Negative Erfahrungen auf der "Otto Sverdrup"

    • Negative Erfahrungen auf der "Otto Sverdrup"

      Beurteilung der Schiffsreise mit „Hurtigruten Expeditions“ zum Nordkap Reise: 24.08.2021 bis 07.09.2021Schiff: „ Otto Sverdrup “Reisegruppe: Durchschnittsalter über 70 Jahre, viele mit sichtbaren Mobilitätseinschränkungen, zwei Rollstuhlpflichtige, mehrere RollatorpflichtigeUnser Alter: 73 Jahre (Wirbelsäulenprobeme). Wir hatten glücklicherweise eine größere Kabine mit „eingeschränkter Sicht“ auf Deck 5 in der Schiffsmitte gebucht. Allgemeiner Eindruck: Im Vergleich zu schwimmenden Hotelburgen („Mein Schiff“ etc.) ist die „ Otto Sverdrup “ ein sehr schönes Schiff mit fast neuer Außenlackierung. Innen wurde alles sehr aufwändig saniert. Leider hat die Reederei am falschen Ende gespart: Die Außenscheiben z. B. im Deck 4 (Hauptrestaurant und „Expeditionsräume“) sind z. T. außen äußerst zerkratzt, werden „blind“ und weisen außen teilweise breite Rostwasserspuren auf. Die Rostsanierung der Schiffsaußenhaut wurde zumindest im Bereich dieser Fenster nachlässig durchgeführt. Die Scheiben waren vermutlich nicht ausgebaut, so dass die Stahleinfassungen der Fenster eben weiter rosten, weshalb sich breite Rostwasserspuren auf den Scheiben bilden.

      Kabinen: Die aufwändige, teilweise im Detail durchdachte und sicherlich auch sehr teure Sanierung/Renovierung im Inneren des Schiffes vermag jedoch nicht darüber hinwegzutrösten, dass die „normalen“ Kabinen schlicht viel zu klein sind: Der Abstand der zwei Betten (mit einer für Ältere/Korpulente unzumutbaren 80 cm-Breite) zu Außenwänden ist z. T. wenig mehr als eine Handbreite, so dass man kaum ins Bett kommt. Zudem ist die Kabinenbelüftung (Temperatur über Thermostat regelbar) an der Kabinendecke so platziert, dass der (nicht abstellbare) starke Zuluftstrom direkt auf die Betten trifft.An den Betten befinden sich zwar Leselampen, es fehlen jedoch Ausschalter für die Raumbeleuchtung. Diese befinden sich nur an der Eingangstür. Es existiert keine Schalterbeschriftung, es gibt keine schriftlichen Hinweise zur Bedienung des Fernsehapparates.Die Kabinenscheiben auf Deck 5 („Promenadendeck“) bestehen aus Klarglas. Das ist eine Zumutung! Geht man an den Kabinen vorbei, hat man nolens volens vollen Einblick in jede Kabine. Der Passagier in der Kabine hat nur die Wahl zwischen „dunkel“ und „hell“: Zieht er die beschichteten Vorhänge zu, ist es dunkel, man kann dann natürlich nicht in die Kabine von außen reingucken et vice versa. Einen weiteren Sichtschutz innen für das Kabinenfenster gibt es nicht. Von der Buchung einer Kabine auf Deck 5 (Promenadendeck!) muss daher absolut abgeraten werden!
      Eine Preisliste für Entnahmen aus der „Minibar“ gibt es in den Kabinen ebenso wenig wie für Getränke in der Panoramabar.Das Duschbad mit WC und Handwaschbecken in den Kabinen ist zwar sehr klein, aber funktional. Allerdings ist die WC-Spülung sehr laut und aus Nachbarkabinen leider deutlich zu hören.Ansonsten sind die Kabinen sehr gut gegen Geräusche aus Nachbarkabinen abgeschirmt. Nur Geräusche aus dem Flur sind vernehmbar.

      Das Schiff wurde außen regelmäßig vollständig mit Süßwasser-Druckstrahl gereinigt. Allerdings verursachte der Lärm des unter Druck austretenden Wassers ab 6.00 Uhr früh einen nicht unbeträchtlichen Lärm, so dass man getrost auf einen Wecker verzichten konnte.Die Kabinen wurden täglich sorgfältig gereinigt. Die Stewards kamen fast ausschließlich aus den Philippinen, waren stets freundlich, hilfsbereit und sehr fleißig. Eine Verständigung war nur auf Englisch möglich.

      Restaurant/Bar: Wir haben nur das Hauptrestaurant im Deck 4 und das kleine Restaurant im Deck 5 besucht und können nur diese beiden beurteilen.Das Essen war durchweg hervorragend, und zwar sowohl optisch sehr aufwändig angerichtet als auch geschmacklich. Im Hauptrestaurant konnte jeden Tag zwischen Fleischgericht, Fischgericht oder vegetarischem Gericht gewählt werden (neben Appetizer, Suppe und Nachspeise). Auch das Frühstück konnte problemlos selbst zusammengestellt werden, obwohl es (Corona-bedingt) nur ein Teil-Buffet gab. Ein besonders großes und ganz dickes Lob dem Küchenteam!
      Das Personal in den Restaurants kommt ganz überwiegend aus den Philippinen. Es war stets überaus freundlich, servierte in aller Regel zügig und räumte auch zügig ab. Allerdings sollte man über englischsprachliche Grundkenntnisse verfügen, eine Verständigung auf Deutsch war nicht möglich.Auch das Personal in der Panoramabar (Deck 8) war stets freundlich und schnell. Allerdings fehlte im Barbereich eine Preisliste, was zu unangenehmen Überraschungen führen könnte. Die Preise für Getränke in der Panoramabar sind für Bordverhältnisse normal.

      Liegestühle an Außendecks: Es gab ausreichend viele Liegestühle auf den Sonnendecks. Sie sind aber relativ unbequem und haben nur zwei Positionseinstellungen. Bei einigen Stühlen war die Kunststoff-Bespannung gerissen, sie wurden jedoch nicht entfernt.Als ganz großen Nachteil empfanden wir den vollständigen Mangel an Decken, die ja über die Bordkarte eigentlich mühelos verliehen werden könnten. Es gab schlicht keine Decken, die jedoch wegen des Reiseziels Nordkap in Verbindung mit üblicherweise auf See auftretendem Wind grundsätzlich unabdingbar sind.

      Reiseleitung („Expeditionsteam“): Die Idee, das Entertainment der Passagiere durch wissenschaftliche Vorträge etc. zu ersetzen, ist grundsätzlich nicht schlecht, der Begriff „Expedition“ weckt jedoch falsche Erwartungen. Denn tatsächlich handelt es sich bei den „Expeditionsreisen“ mit den inkludierten Ausflügen um eine „normale“ Kreuzfahrt mit Landgängen, Stadtrundfahrten etc., die der Veranstalter nach ökonomischen Erwägungen zusammenstellt. Wenn man wollte, hätte man sich Kenntnisse bei den Vortragsveranstaltungen aneignen können, wenn es nicht z. T. erhebliche Umsetzungsprobleme bei diesem Bildungskonzept gegeben hätte:Der Vortragssaal hat vorne in Richtung Leinwand leider zwei statisch bedingte Säulen. Sitzt man nicht mittig im Raum, ist der Blick auf die Leinwand und den Vortragenden durch die Säulen stark eingeschränkt. Deshalb sind ja auch links und rechts von der Leinwand große Bildschirme platziert. Die können aber ihre Funktion nicht erfüllen, wenn der/die Vortragende auf der Leinwand mit dem Finger auf etwas zeigt, was man, links oder rechts außen sitzend, weder beim Vortragenden noch auf den seitlichen Bildschirmen erkennen kann. Weshalb der Cursor nicht benutzt wurde, ist uns unerklärlich.

      Bei den Vortragenden handelte es sich um Personen in akademischer Ausbildung oder mit abgeschlossener akademischer Ausbildung, überwiegend jedenfalls um junge Leute, die ihre Vorträge vor ihrer Großelterngeneration gehalten haben. Mit zunehmendem Alter lässt bedauerlicherweise auch die Hörfähigkeit nach (Viele trugen Hörgeräte!), was Vortragende natürlich berücksichtigen müssten, wenn sie ihr Wissen weitergeben wollen. Leider war entweder die Verstärkeranlage zu leise eingestellt und/oder die Vortragenden nuschelten in ihr Mikrofon, so dass man dem Vortrag rein sprachlich schon nicht folgen konnte, vom o. g. Problem der fehlenden Einsehbarkeit ganz abgesehen.Nach dieser (Erst-)Erfahrung haben wir dann versucht, die Vorträge in der Panoramabar auf den Bildschirmen zu verfolgen. Dort störte dann schon leise Unterhaltung von benachbart Sitzenden, weil der Ton viel zu leise, auch nicht lauter zu stellen war.
      Auf dieses Problem hin angesprochen, erklärten uns Mitglieder des „Expeditionsteams“, dass es leider unüberwindbare Probleme bei der Video-Übertragung vom Vortragsraum zu den Fernsehern gäbe. In unserer Kabine funktionierte die Übertragung auf dem Fernseher gar nicht, jedenfalls ist es uns nicht gelungen, die Vortragsübertragung im Kabinenfernsehgerät aufzurufen.Natürlich kann nicht Jeder problemlos vor einer großen Gruppe Menschen sprechen, das ist klar. Eine begreifliche Aufregung bei Vortragenden führt häufig zu einer genuschelten, zu leisen und zu schnellen Sprechweise. Deutliche, Zielgruppen-bezogene Artikulation kann man aber üben. Man kann und muss vor einer Vortragsveranstaltung überprüfen, ob ein Vortrag akustisch überall gut zu verstehen ist. Offensichtlich hat sich trotz des hohen Alters der „Expeditionsteilnehmer“ darum aber niemand gekümmert. Sehr bedauerlich!
      Besonders nachteilig wirkte sich dann wohl eine Anweisung der Geschäftsleitung aus, Informationen ausschließlich papierlos, also nur digital, zu geben. Dazu musste man sich ein Hurtigruten-Programm herunterladen und sich mit seinem Smartphone einloggen. Diese Hurtigruten-App hat anfangs gar nicht funktioniert. Sie konnte auch im Verlauf der Reise nur dann geöffnet werden, wenn das Schiff selbst eine Verbindung zum Hurtigruten-Hauptserver an Land hatte. Einen Intranet-Server an Bord gibt es offensichtlich nicht.Selbst wenn die App zu öffnen war, war der Inhalt äußerst spärlich und nichtssagend. Veranstaltungen wurden im Prinzip nur mit wenig aussagekräftigen „Überschriften“ angezeigt. So gab es z. B. für Stadtausflüge keine Stadtpläne runterzuladen, eine nähere Beschreibung von Tagesprogrammpunkten (Landausflüge, Vorträge) existierte ebenfalls nicht. Man sollte stattdessen Stadtpläne entweder während des Vortrages von der Leinwand (siehe oben: Problem der Einsehbarkeit!) oder danach von einer laminierten Vorlage fotografieren (Stadtpläne in Papierform haben wir uns dann häufig an der Rezeption besorgen können, jedoch nicht bei der Reiseleitung, die davon ohnehin nichts wusste).

      Das mag für junge Leute alles überhaupt kein Problem sein. Bei unserer Reisegruppe handelte es sich aber fast ausschließlich um Menschen im Großelternalter. Einige hatten nach unseren Beobachtungen schon Schwierigkeiten, sich überhaupt das Programm runterzuladen und sich einzuloggen, Andere besaßen gar kein Smartphone. Wir hatten uns glücklicherweise alle Landausflüge der ursprünglichen Reiseroute aus der Website ausgedruckt, sonst hätten wir auch keine Informationen gehabt. Die App gab sie jedenfalls nicht her.
      Beurteilung: Die App ist offensichtlich nicht professionell fertig entwickelt und schon gar nicht vor ihrem Einsatz bei älteren Menschen (=Zielgruppe der „Expeditionsreisen“) ausprobiert worden. Sie funktioniert nicht richtig und lässt vielerlei Informationsmöglichkeiten via Links etc. außer Acht. Wäre die App eine zu beurteilende Schülerleistung, käme nur die Note „Ungenügend“ in Betracht.
      Gleichermaßen unzureichend waren z. T. Landausflüge mit ihren Informationen dazu organisiert:Mangels geeigneter Organisation kam es fast vor jedem Landgang zu vermeidbaren Warteschlangen. Die Reiseteilnehmer mussten trotz ihres Alters und daraus resultierender körperlicher Einschränkungen oft auch längere Zeit im Stehen warten (Ersthafen Stavanger in Norwegen zur Überprüfung der Impfzertifikate/Ausweise durch nur zwei (!) norwegische Beamte, Ausschiffung mittels nur einer (!) Barkasse in Sæbø bei rund 350 Passagieren usw.. Die Ausschiffung/Abreise am Ende der „Expeditionsfahrt“ war dann das „Sahnehäubchen“ einer dysfunktionalen Reiseorganisation (dazu unten mehr).

      Ferner: Der Routenverlauf war entgegen dem ursprünglichen Reiseverlauf geändert worden. Eine Begründung für den Routenwechsel wurde nicht gegeben.So wurde sehr überraschend z. B. Esbjerg in Dänemark am ersten Tag angelaufen. In Esbjerg gibt es aber leider nichts zu sehen, was einen längeren Aufenthalt und eine Stadtrundfahrt dort irgendwie rechtfertigen könnte. Natürlich ist das kleine Fischerei-Museum mit seinem Robbenbecken für Kinder ganz spannend und interessant, es waren ja auch viele Kinder dort (sehr süß in ihrer Begeisterung!). Was jedoch Ziel der „Expedition“ in Esbjerg gewesen sein könnte, hat sich uns nicht erschlossen. Das niedliche dänische Städtchen war ja auch gar nicht in der ursprünglichen Planung vorgesehen gewesen.
      Die Reiseleitung („Expeditionsleitung“) hatte entweder keine Ahnung über Öffnungs-/Schließungszeiten von Museen, Sehenswürdigkeiten etc. oder gab ihre Kenntnisse schlicht nicht an die Reisenden weiter. Wer z. B. in Stavanger zunächst den (leider geschlossenen!) Aussichtsturm besteigen oder die (wegen Bauarbeiten vollständig in Bauplastik-Folie eingehüllte) und ebenfalls geschlossene Kirche besichtigen wollte, stand hernach vor einem ab 16.00 Uhr geschlossenen Erdöl-Museum.Wer in Tromsø neben dem „Arktis-Erlebniszentrum Polaria“ auch die zweite Sehenswürdigkeit, die „Eismeer-Kathedrale“, besichtigen wollte, musste einen sehr langen Fußweg mit Überquerung einer hohen Fjordbrücke (natürlich ohne Stadtplan!) in Kauf nehmen. Weder gab es von der „Expeditionsleitung“ Informationen zum öffentlichen Nahverkehr dorthin, noch war trotz rund 70 an einer Besichtigung der Kirche interessierten Reiseteilnehmern ein Bustransfer organisiert worden, noch gab es Informationen zum zu zahlenden Eintrittsgeld.
      Viele hatten keine norwegischen Kronen eingetauscht, Einige hatten ihre EC-/Visakarte nicht dabei. Wie immer, bildete sich eine lange Warteschlange von uns älteren „Expeditionsteilnehmern“ am Eingang zur Kirche.In Bergen war der „Ausflug“ mit der Standseilbahn Fløibanen im Reisepreis nicht inkludiert. Der Weg vom Liegeplatz des Schiffes in Bergen zur Talstation der Standseilbahn war sehr lang. Ein Transferbus war nicht organisiert worden, einen Stadtplan gab es nicht (wie üblich!), Hinweise auf öffentliche Verkehrsmittel gab es ebenfalls nicht. Auch über die Höhe der Kosten wurde nicht informiert. Dass man sich tunlichst insbesondere an einem Sonntag frühzeitig zur Aussichtsplattform begeben sollte, um Menschengetümmel und lange Warteschlangen am Eingang der Bergbahn zu vermeiden, wurde nicht bekanntgegeben. „Nicko cruises“ hatte das für ihre Reisenden offensichtlich sehr gut organisiert, wir trafen oben viele „Nicko“-Reisende mit ihrem Stadtführer.

      Die Umstände der Abreise/Ausschiffung waren dann die negative Krönung der mit Abstand schlechtesten Organisation einer Reise, die wir jemals erlebt haben:Die Kabinen mussten spätestens bis 8.00 früh geräumt sein. Die ersten Passagiere wurden aber erst um 8.15 Uhr ausgeschifft, alle „Expeditionsteilnehmer“ standen also wartend mit ihrem Handgepäck auf dem „Promenadendeck“, bis sie an die Reihe kamen. Wir sollten erst um 8.30 Uhr das Schiff verlassen, standen also ab 8.00 mit unserem recht umfangreichen Handgepäck rum (Die Koffer mussten ja bereits am Vorabend bis spätestens 22.00 Uhr vor die Kabinentür gestellt werden!). Zu sehen war, dass im Ankunftsterminal (ohne Sitzmöglichkeiten) die Abreisenden wieder weiter standen und auf ihr Gepäck warteten, obwohl das Schiff bereits kurz nach 7.00 Uhr früh in Hamburg angelegt hatte.

      Für die Reiseteilnehmer, die per Bahn nach Hause fuhren, hatte Hurtigruten Busse gemietet. Wer mit dem Pkw (wegen des Bahnstreiks) angereist war und einen Parkplatz samt Shuttle-Service über „Parken und Meer“ (auch via Hurtigruten-Reisebuchung) gebucht hatte, hätte mit einem von „Parken und Meer“ gemieteten Bus zum quer durch die Stadt weit entfernt gelegenen Parkplatz gebracht werden sollen. Der Bus war jedoch defekt. So standen rund 70 Reisende mehr als eine Stunde vor dem (äußerst ungepflegten) Terminalgebäude ohne jede Sitzmöglichkeit und mussten warten. Auch vor dem Taxistand hatte sich eine lange Warteschlange gebildet, telefonisch war keine Taxe bestellbar. Die angesprochenen Hurtigruten-Mitarbeiter fühlten sich für die fehlenden Transportmöglichkeiten zum weit entfernten Parkplatzgelände nicht zuständig. Das sei ja ein Problem von „Parken und Meer“, wurde den Wartenden erklärt. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang war die Tatsache, dass die von Hurtigruten gemieteten Busse mit nur wenigen Passagieren regelmäßig zum Bahnhof fuhren, aber ihr Einsatz für den Transfer zum Parkplatzgelände von „Parken und Meer“ nicht organisiert werden konnte.

      Wir haben dann nach weit über einer Stunde im Stehen (und mit massiven Rückenschmerzen) privat ein Taxi „erwischen“ können. „Parken und Meer“ hat die verauslagten Taxikosten von rund 30 € anstandslos erstattet. Resümee: Die lieblose und nicht Adressaten-gerechte Reiseorganisation hinterließ zwingend den Eindruck, als sei das die erste Kreuzfahrt gewesen, die Hurtigruten jemals durchgeführt hat.
      Trotz der hervorragenden Verpflegung, trotz des wirklich überaus freundlichen und fleißigen Bordpersonals und trotz der wohltuend legeren Atmosphäre an Bord ist die Unterbringung in den viel zu kleinen „Normal-Kabinen“ schlicht unzumutbar. Die außerordentlich hohen Kosten der Kreuzfahrt pro Person stehen in absolut keinem vernünftigen Verhältnis dazu.
      Wir können nach Abschluss dieser Reise nur abraten, mit Hurtigruten Expeditions, hier der „ Otto Sverdrup “, zum Nordkap zu reisen.
      Die gravierenden Organisationsmängel der Reiseleitung und die miserable Unterbringung in viel zu kleinen („normalen“), aber trotzdem sehr teuren Kabinen ändern natürlich nichts an der wirklich beeindruckenden, unvergleichlich schönen Fjordlandschaft Norwegens. Sie ist ein Erlebnis, das wir wirklich sehr empfehlen können. Man sollte jedoch eine solche Reise nicht mit Hurtigruten Expeditions durchführen. Es gibt schließlich auch andere Reedereien mit relativ kleinen Schiffen, die wesentlich preiswerter sind und nicht diese gravierenden Organisationsmängel und diese elendiglich kleinen Kabinen mit ihren rund 12 qm aufweisen (wie wir z. B. von „nicko cruises“-Reisenden gehört haben).
    • Hallo Zerni,
      erstmal willkommen im Forum, auch wenn es für dich unter sehr negativen Umständen ist.

      Vielen Dank für deine ausführliche Kritik.
      Wäre die FINNMARKEN, äh OTTO SVERDRUP noch ein Linienschiff, würde ich dir in vielen Punkten widersprechen, aber sie ist ja inzwischen ein Kreuzfahrtschiff (ich vermeide ausdrücklich den Begriff Expeditions-Kreuzfahrtschiff).
      Und da liegt auch schon das Hauptproblem des Schiffes. Das Schiff war bisher ein Linienschiff, das entlang der norwegischen Küste die Häfen anfuhr und Passagiere und Fracht beförderte. :pardon:
      Der Umbau war, wie du schon bemerkt hast, nur innerlich. Bei den Kabinen wurde auch nur die Einrichtung gewechselt. Das die nun eingebrachten Betten und Doppelbetten die Kabine klein und eng machen, konnten wir auch schon bei der Modernisierung der anderen (immer noch Linienschiffe) sehen. Im Wiki finden sich da Bilder, die nur einen winzigen "Durchgang" zwischen Bettende und Wand zeigen. :fie:
      Die Problematik der Fenster auf dem Umlaufdeck kann man bei uns auch in vielen Reiseberichten nachlesen. Eine Kabine auf diesen Decks ist nicht jedermanns Sache.
      Das die Spülung der Nachbartoilette zu hören ist, habe ich auch schon erleben dürfen. :mosking:
      Das Personal auf Kreuzfahrtschiffen nur selten deutsch spricht, ist aber sicherlich nicht ungewöhnlich. Meine Tour mit der VASCO DA GAMA (die ja inzwischen für Nicko-cruises fährt) wurde auch als deutsch und englisch-sprachig angepriesen. Letztlich waren es aber nur wenige des Personals, die wirklich deutsch konnten.

      Gab es in den Kabinen (Schränke) keine Decken? Früher wurden die dort pro Kabine gelagert.

      Die Stadtpläne bei der Rezeption (meist von einem großen Abreißblock) gab es aber immer schon.

      Ich will jetzt nicht auf jede Einzelkritik eingehen, aber die meisten wirken auf mich durchaus gerechtfertigt.

      Für das Terminalgebäude in Hamburg ist HR allerdings nicht zuständig :pleasantry_1: . Inwiefern HR Einfluß auf die Busse zu "Parken und Meer" hat, sei mal dahingestellt. Wahrscheinlich ist dies ein Subunternehmen, dass sich des Einflußes der Kreuzfahrtreedereien entzieht, ist aber nur eine Vermutung, da ich dies auch schon bei anderen Reedereien gehört und erlebt habe.

      Zugute halten muss man HR , dass es sich um die erste Kreuzfahrt dieser Art handelte. Sie führt quasi parallel zur Linienfahrt und hat mit Expedition sicherlich nichts zu tun, da gebe ich dir recht.

      Bezüglich des hohen Preises (wäre für mich als Alleinreisender ja noch höher) kann man sicherlich einen besseren Service erwarten. Vielleicht hilt deine Kritik ja HR , daran zu arbeiten und es zu verbessern. :thumbup:

      PS: Ich habe in deinen Beitrag noch einige Absätze und Zeilenumbrüche eingefügt, da er so nur sehr schwer zu lesen war. ;)
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Danke für den interessanten Bericht.
      Bei allem Verständnis dafür, dass es sich nun eher um ein Kreuzfahrtschiff handelt verstehe ich dennoch nicht, dass es bei laufenden Abfahrten ab Deutschland schwierig sein dürfte, Deutsch als Sprache zu verwenden.
      Zu den Decken: Früher gab es in jeder Kabine Decken für die Nutzung im Freibereich. Dieses Angebot wurde bereits vor Jahren eingestellt. Da ich meist im Freien stehe, wurde mit dies erst bewusst, als mich eine Dame aus meiner Gruppe fragte. Die Antwort von Hurtigruten: Das Deckenservice wurde aus hygienischen Gründen -lange vor COVID eingestellt und man könne eine Decke kaufen. Leider eine der vielen Maßnahmen des Managements den Reisenden zusätzlich Geld aus dem Tascherl zu ziehen. Schade, weil es sich ja nicht unbedingt um eine Billigreise handelt.
      Kabinengröße: Wie schon von JOBO beschrieben, wurden viele Kabinen mit Doppelbeten ausgestattet. Dies ist aus meiner Sicht zumindest bei "gewöhnlichen" Kabinen ein Nachteil, weil es eben zu wenig Platz gibt. Bei manchen Schiffen - ich war im Juli mit einer Gruppe auf der MS Nordnorge - sind die Kabinen auch noch sehr kurz, was nachteilig ist. Auf der Nordnorge sind da die Kabinen auf Deck 3 wesentlich geräumiger.
      Dennoch hab ich bereits Entzugserscheinungen und freue mich auf meine nächste Hurtigrutenreise
    • Auch von mir willkommen hier im Forum!

      Zu den Decken möchte ich zur Bemerkung von @NorgeVirus noch anmerken, dass leider einige Passagiere auf der Linienfahrt sich wohl "Kreuzfahrt-Luxus-Standart" gewohnt waren und die Decken nach Gebrauch einfach auf den Liegen liessen. Bei Kreuzfahrern mag es üblich sein, dass abends ein dienstbarer Geist alles wegräumt, nicht so auf der Linienfahrt. Da kann man sich dann vorstellen, wie die Decken nach einer feuchten Nacht in der Arktis aussahen (habe ich übrigens selbst gesehen). Und das wo die Schiffe keine grosse Wäscherei an Bord haben! Ich denke, da müsste HR sich jetzt klar sein, dass sie mit den teuren Kreuzfahrten nun in einer anderen Kategorie fahren.

      Zum Umlaufdeck 5 - ich selbst möchte da auch keine Kabine, andere mögen sie, oder es macht ihnen zumindest nichts aus. Da ist HR aber nicht alleine, ich erlebte es schon auf meiner Kreuzfahrt 1984 mit der damaligen EUROPA, dass Leute mit solchen Kabinen unglücklich waren. Die neuen Kreuzfahrer werden ja hauptsächlich ohne Umlaufdeck gebaut, da ergibt sich das Problem nicht.

      Zur Anlandung Esbjerg - das ist eigentlich ein technischer Halt. Das Schiff ist im 2. Schifffahrtsregister eingetragen, dies besagt, dass es ausserhalb Norwegens zwei Häfen anfahren muss. Dies ist eben neben Hamburg Esbjerg (zu Beginn war es mal Cuxhaven). Wäre das Schiff im 1. Schifffahrtsregister könnte es direkt nach Norwegen, dürfte allerdings kein asiatisches Personal beschäftigen, sondern es müsste Personal sein, dass in Norwegen lebt resp. gemeldet ist. Dies würde die Personalkosten so in die Höhe treiben, dass die Fahrt gar nicht mehr zahlbar wäre.
      Jan09 FM B-K ~ Jan10 NL B-K-B ~ Jan11 FRAM (Antarctica) ~ Apr11 NN B-K-B ~ Mrz12 LO B-K-B ~
      Jan13 LO B-Alta ~ Feb14 KH B-K ~ Jan16 LO B-K-B ~ Feb18 LO B-K ~ Jan20 LO B (T)-Alta-B

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    • Moin,

      wir sind 2019 mit der Roald Amundsen ( Tromsø /Hamburg) und 2020 mit der Fridtjof Nansen (Hamburg/Hamburg) die Tour zum Nordkap gefahren. Dies waren ebenfalls Expeditionsreisen. Die Vorträge waren überwiegend auf deutsch. Es gab immer eine Übersetzung für die, die der Sprache nicht folgen konnten. Dafür gab es Kopfhörer und es wurde simultan übersetzt. War dies auf der Otto Sverdrup nicht so?

      Im Aune Restaurant haben wir uns auch mal mit Händen mit den Personal „unterhalten“. Das war sehr spaßig. Die Freundlichkeit der Kellner ist nicht zu überbieten.

      Das die Programme nicht in Papierform angeboten wurden, empfanden wir als sehr zeitgemäß.

      Mit Spannung habe den Bericht über die Ausstattung der Otto Sverdrup gelesen. Auch ich bin der Meinung, dass der Preis für die Tour viel zu hoch ist.

      Auf jeden Fall erleichtert der Bericht uns die Entscheidung die Reise ab Hamburg nicht zu fahren, obwohl wir in dieser Stadt wohnen.
      Gruß Eningu


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    • Ich glaube, es ging @Zerni eher darum, dass die Vorträge nicht verständlich waren im Sinne der Klarheit der Sprache und nicht weil sie nicht deutsch waren. Dies monierte er eher beim Servicepersonal, wenn ich das richtig verstanden habe.

      ( @Eningu - setze in deiner Signatur das leider gecancelt hinter img-Klammer ;) Dann müsst es stimmen)
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    • Wir haben so ähnliche Erfahrungen mit der FRAM gemacht, als wir die Reise "Andenküste und Panamakanal" gebucht hatte und u.a. NACHTS durch den Panamakanal fuhren. Denn auch auf unserer Reise gab es keine wichtigen Informationen durch das Expeditionsteam. Durch den Bericht fühle ich mich wieder bestärkt - Postschiffroute und Antarktis können sie. Bei allen anderen Reisen such ich mir einen anderen Anbieter.
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    • Wir hatten mit der Tour ab Hamburg zum Nordkap geliebäugelt. Für eine Norwegen Reise werden wir jetzt lieber die klassische Postschiffreise wählen.

      Da wir eine tolle Tour auf der Fridtjof Nansen erlebt haben, fahren wir jetzt im nächsten Jahr ab Lissabon. Eine Expedtionsreise, die in Hamburg endet.
      Gruß Eningu


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      Post was edited 1 time, last by “Eningu” ().

    • Lisa Nordlicht wrote:

      NACHTS durch den Panamakanal fuhren

      Das ist aber nicht die Sache von Hurtigruten, sondern wann sie von der Kanalbehörde einen Slot bekommen.
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    • Das mag grundsätzlich richtig sein. Aber wenn Hurtigruten den Halt am Tag nach der Durchfahrt des Panamakanals 14 Tage vor Reisebeginn absagt und einen Stopp mit Besuch der Mirafloreschleusen einschiebt (und dann nicht mal das bieten kann was sie eigentlich versprochen haben) heißt dies, dass 14 Tage vor Reisebeginn die Zuteilung des Slots bekannt war.
      Und wenn Hurtigruten dann auf direkte Nachfrage keine direkte Aussage macht - dann ist es Sache von Hurtigruten. Und wenn man dann auch noch Schiff mitsamt den Passagiere fast 12 Stunden vor Colon auf Reede liegen lässt und ihnen keinerlei Angebote macht - dann sage ich "Expeditionsreisen kann Hurtigruten nicht" (Ausnahmen Postschifftouren und Antarktis ). Und leider ließ es Hurtigruten auf Gerichtstermine ankommen und musste wesentlich höhere Entschädigungen zahlen als was angeboten wurde
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      Post was edited 1 time, last by “Bine”: Unnötiges Zitat entfernt/Bine ().

    • @Zerni, zunächst einmal Danke für den Bericht, den ich mit Interesse gelesen habe, da wir am 25.1.22 diese Reise machen werden.
      Trotzdem möchte ich einige Anmerkungen dazu machen. Vorab bemerkt, wir sind auch 67 und 65 Jahre alt, und wir sind eingefleischte Winterfahrer. Und wir haben n i c h t. die rosarote Hurtigrutenbrille auf.

      Das Thema mit den Mobilitätseinschränkungen zum Beispiel. In der Reisebeschreibung auf Hurtigruten.de steht ausdrücklich dass die Reise für mobilitätseingeschränkte Personen nicht geeignet ist. Ich weiss nicht wo sie gebucht haben, hat evtl.ein Reisebüro nicht darauf hingewiesen, bzw.wurde die Reisebeschreibung evtl.nicht richtig gelesen ? Auf einem Schiff dass durch den rauhen Nordatlantik fährt ist es immer schwierig wenn man mit Rollator oder Gehhilfen unterwegs ist, darum wird von Hurtigruten extra darauf hingewiesen.

      Was den bemängelten Zustand der Fenster des Schiffes betrifft, ich denke dass dies einfach dem Salzwasser geschuldet ist, das auch Schlieren auf den Scheiben hinterlässt und dad Glas angreift,es müssten ja dann immer nach einigen Fahrten die Scheiben ausgetauscht werden. Sich an so etwas zu stören kann ich nicht nachvollziehen.

      Das Thema mit den Kabinen auf Deck 5 kann ich auch so nicht nachvollziehen. Es gibt einen Decksplan, auf dem ersichtlich ist, dass es sich hier um das Umlaufdeck handelt. Wir hatten auf der klassischen Postschiffroute bisher 2x eine Kabine auf Deck 5, allein schon darum um schnell draussen zu sein wenn es etwas zu sehen gibt, und hatten uns nie beobachtet oder belästigt gefühlt. Ja, die Leute laufen vorbei, aber dass welche vor den Fenstern stehen und reinschauen, haben wir bisher nie erlebt.
      Die Grösse der Kabinen sind "kuschelig", ja, aber da wir eh nur zum schlafen oder umziehen drinnen sind, finde ich die Grösse ausreichend. Wir verbringen eine solch teure Reise nicht in der Kabine wenn es draussen so sehr viele wundervolle Dinge zu sehen gibt.

      Was die Sprache angeht, es steht in der Beschreibung dass es eine deutschsprachige Reiseleitun gibt, und die, denke ich, war auch wohl vorhanden. Man kann und darf halt auch nicht erwarten, dass überall auf der Welt deutsch gesprochen wird. Wenn ich in ein fremdsprachiges Land reise, bemühe ich mich ein paar Brocken der Landessprache zu lernen, bzw.sollte man heute mit der englischen Sprache überall klar kommen.

      Die Kritik am Expeditionsteam lege ich unter Startschwierigkeiten ab. Auf unseren Küstenreisen hatten wir bis jetzt immer sehr kompetente und vor allem freundliche Mitarbeiter des Expeditionsteams, die die tägliche Gatheringrunde immer sehr infirmativ und humorig gestaltet haben.

      Die Ausflüge kann ich nicht beurteilen, da ich diese so nicht kenne, allerdings muss ich auch hier sagen, dass wir uns nie ausschliesslich auf die Organisation verlassen, sondern auch selbst vor und während unseren Reisen, egal wo und wohin, tätig werden.

      Was das Thema kein Geld oder Karten dabei gehabt zu haben, ich würde das Schiff nicht ohne ein Zahlungsmittel verlassen. Vielleicht möchte ich ja unterwegs einen Kaffe o.ä., also habe ich immer zumindest meine EC-oder Kreditkarte dabei. Im übrigen steht in der Reisebeschreibung dad die Fahrt auf den Fløyen inkludiert ist.

      Es ist schade, dass sie die angeführten Punkte offenbar um den Genuss der traumhaft schönen Landschaft gebracht haben. Ja, es ist eine sehr teure Reise, aber das was man an erlebtem mit nach Hause nehmen kann ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. Und wir für unsere Personen können uns nicht vorstellen mit einem Kreuzfahrtschiff das 4000 Menschen beherbergt unterwegs zu sein.
    • Lisa Nordlicht wrote:

      dass 14 Tage vor Reisebeginn die Zuteilung des Slots bekannt war.

      Ich habe mich da geirrt - sorry! Die Durchfahrt erfolgt in der Reihenfolge der Ankunft vor der Schleuse. Hier können allerdings sehr lange Wartezeiten entstehen, je nachdem wie die Schleusen belegt sind. Und das sind sie gut wie immer, man muss nur mal bei Marinetraffic schauen, was sich vor den Schleusen so tummelt.
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    • @seealpe - muss ich korrigieren - Hurtigruten hat uns auf unsere "Mängelanzeige" 10% vom Reisepreis angeboten mit dem wir nicht einverstanden waren. Einen höheren Betrag wollten sie uns nicht zahlen, haben sie uns dann angeboten als wir einen Rechtsanwalt eingeschaltet haben. Aber das war unwesentlich höher als das Erstangebot. Und vor Gericht gab es dann mehr als 30% zurück.
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    • Mit großer Aufmerksamkeit habe ich den Post von @Zerni gelesen, zumal wir zu dieser älteren Generation gehören (zweite Hälfte 70 und über 80) , mehrmals mit HR-Postschiff gefahren sind und die Otto Sverdrup gebucht haben, haupsächlcih wegen der günstigen Anreise. Ich denke hier ist eine Menge an Vorinformationen und Erwartungen richtig schief gelaufen, wobei ich @Zerni sicher in einigen Punkten zustimme, außerdem wird vielleicht von Hurtigruten die Reise falsch beworben und an einigen Stellschrauben wird Hurtigruten sicher noch drehen müssen! Wir werden uns ja im Februar selbst davon überzeugen können.
      Aber: Eine NIKO Nordlandreise mit einer Hurtigruten Reise, auch die mit der Otto Sverdrup Auf den Spuren der Postschiffroute zu vergleichen verbietet sich eigentlich. Es gibt eine Menge vieler langer Seetage bei NIKO und sehr oft liegt das Schiff auf Reede. Viele typische Postschiffhäfen und -strecken, die wir so lieben, werden gar nicht berührt oder angefahren, mit der Otto Sverdrup schon, nicht umsosnst heißt es Auf den Spuren der Postschiffroute.
      Wir finden es auf den HR-Reisen und sicher auch auf der kommenden mit der Otto Sverdrup so praktisch, daß man im Hafen mal eben vom Schiff runter kann, sich vielleicht ein Taxi nimmt, was wir jetzt wegen stärker abnehmender Mobilität häufiger tun und auf eigene Faust und in eigenem Tempo ohne Gruppe, etwas unternehmen kann ( wenn nötig auch mit Rollator), zumal die Liegezeiten länger sind als auf den HR-Postschiffen selbst. Bei den ersten HR-Reisen hatten wir auch einige Ausflüge mitgebucht.
      Für uns bezahlbare Luxuskabinen haben wir auf den, im Vergleich zu den meisten Kreuzfahrtschiffen kleinen HR-Schiffen nie erwartet. Bei der ersten Buchung vor sechs Jahren wurden wir von der Dame im Reisebüro gut beraten: "Investieren Sie nicht in eine teurere Kabine, Sie sind sowieso nur zum Umkleiden und Schlafen darin", was sich als wahr herausstellte. Wir haben die "alten" Kabinen noch erlebt und uns inzwischen mit den neuen Doppelbettkabinen angefreundet, auch wenn es in der Kabine etwas enger geworden ist.
      Allerdings: Nicht jeder ältere Mensch ist noch mit so viel Eigeninitiative beschenkt, wie viele hier im Forum, wozu ich mich gerne zähle. Wer mehr persönliche Betreuung möchte und erwartet, der ist sicher auf einem NIKO-Schiff oder einem anderen Kreuzfahrtschiff besser aufgehoben.
      Meine Gedanken sind sicher nicht das non-plus ultra, aber als Gleichaltrige und ähnlich in der Mobilität eingeschränkte "Seniorin" :) zu den, von @Zerni beschriebenen Paxen, mußte ich meine Sichtweise äußern.
      Liebe Grüße von Trollebo

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