Mit dem Auto unterwegs in Norwegen, Teil 2, 03. – 20.07.2017

    • Nord
    • Baldur wrote:

      Nimmt man dann noch die Abstecher zur Juvashytta oder nach Spitterstulen, so kommt man auch mit dem Auto ins Herz von Jotunheimen und kann hier zu tollen Wanderungen, u.a. auf den Galdhoppigen und das Glittertind, aufbrechen.


      An die Straße zur Juvashytta kann ich mich noch gut erinnern. Die hat mich damals überrascht mit ihren vielen Windungen und vor allem mit ihrer Enge. Ich bin einfch kein guter Rückwärtsfahrer, und das war öfter nötig. Von dort gibt es ja geführte Touren auf den Galdhøppingen. Ich war vor vielen Jahren mit einer kleinen Gruppe vom Alpenverein dort, aber unsere Route war anders: Im September mit Zelt von der DNT Hütte Fondsbu mit Schiffchen zum Ausgangspunkt des Tracks, dann hoch Richutng Gjendebu mit kalter Zeltübernachtung an einem Gletschersee, nach Glockensignal mit Boot nach Gjendesheim abgeholt, Besseggen abwärts =O , weiter auf den Glittertind und dann von Spitterstulen (schon geschlossen) auf den Galdhøppingen. Ein unvergessliches Erlebnis und heute nicht mehr vorstellbar, wie mir mein Alter leider deutlich signalisiert.
      Ist es denn erlaubt, mit dem Auto bis zur Spitterstulen-Hütte zu fahren? Damals war weit und breit kein Auto zu sehen.

      Viele Grüße
      omlia :)

      Reiseberichte im Profil
    • @lynghei: Dort bläst es im Moment auch mit 27 kn (laut windy.com).

      @omlia
      : Ich durfte in dieser Gegend schon einige sehr schöne mehrtägige Wanderungen mit Freunden unternehmen. Eine von Gjendesheim über den Bessegen nach Memurubu, von dort zur Hütte Glitterheim und dann über das Glittertind nach Spiterstulen. 3 Freunde sind dann von dort auf den Galdhoppigen und wieder zurück. Von Spiterstulen sind über Gejndebu nach Torfinsbu (am Bygdinsee). Von Bygdisheim haben wir dann den Bus nach Gjendesheim zurück genommen. Eine von mehreren traumhaften Wanderungen im Jotunheimen.

      Bis Spiterstulen kann man auch mit dem Auto gelangen (Mautstraße), da wir uns hier auch einmal mit Freunden getroffen haben, die nur einen Teil der Wanderung über das Glittertind nach Glitterheim und weiter bis Gjendesheim mitgegangen sind. Die Straße zur Hütte Spiterstulen zweigt in Røisheim von der RV55 ab.
    • Tag 11: 13.07.2017: Bud – Bergtatt/Nås – Bud (101 km)

      Auch in der Nacht und am Morgen gibt es immer mal wieder Schauer. Beim Aufstehen ist es aber mal trocken und es bleibt zunächst auch so, bis ich nach dem Museumsbesuch wieder an die Luft komme, da tröpfelt es leicht und wird später mehr.



      Das Museum ist sehr schön gemacht. Oben Informationen zu Bud und im Untergeschoss gibt es Informationen zu Ormen Lange und der Aufbereitungsanlage Nyhamna, die man auch dem Weg zwischen Mode und der Hustadvika mit den Hurtigrutenschiffen passiert.

      Außerdem können mehrere Fundstücke aus Wracks erforscht werden. Hierzu leuchtet man mit einer Taschenlampe die Fundstücke in einem dunklen Raum an und bekommt dann Informationen auf einem Fernseher mit Quizfragen angezeigt. Schön gemacht.

      Noch ein paar Bilder vom Fort und jetzt kann man auch in die Anlage hineingehen und mehrere Räume besichtigen. Unterhalb des Felsens ist ein Steingarten angelegt worden.



      Ein Prospekt aus dem Museum zeigt mir wo das Marmor-Bergwerk Bergtatt ist und so reift der Plan dorthin zu fahren. Ich hatte gestern aus dem Augenwinkel den Wegweiser schon gesehen, aber nicht richtig zugeordnet.

      Also kurz vor den Brücken der Atlantikstraße über die RV64 wieder nach Eide. Nach einer kurzen Essenspause noch etwas weiter. Das Hinweisschild habe ich gehen, bin auch abgebogen, finde es aber merkwürdig. Man sieht nur eine Fabrik und einen sehr unebenen Abzweig zu einem „Parkplatz“. Also drehe ich und fahre weiter. Wird wohl noch kommen...

      Beim Weiterfahren drehe ich dann doch noch um und nehme einen zweiten Ablauf. An den Werkhallen kein Hinweis. Ein Junge, der sein Auto wäscht, schickt mich in ein Büro. Dort telefoniert man für mich. Es soll um 15 Uhr eine Führung stattfinden und ich soll 20 Minuten vorher wieder da sein. Auf dem Parkplatz stehen einige historische LKWs.



      So mache ich es auch und werde dann vom Inhaber des Bergwerks eingesammelt. Die Gruppe der MS Star Pride kommt in einem Bus und so fahren wir in die Grube. In einer großen Halle erhalten wir Sturzhelme und Schwimmwesten.



      Damit geht es dann auf zwei Flößen durch die Grotte bis zu einer Bucht, in der in zwei kurzen Tunneln Tische und Bänke stehen. Hier steigen wir aus, hören den Erklärungen zu und dürfen anschließend klares Wasser direkt aus den Felsen trinken.



      Mit den Flößen geht es dann zurück zur großen Halle. In einem großen Saal, der auch für Events und Konzerte genutzt wird, sehen wir einen 15 Minuten langen Film über den Marmorabbau. Der Marmor wird hauptsächlich zur Papierherstellung verwendet.



      Die Busgruppe nimmt mich dann mit zurück zum Auto. Bezahlt habe ich 450 NOK, also statt 215 € doch etwas preiswerter. Ohne Reisegruppe hätte es aber wohl nicht funktioniert.

      Statt noch weiterzufahren, fahre ich erneut nach Bud, dann habe ich morgen vielleicht mehr Glück mit der Atlantikstraße. Vielleicht kann ich dann später auch noch die MS Nordkapp sehen?

      Diesmal folge ich vom Campingplatz dem Küstenweg (Kyststi), einem Wanderweg entlang des Ufers bis zum Fort. Schöne Fotomotive und Ausblicke auf alte Fischerhäuser und den Hafen. Oben am Fort sehe ich dann schon die Nordkapp auf ihrem Weg nach Süden näherkommen. Ihr werde ich in ein paar Tagen wiederbegegnen.



      Auch der Norweger von gestern ist wieder mit seiner blauen Jacke und seinem Hund da. Wir unterhalten uns noch etwas auf Englisch. Er wird im Oktober mit der Trollfjord die ganze Hurtigrute fahren.
    • Baldur wrote:

      Der Marmor wird hauptsächlich zur Papierherstellung verwendet.

      Das ist mir jetzt neu - interessant! Den Ausflug zum Bergwerk hatte ich auch auf meiner Liste der möglichen Wünsche, allerdings hat es zeitlich nicht gepasst, er wird ja nicht immer angeboten. Danke für den Bericht :thumbup: (den ich meist offline verfolge), schön, Norwegen auch mal von dieser Seite zu sehen!
      Liebe Grüße, Beate
      :lofoten2:



    • Tag 12-1: 14.07.2017: Bud – Kristiansund (100 km)

      Ein wunderschöner Morgen weckt mich. Es ist schon fast zu warm im Auto. Das Frühstück genieße ich bei geöffneten Türen. Dann geht es los auf die Atlantikstraße und diesmal auch über die Brücken mit diversen Stopps.

      Am Parkplatz hinter der großen Brücke gibt es eine Cafeteria und Toiletten, die fast nicht auffallen, da sie in eine langgezogene, schwarz verkleidete Welle integriert sind. Die Fenster sind durch schwarze, eingepasste Kunststoffscheiben realisiert und schließen eben mit der Fassade ab. Ein Steg führt um die Erhebung hinter dem Bau herum.



      Nach der letzten Brücke der Atlantikstraße folge ich der Ausschilderung Kvernes und fahre durch eine herrliche Landschaft bis zur Stabkirche Kvernes.

      Gleich drei junge Guides stehen bereit. Ein Junge erklärt mir auf Deutsch viel zur Kirche und ihrer Geschichte.



      Bald erreiche ich den alten Fähranleger, von wo aus ich die Ölplattform fotografiere. Bei Hurtigrutenreisen im März oder September habe ich die hell beleuchteten Plattformen gesehen, jetzt kann ich diese auch einmal näher und bei Tageslicht sehen.



      Weiter geht es durch den Tunnel nach Kristiansund .... Fortsetzung folgt
    • Baldur wrote:

      Toiletten, die fast nicht auffallen


      Das kann man von den anderen Toiletten entlang der Landschaftsrouten nicht sagen, ganz im Gegenteil: Sie sind oft die Hauptattraktionen auf den Rastplätzen, entworfen von renommierten internationalen Architekten.
      Meine erste Begegnung mit so einem Wunderwerk war auf der Insel Senja. Da stand ich plötzlich staunend vor einem goldglänzenden Gebilde. Dass sich im Inneren der Skultur eine Toilette verbarg, habe ich erst nach einer Weile bemerkt.

      nasjonaleturistveger.no/de/rou…raktionen=Ersfjordstranda


      Auch bei den neuen Projekten spielen die Toiletten eine Hauptrolle:

      nasjonaleturistveger.no/de/pre…routen-neue-projekte-2021



      Wer Lust hat, sich in das Thema zu vertiefen, dem möchte ich diese Beiträge empfehlen, die tiefe Einblicke in die norwegische Seele und ihr Verhälnis zu ihren Toiletten geben. ;)

      nordlandblog.de/wc-mit-aussich…schoenste-im-ganzen-land/
      sueddeutsche.de/reise/norwegen…tektur-toilette-1.4498149


      Viele Grüße
      omlia :)

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    • Ein grosses DANKESCHÖN für die links, liebe omlia!!!
      Bin aus dem Schmunzeln nicht mehr rausgekommen ((((-:
      Eigentlich empfehlenswert und irgendwie passend zu Norwegen: ..... Dort, wo man immer wieder hingeht und (garantiert) in Ruhe gelassen wird, soll die Atmosphäre gemütlich und wohltuend sein..... (-;
    • @omlia , @sternengucker: Alles gut. Das goldene Toilettenhäuschen habe ich Anfang Mai 2018 auf einer Tour mit der Nordstjernen besuchen können. Ist schon irgendwie sonderbar mitten im Nirgendwo an einem tollen Strand dieses goldene Häuschen zu sehen.
      Aber Nun geht es im Süden weiter...

      Tag 12-2: 14.07.2017: Kristiansund

      Nach dem Besuch am Fähranleger geht es für98 NOK in den Tunnel nach Kristiansund . Ich folge der Ausschilderung „Zentrum“ und dann gleich dem Abzweig zum Varden, dem Aussichtsturm über der Stadt. Zu Fuß geht es nach oben und auch auf den Turm mit einem tollen Blick über die Stadt.



      Das Auto parke ich anschließend auf dem Parkplatz am Nerparken. Von hier geht es dann zu Fuß weiter. Auf dem Weg zur Kirkelandet Kirche komme ich am Opernhaus von 1914 vorbei und gehe weiter durch die schöne Parkanlage mit vielen Skulpturen und Blumenbeeten.



      Die moderne Kirche ist geöffnet und so kann ich im Innenraum das beeindruckende Buntglasfenster hinter dem Altar bewundern. Die Kirche soll wie ein leuchtender Kristall zwischen den Rosen am Westhang leuchten. Trotz des modernen Designs findet sich auch ein Schiffsmodell, wie in vielen norwegischen Kirchen.



      Bergab folge ich meinem Instinkt und lande so am Feuerwehrturm.



      Von dort geht es weiter hinunter zur Stadt. Im Einkaufszentrum gibt es ein Mittagessen und dann geht es zum Anleger des Sundboots. Mit einem Tagesticket für 100 NOK kann ich beliebig ein- und aussteigen.



      Das Sundboot ist ein Markenzeichen der Stadt. Wie die Kabel-Straßenbahnen in San Francisco gehört das Sundbåt seit 1876 zu den ältesten noch in Betrieb befindlichen öffentlichen Verkehrsunternehmen der Welt.

      Das Sundboot verbindet die vier Stadtteile der Stadt. Von Kirklandet aus geht es zunächst nach Inlandet, der Altstadt von Kristiansund . Hier überstanden die meisten Gebäude die Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs. Oben auf dem Berg steht ein Bautastein, der an die Schlacht im Hafen von Kristiansund von 1808 erinnert. Flankiert wird er von zwei Fahnenmasten und den Kanonen, die bei der Einweihung des Bausteins 100 Jahr später abgefeuert wurden.



      Wenn das Hurtigrutenschiff auf Südkurs den Anleger verlässt kann man den Baustein direkt vor dem Schiff sehen.

      Weiter geht es mit dem Sundboot nach Nordlandet, hier steht die Nordlandkirche von 1914. Leider ist die Kreuzkirche von 1914 nicht geöffnet.



      Gomalandet, der dritte Stadtteil liegt dem Anleger gegenüber. Hier besuche ich das Klippfischmuseum. Leider gibt es hier keine Führung, da eine größere Reisegruppe, wahrscheinlich von der MS Bremen, die In Kristiansund liegt, hier ist. Enttäuschend, aber immerhin kann ich mich selbst kostenlos umsehen. Den Unterschied zwischen Klipp- und dem Stockfisch muss ich hier im Forum ja nicht extra erklären :) .



      Und dann kommt sie, die MS Finnmarken. Um sie bei der Abfahrt auch von der Sonnenseite zu sehen, drehe ich einfach noch eine Runde mit dem Sundboot und kann ihr so beim Drehen und Losfahren zuschauen.



      Die Finnmarken nimmt heute die Ausfahrt zwischen Inlandet und Nordlandet.



      Heute übernachte ich etwas außerhalb auf einem Campingplatz unterhalb des Flughafens. Gut, dass ich gestern den trüben und feuchten Tag in der Umgebung von Bud verbracht habe und somit heute den tollen Tag für die Fahrt über die Atlantikstraße nach Kristiansund , den Besuch der Stabkirche und den Aufenthalt in der Stadt nutzen konnte.

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    • Tag 13: 15.07.2017: KristiansundTrondheim (214 km)

      Heute lasse ich mir wieder Zeit und genieße die (innere) Ruhe. Erst um 10:30 geht es los, um in Seivika die Fähre noch beim Ablegen zu sehen. Im Fahrplan hatte ich gesehen, dass die Fähre alle 1/2 Stunde fährt und somit auf die Fähre um 11 Uhr gesetzt. Da es allerdings Samstag ist, gilt ein anderer Fahrplan und die nächste Fähre geht erst um 12. So ist das halt mit den Fähren.



      Schöne Fährfahrt und tolle Weiterfahrt. Leider schaffe ich es nicht die Polarlys zu sehen. Eigentlich wollte ich noch einen Abstecher nach Hiltra und Frøya machen. Entscheide mich dann aber unterwegs dagegen und schiebe die vorgelagerten Inseln auf ein anderes Mal. Das ich 2020 mit der Fridtjof Nansen die Inseln besuchen würde, habe ich natürlich nicht geahnt. Aber auch mit dem Auto werde ich die Inseln bestimmt noch besuchen. Das heute noch gute Wetter nutze ich lieber noch zu einem Fotobummel durch Trondheim .

      In der Munkegata finde ich einen Parkplatz, der am Samstagnachmittag kostenlos ist. Auf geht es zum Dom und durch den Erzbischöflichen Hof zum Nidelv.



      Durch die Parkanlage gehe ich weiter zur Bybrua mit einem schönen Blick auf die Speicherhäuser am Fluss.



      Der Fahrradlift wird fleißig genutzt.



      Schließlich besuche ich auch kurz die Kirche Vår Frue und den Stiftsgården.



      Dann geht es auch schon zum Campingplatz in Flakk, allerdings nicht ohne vorher noch einen Blick auf Munkholmen zu werfen.



      Abends nutze ich die Zeit u.a. für einen Spaziergang zum Fähranleger.

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      Tag 14: 16.07.2017: Trondheim – Støren (70 km)

      Es regnet nachts und auch am Morgen, erst auf dem Weg nach Trondheim wird es weniger. Am Hurtigrutenkai liegt die Nordkapp. Die Vesterålen hat eben abgelegt.



      Ich darf an Bord und kann Fotos machen. Sie wirkt etwas anders als die Polarlys. Edler? Mehr Holz. Ansonsten nur kleine Unterschiede. Der Besuch ist besonders interessant, da ich zwei Monate später mit Freunden auf eine Gruppenreise mitfahre und ich so schon mal zum Vorfreuen ein paar Fotos schicken kann. Bei der Suche nach meiner Kabine finde ich diese sogar offen vor und kann mich daher schon umschauen.

      Nach einer 3/4 Stunde geht es dann wieder von Bord. Da ich in der Nähe von Rockheim keinen Parkplatz finde, fahre ich zum Bahnhof. Kurz vor der Polizei finde ich einen am Sonntag kostenlosen Parkplatz. Da es inzwischen trocken ist, starte ich meinen Rundgang. Auf der Verftbrua („Werftbrücke“) erkennt man im Sommer auch, warum sie auch Blomsterbrua („Blumenbrücke“) genannt wird. Dann geht es durch das ehemalige Werftgelände.



      Weiter streife ich durch Bakklandet erneut zum Dom.



      Im Museum des erzbischöflichen Palasts. Hier gibt es viele interessante Informationen zur Geschichte des Doms. Original Skulpturen sind hier ausgestellt und in kleinen Modellen wird die bauliche Entwicklung des Doms gezeigt. Im Kellergeschoss sind die Fundamente der alten Bebauung des Geländes zu sehen. Außerdem wird ein sehr interessanter Film gezeigt, der gerade beginnt. Der norwegische Film mit englischen Untertiteln handelt von der Geschichte und der Restauration des Doms.



      Erwähnt wird die Legende, nach der der Dom und die Stadt Trondheim zerstört werden, wenn der letzte Stein des Doms eingesetzt wird. Dazu gibt es versteckt eine Skulptur am rechten Turm der Westfassade eine Figur von einem Steinmetz, der den letzten Stein in der Hand hält. Daneben sieht man das Loch, in das der Stein eingesetzt werden müsste (siehe unten).



      Auch der Waffenkammer statte ich noch einen Besuch ab. Naja, das ist nicht so ganz mein Ding.



      Langsam geht es nun zum Torget und weiter zum Fischmarkt. Dann zurück zum Auto. Ich schwanke noch, ob ich noch ins Rockheim gehe, entscheide mich dann aber das Museum auf einen anderen Besuch in Trondheim zu verschieben. Also auf zum nächsten Campingplatz.

      Nachdem es den ganzen Tag in Trondheim trocken war, fängt es auf der Weiterfahrt wieder an zu regnen. In Støren, meinem Ziel für heute, wird es dann aber wieder trockener.

      ---

      Der im Erzbischöflichen Museum gezeigte Film ist (leider nur auf Norwegisch) auch auf YouTube zu finden. Rahmenhandlung ist eine Reisegruppe der MS Polarlys. Sehr schöne Bilder vom Dom. Der Baumeister ist sehr schön bei 43:23 zu sehen.

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      Tag 15: 17.07.2017: Støren – Maurvangen (316 km)

      Bei durchmischtem Wetter geht es gen Süden über das Dovrefjell. Auf der Kartehatte ich gesehen, dass es eine neuere Umgehung vor Otta gibt. Bei Sel zweigt die 438nach Vågå ab. Recht langsam geht es durch den Ort, dann recht flott bis zur E15 von Otta nach Vågåmo. Schöne Strecke.

      An Randen vorbei geht es nach Lom zum Einkaufen (natürlich auch wieder in der Bäckerei). Dann fahre ich die E15 ein Stück zurück bis Randen und biege ab auf die 55 zu meinem Lieblingscampingplatz Maurvangen, auf dem die Reise ja auch schon begonnen hat. Es ist frisch, windig und leicht feucht. Den Abend verbringe ich mit Lesen und kurzen Spaziergängen.

      (Ich habe extra nochmal auch dem Kamerachip nachgeschaut, aber es gibt wirklich keine Bilder von diesem Tag.)

      Tag 16: 18.07.2017: Maurvangen – Onsakervika (220 km)

      Heute Nacht und auch beim Frühstück ist es sehr frisch. Als ich losfahre sind es 11, auf der Valdresflye später 9 Grad und durch den Wind noch kühler. Nach dem Frühstück nutze ich die Standheizung zum Aufwärmen.

      Zuerst geht es mit dem Auto nach Gjendesheim. Im Sommer und bei so schönem Wetter sind hier alle Parkplätze gut gefüllt. Ich finde noch einen Parkplatz für Kurzzeitparker. Da ich nur ein paar Fotos machen möchte, riecht mir die Zeit.



      Für mich beginnt die Heimreise meist hier in Gjendesheim/Maurvangen. Das schöne Wetter macht den Abschied nicht leichter. So geht es mit vielen Fotostopps gen Süden nach Beitostølen. Von einem schön angelegten Parkplatz hat man einen schönen Blick hinunter auf den Jotunheimvegen.



      Irgendwie fühle ich mich beobachtet.



      Auf dem nächsten Bild stimmt etwas nicht. Falsches Schild oder falsche Tiere?



      Im Wintersportort Beitostølen ist auch im Sommer viel los. Der Sommerpark ist ein Highlight. Eine Rodelbahn oder mit einer „Seifenkiste“ auf einer asphaltierten Strecke die Skipiste runterfahren. Oder mit dem Skilift auf den Berg hoch und mit dem Mountainbike wieder runter.




      Ich wandere etwas die Skipiste hinauf und entdecke dort eine (geschlossene) Skihütte, die einen schönen Blick über den Ort und die umliegende Gegend bietet.



      Nach dem Mittagessen schlendere ich noch etwas durch den Ort und mache einen letzten Einkauf im Supermarkt. Erst um 3 Uhr geht es weiter. Über Fagernes, Bagn, Nes i Årdal und Hønefoss geht es zum Campingplatz.

      Ist das heiß hier (22° C)! Und mein Auto steht „schön“ in der Sonne. Der Platz ist rappelvoll und auch viele Tagesgäste sind zum Schwimmen hier.
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      @Nordlicht: Danke! Bis nächstes Jahr hast Du ja noch Zeit zum Planen und Vorfreuen - fast wie bei einer Hurtigruten-Buchung :) .

      Tag 17: 19.07.2017: Onsakervika – Oslo (57 km)

      Über Nacht hat es sich dann doch noch etwas abgekühlt, so dass ich recht gut schlafen kann. Vor dem Frühstück räume ich mein Auto schon mal auf und bereite mein Handgepäck für die Fähre vor. Schließlich mache ich mich um 9:30 Uhr auf den Weg. Über Nebenstrecken mit vielen Geschwindigkeitsschwellen geht es trotzdem recht flott nach Vik, wo ich auf die E16 stoße. Über diese geht es dann bis Oslo-Slependen. Richtig, hier war doch was… IKEA :) . Hier gibt es ein frühes Mittagessen und dann geht es weiter zum Colorline-Terminal. Dieses Jahr habe ich mich für diese Rückfahrt entschieden. Die Fahrt durch den Oslofjord bei dem schönen Wetter ist ein toller Abschied von Norwegen.

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      Ich habe auch den 2.Teil deines Reiseberichtes mit Freuden gelesen und in Gedanken war ich auch wieder auf unserer Reise vom Frühherbst 2017 , u.a. entlang der Küste (Helgoland, Atlantikstrasse) und über die Hardangervidda nach Oslo, wo wir ebenfalls mit der Colorline nach Kiel zurückfuhren und uns klar wurde, auch noch ein viertes mal nach Norwegen zu fahren, 2019 wurde leider nichts daraus, aber vielleicht 2022??? und vielleicht noch einmal mit Hurtigruten, das wäre schon schön; aber immer, wenn es die Gesundheit und auch das Alter es zulassen. Hoffen und Träumen .....