Eine Woche Kanarische Inseln mit der Mein Schiff 2 und wie es dazu kommen konnte

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    • Eine Woche Kanarische Inseln mit der Mein Schiff 2 und wie es dazu kommen konnte

      Prolog:
      Trotz Corona waren wir vom 11. bis 18.12.2020 mit der Mein Schiff 2 auf den Kanaren unterwegs. Aber wie konnte es dazu kommen?

      2.8.2019: Premierenangebot Antarktis und chilenischen Fjorde mit MS Roald Amundsen trudelt per Mail bei mir ein. Unser Lebenstraum zu einem wirklich sehr guten Preis. Schnappatmung. :dance3:

      5.8.2019: Nach vorherigem Telefonat, Besuch im Reisebüro mit Buchung für den Zeitraum 5.12.bis 25.12.2020. Zuhause gucken wir uns ungläubig an: Haben wir das wirklich getan? JAAA! Mein Ruhepuls liegt auch Stunden danach noch bei 86 ( normal sind bei mir 60 )

      9.8.2019: Buchungsbestätigung durch HR . Jetzt ist es endgültig amtlich ( dachten wir ) :dance4:

      Frühjahr 2020: Trotz der rasanten Verbreitung des Coronavirus sind wir im März noch naiv genug, zu glauben, dass sich das bis Dezember erledigt haben wird und wir reisen können.

      3.8.2020: Kontaktaufnahme mit dem Reisebüro, um eine Umbuchung auf 2021 auszuloten :help-sos:

      13.8.2020: Nach tollem Einsatz und einigem Mailverkehr bucht unser Reisebüro erfolgreich auf den 7.11.2021 um. :serledigt:

      17.9.2020: Wir sind unabhängig von Corona nach wie vor entschlossen in unserem vierwöchigen Dezemberurlaub zu verreisen und buchen BGO-KKN-BGO mit der MS Finnmarken vom 9.12. bis 20.12.2020 mit einer Vorübernachtung in Bergen .

      10.11.2020: Es kommt, was kommen musste. Die Reise wird von HR abgesagt. :ireful: Nur wenige Tage nachdem ich die Restzahlung überwiesen hatte. Noch am gleichen Tag stelle ich online den Erstattungsantrag.

      11.11.2020: Das Sicherheitskonzept von TUICRUISES hat uns überzeugt und so buchen wir eine Woche Kanarische Inseln mit der Mein Schiff 2. Auch wenn es nur Plan C ist, freuen wir uns doch auf die Reise und hoffen, dass nichts mehr dazwischen kommt. Vor Allem bei mir ist ein Tapetenwechsel unbedingt nötig. Seit 9 Monaten hocke ich im Homeoffice ( wobei ich sehr dankbar bin, dass mein Arbeitgeber dies möglich macht! ) und kenne mittlerweile jede Pore der Tapete in meinem Arbeitszimmer persönlich. Ich muss mal hier raus, egal wohin.

      13.11.2020: Hurtig, hurtig! Nur drei Tage nach der Absage durch HR ist die Erstattung für die Norwegenreise schon auf meinem Konto. KLASSE! :sdanke: :sdafuer:

      Die Reise beginnt:
      9.12.2020: Das Sicherheitskonzept von TUICRUISES und auch die spanischen Behörden verlangen für den Reiseantritt einen negativen Coronatest, der bei Einreise in Spanien nicht älter als 72 Stunden sein darf. Dieser ist im Reisepreis bereits inkludiert und so fahren wir nachmittags zur HELIOS-Klinik nach Siegburg, um uns testen zu lassen. Nach etwa einer Stunde Wartezeit bringen wir den Test innerhalb weniger Minuten hinter uns und hoffen, dass wir keinen Anruf vom Gesundheitsamt bekommen.

      10.12.2020: Per verschlüsselter Mail geht um 18:40 Uhr am Vorabend der Reise das negative Testergebnis bei uns ein und wir packen die Koffer.

      11.12.2020: Nach etlichen Kontrollen, ob wir auch wirklich alle Formalitäten ( ausgefüllter Gesundheitsfragebogen, Schiffspass, QR-Code für die spanische Gesundheitsbehörde, Pässe ) dabei haben, starten wir um kurz vor 6 Uhr zum Flughafen Düsseldorf. Dort kommen wir um 7 Uhr an und reihen uns in die Schlange der vier einzigen (!) offenen Check-In Schalter ein. Anders als sonst üblich müssen die Reisenden am ersten Schalter den Umschlag mit dem negativen Testergebnis abholen und damit dann zum eigentlichen Check-In wechseln. Unser Einwand, dass wir das Testergebnis schon haben, zählt nicht. Prompt findet die Dame am Schalter unsere Kuverts nicht und tütet die von uns mitgebrachten in den ach so wichtigen Umschlag. Der übrigens zugeklebt sein muss und mit einem grünen Textmarkerstreifen gekennzeichnet wird. Damit gehen wir dann nach nebenan und geben unsere Koffer ab. Das wäre geschafft. Bis auf die Mitreisenden ist der Flughafen nahezu menschenleer. Skurril.

      Am Gate werden wir dann ausgerufen. Ach herrje, was hat das denn zu bedeuten? Nichts, außer dass man beim Check-In doch noch unsere Umschläge gefunden hat, die wir jetzt ausgehändigt bekommen. Dass wir ohne den Umschlag gar nicht bis zum Gate gekommen wären, da er Voraussetzung für die Bordkarte war, möchte die Dame nicht hören. Na gut, dann haben wir die Umschläge jetzt doppelt. Wer weiß, wofür es gut ist. Man muss ja nicht alles verstehen. In Coronazeiten schon gar nicht.

      Relativ pünktlich starten wir gegen 9:30 Uhr mit einer TUIfly-Maschine Richtung Gran Canaria.
      An Bord sind ausschließlich Paxe der Mein Schiff 2, also nur negativ getestete Personen. Nach der Landung wird es nochmal spannend. Wird unser QR-Code akzeptiert? Was passiert mit dem so wichtigen Umschlag? Der QR-Code wird vom Handy eingescannt und wir dürfen passieren. Dann noch eine kontaktlose Temperaturmessung und weiter zum Transferbus. Den Umschlag will hier keiner sehen. Na ja, dann findet sich vielleicht auf dem Schiff jemand, den der Inhalt interessiert. Um es vorweg zu nehmen, die Umschläge haben wir ungeöffnet wieder mit nach Hause gebracht. :dash: :pillepalle:

      Am Schiff angekommen, geht der Check-In im Prinzip kontaktlos über die Bühne. Crewmitglieder führen eine kontaktlose Temperaturmessung durch, sammeln die Gesundheitsfragebögen ein, scannen durch eine Plexiglasscheibe die Pässe ein, machen das obligatorische Foto ( wozu wir die Maske kurz abnehmen ) und lassen sich den Schiffspass zeigen. Dieser dient als Eintrittskarte aufs Schiff. Die Kabinenkarten finden wir später in einem Umschlag an der Kabinentür. Alles sehr durchdacht und es geht zügig voran.

      Dann ist es gegen 14:30 Uhr soweit. Wir entern erstmals ein Schiff der Mein Schiff Flotte und sind gespannt, wie diese Reise unter Coronabedingungen wird. Der erste kleine Rundgang übers Schiff und auch unsere Kabine lassen unsere Laune und die Vorfreude auf die kommenden Tage ansteigen.



      Endlich wieder Schiff, auch wenn wir natürlich jetzt viel lieber in der Antarktis wären.

      Uns erwartet eine sogenannte blaue Reise mit drei Seetagen und drei Landgängen auf Fuerteventura, Teneriffa und La Palma. Wobei nur über TUI gebuchte Ausflüge möglich sind, also keine individuellen Landgänge. So wird gewährleistet, dass die Paxe in der sogenannten TUI-Blase bleiben und der Kontakt zu anderen Menschen auf ein absolutes Minimum reduziert wird. So, dass soll’s für heute gewesen sein.

      In den nächsten Tagen erzähl ich Euch mehr…
      Gruß Rainer

      Reiseberichte im Profil.
    • @kalrai64
      Toll! Auf deinen Bericht habe ich schon gewartet, war/ bin sehr gespannt, wie diese Reise in Corona-Hochzeiten verlaufen ist und natürlich auf alles, was zu einer (Schiffs)-Reise gehört: Neues sehen und erleben und dazu reisen und leben auf einem neuen Schiffstyp. :)
      Liebe Grüße von Trollebo
    • Danke für deinen Bericht. Ich fahre gerne mit..... auch wenn mir die "Mein Schiff" ein paar Decks zu groß ist.... (Foto 3: Was für eine Angriffsfläche bei Sturm :wacko: )
      Musstet ihr die Masken ständig tragen, oder nur drinnen?
      Viele Grüße
      Martina
    • Maskenpflicht bestand sowohl auf dem Schiff, als auch an Land permanent. Also drinnen und draußen. Außer, wenn man einen Sitzplatz eingenommen hatte, beim Essen und auf der Kabine. Daran haben wir uns allerdings schnell gewöhnt und alle waren sehr diszipliniert.
      Später mehr...
      Gruß Rainer

      Reiseberichte im Profil.
    • 12.12.2020: Der erste Seetag

      Das Wetter hat heute deutlich Luft nach oben. Es ist zwar angenehm warm, aber komplett zugezogen. Na ja, nutzten wir den Tag zur Erkundung des Schiffes und der Abläufe.
      Zum Frühstück gehen wir ins Atlantik Mediterran, eins der beiden großen Bedienrestaurants.
      Nachdem wir unsere Hände gewaschen und desinfiziert haben, werden wir freundlich empfangen und von einem Kellner zu einem freien Tisch geführt. Wir bekommen standardmäßig einen Korb mit verschiedenen Brötchen und Brot, etwas Aufschnitt, Käse und Fisch gebracht. Marmelade dürfen wir uns von einem Tablett selbst herunternehmen. GöGa bestellt ein Müsli und ich ein Omelett. Außerdem ordern wir jeweils ein Glas Orangensaft. Sekt hätten wir auch haben können, aber am frühen Morgen ist das nichts für uns. Kaffee bekommen wir von einem Kellner eingeschenkt. Alle Abläufe wirken sehr routiniert und alle sind ausgesprochen freundlich. Müsli und Omelett dauern zwar eine ganze Weile, aber wir haben ja nichts weiter vor und sind schließlich im Urlaub. Also Schwamm drüber.

      Nach dem Frühstück machen wir einen ersten Rundgang übers Schiff, was uns trotz der Größe ( 316 m Länge ) ausgesprochen gut gefällt.

      Es gibt sowohl drinnen als auch draußen jede Menge Sitzgelegenheiten in den verschiedenen Bars. Dem Thema Corona wird teils humorvoll, teils sehr clever begegnet.

      Übrigens müssen alle Paxe morgens zwischen 8 und 12 Uhr zum obligatorischen Fiebermessen ( kontaktlos ) in der AbtanzBar erscheinen. Dort gibt es während der gesamten Reise nie einen Stau und die Sache ist in einer Minute erledigt.
      Mittags essen wir nur eine Kleinigkeit, weil wir für Abends einen Tisch im Bezahlrestaurant Surf & Turf reserviert haben. Darauf sind wir schon sehr gespannt. Das Wetter kommt den ganzen Tag nicht so richtig in Schwung, sodass wir es uns auf dem Balkon unserer Kabine mit etwas zum Lesen gemütlich machen.

      Das Viergangmenü im Surf & Turf habe ich Euch hier mal bildlich festgehalten:

      Vorneweg gab's ein wenig Brot
      GöGa nimmt als Vorspeise einen Caesars Salad mit Garnelen, als Zwischengang gebackene Knuspergarnelen und Chicken Wings ( jeweils vier Stück ), dann zum Hauptgang Surf & Turf ( Filet Mignon und ein halber gegrillter Rock Lobster ) und zum Dessert eine Kugel Eis.


      Ich entscheide mich auch für den Salat, dann gegrillte Jakobsmuscheln und zum Hauptgang ein Rib-Eye-Steak vom Bison. Beim Dessert setze ich noch eine Kugel Eis drauf . Insgesamt sind wir mit der gebotenen Qualität durchaus zufrieden, aber die Portionen erscheinen uns teilweise zu groß. Bei GöGas Zwischengang hätte auch die Hälfte gereicht. Jedenfalls verlassen wir pappsatt das Restaurant und machen noch einen Rundgang an der frischen Luft auf Deck 5 .
      Dann wartet nur noch unser bereits aufgedecktes Bett auf uns.

      Morgen erreichen wir Fuerteventura, wo wir einen achtstündigen Ganztagesausflug inkl. 4-Gänge Mittagessen und drei Besichtigungen gebucht haben. Für einen regulären Preis von 79 € pro Person kann man nicht meckern. Wir zahlen sogar nur 63 €, weil wir für die Reise den sogenannten Wohlfühlpreis gewählt haben und somit 20% Ermäßigung auf alle Ausflüge erhalten. Bei HR hätte ein solcher Ausflug ein vielfaches gekostet.
      Von diesem Tag berichte ich dann morgen.
      Gruß Rainer

      Reiseberichte im Profil.
    • 13.12.2020: Fuerteventura

      Unser Tagesausflug startet pünktlich um 9 Uhr. Organisatorisch ist es auch hier perfekt geregelt, da die Ausflugsgäste erst 5 Minuten vor dem jeweiligen Ausflugsbeginn vom Schiff gelassen werden und so kein Stau am Ausgang entsteht. Das wird auch konsequent umgesetzt. Gäste, die zu früh erscheinen, werden gebeten nochmal wiederzukommen. Wir auch, weil wir gute 5 Minuten zu früh da sind.
      Dann ist es soweit und wir machen uns auf zu Bus Nr. 7, der bereits vor dem Schiff auf uns wartet. Wir sind 24 Gäste in einem großen Reisebus, sodass genügend Platz vorhanden ist. So findet auch mein Fotorucksack eine Bank für sich ;) .

      Unsere Reiseleiterin Kirsten, eine Deutsche, die seit 15 Jahren auf der Insel lebt, nimmt uns in Empfang und begleitet uns durch einen sehr kurzweiligen und interessanten Tag. Der Ausflug führt uns zunächst zu den Dünen von Corralejo, wo wir den ersten Fotostopp einlegen. Obwohl wir schon mehrmals dort waren, ist es immer wieder beieindruckend.

      Leider ist es auch heute bedeckt, aber angenehm warm mit etwa 22°.Wir fahren weiter nach Corralejo und dort machen wir am Hafen den nächsten Stopp. Ein kleiner Spaziergang auf der Hafenmauer ist zwar nicht das Highlight des Tages, aber frische Luft schadet ja nie. Gerade mit Maske ist es draußen natürlich angenehmer, als im Bus.

      Zurück im Bus ( nach jedem Stopp bekommen wir vom Fahrer einen ordentlichen Spritzer Desinfektionsmittel auf die Hände ) fahren wir weiter in die Berge Richtung Betancuria. Dies ist die ehemalige Inselhauptstadt und für uns ein absolutes Muss bei einem Fuerteventuraurlaub. Klein, aber fein.



      In dem Ort zeigt man uns eine kleine Fotoshow über die Insel und danach machen wir einen gemütlichen Spaziergang zu einer Bodega. Dort bekommen wir einen leckeren Sekt, oder auf Wunsch auch etwas Antialkoholisches.

      Jetzt steht auch schon das Mittagessen auf dem Programm :essen: . Also fahren wir nach Valle de Santa Inés ins Abuelo Alfredo. Das Restaurant hat extra für uns geöffnet. Es hat jede Menge große runde Achtertische, an denen aber nur für je zwei Personen eingedeckt ist. Also auch hier alles bestens geregelt hinsichtlich Abständen. Jeder Tisch ist mit einer 1l-Flasche Rotwein und einer Flasche Wasser bestückt. Die meinen es aber gut mit uns. Wenn wir die Flasche Wein jetzt trinken, ist der Rest des Tages wahrscheinlich gelaufen :wacko1: . Also lassen wir noch etwas drin. Außerdem stehen etwas Brot mit Olivenöl und Salz als Appetithäppchen bereit. Als Vorspeise gibt’s Tomatenwürfel mit frischem Knoblauch, ein paar kleine Kartoffeln mit der typischen Mojo rosso und einen sehr milden Ziegekäse. Dann folgt eine Kürbiscremesuppe ( alternativ gibt es einen Kichererbseneintopf mit Chorizo ). Zum Hauptgang haben wir uns für den gegrillten Fisch, statt für die Hähnchenkeule, entschieden. Dazu gibt es Kartoffeln und einen sehr leckeren Krautsalat. Eine Vanillecreme und ein Kaffee bilden den Abschluss dieses ausgiebigen Mahls.

      Mehr als gut gestärkt setzen wir die Fahrt zu einem kleinen Windmühlenmuseum fort, wo wir auch wieder einen sehr entspannten Stopp einlegen. Wir lernen den Unterschied zwischen Molinos und Molinas. Diese unterscheiden sich durch ihre unterschiedliche Bauform. Wieder was gelernt.



      Kaum zurück im Bus halten wir nur wenige Minuten später an der ältesten Aloe Vera Fabrik der Kanaren und bekommen eine kurze Vorführung und Erläuterung zur Pflanze und der dort produzierten Produkte. Natürlich kann man im Anschluss die Produkte auch käuflich erwerben.


      Es folgen noch zwei weitere Fotostopps am Mirador de Guise y Ayose und dem Mirador del Risco de las Peñas. . Das nennt man wohl das Bild hinter dem Bild :yeah:



      Von dort geht es weiter nach Pajara, wo wir einen gemütlichen Spaziergang durch den kleinen Ort machen.


      Pünktlich um 17 Uhr sind wir zurück auf dem Schiff und machen erstmal Pause. Es war ein toller und interessanter Ausflug, der sein Geld wert war. Kann ich unbedingt empfehlen. Vor Allem waren alle Stopps sehr entspannt und es wurde nie Druck gemacht, nach dem Motto „in 5 Minuten wieder alle im Bus“. Das hat uns ausgesprochen gut gefallen.

      Zum Abendessen gehen wir später ins Restaurant Fischmarkt, was uns sehr gut gefällt.

      Heute ist übrigens der 3. Advent. Und damit man es nicht vergisst, findet auf dem Pooldeck ein Weihnachtsmarkt statt.

      Es gibt verschiedene Buden mit Leckereien und Getränken. U.a. auch ein Stand mit sensationellen Churros. Wir holen uns gleich zwei Portionen, sodass dieser schöne Tag noch ein Highlight für uns bereithält.

      Morgen steht der zweite Seetag auf dem Programm, den wir für eine filmische und fotografische Dokumentation nutzen möchten. Somit gibt’s dann noch einige Fotos vom Schiff.

      Bis es weitergeht müsst Ihr Euch leider bis nächstes Jahr gedulden.

      Ich wünsche auf diesem Wege allen Fories und ihren Lieben einen gemütlichen Übergang in ein vor Allem gesundes neues Jahr und dass wir alle bald wieder so verreisen können, wie wir es von früher kennen.

      In diesem Sinne viele Grüße aus Bonn.

      Rainer
      Gruß Rainer

      Reiseberichte im Profil.
    • Lieber Rainer, jetzt habe ich die ersten Teile deines Reiseberichtes in einem Schwung gelesen, vielen Dank für deine Eindrücke mit den tollen Fotos. Ich bin schon auf die Fortsetzung gespannt.

      Das Schiff gefällt mir von der Einrichtung her recht gut. Wieviele Paxe waren denn an Bord bzw. zu wieviel Prozent waren die Kabinen belegt?
      Gruß JKmuc
    • Erstmal wünsche ich allen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Auf dass wir so bald wie möglich wieder so verreisen können, wie wir möchten.

      14.12.2020: Zweiter Seetag

      Wie gestern schon angekündigt gibt es heute noch einige Fotos und Einzelheiten von der Mein Schiff 2.
      Das Schiff wurde als jüngstes der Flotte im Februar 2019 in Dienst gestellt.
      Ein paar Zahlen:
      2.894 Passagiere sind max. möglich. Bei unserer Reise waren es aber nur 1.400. 60% Auslastung wären derzeit zulässig
      12 Restaurants und Bistros
      17 Bars und Lounges
      Ca. 20.500 qm Außendecks
      Ca. 2.400 qm Spa- und Fitnessbereiche
      Länge 315,7 m, Breite 35,8 m, Tiefgang 8 m

      Bei den Aufzügen der beiden Treppenhäuser gibt es Trinkwasserspender. Eine Karaffe findet man auf der Kabine

      Hier ein Blick auf die Rezeption auf Deck 3, das Atrium und die dazugehörige Treppe:

      Auf Deck 4 und 5 findet man die Einkaufspassage Neuer Wall:

      In der LUMAS-Bar und Galerie werden tolle Fotos ausgestellt, die man auch kaufen kann:

      Das Theater am Bug des Schiffes erstreckt sich über die Decks 4 und 5 und fasst im Normalfall bis zu 1.000 Gäste:

      Hier die Ebbe&Flut Bierbar:

      Wie schon gesagt, ist man der aktuellen Situation durchaus humorvoll begegnet. Wir sind hier in der Schaubar:
      Von dort hat man einen Blick in die darunter liegenden Bedienrestaurants Atlantik Mediterran und Atlantik Klassik:

      Ein Highlight des Schiffes ist sicher der sogenannte Diamant am Heck: . Dort befinden sich die Diamantbar und das Bezahlrestaurant Esszimmer, in dem wir heute Abend einen Tisch reserviert haben.

      Der begehbare Bug gefällt mir auch ausgesprochen gut. Das findet man ja leider nicht sehr häufig. Dort gibt es auch einige sehr bequeme Liegen:

      Auf Deck 12 gegenüber vom Spabereich gibt es die Ruhepol Bar. Auch sehr schönes Ambiente

      Zurück auf der Kabine werden wir übrigens jeden Tag von einem neuen "Mitbewohner" begrüßt. Toll, was man aus zwei Bettdecken und zwei Kaffeekapseln machen kann. Ein Blick vom Balkon verrät uns, dass wir gerade an Fuerteventura vorbeifahren.

      Abends geht's für uns dann wie schon erwähnt ins Esszimmer.

      Als Vorspeise hatte ich Nordseekrabben bestellt, als Zwischengang eine Gulaschsuppe und der Hauptgang bestand aus einem Kartoffelrösti mit Geschnetzeltem. Die Portionen waren auch hier für meinen Geschmack zu groß. Die Krabben waren superlecker, aber es waren laut GöGas Schätzung sicher um die 200 bis 250g. Die Gulaschsuppe hat auch hervorragend geschmeckt, war aber mehr Gulasch als Suppe und auch eine sehr ordentliche Portion. Danach hätte man eigentlich schon nichts mehr gebraucht. Der Rösti und das Geschnetzelte fiel dann auch qualitativ und geschmacklich leider etwas ab.


      Zu unseren Besuchen in den drei Bezahlrestaurants ( am letzten Abend steht noch das italienische Cucimare auf dem Plan ) ist zu sagen, dass wir uns das sog. Gourmetpaket Plus für 129 € p.P. gegönnt haben. Sozusagen als Ausgleich für die ausgefallene Antarktisreise. Wobei das natürlich ein schwacher Trost ist. Dieses Paket beinhaltet jeweils ein 4-Gang-Menü im Surf&Turf, im Esszimmer und im Cucimare inkl. sämtlicher Getränke. Wobei man natürlich nicht gezwungen ist, auch vier Gänge zu essen. Für uns hat es sich "gerechnet", obwohl wir im Esszimmer und Cucimare "nur" drei Gänge genommen haben.

      So, dass soll es für heute gewesen sein.

      An den beiden folgenden Tagen laufen wir Teneriffa und La Palma an, wo wir jeweils einen Halbtagesausflug vor uns haben.

      Darüber berichte ich dann später.

      Euch noch einen schönen Neujahrstag und bis bald...

      Viele Grüße
      Rainer
      Gruß Rainer

      Reiseberichte im Profil.
    • kalrai64 wrote:

      Der begehbare Bug gefällt mir auch ausgesprochen gut. Das findet man ja leider nicht sehr häufig. Dort gibt es auch einige sehr bequeme Liegen
      Da gefällt mir das Schiff auch gleich noch viel besser :winki: Vielleicht sollte man die aktuelle Auslastungsbeschränkung tatsächlich mal nutzen, um so ein großes Schiff zu testen :police:
      Gruß JKmuc
    • Wobei man fairerweise sagen muss, dass man normalerweise während eines Seetages nicht an einer Küste entlang fährt. Man kann es nicht mit einer HR-Reise vergleichen. Aber gefallen hat's uns trotzdem.
      Gruß Rainer

      Reiseberichte im Profil.
    • Am besten gefällt mir die Treppe von Bild 63 - die finde ich wirklich toll :8o:
      Jan09 FM B-K ~ Jan10 NL B-K-B ~ Jan11 FRAM (Antarctica) ~ Apr11 NN B-K-B ~ Mrz12 LO B-K-B ~
      Jan13 LO B-Alta ~ Feb14 KH B-K ~ Jan16 LO B-K-B ~ Feb18 LO B-K ~ Jan20 LO B (T)-Alta-B

      Reiseberichte siehe Profil !

    • 15.12.2020: Teneriffa

      Für heute Vormittag steht der Ausflug zum Orotavatal und nach Puerto de la Cruz auf unserem Plan. Pünktlich um 8:30 Uhr geht’s bei leicht bewölktem Himmel los. Es ist angenehm warm und ich lasse die Regenjacke auf der Mein Schiff. Blöder Fehler. :dash: Denn kurz nach der Abfahrt fängt es an zu regnen. Egal, muss ich jetzt durch. Regenschutz für meine Kameras und meinen Fotorucksack hab‘ ich immer dabei und das ist schließlich das Wichtigste ;) .

      Unsere Gruppe besteht heute aus 27 Gästen. Deshalb sind zwei Reiseleiterinnen mit an Bord, da laut spanischen Vorschriften max. 20 Gäste von einer Reiseleiterin außerhalb des Busses betreut werden dürfen. Es sind zwei Spanierinnen, Christina und Gisela, die ausgesprochen gut Deutsch sprechen.

      Der erste Fotostopp findet am sogenannten Humboldtblick statt. Humboldt hat diese Aussicht auf das Orotavatal seinerzeit wohl als den schönsten bezeichnet, den er je gesehen hat.
      Na ja, damals führte sicher noch keine Autobahn quer durch :lol: . Und der anhaltende Nieselregen macht es leider auch nicht sehr viel besser. Bei besserem Wetter ist es bestimmt schöner hier.

      Nachdem die Fotos im Kasten sind, fahren wir weiter nach Orotava, wo wir unseren ersten Stadtspaziergang machen und sich die Gruppe auf die beiden Reiseleiterinnen aufteilt. Jeder bekommt dafür die üblichen Gerätschaften mit Kopfhörern, damit wir den Erzählungen folgen können. Der Weg durch die Stadt führt uns in ein kleines Museum. Hier erhalten wir einen Eindruck von den Sandbildern, die einmal jährlich auf dem Vorplatz des Rathauses mit unheimlicher Akribie erstellt werden. Wir erfahren, dass der Sand nur gestreut wird und keinerlei Hilfsmittel verwendet werden. Unglaublich.



      Als wir aus dem Museum kommen, hat der Himmel so richtig die Schleusen geöffnet. Super Timing :cursing: . Auf dem Rückweg zum Bus machen wir noch am Rathaus halt und schauen uns die überlebensgroße Krippe an.

      Von Orotava fahren wir nach Puerto de la Cruz, wo wir einen Spaziergang entlang der Promenade unternehmen. Die Brandung ist recht heftig und baden deshalb heute verboten.

      Nicht zuletzt wegen des Wetters, aber sicher auch coronabedingt sind nur sehr wenige Leute unterwegs. Hier ist zu normalen Zeiten sicher deutlich mehr los.

      Weiter geht die Fahrt zum vierten und letzten Stopp, dem botanischen Garten von Puerto de la Cruz. Eigentlich ist hier ein einstündiger Aufenthalt geplant, damit wir uns die kleine aber feine Anlage in Ruhe anschauen können. Aufgrund des mittlerweile strömenden Regens verkürzen wir diesen aber auf eine halbe Stunde. Wenigstens ist es einigermaßen warm, sodass mir die Nässe nicht allzuviel ausmacht. Außerdem sind wir ja schließlich norwegenerprobt. Da bringt uns ein bisschen Regen ja nicht aus der Ruhe.



      Als wir wieder zurück zum Schiff fahren, reißt der Himmel auf und es wird schön. Na ja, nicht zu ändern. Der Ausflug hat uns trotzdem sehr gut gefallen.

      Zum Mittagessen, es ist mittlerweile 13 Uhr, gehen wir ins Atlantik Mediterran. Dort speisen wir mit insgesamt 7 ( in Worten sieben ) Gästen. Dieses Bild hat sicher auch Seltenheitswert. GöGa und ich sind jedenfalls gut gelaunt und genießen den Rest des Tages an Bord.

      Um uns herum gibt es übrigens noch eine coronabedingte Besonderheit. Die AIDAperla liegt gegenüber, die AIDAnova hinter uns sowie draußen auf Rede noch drei weitere AIDA-Schiffe und die Mein Schiff Herz. So viele Schiffe einer Reederei hat man sonst sicher nicht in Griffweite.


      Morgen steht La Palma auf dem Plan. Zur Abwechslung haben wir dort mal den Ausflug für den Nachmittag gebucht. Davon berichte ich dann später.

      Viele Grüße und ein schönes erstes Wochenende.
      Rainer
      Gruß Rainer

      Reiseberichte im Profil.