Hamburg - Nordkapp und zurück mit der Fridtjof Nansen, 07.-24.07.2020

    • Nord
    • @Baldur
      Ein ganz herzliches :sdanke: für die Fortsetzung deines Reiseberichtes. Er unterscheidet sich ja merklich von @Stanie78 s, die uns mit ihrer humorvollen und durch die Umstände verständlich, aufgeregten und persönlichen Art zwar mitgenommen, aber weniger von der Reise selber erzählt hat. So ist wohl dein Bericht eine willkommene Ergänzung zu dieseser neuen Art von HR-Tour. Darüber freue ich mich sehr. Von Hirtshals aus, sind wir schon mit der Stavangerfjord und Bergensfjord nach Bergen gefahren-Mai 2019 hin und zurück- kennen also diesen Teil der Strecke, aber natürlich nicht den Abstecher in den Lysefjord. Welch Freude, Bekanntes sowohl als Landschaft, Architektur und besonders die wunderschönen sich ständig wandelnden Himmelsbilder wiederzusehen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung :)
      Liebe Grüße von Trollebo

      Post was edited 2 times, last by “Trollebo” ().

    • Auch von mir vielen Dank für den interessanten Reisebericht. :good3:

      Baldur wrote:

      ... In der Explorer Lounge auf Deck 10 verteilten sich 5 Mitglieder des Expeditionsteams und wir konnten uns jeweils für eine kurze Zeit mit ihnen zu vorgegebenen Themen austauschen, dann wurde gewechselt. Tolles Format.


      Ein Speeddating mit dem Expeditionsteam ... :mosking:
      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • Da es Euch ja wohl gefällt, will ich mal weitermachen. Ein spannender Tag wartet:

      04 – 13.07.2020 – Geiranger

      Der heutige Tag ist vollgepackt mit Programm. Es startet schon um 06:30 mit der Vogelbeobachtung vor Runde. Wir steuern die Klippe westlich des Leuchtturms von Runde an.



      Hier gibt es sehr viele Basstölpel, Trottellummen und auch einige Papageitaucher (wie wir von Fritz gelernt haben: nicht Papageientaucher, da sie ja nicht nach Papageien tauchen). Außerdem sehen wir Raub- und Dreizehenmöven. Es dominieren die Basstölpel mit ihrer orangefarbenen Halsfärbung. Dazwischen fallen dann immer wieder die kleinen, hektisch flatternden Papageitaucher auf.



      Weiter geht es zum Leuchtfeuer Grasøyane fyr, diesmal von Norden und näher vorbei als bei der Küstenrute.



      Kurz (mit Kamera) zum Frühstück und schon sehe ich aus dem Fenster etwas unregelmäßig aus dem Wasser auftauchen. Dann wird die erste Finne sichtbar und schon stehe ich mit Kamera am Fenster. Man weiß ja nicht, wie lange es dauert. Dann schnell nach oben auf Deck 7. Eine ganze Stunde lang treiben wir vor Hareid und sind von einer riesigen Zahl (bestimmt mehr als 50) Grind- oder Pilotwalen umzingelt. Etwas weiter entfernt sind auch einige Weißseitendelphine zu sehen. Die Tiere kommen sogar ganz dicht ans Schiff und präsentieren sich in kleinen Gruppen. Wir hören sogar die Piepslaute mit denen sie sich verständigen. Eine beeindruckende Begegnung! Erst nach einer Stunde nehmen wir wieder langsam Fahrt auf in Richtung Geiranger .



      Pflichtprogramm heute: Teilnahme an der Sicherheitseinweisung für die Expeditionsboote, denn am Nachmittag soll es mit den kleinen Zodiacs auf Cruise im Geirangerfjord gehen. Anschließend holen wir uns in kleinen Gruppen unsere Trockenanzüge für unsere Kajaktour im Geiranger ab.

      Der spontan eingeschobene Vortrag zu Walen, Delfinen und Tümmlern fällt für mich aus. Ich muss einfach raus auf Deck 7 vorne am Bug:



      Wir gleiten durch die wunderbare Natur. Es geht durch den Sulafjorden, den Storfjorden und den Sunnylvsfjorden. Bevor wir nach Osten in den Geirangerfjord einbiegen, sehen wir den Åkernes und seinen sehr gut überwachten Berghang, der eines Tages eine riesige Flutwelle erzeugen wird, wenn er in den Fjord abrutscht. Überall sind Messstationen zu sehen, die den 500 m langen und teils schon mehrere Meter breiten Risse im Berg überwachen. Am Abend wird dann passenderweise der norwegische Katastrophenfilm „Bølgen“, „Die Welle“ gezeigt, der diesen Erdrutsch und die entstehende Tsunamiwelle thematisiert und am Wochenende auch hier im Fernsehen zu sehen war.



      Und dann geht es schließlich in den Geirangerfjord . Auf dem Bug hat man einen hervorragenden Blick auf die Bergbauernhöfe und Wasserfälle, außer der Fähre durch den Geiranger begegnen wir nur kleinen Freizeitbooten, den Sightseeingbooten und Kajakfahrern. Oben beim Hof Skageflå sehen wir in 250 m Höhe einige Wanderer, die den steilen Weg vom Ufer erklommen haben. Mit einigem Abstand zum Ort Geiranger bleiben wir im Fjord liegen. Dank der automatischen Positionierung bleibt das Schiff auf dem Punkt liegen, ohne dass ein Anker geworfen werden muss.



      Zunächst geht es in die Zodiacs und mit diesen fahren wir dann in Richtung Ort und drehen dann ab und fahren am Schiff vorbei zu den Wasserfällen. Dann wird es plötzlich hektisch.



      Bei uns im Boot fährt Kristian vom Expeditionsteam mit, der auch als Kajak- und Stand-Up-Paddling-Guide arbeitet. Er entdeckt plötzlich eine Gruppe von drei Kajakfahrern, wobei der eine im Wasser sich an das Boot des anderen klammert und sein Kajak wohl offensichtlich gekentert ist. Wir fahren hin und Kristian fragt, ob wir ihm helfen sollen oder er ihm erklären soll, wie er wieder ins Kajak kommen kann. Mit Hilfe seiner zwei Begleiter und der ruhigen Hinweise von Kristian gelingt es ihm schließlich wieder in sein Kajak zu kommen. Ich hoffe, dass ich diese Erfahrung nachher nicht auch mache, wenn wir in die Kajaks steigen… (auf Bilder habe ich selbstverständlich verzichtet!)

      Dann geht es weiter zu den Wasserfällen Freier (seht ihr die Aquavitflasche, mit der er seine Enttäuschung über die Zurückweisung der sieben Schwestern ertränkt hat) und den sieben Schwestern (drei Schwestern haben wohl gerade Urlaub). Besonders eindrucksvoll wird es, als die Zodiacs ihre Motoren abstellen und wir nur noch das Donnern der Wasserfälle hören können. Dann geht es wieder zurück zum Schiff.



      Dann wird es ernst. Der Trockenanzug will angezogen werden. Zunächst schlüpfe ich einen Fließanzug, dann in den vollständig dichten Trockenanzug. Über die Füßlinge kommen noch Neoprenschuhe. Der diagonalverlaufene Reißverschluss wird erst endgültig am Expedition Launch geschlossen.

      Weiter geht es mit der Einteilung der Zweierteams und der Einstellung der Kajaks. Dann geht es in die Zodiacs auf den Fjord raus. Die Kajaks werden als lange Kette herausgezogen. Dann beginnt das spannende Umsteigen vom Zodiac ins Kajak. Mit tatkräftiger Hilfe der Kajakguides geht es in die Kajaks. Es klappt auch ohne Kentern! Und dann machen wir unsere ersten Paddelversuche und versuchen uns zu koordinieren. Es klappt wirklich gut und bald können wir uns in die richtige Richtung bewegen. Auch die anderen Paarungen schaffen es und so gleiten wir mit Muskelkraft den Fjord entlang. Es macht einfach Spaß in diesem gewaltigen Fjord in diesen kleinen Booten unterwegs zu sein. Gefühlt viel zu früh müssen wir wieder umkehren und über den Umweg Zodiac wieder an Bord gehen. Vom Kajakfahren kann ich leider keine Bilder liefern, da meine Kamer nicht wasserdicht ist :) .

      Während des Abendessens gleiten wir wieder durch die Fjorde hinaus. Es wurde angekündigt, dass wir die Roald Amundsen bei Ålesund treffen würden um Material zu übernehmen. Also schaue ich schnell auf Marine Traffic nach und sehe, dass die Roald Amundsen in Hareid liegt, wo wir um 23:00 Uhr ankommen. Wir stoppen und ein Zodiac der RA kommt herüber und bringt Material. Dann geht es weiter in die Nacht.



      (Heute ist es mir echt schwer gefallen aus über 1600 Fotos 20 auszuwählen.)
      Images
      • 20200713-1467.JPG

        139.31 kB, 1,000×667, viewed 127 times
      • 20200713-1470.JPG

        138.11 kB, 1,000×667, viewed 154 times
    • Baldur wrote:

      Heute ist es mir echt schwer gefallen aus über 1600 Fotos 20 auszuwählen

      Das Problem kennen wohl einige hier :D ! Wunderbare Beschreibungen, man ist richtig "dabei"; über den Lysefjord habe ich mich sehr gefreut, war ich doch im September selbst dort :love: - ich finde es immer wieder schön, bekannte Orte in den Berichten zu entdecken. Toll auch, dass Ihr mit den Walen eine solch eindrucksvolle Begegnung erleben durftet :thumbup: !
      Liebe Grüße, Beate
      :lofoten2:



    • Vielen Dank für die Bilder von den Walen und Delphinen. Toll, dass ihr sie auch hören könntet. :8o:

      Da ist es von Vorteil, dass ihr nicht nach einem festen Fahrplan unterwegs gewesen seid, so dass ihr euch für diese wunderbare Begegnung Zeit nehmen könntet. :good3:
      <3 lig hilsen
      Bernhard

    • 05 – 14.07.2020 – Hiltra/Frøya

      Nach den letzten zwei Tagen, an denen wir die ersten Erlebnisse bereits früh am Morgen hatten, kann es heute etwas ruhiger angehen. Zunächst ist es auch noch etwas bedeckt, klart dann aber zum Mittag hin immer weiter auf. Am Vormittag gibt es einen interessanten Vortrag über die Wikinger und wie sie den Nordatlantik erobert haben. Anschließend holen wir uns unsere Anzüge für das Stand-Up-Paddling ab. Zum Glück habe ich mir die Nummer meines Anzugs gemerkt und muss daher nicht erneut probieren ob der Halsausschnitt passt.

      Wir fahren zwischen Smøla und Hitra durch und anschließend ostwärts zwischen Hiltra und Frøya. Östlich von Svellingen auf Frøya wirft die Fridtjof Nansen den virtuellen Anker. Die Aktivitäten Kajak und Stand-Up-Paddling wird heute abgesagt, da die Wellen für diese Aktivitäten etwas zu hoch sind. Die Anzüge behalten wir für den nächsten Versuch morgen.

      Um 14:00 Uhr brechen wir aber zum Cruising mit den Zodiacs auf. Es geht um die Inseln Remmingen und Rottingen herum. Neben den kleinen Häuschen am Ufer, entdecken wir auch Austernfischer und Küstenseeschwalben.



      Am Nachmittag serviert die Küche vorne auf Deck norwegische Sveler. Kleine „Pfannküchlein“ mit Beeren und Sahne. Lecker!



      Wir nähern uns nun der Küste. Wir fahren an Sandviksberget vorbei und folgen somit weitestgehend der bekannten Rute der Hurtigrutenschiffe. Kurz vor halb neun passieren wir das Buholmrasa fyr, was sonst meist kurz vor oder während des Abendessens an Steuerbord liegt.

      ,

      Marinetraffic sei Dank, weiß ich, dass sich die Midnatsol (22:30) nähert. Nachdem sich dann andeutet, dass wir wirklich an Rørvik vorbeifahren, bleibe ich draußen, genieße die tolle Lichtstimmung mit dem Sonnenuntergang.



      Gegen 23:30 erreichen wir Rørvik . Hier bin ich auf die neue Kirche gespannt und halte Ausschau nach der Sjø Sara.



      Nun aber schnell ins Bett, damit ich für ein Rendezvous am frühen Morgen fit bin.
    • lynghei wrote:

      Bild 32 ist ja ein Traum !

      @Baldur
      Den Worten von @lynghei kann ich mich uneingeschränkt anschließen. Aber auch die anderen Fotos rufen sehnsüchtige Erinnerungen in mir hervor. Bild 3 ( Lundi) ist mein Lieblingsfotomotiv. Wir lieben die Lundis! (Papageientaucher). Habe sie 1980 zum erstenmal auf Island gesehen, 2011 auf den Färöer und 2017 auf den Shetlands, so nah wie nie zuvor, sodaß ich kaum zu fotografieren aufhören konnte. Dein fliegender Lundi ist dir einfach gelungen!
      Für uns ist schon klar: Sollte unsere gebuchte Reise Hamburg-Nordkap und zurück im März 2021 wegen Corona von HR storniert werden, werden wir sie sofort zu einem vielleicht sichereren Termin neu buchen. Sollte sie ohne Landgang angeboten werden, sind wir trotzdem dabei. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben :)
      Liebe Grüße von Trollebo

      Post was edited 1 time, last by “Trollebo” ().

    • 06 – 15.07.2020 – Polarkreis , Svartisen , Meløyvær

      Heute geht es früh los. Kurz nach 6 bin ich draußen auf dem Vordeck und genieße die Ruhe und die vorbeigleitende Natur. Auf der linken Seite taucht ein Kunstwerk auf.



      Bald taucht Alsterhaug auf und dann kommen die sieben Schwestern und zeigen sich zwar im Gegenblicht, aber deutlich erkennbar.



      Nesna bekommen wir nicht zusehen, da wir westlich der Insel Hugla vorbeifahren und uns dem Polarkreis nähern. Um 10:24 passieren wir schließlich die Polarkreiskugel auf der kleinen Insel Vikingen. Weiter geht es am Rødøyløva (Rotinsellöwe) vorbei und hier entdecke ich die Trolldøra (Trolltür), die die Trolle zum Wechsel zwischen ihrer und unserer Welt nutzen.



      Die Polarkreistaufe findet um 11:30 in Kleingruppen statt. Da es kostenlos (!) einen richtigen Aquavit gibt, kann ich der Versuchung nicht wiederstehen und lasse mich mal wieder taufen :) . Es ist schließlich sehr ungewöhnlich auf einem Hurtigrutenschiff Alkohol umsonst zu bekommen.

      Nun verlassen wir aber schon bald die Hurtigruten und machen einen Abstecher zum Svartisen , genauer der Gletscherzunge Engabreen. Zunächst geht es durch den Skars- und Arhaug- in den Hollandfjord. Dann folgen wir zunächst noch dem Nordfjord und genießen die ruhige Fahrt durch diesen schönen Fjord. Am Nordufer sieht man immer mal wieder die RV17 hervorblitzen. Richtung Süden können wir immer Teile des Eisschildes sehen. Wir drehen und fahren dann zum Engabreen. Ein Landgang ist uns leider noch verwehrt, auch wenn heute der 15. Juli ist und ab heute Deutsche wieder einreisen dürfen, da für uns Sonderregelungen verhandelt werden müssen, da wir ja bereits am 10. in Deutschland gestartet sind. Seht ihr die Wandergruppe auf der Gletscherzunge im mittleren Bild?



      Weiter geht es nach Meløyvær. Hier steht um 16 Uhr das Cruising mit den Zodiacs an. Wieder gibt es viel zu sehen.



      Und dann wird es ernst… es geht zum Stand-Up-Paddling. Ich zwänge mich wieder in den Anzug, den ich ja schon vom Kajakfahren kenne, und schon geht es nach unten zum Expedition Launch. Mit einem Zodiac geht es hinaus zu einer geschützten Stelle zwischen den Schären. Da wir ja noch nicht an Land dürfen, geht es vom Zodiac direkt auf die Boards. Auf den Knien komme ich ganz gut klar. Das Aufrichten ist dann aber doch ein Problem. Die Knie zittern wie verrückt und lassen sich kaum beruhigen. Dann ein Paddelschlag und schon geht es rückwärts ins Wasser. Nun kann der Anzug zeigen, dass er wirklich dicht ist! So schlimm wie befürchtet ist es gar nicht im Wasser, eigentlich sogar ganz angenehm. Versuch zwei endet auch wieder rücklings im Wasser. Bei Versuch drei – mit Hilfe – laufe ich nach dem ersten Paddelschlag dann nach vorne über das Board hinaus und platsche wieder ins Wasser. Dann gebe ich auf und paddele auf den Knien weiter. Immerhin gelingt es mir jedes Mal wieder alleine aufs Board zu klettern, was mich selber überrascht :) . Später gelingt mir dann auch die Turnübung mich rückwärts auf Brett zu legen und die Welt aus dieser Perspektive zu genießen. Auch der Rückweg ins Knien gelingt! Bevor es dann wieder ins Zodiac geht, hüpfen viele von uns nochmal freiwillig ins Wasser, weil es einfach schön ist. Doch dann ist unsere Zeit auch schon wieder vorbei und es geht zurück an Bord.

      Ørnes passieren wir dann um 21:00 Uhr. Das kollidiert zwar mit der Zusammenkunft mit dem Expeditionsteam, aber man muss halt Prioritäten setzen :) . Auf dem Vordeck bin ich zunächst allein, später gesellt sich unsere Bordfotografin hinzu, da sie den Tipp bekommen hat, dass nach Ørnes eine Frau immer die Norwegenfahne zeigt und winkt, wenn ein Hurtigrutenschiff vorbeifährt. Die Schiffe grüßen dann mit dem Schiffshorn zurück.

    • New

      :girl_sigh: einen Ausflug zum Svartisen hätte ich auch sehr gerne mal gemacht - allerdings sind wir immer zur falschen Zeit unterwegs gewesen. Was nicht ist, kann ja irgendwann vielleicht doch noch werden.
      Deine Bilder der sieben Schwestern sind auch klasse :sdanke: :sdafuer:
      Grüße aus dem Rheinland

      Berichte sind in meinem Profil
    • New

      sternengucker wrote:

      wie hast du das erlebt

      Ich hatte mich darauf eingestellt, dass wir keine Landausflüge machen können. Durch die vielfältigen Angebote an Bord und die vielen Exkursionen auf dem Wasser mit den Zodiacs, wie auch die Aktivitäten mit den Kajaks und den SUP-Brettern, haben mir die Landausflüge nicht wirklich gefehlt. Gleichzeitig wurde durch die ausgefallenen Landgänge, wie am Nordkapp, weitere Erlebnisse ermöglicht (mehr ich will hier nichts verraten :) ).

      Auf unserer Tour waren wir zusätzlich gut dran, da durch die kleine Anzahl der Passagiere die Zodiactouren mit allen Reisenden gleichzeitig durchgeführt wurden und so auch wieder Zeit eingespart wurde, die uns ebenfalls zusätzliche Aktivitäten auf dem Wasser ermöglichten.

      Natürlich fiel es mir leicht auf Landausflüge, wie den Nordkapp-Ausflug zu verzichten, da ich Norwegen bereits seit Jahrzehnten mit dem Auto bereist habe. Ersttätern hat sicherlich etwas gefehlt, aber dafür kann man ja (hoffentlich bald) noch mal eine Reise nach Norwegen planen...
    • New

      @Baldur danke für die tollen Fotos, Bild 37 finde ich wunderschön und mystisch. Dein Bericht lässt sich sehr angenehm lesen und hat natürlich viele andere und interessante Infos als die klassische Postschiffroute zu bieten. Ich habe zB noch nie von der Trolltür gelesen!!!! Ist das ein Joke? Ich warte darauf, dich weiter zu "verfolgen".
      Viele Grüsse LaLuna
      ]
    • New

      Baldur wrote:

      Natürlich fiel es mir leicht auf Landausflüge, wie den Nordkapp-Ausflug zu verzichten, da ich Norwegen bereits seit Jahrzehnten mit dem Auto bereist habe. ...
      Dass Du Dich dort gut auskennst, merkt man an Deinem Bericht. :thumbup:

      Baldur wrote:

      Richtung Süden können wir immer Teile des Eisschildes sehen. Wir drehen und fahren dann zum Engabreen. [....] Seht ihr die Wandergruppe auf der Gletscherzunge im mittleren Bild?


      Das würde ich - zumindest ansatzweise - auch sehr gerne mal machen, allerdings fürchte ich, dass ich für eine Gruppe viel zu langsam wäre. Ob man da auch einen Guide für eine kleine Tour mit nur einem Teilnehmer finden könnte?
    • New

      07 – 16.07.2020 – Lofoten – Henningsvaer, Trollfjorden

      Die Aussichten am frühen Morgen sind nicht die besten, der Himmel stark bewölkt. Schade, denn heute stehen ja zwei Höhepunkte an: der Trollfjord und das Cruisen bei Risvær. Wer schon früh draußen ist, kann aber immerhin die steile Lofotenwand sehen. Als wir um 08:30 in den Trollfjord einfahren, regnet es und glücklich ist, wer eine Regenhose anhat – ich leider nicht. Ein erster Seeadler lässt sich blicken. Das Foto bei Regen mit schlechten Sichtverhältnissen und einem schellen Seeadler sieht schon fast verfremdet aus, ist aber so entstanden :) .



      Während wir im Trollfjord liegen, klart der Himmel immer weiter auf. Eine Gruppe macht sich auf zum Stand-Up-Paddling im Trollfjord, wir anderen steigen in die Zodiacs und beginnen unsere Tour aus dem Trollfjord hinaus. Vorbei geht es, unter den wachsamen Blicken eines weiteren Seeadlers, an den Wasserfällen und blanken steilen Felsen. Überall halten wir Ausschau nach weiteren Tieren und natürlich Trollen, deren Gesichter an vielen Stellen im Felsen zu sehen sind.



      Von draußen sehen wir unser Schiff langsam aus dem Trollfjord kommen. Durch den Vergleich sieht man deutlich die Dimensionen.



      Unser Cruising geht noch weiter. Wir halten uns nördlich und fahren in den Grunnfjord. Vom Boot aus können wir den Grund durch das klare Wasser sehen. Auch hier werden die Motoren gestoppt und wir können einfach die Natur genießen.



      Bei dem schönen Wetter und der tollen Umgebung kann ich mich kaum losreißen, um den Vortrag unserer Bordfotografin zu den Grundlagen der digitalen Fotografie zu besuchen. Aber es ist immer wieder gut, sich die Zusammenhänge der verschiedenen Einstellungen auf das Endergebnis wieder ins Gedächtnis zu rufen. Der Vortrag wird dann aber abgebrochen: Wal, da bläst er…, gut, dass die Kamera immer dabei ist… Zunächst sehen wir den Buckelwal östlich in Richtung Svartsund. Nachdem ihm wohl einige kleinere Boot zu nahe kommen, taucht er ab und auf der anderen Seite zwischen Trollfjord und Grunnfjord wieder auf. Kaum taucht er dort wieder auf, steuern die kleinen Boote mit einigem Lärm ihm hinterher, so dass der Wal bald wieder abtaucht.



      Unter dem strahlendblauen Himmel lichten wir die virtuellen Anker und steuern unser nächstes Ziel an. Während des Mittagessens geht es an Digermulen vorbei nach Risvær. Hier werden die Zodiacs wieder ausgeladen und auch eine Gruppe Kajaker darf nun raus. Mit den Zodiacs geht es zwischen den Schären hindurch. Es geht an Leuchtfeuern und feinen Sandstränden vorbei. Schließlich fahren wir an der Risvær Brygger in den schmalen Sund, der links und rechts von alten Fischbetrieben und neuen Sommerhäusern gesäumt ist.



      Nachdem wieder alles eingeladen ist, machen wir uns wieder auf den Weg. Wir fahren durch den Tjeldsund und passieren gehen 21:00 Uhr die Tjeldsundbrücke.



      Nun ist kurz Zeit für den interessanten Vortrag „Die großen Norweger in bewegten Bildern – Nansen“. 40 Minuten später sehen wir um Dunst Harstad und auch die Trondenes Kirche lässt sich ausmachen.

      Jetzt folgen wir wieder der Küstenrute. Es geht an Finnsnes vorbei und in den frühen Morgenstunden nähern wir uns dann Tromsø ...