Triest, 20.06.-24.06.21 oder wie geht Urlaub

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      "Triest: Stadt der Winde" heißt das Buch von Veit Heinichen und Ami Scabar, die "Ringstraße am Meer" sagen wir oft, wenn wir Triest beschreiben sollen.
      Vor einigen Jahren waren wir mit der Bahn da, und hatten von Nieseln bis Starkregen mit einigen kleinen Pausen nicht gerade Traumwetter, aber wir wollten irgendwann mit dem Auto wieder kommen um kleine Ausflüge in die Umgebung zu machen. 2020 sollte es so weit sein, das Hotel war bezahlt, der Rest ist bekannt.
      Ende Juni würde ich eher keine Städtereise in den Süden machen, aber schön, wenn die Reise überhaupt statt findet.

      Ich konnte es gar nicht richtig fassen, nach der langen Zeit wieder ins Ausland fahren zu dürfen, andererseits war ich gar nicht sicher, nach den vielen Lockdowns überhaupt einen Urlaub verdient zu haben, obwohl die Freude am Schluß überwog, hatte ich immer wieder diese kleine Unsicherheit mit im Gepäck - wie geht Urlaub nach der Zeit wo so vieles, für uns Selbstverständlich gewordenes, plötzlich nicht mehr so ist.

      Die 7 Seiten Formular für Einreise nach Italien hat mein Liebster ausgefüllt ?( , die erwarteten negativen Ergebnisse der PCR-Gurgeltests (freundlicherweise von der Stadt Wien gratis zu Verfügung gestellt) für die Durchreise durch Slowenien haben wir Samstag Abend erhalten :thumbup: . Interessiert hat sich dann niemand dafür, aber wenn wir am Sonntag gegen den Strom in den Süden fahren, werden die nicht extra für uns Kontrollposten aufstellen :D

      Das Hotel Miramare liegt direkt am Meer, das Frühstück war für italienische Verhältnisse sehr gut, am ersten Tag haben wir auch im Hotel zu Abend gegessen und es war wirklich gut, obwohl uns der Kellner nicht gleich einen Tisch geben wollte, da wir nicht reserviert hatten, aber so einfach hat mein Liebster nicht aufgegeben :) .



      Liebe Grüße, Kamilla
    • Im Hotel wurden die Vorschriften streng befolgt, Maske tragen, Impfpass beim einchecken vorzeigen, den Lift nur mit Mitreisenden nutzen, beim Frühstück konnte man nur verpackte Lebensmittel selber nehmen, das Buffet war hinter Glas und man wurde bedient.

      Im Freien war zwar noch Maskenpflicht, aber das wurde eher locker gehandhabt, in den Öffis war man ziemlich konsequent.

      Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir uns mit dem Bus in die Stadt begeben und sind gemütlich von Piazza Oberdan zur Piazza Sant Antonio Nuovo geschlendert, zu meiner Beruhigung sah ich im vorbei gehen, dass die Gran Malabar geöffnet hat und auch das Kaffeehaus Stella Polare war noch da, es war ja auch schon Zeit für einen zweiten Espresso.



      Das Stella Polare liegt am Ende des Canal Grande der etwas piccolo ist.



      Dieses Gebäude am Berg (das Wetter war die ganze Zeit leider etwas diesig) war mit ein Grund warum wir mit dem Auto da waren, am Kreuz, dass leider am Foto nicht gut sichtbar ist hatte ich es schon beim ersten Besuch als Kirche identifiziert, aber das wollte ich mir genauer anschauen. Vorher besuchten wir noch das Eataly und machten Siesta.

      Am späteren Nachmittag fuhren wir an der Küste entlang bis Duino und dann auf den Monte Grisa .





      Und natürlich ist der Ausblick auch ganz nett:



      Der Abend bescherte uns noch einen eigenartigen Sonnenuntergang und später sieht man die Containerschiffe in Warteposition:



      Liebe Grüße, Kamilla
    • Vom Vorabend habe ich noch den Besuch einer Osmiza (Buschenschank oder Heuriger, wie das bei uns heißt) unterschlagen, die wir nach langem Suchen auch in engen Gassen gefunden haben. @Nordlicht , da hätten wir uns manchmal ein einspuriges Fahrzeug anstatt des Vans gewünscht :D .
      Das war auch ein nettes Erlebnis, wir tranken ausgezeichneten Wein aus dem Karst (mein Mann durfte nur kosten) und entschieden uns für einen gekochten Schinken mit Kren und eine Salsiccia, nachdem uns das für ein Abendessen etwas zu wenig war, holten wir uns noch Salami und Schinken nach, da wurden wir anscheinend schon als ordentliche Gäste eingestuft und die Portionen waren um die Hälfte größer :) .
      Nächsten Tag machten wir uns auf die Suche nach der Synagoge, die zweitgrößte nach Budapest in Europa, Führung haben wir keine mitgemacht (etwas zu kompliziert wegen Corona) aber gleich gegenüber bekam ich meinen zweiten Espresso, dann besuchten wir, was vom Riborgo (Ghetto Ebraico, Judenviertel) noch übrig ist. Dabei kamen wir an einem Einkaufszentrum und an den Resten des römischen Theaters vorbei (Rückseite) und durchquerten einen üppig bepflanzten Park.









      In den renovierten Teilen haben sich schon kleine Lokale und Geschäfte angesiedelt, das letzte Bild zeigt die Portizza di Riborgo, den Eingang von der Piazza della Borsa.

      Liebe Grüße, Kamilla
    • @Nordlicht wir sind vom Monte Grisa zuerst Richtung Prepotto, wo ja 4 der angesagtesten Karstwinzer zu finden sein sollten, aber weder im Ort, noch auf dem Weg dahin haben wir etwas gefunden, die Hinweispfeile und verdorrten Kränze bzw. Buschen haben alle ausgesehen als hätte sich seit Ausbruch der Pandemie niemand mehr darum gekümmert, erst auf dem Weg zurück nach Opicina wurden wir fündig.

      Nach der Erkundung des Riborgo und einem köstlichen Eis in der Nähe der Piazza Dell Unita d'Italia fuhr mein Mann ins Hotel zurück und ich setzte meinen Spaziergang fort:



      Da ich das Überqueren des Unita in der Mittagshitze schon als Heldentat empfand, konnte ich das Caffe degli Specchi leider nicht unterstützen, aber ich freute mich, dass es geöffnet hatte.



      Gegenüber vom Teatro Verdi und der alten Börse fand ich in diesen überdachten Gängen eine Buchhandlung, die netterweise ein paar Bücher in deutscher Sprache hatte, ich entschied mich für je eines von Italo Svevo, Claudio Magris und das eine, dass ich von Veit Heinrichen noch nicht hatte.



      Besonders hübsch fand ich die Casa Bartoli von Max Fabiani auf dem ersten Foto. Jetzt wurde es aber Zeit für einen kleinen Imbiss und ein Gläschen Wein in der Gran Malabar....

      ...nach einer kurzen Siesta fuhren wir nämlich nach Muggia wo wir in einem sehr hübsch gelegenen Restaurant einen wunderbaren Fisch in Salzkruste speisten.



      Liebe Grüße, Kamilla
    • Nachdem jeden Tag an jedem nur möglichen Fleckchen Menschen an der Küste zum Sonnenbaden liegen und schon früh am Morgen die ersten Schwimmer von unserem Balkon aus zu sehen waren, bin ich dann auch einmal ins Wasser gehüpft aber irgendwie hatte ich das Gefühl - das Meer hier fühlt sich nicht wohl und war bald wieder draußen.

      An unserem vorletzten Tag wollte ich Mitbringsel kaufen, zuerst suchten wir eine Bäckerei, die angeblich die beste Presnitz bäckt, aber obwohl im Tripadviser "geöffnet" stand, hatten wir nicht das Gefühl, dass hier in letzter Zeit etwas gebacken wurde.

      Ich habe mich dann in einer Enoteca mit Cantuccini, Presnitz und anderen feinen Dingen versorgt. Anschließend sind wir noch auf der Suche nach einem Lokal für das Abendessen umher gewandert, aber nicht wirklich fündig geworden also haben wir beschlossen, nach einer ausgiebigen Siesta, einfach die Viale XX Settembre zu erkunden. Die Pizza war ok, das Eis war auch gut :thumbup: .
      Am Abend ist mir dieses Schiff aufgefallen, weil es eigenwillige Pirouetten drehte ?(

      Bevor wir am 24. endgültig die Heimreise antraten blieben wir noch am Porto Vecchio stehen.







      Neben einigen moderneren Lagerhäusern und wenigen Gebäuden die renoviert werden gäbe es hier noch viel zu tun.

      Liebe Grüße, Kamilla
    • Liebe Kamilla, mein Mann und ich waren im Februar 2018 für 2 Wochen in Triest. Wir hatten eine Wohnung mit Dachterrasse ( es war frühlingshaft warm, man konnte den Nachmittagskaffee draußen trinken) und Blick über Triest gemietet. Die Stadt hat uns sehr gut gefallen, wir haben auch nette Lokale mit sehr gutem Essen entdeckt. Zum leckeren Fischessen hat es uns auch in den Küstenort Muggia gezogen. Das Hinterland und die Umgebung von Triest hat uns auch sehr gut gefallen. Schloß Miramare und Schloß Duino sind ebenfalls sehr sehenswert gewesen. Danke für die schönen Fotos die angenehme Erinnerungen wachgerufen haben.
      Liebe Grüße aus Wien