Ein Logenplatz auf der Reise in die Winterwelt (MS Finnmarken vom 12.-29.03.2016)

    • B-K-B
    • 20.03.2016

      Es geht doch nichts über einen Logenplatz! Ich sitze im gemütlich Warmen und verfolge die Scheinwerfer, die die Felsen am Rand des Trollfjords anleuchten.
      Im Winter fahren ja die Schiffe wegen drohendem Eisfall nicht in den Fjord hinein.





      Wir nähern uns Finnsnes . Die schöne Brücke ist eine von vielen, die wir auf der Reise passieren.
      Für mich sind sie Wunderwerke der Technik, und schon bei meinen kindlichen Berufswünschen stand neben der Försterin die Brückenbauerin ganz vorne.
      Na ja, es blieb bei dem Wunsch, aber noch heute bin ich voller Bewunderung für die Konstrukteure.
      Was für ein Zufall: Gerade läuft diese Doku über Brücken im Fernsehen, sehr interessant für alle Brückenfans!
      welt.de/mediathek/dokumentatio…l?cid=onsite.onsitesearch








      Es ist fast windstill, als wir Finnsnes verlassen, und die vielen Bootshäuser verdoppeln sich auf wundersame Weise.







      Heute spiegelt sich wirklich alles. Nur der leichte Wellenschlag des Schiffes bringt ein wenig Bewegung.










      Fortsetzung folgt.


      Viele Grüße

      omlia :)


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    • 20.03.20216


      Noch zwei Bootshäuser auf den allerbesten Logenplätzen.






      Schlittenfahren, Lagerfeuer am Strand, da wäre ich gerne dabei!





      Die wunderschöne Insel Senja grüßt mit Schneebergen,
      und der langgezogene Gisund verabschiedet sich mit einer letzten Spiegelung.





      Wir nähern uns Tromsø ...





      ...mit seiner Eismeerkathedrale und dem Aussichtsberg Storsteinen.
      Ein Helikopter bringt Baumaterial zum Berg. Die Seilbahn wird gerade für 68 Millionen NOK vollständig renoviert.
      Sie erhält neue Gondeln und Maschinen, und die Aussichtsplattform wird ausgebaut.
      Es sind die Abschlussarbeiten, denn schon im April 2016 wird der Betrieb wieder aufgenommen.





      Es ist nicht das erste Mal, dass ich die Arctic Sunrise im Hafen liegen sehe.
      Ist Tromsø der Heimathafen, oder ist sie nur öfter in nördlichen Gewässern unterwegs?
      Weil ich plane, im Mai 2017 für einige Tage in Tromsø zu sein, mache nur im Hafengebiet einen kleinen Rundgang.





      Gut, dass ich ein spätes Nickerchen gemacht habe, denn es wird noch eine lange Nacht.
      Auf der Nordroute ist meine Loge der perfekte Nordlicht-Ausguck. Ich muss nicht lange warten,
      bis es zu leuchten beginnt. Warum nur haben die beiden ersten Bilder einen Lila-Stich, das dritte aber nicht?
      Ich verringere nur die ISO-Zahl von 400 auf 250, die Belichtungszeit bleibt bei 10 Sekunden. Der Weißabgleich
      bleibt im Automatikmodus. Da macht er was er will. Die Tageslichteinstellung wäre angebracht gewesen. Danke, @Albatross,
      dass du mich darauf gebracht hast.






      Der Vollmond strahlt mit den Lichtern von Skjervøy um die Wette.






      Die Nacht ist noch nicht zu Ende.

      Fortsetzung folgt.


      Viele Grüße

      omlia :)


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    • Die Arctic Sunrise wurde in Norwegen gebaut und ursprünglich für die Seehundjagd eingesetzt. Mittlerweile gehört sie Greenpeace und wird weltweit bei deren Aktionen eingesetzt, auch in arktischen und antarktischen Gewässern, da sie als Eisbrecher klassifiziert ist. Heimathafen ist Amsterdam. Mehr hier de.m.wikipedia.org/wiki/Arctic_Sunrise.
      Es grüßt Capricorn :hut:

      7/11 RW // 3/12 NX // 7/12 FM/VE // 3/13 VE // 1/14 TF // 3/14 LO //
      7/14 NX // 4/16 FR // 3/18 VE // 7/19 FR

    • @Capricorn, ganz herzlichen Dank für die Infos. :thumbsup: Jetzt bin ich etwas schlauer.
      Ich habe gerade Marinetraffic befragt, wo sie aktuell herumkreuzt und sie bei Kreta gefunden.
      Was sie dort wohl macht?
      @DuC, Abbilder der Wirklichkeit sind ja eh nicht möglich, denn alles liegt im Auge des Betrachters und der Kamera,
      und das hat ja auch seinen Reiz und schafft Vielfalt.

      Vieel Grüße

      omlia :)


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    • Der Mondschein ist ein Traum :love:

      Ja, die "Canonen" sind mit dem Weißabgleich manchmal problematisch. Auch manuelles Rumschrauben an den Kelvin-Werten ändert nichts am Rotstich, den Canon öfters produziert, das haben andere Canon-Besitzer und ich mal ausprobiert... Wir haben geflucht und die Nikonistas haben frech gegrinst ;)
      Also lasse ich AWB einfach drin, fotografiere RAW und korrigiere notfalls Kelvin-Werte/ Rot-Grün-Töne in Lightroom.
      Viele Grüsse, Albatross
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    • @Jobo , @rs1033 - Ich hoffe doch sehr, dass Foris sich nie nie zu der Aussage versteigen, dass Canonen allenfalls als Kopierer oder Drucker brauchbar seien... :wacko1: Da lobe ich mir die stolzen Besitzer von Gerät mit dem roten Punkt, die sind so überlegen, dass sie das Gefrotzel nicht mehr nötig haben :laugh1:
      Viele Grüsse, Albatross
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    • 21.03.2016


      Nach Mitternacht geht das Schauspiel noch einmal los. Schön, wie das Nordlicht die Wolken umspielt.
      Ich stehe ganz allein an Deck, auch noch...





      ...als der Mond das Nordlicht ablöst. Meer, Wolken und auch ich baden im warmen Licht.
      Wunderbar! :rolleyes:





      Bei der Einfahrt nach Hammerfest am frühen Morgen stehe ich wieder draußen, noch müde nach kurzem Schlaf. :gutenmorgen:





      Wird da jemand abgeholt? Soll das Auto mit an Bord? Hat es so schon eine längere Fahrt hinter sich? ;( ?(
      Diese drängenden Fragen begleiten mich in den Frühstücksraum, bleiben aber leider unbeantwortet.
      Ich sollte mal im Frachtraum nach einer großen Pfütze suchen. ;)





      Das Morgenlicht meint es freundlich mit der Erdgasverflüssigungsanlage auf Melkøya.





      Bei dem kurzen Aufenthalt in Havøysund verdunkelt sich der Himmel...





      mehr und mehr.





      Und dann öffnent er seine Schneeschleusen.
      Hat das Nordlicht einen Verwandten, der tagsüber aktiv wird? So etwas wie ein Geister-Nordlicht? ;)





      Im Schneegestöber erreichen wir Honningsvåg ,





      "Lächle, du hast ein gutes Geschäft gemacht", will uns die Werbung am Supermarkt einreden.





      Ich lächle, aber aus einem anderen Grund.
      Auf der anderen Straßenseite fährt ein Gesamtkunstwerk vorbei. Das kann ich nicht unfotografiert vorbeiziehen lassen.




      Bei einem späteren Aufenthalt in Honningsvåg , ich glaube es war 2017, habe ich ein Foto der Schlittenfahrerin dabei und möchte herausfinden, wer das ist. Die Dame in der Touristinfo hilft mir weiter: "Das ist meine alte Lehrerin." Mit Adesse und Wegbeschreibung versehen mache ich mich auf den Weg. Der Besuch endet bei Kaffee und Kuchen. Freundinnen treffen ein, und wir lachen und plaudern so lange, dasss ich im Eiltempo zum Schiff zurückmuss.
      Als ich im Winter 2018 wieder in Honningsvåg bin, sehe ich den umhäkelten Schlitten vor einem Café stehen. "Mit dem Schlitten können Sie mir nicht entkommen", meine ich.Wieder sind die Freundinnen bei Kaffee und Kuchen mit dabei. :thumbsup: :thumbsup:

      Fortsetzung folgt.

      Viele Grüße

      omlia :)


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    • 21.03.2016


      Vorbei an den originellen Gummistiefel-Kreationen geht es zurück zum Schiff.





      Bei der Einfahrt nach Kjøllefjord braust der "Kingcrabman" heran, entert das Schiff und breitet an Deck seine "Mitbringsel" aus. Die landen später auf dem Buffet. Herrlich schmecken sie, die Königskrabben! :thumbsup:
      Schade, dass es dieses Event nicht mehr gibt. Das findet auch der "Kingcrabman". Den habe ich beieiner späteren Reise auf der
      Vesterålen kennengelernt. Da reiste er zu Freunden auf die Varanger-Halbinsel und hat mir die entlegene Stelle verraten, an der die
      Rentiere markiert werden. Dank seiner Skizze habe ich die auch tatsächlich gefunden und konnte einen Tag lang die Markierung der
      Kälber begleiten. Danke, "Kingceabman"! :thumbsup:





      Der Mond, schon etwas angeknabbert, beleuchtet den Ort zur blauen Stunde.





      22.03.2016



      Der Seegang nimmt zu, Zeit zum Schlafen. Aber nix da! Nordlichtalarm! Rein in warme Klamotten und raus mit der Kamera!
      Aber die Sterne tanzen so sehr, dass ich die Kamera bald ruhen lasse und mich an einer windgeschützten Stelle an dem Spektakel erfreue.





      Es ist weit nach Mitternacht, als wir in Båtsfjord ankommen. Meine Backbordkabine wird golden beleuchtet. Ein Blick aus dem Fenster: Faszinierend und ein wenig gespenstisch sieht es draußen aus.
      Es ist seeehr kalt, als ich noch einmal für einige Fotos an Deck stehe.





      So viel Eis gibt es nicht in jedem Jahr. Aber es ist auch sehr kalt, als wir uns Kirkenes nähern.





      Von früheren Reisen mit der Midnatsol weiß ich, dass manche Schiffe einige Sparks (Tretschlitten) mitführen.
      Das ist auch hier so, wie ich bei etwas hartnäckigem Fragen herausgefunden habe. Anders als auf der Midnatsol,
      wo die Schlitten fertig montiert im Laderaum stehen und mit dem Autoaufzug an Land kommen :D ,
      lagern sie hier im Gepäckraum und müssen noch zusammengeschraubt werden.
      Aber ein freundlicher Mensch erbarmt sich, und so ziehe ich den Schlitten die Treppe hinunter an Land.
      Als ich am Linienbus vorbeikomme, steht der Fahrer draußen. Freundlicch sieht er aus. Da kann ich doch mal fragen:
      "Können Sie mich bis zu Endhaltestelle mitnehmen?" Er lacht, und ohne zu Zögern räumt der das Gepäckfach um
      und verstaut doch tatsächlich meinen Schlitten. :thumbsup: :thumbsup:
      So lande ich an der Haltestelle auf dem Berg oberhalb des Museums und fahre gemütlich bergab, nicht die Hauptstraße entlang, sondern durch die Wohngebiete.
      Mein Schlitten macht Bekanntschaft mit zwei Einheimischen und ein Sofa lädt zur Rast ein. Es wird steiler,
      und ich sause auf der Straße so schnell ich es wage den Berg hinunter. Die Bürgersteige sind unter Schneebergen verschwunden.




      Fortsetzung folgt.


      Viele Grüße

      omlia :)


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