Eine Wundertütenreise – jede Menge Überraschungen mit der MS Havila Capella vom 16.12.2021 bis zum 05.01.2022

    • B-K-B
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      @Bine
      Mein Kommentar bezog sich darauf, dass es dann vermutlich deutlich voller gewesen wäre.
      Zu der Zeit lag die Inzidenz in Oslo bei über 1400, und dafür kam es uns an einigen Stellen (ganz subjektiv gesehen) auch so schon recht gut gefüllt vor. Die Zugangsampel zum Weihnachtsmarktgelände zeigte zwar grün, aber an einigen Stellen war dennoch kein Durchkommen mehr :fie:
      Schließlich mussten wir ja wenige Tage später erneut einen Test bestehen...

      @Tomoka
      Da habe ich wohl den hier vergessen: :sironie: ;)

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Samstag, 18. Dezember 2021 – Tag 3 (Teil 1)

      Unerwartete Einblicke und Tierbegegnungen sowie ein Weihnachtsmarkt-Feuerwerk


      Sicherheitshalber habe ich mir den Wecker gestellt, denn heute wollen wir bereits um 8:30 Uhr frühstücken – schließlich wollen wir das Buffet ja auch genießen :essen:
      Wie fast immer bin ich kurz vor dem Klingeln des Weckers wach und kann so Göga noch ein wenig schlummern lassen :sleeping:
      Wir bewundern gerade den blauen Himmel von unserem Zimmer aus, als wir auch schon eine Nachricht von A. erhalten, dass sie sich bereits am Glögg in unserem Hotel stärkt =O
      Unser Programm für den Tag haben wir bereits am Vortag abgestimmt, und so machen wir uns auf gen Osten, der Sonne entgegen :8):



      Heute gibt es deutlich mehr Wolken als gestern, aber ein paar Sonnenstrahlen verirren sich dennoch zu uns. Wir bewundern den tierischen neuen Spielplatz am Operastranden, bevor wir uns am Munch vorbei nach Norden wenden ^^



      Wir laufen durch den neuen Stadtteil Bispevika. Anscheinend gibt es hier noch ein weiteres Wohnungszubehör: einen eigenen Badesteg :/



      Die hier aufgestellten Mülleimer weisen recht drastisch auf die Folgen der Nicht-Benutzung hin :thumbup:



      Wir laufen weiter gen Westen und erhaschen hier und da einen Blick in Richtung Barcode.



      Nun erhalten wir eine recht ausführliche Führung durch die Deichmanske Bibliotek.
      Es gibt hier Abteilungen, die wir so nicht erwartet hätten wie beispielsweise die Ecke mit den 3D-Druckern, die jedermann nutzen darf. Man muss sich nur per App anmelden, über die auch abgerechnet wird :) Aktuell ist die Abteilung allerdings wegen Corona geschlossen, ebenso wie die Nähabteilung mit Aussicht.
      Neben dem ganzen modernen Zeugs gibt es aber auch noch die guten alten Karteikarten zu finden :D Hier ist der komplette Bestand der original Deichman-Bibliothek zu finden, entstanden in den Jahren 1933 bis 2020.



      Ein Stück weiter gibt es eine Leseecke mit dem recht passenden Namen „Skogen“ (Wald) :thumbsup:



      Im großen (nicht abgetrennten) Aufenthaltsraum gibt es viele Sitzgelegenheiten. Hier wird alleine oder gemeinschaftlich gearbeitet, diskutiert oder gegessen. Das Zubehör für die letztgenannte Aktivität muss man sich allerdings selber mitbringen :whistling:
      Alles wird dominiert von der großartigen Aussicht.



      Es gibt eine riesige Abteilung mit fremdsprachigen Büchern, teilweise in Sprachen von denen ich noch nie gehört habe. Sogar die Mülleimer sprechen für sich selber, ob sie mit Papier-, Recycling- oder Restmüll gefüttert werden möchten ;)



      Wieder draußen treffen sich neu und alt in unerwarteter Form 8|



      Wir laufen weiter durch die weihnachtlich geschmückte Carl Johans gate.



      Ein kurzer Abstecher führt uns zum Stortorvet, wo A. an einem Marktstand einkaufen möchte. Hier ringen König Christian IV, ein Coronaherz sowie eine Schar Hühner um Aufmerksamkeit :hmm:



      Wir folgen nun wieder der Carl Johans gate und erwischen Rudolf dabei, wie er vor dem königlichen Schloss (allerdings ziemlich weit entfernt davon) Wache hält :mosking:



      Wir lassen den Weihnachtsmarkt rechts liegen und begeben uns zum Kunstnerforbundet in der Kjeld Stubs gate, wo wir uns die Weihnachts-Verkaufsausstellung norwegischer Künstler anschauen. Einiges gefällt uns recht gut, anderes hinterlässt eher Fragezeichen. Aber rein aus Gewichts- und Platzgründen sehen wir nicht wirklich eine Chance, etwas mitzunehmen :nono:
      Schräg vor dem Haus sehen wir noch eine Skulptur, bei der wir uns fragen, ob sie auch zur Ausstellung gehört.



      Da aber kein Preisschild daran zu entdecken ist, gehen wir doch eher nicht davon aus :laugh1:
      Wir laufen weiter über die Spikersuppa, wo wir uns kurz stärken, zur Universität.



      Laut Eigenwerbung soll hier der größte und schönste Weihnachtsbaum Norwegens stehen, was wir aber doch zu bezweifeln wagen :fie:

      Weiter geht es zur Bushaltestelle am Nationaltheater. Hier versuchen wir über unsere App ein Tagesticket zu kaufen, bevor der Bus kommt :| Da beides aber ein wenig dauert, heißt es


      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      @Noschwefi Ich tippe mal drauf, dass bei der Rückerstattung von KLM die Mehrwertsteuer oder zumindest der Teil, den ihr hättet erstattet bekommen können, angezogen worden ist.
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX // 4/16 FR // 3/18 VE // 7/19 FR

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      Besser geht's nicht: Eine Stadtführung mit tollen Fotos, und das Ganze gemütlich vom Sofa aus.:thumbsup:
      Sehr beeindruckend, die neue Bibliothek!
      Es wird höchste Zeit, dass ich noch einmal nach Oslo kommen, auch wegen der vielen anderen spaktakulären Neubauten.
      Bin gespannt auf die Fortsetzung.

      Viele Grüße
      omlia :)

      Reiseberichte im Profil
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      Bin ebenfalls angetörnt: von den meisterhaften Fotos und der mitreißenden Beschreibung - danke, dafür. Oslo, wenn die Korona-Götter es zulassen, in diesem Sommer.... da helfen solche Beschreibungen wunderbar für eine Planung!
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      Samstag, 18. Dezember 2021 – Tag 3 (Teil 2)

      Unerwartete Einblicke und Tierbegegnungen sowie ein Weihnachtsmarkt-Feuerwerk (Fortsetzung)


      Dann ist es geschafft: Die Fahrkarte ist gekauft und der Bus kommt :)
      Wir steigen ein, aber nun beginnt Teil 2 der Fahrkartenaktion: Ein Ergänzungsticket muss her :/ Auch das ist bald gelöst, und keine 40 Minuten später sind wir am Ziel und erreichen Bærums Verk. Hierbei handelt es sich um eine mehr als 400 Jahre alte Schmelzhütte, um die herum eine Handelsstadt entstanden ist. In der Vorweihnachtszeit ist ein großer Teil des Geländes zu einem Weihnachtsmarkt umgestaltet ^^
      Wir lassen uns überraschen, denn hier sind wir noch nie gewesen.

      Im Gegensatz zum Zentrum von Oslo ist es hier, etwas außer- und oberhalb, noch tief verschneit 8|



      Überall zwischen den Holzhütten ist es weihnachtlich geschmückt.



      Es lässt sich aber auch nicht verleugnen, dass in das Gelände ein Skulpturenpark integriert ist :whistling:



      Das Angebot ist lokal (z.B. Honig aus der Nachbargemeinde) und/oder Jahreszeitsbezogen. Wir gönnen uns vor Ort selbst gebrannte Zimt- und Schokomandeln und stöbern in Geschäften, die in Deutschland als Antiquariat gelten würden. Nebenbei kann man noch Glasbläsern bei der Arbeit zuschauen und und und :thumbsup:



      Ein paar Meter oberhalb und daher bei den Wegeverhältnissen nicht ganz so einfach zu erreichen liegt eine kleine Kapelle, die schlicht, aber festlich dekoriert ist.
      Während wir uns dort aufhalten, fängt auf einmal der Himmel an, ein wahres Farb-Feuerwerk abzufeuern =O



      Von Minute zu Minute wird der Anblick spektakulärer :love:



      Erst als die Pinguine anfangen, sich der Wolken anzunehmen, verblassen langsam die Farben :mosking:



      Von der Straße aus haben wir noch einmal einen schönen Blick auf das obere Gelände mit den Standard-Geschäften ^^



      Wie es aussieht, haben wir genau die richtige Zeit für unseren Besuch gewählt, denn jetzt wird es kalt und voll – und die spektakuläre Stimmung ist auch vorbei :8):
      Zum Glück brauchen wir nicht lange auf einen Bus zu warten, der uns wieder in die Stadt bringt.
      A. begleitet uns noch zurück ins Hotel, möchte dann aber lieber nach Hause. Aber für den nächsten Tag sind wir ja wieder verabredet :)

      Leider macht das Munch-Museum bereits in einer Stunde zu, so dass sich der Besuch dort auch heute nicht wirklich lohnt :( Da uns nicht danach ist, essen zu gehen, besorgen wir uns eine Kleinigkeit für aufs Zimmer (den Glögg dazu spendiert ja das Hotel).
      Kaum sind wir fertig mit Essen, erhalten wir eine Mail von KLM, dass unser Rückflug gecancelt worden ist X/
      Wir haben nun 3 Alternativen: Abflug um 10 Uhr statt um 14 Uhr, gleicher Flug wie gebucht am Vortag oder Abflug zur geplanten Zeit, aber dann über Paris statt Amsterdam mit Ankunft um 22 Uhr statt um 18 Uhr ?(

      Option 1 kommt für uns nicht in Frage, wir wollen nicht vor dem Frühstück schon am Flughafen sein, zumal der vor unserem Hotel abfahrende Flybussen zu der Zeit noch gar nicht fährt. Option 2 wäre eine Möglichkeit, aber dann soll KLM uns das bereits bezahlte Hotel erstatten. Dies schreiben wir zurück und warten, wie KLM reagiert :S

      Viel mehr passiert an diesem Abend nicht mehr :pardon: :| || :sleeping:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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      Ich bin begeistert von den stimmungsvollen Fotos. :clapping: Leider will mein Göga mit mir erst im Hochsommer nach Oslo zum Munch-Museum. :(

      Einen fehlenden Koffer hatte ich vor Jahren auf unserer Toskanareise. Wir hatten beschlossen, unser Programm in Florenz am nächsten Tag durchzuziehen, ohne zwischendurch im Hotel nachzuschauen, ob der Koffer tatsächlich aus München nachgeliefert worden sei. Es war im warmen September, aber in Florenz gab es schon nur noch die neue Herbst/Winter-Mode zu kaufen. ;( Einzig ein Disney-Laden führte T-Shirts. Also musste ich wohl oder übel mit einem Donald-Duck-Konterfei auf der Brust durch die Uffizien wandeln. :blush: Göga schwärmte mehrmals davon, dass ausgerechnet sein Koffer mitgekommen war, was mich ziemlich ärgerte. ?( Es stellte sich aber später heraus, dass er so leichtsinnig war, mein Silberhochzeitsgeschenk (eine neue Kameraausrüstung) in den Koffer zu packen statt ins Handgepäck. :dash:

      Eure Reise ist vielversprechend. :thumbsup: Ich freue mich auf die nächsten Beiträge.

      Viele Grüße
      Laminaria
      Reiseberichte sind in meinem Profil verlinkt.

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      Sonntag, 19. Dezember 2021 – Tag 4 (Teil 1)

      Erst geht es rund, dann rein und schließlich rauf


      Auch heute bin ich wieder vor dem Wecker wach – mal schauen, wie oft ich ihn in diesem Urlaub noch stellen muss :/
      Pünktlich um 9:30 Uhr ist A. wieder im Hotel. Bei dem tollen Wetter (0 Grad, kein Wind und keine Wolken) beschließen wir spontan, die Straßenbahn zu nehmen und zum Rathaus zu fahren, das sich auch – wie bestellt – in den ersten Sonnenstrahlen räkelt :thumbup:



      Wir laufen ein Stück weiter zur Aker brygge, wo wir genau pünktlich zur ersten Abfahrt des Tages der Inselrundfahrt ankommen :)



      Hier ein kleiner Eindruck der Morgenstimmung:



      Unterwegs bemerken wir, dass weniger Anleger als im Sommer besucht werden, aber die Länge der Rundfahrt von 57 Minuten hat sich nicht geändert, und es gibt trotzdem immer wieder schöne Ausblicke ^^



      Wieder an Land bemerken wir etwas ganz und gar ungewöhnliches: Keinen Menschen 8| Wir sind anscheinend die einzigen, die zu dieser (nicht mehr ganz so frühen Stunde) unterwegs sind.
      So können wir den Blick zum Friedensnobelpreiszentrum ungestört genießen. Dahinter versteckt sich – ganz und gar unscheinbar – der Neubau des Nationalmuseums.



      Da Göga noch nie im Rathaus war, gehen wir die paar Schritte – nicht zuletzt zum Aufwärmen :whistling:
      Zuerst aber müssen wir die verzierten Außenfassaden hinter uns bringen.



      Was dem Deutschen sein Adler ist dem Norweger seine Möwe :whistle3:


      Vorbei an einem norwegischen Einhorn…



      … betreten wir den Bankettsaal :)



      Wieder auf dem Umgang genießen wir einen Blick in die leere Rathaushalle.



      Mir kommt dieser Weihnachtsbaum stattlicher vor als der vor der Universität, aber das kann ja nicht sein :hmm:

      Der Storstein-Saal mit Blick in den Raum der Stadtverordneten-Versammlung.



      Nachdem wir uns eine gute halbe Stunde lang hier aufgehalten haben, wird es uns zu voll (zwei weitere Besucher strömen ins Gebäude :huh: ), so dass wir uns aufmachen zur nächstgelegenen T-bane-Station :locomotive:
      Die letzten Schritte dahin legen wir sicherheitshalber etwas zügiger zurück :/



      Da die nun folgende Fahrt ein wenig länger dauert, heißt es mal wieder


      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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      @'Noschwefi'
      Wieder an Land bemerken wir etwas ganz und gar ungewöhnliches: Keinen Menschen Wir sind anscheinend die einzigen, die zu dieser (nicht mehr ganz so frühen Stunde) unterwegs sind.


      Nicht verwunderlich, denn die standen gerade alle am Fähranleger für das nächste Boot. :D

      Laut Eigenwerbung soll hier der größte und schönste Weihnachtsbaum Norwegens stehen, was wir aber doch zu bezweifeln wagen

      In Norwegen hat jede Stadt, jeder Ort usw. den größten und schönsten Weihnachstbaum, denn hier sind alle/ist alles gleich und nirgendwo sticht einer oder etwas heraus, also...logisch, oder? :mosking:
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      Sonntag, 19. Dezember 2021 – Tag 4 (Teil 2)

      Erst geht es rund, dann rein und schließlich rauf (Fortsetzung)


      Wir fahren und fahren, immer weiter in die Berge hinein :/
      Den Holmenkollen haben wir längst hinter uns gelassen, als es heißt „Der Zug endet hier, bitte alle Aussteigen“ :huh:
      Kurze Zeit später stehen wir in 440 Meter Höhe am Bahnhof Frognerseteren und genießen diesen Anblick ^^



      Diese Stelen haben wir auch schon bei unserer Schiffsfahrt am Morgen hoch über der Stadt thronen sehen.

      Wir stehen unterhalb des Eingangs zum Roseslottet, dem Rosenschloss. Hierbei handelt es sich um ein Denk- und Mahnmal, das anlässlich des 80. Jahrestags der Besetzung und des 75. Jahrestags der Befreiung Norwegens errichtet worden ist.
      Es handelt sich um eine Mischung von Kunstinstallationen, Gemälden und Informationstafeln. Hierbei wird verdeutlicht, wie in den 5 Jahren der Besatzung mit den Prinzipien der Demokratie und des Humanismus umgegangen worden ist, aber auch der aktive und passive Widerstand spielt eine große Rolle.
      Die 5 großen Stelen symbolisieren die 5 Jahre der Besatzung sowie den letztgenannten Aspekt.

      Wir laufen durch das Gelände und lassen die riesigen Gemälde auf uns wirken :)



      Es gibt immer wieder verschiedene geometrische Figuren (so wie ganz rechts am Bild), die Tonaufnahmen abspielen, wenn man näher herantritt :thumbup:



      Auch die Widerstandbewegung der weißen Rose ist hier vertreten.



      Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes ist eine Aussichtsplattform, von der aus man die Stelen und den Oslofjord bewundern kann ^^



      Um dorthin zu gelangen, muss man durch eine Installation unterhalb der Plattform laufen, in der es beinahe vollständig dunkel ist. Umso eindrücklicher kommen die beiden ganz schwach ausgeleuchteten Gemälde eines schlafenden (?) Kindes sowie dreier angedeuteter Frauen zur Geltung, die an die auch in Norwegen genutzten Gaskammern erinnern :|

      Hier noch ein Detail der Stelen:



      Es gibt insgesamt ca. 100 Gemälde von Einzelpersonen zu sehen, deren Geschichte in dazu gehörenden Tafeln nachzulesen ist und die alle eine Verbindung zu diesen 5 Jahren haben. Hier seien nur die Beispiele eines sowjetischen Soldaten (der bei der Befreiung der Finnmark dabei war), eines Mitläufers des Quisling-Regimes und einer mit einem deutschen Soldaten verheirateten Frau genannt.

      Obwohl es hier oben ausgesprochen zugig ist, halten wir es eine gute Stunde lang aus.
      Wir haben noch bei weitem nicht alles gesehen, werden aber ganz sicher noch einmal wiederkommen. Jedem, der sich ein wenig für die norwegische Geschichte interessiert, sei der Besuch hier wärmstens empfohlen :thumbup:

      Wir steigen in den warmen Zug und lassen uns wieder in die Stadt bringen.
      Dort angekommen steigen wir um und fahren noch einmal die gleiche Strecke nach Osten. Dann heißt es noch 10 Minuten laufen, und wir stehen genau zum Sonnenuntergang kurz nach 15 Uhr vor dem mit 260 Metern längsten Turm Norwegens, dem Stovnertårnet :)



      Wir steigen noch hinauf, aber die Sonne ist schneller – wir holen sie nicht mehr ein :/
      So lassen wir uns wieder den Turm hinabtreiben und setzen unseren Weg fort zu A. nach Hause, wo wir einen schönen Abend mit Rentiereintopf und anderen Leckereien genießen :essen:

      Gegen 21 Uhr bringt sie uns zum wenige Minuten entfernten Bahnhof, wo wir uns verabschieden.
      Per Zufall stehen wir vor einem Wagen, in dem kontrolliert wird. Da wir ja gerade eine Fahrkarte gekauft haben, ist das kein Problem für uns. Ohne Fahrkarte hätten wir uns halt einen Wagen weiter hingesetzt, da ja dort nicht kontrolliert wird :whistle3:



      Eine knappe Stunde später sind wir wieder im Hotel. Ich packe vor dem zu Bett gehen noch einen Koffer fertig (schließlich brauchen wir ja jetzt nicht auf das Gewicht zu achten), bevor ich den Wecker auf 6:30 Uhr stelle :S – unseren Weitertransport für den nächsten Morgen wollen wir schließlich nicht verpassen.
      Was wir allerdings verpasst haben, ist der Besuch des Munch-Museums von innen – aber der nächste Oslo-Besuch ist ja bereits in Planung… :|
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


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      Montag, 20. Dezember 2021 – Tag 5

      Im Dunkeln unterwegs, etwas Kostenloses zum halben Preis und eine denkwürdige Entschuldigung


      Heute steht eine Fahrt mit der Bergenbahn auf unserem Programm. Ursprünglich geplant Ende Juni zur Zeit der hellen Nächte, dann mehrfach verschoben sind wir beinahe am kürzesten Tag des Jahres gelandet. „Macht das überhaupt Sinn“ habe ich mehrfach hier im Forum gelesen. Wir werden sehen :)

      Da wir nicht wissen, wie wir bei den glatten Straßen und (erstmals auf dieser Reise) mit vollständigem Gepäck durchkommen, sind wir natürlich viel zu früh unterwegs und erreichen bereits deutlich vor 8 Uhr den Bahnhof :huh: Wie zu erwarten ist das Gleis noch leer (im Gegensatz zum Bahnsteig), aber wir ziehen es vor drinnen zu warten.
      Kurz nach 8 Uhr schaue ich noch einmal auf den Bahnsteig und sehe doch tatsächlich schon den Zug bereit stehen – deutlich früher als bei unserer letzten Fahrt.
      So nutzen wir die Gunst der Stunde und können unsere Koffer bequem verstauen ^^
      Wir nehmen unsere Plätze im ersten Wagen ein (die Komfortklasse war bei der kurzfristigen Buchung 20% günstiger als die übrigen Plätze) und bestaunen erst einmal die erneuerte Einrichtung. Die Klapptische haben einer neuen ausziehbaren Konstruktion Platz gemacht. Durch die Lücke können mittelgroße Gegenstände (z.B. Bücher oder Handschuhe) in einem Körbchen unterhalb des Tisches deponiert werden :thumbup:
      Leider hat vy das WLAN-Problem noch nicht in den Griff bekommen, es funktioniert (mit Ansage) immer noch nicht :thumbdown:
      Pünktlich zu Beginn der blauen Stunde fährt der Zug ab. Erwartungsgemäß gibt es nicht viel zu sehen. Erst kurz vor Drammen, als der Zug eine langgestreckt Linkskurve durchfährt, ändert sich das ^^



      Nun wird es Zeit für den ersten Kakao, schließlich muss man ja die Vorteile der Komfortklasse ausnutzen! Leider hängt am Automaten ein Schild „defekt“, aber man könne sich gegen Vorlage des Tickets in der Cafeteria kostenlos mit Heißgetränken versorgen.
      Also laufe ich los. Was ich allerdings erst unterwegs merke, ist dass ich hierfür einmal den kompletten Zug durchwandern muss :S Dafür nehme ich mir (und Göga) aber auch jeweils einen großen Becher (mit doppelter Portion) mit – die Kalorien für die Extraportion habe ich ja bereits auf dem Weg verbraucht :D

      Kaum bin ich wieder am Platz, muss ich mich schnell koordinieren, denn nun schickt die Sonne bereits ihre ersten Strahlen über das Eis =O



      Ich komme kaum dazu, einen Schluck zu trinken, als auch der Mond darum bittet, verewigt zu werden.



      Auf dem weiteren Weg in Richtung Nesbyen sorgt die tiefstehende Sonne immer wieder für faszinierende Aussichten ;)





      Auf dem Weg in die Berge hole ich uns noch einen weiteren doppelten Kakao. Kaum sitze ich wieder, als die Durchsage kommt „für alle Heißgetränke gibt es einen Refill zum halben Preis“. Ich frage mich, ob das jetzt auch für uns gilt, als ich schon wieder abgelenkt werde, diesmal von der Einfahrt in den Bahnhof von Ustaoset :whistling:



      Auf dem Weg nach Finse wird die Landschaft immer winterlicher.



      Nun beginnt die Zeit der Galerien.



      Eis und Schnee wechseln sich ab mit Felsen unter Eis und Schnee 8|





      In Myrdal gelingt mir dieser Schnappschuss.



      Bei Voss wird die Landschaft immer mystischer :/



      Bald darauf wird es schlagartig dunkel :huh:
      Dies liegt aber weniger daran, dass die Sonne immer tiefer sinkt, sondern vielmehr an den vielen zu durchfahrenden Tunneln :whistling:
      So sind wir froh, als sich der Zug gegen 15 Uhr Bergen nähert. Wir sind allerdings sehr erstaunt, als wir kurz vor der Einfahrt eine Durchsage des Zugführers vernehmen, in der er sich dafür entschuldigt dass wir 3 Minuten zu früh in Bergen ankommen. So etwas möchte ich gerne einmal bei der Deutschen Bahn erleben :laugh1:

      Wir haben Glück und das wolkenlose Wetter aus Oslo mitgebracht. So können wir uns ganz gemütlich auf den Weg in unser zentral gelegenes Hotel machen, wo wir gegen 15:30 Uhr ankommen.



      Das Zimmer ist bezahlt, so dass das Einchecken schnell vonstatten geht :thumbup:
      Nun muss ich noch eine Aufgabe erledigen, von deren Ergebnis unser weiteres Programm in den nächsten Tagen abhängt.
      Vor 4 Jahren waren wir gemeinsam mit meinem Vater auf der MS Lofoten unterwegs. Im Vorfeld hatten wir 3 Bergen Card mit 24 Stunden Gültigkeitsdauer gekauft, die wir aber dann doch nicht gebraucht haben. Seitdem lagen sie ungebraucht in einer Schublade. Da sich zwischenzeitlich das Design geändert hat, konnten wir sie eh nicht mehr einsetzen. Da sie aber andererseits keine eingeschränkte Gültigkeitsdauer hatten, habe ich im Vorfeld der Reise bei der Touristinformation nachgefragt und den Bescheid erhalten, dass wir sie gegen neue Karten umtauschen können :thumbup:
      Allerdings können wir mit 3 Karten a 24 Stunden auch nicht so wirklich viel anfangen, daher hatten wir uns im Vorfeld überlegt, sie vielleicht anderweitig eintauschen zu können :hmm:
      So gehe ich los und erreiche 10 Minuten vor Ende der Öffnungszeit das Gebäude am Fischmarkt. Ich laufe die Treppen hoch und frage mich erst einmal, ob ich hier wirklich richtig bin. Ich stehe mehr oder weniger alleine in einem riesigen Raum, den ich ganz anders in Erinnerung habe. Jetzt fällt mir auf, dass sowohl der Informations-Bildschirm als auch jede Menge Regale mit Prospekten nicht mehr vorhanden sind.
      Nun erschient eine junge Frau aus den hinteren Räumen und fragt mich, ob sie behilflich sein können. Ich schildere ihr mein Anliegen, dass wir leider nicht mehr zu dritt nach Bergen kommen können und ob es wohl möglich wäre, die 3 24-Stunden-Karten gegen 2 72-Stunden-Karten einzutauschen. Die Differenz von NOK 20 würde ich natürlich noch drauflegen :/
      Sie nimmt meine Karten entgegen und meint, dass sie diese Entscheidung nicht alleine treffen könne. Sie geht wieder in einen der hinteren Räume, kommt aber bald darauf wieder. Sie nimmt den Taschenrechner und rechnet etwas nach. Dann greift sie in eine Schublade und fragt, ab wann denn die neuen Karten gelten sollten, sie müsse das jetzt eintragen. Ich sehe, dass es tatsächlich 72-Stunden-Karten sind und lasse das Ende auf den 23.12. 17 Uhr eintragen, dann haben wir heute schon etwas davon. Zusätzlich holt sie noch einen Zettel aus der Schublade, auf dem alle aktuell offenen Museen und sonstigen Einrichtungen aufgeführt sind, für die es mit der Bergen Card Ermäßigungen gibt.
      Ich bekomme die beiden Karten und den Zettel mit dem Kommentar überreicht „In normalen Zeiten ist so etwas nicht möglich, aber wir haben halt keine normalen Zeiten“. Als ich die Differenz bezahlen will, winkt sie ab und wünscht uns schöne Tage in Bergen :thumbsup:
      Tja, manchmal läuft es sogar besser als man es sich im Vorfeld erhoffen könnte…

      Ich laufe zurück ins Hotel und hole Göga ab, da wir uns nach der langen Zugfahrt doch noch ein wenig die Füße vertreten wollen.

      Hinter dem Fischmarkt genießen wir den Ausblick zur alten Feuerwache.



      Wir laufen weiter Richtung Festung, wo eigentlich die Lichtinstallation „Lumagica“ hätte stattfinden sollen, aber sie ist auf der Übersicht nicht mehr enthalten ?(

      Tatsächlich sehen wir mehrere Lkw und rege Abbautätigkeit. Lediglich einige (unbeleuchtete) Tierfiguren stehen noch traurig am Rand und schauen dem Corona-bedingten Abbau zu :(



      Wir gehen wieder zurück und schauen noch im Julehuset rein (schließlich erhalten wir ja jetzt 10% Rabatt). Wir finden tatsächlich eine Kleinigkeit, holen uns noch eine Gebäcktüte fürs Abendessen und gehen zurück auf unser Zimmer.
      Hier erhalten wir noch zwei Nachrichten:
      Havila erstattet uns das gebuchte Alkoholpaket zurück und unser Rückflug findet nun über Paris statt (da wir Option 1 abgelehnt haben und KLM anscheinend Option 2, gibt es ja nicht mehr sehr viele andere Möglichkeiten) :|

      Ich schaue mir am Abend noch die Alternativen für den nächsten Tag an, während uns der Wetterbericht klares Wetter am Nachmittag und leichte Schauer am übrigen Tag prophezeit :/
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2: