Eine Wundertütenreise – jede Menge Überraschungen mit der MS Havila Capella vom 16.12.2021 bis zum 05.01.2022

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      Noschwefi wrote:

      Wieder was gelernt...

      Du musst ja zum Lost-and-found-Schalter, den betreibt derjenige, der die Gepäckabfertigung macht. Das kann die heimische Airline sind, aber auch eine Fremdfirma.
      Jan09 FM B-K ~ Jan10 NL B-K-B ~ Jan11 FRAM (Antarctica) ~ Apr11 NN B-K-B ~ Mrz12 LO B-K-B ~
      Jan13 LO B-Alta ~ Feb14 KH B-K ~ Jan16 LO B-K-B ~ Feb18 LO B-K ~ Jan20 LO B (T)-Alta-B

      Reiseberichte siehe Profil !

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      Bei dem Wort "Sprengstoff" bekomme ich ganz schnell "Blutdruck". Wir sind im Januar 2020 nach 25 Jahren nochmal geflogen (zwecks Enterung der Nordnorge). das ganze Procedere war schon sehr stressig für mich. Nach dem Sicherheitscheck kam dann in Frankfurt mein Handgepäck nicht. Mein Mann hatte seinen Koffer schon und meiner war nicht da. Eine nette Dame bemerkte meine Verunsicherung und fragt was denn sei. Nachdem ich ihr das Fehlen meines Koffers erklärt hatte, fragte sie mich, wie er denn aussehe. Nach der Beschreibung wurde ich zur Seite gebeten und man prüfte den Koffer dann nochmals. Die Menschen am Check schauten sich nur an und nickten und einer sagte nur "Bundespolizei". Innerhalb kurzer Zeit stand ich zwischen zwei sehr netten Herren mit Maschinengewehren und mein Koffer wurde sehr genau untersucht. Der eine Beamte fragte woher wir denn kommen würde und ob evtl. in der Nähe ein Truppenübungsplatz wäre. Ich erklärte das dieses so sei (wir wohnen in der Eifel, sehr nahe an der belgischen Grenze und einem Übungsplatz des belg. Militärs.) und durfte reisen. Den ganzen Flug nach Oslo hab ich mir nun den Kopf zerbrochen, wie ich das wohl dort den Beamten klarmachen könnte, aber dort konnte ich ohne Probleme passieren.

      Grüße
      Susanne
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      Ich war mal mit einer Freundin in Schottland und auf der Rückreise auf dem Flughafen in Schottland musste meine Freundin ihren Rucksack komplett auspacken, weil sie etwas verdächtiges gefunden hatten. Es stellte sich als ein Päckchen Fudge raus, dass sie kurz vor der Abreise gekauft hatte. Weil es so dicht war, dass es nicht durchleuchtet werden konnte, kam auch da der Verdacht auf Sprengstoff auf.
      Der Mann in der Sicherheitskontrolle fragte sie, was sie damit machen will und sie sagte wohl "essen?" und wurde komisch angeschaut. Durfte es dann aber letztendlich mitnehmen.
      Im Nachhinein ist sowas ja immer lustig, aber in dem Moment war es das natürlich nicht. Vor allem weil ich nicht mit hin durfte und meine Freundin etwas Probleme hatte das Englisch des Schotten zu verstehen.
      Viele Grüße
      Nicole

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      Freitag, 17. Dezember 2021 – Tag 2 (Teil 1)

      Schöne Aussichten, wunde Füße und eine nicht beantwortete Frage

      Irgendwann werde ich wach, draußen ist es noch dunkel. Kann ja dann noch nicht so spät sein, denke ich – ein Blick auf die Uhr sagt halb neun :| Frühstück gibt es bis 10, also nicht mehr zu lange liegen bleiben. Vor dem Gang ins Bad steht aber erst einmal der zum Fenster auf dem Programm. Ganz oben ist tatsächlich bereits ein wenig blau zu erkennen, ganz ohne weiß (und ohne grün) ;)

      Als wir mit dem Frühstück fertig sind, sehen wir draußen strahlend blauen Himmel und dass sich die Sonne inzwischen über den Horizont erhoben hat.
      Gut, dass wir schon so oft in Oslo gewesen sind und einfach ein wenig loslaufen können, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen. Nach dem Stress der vergangenen Tage tut das gar nicht mal so schlecht :) Außerdem haben wir inzwischen eine Nachricht von KLM bekommen, dass sich einer unserer Koffer auf dem Weg nach Oslo befindet und um 12:40 Uhr dort landen wird. Wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass das auch für unser zweites Gepäckstück gilt :/

      Zuerst statten wir dem Dom und den „Jernrosene“, dem Mahnmal zu den Anschlägen am 22. Juli 2011, einen Besuch ab.



      Dann wenden wir uns gen Süden ins Stadtviertel Kvadraturen, dem ältesten der Stadt. Hier entdecken wir ein (für uns) neues Denkmal sowie ein altes ^^



      Vorher kommen wir aber noch an einer furchteinflößend bewachten Bilderrahmen-Galerie vorbei :huh:



      Schönes altes Haus am Bankplassen.



      Bald darauf lassen wir die Festung Akershus rechts liegen und wenden uns gen Osten.
      Wir passieren das Militärhospital und haben von hier aus einen ganz anderen Blick auf das alte Hafenlager :thumbup:



      An der Skippergata können wir noch ein paar schöne alte Fassaden bewundern, bevor wir die Hauptstraße überqueren und Bjørvika erreichen.



      Hier bietet sich uns ein Ausblick über das vereiste Gewässer hinweg auf die Oper und die am Ufer vertäuten Saunen des „Oslo Badstuforening“ ^^



      Leider bekommt Göga inzwischen Probleme mit ihren Schuhen (zum Flug haben wir aus Gewichtsgründen die dicksten und schwersten Winterschuhe angezogen). Dass sie noch relativ neu sind, macht sich an der ein oder anderen Stelle unangenehm bemerkbar X/ Da wir dank KLM aktuell keine Alternative haben, begibt sich Göga zurück ins Hotel. Ich darf sie nicht begleiten, sondern soll das schöne Wetter weiter ausnutzen :|

      So begebe ich mich zur Oper und genieße die späte Morgenstimmung.



      Ich steige ihr auch aufs Dach, obwohl selbiges heute frei zu schweben scheint :huh:



      Oben angekommen gibt es schöne Farbspiele, aber auch immer wieder unvermutete Glatteisstellen (in der Nacht hat es ordentlich gefroren) :wacko:



      Ich folge nun der Hafenpromenade zu einer improvisierten Bar, die aber trotz des schönen Wetters geschlossen ist :|



      Bald erreiche ich über eine Pontonbrücke den Stadtteil Sørenga.
      Von hier aus überblicke ich die nahen und fernen Neubauten im Zentrum.



      Nun wende ich mich gen Nordost und erreiche die Bispevika ^^



      Rechts neben Munch sieht man die Häuser des erst im letzten Jahr fertiggestellten Stadtviertels Bjørvika.
      In einem großen Bogen muss ich nun um die Baustelle eines sich in Entstehung befindlichen Stadtteils herumwandern und erreiche schließlich den Barcode :locomotive:



      Da ich direkt an der Deichmanske Bibliotek vorbeikomme, werfe ich einen (relativ) kurzen Blick hinein :whistling:
      Benannt ist die Bibliothek nach Carl Deichman, einem norwegischen Fabrikbesitzer aus dem 18. Jahrhundert, dessen Bibliothek den Grundstock für dieses 5-stöckige Gebäude bildet (ganz oben gibt es sogar eine eigene Abteilung mit seinen noch vorhandenen Büchern).

      Hier ein paar Impressionen vom Eingangsbereich, der Kinderbuchabteilung und dem offenen Atrium ^^



      Gegen 13 Uhr bin ich zurück am Hotel.
      Wir trinken einen (alkoholfreien) Glögg, den das Hotel für seine Gäste anbietet, und warten auf eine Nachricht von KLM :/


      Fortsetzung folgt
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      Ich denke, über die Securities an den verschiedenen Flughäfen der Welt kann fast jeder was berichten. Aber wenn man öfters fliegt gewöhnt man sich daran, verschiedene Storys zu erleben. Auf jeden Fall habe ich die Erfahrung gemacht, wenn man fröhlich und nett ist, kommt es auch so zurück. In Frankfurt dachte ich mal, einer der Herrn springt übers Band und fällt mir um den Hals - ich war der / die Erste dem Morgen, der ihm freundlich einen guten Tag wünschte!
      Jan09 FM B-K ~ Jan10 NL B-K-B ~ Jan11 FRAM (Antarctica) ~ Apr11 NN B-K-B ~ Mrz12 LO B-K-B ~
      Jan13 LO B-Alta ~ Feb14 KH B-K ~ Jan16 LO B-K-B ~ Feb18 LO B-K ~ Jan20 LO B (T)-Alta-B

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      Arctica wrote:

      So unterschiedlich sind die Flughäfen (liegt ja nicht an der Airline)

      noch zum off topic: Wir haben damals "Übernachtungskit" mit Schlaf-T-Shirt, Zahnbürste, Zahnpasta, etc. am Schalter von Air France gekriegt, als Gepäck nicht da, Umsteigeflug schon weg und sie uns im Airport Hotel unterbringen mussten. Ist uns zweimal in Paris CDG passiert, dass Gepäck nicht mitkam, seitdem meiden wir Umsteigeverbindungen über Paris CDG. Also damals BC (before covid), als man noch ganz unbeschwert in ferne Länder reiste... :verysad:
      schöne Grüße Tini :ilhr:

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      Was ist in Oslo echt schade finde, ist, dass die großartige Barcode Architektur durch die ganzen Neubauten an der Wasserlinie (Bibliothek, Munchmuseum) vom Wasser aus überhaupt nicht mehr sichtbar ist.
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX // 4/16 FR // 3/18 VE // 7/19 FR

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      @Noschwefi, wie schön, dass euch Oslo nach dem Anreisekrimi so freundlich empfängt! :thumbsup:
      Euer Hotel ist wohl auch mein "Stammhotel". Nahe am Bahnhof, günstig, tolles Frühstücksbuffet....
      Hat das "Risbolle" neben dem Hotel wieder geöffnet? Als ich zuletzt dort war, wurde gerade umgebaut.
      Freu mich auf weitere Oslo-Streifzüge. Bin gespannt, wie euch das Munchmuseum gefällt. Das habt ihr doch sicher besucht.

      Viele Grüße
      omlia :)

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      @Capricorn
      Da gebe ich Dir recht; das Barcode-Panorama kann man nur noch von jenseits des Akrobaten genießen. Aber dank der Bahngleise dürfte diese Aussicht (vorerst) unverbaubar sein. Nicht dass dort noch versucht wird, das Stuttgarter Modell zu imitieren ;(

      @omlia
      Das Risbolle hat geöffnet (auch wenn wir diesmal nicht drin waren) und ist auch nach wie vor gut besucht.
      Zum Munch-Museum komme ich noch ;)

      Viele Grüße
      Noschwefi
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:


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      @Noschwefi
      Danke für die zauberhaften Fotos von Oslo. Ich beneide dich nicht um den Anreisekrimi, aber jetzt um den Aufenthalt in Oslo. Jetzt schon mal "Danke" für die zauberhaften Fotos. Ich bin voller Spannug und Erwartung, was noch kommen wird.
      Wir haben Mitte Oktober 2021 eine Minicruise mit Color Line nach Oslo gemacht- die Sehnsucht war einfach zu groß.
      Und nun hoffen wir sehnsüchtig auf die HR-Reise im Februar mit der Otto Sverdrup ab Hamburg.
      Bis dahin werde ich deinen Bericht mit großer Freude verfolgen.
      Leider konnten wir das Restaurant "Risbolle" im März 2020 nicht mehr besuchen, da unsere HR-Reise coronabedingt in Tromsö endete und wir zum geplanten Abschluß nicht mehr nach Oslo kommen konnten.

      Liebe Grüße von Trollebo :)
      Liebe Grüße von Trollebo
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      Freitag, 17. Dezember 2021 – Tag 2 (Teil 2)

      Schöne Aussichten, wunde Füße und eine nicht beantwortete Frage (Fortsetzung)


      Gegen 14:30 Uhr erfahren wir, dass beide Koffer nun einem Dienstleister übergeben werden, der sie innerhalb von 24 Stunden zustellen wird :/ Diese Information hilft uns jetzt nur bedingt, da wir uns ja ggf. heute noch neu eindecken müssen – noch einen Tag wollen wir nicht in den gleichen Klamotten (und Schuhen) rumlaufen :S
      Göga findet heraus, dass die KLM-Hotline bis 17 Uhr erreichbar ist. Wir beschließen, bis eine halbe Stunde vor diesem Termin zu warten. Falls die Koffer bis dahin nicht im Hotel sind, rufen wir dort an und fragen nach dem aktuellen Stand der Auslieferung :pardon:

      Da bis dahin noch beinahe 2 Stunden Zeit ist, zieht es mich noch einmal hinaus, den Übergang von der goldenen zur blauen Stunde zu beobachten ^^
      Ich beschließe, noch einmal in die gleiche Richtung wie am Vormittag zu laufen und zu schauen, was sich so alles in den letzten Stunden verändert hat :whistling:

      Zuerst steuere ich die Oper an, werde aber kurz davor vom Anblick der Bibliothek in der Sonne zurückgehalten :huh:



      Ich laufe erneut die Bjørvika entlang und kann gerade noch die letzten Sonnenstrahlen einfangen :)



      Ich schaue mich noch ein wenig in der Gegend um, und exakt 10 Minuten später sieht der Ausblick von der gleichen Position schon ganz anders aus 8|



      Nun muss ich doch noch einmal die Oper besteigen und mir das Zusammenspiel der Farben genauer anschauen, überstrahlt vom Beinahe-Vollmond.
      Diese Farben gibt es nur im Winter, dazu bei dieser klaren Luft – jetzt fängt wohl ein wenig der Ausgleich für das ungeplante 12-monatige Vorprogramm an :8):



      In die andere Richtung wird es noch kitschiger:



      Nun gehe ich zum Aussichtspunkt an der Hafenpromenade mit Aussicht auf Oper und Operastranden, der fleißig für nicht ganz jahreszeitgemäße Aktivitäten genutzt wird :huh:



      Weiter geht es nach Sørenga, von wo aus sich die blaue Stunde noch einmal um volle Farbenpracht bemüht (links am Bildrand die Pontonbrücke).



      Langsam gehe ich zurück in Richtung Oper, da stolpere ich noch über eine Lichtinstallation am Operastranden :)



      An der Bibliothek läuft dann schon die nächste Lichtinstallation ;)



      Gegen 16:30 Uhr bin ich wieder im Hotel. Ein Anruf bei KLM kann die Frage nicht klären, wann die Koffer bei uns ankommen, aber wir sollen uns ruhig mit dem Nötigsten eindecken :S
      Also gehen wir erst einmal schräg gegenüber in ein Schuhgeschäft, wo Göga schnell fündig wird. Die Verkäuferin schaut etwas merkwürdig, als sie die Schuhe direkt anbehalten will, aber das ist schnell geklärt und ich darf mit den alten Schuhen zurück ins Hotel :whistling:
      In den nächsten 3 Stunden besuchen wir rund ein Dutzend Geschäfte, bis wir eine kleine Grundausstattung zusammen haben und dabei rund 265 Euro los geworden sind :locomotive:

      Die Erstattung ist allerdings noch einmal ein Kapitel für sich. Nachdem wir im weiteren Verlauf der Reise beinahe täglich vergeblich versucht haben, die Kassenbons hochzuladen – die typische Meldung war „Ups, hier ist ein Fehler passiert“ :wacko1: – hat es dann doch noch einen Tag vor Ablauf der Einreichungsfrist von Bergen aus funktioniert.
      Immerhin kam dann das bewilligte Geld (rund 85% der eingereichten Rechnungen, allerdings ohne Begründung für den Abzug) nach rund einer weiteren Woche auch auf dem Konto an :|

      Wir bringen die Sachen zurück ins Hotel und haben jetzt Hunger.
      Eigentlich haben wir ja für heute Abend den Besuch des Munch-Museums eingeplant (Öffnungszeit bis 21 Uhr), aber beides funktioniert leider nicht. So entscheidet letztendlich der knurrende Magen für uns den weiteren Verlauf des Abends :essen:
      Gut, dass es nicht weit ist zur Spikersuppa, dem großen zentralen Weihnachtsmarkt in Oslo.



      Wir finden schnell einen Stand mit leckerer Gyros-Pita und stellen fest, dass wohl doch kein uneingeschränktes Alkoholverbot herrscht :mosking:



      Wir stellen uns lieber nicht vor, wie es hier ohne Alkoholverbot aussähe und gehen langsam zurück ins Hotel, denn wir hören bereits aus der Ferne unser Bett rufen.
      Schließlich müssen wir am nächsten Tag fit sein, denn da sind wir mit A. verabredet, mit der wir bereits im Herbst 2019 ein paar wunderschöne Tage in Oslo verbracht haben :)

      An der Rezeption fragen wir nach unseren Koffern – beinahe wie erwartet erhalten wir ein Schulterzucken als Antwort :( Wenn wir wollten, würden wir aber sofort Bescheid bekommen, wenn sie eintreffen. Wir hinterlassen die Aufforderung für den Weckdienst und begeben uns auf unser Zimmer.
      Um 22:45 Uhr klingelt dann doch tatsächlich das Telefon – unsere Koffer sind angekommen :| Ich laufe schnell runter, und es sind doch tatsächlich die richtigen. Also haben wir nun für den nächsten Tag doch noch eine größere Qual der Wahl, was wir anziehen wollen :whistling:
      Chor: Wir sind alle Individualisten :)
      Einzelstimme: Ich nicht :P


      Reiseberichte siehe Profil :lofoten2: