Zwei Schiffe werden vorübergehend zu Hotelschiffen

    • Zwei Schiffe werden vorübergehend zu Hotelschiffen

      Die MS Fram und die MS Vesteralen liegen gemeinsam in Andalsnes, nun bekommen sie Besuch. Ende August werden in Andalsnes die Dreharbeiten zur Mission Impossible Serie fortgesetzt. Die Filmcrew um Superstar Tom Cruise hat von der Regierung eine Ausnahmegenehmigung erhalten und wurde von den Quarantänevorschriften befreit. Die Vorbereitungen vor Ort laufen bereits und die beiden Schiffe sollen als Unterkunft dienen. Die Filmcrew wird keinen normalen Kontakt zur lokalen Bevölkerung haben laut Kulturminister Abid Raja. Die Bürgermeisterin von Rauma, Yvonne Wold, sagt, die Gemeinde sei von True North, dem norwegischen Unternehmen, das die Aufzeichnung koordiniert, versichert worden, dass die Infektionskontrolle eingehalten werde.
      Nordlicht :flower:

    • Das wird hoffentlich die leeren Kassen auffüllen! Auch schon früher hatte Hurtigruten diese Idee. Von der habe ich im März 2014 profitiert. Da war die Midnatsol als Hotelschiff für Alta gechartert, wo ein Schlittenhunderennen endete und die Hotelkapazitäten nicht ausreichten. Drum herum wurde eine Sonderreise gebastelt, die es leider nicht mehr gibt: Wir wurden für einige Tage auf den Lofoten "ausgesetzt" und haben dort viele tolle geführte Touren gemacht. Dann wurden wir wieder eingesammelt, und es ging zurück nach Bergen .

      Viele Grüße

      omlia :)


      Reiseberichte im Profil
    • Hier sind ein paar Details zu den Aufnahmen zu finden.
      Betr. Flugverbot über de Gegend findet sich das:

      >>Der Hollywood-Produktion wird wahrscheinlich ein Flugverbot für das gesamte Romsdalen von Åndalsnes nach Bjorli in der Zeit vom Sonntag, 6. September bis Freitag, 25. September gewährt.<<
      und das
      >>Außerdem ist ein Gebiet von Hellesylt und südlich von Frøysanibba vom Sonntag, 30. August, bis Freitag, 11. September, beschränkt. <<

      Was natürlich nix über den Eindatz der Hotelschiffe aussagt, aber über die Zeit, in der in der Gegend von Andalsnes "remi-demi" sein wird :D
      :lofoten2:
    • Nun ist bekannt welche zwei Schiffe für die Dreharbeiten verwendet werden. Hurtigruten hat zwei seiner Schiffe an das Filmteam vermietet, das sich derzeit in Romsdalen aufhält, um die siebte Ausgabe von "Mission: Impossible" aufzunehmen. Es werden von Ende August bis Ende September die MS Vesteralen und die MS Fridtjof Nansen an de Produktionsfirma Truenorth vermietet, sagt Kommunikationsmanager Rune Thomas Ege. Klar ist das die Fridtjof Nansen als Hotelschiff eingesetzt wird, sie wird in Hellesylt liegen und es wurde eine Lizenz für Spirituosen beantragt. Wofür die MS Vesteralen eingesetzt wird ist noch nicht klar.
      Nordlicht :flower:

    • Normalerweise bunkern sie in Mindelo / Kap Verden. Von Bergen nach Mindelo sind es 11 Tage plus nochmal 10 Tage nach Montevideo - sprich total drei Wochen.
      Jan09 FM B-K ~ Jan10 NL B-K-B ~ Jan11 FRAM (Antarctica) ~ Apr11 NN B-K-B ~ Mrz12 LO B-K-B ~
      Jan13 LO B-Alta ~ Feb14 KH B-K ~ Jan16 LO B-K-B ~ Feb18 LO B-K ~ Jan20 LO B (T)-Alta-B

      Reiseberichte siehe Profil !

    • Ein Fall für den Staatsanwalt?

      Einmal mehr schlägt die Registerfrage - NOR oder NIS - zu und betrifft aktuell das Hotelschiff FRIDTJOF NANSEN in Hellesylt. Das Schiff ist als Kreuzfahrtschiff im internationalen Einsatz ja im norwegischen Zweitregister NIS registriert, muss also vor oder nach dem Einlaufen in norwegische Hoheitsgewässer mindestens zwei ausländische Häfen anlaufen, um dann zwischen norwegischen Häfen fahren zu dürfen (deshalb auch die technischen Stopps der FRIDTJOF NANSEN in Cuxhaven), dafür dürfen aber ausländische Seeleute zu ihrem viel günstigeren Heimattarif an Bord arbeiten. Dieser liegt im Schnitt bei 29 Kronen pro Stunde, also etwas unter € 2,90...

      Nun fährt die FRIDTJOF NANSEN aktuell ja gar nicht, sondern liegt als schwimmendes Hotel für eine amerikanische Filmcrew in Hellesylt und verdient der Reederei Hurtigruten so zumindest ein paar Brötchen - aber sie ist nach wie vor ein NIS-Schiff mit einer unter NIS-Bedingungen angemusterten Besatzung, die im Vergleich zu norwegischen Hotelangestellten, die nach norwegischem Tarif arbeiten müssen, konkurrenzlos günstig ist. Diesen Umstand haben nun die die Hotel- und Gastronomiebeschäftigten vertretende Gewerkschaft Fellesfordbundet sowie die Seefahrergewerkschaft Sjømannsforbundet zum Anlass genommen, Hurtigruten bei der Polizei wegen Verstoßes gegen das norwegische Tarifrecht anzuzeigen. Das Schiff operiere derzeit nicht auf internationaler Fahrt, sondern müsse als Hotel in Norwegen angesehen werden, was nicht nur bedeute, dass die Besatzung nach dem norwegischen Hoteltarif bezahlt werden müsse, sondern auch norwegische Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse benötige, die unter dem NIS-Regelwerk nicht notwendig seien.

      Sjøfartsdirektoratet, die zuständige Aufsichtsbehörde, teilt bezogen auf die Fahrtgebietbestimmungen diese Sichtweise nicht, hat sich zu den tarifrechtlichen Fragen aber nicht geäußert. Das Wirtschaftsministerium ist von den Gewerkschaften ebenfalls um eine Stellungsnahme gebeten worden, die aber noch aussteht. Hurtigrutens Direktorin für den Kontakt mit dsen Behörden, Anne Marit Bjørnflaten, betont, dass man sich strikt an die geltenden NIS-Vorschriften halte und kein Sozialdumping betreibe. Vielmehr hätten die Amerikaner die Lösung "Schiff" nicht aus Kostengründen gewählt, sondern da sie unter den Gesichtspunkten des Infektionsschutzes am geeignetsten erscheine.

      Das Stichwort Sozialdumping ist die Hauptbefürchtung der Gewerkschaften, die u.a. fürchten, das Beispiel Schule machen und zukünftig NIS-Schiffe im Hoteleinsatz nahezu überall in Norwegen tausende von Kojenplätzen bei minimalen Lohn- und Gehaltskosten für den Reeder zur Verfügung stellen und damit norwegische Hotels an Land gnadenlos auskonkurrieren könnten.
      Takk for oss

      BRITANNICUS :)