Ägäis vom 22. September bis 6. Oktober 2020, eine Pandemie betroffene Kreuzfahrt

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    • Ägäis vom 22. September bis 6. Oktober 2020, eine Pandemie betroffene Kreuzfahrt

      Im letzten Jahr durften – oder war es mehr mussten – wir eine Kreuzfahrt in die Ägäis unternehmen. Gebucht hatten wir schon in 2017 eine Kreuzfahrt mit der World Explorer im Sommer 2019 für 11 Tage durch die Ostsee. Wir wollten ein kleines Schiff ausprobieren, das noch zu relativ günstigen Preisen angeboten wurde (ich weiß, der eine findet das eine relativ, der andere was anderes), um auf den Markt zu kommen. Die World Explorer hat 200 Betten , kann aufgrund der Größe auch kleinere Häfen anfahren, hat auch eine – wenn auch niedrige – Eisklasse und möchte im 5*-Bereich aufgeführt werden. Das wollten wir testen.

      Aber 14 Tage vor Abreise 2019 wurde diese Kreuzfahrt abgesagt. Das Schiff war noch nicht ganz fertig. Ein halbes Jahr wurde die Jungfernfahrt nach hinten geschoben Nachdem wir dann lange Zeit selbst die Jungfernfahrt gewesen wären (was ich wegen der auftretenden Probleme nie möchte), wurde auch diese abgesagt. Wir wollten immer mal nach Petersburg, Helsinki und erste Spuren des Baltikums entdecken. Nicko-Cruises, die dieses Schiff gechartert hatten, verhielt sich zumindest sehr kundenfreundlich und bot uns andere Reisen im Folgejahr zum halben Preis an. :)

      Die Reisen ins Baltikum 2020 lagen uns aber zu dicht an unserer (ins Wasser gefallenen) Antarktiskreuzfahrt mit der Roald Amundsen :S . Deshalb suchte ich sofort (noch am ersten Tage der Zusage durch Nicko) nach einem anderen Ziel. Ich wollte schon immer mal meiner Frau mit einem kleinen Schiff zeigen, wo ich gerne im Sommer zum Männersegeltörn gehe und wie die Inseln vom Wasser aus anzusehen sind. Nicko bot eine interessante Route an, mit den Meteora Klöstern, Philippi, Istanbul, Pergamon, Halikarnossos, Santorin und Athen. Insbesondere wollte ich mal wieder nach Istanbul, wo wir zwei Tage geblieben wären. Wir buchten eine der letzten Kabinen. Die Reise war so gut wie ausgebucht.
      Hier die ursprüngliche Route:



      Wie jeder von Euch jetzt erwartet, kam es anders als geplant. Die Reise sollte vom 22.09. bis zum 6.10.2020 dauern. Die Pandemie überrollte alles und wir gingen davon aus, dass diese Kreuzfahrt nie und nimmer stattfinden würde. Hierfür gab es neben der Pandemie noch den weiteren Grund, dass das Schiff, das wir gebucht haben, nämlich die World Voyager – ein Schwesterschiff der World Explorer – ebenfalls nicht pünktlich fertig wurde. Schon lange waren nahezu alle Reisen abgesagt. Unsere blieb als zweite Reise immer noch offen und auch im August noch buchbar. Alle anderen Reedereien hatten ihre Kreuzfahrten generell gestrichen; nur TUI mit mein Schiff begann um Griechenland herum mit den Blauen Reisen. Der Schlamassel mit Hurtigruten, die die tollen Vorreiter sein wollten, wie das Reisen wieder klappt, ist allseits bekannt. Nun sollten wir Nicko vertrauen, dass sie fahren? ?(

      Nach äußerst vielen Mails von mir, erhielt ich von Nicko immer nur ausweichende Antworten mit der Quintessenz, dass die Reise stattfinden würde. Alle meine Recherchen ergaben, dass in Griechenland nur vier Standorte – wie bei den blauen Reisen von TUI – angefahren werden könnten und dass eine Reise zwischen Griechenland und der Türkei unmöglich sei. Um es hier nicht zu lang werden zu lassen: 10 Tage oder sogar weniger vor Abreise wurde uns mitgeteilt, dass die Kreuzfahrt in geänderter Form stattfinden würde. Statt World Voyager nun die „alte“ World Explorer. Keine Destinationen in der Türkei, dafür aber drei weitere griechische Inseln in der Ägäis. Eine Möglichkeit der Stornierung wurde nicht angeboten, aber eine Ermäßigung um weitere 15 % gewährt bei gleichlanger Dauer der Reise. Damit waren für uns drei der sechs wichtigsten Destinationen gestrichen. Was tun? Stornieren mit der Gefahr dann bei Gericht zu landen? Auch wenn eine solche Routenänderung in normalen Zeiten ganz sicher einen kostenlosen Rücktritt ermöglicht, so könnte das Gericht dies zu Corona-Zeiten doch etwas anders sehen. Und dann war da noch das Kratzen meiner Füße; ich wollte endlich mal raus und hier gab es eine Möglichkeit – auch wenn sie anders wäre als gewollt. Dazu noch zu einem Preis von 42,5% des Normaltarifes. Wir entschlossen uns, die Reise trotz aller stärkstem Grummeln in der Magengegend und aller Warnungen unserer Kinder, die das gar nicht gut fanden, mit zu machen. Vorsichtiger Weise hatten wir aber auch noch die griechische Botschaft in Berlin kontaktiert, um festzustellen, ob die Route so wirklich abgefahren werden könnte.

      Diese Sorgen machten wir uns damals, als die Inzidenz in Deutschland noch größtenteils unter 5 mindestens aber unter 35 gelegen hatte. Heute meinen wir, unter 50 alle Freiheiten haben zu müssen. =O

      Die neue und übermittelte Route:



      Und nun gab es natürlich für diese Reise Corona Vorsichtsmaßnahmen. PCR-Test wurde gefordert und der QR-Code musste nicht zu früh oder zu spät erledigt werden. Alles Böhmische Dörfer. Das Schiff soll in Athen am Dienstag, 21.09.20, um 17.00 Uhr ablegen. Mindestens 3 Stunden vorher hatte man an der Anlagestelle zu sein. Und gerade nur dienstags ging in aller Früh kein Flieger von München nach Athen, sonst an jedem Tag. Wir wären frühestens kurz nach 13.00 Uhr in Athen gelandet. Das wäre alles zu knapp geworden, so dass wir lieber den letzten Flug am Montag buchten, um dann in Piräus zu übernachten.

      Nicko begründete seine späte Unterrichtung damit, dass zunächst geklärt werden musste, wie ein für Griechenland und auch schon für den Flug erforderlicher PCR-Test durchgeführt werden konnte, was sich aufgrund des Datums als schwierig herausstellte. Der Test durfte nicht älter als 48 Stunden sein. Bei einem Test am Montag wäre das Ergebnis nicht früh genug angekommen. Sonntags und auch samstags wurden damals keine offiziellen Tests gemacht. So wurden uns auf Veranlassung von Nicko von einer Greifswalder Firma per Boten am Freitag Tests zugeleitet. Wir hatten den PCR-Test (ja das ist unglaublich, stimmt aber) selbst am Sonntag früh zu machen – Abstrich tief im Rachen. Um 10 Uhr kam ein Bote und holte den Test ab, der sofort nach Greifswald verschickt wurde. Wir würden dann über das Ergebnis, sobald es vorliegt unterrichtet werden. Wir hatten aber zu unterschreiben, dass das Ergebnis dieses Tests auch direkt an den Bordarzt der World Explorer geschickt wird. Nun hieß es abzuwarten und doch unerwartet die Koffer zu packen. Wir hatten uns glücklicher Weise eine Kopie von den abzugebenden Unterlagen des Greifswalder Labors gemacht. Denn wir erhielten bis 16.00 h am Montag keinen Bescheid.

      Um 18.00 h am Flughafen sein, das wird knapp. Wir entschlossen uns, nicht in den Flieger zu steigen, wenn wir nicht einen negativen Test erhalten haben. Denn in Athen bzw. Piräus zu erfahren, das wir „positiv“ seien, hätte bedeutet:
      - Keine Kreuzfahrt und
      - 14 Tage Quarantäne oder mehr in Athen
      Das Risiko wollten wir nicht eingehen. Wir riefen in Greifswald an. Eine sehr nette Laborantin, erklärte uns, dass die Tests erst heute, am Montag, aufgesetzt wurden, da so wenige Tests zur Bearbeitung vorgelegen hätten. Bis zum Ergebnis würde es noch gut eine Stunde dauern und sie würde uns sofort anrufen, wenn es da wäre. In der Annahme, dass wir „negativ“ seien, fuhren wir zum Flughafen und checkten ein. Auf dem halbstündigen Weg ging plötzlich mein Handy. Eine mir unbekannte ausländische Nummer. Ich wollte erst nicht annehmen, hab es aber auf Zuruf der Mitfahrer doch getan. Es meldete sich TUI in Piräus, die anscheinend das Management für Nicko in Griechenland übernommen haben. Man habe gehört, dass wir nicht erst am Montag anreisen. Sie müssen deshalb wissen, in welchem Hotel wir übernachten. Nachdem wir das mitgeteilt hatten, wurde uns sehr deutlich gemacht, dass wir am nächsten Tag das Hotel nicht zu verlassen hätten, bis wir abgeholt würden. Ein Taxi würde um 12 Uhr vor dem Hotel stehen und uns zum Schiff bringen. Damit war schon mal unser Vorhaben, Piräus einen halben Tag unsicher zu machen, gecancelt.
      Als wir am Flughafen ankamen, fühlten wir uns wie in einer Geisterstadt. So leer ist zu Normalzeiten der Flughafen nicht einmal nachts um drei, wenn kein Flieger geht!!



      Eine halbe Stunde vor Abflug riefen wir wieder im Labor an. Das Ergebnis läge vor, es müsse aber erst von einer Ärztin frei gegeben werden; dann dürfe sie es uns mitteilen. Boarding wurde aufgerufen. Als die Hälfte aller Passagiere durch das Gate gegangen war, kam für uns endlich der erlösende Anruf, dass wir „negativ“ getestet worden sind. :thumbsup: Erleichtert konnten nun auch wir boarden. Ein Anruf 10 Minuten später und wir wären nicht geflogen. :P
    • Immer noch der 21. September 2020 auf dem Weg nach Piräus

      Und weiter geht es mit der eigentlich viel zu langen Einleitung. Ich hoffe, dass ich Niemanden damit langweile. Aber mir erscheint dies so wichtig, noch mal darzulegen, welche Reiseängste man vor einem Dreivierteljahr mit noch sehr niedriger Inzidenz hatte, im Gegensatz zu heute, wo jeder oder fast jeder meinte, bei einer Inzidenz unter 100 müsste doch alles wieder möglich sein.

      Wir jedenfalls waren nicht gerade ängstlich, aber sehr besorgt. Das zeigte sich schon an zwei Dingen. Heute rennt jeder (weil er/sie muss) mit FFP2 Masken herum. Wir waren für die Reise der Ansicht – wie es auch so erlaubt und vorgesehen war -, dass für das Schiff die medizinischen Masken ausreichen werden, aber für den Flug und insbesondere die Flughäfen würden wir unbedingt FFP2 Masken benötigen. Aber Anfang September letzten Jahres waren diese kaum auftreibbar. Nur durch gute Verbindung zu unserer Apotheke erhielten wir mit 2 Wochen Wartezeit immerhin 4 Masken, die dazu noch sehr teuer waren. Weiterhin wollten wir im Flieger nur unter großem Abstand zu anderen Personen sitzen, weshalb wir Flüge in der Business Class gebucht hatten, was wir für Strecken dieser Länge sonst nie tun würden. Für den Hinflug hätten wir dies absolut nicht gebraucht, da der Flieger – wohl wegen der späten Stunde des Abflugs – auch in Economy nicht groß besetzt war. Beim Rückflug war das anders, sowohl Business als auch Economy waren bis auf den letzten Platz besetzt und wir waren sehr, sehr froh über unsere Masken. Aber auch für den Hinflug hat uns das einen angenehmen Vorteil gebracht – aber dazu später.

      Wie gesagt, der Flieger war nicht einmal halbvoll und in der Business Class saß außer uns, weit entfernt – ein anderer Passagier. Unsere Stewardess, war heilfroh, dass wenigstens wir da waren. Nach einem recht guten Essen und dem Aufräumen aller Essens- und Getränkeutensilien durch die Stewardessen, wurde der unsrigen langweilig, so dass sie das Gespräch mit uns suchte. Auch sie war glücklich, endlich mal wieder fliegen und arbeiten zu dürfen. :* Auch sie war lange Zeit nicht mehr zugeteilt worden. Wir berichteten über unsere Reise, unsere Euch hier schon geschilderten Prämissen und unterhielten uns, wie das wohl jetzt in Piräus weitergehen würde. Wir bedauerten, dass wir uns nicht ins gleiche Hotel einquartiert haben, wie die LH ihre Mitarbeiter. Dann hätten wir bei denen gleich mitfahren können und hätten ein Hotel am Strand gehabt; so hatten wir ein Hotel mitten in Piräus, in Häuserschluchten und durften nicht raus. X(

      Kurz bevor es ans Anschnallen für die Vorbereitung zur Landung ging, kam die nette Stewardess mit einem kleinen Päckchen zu uns und meinte, dass wir dies gebrauchen könnten, wenn wir in unserem Hotel wären. Dies wäre ja nach Mitternacht und es sei weder im Hotel noch sonst wo eine Bar geöffnet. Und dies fanden wir dann vor:



      Da unser Flieger nicht voll war und wir um Mitternacht das einzige Flugzeug in Athen waren, ging am Flughafen alles sehr schnell. Der QR-Test wurde gescannt und der PCR-Test interessierte dort niemand. Unser aus Deutschland geordertes Taxi stand bereit, und los gings nach Piräus. Selbst nachts ohne Verkehr brauchten wir fast eine Stunde. Zwischendurch überholten wir den Bus der Crew, der wir noch winken konnten.

      Am Hotel sah alles hell aber geschlossen aus. Wir klingelten und nichts passierte. Es war ja mittlerweile schon nach eins in der Früh. Der Taxifahrer wartete mit uns, bis dann endlich nach 10 Minuten der Wachmann des Hotels von seiner Runde zurückkam. Dann ging alles den normalen Weg. Im Zimmer angekommen mussten wir erst einmal gehörig durchatmen. Wir sind wirklich weg aus München, wir sind in Piräus, wir sind im Hotel und morgen hoffentlich auf dem Schiff. Welche Freude, dass wir nun zwei Fläschchen Hochprozentiges von der Crew mitbekommen hatten!! :beer: Wir waren im Urlaub angekommen!! Was hatten wir uns auf einen solchen Moment seit einem halben Jahr gefreut!! Wir gingen glücklich ins Bett und freuten uns auf morgen, nein auf heute; es war ja schon fast 2 Uhr. :friends:

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    • ​22. September 2020 Es geht los

      Heute beginnt der erste Urlaubstag, aber mit mehr als einem halben Tag Verspätung. Nach einem guten Frühstück in einem schrecklich ungemütlichen Speisesaal, das fast so hoch war wie groß – und er war groß – mussten wir unser Zimmer bis 11 Uhr räumen. :( Ein langes Warten in der Hotellobby begann; eine Stunde ist verdammt lang, wenn man wartet und nichts hat offen. Kein Getränk an der Bar oder ein Espresso. :sclosed:

      Um 5 vor zwölf – so fühlten wir uns auch – kam das Taxi und brachte uns zum Anleger. Der war doch viel weiter entfernt von der Innenstadt und dem bekannten Hafen, dass wir mit Koffern nicht zu Fuß dorthin hätten laufen können. So waren wir froh, diese Taxi-Tour frei von Spesen erhalten zu haben. :) Vor dem eigentlichen Anleger war ein großes Zelt aufgebaut mit vielen Sitzreihen darin. Wir wurden nett begrüßt, die Koffer gleich abgenommen und erhielten eine Flasche Wasser, die auch bitter nötig war; denn es wurde heiß und heißer. :help: Es hieß weiter warten. Die nächsten Passagiere kamen eine Stunde später. Sie hatten in Athen übernachtet, wo sie aber auch im Hotel bleiben mussten und sich nichts von der Stadt ansehen durften. Dann trudelte so eine halbe Stunde später ein Sechser- oder Achtergespann ein, die mit dem Flieger aus Frankfurt gekommen waren. Gegen 2 Uhr wurden wir vom Bordarzt zum Test gerufen, einem Nasenschnelltest, den man (zumindest wir) damals noch gar nicht kannte. Er bohrte richtig tief in die Nasenhöhle hinein, dass wir dies den ganzen Tag spürten und nach dieser schlimmen Erfahrung lange Zeit keinen mehr in der Nase machen lassen wollten. :pflaster: :ugly: Wieder eine knappe halbe Stunde später, wurde unser Name aufgerufen, uns der negative Test bestätigt :grumble: und wir durften aus dem Zelt in die eigentliche Abfertigungshalle. Zumindest hatten wir dort eine besser funktionierende Klimaanlage. Aber auch hier ging es dann erst weiter, nachdem wohl alle Passagiere in der Halle angekommen waren – eine sehr übersichtliche Zahl. Vermisst hatten wir aus dem Zelt zwei zusammenlebende nette junge Männer. Wie wir später hörten, war der PCR-Test aus Berlin nicht nach Greifswald gegangen, sondern zunächst wo anders verschwunden. Kurz vor Abfahrt des Schiffes hatte sich dann alles aufgeklärt und sie durften dann gerade noch an Bord, sonst wären wir noch weniger gewesen.

      So sahen wir unser Schiff erstmalig aus dem Zelt. Hinter Gittern! War nun das Schiff oder waren wir in Quarantäne.



      Es wirkte so, wie wir uns fühlten.
      Wie wir später hörten, war die World Explorer auf Ihrer ersten Fahrt von Malta nach Athen mit knapp über 60 Passagieren unterwegs. Eine Woche vor Abreise wurde mir auf Anfrage von Nicko mitgeteilt, dass wir ca. 70 Personen seien. Letztendlich – eigentlich unglaublich – waren wir 23 Passagiere bei 90 Frau/Mann Crew. Andere haben im letzten Moment aus Angst oder vielleicht auch wegen der anderen Route abgesagt; allein 16 Passagiere waren darunter, die über DER gebucht hatten und denen von DER eine Teilnahme abgeraten wurde. Somit sollten wir gefühlt auf einer Privatyacht unterwegs sein. :dance:

      Bevor es an Bord ging, wurde alles Handgepäck desinfiziert, wir mussten selbstverständlich die Hände desinfizieren – wie später nach jedem Landgang oder auch jedem Besteigen der Beiboote oder Zodiaks. Wir erhielten vom Schiff eine neue medizinische Maske, wie auch nach jedem Landgang. Wir hätten selbst gar keine Masken mitnehmen müssen. Das Einchecken ging ganz schnell. Der Hotelmanager selbst begleitete uns zu der Kabine. Auch die recht bald kommenden Koffer hatte er begleitet. Also wirklich auf einer Privatyacht?

      Wir begutachteten zunächst einmal die Suite, die wir uns aufgrund des halben Preises gegönnt hatten und waren sehr, sehr zufrieden. Nicht ganz unsere Farben – wir lieben es etwas frischer und heller, aber absolut bestens.



      Bevor wir uns ans Auspacken machten, inspizierten wir erst einmal das Schiff (Natürlich immer mit Maske, die in allen öffentlichen Räumen und Fluren zu tragen war). Da wir ja kein Mittagessen hatten, begaben wir uns auf das Schwimmbaddeck, wo die Bar geöffnet war und es kleine Snacks gab. Oh wie hat das erste kühle Blonde geschmeckt.! Blauer Himmel, weißes Schiff, Bier und Snacks!



      Jetzt ist Urlaubszeit. Urlaubszeit, wie sie kaum ein anderer derzeit genießen konnte. Nur die neben uns liegende „Mein Schiff 6“ und später ein Schiff der Reederei Ponant fuhren im östlichen Mittelmeer. Damals gab es für Deutsche fast nur Urlaub im eigenen Land. Was hatten wir doch für ein Glück – und dieses wollten wir noch ein paar Tage vorher verängstigt nicht ergreifen. Nachdem wir schon das zweite Bier geordert hatten, kamen erst die nächsten 2 Passagiere, um sich in unserer Nähe niederzulassen. Wir empfanden erstmals, dass wir etwas mehr Trubel auch nicht schlecht fänden und nicht nur Privatyacht sein wollten. Nach dem Auspacken gemütlich einen Sekt auf unserem Balkon bis es endlich losging.



      Vorbei an dem Riesendampfer „Mein Schiff 6“, auf den uns keine 10 Pferde bringen würde, ging es aus dem Hafen. Adieu Piräus! Hallo Ägäis!



      Recht bald wurde es aber schon dunkel und wir begaben uns zum ersten Abendessen auf die Terrasse des Restaurants. Zunächst aber Fieber messen, desinfizieren, Händewaschen! Das erste Essen hat uns vorzüglich geschmeckt, so wie wir das bei einem fast 5 Sterne Schiff erwartet hatten. Die Tische waren Corona bedingt weit auseinander gestellt. Kein Ehepaar durfte bei einem anderen sitzen. Dies hat sich zumindest über die Dauer der Reise insofern verändert, dass die Alleinreisenden sich zu anderen dazusetzen durften.



      Wir hatten angenehme laue Seeluft und genossen den ersten Abend auf See ausgiebig.Nur hatte ich gehofft, nah genug an Kap Sounion vorbeizuschippern, so dass man es in Abendstimmung beleuchtet sehen konnte, aber dem war nicht so. Schade! Zumindest war die Tempelruine von Sounion nicht beleuchtet – es fehlten eben die Touristen. Kurz nach Kap Sounion gings dann ab nach Norden. Zumindest durften wir den ersten schönen Sonnenuntergang genießen.



      Am nächsten Morgen stand die Insel Skopelos auf dem Plan.
    • @Balou! Oh, herrlich, ein neuer Reisebericht, war meine erste Reaktion, als ich am Mittwoch begann, Deinen Reisebericht über die Agäis zu lesen.
      Oh, was für einen Stress, die zweite, der ja nun bis zum Betreten Eurer "Privatjacht" anhielt!!! Jetzt sind wir alle ganz gespannt auf die Schilderung Eurer Erlebnisse in Griechenland.
      Ja, und wir sind es ganz besonders !!!!
      Denn, das war der besondere Halleluja-Effekt beim Lesen - Ihr hattet Eure Reise auf der World Explorer, und das ist das Schwesterschiff der World Navigator, auf der wir vor wenigen Tagen ganz kurz entschlossen eine 15tägige Reise auf die Azoren :thumbsup: !!! gebucht haben!!
      Da wir ja immer noch Coronazeiten haben und die geplante Fahrt von Nicko-Cruises ins Nordland ausfallen musste, wurde das funkelnagelneue Schiff - nur wenige Wochen "Lauf"leistung!) für zwei Fahrten auf die Azoren umgeroutet.Alle 9 Inseln sollen besucht werden, Abfahrt ist von Funchal/Madeira bereits am 10. Juni!!! Wir konnten zu einem unschlagbaren Supersonderpreis eine Garantiekabine buchen - hat nicht noch jemand Lust, mitzufahren???
    • @'Saedis' da könnte ich ja fast neidisch werden. Die Azoren stehen auch noch auf meinem Plan und das angebot hatte ich auch gesehen; aber zwei Kreuzfahrten in einem Jahr sind mir/uns zu viel. Da warten wir lieber auf die Arktis.
      Es wird sich auf dem neuen Schiff doch einiges zu der world Explorer verändert haben. Letztere ist eigentlich für den amerikanischen Geschmack gebaut. Ich hoffe, dass es bei Eurem Schiff nicht zu solchen Anfangsschwierigkeiten kommt, wie es die bei der Explorer gab. Bei uns waren die aber schon behoben. Ansonsten würde mich nachträglich interessieren, wie Ihr das Schiff und insbesondere die Crew fandet. Ich will hier meinem Bericht nicht vorgreifen.
    • Also eigentlich dachte ich, dass mich eine Kreuzfahrt in der Ägäis nicht interessieren würde. Völlig falsch gedacht!
      Zunächst hat mich der Krimi im Vorfeld eurer Reise nicht losgelassen und nun habe ich auch richtig Spaß mit euch in der Ägäis unterwegs zu sein. Ich bin so gespannt, zumal ich die Region überhaupt nicht kenne und wohl auch nicht bereisen werde, weil mich der Norden Europas so fasziniert. Um so mehr freue ich mich über dieses Mitreiseangebot.
    • @Ingrid Marie
      ich freue mich, dass Du hoffentlich auch Spaß an der Ägäis haben kannst. Auch diese Region ist spannend und sehenswert. Die Lichtverhältnisse sind so anders und eben auch sehenswert. Und dann noch die andere alte Kultur. Auch wir mögen eigentlich keine Hitze, lieben den Norden mit der Kälte. Aber ab und an auch mal was anderes. :thumbup:
    • Balou wrote:

      @'Saedis' da könnte ich ja fast neidisch werden. Die Azoren stehen auch noch auf meinem Plan und das angebot hatte ich auch gesehen; aber zwei Kreuzfahrten in einem Jahr sind mir/uns zu viel. Da warten wir lieber auf die Arktis.
      Es wird sich auf dem neuen Schiff doch einiges zu der world Explorer verändert haben. Letztere ist eigentlich für den amerikanischen Geschmack gebaut. Ich hoffe, dass es bei Eurem Schiff nicht zu solchen Anfangsschwierigkeiten kommt, wie es die bei der Explorer gab. Bei uns waren die aber schon behoben. Ansonsten würde mich nachträglich interessieren, wie Ihr das Schiff und insbesondere die Crew fandet. Ich will hier meinem Bericht nicht vorgreifen.


      Von den Problemen mit der "Explorer" hatte ich auch gelesen und hoffe, dass die Neukonzeption für die "Voyager" greift. Die ersten Berichte von den ersten Reisen im April waren aber sehr ermutigend und die Bilder vom Schiff einfach toll - Grundkonzept wie bei Hurtigrutens Expeditionsschiffen.
      Wir haben auch eine kurze Weile überlegt, ob wir wirklich zwei Reisen dieser Art und Preisklasse in diesem Jahr ansteuern wollen, und ich hatte immer laut getönt: PCR-Test ? Dann fahre ich lieber nicht... Aber das Reiseziel mit allen (!) Inseln der Azoren, das Gesamtkonzept der Reise und der wirklich unschlagbare Preis im Vergleich mit Mitbewerbern wie Hanseatic nature und Co. ließen uns keine Ruhe. Ich werde berichten, wie's war!
      Jetzt freuen wir uns erst mal auf die Fortsetzung des Ägäisberichts. Übrigens zieht es uns eigentlich auch eher ins Nordmeer, aber Oktober oder April im Mittelmeer ist schon was Schönes für so ältere Knochen wiemeine!
    • @Balou, wie bei allen guten Krimis gibt es auch bei euch eine Phase, in der sich die Beteiligten in Sicherheit wähnen, hoffentlich nicht nur in scheinbare. ;) Ein bisschen neidisch werde ich schon, wenn ich mir vorstelle, wie ihr auf eurer Fast-Privatyacht durch südliche Gefilde kreuzt. Bin gespannt, wie es weitergeht zu mir unbekannten Zielen!

      Viele Grüße
      omlia :)

      Reiseberichte im Profil
    • ​23. September 2020 Skopelos

      Die Nacht war ruhig und deshalb schlafreich. Ich hatte dies nicht erwartet; denn am Wochenende zuvor raste ein Orkan über Griechenland, der insbesondere den Westen Griechenlands ins Mark getroffen hatte. Meine Segelfreunde wollten ursprünglich am Samstag von Lavrion (östlich von Athen) lossegeln. Noch nie hatte uns schlechtes Wetter daran gehindert. Dieses Mal sind sie 2 Tage im Hafen geblieben und das bei 3 Skippern an Bord.

      Wir hatten nun Mittwoch und das Wetter hatte sich beruhigt, obwohl die Wind-App immer noch guten Wind auf See anzeigte. Aber die Wellen waren angenehm. Morgens wachten wir bei Sonnenaufgang auf und lagen schon vor dem Hafen Skopelos der gleichnamigen Insel.



      Und nun begann der tägliche Stress der Reise. Wir fanden das letztendlich am Schluss der Reise wirklich Stress. Die Destinationen waren für ein Inselhopping von 14 Tagen doch sehr, sehr kurz. Das Schiff verließ im Allgemeinen am späteren Nachmittag die Destination und fuhr in Richtung des nächsten Ziels. Wenn es dunkel wurde, irrte man Zickzack fahrend auf dem Meer umher, um dann pünktlich in der Früh beim Ziel zu sein. Das bedeutete aber auch, alle Ausflüge begannen spätestens morgens um 9.00 Uhr. Das werden viele schön finden; wir nicht! =O Für uns hieß das spätestens um 7 Uhr aufstehen; kein Unterschied zu zuhause.

      Das Frühstück war das schlimmste Opfer an die Pandemie. Was wir zunächst als schön empfunden haben, entpuppte sich später als Graus. Es gab kein Frühstücksbuffet, sondern man wurde am Tisch bedient. Es gab zwei kleine Karten, aus denen man bestellen konnte. Für maximal 7 Tage ja ganz in Ordnung; aber 14 Tage lang war die Abwechslung dann doch gering. Außerdem stellte sich beim Frühstück heraus, dass das eigentlich sehr nette Personal absolut unprofessionell war. Bei 23 Passagieren und gut 15 Frau/Mann beim Service konnte man sich in 14 Tagen nicht merken, dass wir Teetrinker sind und anderes mehr. Worüber wir uns jedenfalls nie beschweren konnten, war die Hygiene. Diese wurde streng von Mannschaft und Passagieren eingehalten; auch wenn es manchmal lästig war. Kleine Nebenbemerkung dazu: aufgrund der Hygienevorschriften, waren die allgemeinen Toiletten alle geschlossen. Jeder durfte nur die Toiletten in der eigenen Kabine benutzen. Das war vom Restaurant manches Mal ein langer beschwerlicher Weg.

      Bevor wir nach Skoplelos ausschifften, machte ich noch schnell ein Spiegelbild des Ortes:



      Für Skopelos hatten wir über ein Landausflugsprogramm eine Führung gebucht. Wir hatten einen sehr guten Guide, der uns das Auf und Ab innerhalb des Ortes als nicht zu beschwerlich erscheinen ließ. Hier ein paar Eindrücke von dem sehr malerischen Ort:









      Eine Bougainvillea durfte genauso wenig in diesem sehr malerischen Ort fehlen, wie für uns Hundebesitzer eine Katze.
      Zum Schluss kehrten wir noch am Hafen in eine herrliche Taverne ein, wozu wir eigentlich keine Lust hatten, da wir keinen Hunger verspürten. Es stellte sich aber heraus, dass wir vorzüglich mit griechischen Vorspeisen versorgt wurden, die herausragend köstlich waren. Leider habe ich mir den Namen der Taverne nicht gemerkt, da ich damals ja nicht wusste, dass ich heute darüber schreiben würde. :lol:
      Es gab so viel, dass das Restaurant die Reste, die nicht berührt wurden, für die Crew an Bord mitgab, die sich riesig freute. :dance:
      Zu Mittag zurück an Bord:



      Skopelos wurde berühmt durch die Verfilmung von ABBA’s „Mamma Mia“ mit Meryl Streep. Hierüber wurde uns dann stundenlang berichtet. Da das Schiff sehr viel Zeit hatte, die nächste Insel „Skiathos“ anzufahren (bei der ursprünglichen Route am gleichen Tag; bei der neuen Route wurde dies auf 2 Tage gestreckt), fuhren wir langsamst unter Land und dabei dicht an der Mama Mia Kirche „Agios Ioannis sto Kastri“ vorbei, wo geheiratet wurde. Normaler Weise der Ausflugsort auf der Insel, und heute war aus der Ferne vom Schiff nur ein Auto zu sehen.



      Leider fuhren wir nicht so nah daran, dass man die Kirche gut sehen konnte. Eigentlich hätte sich dies für eine Zodiakfahrt angeboten, was aber nicht vorgesehen war. Also stellten wir erneut fest, dass wir auf keiner Privatyacht sind.

      Abend wurde uns dann in der Lounge die Crew vorgestellt.



      Und einen schönen Sonnenuntergang gab es auch

    • @Balou
      Mit großem Interesse verfolge ich deinen Reisebericht in südliche Gefilde- wobei wir inzwischen den Norden bevorzugen, aber in jungen Jahren (1970iger Jahre) habe ich mich auch in diesen historisch interessanten Gefilden bewegt, aber natürlich nicht auf Kreuzfahrt.
      Ich bewundere euren Mut, diese Reise unter solchen Corona-Bedingungen anzugehen, läuft mir doch ab und zu ein leichter Schauer über den Rücken. Ich bin auf die Fortsetzung gespannt und vor allem dein Fazit.
      Wir sind altersbedingt schon 2x Covid- Geimpfte und sind gespannt ob und wie, die für Ende August und Oktober 2021 gebuchten Schiffsreisen, stattfinden.
    • Balou wrote:

      wie später nach jedem Landgang oder auch jedem Besteigen der Beiboote oder Zodiaks

      ...was wir uns ja von Hurtigruten schon seit Jahren gewöhnt sind ;)

      Balou wrote:

      konnte man sich in 14 Tagen nicht merken, dass wir Teetrinker sind

      Ohwe - da habe ich auch schon Leute erlebt, die sauer wurden, weil sie an einem Tag Tee tranken, aber am nächsten lieber einen Kaffee, aber der Steward jetzt auf das eine Getränk programmiert war und nicht gefragt hatte :whistling:
      Jan09 FM B-K ~ Jan10 NL B-K-B ~ Jan11 FRAM (Antarctica) ~ Apr11 NN B-K-B ~ Mrz12 LO B-K-B ~
      Jan13 LO B-Alta ~ Feb14 KH B-K ~ Jan16 LO B-K-B ~ Feb18 LO B-K ~ Jan20 LO B (T)-Alta-B

      Reiseberichte siehe Profil !

    • @Arctica
      So ganz stimme ich Deinen Bemerkungen nicht zu. Ich kann mich bei Hurtig nicht erinnern, dass beim Einchecken jemals unser Handgepäck desinfiziert wurde. Masken wurden sowieso nicht gestellt außer vielleicht 2020, was ich nicht weiß. Ich weiß aber aufgrund der Videos in 2020, dass an Deck keine Masken getragen wurden. Hier auf der World Voyager war das Pflicht, es sei denn man saß an einem der Tische der Bar.

      Und zur Professionalität des Service (Stichwort Teetrinker) sind wir unterschiedlicher Ansicht. Bei den Schiffen von Hurtigruten hätte ich ein solches Ansinnen nicht gehabt. Hier waren wir aber auf einem Schiff, dass in einem 5 Sterne Niveau fahren will, dazu noch sehr klein und bei uns kam noch fast eine Servicekraft auf einen Passagier. Tut mir Leid, da erwarte ich anderes. Außerdem darf ich die Güte des Schiffes oder des Service nicht an dem endgültig gezahlten Preis bemessen, sondern danach, wie die Reise ausgeschrieben war - und dies waren Preise von oberhalb 4-Sternen.
    • Ich bin sehr gespannt, wie das auf unserer Reise im Juni gehandhabt werden wird. Insgesamt hat man sich an das Maskentragen ja zähneknirschend gewöhnt, ob wohl es für mich persönlich weiterhin ein Ausschlussgrund ist, einfach mal in die Stadt bummeln zu gehen ( was ich ohnehin nicht oft mache, ich shoppe lieber nach Büchern und Kreuzfahrten... :rolleyes: ) . Aber an Deck eines Schiffes mit wahrscheinlich wenig Mitreisenden, vielleicht bei munterem Seewind und Sonnenschein eine Maske tragen zu müssen, würde meinen Spaß an dieser Fahrt deutlich einschränken.
      Ganz sinnvoll fand ich noch die Regelung bei unserer Flusskreuzfahrt von Phoenix: in engen Gängen und auf dem Weg zum Platz im Restaurant Maske, auf dem Sonnendeck ohne. Auch sind wir durch unser fortgeschrittenes "Greisen"alter 2x geimpft.
      Und nachdem ich jetzt einige "Horror"stories von den ersten Versuchen von World Explorer/ World Voyager zu einer Seefahrt 2019/20 und der mangelhaften Qualität des Schiffsbaus, der Kulinarik und des Service gelesen habe ( jaja, das Internet ist reizvoll, aber nicht immer sachlich - ein Grund, warum ich die Berichte im Hurtigforum so schätze!! :thumbsup: ) , bin ich noch gespannter, aber auch entspannt für unsere eigenen Erfahrungen.
    • @Saedis ich gehe davon aus, dass bei der Situation heute mit Doppelimpfungen, besseren Tests etc. ein Tragen der Masken auf Deck nicht mehr erforderlich ist. Wir waren damals absolute Exoten. Es fuhr nur Hurtig auf der klassischen Strecke, Mein Schiff 6 und wir. Eine Woche später noch ein Ponant-Schiff. Es durfte einfach kein Fehler passieren. Mit der World Voyager zu den Azoren wird sicherlich was wunderschönes.
    • ​24. September 2020 Skiathos

      Wir liegen auf Reede am frühen Morgen. Ab 9 Uhr wird ausgeschifft. Vom Wasser aus ein verwunschener schöner Ort und zunächst auch nicht groß erscheinend. Aber dann doch ganz was anderes als Skopelos.



      Der Ort zieht sich dann doch wahnsinnig in die Länge und ist ein absolut ausgestorbener Touristenort. Es tummelten sich außer uns doch tatsächlich ein paar weitere Touristen dort herum; aber diese verloren sich in den vielen typischen südländischen Andenken- und Klamotten Einkaufstraßen. Deshalb hab ich auch keine Fotos gemacht. Wir haben den Ort zwei Stunden durchwandert mit einem kleinen Getränk am Hafen und sind gerne wieder auf das Schiff zurück. Eine schöne Situation habe ich dann doch noch mitgenommen:



      Ansonsten war das Schönste für uns an Skiathos die Bootsfahrt vom Schiff zum Hafen und zurück. Da gab es wunderschöne Blicke.





      An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es wirklich gravierende Nachteile hatte, nur mit so wenigen Passagieren an Bord gewesen zu sein. Seitens Nicko wurde ein vorweg buchbares Landpaket angeboten, welches wir auch gebucht hatten. Von den restlichen nur auf dem Schiff buchbaren Landausflügen fand nur der m nächsten Tag zu den Meteora Klöstern statt. Da hatten sich 13 Personen angemeldet. Bei allen anderen Ausflügen gab es nur Meldungen von 3 bis 8 Personen. Die Veranstalter vor Ort kamen aber nur ab ca. 15 Personen – selbst zu dieser touristenlosen Pandemiezeit (anders als bei @Jade68 in Tromsö ). So war eigentlich auch eine Inselrundfahrt auf Skiathos angeboten, die aber aus vorgenannten Gründen nicht stattfand. In einen öffentlichen Bus zu steigen, war uns zu riskant, da das Schiff schon gegen halb zwölf die Reede verlassen wollte. Es gab unser jüngeres Männerpaar, das sich ein fast überall anmietbares Quad nahm und über die Insel fuhr. Die waren von der Insel und den Badestränden begeistert.

      Wie gesagt, verließen wir noch vor dem Lunch die Insel. Wir genossen dann von unserem Balkon die kleinen Inseln.



      Gegen Abend begegnete uns dann noch ein Drache – oder ist es doch ein übergroßer Seehund?



      Über Nacht fuhren wir dann ans Festland nach Volos.
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