Mit dem Auto unterwegs in Norwegen, Teil 2, 03. – 20.07.2017

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    • Mit dem Auto unterwegs in Norwegen, Teil 2, 03. – 20.07.2017

      Neues Jahr, neuer Abschnitt bei meinem Projekt der Hurtigrute an Land zu folgen. Mein Zuhause auf dieser Reise ist wieder mein Caddy mit dem im Teil 1 beschriebenen Ausbau.

      Auch diesmal ist wieder der Weg das Ziel. Für die Anreise nach Molde habe ich schon einige Idee, Außerdem ist ein Treffen mit einem Freund geplant, der sich schon auf der Rückreise befindet an. Bedingt durch den Fahrplan der Hurtigrutenschiffe werde ich dieses Mal auch mehr Schiffe zu sehen bekommen und sogar eines besuchen, doch dazu später mehr.

      Schön, wenn ihr wieder mitkommt und euch überraschen lasst, was ich auf dieser Reise so erlebt und entdeckt habe.

      Meine weiteren Reiseberichte:
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    • Dann will ich mal nicht so sein und schiebe gleich den ersten Tag hinterher.

      Tag 1: 03.07.2017: Zuhause – Kiel (477 km)


      Es geht wieder los! Wegen der Baustellen zwischen Bremen und Hamburg bzw. Hamburg und Kiel mache ich mich früher auf als sonst. Mir fällt auch nichts mehr ein, was ich vergessen habe könnte. Beim Losfahren höre ich ein komisches Geräusch hinter mir, kann es aber nicht zuordnen. Beim Fahren kreisen dann die Gedanken um dieses Geräusch und damit kommt mir dann auch eine Idee: Es könnte ein abgenutzter Puffer zwischen den Blattfedern der Hinterachse sein. Auf dem Parkplatz in Kiel bestätigt sich mein Verdacht: ein Puffer ist komplett abgerissen.

      Im Terminal nennt man mir einen VW-Händler, der mich dann zum Nutzfahrzeugebereich weiterleitet.

      Erst erstehe ich zwei Puffer (zur Sicherheit) und dann montiert mir ein netter Mechaniker beide Puffer, da die beiden Puffer noch verschraubt sind. Die Schrauben lassen sich nicht mehr lösen und so flext er die Schrauben auf beiden Seiten ab. Die neuen Puffer werden nur durch die Löcher gezogen.

      Zurück am Hafen habe ich noch Zeit in die Stadt zu gehen. Es fängt an zu regnen und der Checkin dauert ewig.

      Schnell etwas essen und dann zum Ablegen nach draußen. Tolle Lichtspiele mit dunklen Wolken und einzelnen Lücken, durch die die Sonne scheint. Bis Laboe bleibe ich draußen.



      Der Anfang ist gemacht, das merkwürdige Geräusch gefunden und behoben. Die Wettervorhersage für mein erstes Ziel sieht bis Donnerstag gut aus.
    • Schön, dass ihr wieder dabei seid. Nehmt Platz, rückt ein bisschen (natürlich nur virtuell) zusammen,macht es euch gemütlich. Heute steht uns eine lange Strecke bevor:

      Tag 2: 04.07.2017: Göteborg – Maurvangen/Gjendesheim (581 km)

      Nach einer ruhigen Überfahrt und einer erholsamen Nacht erreichen wir am frühen Morgen den Schärengarten vor Göteborg. Hier begegnet uns die Stena Danica auf ihrer Fahrt nach Frederikshavn in Dänemark.



      Kurz vor 10 verlasse ich den Fährhafen und es geht über die Umgehungsstraße in Richtung Norden. An der norwegischen Grenze werden alle Autos durch den Zollhof geleitet, allerdings werde ich diesmal nicht angehalten. Sonst ist man als ausländischer Alleinfahrer im Caddy wohl mindestens verdächtig, wie ich auf anderen Fahrten schon erfahren durfte. Da am Operntunnel in Oslo gearbeitet wird, geht es über den Ring 3 um die Stadt herum. Mittagspausenziel ist wieder IKEA in Slependen.

      Weiter geht es über die E16 über Hønefoss nach Fagernes. Hier biege ich dann auch die 51 ab, die mich nach Beitostølen bringt. Nach einem kurzen Einkauf genieße ich anschließend die letzte Etappe der Fahrt über die Valdresflya nach Maurvangen. Unterwegs kann ich eine Fotopause nicht vermeiden.



      Maurvangen ist in vielen meiner Urlauben eine feste Station. Meist am Ende, manchmal aber auch am Anfang der Tour. Die Natur hier im Jotunheimen, mit dem fantastischen Blick auf den Besseggengrat und den vielen Wandermöglichkeiten u.a. im Jotunheimen-Nationalpark, zieht mich immer wieder hierhin.

      Hier treffe ich einen Freund, der sich schon auf dem Rückweg befindet. Wir haben uns hier verabredet, um ein paar Tage gemeinsam zu verbringen. Er ist mit einem VW-Bus unterwegs, in dem ich mit ihm auch schon auf einigen schönen Touren unterwegs war.

      Kurz vor Mitternacht muss ich noch die tolle Lichtstimmung fotografieren, bevor es dann in mein eigenes Auto geht.

    • Tag 3: 05.07.2017: Hulderstiegen (29 km)



      Die Nach war kalt! Frühstück gibt’s im VW-Bus. Um 11:30 fahren wir mit meinem Caddy zum Hulderstigen (rund 15 km nördlich an der 51).

      Hulderstigen ist ein rund 5,5 km langer Natur- und Kulturpfad. Entlang des ausgeschilderten Weges gibt es Informationstafeln, die über die lokale Natur und Kulturhistorie informieren.



      Auch wenn ich hier keinen Elch sehe, so gibt es doch Beweise für ihre Anwesenheit.



      Ungefähr auf der Hälfte des Weges gibt es einen Rastplatz direkt am See. Hier gibt es auch ein Gästebuch für die Wanderer.



      Auf dem weiteren Weg muss man etwas aufpassen, da die Markierungen nicht immer sofort auffallen.

      Zurück am Campingplatz machen wir uns zu Fuß auf und laufen bis zum Gjendesee. Am Kiosk Gjendeosen legen wir eine Kaffeepause ein und genießen einfach das tolle Wetter und den fantastischen Ausblick.

      Das im Reisebericht von 2016 erwähnte neue Fährschiff „Kåre Johan“, benannt nach dem Kapitän der dritten Generation auf den Gjendebooten, versteckt sich etwas hinter der „Gjendine“.



      Den Rest des Tages verbringen wir mit Essensvorbereitungen und lesen.

      Tag 4: 06.07.2017: Sognefjell (263 km)

      Laut Thermometer soll es heute Nacht -1° C gewesen sein! Bei strahlendem Sonnenschein sitze ich später aber mit offener Tür und im T-Shirt und warte, bis sich im Nachbarbus etwas rührt.

      Nach dem Frühstück brechen wir auf nach Lom, kaufen uns in der örtlichen Bäckerei etwas für das Mittagessen. Weiter geht die Fahrt hinauf auf das Sognefjell. Der Himmel ist zwar inzwischen bedeckt, aber trocken und so sitzen wir hinter der Mauer des Rastplatzes auf dem Fjell und genießen unsere Leckereien aus der Bäckerei.



      Zurück in Lom kaufen wir ein, was wir für die nächsten zwei Abendessen brauchen. Dann geht es zurück nach Maurvangen. Den Abend verbringen wir mit Kochen, Lesen und Reden.
    • Tag 5: 07.07.2017: Bygdin, Beitostølen (67 km)

      Nach dem gemütlichen Frühstück machen wir uns erst mittags auf den Weg nach Bygdin. Es ist bedeckt, aber trocken.



      Entlang des Sees laufen wir bis Bygdisheim (3 km) und wieder zurück.

      Wir fahren dann weiter nach Beitostølen. Hier essen wir etwas zu Mittag. Ansonsten tanke ich meinen Wagen für die nächsten Tage und schließlich kaufen wir noch Lebensmittel ein.

      Auf dem Campingplatz machen wir es uns gemütlich und verbringen den letzten gemeinsamen Abend.
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    • Tag 6: 08.07.2017: Maurvangen – Loen (220 km)

      Der neue Tag ist recht grau und auch etwas feuchter. Nach dem gemeinsamen Frühstück trennen sich unsere Wege. Mein Weg führt zunächst nach Lom. Vor der Bäckerei erwartet mich eine lange Schlange. Ich warte und bekomme dann ein paar Leckereien und Brötchen. Auch im Supermarkt decke ich mich für die nächsten Tage ein. In der Fossheim-Cafeteria gönne ich mir einen leckeren Fossburger.

      Da mich nichts hetzt, laufe ich hinüber zum Museum und stöbere durch den Museumsshop. Auch der Kirche statte ich einen Besuch ab.



      Da es nun etwas feuchter wird, gehe ich zurück zum Auto und startet zur nächsten Etappe nach Stryn. Beim Grotli Høyfjellshotell biege ich ab auf die holprige 258. Hier geht es an Schneefeldern und -wänden bei 4,5°C vorbei bis zum Sommerskigebiet. Ein großer Teil der Strecke liegt in den Wolken. Hinter dem Skigebiet geht es bergab und damit wird die Sicht auch wieder klarer.



      Über die Serpentinen geht es hinunter zur 15, der ich dann bis Stryn folge. Jetzt geht es über die FV60 in südlicher Richtung nach Loen. Hier sehe ich schon die neue Gondelbahn, mit der ich morgen fahren möchte.

      Am Lovatnet finde ich meinen Campingplatz für die Nacht. Nachdem Abendessen mit den Leckereien aus Lom starte ich noch zu zwei Spaziergängen am See entlang.

    • Tag 7: 09.07.2017: Loen – Nordfjordeid – Hellesylt – Geiranger (141 km)

      Am Morgen nieselt es immer mal wieder. Bessert sich dann aber, sodass ich am Plan für heute festhalten kann. Es geht zurück nach Loen, zum Skylift, der gerade erst 2017 fertiggestellten Gondelbahn. Mit der 1.530 m langen Bahn wird eine Höhe von 990 m überwunden.

      Da ich erst 2 Minuten nach 10 mit meiner 485 NOK teuren Karte am Lift bin, muss ich noch eine halbe Stunde warten. Dann geht es aber mit 7 m/s nach oben. Die zwei Gondeln tragen die Namen Hugin und Munin. Hugin und Munin waren zwei Raben, die über die menschliche (Midgard) und die göttliche Welt (Asgard) flogen und beobachteten was gesagt und getan wurde. Wenn die Dämmerung sich näherte, kehrten sie auf Odins Schultern zurück und flüsterten ihm zu, was sie beobachtet hatten. Deshalb, so sagte man, war Odin der Weiseste unter ihnen.

      Der Blick weitet sich immer mehr, je höher wir kommen.



      Auf dem Plateau sind einige Wege angelegt. Ein großes Hufeisen ist ein begehrtes Fotomotiv.



      Von oben hat man einen tollen Blick auf den Lovatnet, an dem ich die letzte Nacht verbracht habe, den Ort Loen, mit seinen großen Hotels und den Invikfjord, der über den Nordfjord bei Måløy ins offenen Meer fließt. Ich habe Glück, dass die Wolkendecke so hoch liegt, dass man in die Täler hinunterschauen kann und auch immer mal wieder Sonnenstrahlen durch die Wolken brechen und die Landschaft beleuchten.



      Den Tag haben sich auch einige Gleitschirmflieger ausgesucht und starten unterhalb der Bergstation hinunter ins Tal.



      Über Stryn fahre ich weiter zur Panoramaroute 613, entlang des Nordufers des Innvik-/Utfjorden. Unterwegs folge ich einem Hinweis zum Tvinnefossen. Da ich einen Hinweis verpasse, fahre ich engste Sträßchen nach unten zum Ufer. Am Kai in Hopland drehe ich dann um.



      Nun also wieder die engen Straßen hinauf. Dann sehe ich auch den verpassten Wegweiser zum Wasserfall. Dabei übersehe ich allerdings den Pfeil zum Parkplatz an der Schule und stehe so in der Sackgasse auf einem Bauernhof. Hier steckt schon ein Finne mit seinem Wohnmobil fest. Also muss ich mehrere 100 m rückwärts dem schmalen Weg bis zur Schule zurückfahren. Puh!

      Leider ist der Ausblick nicht so gut, da sich das Wetter nach dem Skylift ziemlich zugezogen hat. So gibt es auch kein Foto.

      In Nordfjordeid geht es über die FV15 nach Osten und durch das Horningdal und Langedalen nach Hellesylt. Hier ist gerade Volksfest mit Bühne, vielen Ständen und sogar einigen Kirmesgeschäften.



      Mit der Fähre geht es dann von Hellesylt nach Geiranger . Bis auf wenige Tropfen bleibt es bei der Fahrt durch den Geiranger trocken.



      Im Vergleich zu meinem Aufenthalt mit der Fridtjof Nansen im Geiranger im Juli 2020 ist hier richtig was los. Neben der Fähre kommen uns auch die Arcadia, Mein Schiff 1 und Azamara entgegen, die ihre Liegeplätze in Geiranger gerade räumen.



      Schnell geht es vom Anleger zum Campingplatz. Später am Abend laufe ich noch einmal durch den inzwischen ruhigen Ort, esse ein Eis und vertrödele so die Zeit.
    • Tag 8: 10.07.2017: Geiranger – Åndalsnes (91 km)

      Heute sieht das Wetter besser aus. Nach dem Frühstück gehe ich mit der Kamera durch den Ort Geiranger . Ein Kreuzfahrer nutzt den ausklappbaren Kai. Auch hier gibt es zwischen Campingplatz und Ort eine richtige Bäckerei. Den Zimtschlangen kann ich auch hier nicht wiederstehen.



      Heute folge ich der Goldenen Route von Geiranger nach Åndalsnes. Los geht es den Ørnesvegen, den Adlerweg, hinauf. Der Name leitet sich davon ab, dass der oberste Teil durch ein Adlerrevier führte. Am Parkplatz Ørnesvingen, der Adlerkurve, mache ich eine kurze Fotopause. Ein Bus hat mich eingeparkt und ich muss mich da sehr vorsichtig rausrangieren.



      Weiter geht es durch den schönen Sonnenschein nach Eidsdal. Die Fähre kommt bald und es geht hinüber nach Linge und von dort hoch auf den Trollstigen . Meist kommt ich auf der Rückfahrt, so wie im Reisebericht von 2016 beschrieben, von Åndalsnes und fahre nach Geiranger und so ist es ungewohnt die Strecke in der anderen Richtung zu fahren.



      Oben klappere ich die üblichen Fotopunkte auf den Aussichtsplattformen ab und gönne mir ein leckeres Mittagessen.



      Bergab geht es hinter einem Reisebus her. Als wir die Serpentinen hinter uns haben, gibt es einen Stau, der länger braucht bis er sich auflöst, da ein Wohnmobil sehr umständlich rangieren muss, um den entgegenkommenden Bussen und Autos Platz zu machen.

      In Åndalsnes sehe ich gleich am Kreisverkehr den Einstieg zum Wanderweg „Rampestreken“ zu einer Aussichtplattform weit oberhalb von Åndalsnes. Ich parke auf einem großen Parkplatz ohne Zeitbeschränkung und mache mich auf.

      Am Hinweisschild zur Route bekomme ich den Hinweis es sei schon sehr steil. Ohne den Anspruch wirklich bis ganz nach oben zur Aussichtsplattform zu kommen, laufe ich einfach los und folge den roten „T“s.



      Anfangs über zwei Stahlrampen, geht es dann über Waldboden mit vielen Wurzeln und Steinen weiter. Nach rund 100 Höhenmetern steht eine kleine offene Hütte mit Bänken und Tisch.



      Am Schild mit dem Hinweis 200 von 500 Höhenmetern gebe ich auf, da es jetzt wirklich steiler wird. Man muss ja nichts riskieren. Also drehe ich um.



      Unten angekommen drehe ich noch eine Runde durch die Stadt. Nachdem ich letztes Jahr noch nichts mit dem Neubau am Hafen anfangen konnte, bin ich inzwischen schlauer und weiß, dass es das neue Gipfelmuseum ist. Dieses Museum will ich dann morgen erkunden. Nach einem leckeren Softeis und einem kleinen Einkauf fahre ich aus dem Ort hinaus zum Campingplatz.

      Den Abend nutze ich zum Spaziergehen, Lesen und Planen der nächsten Tage.

    • Tag 9: 11.07.2017: Åndalsnes – Molde (84 km)

      Der Tag fängt langsam an. Nach dem gemütlichen Frühstück geht es zum Parkplatz auf der Rückseite des Bahnhofs und von dort zum Gipfelmuseum (Tindecenter). 140 NOK Eintritt sind ganz schön happig. Dafür gibt es einen Film (schöne (Flug-)Aufnahmen über die Aktivitäten in und um Åndalsnes) und eine nette Märchengeschichte (Kind trifft Bergtroll).



      Auf der ersten Etage ist die eigentliche Ausstellung zur Geschichte der Wanderungen im Romsdal. Hauptsächlich geht es um das verwendete Material. An Videotischen und Fernsehern kann man sich Videoclips zu Aktivitäten, Geschichte usw. aufrufen. Man kann auch in ein Biwakzelt kriechen. Abschließend gehe ich den Kletterturm, der in der steilen Spitze des Museums untergebracht ist. Dort ist aber leider nichts los.



      Nach einem kleinen Stadtrundgang gönne ich mir noch ein Mittagessen in der Cafeteria des Tindecenters. Dann geht es zurück zum Auto.



      Über die RV 64 starte ich in Richtung Molde . Später biege ich ab auf die 618, die mich zur Stabkirche in Rødven bringt. Eine junge Frau ist anwesend, die mich durch die Kirche führt und mir viele kleine Details erklärt.



      Zurück zu FV64 und weiter geht es zur Fähre Åfarnes-Sølsnes, die auch schon bald ablegt. Weiter geht es als Kolone. Alle haben wohl das gleiche Ziel. Es geht über eine Brücke und durch einen Tunnel. Nun ist es nicht mehr weit. In Molde folge ich einem Wegweiser zum Romsdalmuseum, wodurch ich das Zentrum umgehe.

      Zuerst lande ich im Freiluftmuseum. Nicht viel los dort, bis ich etwas von Volkstanz höre. Eine Reisegruppe kommt, für die eine Kindergruppe kleine Volkstänze aufführt.



      Schnell besorge ich mir im Hauptgebäude eine Eintrittskarte und kehre schnell wieder zurück zum Freiluftbereich. So sehe ich noch einige Tänze und kann ein paar Fotos machen.



      Durch die Reisegruppe sind nun auch einige Gebäude geöffnet. So auch die Kapelle. Sie wurde hier selbstgebaut, da es bisher keine historische Kapelle gab, die man hier aufstellen konnte. Eine Führerin erklärt alles ausführlich. Auch wenn ich sonst vermeide Reisegruppen zu begegnen, so hatte es hier doch eindeutig Vorteile.



      Da ich nun mehr Zeit habe, schlendere ich durch die Hauptstraße vom Freiluftmuseum, die Stadthäuser aus der Vorkriegszeit in Molde zeigt, zum 2016 eröffneten Museumsgebäude zurück.



      Dort schaue ich mir dann die zwei Ausstellungen an. Im Gegensatz zu heute Morgen sehr schön gestaltet, mit vielen Gegenständen und groß projizierten Fotos auch ohne die Erklärungen auf Norwegisch zu verstehen sind die Inhalte gut aufzunehmen.



      Damit bin ich dann wieder auf "der Rute", der ich nun die nächsten Tage nicht ganz so hurtig folgen werde.
    • @Baldur, danke, dass du mir diesen Teil Norwegens zeigt. Den kenne ich bisher nur vom Schiff aus. Sowohl das Tindsenter als auch das Freilichtmuseum in Molde sehen aus wie moderne Kirchen. Es heißt ja auch, dass die Museen die Sakralbauten der heutigen Zeit sind. ^^
      Am Tag 4 deiner Reise bist du über die spektakuläre Sognefjellstraße gefahren. Hat die dich auch so beeindruckt wie mich?
      Der riesige Felsblock, der wie ein Bilderrahmen in der Landschaft liegt, war übrigens die erste Skulptur auf den neuen Landschaftsrouten. Wie mir ein Norweger dort oben erzählte, kommt der Felsblock aus einem Steinbruch in Larvik. Weil er aber zu schwer für den Transport über die Straße war, hatte der Künstler die Idee, ihn "auszuhöhlen". Ob das stimmt, oder ob es doch der urspüngliche Entwurf war, weiß ich nicht. Das Ergebnis ist jedenfalls sehr beeindruckend. :thumbsup:

      Viele Grüße
      omlia :)

      Reiseberichte im Profil
    • @'omlia': Die sakralen Museen sind in der Tat sehr beeindruckend. Ebenso die Sognefjellstraße, die ich schon zu verschiedenen jahreszeitenbefahren konnte. ganz früh im Frühjahr, im Sommer und auch im Spätherbst. Zu allen Zeiten beeindruckend. Beide Richtungen haben ihre tollen Ausblicke in alle Richtungen. Nimmt man dann noch die Abstecher zur Juvashytta oder nach Spitterstulen, so kommt man auch mit dem Auto ins Herz von Jotunheimen und kann hier zu tollen Wanderungen, u.a. auf den Galdhoppigen und das Glittertind, aufbrechen.

      @MD800: Leider wurde die Liegezeit der Schiffe in Molde ja wieder geändert, womit dann auch der Ausflug ins Museum, aber auch ein ausführlicherer Stadtrundgang wieder wegfällt.

      Tag 10: 12.07.2017: Molde – Bud (113 km)

      Ein durchmischter Tag erwartet mich. Sonne, Regen, Kalt, Warm. Auf dem Weg zum Varden regnet es, netterweise hört es oben auf. So kann ich einige Fotos von verschiedenen Aussichtpunkten machen.



      Auf dem Weg nach unten lande ich genau an der Einfahrt zum unterirdischen Parkhaus. In mehreren Tunnelröhren sind die Parkplätze untergebracht. Leider regnet es als ich wieder das Licht der Welt erblicke. Ich stehe direkt hinter dem Rathaus und gehe daher gleich die Treppe zum Rosengarten auf dem Rathausdach hinauf.



      Da im Dom gerade eine Beerdigung stattfindet, gehe ich zunächst etwas planlos durch die Stadt: Rosenmädchen, Jazzgutten, Hafen, Torget, Askerstadion, Hotel Seilet, starker Regen!, Torget, Essen, warten, Einkaufen, Auto, Trocken.



      Schließlich habe ich doch noch die Gelegenheit in die Kirche zu gehen.



      Innen sehr schön und schlicht gehalten, aber schöner Altarraum und das gegenüberliegende Fenster über der Orgel.

      Mehr fällt mir bei dem Wetter zu Molde nicht ein, also zurück ins Parkhaus und auf nach ... eigentlich war „nur“ Aukra geplant. Am Abzweig fahre ich aber kurz entschlossen nach Bud, was auch mal mein ursprünglicher Plan war. Dafür fahre ich noch eine Schleife über Eide und lande dann im Plus Camp Bud.

      Kurz nach 17 Uhr marschiere ich los in den Ort. Mein Weg führt mich geradeaus zum Bud-Museum und dem Ergan Kystfort. Von hier oben hat man einen tollen Ausblick auf die Hustadvika . Von Norden her kommend biegen hier die Schiffe der Hurtigruten von der Hustadvika nach Süden in Richtung Molde ab.

      Das Museum hat nur von 10-17 Uhr auf, also werde ich hier morgen nochmal hinfahren. Für die MS Nordlys ist es noch zu früh, also nochmal runter in den Ort und bis auf die Mole hinaus, dann langsam wieder zurück.



      Oben im Kystfort warte ich dann geduldig, bis die Nordlys sich langsam nähert und dann um die Ecke fährt.



      Ich komme mit einem Norweger ins Gespräch. Er lebt meist hier auf dem Campingplatz, während seine Frei in Ulsteinvik arbeitet. Abends kommt er immer hierhin, um das Hurtigrutenschiff zu beobachten. Heute Abend war seine Frau etwas besorgt, weil sie ihn ohne Hund auf der Webcam des Museums gesehen hatte. Sie hatte mich in der blauen Hurtigrutenjacke gesehen. Er trug eine ähnliche Jacke, stand aber zunächst an einer anderen Stelle.

      Auf dem Rückweg fängt es nochmal kurz an zu regnen. Zum Glück komme ich gerade an einem Coop vorbei. Es hört aber bald wieder auf und so komme ich gut zurück zum Campingplatz. Im Lauf des Abends gibt es immer mal wieder ein paar Tropfen.



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      Infos zum Ergan Kystfjord: de.wikipedia.org/wiki/Heeres-K…sten-Batterie_17./976_Bud
      Webcam Bud: