Sonnenaufgang 06:34 Uhr, 29°C, heiter, Windstärke 3 aus Ost, Sonnenuntergang 18:59 Uhr

      Heute Nacht um 1 Uhr haben wir wieder einen besonderen Ort überquert – den südlichen Wendekreis. Diesmal ohne Durchsage – oder wir haben sie verschlafen :|
      Nun befinden wir uns also in der Äquatorgegend, aber das Wetter hat sich im Vergleich zum Vortag kaum geändert, es gibt lediglich mehr Wolken zu sehen und es ist zum Frühstück bereits 28 Grad warm :/

      Im Tagesprogramm gibt es wieder einen Hinweis auf neue Aktivitäten: Der Kapitän bietet einen Kurs zum Thema „Astronomische Navigation“ an, zu dem wir uns anmelden können. Auch diesmal haben wir nichts besseres vor, und so machen wir dies direkt nach dem Frühstück :thumbup:

      Neben Wolken gibt es heute auch noch merkwürdige Strahlen im Wasser zu sehen, außerdem wieder vereinzelt Vögel, diesmal in der Form von Maskentölpeln. Außerdem bekommen wir die einmalige Gelegenheit, Fische von Bord aus zu beobachten :)



      Die fliegenden Fische sind allerdings ausgesprochen fix und leider ziemlich klein, was das Fotografieren nicht unbedingt einfacher macht :pardon:

      Außer den fliegenden Tieren gibt es heute außerhalb vom Schiff nichts zu sehen.

      Auf dem Schiff gibt es um 17 Uhr wieder Abwechslung: Der heutige Vortrag hat „Edelsteine – reiche Männer, schöne Frauen, edle Steine“ zum Thema.
      Nachfolgend gibt es wieder eine schöne Abendstimmung mit vielen Maskentölpeln in der goldenen Stunde :rolleyes:



      Das Abendessen findet heute wieder draußen statt mit spanischen Spezialitäten und nach wie vor schönen Lichtstimmungen ^^



      Nein, das rote sind keine Spiegelungen; das schafft die Natur von ganz alleine :mosking:





      Sonntag, 6. März 2022 – Tag 32

      Auf See mit Kurs auf die Kanarischen Inseln

      Sonnenaufgang 06:35 Uhr, 29°C, heiter, Windstärke 3 aus Ost, Sonnenuntergang 19:00 Uhr

      Frühstück und Vormittag verlaufen genau so ruhig wie die letzten Tage, erst gegen Mittag fängt auf einmal der Pool an, sich beim Befüllen bemerkbar zu machen, obwohl sich weder Seegang noch Wind besonders verändert haben 8|



      Anscheinend ist er das Gehopse bei der Wassergymnastik leid, denn diese fällt dadurch heute aus – der Kapitän verbietet es auch den Unentwegten, den Kampf mit dem Pool auf sich zu nehmen :nono:

      Um 16:45 Uhr gibt es heute den Vortrag „Die wunderbare Geschichte Brasiliens“, worin wir unter anderem erfahren, wann und warum Rio zeitweilig die Hauptstadt Portugals war =O
      Anschließend werden wir aus Anlass des „Bergfestes“ der Reise zu einem Konzert eingeladen, in dem wir Melodien aus den 60ern auf Klavier und Klarinette präsentiert bekommen :)

      Das anschließende Abendessen findet heute drinnen statt. Zur Feier des Tages gibt es das „Köche-Diner“, zu dem jedes der 13 angebotenen Gerichte speziell von einem der Köche kreiert wird. Entsprechend der Herkunft der Köche (Deutschland, Österreich, Schweiz und Philippinen) fällt das Angebot sehr abwechslungsreich aus :thumbsup:

      Zum Abschluss des Tages bekommen wir noch Musik an zwei Stellen angeboten: Pianomusik in der temperierten Observation Lounge oder Disco auf dem Außendeck :beer:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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      Kauderwelsch wrote:

      Das, was da im Pool war, nennt man doch auch Wellenbad, oder

      Da ist natürlich etwas dran.

      Aber dass es dir beim Stehen die Füße wegzieht, ist doch urheberrechtlich der isländischen Südküste vorbehalten, und HLC hat sich geweigert die Lizenzgebühren zu zahlen :pardon:

      P.S.: :sironie:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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      Montag, 7. März 2022 – Tag 33

      Auf See mit Kurs auf die Kanarischen Inseln

      Sonnenaufgang 06:30 Uhr, 29°C, heiter, später bedeckt, Windstärke 4 aus Ost, Sonnenuntergang 18:50 Uhr

      Heute nehmen Wind und Seegang ein wenig zu (die Dünung hat inzwischen 1,5 Meter erreicht :/ ), aber nicht so, dass es unangenehm auffällt. Beim Frühstück ist es nicht leerer als sonst, im Gegensatz zum Pool, der jetzt nur noch zur Trockengymnastik einlädt :huh:

      Um 11 Uhr lernen wir im letzten Teil des Geologiekurses etwas über metamorphe Gesteinsarten. Zum Schluss erhalten wir das Angebot, noch einen vierten Teil mit praktischen Übungen und einem Abschlusstest zu absolvieren, was wir dankend annehmen ^^

      Nach dem Mittagessen gibt es den ersten kurzen Schauer der Transfer-Reise, der 17 Uhr-Vortrag handelt heute von der Geschichte der Piraten, wieder gefolgt von einem stimmungsvollen Sonnenuntergang :rolleyes:



      Wir schauen noch einmal genauer hin, aber es ist doch ein Fracht- und kein Piratenschiff :whistling:



      Das Abendessen gibt es wieder auf dem Außendeck unter dem Thema „Levante-Küche“ :essen:





      Dienstag, 8. März 2022 – Tag 34

      Auf See mit Kurs auf die Kanarischen Inseln

      Sonnenaufgang 06:21 Uhr, 29°C, bedeckt, später heiter mit Schauern, Windstärke 4-5 aus Ost, Sonnenuntergang 18:36 Uhr

      Als wir aufwachen, sehen wir vom Bett aus vor unserem Fenster eine schwarze Wand 8| Als wir näher herangehen, stellt sie sich als ein heftiger Regenguss heraus, allerdings doch in einiger Entfernung zum Schiff :| Sicherheitshalber suchen wir uns heute dennoch einen überdachten Platz zum Frühstücken.
      Auch von dort aus bemerken wir, dass uns heute wieder einige Vögel begleiten, neben Basstölpeln sehen wir vereinzelt auch Riesenfregattvögel.

      Nach dem Frühstück können wir letztere auf der Jagd beobachten, wobei sie sich darauf konzentrieren, anderen Vögeln die Beute abzujagen =O



      Mittags, passend zum Beginn der heutigen Eissaison, kommt die Sonne heraus, so dass wir heute sogar auf das Dessert zum Mittagessen verzichten und uns direkt auf das Eis beschränken :icecream:
      Ob das Eis die Vögel anlockt, kann ich nicht sagen, aber jetzt gibt es wieder viele zu sehen ^^



      Um 17 Uhr versammeln wir uns diesmal zu einer Foto-Show unter dem Thema „Reisen, Farben, Licht“ mit faszinierenden Bildern aus dem brasilianischen Binnenland.
      Anschließend „müssen“ wir uns auf das Pooldeck begeben, wo uns leckere Cocktails zum Sonnenuntergang angeboten werden, der sich auch heute wieder sehr stimmungsvoll präsentiert :sekt: :sekt: :thumbup:



      In Anbetracht der dunklen Wolken suchen wir uns beim Abendessen (heute zum Thema „Feines aus dem Meer“, wobei ich noch gar nicht wusste, dass Rinderfilet-Steaks auch aus dem Meer kommen :whistling: ) einen überdachten Tisch. Dass diese Entscheidung richtig gewesen ist, stellt sich schnell heraus, als auf einmal alle, die an der Reling sitzen, hektisch anfangen ihre Tische von dort wegzuziehen bzw. sich gleich einen anderen Tisch suchen… :S
      Im Nachgang des Schauers kühlt es sich richtig ab, bei den nun herrschenden 25 Grad verkneifen wir es uns dann doch, eine Jacke aus der Kabine zu holen :mosking:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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      Mittwoch, 9. März 2022 – Tag 35

      Äquator-Überquerung

      Sonnenaufgang 06:14 Uhr, 29°C, heiter, später bedeckt mit Schauern, schwacher Wind, Sonnenuntergang 18:23 Uhr

      Heute steht ein besonderer Übergang auf der Tagesordnung: wir wechseln bei knapp 30 Grad vom Herbst in den Frühling – so zumindest wird es im Tagesprogramm angekündigt :/

      Vorher aber gibt es ganz normales Frühstück. Laut Ankündigung sollten wir es heute bis 9:30 Uhr beendet haben, denn dann würden wir den Äquator zu sehen bekommen, den wir in 4.000 Meter Höhe überqueren würden ?(
      Aha.
      Die eine Aussage ist so merkwürdig wie die andere, aber lassen wir uns überraschen :pardon:

      Kurz nach halb zehn kommt tatsächlich die Durchsage, dass wir uns doch zum Bug begeben sollten. Und vor uns sehen wir doch tatsächlich den Äquator: :D



      Die Aussage mit der Höhe bekommen wir dann auch erklärt: Wir befinden uns 4.000 Meter oberhalb des Meeresgrunds – das Schiff muss also doch nicht abheben ;)
      Wir überfahren das Tau (nicht die Zodiacs, so dass Pinguin und Eisbär am Leben bleiben) und befinden uns nun im Frühling :|

      Kurze Zeit später werden wir dann auf das Pooldeck beordert, wo wir von Neptun höchstpersönlich auf der Nordhalbkugel empfangen werden (die Frage wie er es hinbekommt, dass er beinahe zeitgleich vor der norwegischen Küste Gäste in der Polarregion empfängt, bleibt leider unbeantwortet :whistling: ). Aber immerhin kommt er hier nicht alleine, sondern bringt jede Menge merkwürdiger Gestalten mit sich :huh:



      Eine Stunde später werden wir wieder auf das Pooldeck eingeladen, diesmal zum Äquatorfrühschoppen – passend zur Umgebung auf bayrische Art, allerdings nicht so ganz perfekt. Es gibt Weiß- und andere Würste (sogar mit dem jeweils passenden Senf), Brezeln und diverse Salate :thumbup: Für die alkoholischen Getränke gibt es Weißbiergläser und Maßkrüge. Und es gibt sogar Bier vom Fass – aber nur Pils :wacko1:
      Zum Ausgleich dafür haben sich 3 Damen von der Besatzung in Dirndl geworfen, so dass das Bier zumindest zünftig serviert wird ;) – aber sie fühlen sich auch für die nicht-bayerischen Bestandteile zuständig :thumbsup:
      Die zu Beginn noch relativ dezente Party-Musik (auf dem Oktoberfest hätte die Auswahl sicher auch gute Chancen gehabt) passt ihren Lautstärkepegel leider an den Alkoholpegel vieler Reisenden an X/ (es ist immer wieder erstaunlich, welche Mengen in kurzer Zeit vernichtet werden können ;( ), und so ziehen wir uns ein wenig in Richtung Heck zurück – aber natürlich immer noch so, dass wir in Reichweite des Nachschubs bleiben :D

      Gegen 14 Uhr dürfen wir das letzte Mal eine Bestellung aufgeben, dann wird es wieder ruhig :)
      Allerdings ist es bald auch schon wieder Zeit sich in Richtung Bug zu begeben, denn wir nähern uns den Sankt-Peter-und-Sankt-Pauls-Felsen, einer zu Brasilien gehörenden Inselgruppe, deren Forschungsstation aus politischen Gründen ständig besetzt ist :search_1:



      Eigentlich sollte es hier eine Zodiacfahrt rund um die Inseln geben, aber das wird von den zuständigen Behörden abgelehnt :nono: Statt dessen fahren wir halt mit dem großen Schiff einmal rund um die Inseln :pleasantry:



      Als Antwort auf die Anfrage wird sogar das Patrouillenboot klar gemacht, das ständig um die Inseln kreist, solange wir in der Nähe sind :fie:



      Als wir die Inseln wieder verlassen, lockern die Wolken für eine kurze Zeit auf, und wir sehen ein wenig Blau sowie einen neugierigen Delphin :rolleyes:



      Eine Stunde später nimmt das Schiff auf einmal die Fahrt heraus – statt der ausgefallenen Zodiactour wird kurzfristig „Schwimmen im Meer“ angeboten 8|
      Dies wird allerdings technisch recht aufwendig betrieben. Anstatt die Badeplattform im Heck zu nutzen, von der aus man direkt ins Wasser steigen könnte, fahren erst einmal zwei Zodiacs ein paar hundert Meter weg vom Schiff. Die beiden Schlauchboote werden aneinander vertäut, und von einem der beiden Boote aus wird eine Badeleiter ins Wasser gelassen :|
      Nun werden die Passagiere nach und nach herangefahren und müssen von ihrem Zodiac aus in das leere klettern, wo sie ihre Schuhe sowie ihre Schwimmwesten zurücklassen müssen (das barfüßige Besteigen der Zodiacs ist verboten). Dann steht die nächste Kletterpartie zum Badeplattform-Zodiac an, von dem aus über die Leiter das Wasser betreten werden darf :hmm:
      Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht :pardon:

      Rund 2/3 der Passagiere sowie einige Besatzungsmitglieder nutzen die Möglichkeit aus, bevor das Schiff wieder an Fahrt aufnimmt.
      Der heutige Vortrag (geologische Naturwunder Südamerikas) wird daher auf 18 Uhr verschoben und geht nahtlos ins Abendessen über, das wieder draußen (aber heute ohne Motto) stattfindet :essen:

      Anschließend gibt es noch ein wenig Verwirrung, da im Tagesprogramm für den Folgetag zwar die erste Gruppe zum Kapitänsempfang (zur Navigation) kommen darf, aber die Aufteilung nirgends bekannt gegeben worden ist :S
      So werden am späten Abend noch die Einladungen gedruckt und auf die Kabinen verteilt – warum nicht gleich so :whistling:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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      Danke auch für die Fortsetzung des Antarktisberichts über den Ozean.
      Als Ihr über den Äquator fuhrt, war da plötzlich die Sonne nicht mehr im Norden, sondern im Süden. Klappe zu, Klappe auf!!?? :huh: :rolleyes:

      Mit dem Spezialitätenrestaurant hatten wir beide auch unser Problem. Meine Frau hatte bei Halbzeit aufgehört, weiter zu "dinnieren".
      Wir gingen kein zweites Mal. Aber viele an Bord sind in den 10 Tagen drei oder sogar viermal dorthin gegangen und waren restlos begeistert. ?( Aber in den beiden anderen Restaurants war auch für uns das Essen "aller erste Sahne"! Wir meinten zum Schluss: "jetzt sind wir versaut"; da werden alle anderen Schiffe es schwer haben zu konkurrieren (selbst bei Berücksichtigung des Preis- Leistungsverhältnisses).
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      @Balou
      Die letzten Tage vor und nach dem Äquator haben wir nicht wirklich erkennen können, ob sich die Sonne im Norden oder im Süden befunden hat.
      Mittags hat sie sich einfach nur von oben gezeigt, und der Schatten war zu dieser Zeit so klein, dass wir da schon ganz genau hätten hinschauen müssen.
      Bis auf die Mittagszeit stand die Sonne ja ganz gewohnt eher im Osten oder eher im Westen; durch den fehlenden Landbezug hatten wir seit Montevideo praktisch keine Chance die tendenzielle Nord- oder Süd-Ausrichtung mitzubekommen.

      Insofern war der Süd-Nord-Übergang bzgl. des Sonnenstands genau so abrupt wie der Übergang vom Herbst in den Frühling bei 30 Grad ;)

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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      Donnerstag, 10. März 2022 – Tag 36

      Auf See mit Kurs auf die Kanarischen Inseln

      Sonnenaufgang 06:11 Uhr, 27°C, heiter, Windstärke 4-5 aus Nordost, Sonnenuntergang 19:19 Uhr

      Ein erster Blick aus dem Fenster heute Morgen zeigt viel braun im Meer :/ Der Kapitän erklärt bei seiner morgendlichen Durchsage, dass es sich dabei allerdings nicht um Dreck, sondern um große Teppiche von Sargasso-Algen handelt :|
      Außerdem kündigt er uns einen Umweg von ungefähr 25 Seemeilen an, denn wegen eines starken Sturms auf dem Atlantik fahren wir näher an die afrikanische Küste heran als ursprünglich geplant :huh:

      Um 11 Uhr haben wir einen Termin beim Kapitän – wir erhalten eine Einführung in die Navigation auf See, zuerst in der Theorie auf einem Globus und dann in der Praxis :thumbup:
      Als Einführung für diesen Teil bekommen wir den persönlichen Sextanten des Kapitäns erklärt. Anschließend gehen wir aufs Oberdeck, wo wir eine Vorführung erhalten, wie er in der Praxis angewendet wird. Die drei Voraussetzungen für eine exakte Standortbestimmung sind „lediglich“ die exakte Bestimmung der Sonnenhöhe mittels des Sextanten, die Kenntnis der exakten Uhrzeit sowie, ob man sich nördlich oder südlich vom Äquator befindet (wenn die Sonne beinahe senkrecht steht, kann das schon entscheidend sein, diese Zuordnung korrekt zu wissen) :/
      Mit diesen Daten lässt sich der Standort berechnen oder heutzutage auch per App abfragen.

      Nun darf jeder, der möchte, selber die Höhe bestimmen, die dann gemeinsam mit der ungefähren Uhrzeit auf einer Liste hinterlegt wird. Es ist schon spannend, den Sextanten zu gebrauchen, insbesondere die Feinabstimmung – und für die Umstehenden sind die entsprechenden Verrenkungen der Anfänger auch irgendetwas zwischen interessant und lustig :mosking:
      Die Messungen unserer Gruppe (innerhalb einer halben Stunde vorgenommen) beginnen bei ca. 81,5 Grad und nehmen von Messung zu Messung ab. Da der Wert proportional abnimmt – erklärt uns der Kapitän – haben alle ungefähr richtig gemessen :thumbsup:
      Die letzte Messung wird dann exakt ausgewertet – und liegt ungefähr 40 Seemeilen von der richtigen Position entfernt 8| „Für den Anfang nicht schlecht, aber um eine kleine Insel nicht zu verfehlen auch nicht wirklich gut“ ist der Kommentar des Kapitäns :whistling: Er selber legt dann noch eine Messung nach mit einer Differenz von unter einer Seemeile :8):

      Ein kleines Problem hat der Kapitän allerdings geschickt umgangen: Den Unterschied zwischen Orts- und Bordzeit ?( Da letztere ja relativ willkürlich festgelegt werden kann, wird heute die Uhr um 12 Uhr mittags um eine Stunde vorgestellt – also mitten während unseres Sextanten-Seminars :/ Aber da wir ja den obersten Befehlshaber des Schiffes bei uns haben, erfolgt unsere Zeitumstellung erst im Anschluss an die Veranstaltung :thumbsup:
      Kleiner Nebeneffekt dieser mittäglichen Zeitumstellung: Die guten (Service-) Geister an Bord brauchen heute eine Stunde weniger zu arbeiten :)

      Nach dieser anstrengenden Aktion ist erst einmal Entspannung angesagt, bis um 16:30 der heutige Vortrag ruft „Hot Spots – Wiegen der Evolution“, gefolgt von einem Live-Swing-Konzert, überraschenderweise wieder mit Klavier und Klarinette ;)

      Noch ein kurzer Blick auf die Abendstimmung…



      … und es geht direkt weiter mit dem Abendessen. Die heutige Besonderheit: Die Offiziere übernehmen den Part der Bedienung, angefangen von der Getränke- und Essensbestellung bis zum Bringen und Abräumen :|
      Den speziellen Service übernimmt der Kapitän, was an den jeweiligen Tischen (und denen drumherum) jeweils zu Lachsalven führt, da er seine Tätigkeit mit launigen Sprüchen untermalt ^^
      Der spezielle Service besteht normalerweise darin, dass nach dem Abräumen des Hauptgangs mit einem kleinen Schieber Brot- und sonstige Krümel vom Tisch entfernt werden.
      Da der Kapitän sehr Technik-affin ist, benutzt er statt des Schiebers einen kleinen Tischstaubsauger, der allerdings gerade an unserem Tisch den Geist aufgibt mit ungeahnten Folgen:

      youtube.com/shorts/737preQv2Os?feature=share

      :whistle3: :mosking: :mosking: :laugh1: :laugh1: :laugh1:






      Freitag, 11. März 2022 – Tag 37

      Auf See mit Kurs auf die Kanarischen Inseln

      Sonnenaufgang 07:16 Uhr, 25°C, heiter, Windstärke 5-6 aus Nordost, Sonnenuntergang 19:23 Uhr

      Beim Aufwachen werden wir sanft geschaukelt. Wir sind im Reich des Nordost-Passats angelangt, die Dünung hat die 2-Meter-Grenze überschritten :| Als Ausgleich für den zunehmenden Wind wird die Temperatur geringer – beim Frühstück sind es „nur“ noch 23 Grad :hmm:
      Dafür lässt es sich aber in der Sonne (und im Windschatten) wieder gut aushalten, zumal es ausgesprochen diesig ist – der Saharastaub lässt grüßen.

      Nach dem Frühstück müssen wir mal wieder zur Rezeption, denn es gibt schon wieder etwas zum Anmelden: diesmal für eine Maschinenraumführung :thumbup: Jetzt fehlt nur noch eine Führung durch die Kombüse, und wir sind vollends zufrieden :D

      Anschließend drehe ich noch einmal ein paar Runden – bei dem Wind ist es richtig erfrischend. Der Wind peitscht die See kaum auf, so dass es keine Gischt gibt – was die Sicht auf die nicht vorhandenen Vögel aber auch nicht verbessert :/

      Um 10 Uhr müssen dann wir unsere Prüfung ablegen – Geologie Teil 4 steht auf dem Programm. Nach einer praktischen Prüfung (Bestimmung eines uns in die Hand gedrückten Steins mit Begründung) müssen wir 15 Fragen im Multiple-Choice-Verfahren beantworten.
      Pro Frage sind zwischen 0 und 4 Antworten richtig. Die Auswertung läuft wie folgt: Pro richtig ausgewählter Antwortoption gibt es einen Punkt, pro falsch angekreuzter Option einen Minuspunkt, nicht ausgewählte richtige Optionen zählen gar nicht :|
      Bestanden hat jeder, der mindestens einen Punkt erreicht – was erstaunlicherweise alle Teilnehmer in allen 4 Gruppen schaffen :thumbsup:

      Das Mittagessen schenken wir uns wieder, aber auch auf dem Pooldeck werden wir von den Besatzungsmitgliedern gefunden, denn wir sollen uns um 14 Uhr auf Deck 3 zur 30-minütigen Maschinenraumbesichtigung einfinden ^^
      Wir werden dort vom 1. Ingenieur empfangen, der uns im Kontrollraum rund eine halbe Stunde lang viel rund um die Technik des Schiffs erzählt. Die anschließende Führung, bei der wir u.a. neben dem Motor auch die Osmoseanlage zur Wassergewinnung, die Heizung sowie die Kläranlage zu sehen bekommen (auf dem Foto v.l.n.r.), dauert noch einmal rund 40 Minuten. Dann nimmt er sich noch einmal eine Viertelstunde Zeit, unsere Fragen aus der Führung zu beantworten, denn im Maschinenraum ist es einfach zu laut dazu :thumbsup:



      Was uns jedenfalls ziemlich stark aufgefallen ist, wie viel weniger das Schiff auf Deck 2 schaukelt. So einen großen Unterschied hätten wir nicht unbedingt erwartet :|

      Nun haben wir noch ein wenig Zeit zur Erholung, bevor es um 17 Uhr bereits wieder mit dem heutigen Vortrag zum Thema „Der Panamakanal – ist eine Abkürzung so viel Leid wert?“ weiter.
      Danach können wir noch ein wenig Sonnenuntergang schauen (wobei sich die Sonne regelrecht auflöst)…



      … bevor wir wieder auf das Pooldeck müssen, denn hier findet heute das Abendessen unter dem Motto „BBQ under the stars“ statt :essen:
      Es wird richtig schön eigedeckt (ganz wie im Restaurant auch). Allerdings werden die Sterne dann doch ausgesperrt, denn das Dach wird geschlossen. Andernfalls hätte der Wind sonst aus den angenehmen 23 gefühlte 15 Grad gemacht X/
      Zum Ausgleich findet nach dem Essen noch ein besonderer Rundgang über das Umlaufdeck statt: Der Navigationsoffizier lädt zur Erklärung des Sternenhimmels ein, wofür oben alle Lichter gelöscht werden :thumbup: Jetzt ist das geschlossene Dach zum Pooldeck hin ebenfalls wieder sehr nützlich, um die selbstgemachte Lichtverschmutzung einzudämmen ;)
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Samstag, 12. März 2022 – Tag 38

      Auf See mit Kurs auf die Kanarischen Inseln

      Sonnenaufgang 07:01 Uhr, 22°C, heiter, Windstärke 5-6 aus Nordost, Sonnenuntergang 19:05 Uhr

      Wir nähern uns eindeutig Afrika, wie wir an den heutigen Temperaturen feststellen können – sie liegen deutlich unter 25 Grad :/ Dafür nimmt die Dünung noch weiter zu und beträgt heute schon 2,5 Meter :S
      Es ist ausgesprochen diesig, Meer und Himmel gehen nahtlos ineinander über, obwohl die Sonne ihr Bestes gibt. Aber dennoch wird dies der erste Tag auf der Reise, an dem die Kamera nicht genutzt wird :|

      So unentschlossen wie das Wetter vergeht auch der heutige Tag, erst um 18:15 Uhr bekommt er eine programmatische Wendung: Der dritte Teil der Kreuzfahrergeschichten wird uns präsentiert, gefolgt vom Abendbuffet auf dem Außendeck, wo wir heute erstmals seit langer Zeit mal wieder etwas zum Überziehen benötigen :huh:
      Zum Abschluss des Tages gibt es noch ein Quiz unter dem Motto „Erkennen Sie die Melodie“. Wessen Team die meisten der 87 Melodien richtig erkennt, die unser Bord-Pianist anspielt, gewinnt einen Cocktail. Wir erreichen immerhin den 2. Platz :)





      Sonntag, 13. März 2022 – Tag 39

      Auf See mit Kurs auf die Kanarischen Inseln

      Sonnenaufgang 06:46 Uhr, 20°C, wolkenlos, Windstärke 6-7 aus Nordost, Sonnenuntergang 18:45 Uhr

      Beim Aufstehen fühle ich mich ein wenig wacklig auf den Beinen. Am Vorabend kann es doch eigentlich nicht liegen, wir hatten ja gar nicht gewonnen… ?(
      Wenig später weiß ich Bescheid: Wind und Dünung haben noch mehr zugenommen, nun sind es schon 3 Meter – mal schauen, ob sich das noch weiter steigern lässt und mit welchen Konsequenzen :hmm:

      Der Vormittag geht wieder schnell vorbei, und um Punkt 12 Uhr versammeln wir uns zu einem flüssigen Mittagessen – zum Abschluss der Geologie-Workshops gibt es Cocktails „on the rocks“ – und für jeden eine Teilnehmerurkunde, sogar mit Bewertung :thumbup: In der Beurteilung „Irgendwo zwischen mit Pauken und Trompeten durchgefallen und mit Glanz und Gloria bestanden“ dürfte sich wohl jeder wiederfinden :mosking:

      Um 17 Uhr gibt es wieder den täglichen Vortrag, heute „Spanien und Portugal – ein Gang durch die Geschichte – stimmen die Klischees?“, gefolgt von einer weiteren Schnitzeljagd oder besser: Cocktailjagd, denn es gibt wieder eine „Hidden Bar“ zu suchen :search_1:
      Vorher aber können wir noch ein wenig die Stimmung draußen genießen :rolleyes:



      Heute finden wir die Bar relativ schnell, denn sie ist auf dem Balkon einer Grand Suite zu finden, die wir 2 Tage zuvor besichtigen durften – nun lohnt sich die Reinigung erst recht… :whistling:
      Zur Feier des Tages gibt es heute 3 Cocktails zu probieren, bevor wir geschlossen zum Überraschungs-Diner geführt werden.
      Treffpunkt ist der Eingang zum Spezialitäten-Restaurant, mehr wissen wir noch nicht – außer dass wir alle Kameras und Handys in der Kabine lassen sollen :huh:

      Am Treffpunkt angekommen, werden wir ins Restaurant geleitet – und dann direkt weiter in die Küche :8o: , wo in vielen Nischen Stehtische aufgebaut worden sind, an denen wir uns verteilen dürfen. An den Essensausgaben stehen Schilder, was es dort gibt, und wir verschaffen uns erst einmal einen Überblick (natürlich auch über die Küche :thumbsup: ).
      Alles wird frisch (auf Bestellung) zubereitet, und wir dürfen den Köchen dabei zuschauen :) Während wir anstehen, werden unsere Weingläser auf dem Tisch wie durch Zauberhand wieder aufgefüllt, so dass heute niemand hungrig oder durstig die Küche verlassen muss… :thumbup:

      Zum Abschluss des Abend gibt es dann noch ein Konzert „Von Argentinien nach Europa“, an dem diesmal alle 4 Musiker beteiligt sind.
      Zum Glück ist der Weg vom Restaurant zum Veranstaltungsort nicht weit (gerade mal 15 Meter den Flur runter), denn bei einigen Passagieren kann man nicht so genau beurteilen, ob sie wegen des Seegangs oder bedingt durch den seit mehr als 3 Stunden permanent hoch gehaltenen Alkoholpegel nicht mehr gerade laufen können… :whistle3:





      Montag, 14. März 2022 – Tag 40

      Auf See mit Kurs auf die Kanarischen Inseln

      Sonnenaufgang 07:14 Uhr, 19°C, heiter, Windstärke 7 aus Nordnordost, Sonnenuntergang 19:18 Uhr

      Heute müssen wir beim Frühstück wirklich etwas zum Überziehen dabeihaben – die Temperaturen betragen „nur“ noch 18 Grad. Dafür hat die Dünung weiter zugenommen und beträgt nun 3,5 Meter. Inzwischen bemerken wir die Zunahme aber gar nicht mehr :|
      Dennoch nutzen wir das sonnige Wetter aus, oft geht das ja nicht mehr :)

      Auch an einem Pflicht-Programmpunkt merken wir, dass die Reise bald zu Ende ist: Um 10 Uhr „dürfen“ wir uns testen lassen (auch heute wieder nicht nach Farbgruppen sortiert) :|

      Zwei Stunden später steht die letzte Zeitumstellung auf dem Schiff an, wieder sehr zur Freude der Crew, und eine gute Stunde später passieren wir den nördlichen Wendekreis.

      Am Nachmittag müssen wir uns für die Einreise nach Spanien registrieren, was natürlich nicht ohne Probleme funktioniert, so dass fast alle Passagiere zur Rezeption gehen und sich da helfen lassen müssen :hmm: Dabei liegt die Kundenorientiertheit leider ab und zu ein wenig unterhalb des zu erwartenden Levels :thumbdown:

      So kommt der 17-Uhr-Vortrag heute beinahe etwas unerwartet rasch, aber das Thema „Vor unserer Zeit – eine Reise durch 14 Mio. Jahre in 45 Minuten“ wollen wir uns dann doch nicht entgehen lassen :pardon:
      Anschließend wird es auch schon Zeit, am Gin-Tasting teilzunehmen, in dem mehrere Sorten mit ihren Unterschieden vorgestellt und probiert werden :)

      Nun gibt es noch kurz Gelegenheit für einen Blick auf den wieder sehr malerischen Sonnenuntergang…



      … und es wird auch schon Zeit für das Abschiedsabendessen (vorgezogen auf den vorletzten Abend, da dies der letzte auf See ist).
      Zum Abschluss des Tages gibt es dann noch den Farewell-Cocktail, wieder von allen 4 Bordkünstlern musikalisch untermalt :thumbup:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2: