Tromsö-Kirkenes-Bergen vom 29.12.10-09.01.11

    • Bericht zum 4.1.11 Aufenthalt in Hammerfest :

      Der Blick aus dem Fenster verriet: Heute wird der erste freundliche Tag unserer Reise (bezogen auf das Wetter natuerlich!). Es wirkte schon alles deutlich heller. Am Himmel zeigten sich zarte Rosa-, Rot- und Gelbtoene. Nur noch vereinzelt waren Wolken am Horizont zu sehen. Kurz nach 11 Uhr liefen wir den Hafen von Hammerfest an. Wieder schlenderten wir durch die Stadt. Die Geschaefte hatten geoeffnet und auf den Strassen war richtig viel los. Nach der Besichtigung der Kirche von Hammerfest stiegen wir am Hang hinauf in Richtung Aussichtspunkt. Wir schafften es allerdings aufgrund von Schneeverwehungen nicht ganz hinauf. Dennoch bot sich uns ein wunderschoener Ausblick auf die Stadt und den Hafen. Nachmittags gab es wieder einen Extra-Programmpunkt an Bord: Die Mannschaft, einschliesslich des Kapitaens, zeigte Seemannsknoten. Danach waren die Paxe an der Reihe. Fuer eine Landratte wie mich gar nicht so einfach! In Skervoey bekamen wir ueberraschenden Besuch an Bord, der bis Tromsoe mitfuhr: arcticGateway stiess noch einmal zu uns. Zusammen konnten wir den herrlichen Sternenhimmel und kaum dass wir den Hafen von Skervoey verlassen hatten auch wieder Nordlichter beobachten. Nicht ganz so lange und stark wie am Abend zuvor, dennoch war es wieder einmalig schoen. Ich bin eindeutig auf dem richtigen Schiff gelandet. Nordlys: der Name ist Programm! Doch die Polarlichter sollten nicht der letzte Hoehepunkt an diesem Abend sein. Nach einer wunderschoenen Einfahrt nach Tromsoe habe ich noch das Mitternachtskonzert in der Eismeerkathedrale besucht. Tolle Akustik, stimmungsvolle Musik, einfach ein Genuss!! Als Solistin sang uebrigens die gleiche Saengerin, die wir schon im Neujahrsgottesdienst gehoert hatten.

      Viele Gruesse Nordlichtjaegerin :girl_witch:

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    • ... oder er hat seinen Arbeitsplatz auf´s Schiff verlegt und lebt nicht nur in dem Land, in dem andere Urlaub machen, sondern arbeitet auch noch auf den Schiffen, die für uns die Welt bedeuten! :thumbsup:

      @arcticGateway:

      Ich hoffe, Du kontrollierst schon alles auf der Nordnorge, damit, wenn vor der großen Forumsgruppe Ende Februar die kleine Forumsgruppe auf´s Schiff kommt, wir alles tiptop vorfinden - und den roten Teppich bitte schon vorbereiten!!!
      Gerda (Alta Connection) :lofoten2:
    • 5.1.11 Von Harstad nach Svolvaer :

      Auch heute war das Wetter wieder wunderbar. Der Himmel zeigte sich in zarten Pastelltönen. Nur ein paar leichte Schleierwolken waren wie mit dem Pinsel auf die Himmelsleinwand gemalt. Darunter schneebedeckte Berge und Wasser. Genau so habe ich mir die Polarnacht entlang der norwegischen Küste vorgestellt. Jeder Ausblick glich einem Gemälde. Die Fahrt bis Stokmarknes genossen wir in vollen Zügen. In Stokmarknes besuchten wir erneut das Hurtigrutenmuseum. Es ist schon sehr interessant zu sehen, wie sehr sich doch die Hurtigrutenschifffahrt in den letzten 100 Jahren verändert hat. Nachmittags fand wieder ein Programmpunkt draußen auf Deck 7 statt. Diesmal zeigte der Chefkoch wie verschiedene Fische, Lachs und Kabeljau, filetiert werden. In dünne Streifen geschnitten und etwas gewürzt wurde der rohe Fisch zum Verzehr gereicht. Ich hätte nicht gedacht, dass er so lecker schmeckt. Dazu konnte man ein Bier oder Aquavit trinken. Auch bei dieser Aktion war der Kapitän wieder mit dabei. Von Harstad bis Svolvaer war übrigens der Entusiast wieder mit an Bord. In Svolvaer ist er wieder auf die nordgehende Hurtigrute umgestiegen. Wir sind ebenfalls für einen kleinen Rundgang durch die Stadt von Bord gegangen. Abendessen gab es wegen des Aufenthaltes in Svolvaer erst um 20 Uhr. In Stamsund sind abends noch einige Norweger an Bord gekommen. Die Ueberfahrt nach Bodö ist sicher sehr beliebt.





      6.1.11 Eine stürmische Fahrt bis Rörvik :

      Schon in der Dusche merkte ich, dass das Schiff eine kräftige Schräglage hatte, die permanent anhielt. In kürzester Zeit war das Bad überschwemmt. Als wir zur Polarkreisüberquerung nach draußen auf Deck 5 wollten, wurden wir fast weggeweht. Die Fotos sind alle unscharf geworden. Später erfuhren wir, dass wir Windstärke 9-10 hatten. Der Wind kam von Land, daher waren die Wellen nicht so hoch. Der Sturm sollte uns noch den ganzen Tag begleiten. Vormittags fand noch die Polarkreiszeremonie statt. Es gab für jeden einen Löffel Lebertran. Es war der erste Lebertran meines Lebens. Ich hatte es mir noch schlimmer vorgestellt. Zum Neutralisieren gab es im Anschluss einen Schluck Orangensaft. Den Löffel durften wir als Andenken behalten. Darauf steht: "I did the arctic". In Sandnessjön hatten wir ein Anlegemanöver der besonderen Art. Den eigentlichen Hafen konnten wir wegen des Sturms nicht anlaufen. So versuchte es der Kapitän im Industriehafen, denn einige Passagiere wollten aussteigen und auch einige einschließlich eines Autos wollten an Bord kommen. Das Anlanden dauerte ca. 40 min., da das Schiff immer wieder vom Kai weggedrückt wurde. Schließlich schaffte er es doch. Das Schiff wurde mit allen vorhandenen Tauen festgemacht. Das Verlassen des Schiffes wurde nur den aussteigenden Passagieren gestattet. Brönnöysund haben wir gleich ausgelassen. Unser nächster Hafen war Rörvik . Hier verlief alles wieder normal. Somit hatten wir fast einen kompletten Seetag. Nachmittags haben wir noch an einer Brückenbesichtigung teilgenommen. Abends hat sich die Crew mit einem Captain`s dinner von den Passagieren verabschiedet, da viele bereits in Trondheim aussteigen.






      Viele Grüße Nordlichtjägerin :girl_witch:

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    • Hallo Nordlichtjägerin,
      ich hatte die "Sandnessjön-Anlegegeschichte" schon hier gelesen ,wollte nur nicht in Deinen Bericht eingreifen ;)
      Wir hatten das auf dem Abschnitt mit der Finnmarken auch mal. Da haben sie die Passagiere mit einem Fähr-Katamaran ausgetauscht, weil wir nicht in den Hafen kamen :8o:
      Gruß
      Renate