Dem Lockruf des siebten Kontinents folgend …. Antarktis mit der MS HAMBURG vom 2. bis 18.Januar 2022

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      Dem Lockruf des siebten Kontinents folgend …. Antarktis mit der MS HAMBURG vom 2. bis 18.Januar 2022


      Und schon werden die ersten sagen: „Wieso siebter Kontinent, Antarktis ist doch der sechste ….“. :hmm:
      Ich zähle Nord- und Südamerika als zwei Kontinente, da es geologisch betrachtet zwei Kontinente sind, die erst durch den Isthmus von Panama (vor 2,76 Millionen Jahren) verbunden wurden.

      Nun werden gleich die nächsten losschreien: „Aber geologisch sind Europa und Asien doch auch ein Kontinent, nämlich Eurasien ...“. Hier erlaube ich mir aber, dies historisch zu betrachten, auch wenn Europa und Asien geologisch weitestgehend auf einer Kontinentalplatte liegen.

      Das ist die künstlerische Freiheit, die ich mir als Autor erlaube (auch wenn ich selbst bezweifle, dass meine Reiseberichte künstlerischen Wert haben :whistle3: ).


      Wie es zu der Reise kam und was im Vorfeld alles passierte und welche Bedingungen ich für die Reise erfüllen musste, habe ich ja schon hier im Live-Bericht geschrieben. Dort findet ihr die Informationen zum Ablauf des 2.Januar 2022.

      Montag, 3.Januar 2022 - Landshut - München - Frankfurt - Abflug Ushuaia

      Seit ich das Rentnerdasein genieße, stehe ich ja meist erst so gegen 7, 7:30 Uhr auf und frühstücke. Das wäre heute ein wenig spät gewesen, da bereits um 7:59 Uhr meine S-Bahn zum Flughafen fährt. Also war mein Aufstehen für 6:30 Uhr geplant. Doch irgendwie habe ich schlecht geschlafen und bin schon um 5:30 Uhr wach :gutenmorgen: . Ich liege noch eine Weile im Bett und stehe schließlich um 6:00 Uhr auf. Nach dem Frühstück noch die üblichen Sicherungsmaßnahmen, Wasser abstellen, Storm abschalten wo es möglich ist. Dann zum Bahnhof, der nur gut zehn Minuten entfernt ist.

      Die S-Bahn kommt pünktlich und ist etwa 8:30 Uhr am Flughafen. Der Flug nach Frankfurt startet mit 15 Minuten Verspätung, ist aber pünktlich in Frankfurt. Koffer aufnehmen, einmal komplett raus aus dem Gatebereich und mit der Bahn zum Terminal 2 fahren. Dort warte ich dann vor den Gates für Air Europa.


      Anflug auf Frankfurt

      Im Laufe der Stunden kommen immer mehr Fluggäste mit großen Koffern, an denen ein Plantours-Anhänger prangert. Da im Terminal 2 nur wenige Sitzplätze vorhanden sind, sitze ich relativ weit entfernt vom Gate 920, an dem es gegen 14:30 Uhr mit dem CheckIn losgeht. Inzwischen hat sich vor mir schon eine große Menschenschlange gebildet, die danach hinter mir noch um einiges länger wird. Es sind wohl an die 250 bis 300 Menschen die hier insgesamt anstehen. :wacko1:

      Ein Mitarbeiter von plantours (?) oder Air Europa geht an der Schlange entlang und weist alle darauf hin, dass man das digitale Einreiseformular für Argentinien braucht und wer dies nicht hat, soll sich an der Seite zuerst anstellen und dort das Formular händisch ausfüllen. Nachdem viele dorthin gehen, werden die meisten von ihnen wieder zurück geschickt, da über 70jährige das Formular nicht brauchen (auch wenn sich dies jeglicher Logik entzieht). :pardon:

      Nun könnte ja dieser Mitarbeiter, oder andere Mitarbeiter (von denen einige tatenlos hinter den Schaltern stehen) doch schon einmal an der Reihe entlang gehen und das Einreiseformular und/oder das EU-Zertifikat prüfen. Doch dies geschieht nicht. Im Zeitlupentempo wird an dem einen Schalter jeder einzeln auf Pass, EU-Zertifikat und Einreiseformular überprüft, bevor er seine Bordkarte erhält und erneut durch die Sicherheitskontrolle zum Gate gehen kann.

      Nun ist es so schon schwierig in einer solchen Menschenschlange, die sich inzwischen durch das ganze Terminal zieht, Abstand zu halten. Doch eine Mitarbeiterin (von wem auch immer) kommt und drängt uns mehr zusammen :negative: , damit hinten noch andere Passagiere durchkommen. Erst gegen 15:30 Uhr werden zwei weitere Schalter geöffnet und es geht ein wenig zügiger. Um 16 Uhr bin ich schließlich dran und kann mit meiner Bordkarte zum Gate 8 gehen, nachdem ich endlich wieder meinen Koffer los bin.


      Der Dreamliner der Air Europa am Gate

      Das Gate ist offen und ich gehe, wie alle anderen auch, hinein und setze mich, nachdem ich einen Blick auf den Dreamliner der Air Europa vor dem Gate geworfen habe. Die Boeing 787-8 der Air Europa hat insgesamt 296 Sitzplätze (22 Business und 274 Economy). Nach und nach treffen immer mehr Passagiere ein und schließlich kommt um 16:40 Uhr eine Air Europa Mitarbeiterin und wir müssen alle wieder aus dem Gate heraus. :pillepalle:

      Wir sollen uns draußen ganz hinten an der Schlange, die sich inzwischen auch durch den ganzen Gate-Bereich gebildet hat, anstellen, da vor dem Gate die Bordkarten eingescannt werden. Während tatsächlich viele ans Ende der Schlange laufen, weigere ich mich, dieses Kasperletheater mit zu machen :nono: . Warum hat man das Gate denn nicht abgesperrt, wenn keiner hinein sollte. Ich bleibe direkt vorn an den Scannern stehen und gehe demonstrativ mit den Business-Passagieren erneut ins Gate. Kritik kommt von keiner Seite, ist auch besser so, ich bin nicht mehr für Diskussionen aufgelegt. :diablo:


      Passagiere am Gate, in der Mitte einer der Lektoren des Schiffes – mit der Ponant-Jacke

      Das eigentliche Boarding beginnt erst um 17:40 Uhr, also gut 30 Minuten nach der geplanten Startzeit. Die Passagiere werden in der umgekehrten Reihenfolge der Sitzreihen ins Flugzeug gelassen, zuerst die hintersten Reihen. Da ich Reihe 15 habe, einen XL-Platz am Notausgang, fasse ich mich in Geduld. Doch es dauert ewig, bis ich mich endlich auch auf den Weg in den Flieger machen kann.

      Im Flieger sehe ich dann, was zu der erneuten Verzögerung geführt hat. Einige Fluggäste hatten das Angebot angenommen und für 490 Euro Aufpreis (mein XL-Seat hat pro Flug schon 180 Euro Aufpreis gekostet) einen Fensterplatz mit freiem Mittelplatz daneben gebucht. Doch bei einigen ist der Mittelplatz trotzdem vergeben und diese Passagiere weigern sich (zurecht) dort den Fensterplatz ein zu nehmen, solange der Mittelplatz nicht frei ist. :fie:

      Mit gut einer Stunde Verspätung starten wir von Frankfurt und vor uns liegt ein 19 Stunden Flug nach Ushuaia, mit Zwischenstopp zum Auftanken in Buenos Aires.

      Ich kann nicht sagen, wer für das Flughafen-Chaos in Frankfurt verantwortlich ist, Plantours oder Air Europa, aber in Punkto Organisation ist da noch enorm viel Spielraum nach oben. Ich kann nur hoffen, dass sich dies nicht durch die ganze Reise hinzieht, bin aber optimistisch, dass es besser wird. :dance3:


      …... es folgt der 4.Januar (bitte um Geduld)
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Das Theater in Frankfurt wäre auch genau mein Ding gewesen. Ich bin auch eher von der Sorte "Herr, gib' mir Geduld, aber plötzlich" ;)

      Bin schon gespannt auf Deinen Bericht. Danke, dass Du so schnell "lieferst". :thumbsup:
      Gruß Rainer

      Reiseberichte im Profil.
    • @Jobo, du bist aber megafleissig, kaum daheim angekommen und schon geht es los...freue mich auf deinen ausführlichen Reisebericht, der Livebericht war ja schon super. Hat sich im T2 in Frankfurt also nichts geändert....wir sind vor Jahren 3x von dort in die USA geflogen, Chaos pur....
    • Auch ich freue mich auf den Reisebericht und bin gespannt, was du so über das Schiff berichtest. Mit dem will ich (sofern die Reise denn endlich mal stattfindet) diesen Sommer nach Grönland.
      Die Bilder im Livebericht haben auf jeden Fall schon Lust auf die Reise gemacht.
      Viele Grüße
      Nicole

    • Dienstag, 4.Januar 2022 – Buenos Aires, Ushuaia, Beagle Kanal


      Mein Platz in dem Dreamliner ist 15 B, also direkt am Hauptausgang in der Mitte einer Dreierreihe. Der Platz hat den Vorteil, dass man seine Beine ausstrecken kann und man bei Ankunft zu den ersten gehört, die aussteigen können :good3: . Leider haben diese XL-Sitze auch Nachteile. So befinden sich hier auch direkt die Toiletten und oft stehen mehrere Passagiere hier an. Zudem fällt es einem hier schwer im Sitz zu schlafen, da man durch das Zuklappen der Toilettentüren und das laute Geräusch der Unterdruckspülung immer wieder aus dem „Schlaf“ gerissen wird.
      Ich kann generell im Sitzen nicht schlafen und schaffe es meist nur kurzzeitig „weg zu dösen“. Ein weiterer Nachteil der Sitze ist die Enge :negative: . Im Gegensatz zu den „normalen“ Sitzen haben die XL-Plätze keine hochklappbaren Armlehnen, sondern feste Seitenwände in denen sich auch die Klapptische und darunter die hochklappbaren Bildschirme befinden. So passen die Beine dann auch nicht unter Armlehnen, da dort feste Wände sind.

      Insgesamt sind die Sitze aber überall sehr eng, eine Erfahrung die ich immer wieder in Boeing-Fliegern mache. Die Sitze bei Airbus-Maschinen sind meist eine Idee breiter. Der Dreamliner besitzt jeweils Dreiersitzreihen rechts und links, sowie in der Mitte. Das Air Europa ihr Dreamliner auf das Maximum bestuhlt hat, kann ich durch die geringen Abstände zwischen den normalen Sitzreihen sehen. Dort möchte ich nicht in einer vollen Reihe sitzen :nono: , das wäre identisch mit dem Albtraum, den ich bei den Mauritiusflügen erlebt habe.

      Im Laufe des Abends gibt es noch eine warme Mahlzeit und mehrfach gehen die Flugbegleiter mit den Getränkewagen durch die Reihen, ein guter, aber jetzt auch nicht außergewöhnlicher Service. Auch werden die Toiletten mehrfach kontrolliert und eventuell fehlendes Toilettenpapier oder anderes aufgefüllt. Dann wird es ruhiger im Flieger, die meisten Passagiere schlafen in ihren Sitzen, zumindest haben sie die Augen zu.

      Auf dem Fensterplatz neben mir sitzt ein junger Mann, Johannes, der mit seiner Mutter, die in der Businessklasse sitzt, die Tour macht. Am Gang sitzt Klaus, ein fitter 71jähriger, dem man sein Alter nun wirklich nicht ansieht, was wohl daran liegt, dass er als Sport Thaiboxen macht. Schnell kommt eine angeregte und nette Unterhaltung zwischen uns dreien zustande. Später wird es auch bei uns dann ruhig und nach rund sieben, acht Stunden beginnen bei mir die ersten Schmerzerscheinungen, die bei dem langen Flug und den Sitzverhältnissen unausweichlich sind.

      Wenn sich mal gerade keine Personen wartend vor den Toiletten befinden, stehe ich auf und strecke und bewege mich auf dem freien Platz vor den Sitzen. So lässt es sich dann immer wieder eine Zeitlang aushalten. Das wäre so auf den normalen Sitzen kaum möglich. Da zeigt sich dann schon der Vorteil des XL-Platzes.

      Als es draußen über den Wolken langsam wieder hell wird, sind wir schon einige Zeit über dem südamerikanischen Kontinent. Meist fliegen wir da entlang der Atlantikküste über Brasilien, Uruguay und schließlich Argentinien. Wir bekommen ein kleines Frühstück serviert.


      Die Sonne strahlt schon über Argentinien – Anflug auf Buenos Aires

      Unter den Wolken herrscht jedoch noch Dunkelheit, wie wir beim Anflug auf Buenos Aires sehen können. Gegen 4:40 Uhr Ortszeit landen wir in Buenos Aires. Ich hatte erwartet, dass wir während der Betankung aus Sicherheitsgründen die Maschine verlassen müssen, so wie ich dies schon bei anderen Flügen erlebt habe, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Man teilt uns mit, dass wir in der Maschine bleiben müssen. :pleasantry_1:

      Dies hat zur Folge, dass sich natürlich alle Passagiere in die Gänge stellen, nach dem langen Sitzen, und die an Bord kommenden Reinigungscrew und die Caterer, die die Vorräte an Essen und Trinken auffüllen, nur äußerst mühsam durch die Gänge kommen. Auch wechselt hier die Bordcrew, für die letzten Stunden bis Ushuaia. Gegen 5:40 Uhr starten wir wieder auf den letzten Flugabschnitt.

      Zuerst bekommen wir nun einen weiteren Frühstücks-Snack serviert, während wir nun in Richtung Tierra del Fuego (Feuerland) fliegen (wird oft mit Patagonien verwechselt, aber die Südspitze Südamerikas ist Feuerland und das gehört nicht mehr zu Patagonien).


      Flughafen Ushuaia

      Mit unserer mitgenommenen einstündigen Verspätung landen wir gegen 9:00 Uhr in Ushuaia. Während ich im Flieger in Buenos Aires keinen Empfang mit meinem Smartphone hatte (trotz des installierten internationalen Paketes), bekomme ich im Terminal in Ushuaia sofort Empfang und kann einen kurzen Gruß ins Forum abschicken. Vor dem Terminal werden wir von plantours-Mitarbeitern erwartet, die uns auf Busse verteilen.


      Busfahrt vom Flughafen zum Katamaran

      Wir fahren nun entlang der Küstenstraße zum Hafen, zu den Katamaranen, mit denen der Ausflug stattfinden soll. Ushuaia ist die südlichste Stadt Argentiniens und konkurriert mit dem chilenischen Puerto Williams darum, die südlichste Stadt der Welt zu sein. Aktuell hat Ushuaia über 80.000 Einwohner (vor 2000 lag die Zahl noch bei unter 30.000). Vor Ushuaia ging 1930 das deutsche Passagierschiff MONTE CERVANTES nach einer Kollision mit einem Felsen unter. Alle 1.117 Passagiere und 255 Besatzungsmitglieder wurden gerettet, nur der Kapitän ging mit seinem Schiff unter. Damals hatte Ushuaia gerade mal rund 800 Einwohner.


      An Bord des Katamaran auf der Tour zu den Vogelfelsen im Beagle-Kanal

      Die Fahrt dauert nicht lange und wir halten am Hafen. Hier werden wir zu einem Katamaran geführt, der ANA B. In einem weiteren Katamaran am Kai können die Passagiere ihr während des Ausfluges nicht benötigtes Handgepäck sicher abstellen, die Koffer, die wir nicht aufnehmen mussten, werden direkt vom Flieger zum Schiff gebracht. Wir verlassen mit unserem Katamaran (es fährt noch ein zweiter mit den restlichen Passagieren) den Hafen und fahren in den Beagle-Kanal. Der Wind ist recht stark und auf dem Wasser zeigen sich viele Schaumkronen.


      Die Vogelfelsen voller Königskormorane

      Wir bekommen nun ein kleines Frühstück an Bord (somit das dritte des Tages), bevor wir den ersten Vogelfelsen mit einer großen Kolonie Königskormoranen (auch Königsscharbe genannt) erreichen, noch in Sichtweite von Ushuaia. Die Felsen sind weiß vom Kot der Vögel, die hier dicht an dicht brüten. Immer wieder holen sich die Vögel treibende Algen aus dem Wasser, vermutlich zum Nestbau. Wir sehen auch die ersten Seebären auf den Felsen, mitten zwischen den Kormoranen. :search:


      Seebären auf den Felsen im Beagle-Kanal

      Als wir um den Felsen herumfahren, sehen wir immer mehr der Seebären auf dem Felsen. Der südamerikanische Seebär wird in der roten Liste gefährdeter Arten geführt, gilt aber aktuell als nicht gefährdet. Die Bullen werden bis 1,9 m lang und können schon mal an die 200 kg wiegen. Auf den Felsen bewachen sie laut brüllend ihren Harem und vertreiben andere Bullen aus ihrem Revier.


      Nach der Umrundung mehrerer Felsen legen wir an einer kleinen Insel an

      Wir fahren nun mehrere Felsen mit Vögeln und Seebären ab und umrunden diese jeweils langsam. Dann wird bereits das Mittagessen serviert. Allzu viel Hunger habe ich nach der Frühstücksorgie nun aber nicht mehr. Noch während des Mittagessens legen wir am Ufer einer kleinen Insel an und wir können uns an Land ein wenig die Füße vertreten.


      Auf der Insel steht eine verfallene Hütte und das Ufer ist mit Muschelresten übersät

      Auf der kleinen Isla Bridges steht nur eine alte Hütte und man kann einen kleinen Weg hinauf gehen, um einen Rundblick zu erhalten. Fast alle Passagiere nutzen die Möglichkeit kurz an Land zu gehen. Das Ufer ist wie ein Teppich aus Muschelschalen, die hier angespült werden. Nach rund 15 Minuten sind alle wieder im Katamaran und die Fahrt geht wieder zurück nach Ushuaia.


      Ushuaia, St.Christopher, SEAVENTURE, HANSEATIC NATURE

      In Ushuaia angekommen, drehen wir noch eine Runde entlang der Stadt und des Hafens. Zuerst fahren wir an dem alten Rettungsschlepper ST. CHRISTOPHER vorbei. Der Schlepper wurde 1943 für die US-Navy gebaut, aber nie in Dienst gestellt. 1944 wurde er an die Royal Navy verleihen und dort als HMS JUSTICE in Dienst gestellt. Zurück an die USA 1946 wurde der Schlepper als ST.CHRISTOPHER 1947 an Buenos Aires verkauft unter der Flagge Costa Ricas. Im Jahr 1953 charterte die argentinische Marine den Schlepper zur Teilnahme an der Bergung der 1930 gesunkenen MONTE CERVANTES. 1957 wurde der Schlepper an seiner jetzigen Stelle auf den Strand gesetzt und stellt jetzt so eine Art Denkmal dar.


      L'AUSTRAL, HAMBURG, PLANCIUS, ARCTIC SUNRISE

      Wir fahren nun an den am Kai liegenden Schiffen vorbei. Da ist ganz hinten die SEAVENTURE, die ehemals als BREMEN für Hapag-Lloyd unterwegs war. Das 111,51 m lange Schiff (BRZ 6.752) liegt hier in Quarantäne, wie wir später erfahren. Davor liegt die HANSEATIC NATURE, das Schwesterschiff der HANSEATIC INSPIRATION, die ich auf den Azoren ja häufig gesehen habe. Die Schiffe mit ihrer BRZ von 15.651 sind 139 m lang und für 230 Passagiere ausgelegt.
      Ganz vorne an dieser Seite der Pier liegt die L'AUSTRAL von Ponant. 264 Passagiere finden hier auf 142,1 m Länge Platz (BRZ 10.944).
      Auf der anderen Seite hinter unserer HAMBURG liegt noch die PLANCIUS, die ebenfalls unter Quarantäne sein soll. Das kleine Schiff von Oceanwide Expedition ist nur 89 m lang und bietet Platz für 108 Passagiere. Ganz hinten liegt noch die ARCTIC SUNRISE, ein als Eisbrecher klassifiziertes Schiff von Greenpeace. Die ursprünglich norwegische POLARBJØRN ist theoretisch in der Lage die Welt einmal zu umrunden ohne nachzutanken.


      Hotel los naranjos, Einzelkabine 442 auf der MS HAMBURG

      Wir legen wieder an den kleinen Anlegern an und die erste Gruppe darf von Bord zum Bus, der am Ufer wartet und die Passagiere ins Hotel los naranjos zum Antigentest bringt, ohne den darf niemand an Bord der MS HAMBURG. Im Katamaran ist es inzwischen doch recht stickig, deshalb gehe ich, wie einige andere auch, aus dem Boot auf den Steg, um hier in der frischen Luft auf den nächsten Bus zu warten. Das gefällt einem Mitarbeiter der Katamarane gar nicht und er fordert uns auf wieder im Katamaran zu warten. Als wir darauf nicht reagieren zieht er die kleine Brücke zwischen Katamaran und Steg weg, damit keiner mehr aus dem Katamaran aussteigen kann.
      Er kann froh sein, dass ich nicht mehr drin bin, das hätte ich mir nicht bieten lassen, mich quasi in dem stickigen Katamaran einsperren zu lassen :threaten: . Da kommt man sich ja vor wie im Kindergarten, schließlich kann man auf dem Steg genauso gut warten, da wir zum Bus dann ohnehin erst durch den „Gepäck-Katamaran“ an Land müssen.
      Schließlich ist der nächste Bus da und wir fahren die 50 Meter bis zum Hotel. Dort wird bei allen ein Antigen-Test durchgeführt. Schon auf der Fähre war mir der Mann eines älteren Paares aufgefallen, der ständig hustete. Genau dieses Paar muss sich nun abseits hinsetzen, da bei ihnen ein zweiter Test durchgeführt wird, während wir anderen nach und nach raus in den Bus dürfen. Als der Bus dann losfährt, bin ich mir sicher, das Paar nicht wieder in den Bus eingestiegen ist. :hmm:
      Wie wir Tage später erfahren, durften wohl insgesamt schon fünf Personen gar nicht aufs Schiff, da ihr Test auch beim zweiten Mal positiv war.

      Wenig später sind wir dann am Schiff und schnell habe ich den Dampfer geentert. Meine Kabine ist auch schnell gefunden und mein Koffer steht schon drin. Da wir der zweite von mehreren Bussen waren und die anderen Passagiere überwiegend noch im Hotel getestet werden müssen, packe ich nun in aller Ruhe meinen Koffer aus und richte mich häuslich ein in meiner Kabine 442. Das erste, was ich nach mittlerweile 39 Stunden auf den Beinen ausprobiere, ist die Dusche.


      An Bord der MS HAMBURG, CRYSTAL ENDEAVOR, Abfahrt von Ushuaia

      Auf der Kabine liegt auch das Tagesprogramm mit Informationen zur Schiffsleitung, Reiseleitung und dem Expeditionsteam. Ab 18:30 Uhr gibt es Essen im Restaurant auf Deck 3 und dem Palmengarten auf Deck 6. Nach der Futterorgie am Tag habe ich allerdings keinen großen Hunger und nehme nur einen kleinen Imbiss im Palmengarten, dem Buffetrestaurant.
      Da die Sicherheitsübung erst um 20:45 Uhr stattfinden soll, erkunde ich ein wenig das Schiff. Völlig unbemerkt hat sich inzwischen die PLANCIUS davon geschlichen und stattdessen liegt nun die CRYSTAL ENDEAVOR hinter uns.
      Die PLANCIUS und die SEAVENTURE liegen inzwischen vor dem Hafen auf Reede. Ich kaufe mir noch einen Internet-Voucher an der Rezeption und teste den kurz mit dem Smartphone. Für 300 Minuten nutzbare Zeit werden dem Bordkonto 33 Euro belastet, das ist akzeptabel.


      Abfahrt von Ushuaia, hinterer Niedergang der MS HAMBURG

      Die Sicherheitsübung verzögert sich bis 21:15 Uhr und findet dann in der Lounge statt. Anschließend begebe ich mich auf den Balkon vor dem Palmengarten und schaue mir hier unsere Abfahrt um 22 Uhr an. Bis etwa 23 Uhr halte ich es noch dort aus, wir sind mittlerweile schon im Beagle-Kanal, dann schlägt schlagartig die Müdigkeit zu, nicht verwunderlich, bin ich doch inzwischen über 46 Stunden wach. Kaum in der Koje, schlafe ich auch sofort ein. :sleeping:

      …........ es folgt der 5.Januar
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Danke für die Fortsetzung des Berichtes, welchen ich begierig verschlinge :D . Nach so einem langen Flug ist es gut, wenn die gebeutelten Paxe frische Luft (oder auch nicht im Inneren des Katamarans :pinch: ) atmen können und erste Naturerlebnisse erfahren.

      Weiss nicht, ob ich in gut 11 Monaten nicht im Stehen einpennen würde... Na ja, mal sehen ^^ .

      LG foerdesprotte :)
    • Irgendwann hat man den toten Punkt überwunden. Wenn dann der Moment kommt, bei dem man zur Ruhe kommt (so wie bei mir dann auf dem Balkon vorne), dann schlägt die Müdigkeit erbarmungslos zu.
      Ich hatte dann teilweise Mühe, überhaupt noch die Augen offen zu halten.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
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    • @Jobo
      Vielen Dank für deinen Tollen bericht und die schönen Bilder. Ushuaia weckt Erinnerungen, wir haben dort vor Einschiffung 1 nacht im Htel. War auch gut, so konnten wir die Stadt noch sehen.
      Waret schon ungeduldig auf die Fortsetzung

      liebe Grüße
      Babsi
    • Mittwoch, 5.Januar 2022 – Drake Passage


      Ich bin gegen 5:00 Uhr wach, kein Wunder, bei einem Sonnenaufgang um 4:55 Uhr. Bis 6:00 Uhr bleibe ich allerdings noch in der Koje liegen, das Aufstehen fällt mir etwas schwer heute Morgen. Die HAMBURG rollt etwas, obwohl durch mein Fenster nicht wirklich Seegang zu sehen ist.

      Nach dem Frühstück im Palmengarten teste ich mit meinem Netbook das Internet dort. Erstaunlicherweise fehlen mir gut 25 Minuten Internetzeit :hmm: . Das reklamiere ich an der Rezeption. Die Mitarbeiterin will eine entsprechende Meldung an den IT-Manager, der wohl irgendwo an Land sitzt, machen und nachfragen.

      Ich verbringe einige Zeit auf dem Oberdeck. Hier kann ich eine leichte Dünung feststellen, die von der HAMBURG mit einem Rollen an die Passagiere weiter gegeben wird. Meiner Meinung nach, viel zu viel Rollen für das bisschen Altsee. Das Wetter ist aber gut, es ist trocken und stellenweise zeigt sich der blaue Himmel.

      Um 9:30 Uhr müssen alle zur zentralen Infoveranstaltung in die Lounge auf Deck 4. Von meiner Kabine brauche ich da nur um die Ecke und bin schon da. Alle Passagiere werden dort namentlich registriert. Wer dort nicht registriert wurde und an den Infoveranstaltungen teilgenommen hat, ist von allen Anlandungen ausgeschlossen. :nono:

      Die Kreuzfahrt Direktorin Alexandra Cortese gibt die Covid-Regeln an Bord bekannt. Im Schiff herrscht strenge Maskenpflicht, ausdrücklich über Mund und Nase. Außendecks darf sich ohne Maske bewegt werden. Es werden die ersten Tage Antigentest für alle durchgeführt und ab dem vierten Tag soll dann nur noch die Temperatur gemessen werden, wenn bis dann alle negativ sind.

      Dann erklärt der Expeditionsleiter Dr. Ludger Feldmann den Ablauf der Anlandungen und das Verhalten in den Zodiacs und an Land. Es wird ausführlich das Ein- und Aussteigen aus dem Zodiac am Schiff, wie auch an Land gezeigt. Es werden grundsätzlich Nassanlandungen sein, also muss man vom Zodiac bis an Land einige Schritte durchs Wasser gehen. Daher sind auch Gummistiefel und darüber eine wasserdichte Hose Pflicht. Ohne Gummistiefel kommt niemand an Land.

      Es wird auf die besonderen Bedingungen in der Antarktis hingewiesen. Es darf nicht der kleinste Gegenstand an Land kommen, der dort nicht hingehört. Daher werden morgen alle bei den Landgängen von den Passagieren benutzte Sachen, Gummistiefel, Hosen, Jacken, Rucksäcke und Taschen, Handschuhe, usw. ausgiebig vom Expeditionsteam ausgesaugt, um auch nicht mit den kleinsten Bakterien, Schmutz oder sonstige Gegenstände die Antarktis zu kontaminieren.

      Auch dürfen nur immer maximal 100 Personen eines Schiffes an Land. Wenn mehrere Schiffe am gleichen Tag die gleiche Stelle anlaufen, bekommen sie Zeitfenster, in denen sie ihre Passagiere an Land bringen dürfen, so dass niemals die Passagiere von zwei Schiffen an Land sind. Unsere 274 Passagiere werden in sieben Farbgruppen eingeteilt, da wohl nicht alle mit an Land gehen. Jede Farbgruppe besteht aus maximal 32 Personen, was zwei Zodiacs entspricht. Es dürfen immer nur drei Farbgruppen gleichzeitig an Land.

      Die Infoveranstaltung dauert bis 11:00 Uhr und beim Verlassen der Lounge bekommt jeder einen farbigen Punkt auf seine Bordkarte geklebt, der somit seine Gruppe darstellt. Ich gehöre demnach in die blaue Gruppe.


      In der Drake-Passage auf dem Oberdeck der MS HAMBURG

      Um 12:00 Uhr gehe ich zur Rezeption. Der junge Mann, der dort jetzt Dienst tut, zeigt mir das Netzwerkprotokoll, dass ihm der IT-Manager zugesendet hat. Demnach sei ich die fehlenden 25 Minuten eingeloggt gewesen. Der junge Mann ist äußerst erklärungsresistent und lässt mich weder erklären, dass ich nur zwei, drei Minuten mit meinem Smartphone gestern getestet habe, noch hört er mir zu, als ich ihm erklären will, dass ich mich auch danach wieder korrekt ausgeloggt habe. Immer wieder fällt er mir ins Wort, den Fehler müsse ich gemacht haben, das Protokoll weise dies ja nach :pillepalle: . Dann will er mir erklären wie ein Netzwerk funktioniert. :mosking:

      Erst als ich ihn mit Nachdruck darauf hinweise, dass ich mehr als 20 Jahre als Netzwerk- und Systemadministrator gearbeitet habe und ihn auffordere den IT-Manager zu bitten, die Verbindungen doch noch einmal genauer zu überprüfen, gibt er etwas widerwillig nach. Es bleibt zum Glück der einzige Mitarbeiter auf dem Schiff, mit dem ich solche negativen Erfahrungen mache.

      Ich esse anschließend eine Kleinigkeit im Palmengarten und gönne mir ein Bier. Hier gibt es das König-Pilsner (nicht gerade mein Lieblingspils, aber genießbar) für 4,50 € im 0,4 ltr. Glas. Ein Weinglas kostet 4,30 € und z.B. ein Caipirinha 5,70 €. Es war also eine richtige Entscheidung von mir, vorab auf das große Getränkepaket (in dem auch die alkoholischen Getränke sind) für 33,- € pro Nacht und Person zu verzichten. Damit sich dies rechnet, hätte ich schon acht Bier am Tag trinken müssen. :beer: :beer: :beer: :beer:

      Trotzdem gibt es einige, die ein Getränkepaket gekauft haben. Wobei man sagen muss, hat einer auf der Kabine das Paket, muss der zweite das gleiche Paket kaufen, da ja sonst beide auf das eine Paket, sprich die eine Bordkarte, trinken könnten. Wie sich das wirklich rechnen soll ist mir schleierhaft, aber vielleicht waren dies die Leute, die man fast ständig mit einem Glas Schampus (?) an Deck gesehen hat.

      Ab 15:00 Uhr beginnt der Antigentest, der immer im gleichen Rhythmus abläuft. Die Passagiere werden deckweise und schiffsseitenmäßig zur Lounge gerufen. Heute beginnt Deck 2, gerade Kabinennummern (Backbord), dann Deck 2 ungerade (Steuerbord), Deck 3 gerade, Deck 3 ungerade, Deck 4 gerade, Deck 4 ungerade, Deck 5 gerade und endlich Deck 5 ungerade.
      Dies rotiert jeden Tag, also morgen beginnt Deck 3 gerade, Deck 3 ungerade, Deck 4 gerade …... bis Deck 2 ungerade. Übermorgen beginnt dann Deck 4.

      Das gleiche rotierende System wird auch bei den Farbgruppen der Anlandungen angewendet, also die Farbe die bei der ersten Anlandung zuerst dran kommt, ist bei der zweiten Anlandung ganz hinten. Bei dem heutigen Antigentest bin ich kurz nach 16:00 Uhr dran. Da sich das Testen länger als erwartet hinzieht, entfällt der eigentlich danach geplante Lektorenvortrag.


      Auf der Fahrt durch die ruhige Drake Passage

      Ich bin wieder auf dem Oberdeck, als man uns per Durchsage auch erklärt, warum wir nicht, wie eigentlich geplant westwärts durch den Beagle Kanal fahren. Ursprünglich sollte die Tour ja in Punta Arenas beginnen und nach der Landung dort, hätten wir mit einem Katamaran die Gletscherstraße und den Beagle Kanal entlang nach Ushuaia fahren sollen und dort aufs Schiff gehen sollen. Nachdem aber Chile schon vor dem Januar seine Einreisebedingungen verschärft hatte, wurde auch der Flug nach Ushuaia verlegt.

      Die nächste Planung war, von Ushuaia aus mit dem Schiff den Beagle Kanal entlang zur Straße der Gletscher und von dort in die Drake Passage. Doch die erneuten Änderungen der chilenischen Regierung Anfang Januar machten die Idee zunichte :pardon: . Wir hätten, sobald wir in chilenische Gewässer gefahren wären, umfangreiche Einreiseformalitäten über uns ergehen lassen müssen.


      An Bord der MS HAMBURG in der Drake Passage

      Daher sind wir gestern direkt den Beagle Kanal in östlicher Richtung gefahren und kurz nach Mitternacht in die Drake Passage eingebogen. Zum Abendessen zieht es mich wieder in den Palmengarten, was auch die ganze restliche Reise so sein wird. Das Restaurant auf Deck 3 habe ich nie benutzt. In dem Buffet-Restaurant gab es alles was ich brauchte und mochte.

      Um 21:00 Uhr wird dann das Lektorenteam in der Lounge vorgestellt. Neben dem Expeditionsleiter Dr. Ludger Feldmann besteht es aus Prof. Dr. Lothar Staeck, Prof. Dr. Manfred Bölter, Dr. Ernst Bahns, Heinz Strathmann und Lutz Stemme. Die Lektoren stellen kurz ihr jeweiliges Spezialgebiet vor.


      Abendstimmung in der Drake Passage

      Danach gehe ich noch bis nach dem Sonnenuntergang um 22:05 Uhr aufs Oberdeck und genieße das herrliche Wetter. Morgen sollen wir Elephant Island erreichen, bis dahin muss ich noch einiges an Schlaf nachholen.


      …...... es folgt der 6.Januar 2022
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
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    • Danke, lieber Jobo! Dass das Schiff bei so einem Ententeich doch rollt - oh oh - wie verhält es sich wohl bei 10 m Wellen? So was soll ja auch in der Drake Passage vorkommen...

      Ansonsten hattest du ja Glück mit dem Wetter an diesem Tag :thumbsup: . Interessant auch die Beschreibung des Prozederes zum Antigen-Test: Hoffentlich ist es im Dezember diesen Jahres, wenn ich unterwegs bin auf MS Hamburg, entspannter, was den Umgang mit dem Stachel-Virus angeht :whistling: . Hoffentlich hattest du mit dem beratungsresistenten Mitarbeiter an der Rezeption nur dieses eine Mal zu tun. Anscheinend war er nur der Einzige nicht kundenorientierte Mitarbeiter an Bord.

      Auf die Fortsetzung deines spannenden Berichtes freut sich

      foerdesprotte :)

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    • @Jobo, danke für die schönen Bilder von "meinem" Schiff! :thumbsup:

      Wie bei dir war auf meiner Grönlandreise 2019 der Palmengarten mein "Hauptquartier".
      Mich wundert aber, dass das Buffet geöffnet war. Ich wollte meine Grönlandreise 2021 wiederholen und erhielt die Auskunft, dass das Buffet coronabedingt geschlossen sei. Das war einer der Gründe für meine Stornierung, denn im Speisesaal festzusitzen, während die faszinierendsten Fotomotive am Fenster voerbeiziehen, wollte ich unbedingt vermeiden. Nun ist die Coronasituation nicht besser geworden. Ganz schön leichtsinnig!
      Da hattet ihr aber ein großes Lektorenteam an Bord: Wissenschaftler und ein Abenteurer. Dr. Ludgar Feldman war auch auf meiner Grönlandreise dabei. Wir sind uns öfter zu nachtschlafender Zeit an Deck begegnet, und ich habe von ihm viel Interessantes über Land und Leute erfahren. Ein erfahrener und begeisterter Nordlandfahrer!
      Nun warte ich gespannt auf die Fortsetzung und hefte mich an deine Spuren.


      Viele Grüße
      omlia :)

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    • Nordlicht wrote:

      Deswegen schrieb ich ja im Livebericht, Plantours sollte mal seine Website anpassen

      Welchn Livebericht meinst du, und was sollte auf der Website geändert werden?

      Nordlicht wrote:

      In jedem Hotel klappt es mit Büffet, warum soll es denn auf einem Schiff nicht klappen.

      Dass es in jedem Hotel mit dem Buffet klappt, ist fraglich, denn Kontakte werden angesichts der Infektionsflut ja kaum noch nachverfolgt.
      Außerdem fährt ja die MS Hamburg durch Gewässer abseits der Zivilisation, und da ist eine ärztliche Versorgung im Notfall nicht möglich.
      Und die Passagiere, die ihre Reise in Quarantänekabinen verbingen mussten, werden sich sicher auch Gedanken über mögliche Infektionsquellen an Bord machen.

      Viele Grüße
      omlia :)

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    • Das Buffet-Restaurant arbeitete mit Bedienung. Man konnte seine Speisen und die Mengen die man haben wollte wählen und sie wurden einem von einem Mitarbeiter auf den Teller gefügt. Dies galt für alle Mahlzeiten, egal ob Frühstück, Lunch oder Abendessen. Auch herrschte dort strengste Maskenpflicht bis am Tisch. Auf den Vierertischen standen auch mittig hohe Plexiglaswände, die die beiden Tischhälften trennten.
      Zudem waren immer wieder Sitze dort gekennzeichnet, die wegen Corona nicht besetzt werden durften, so dass immer ausreichende Abstände gewährleistet waren.
      Ich denke, das Konzept war insgesamt sehr gut und auf einem kleinen Schiff lassen sich Ansteckungen eines so aggresiven Virus, wenn sie erst einmal stattgefunden haben (ich vermute ohnehin den Flieger als Ursprung, so eng wie dort gesessen wurde), kaum noch ganz eindämmen.
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
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