Πελοπόννησος, Sonne, Strand und viel Kultur – Vier Finger zwischen Ionischem Meer und Ägäis

    • Süd

    • 4.Mai 2001 – Rundfahrt Messenien


      Ich befinde mich hier ja auf dem ersten der vier „Finger“, mit denen die Peloponnes im Süden ins Meer ragt, in Messenien. Diesen Finger möchte ich heute gerne bis zur Südspitze und wieder zurück fahren. Beim Frühstück weist man mich allerdings darauf hin, dass es in der letzten Woche schwere Unwetter gegeben hat, und Straßen im Gebirge, sowie Nebenstraßen an der Küste teilweise nicht befahrbar sein können.



      So fahre ich wieder auf die Hauptstraße und in Richtung Pylos, biege allerdings kurz vor der Stadt links ab. Die Straße schlängelt sich nun langsam in die Höhe und erst bei Rizomilos gabelt sich die Hauptstraße. Bei Petalidi erreiche ich die Ostküste Messeniens. Gleich südlich des Ortes fahre ich an einem schönen Küstenabschnitt entlang und ärgere mich, dass ich die Badesachen im Hotel vergessen habe. :pardon:



      Die Straße entlang der Küste in Richtung Süden lässt sich gut fahren, auch wenn es durch die vielen kleinen Ortschaften nicht schnell vorangeht, aber ich habe ja reichlich Zeit. Immer wieder fallen mir hier die toten Reptilien auf, die platt gefahren auf dem Asphalt liegen. Das Aufwärmen auf dem warmen Straßenbelag wird ihnen leider nur zu oft zum Verhängnis. :fie:
      Hier und da huscht auch schnell mal ein Eidechse vor mir von der Straße und die eine oder andere Schlange, die ich versuche zu umfahren, hebt nur kurz den Kopf.



      Hinter Néa Koroni weicht die Straße von der Küste ab und führt wieder ein wenig in die Höhe. Bei jedem Halt den ich einlege, erklingt sofort das ohrenbetäubende Gezirpe der allgegenwärtigen Zikaden :wacko1: . Ich möchte nach Koroni abbiegen, aber gleich hinter dem Abzweig steht eine Baustellenampel, die auch nach längerem Warten keine Anstalten macht, von Rot auf Grün zu schalten. Somit fahre ich weiter auf der Hauptstraße südwärts.



      Die Küste erreiche etwas südlich von Koroni an einem schönen Strand. Kurze Zeit später führt jedoch die Hauptstraße wieder von der Küste weg in Richtung Westen. Da ich gerne bis zum Südzipfel fahren möchte, biege ich bald links in eine kleine Nebenstraße ein. Doch etwa zwei Kilometer bevor ich die Spitze erreiche ist die Straße komplett gesperrt. Vermutlich eine Folge der Unwetter der letzten Woche. ?(



      Ich fahre also den ganzen Weg wieder zurück bis zur Hauptstrecke und wende mich wieder westwärts. Bald gelange ich so an die Küste im Süden und sehe die großen, vorgelagerten Inseln. Ich fahre so noch eine Weile, bevor ich am Koumpáres, einem öffentlichen Strand, eine weitere Pause einlege und meinen mitgenommenen Imbiss zu mir nehme.



      Wenige Kilometer weiter sieht man schon die alte, venezianische Festung von Methoni weit ins Meer ragen. Der kleine Ort selbst hat außer einem kleinen Hafen und ein wenig Kiesstrand wenig zu bieten. Lediglich die langgezogene Festungsanlage kann imponieren und zieht die Besucher an. Ich parke mein Auto unten am Hafen und mache mich auf den Weg zu der Festung.



      Die Festung diente den Venezianern 1125 als Stützpunkt gegen die Piraten des Mittelmeeres. 1500 eroberten die Türken die Festung und behielten sie über 300 Jahre, nur vereinzelt gelangete sie kurzfristig wieder in venezianischen Besitz. In dieser Zeit wurde der Boúrtzi-Turm an der Spitze der Halbinsel von den Türken erbaut und auch als Gefängnis genutzt. Die Türken betrieben von hier auch den Handel mit Sklaven für Ägypten. :hmm:
      Mit der Unabhängigkeit Griechenlands im Jahre 1821 ging auch die Festung in griechischen Besitz über.



      Auf dem Rückweg Richtung Norden mache ich dann noch einmal kurz in Pylos halt und spaziere hier auch auf die Molen hinaus. Ich fülle dann meine Vorräte noch ein wenig in dem kleinen Laden auf und fahre zurück zum Hotel.
      Am späten Nachmittag geht es dann zur Abkühlung wieder an den Strand und ins Meer. :good3:
      Den Abend verbringe ich dann in der anderen Taverne am Strand, die aber genauso gutes Essen und freundlichen Service hat. :ok:


      Fortsetzung folgt ...
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)


    • 5.Mai 2001 – Olympia, Vassae (Bassae)


      Während des Frühstücks entscheide ich mich, es heute mal mit Kultur zu versuchen. Ich möchte heute wieder gen Norden fahren, also die Strecke, die ich von Patras aus genommen habe nur in der Gegenrichtung.
      Mein erstes Ziel ist die antike Stätte von Olympia. Bis kurz vor Pirgos bleibe ich auf der Küstenstraße und biege dann rechts ab. 15 Kilometer später habe ich Olympia erreicht, parke mein Auto und nachdem ich den Eintritt von 1.200 Drs. (griechische Drachme) entrichtet habe, entspricht etwas über sieben DM, betrete ich die historische Stätte.



      Linker Hand sieht man zuerst die Krónion-Thermen (am Bild kann man sehen, dass beim Entwickeln etwas komplett schief gelaufen ist, doch dazu später mehr :fie: ). Hält man sich anschließend rechts, befindet man sich im Gymnasion, hier übten die Wettkämpfer schon Wochen vor den Spielen den Speer- und Diskuswurf. Gleich im Anschluss steht man zwischen den kurzen Säulenresten der Palaéstra, der Schule der Ringer :pump: . Schräg gegenüber sieht man den Tempel der Hera, das Heraíon.



      Folgt man dem Rundgang ist die Werkstatt des Phidias, der viele der Statuen geschaffen haben soll, zu sehen. Auf dem ursprünglichen Mauerwerk hatte man wohl später eine byzantinische Kirche errichtet, worauf die Backsteine hindeuten. Hinter den Werkstätten stehen Reste eines römischen Gästehauses und der Kladeos-Thermen.
      An der Südseite des Zeustempels liegen etliche Säulen- und Mauerreste herum, die man bisher wohl noch nicht richtig zuordnen konnte. Ich gehe zwischen diesen Säulenresten hinauf und stehe ganz oben dann vor dem Tor zum Stadion, einem Gewölbetor.



      Ich betrete das Stadion in dem sich die Laufbahn befindet. Die Bahn hat eine Länge von 600 olympischen Fuß (der Mythologie nach soll der Superheld Herakles seine großen Füße für die Vermessung zur Verfügung gestellt haben :pleasantry_1: ), was etwa 192 Meter entspricht.
      Auf den Hügeln neben der Bahn sollen gut 40.000 Besucher Platz gefunden haben.
      Ich verlasse das Stadion wieder und stehe vor dem Zeustempel. Der Tempel war der bedeutendste Tempel von Olympia und mit seinen Abmessungen von 64,12 m Länge und 27,68 m Breite stellt er auch den größten Tempel der Peloponnes dar.
      Ich schaue mir noch die anderen Gebäude, bzw. deren Überreste an und machen mich dann wieder auf den Weg zu meinem Auto.



      Zuerst fahre ich die gleiche Strecke wieder zurück, die ich gekommen bin, biege aber bei Kréstena links ab und fahre in die Berge. Die Strecke wird jetzt recht kurvenreich und je höher ich komme desto schlechter. Teilweise sind Ränder der Straße abgebrochen, wohl eine Folge der Unwetter und immer wieder entdecke ich große, tiefe Löcher mitten auf der Straße, die man kenntlich gemacht hat, indem man einen langen Ast hinein gesteckt hat. :fie:



      Fast wäre ich an meinem Ziel vorbei gefahren, den erst im letzten Moment kann man das riesige Zelt sehen, zumal ich mich jetzt schon in den Wolken befinde. Auf einer Höhe von 1.130 Metern steht hier der Tempel des Apollon. Schon seit Jahren ist der Tempel komplett mit großen Planen abgedeckt, die einem Christo alle Ehre machen würden, um ihn vor der extremen Witterung hier oben zu schützen.
      Für 500 Dr. (etwa 3 DM) kann man den Tempel, der als der besterhaltene außerhalb Athens gilt, besichtigen. Der Tempel hat eine Grundfläche von 38,57 x 14,6 Meter, auf denen 15 x 6 Säulen mit einer Höhe von 6 Metern stehen. Bis heute steht der Tempel unter den Planen und dies wird sich vermutlich auch die nächsten 20 Jahre nicht ändern, die man für die Restauration veranschlagt hat.

      Auf der kleinen Karte meines Reiseführers ist eine Nebenstraße vermerkt, die vom Tempel hinunter zur Küste führen soll. Diese nehme ich jetzt auch, doch sie wird immer schlechter, geht dann sogar zuerst in einen Feldweg und dann in einen Grasweg über, der letztlich auf einer immer stärker abfallenden Wiese endet. ;( Bevor es hier richtig gefährlich wird, wende ich auf der Wiese und fahre die ganze Strecke wieder zurück, die ich zuvor hinauf gefahren bin.



      Bevor ich schließlich wieder zu meinem Hotel abbiege, fahre ich nach Pylos und kaufe mir dort in dem kleinen Geschäft eine große und gute Karte der Peloponnes, die ich ab dann auch nur noch benutze.


      Fortsetzung folgt ...
      Gruß Jobo,

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    • Deine Bilder verströmen ein wunderbar nostalgischen Charme. Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt, weit ins letzte Jahrhundert zurück. Wenn nur dein neumodisches Auto nicht wäre und die Illusion zerstört! ;) ;)

      Viele Grüße

      omlia :)


      Reiseberichte im Profil
    • omlia wrote:

      neumodisches Auto


      Hätte ich den heute noch, bekäme er in wenigen Jahren sogar ein H-Kennzeichen :laugh1: . OK, mit einem schönen Oldtimer hätte ich die Tour auch lieber gemacht, aber den konnte ich mir nicht leisten .... :pardon:
      Gruß Jobo,

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    • 6.Mai – Sturm


      Eigentlich wollte ich am heutigen Sonntag einen Badetag einlegen, da Ausflugsziele Sonntags sicherlich etwas voller sind, obwohl insgesamt zur Zeit noch sehr wenig Touristen hier sind. Morgen wollte ich dann das Hotel endgültig verlassen und weiterfahren, um mir das nächste Hotel für weitere Nächte zu suchen.
      Doch schon als ich wach werde, höre ich draußen den Wind heftig pfeifen und an allem rappeln, was nicht total fest ist. Das Rauschen der Meeres hört man bis hier oben und ich muss mich richtig durchkämpfen, um zum Frühstück und zurück zu kommen.



      Als ich mir später das Meer am Strand genauer anschaue, bin ich überrascht, wie heftig das Mittelmeer hier toben kann. Das hätte ich nicht erwartet. :search: Schon der Weg zum Strand hatte mir Mühe bereitet, da mich die einzelnen Windböen immer wieder zurück trieben und ich nur mühevoll vorwärts kam.
      In dieser tobenden See, im Süden spritzt die Gischt stellenweise über zehn Meter hoch auf, wenn die großen Brecher auf die dort felsige Küste treffen, wäre das Baden extrem gefährlich und ich verzichte heute darauf. Seit ich diese Bilder gesehen habe, braucht mir niemand mehr zu erzählen, das Mittelmeer sei nur ein harmloser Teich. :nono:



      So faulenze ich den ganzen Tag in meinem Zimmer, wenn es der Sturm zulässt auf dem Balkon, und lese dabei ein wenig. Ab und zu kämpfe ich mich hinunter zum Strand, um ein wenig Bewegung zu haben. Erst am frühen Abend beruhigt sich das Wetter allmählich.

      Neben dem Hotel führt ein Weg vom Strand weg über den Hügel in das Dorf Petrochori, den ich am Abend entlang spaziere. In dem Dorf findet sich auf dem kleinen Dorfplatz das Restaurant Όπως παλιά, was gemäß Übersetzung „Wie alte Zeiten“ bedeutet. Dort lasse ich mich nieder und esse zu Abend. Ich bin der einzige Gast hier und werde freundlich bedient. Das Essen ist absolut Spitze, dazu reichlich und preiswert. :good3:


      7.Mai 2001 – Badebucht Voidokilia


      Meine Abfahrt habe ich gestern um einen Tag verschoben, schließlich will ich den verpassten Badetag noch nachholen. Auf der Karte konnte ich sehen, dass nicht weit von hier die wohl schönste Badebucht der Peloponnes liegen soll.



      Das Wetter ist heute wieder fantastisch, nichts erinnert an den Sturm von Gestern. Also mache ich mich zu Fuß auf den Weg zum Paralia Voidokilias. Auf halbem Weg dorthin springt etwa 100 Meter vor mir eine Eidechse auf dem hohen Gras, rast über den Weg und in die Büsche auf der anderen Wegseite.
      Ich denke noch: “Na die hat es aber eilig“, als nun eine dünne, grüne Schlange (sicherlich gut zwei Meter lang) mit hoch erhobenem Kopf (rund 40 bis 50 cm über dem Weg) genauso schnell über die Straße schießt und in den Büschen verschwindet. Nur Sekunden später hechtet die Eidechse mit einem hohem Bogen, fast über den ganzen Weg wieder ins hohe Gras. Die Schlange bleibt versteckt in den Büschen, ich kann sie auch im Vorbeigehen nicht sehen.
      Da bin ich wohl gerade Zeuge einer Jagd gewesen, denke ich, als ich weitergehe. Nach rund 1.800 Metern erreiche ich die Traumbucht. Vorne zwischen zwei Felsen zum Meer hin etwa 100 bis 150 Meter offen, erstreckt sich dahinter im riesigen Halbkreis eine Badebucht mit feinem weißen Sand. Auf den etwa 800 Metern feinsten Sand befindet sich niemand außer mir. Eine ganze Traumbucht nur für mich alleine.

      Ganz entgegen meiner sonstigen Geduld an Stränden, die meist nur für maximal 50 bis 60 Minuten ausreicht, bleibe ich hier gut über vier Stunden, bis weit über Mittag. Ein dickes mitgenommenes Taschenbuch lese ich in der Ruhe fast ganz aus. Erst am frühen Nachmittag kommt ein Paar und legt sich auf der anderen Seite nieder und noch später ein weiterer männlicher Badegast.



      Jetzt mache ich mich wieder auf den Rückweg. Am Hotel angekommen, mache ich noch Bilder vom Zimmer und dem Bungalow, bevor ich wieder nach Petrochori hinüber wandere und in dem netten Lokal zu Abend esse. :hut:



      Zurück im Hotel genieße ich ein letztes Mal das Abendpanorama. Morgen werde ich definitiv weiterreisen.


      Fortsetzung folgt ...
      Gruß Jobo,

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    • Lieber @Jobo,
      ich verbinde ganz viele Erinnerungen mit all den Städten, die du beschreibst! Vielen Dank für deinen tollen Bericht über dieses noch ursprüngliche Griechenland!!!
      Schade, dass du nicht bis nach Koroni fahren könntest. Das Kloster und seine Bewohnerinnen versprühen so viel ursprünglichen Charme. Ich liebe dieses Örtchen.
      Aber die Stürme auf dem Peloponnes können wirklich heftig sein. Wir waren im Oktober 2018 und 2019 dort, und in beiden Jahren hatte es große Zerstörungen durch einen Medicane bzw. einen Sturm gegeben.
      Freue mich auf die Fortsetzung! :)

    • 8.Mai 2001 – Pylos – Githio


      Bei meinem letzten Frühstück im Hotel Navarone lasse ich mir Zeit und studiere nebenher schon die Karte, um mir eine ungefähre Fahrtroute zu wählen. Zurück in meinem Zimmer wird der Koffer gepackt und anschließend die Rechnung beglichen. Koffer ins Auto, Faltverdeck auf (inzwischen ist es schon schön warm) und los geht die Fahrt. :dance3:



      Zuerst fahre ich auf der mir schon bekannten Strecke, bis zur Gabelung vor Pylos, dann links quer über den Messenischen Finger. Bei Rizomilos fahre ich diesmal aber geradeaus weiter und komme bald darauf am südlichen Ende des Flughafens von Kalamata vorbei. Durch die Stadt geht es nur langsam, erstaunlich viel Verkehr hier. :search:
      Hinter Kalamata wende ich mich südwärts. Die Straße steigt nun langsam an und wird erheblich kurvenreicher.



      Dementsprechend geht es hier nur langsam voran. Ich passiere mehrere kleine Ortschaften und etwa zwei Kilometer hinter Stavropigio stoppe ich auf einem Aussichtsplatz hoch über dem Messenischen Golf. Richtung Süden reicht der Blick bereits bis Kardamili mit der kleinen Insel Merope davor. :good3:
      Von Kardamili aus führt die Straße nun unten an der Küste entlang bis Rigklia. Kurz hinter dem kleinen Ort führen Serpentinen wieder steil nach oben und hoch über der Küste fahre ich nun weiter nach Süden bis Itlio.



      Nun geht es über die Serpentinen wieder hinab und kurz vor der letzten Kehre mache ich noch einmal Halt.
      Über die ganze Bucht von Itlio kann man hier blicken und ich sehe auf der anderen Seite Limeli und direkt unter mir Neo Itlio. Hinter Limeli geht es dann richtig hoch, die Straße überwindet hier die südlichen Ausläufer des Taygetos-Gebirges, mit Gipfeln über 2.400 Meter die höchsten Erhebungen auf der Peloponnes.
      Vorbei an Passay erreiche ich hier erst wieder kurz vor Githio das Meer, den Lakonischen Golf.



      Schon auf den ersten Blick gefällt mir Githio und ich beschließe hier die nächsten Tage zu bleiben. :imsohappy: Als ich den Ort entlang fahre, fällt mir gleich das Hotel Pantheon, ein mehrstöckiges Hotel direkt an der Uferstraße auf. Ich parke vor dem Hotel und das Zimmer im obersten Stock, dass man mir zeigt, sagt mir zu und wird für vier Nächte gebucht. Das Zimmer ist geräumig mit Bad und großem Balkon.



      Es ist erst früher Nachmittag, ideal für einen kleinen Spaziergang, zumal auch die Temperatur heute angenehm ist. Kurz vor Githio bin ich zuvor an der Insel Marathonisi (Cranae) vorbei gefahren, die über einen Damm erreicht werden kann. Diese Insel ist mein Ziel und schon stehe ich vor der Agios Petros, einer kleinen Kapelle im byzantinischen Stil.
      Mittelpunkt der kleinen Insel ist der Tzannetakis Turm, ehemals der Wohnturm der Familie Gregorakis, beherbergt der Turm heute ein Museum.



      An der Spitze der Insel befindet sich der Leuchtturm von Githio. Ich bin ganz alleine auf der Insel, wenn man von den Ameisen, die hier ihren Weg auf und ab gehen mal absieht. Die Insel spielt auch eine Rolle in der griechischen Mythologie. Auf ihrer Flucht von Sparta nach Troja sollen die schöne Helena und der trojanische Prinz Páris hier ihre erste Liebesnacht verbracht haben. :whistle3:
      Von der Spitze der Insel hat man einen schönen Blick auf Githio.



      Zurück in Githio gehe ich noch auf die große Hafenmole. Von der Mole aus kann ich genau auf das Hotel blicken, vor dem auch mein Auto steht. Am Beginn der Mole befindet sich genau auf der Ecke ein großes Restaurant mit einer großen Terrasse davor. Hier lasse ich mich zum Essen nieder und gönne mir ein leckeres Moussaka und dazu den von mir geliebten, geharzten Retsina.



      Ich bin danach noch einmal kurz auf meinem Hotelzimmer, während es draußen bereits dunkel wird. Anschließend drehe ich noch eine lange Verdauungsrunde durch Githio, bevor ich den Tag auf meinem Hotelbalkon ausklingen lasse.


      Fortsetzung folgt …
      Gruß Jobo,

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    • 9.Mai 2001 – Die Mani


      Ich habe wunderbar geschlafen, auch wenn es auf der Uferstraße noch bis spät in die Nacht recht umtriebig zuging. Mein Zimmer liegt aber hoch genug über der Straße, dass es auch bei geöffnetem Fenster nicht zu laut wird. :good3:
      Das Frühstück im Hotel ist gut und im Anschluss packe ich meinen kleinen Rucksack und starte zu meiner heutigen Rundfahrt. Heute will ich die wohl wildeste Landschaft der Peloponnes besuchen, die Mani.



      Die Mani stellt den mittleren der drei südlichen Finger der Peloponnes dar. Ich fahre zuerst die gleiche Strecke von gestern wieder zurück, biege aber kurz vor Limeli südlich ab. Die Landschaft wird nun zunehmend karger und schroffer. Meist fährt man hier hoch über der Küste, die felsig und steinig ist. Die Landschaft der Hochebene ist wenig fruchtbar und meist sieht man nur kleine Bäume und Sträucher.



      Ortschaften liegen hier meist weit auseinander und sind auf den ersten Blick nur schwer als Orte erkennbar. Die vielen Wohntürme, aus denen die meisten Orte bestehen, prägen das Bild dieser fremdartigen Landschaft. Die Mani ist die einzige Region Griechenlands, die nie von den Türken besetzt wurde. :nono: Die Manioten hatten sich immer erfolgreich gegen die Türken gewehrt.



      Bei Mina zweigt eine Stichstraße zur Küste ab, die ich nehme. So erreiche ich dann auch Mézapos, ein kleines Fischerdorf, in dem die Fischerboote per Kran über die Felsküste ins Wasser gesetzt und auch wieder herausgeholt werden. Südlich des Ortes soll eine Nebenstraße wieder auf die Hauptstrecke führen. Ich fahre auf der Route wieder aus dem Ort hinaus und der Asphalt der Straße weicht bald Sand und schließlich fahre ich über einen Grasweg. Das Gras hier ist aber fast einen halben Meter hoch und fest wie Bambus. Es kratzt heftig am Unterboden meines Autos und als ich endlich die Straße wieder erreiche, schaue ich zuerst unter mein Auto, ob ich Schäden entdecken kann. :search:



      Ich fahre weiter südwärts und möchte gerne bis zur Spitze der Mani fahren. Von meinem nächsten Stopp habe ich eine gute Sicht auf Kiparissos und die Westküste. Ich fahre schließlich die Straße weiter nach Süden, bis sie auf dem Parkplatz am Todesorakel des Poseidon, einer kleinen archäologischen Stätte endet. Von hier führt ein schmaler, steiler und unbefestigter Höhenweg zum Leuchtturm. Mangels stabilem Schuhwerk spare ich mir den Gang dahin. :pardon:



      Ich muss die Stichstraße wieder ein gutes Stück zurück, dann befinde ich mich unterhalb von Vathia, wohl dem typischsten Ort der Mani. Der Ort wirkt wie eine große Trutzburg mit seinen vielen Wohntürmen. Diese Wohntürme dienten durchaus auch der Verteidigung und ihre Mauern sind bis zu 1,5 Meter dick und mit Schießscharten besetzt.
      Die Manioten galten jahrhundertelang als fremdenfeindlich und waren auch dem Piratentum nicht abgeneigt. Bis in die zweite Hälfte des 19.Jahrhunderts war die Blutrache hier vorherrschend und manche Familienfehden dauerten Jahrzehnte. Offiziell sollen die letzten Manioten erst in den 1960er Jahren entwaffnet worden sein.



      Von Vathia aus fahre ich die Ostküste wieder zurück nach Githio. Einige Kilometer vor Githio sehe ich von der Höhe aus einen kleinen Ort unten am Meer. Da es schon weit nach Mittag ist wähle ich die kleine Stichstraße die sehr steil hinunter in den Ort führt. Auch hier ist der Asphalt wieder reichlich mit überfahrenen Reptilien „geschmückt“. Am Anfang des kleinen Ortes ist auf der linken Seite ein Gasthaus, dessen große Terrasse auf der anderen Straßenseite direkt am Meer liegt.
      Davor parke ich mein Auto und setze mich an einen der Tische der Terrasse. Ein kleiner Junge, vielleicht zehn oder zwölf Jahre alt, kommt herüber gelaufen und fragt mich etwas. Jetzt wäre es schön, wenn ich griechisch verstehen würde. Ich kann aber zumindest ein Getränk bestellen und der Junge deutet mir an, mit in das Restaurant zu kommen.
      Hier werde ich von einem älteren Herrn empfangen, vermutlich der Opa des Jungen, der mir seine Kühlschubladen öffnet und den Inhalt zeigt. Diese Methode dann ein Gericht zu wählen ist durchaus nicht unüblich in Griechenland. Ich zeige auf die Tintenfische, kann aber nicht wirklich klar stellen, wie viel ich davon haben möchte. Mit etwas gemischten Gefühlen gehe ich wieder nach draußen an meinen Tisch.

      Mein Reiseführer hatte ausdrücklich gewarnt, den Preis und die Menge für Fisch und Meeresfrüchte immer vorab abzuklären, da dies sehr teuer sein könnte. Ich lasse mich also überraschen. Nach einiger Zeit kommt der Junge und stellt mir eine riesige Portion gegrillten Tintenfisch vor die Nase. Dazu gibt es einen großen Salatteller und eine Schüssel mit Pommes, die ich auch nicht gerade als klein bezeichnen würde.
      Doch ich muss schnell feststellen, dass der Tintenfisch, der wohl zuvor in einer speziellen Marinade eingelegt war, hervorragend schmeckt. Es ist mit Abstand der beste Tintenfisch, den ich bis heute gegessen habe. Trotzdem schaffe ich mal gerade mit aller Mühe dreiviertel der Menge und den Salat. Von den Pommes esse ich nur einige wenige. Mehr geht nun einfach nicht mehr rein.
      Umso überraschter bin ich dann, als mir der Junge anschließend die Rechnung bringt. Umgerechnet knapp über sieben DM macht die Summe, inklusive Getränke.

      Nachdem ich mich dann voll gefuttert zum Auto geschleppt habe, fahre ich die steile Stichstraße wieder hinauf zur Hauptstraße und dann zurück nach Githio zum Hotel.

      Ein wenig ruhen im Zimmer, anschließend den notwendigen Verdauungsspaziergang verzichte ich auf ein Abendessen und gönne mir in der Taverne am Ufer nur meinen geliebten Retsina, bevor ich den Tag ausklingen lasse.


      Fortsetzung folgt ...
      Gruß Jobo,

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    • 10.Mai 2001 – Sparta, Mistras


      Heute ist mal wieder Kultur angesagt und gleich nach dem Frühstück fahre ich von Githio nach Norden. Zuerst noch durch die hügeligen Ausläufer des Taygetos fahre ich schließlich durch eine flache Region zwischen unzähligen Orangen- und Oliven-Plantagen hindurch. Nach rund 45 Kilometer erreiche ich den Stadtrand von Sparta.

      Die Stadt mit ihren über 14.000 Einwohnern wirkt auf mich nicht wirklich einladend :fie: . Schmucklose, zwei- bis dreistöckige Betonbauten säumen die fast kerzengerade verlaufende Hauptstraße, die mittig durch breite Verkehrsinseln, die mit Palmen bepflanzt sind, getrennt wird. Als die Hauptrichtung schräg rechts abzweigt, fahre ich weiter geradeaus bis die Straße vor einem Sportstadion, vor dem eine Statue eines Spartaners (Leonidas) steht, nach rechts und links abbiegt.

      Linker Hand vor dem Stadion kann ich mein Auto parken und dann entlang des Sportstadions zum Archäologischen Park mit der Akropolis laufen. Zwar ist der Park in dem die archäologischen Reste liegen sehr ruhig und angenehm zu laufen, die Anzahl der archäologischen Exponate und Überreste ist aber eher für den Ort zutreffend – spartanisch. :pardon:

      So verweile ich hier auch nicht allzu lange und fahre weiter nach Mistras, das nur etwa sieben Kilometer entfernt an den östlichen Hängen des Taygetos-Gebirge liegt. Von Sparta kommend hinter dem Ort beginnt der archäologische Bereich. Dort parke ich mein Auto und begebe mich in den steilen Hang, um diese Geisterstadt zu besichtigen.
      Einst war Mistras der Nabel der byzantinischen Welt auf der Peloponnes und hatte um 1700 sogar rund 42.000 Einwohner. Heute gibt es nur noch ein kleines Dorf unterhalb der Geisterstadt. Auf gut 300 steilen Höhenmeter verteilt finden sich hier noch viele gut erhaltene Gebäude, Häuser, Kirchen, Tempel und Paläste.

      Es ist eine wunderschöne Anlage :ok: in der ich mich gleich mehrere Stunden aufhalte. Im Nachhinein betrachtet für mich die schönste Anlage auf der Peloponnes von denen die ich besichtigt habe. Nachdem ich dann doch langsam meine Füße spüre, gehe ich wieder zurück zum Auto und fahre die gleiche Strecke wieder zurück nach Githio, wo ich am späten Nachmittag eintreffe.

      Den Abend lasse ich dann wieder in dem Restaurant an der Mole ausklingen.


      11.Mai 2001 – Monemvassia


      Zwei der drei markanten Finger im Süden habe ich jetzt schon befahren. Heute soll der dritte, der lakonische Finger an der Reihe sein. Von Githio aus fahre ich zuerst die Küste nördlich entlang und stoße in Skála auf die Hauptstraße, der ich bis kurz hinter Makrinára folge.

      Hier biege ich rechts ab und folge der Küstenstraße entlang des Lakonischen Golfes in südlicher Richtung. Bei Pantánassa führt dann eine Straße quer über den Finger. Die Straße steigt zuerst langsam an und läuft auf der anderen Seite sanft zur Küste des Myrtoischen Meeres aus. Nach wenigen Kilometern in nördlicher Richtung liegt Monemvassia vor mir.

      Hier auf dem Festland liegt der neue Teil der Stadt, Géfira. Ich fahre jedoch über einen schmalen Damm zum alten Teil des Ortes, der sich auf einer Insel befindet. Hoch ragt ein Felsen auf der Insel auf, um den man rechts herum die stetig ansteigende Straße fährt. Die Fahrt endet vor der Stadtmauer, die hier bis hoch auf den Felsen hinauf ragt. Ab hier geht es nur noch zu Fuß weiter. :dance3:

      Der Ort hat seinen mittelalterlichen Charme nicht verloren. Sowohl in der Unter-, wie auch in der Oberstadt kann man stundenlang durch schmale Gasse auf- und absteigen. In der Oberstadt finden sich Kirchen in byzantinischem Stil und eine alte Festungsanlage. Es empfiehlt sich auf jeden Fall einen Plan dabei zu haben, da man sich sonst schwer tut, aus den engen Gassen wieder heraus zu finden.

      Es ist schon Nachmittag, als ich mich wieder auf den Rückweg mache und am frühen Abend hat Githio mich wieder. Meinen letzten Abend in dem 4.000 Einwohner zählenden Ort beende ich wieder in dem Lokal an der Mole.


      12.Mai 2001 – Githio – Náfplio (Nauplia)


      Nach einem guten Frühstück bezahle ich mein Zimmer und fahre, um nicht wieder durch Sparta zu müssen, die Küste entlang bis kurz hinter Skála. Hier biege ich nordwärts ab und erst hinter Leonidio taucht das Meer wieder vor mir auf, der Argolische Golf. Diese Küste fahre ich nun immer Richtung Norden bis zum Ende des Golfes und dann bis zur anderen Seite nach Nauplia.

      Die etwa 12.000 Einwohner zählende Stadt war von 1828 bis 1834 die erste Hauptstadt Griechenlands nach der Befreiung von den Osmanen. Hier will ich mir ein Hotel für die nächsten Nächte suchen, was sich aber in dem Einbahnstraßengewirr, mit vielen komplett für Autos gesperrten Straßen, als schwierig herausstellt. Ein Hotel ist mir zu teuer, ein anderes liegt sehr ungünstig an einer stark befahrenen Kreuzung. :nono:

      Ich fahre also aus der Stadt heraus nach Süden und finde in einem der kleineren Orte ein einfaches Hotel zu einem akzeptablen Preis. Von hier sind es nur fünf Autominuten bis in die Stadt. Nachdem mein Gepäck auf dem Zimmer ist, inzwischen ist es schon früher Abend, fahre ich zurück in die Stadt und parke mein Auto.

      Ich spaziere in die malerische Altstadt und finde in einer Seitenstraße eine schöne Taverne. Die Taverne liegt genau an einer Ecke und die Tische draußen stehen sowohl auf der breiten Fußgängerzone, wie auch in der schmalen Seitengasse. An einem der letzteren Tische lasse ich mich nieder. Der Kellner ist freundlich und das Essen gut und preisgünstig. :good3: Ich sitze noch lange hier, bin der einzige Gast, da auch hier noch keine Saison ist, bevor ich zurück ins Hotel fahre und den Tag beende.

      13.Mai 2001 – Kanal von Korinth, Epidaurus


      Mein heutiges Ziel liegt im Norden. Von Nauplio aus fahre ich die Hauptstrecke über Argos bis Dervenákia. Hier wechsle ich nicht auf die parallel laufende Autobahn, sondern bleibe auf der Landstraße bis Solomós. Von dort fahre ich über kleine Nebenstraßen bis zum Kanal von Korinth.

      Der nur 6,3 Kilometer lange Kanal von Korinth wurde 1893 eröffnet und machte seitdem aus der Halbinsel die Insel Peloponnes. Die Wasserstraße ist acht Meter tief und rund 25 Meter breit. Ich stehe inzwischen, nachdem ich mein Auto in der Nähe geparkt habe, auf einer der Brücken hoch über dem Kanal. Die Seitenwände der künstlichen Meerenge ragen bis gut 76 Meter in die Höhe. :search:

      Ich warte hier relativ lange, aber zur Zeit fährt gerade kein Schiff durch den Kanal :whistle3: . Noch länger zu warten, wenn man nicht weiß ob wirklich irgendwann ein Schiff kommt, macht keinen Sinn. Ich gehe also wieder zum Auto und fahre vom Kanal in Richtung Süden, immer am Saronischen Golf entlang. Hier kann ich unzählige Schiffe sehen, die im Golf auf Reede liegen. Die Straße biegt jetzt nach Westen ab und nach etwa zehn Kilometer habe ich Epidaurus erreicht.

      Ein Abzweig führt zu den archäologischen Anlagen von Epidaurus. Zuerst schaue ich mir die verschiedene alte Tempelanlagen an, zumindest die Reste, die davon noch erhalten sind. Vorbei am Artemis-Tempel gelange ich schließlich zum Theater von Epidauros. Das Theater hat die Form einer Halbschale und fällt nach unten ab bis zur Bühne.

      Bisher war ich ganz alleine, aber dort unten, sicherlich 25 bis 30 Meter unter mir stehen drei Leute. Ich gehe am oberen Rand entlang und höre deutlich Stimmen. Ich drehe mich um, da ich weitere Personen hinter mir vermute, die sich unterhalten, doch da ist niemand. Erst jetzt wird mir klar, dass es die Stimmen der drei da unten sind, die sich ganz normal unterhalten. :pleasantry_1:
      Sie sind hier oben so deutlich zu hören, als stünden sie direkt neben mir. Erstaunlich welche fantastische Akustik dieses Theater bietet.

      Von Epidaurus fahre ich wieder zurück zu meinem Hotel und am Abend wieder nach Nauplio zu der Taverne. Der Kellner freut sich sichtlich mich wieder zu sehen und ich sitze noch lange dort, bevor ich wieder zum Hotel zurück fahre.


      Hinweis: Sicherlich wundert ihr euch, warum hier keine Fotos sind. Ich hatte acht 36er Kodak-Filme mitgenommen und verbraucht. Diese Filme hatte ich anschließend wie immer nach Erding in die DM-Filiale im Sempt-Markt gebracht. Ich war dann einigermaßen erstaunt, als ich die Bilder abholen wollte und die Entwicklung plötzlich kostenfrei war.
      Ein Entschuldigungsschreiben lag den Bildern bei indem man sich für die Bildfehler in dem einen Film (Olympia) entschuldigte und mir mit Bedauern mitteilte, dass zwei weitere Filme leider bei der Entwicklung völlig zerstört worden seien
      :ireful: . Daher habe man nichts berechnet und mir drei neue Filme (allerdings DM-Eigenmarke :hmm: ) kostenfrei beigelegt.
      Sicherlich eine Entschuldigung, aber ein wirklicher Ersatz ist es halt nicht und schmälert auch nicht wirklich den Ärger.
      :nono:



      Fortsetzung folgt ...
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)

    • Jobo wrote:

      Ich hatte acht 36er Kodak-Filme mitgenommen und verbraucht.


      Zu Kodak-Zeiten war das Fotografieren leider furchtbar kostenintensiv. Bei einem vierwöchigen Familien-Sommerurlaub in Norwegen hatte ich es einmal auf die Maximalmenge von 42 Filmen gebracht.

      Jobo wrote:

      dass zwei weitere Filme leider bei der Entwicklung völlig zerstört worden seien


      Oh nein, wie schade! :fie: Ich wäre lange untröstlich gewesen. :(
      Das war nach jedem Urlaub meine große Sorge, aber zum Glück ist der Supergau nie eingetreten. Dafür muss man heutzutage auf die Speicherkarte vertrauen, wenn man die Bilder nicht schon unterwegs sichert.

      Vielen Dank für den interessanten Bericht von der Peloponnes. :thumbsup: Da werden bei mir Erinnerungen wach. So ausführlich war unser Aufenthalt 2004 dort aber leider nicht.

      Viele Grüße
      Laminaria


      Reiseberichte sind in meinem Profil verlinkt.
    • Ich habe heutzutage immer mein kleines Netbook dabei und eine externe Festplatte. Da werden jeden Abend die Bilder von der Kamera einmal aufs Netbook und zusätzlich auf die Externe gesichert.
      Bei meiner Porto-Reise im letzten Jahr hatte ich das Netbook mal versuchsweise zu Hause gelassen und die Bilder abends immer auf die große Speicherkarte (Dual-SIM, aber ich nutze den zweiten slot für eine 400 GB Speicherkarte) im smartphone gesichert. Das geht auch, ist aber extrem langsam und benötigt viel Zeit für die Sicherung, deshalb bin ich davon wieder abgekommen.
      Gruß Jobo,

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    • 14.Mai 2001 – Mykene, Korinth



      Nach dem Frühstück fahre ich erneut Richtung Norden, aber nur bis Tírintha auf der gleichen Strecke wie gestern. Ab dort weiche ich auf eine fast parallele Straße aus und fahre bis Monastiráki. Von hier zweigt eine schmale Straße nach Mykene, der bekannten archäologischen Stätte ab.



      Durch das kleine Dorf Mikines führt eine schmale Straße bis zum Parkplatz unterhalb der archäologischen Stätte. Nur zwei weitere PKW und ein kleiner Bus parken bereits hier. Mykene war einst eine umtriebige Stadt. Die ältesten Funde gehen auf die Zeit 3000 - 2800 v. Chr. Zurück. Seine Blütezeit hatte Mykene von 1400 bis 1150 v. Chr. und verfiel danach wie so viele ähnlicher Städte dieser Zeit.



      Die Stadt liegt auf einem Hügel mit guter Rundumsicht ins Umland :search: . Aufgrund der Mauern rund um die Stadt muss sie einst wie eine große Burganlage gewirkt haben. Ihre Toten wurden hier, je nach Stand, innerhalb der Mauern begraben. Diese Gräber stellten auch die Höhepunkte der archäologischen Ausgrabungen dar.



      Einige der historischen Tore waren schon immer teilweise sichtbar, wurden aber kaum beachtet. 1700 legte ein venezianischer Wissenschaftler das Löwentor frei, aber danach geriet die Stätte wieder in Vergessenheit. Erst 1876 begann Heinrich Schliemann hinter dem berühmten Löwentor mit seinen Ausgrabungen und legte zuerst das dahinter befindliche Gräberrund mit seinen Königsgräbern frei. Rund 14 Kilo Gold soll er hier entnommen habe, dass sich heute größenteils in einem Museum in Athen befinden soll. :pleasantry_1:
      Die ganze Anlage wurde dann in den Folgejahrzehnten von griechischen und britischen Archäologen freigelegt.



      Nachdem ich bereits eine Weile in der Anlage herumgelaufen bin, kommen auf dem Parkplatz immer mehr Busse an. Von hier oben kann ich auf der Zufahrtsstraße eine kleine Parkbucht sehen, von der gerade ein Bus abfährt, nachdem seine Reisenden zuvor eingestiegen sind.
      Ich fahre also dorthin und parke hier vor der sogenannten Schatzkammer des Atreus, Sohn des Pelops. Leider ist der Eingang zur Schatzkammer wegen Restaurierungsarbeiten zur Zeit geschlossen.
      Eigentlich ist diese Schatzkammer ein Kuppelgrab, vermutlich des Agamemnon, des Sohn des Atreus und der Aërope. Es gilt als das besterhaltene Kuppelgrab seiner Zeit.



      Es ist kurz vor Mittag und ich will die verbliebene Zeit nutzen, noch einmal zum Kanal von Korinth zu fahren. Vielleicht habe ich heute Glück und sehe ein Schiff im Kanal. Ich fahre diesmal aber direkt nach Isthmia unten am Kanal, da ich gestern dort eine Überfahrt gesehen habe, und mich frage, was mit dieser passiert wenn ein Schiff kommt.
      Gerade ist auch ein Schiff in den Kanal eingefahren und die Überfahrt ist nicht zu sehen :search: . Erst langsam taucht sie dann aus dem Wasser auf. Sie wird also, genau wie die nördliche Überfahrt, bei jedem Schiff auf den Grund des Kanals versenkt.



      Ich fahre wieder hoch zu der Brücke von gestern und kann gerade noch das Schiff ganz im Norden am Ende des Kanals erkennen. Ich beobachte den Kanal noch eine Weile, aber ein weiteres Schiff kommt nicht mehr.
      So fahre ich dann gemütlich zurück in mein Hotel.

      Am Abend bin ich dann natürlich wieder in der kleinen Taverne. Ich setze mich an den ersten Tisch in der Nebengasse, so braucht der Kellner, der mich zuvor lachend begrüßt hat, nicht so weit zu laufen. :hut:
      Von meinem Platz kann ich weit in die Fußgängerzone hineinblicken und so sehe ich auch, gerade als mein Essen kommt, eine Gruppe von etwa acht bis zehn Frauen mittleren Alters die Fußgängerzone herauf kommen. Als die Gruppe noch gut 25 Meter entfernt ist, schreit eine aus der Gruppe zu meinem Kellner herüber: „Haalloooo, ham sie ooch Pizzaaa“ ….

      Mein Kellner, der tatsächlich einige wenige dieser „Touristenkompromisse“ auf der Karte hat, bestätigt und die Gruppe lässt sich lautstark vorne in der Fußgängerzone an den Tischen nieder. Es dauert geraume Zeit, bis die Gruppe endlich ihre Bestellung losgelassen hat, unüberhörbar für die ganze Umgebung.

      Als mein Kellner mich zwischendurch mal anschaut, zucke ich nur entschuldigend für diese Landsleute mit den Schultern, was ihm ein Lachen abringt. In der Folge bekomme ich zwangsweise die komplette Unterhaltung der Meute mit, es handelt sich um einen kleinen Teil einer Urlaubsgruppe, die wohl mit mehreren Bussen heute in Nauplio angekommen ist und die nächsten zwei Tage bleiben wird.

      Irgendwie reift in mir an diesem Abend dann der Entschluss am nächsten Tag wieder die Rückreise nach Hause anzutreten. Als ich mich von dem Kellner verabschiede, ahnt er wohl, das dies mein letzter Abend war und nickt verstehend.


      Fortsetzung folgt ...
      Gruß Jobo,

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    • Jobo wrote:

      Ich fahre diesmal aber direkt nach Isthmia unten am Kanal,

      Dort hatten wir damals auf dem Weg zu unserem Ferienhaus Pause gemacht, im teuersten Lokal Griechenlands :laugh1: :laugh1: :laugh1: Was wir aber vorher nicht wußten, leichtsinnigerweiße haben wir einfach mal für die Gruppen Essen bestellt ohne vorher ein Preisschild zu sehen, man durfte die exclusive Aussicht auf den Kanal mit bezahlen :mosking:
      Nordlicht :flower:

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      15.Mai 2001 – Nauplio – Patras – Igoumenitsa



      Weit muss ich heute nicht fahren, bis Patras sind es über die Schnellstraße gerade mal etwa 185 Kilometer. Ich kann also in aller Ruhe frühstücken, Packen und, nachdem ich das Zimmer bezahlt habe, losfahren.
      Auf der Fahrt von Nauplio zur Autobahn habe ich noch in Aha-Erlebnis.
      Mein Reiseführer hatte mich schon gewarnt, dass die Griechen wohl nicht die allerbesten Autofahrer sind und man immer mit größer Vorsicht mit dem Auto unterwegs sein soll.
      Ich hatte auch in den Tagen davor schon so manches gesehen, wo ich nur den Kopf geschüttelt habe. Jetzt fahre ich gerade durch eine kleinere Ortschaft und am Ende des Ortes führt die Straße noch ein wenig geradeaus, bevor eine Linkskurve kommt, die relativ stark abfällt. Rechts von mir ist eine sehr hohe Bordsteinkante, sicherlich mindestens 15 cm hoch. In dem Moment kommt ein Fahrzeug aus der Kurve „geflogen“ und ich kann deutlich sehen, dass der Fahrer die Spur nicht mehr halten kann und mir auf meiner Spur direkt entgegenkommt.
      Im letzten Moment ist rechts vor einer Einfahrt eine Absenkung der Bordsteinkante, auf die ich jetzt ausweiche und der Entgegenkommende rast nur wenige Zentimeter an mir vorbei. Ich halte danach erst mal an und bringe meinen Puls wieder in medizinisch vertretbare Werte. :wacko1: Ein kurzer Blick unters Auto, das mit der rechten Seite auf dem Bordstein und mit der linken gerade noch so auf der Straße steht. Zum Glück hat der kleine Mazda ausreichend Bodenfreiheit, so dass zwischen Boden und Bordsteinkante noch knapp zwei bis drei Zentimeter Luft sind. Das hätte mir gerade noch gefehlt, auf der Heimreise einen Frontalcrash. :nono:

      Ich brauche bis Patras knapp zwei Stunden, allerdings durch Patras durch bis zum Hafen noch einmal gut 40 Minuten, so dass ich kurz vor Mittag am Hafen bin.



      Ich parke im Bereich der Schiffsagenturen um mir ein Ticket für die Überfahrt zu besorgen. Viele Fähren liegen hier im Hafen bereits nebeneinander. Ich sehe Schiffe der Superfast und Blue Star Lines, sowie eine Fähre der Minoan Lines. Der Schalter der Minoan ist bereits geschlossen, daher frage ich bei den anderen Gesellschaften nach.
      Ich möchte allerdings nicht wieder die ganze Strecke von Süditalien zurück fahren, daher kommen die Häfen Brindisi und Bari für mich nicht in Frage. Somit bleiben nur Venedig und Ancona.



      Die Strecke bis Venedig ist aber sehr teuer und ich entscheide mich für Ancona. Bei Blue Star bekomme ich schließlich ein Ticket für die Überfahrt Patras – Igoumenitsa – Ancona. Mein Schiff, die BLUE STAR 1, startet am Nachmittag und es dauert nicht lange bis ich mit dem Auto einfahren kann.
      Ich werde auf dem oberen Autodeck eingewiesen, unten ist für die ganzen LKW reserviert. Meine Kabine liegt diesmal günstig in der Schiffsmitte :good3: und ist größer und moderner als die auf der Hinfahrt. Das Schiff ist aber auch erheblich größer mit seinen fast 30.000 BRT und mit 176 Meter auch länger.



      Insgesamt 1.600 Passagiere und 640 Fahrzeuge haben Platz auf 10 Decks. Am 18.Dezember 1999 vom Stapel gelaufen startete das Schiff am 13.Juni 2000 zu seiner Jungfernfahrt. Ich begebe mich, nachdem ich meinen Rucksack in der Kabine soweit notwendig ausgepackt habe, aufs Oberdeck und beobachte das Treiben im Hafen und die weitere Verladung in das Schiff.



      Allzu viele Fahrzeuge fahren hier aber nicht mehr hinein und nachdem wir ablegen und den alten Hafen von Patras verlassen (inzwischen hat Patras einen neuen Hafen), merke ich schnell, dass die BLUE STAR 1 mit ihren 27 kn ein sehr schnelles Schiff ist (in den Folgejahren fuhr das Schiff die Inseln der Ägäis an, ist aber heute wieder auf der Strecke Patras – Ancona unterwegs). Bis Igoumenitsa sitze ich hier auf dem Oberdeck in der Nähe des Pools und genieße das schöne Wetter auf See. :cool:



      Es dämmert schon als wir Igoumenitsa erreichen und ich sehe den Kai dort voll mit LKWs. Eigentlich sollten wir hier nur einen kurzen Zwischenstopp machen, aber bis die alle im Schiff sind wird es wohl dauern, befürchte ich. Doch was dann kommt, habe ich so nie wieder gesehen. Über beide Rampen werden die LKWs rückwärts mit einer solchen Geschwindigkeit ins Schiff gelotst, dass die bestimmt weit über 100 LKWs nach nicht mal 40 Minuten alle im Schiff verschwunden sind und wir wieder ablegen können. :locomotive:

      Erst jetzt merke ich, dass es längst Zeit fürs Abendessen ist und habe schon Angst, dass durch die ganzen LKW-Fahrer das Restaurant voll ist. Doch es ist eher spärlich gefüllt und ich finde problemlos einen freien Platz. Auf dem Rückweg ans Deck werfe ich einen Blick in den großen Raum mit den Spielautomaten, überwiegend die einarmigen Banditen, und sehe hier alle Geräte von den LKW-Fahrern besetzt.

      Wieder auf Deck bewundere ich noch lange den schönen Sonnenuntergang, während wir zwischen der albanischen Küste und Korfu auf die Adria hinausfahren. Danach suche ich meine Kabine auf, die doch erheblich ruhiger und auch sonst angenehmer ist, als die auf der MARIA G bei der Hinfahrt.


      Fortsetzung folgt ...
      Gruß Jobo,

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      16.Mai 2001 – Ancona – Eichenried



      Da ich gestern schon früh zu Bett war, bin ich heute auch früh wach. Ich habe gut geschlafen, weder Licht noch Lärm haben diesmal gestört. :imsohappy: Mein erster Gang ist aufs Oberdeck, es ist noch dunkel. In der Ferne an unserer Backbordseite sehe ich in relativ gleichmäßigen Abständen Lichtpunkte. Ich vermute es handelt sich um Fischer vor der italienischen Küste.

      Als das Restaurant öffnet bin ich der erste Gast an diesem Morgen. Ich frage ein Crewmitglied nach diesen Lichtern und erfahre, dass es sich dabei um Patrouillenboote der italienischen Grenzschützer, der Guardia di Finanza und Guardia Costiera, handele. Seit dem Kosovokrieg vor zwei Jahren habe die Küstenwache hier eine Kontrollkette aufgebaut, da immer wieder Osteuropäer versuchten über die Adria illegal nach Italien zu gelangen.

      Nach dem Frühstück begebe mich wieder aufs Oberdeck. Inzwischen ist es hell und die italienische Küste zieht an Backbord an uns vorbei. Die kleinen Patrouillenboote sind jetzt auch deutlich erkennbar. Ich verweile hier noch ein wenig, dann muss ich meine Kabine räumen. Anschließend bleibe ich noch bis kurz vor Ancona auf dem Oberdeck.

      Während wir in den Hafen einfahren, müssen die Autofahrer wieder zu ihren Autos. Im Auto warte ich nun, bis wir angelegt haben und zuerst die ganzen LKWs heraus dürfen, was aber recht zügig geht. Dann dürfen auch die wenigen PKWs losfahren.

      Kaum aus dem Schiff heraus, werde ich von einem Beamten der Guardia di Finanzia angehalten und muss Personalausweis und Fahrzeugpapiere zeigen. Zusätzlich fragt er mich noch einmal, welcher Nationalität ich sei. Anscheinend hat die Sonne der letzten zweieinhalb Wochen dazu beigetragen, dass er mich wohl für einen illegalen Osteuropäer hält. Doch dann lässt er mich weiterfahren.

      Wir waren in der Nacht wohl flott unterwegs, eigentlich war die Ankunft in Ancona für 11:00 Uhr geplant, es ist gerade mal 10:50 Uhr als ich vom Hafen losfahre. Erstaunlich schnell bin ich aus Ancona heraus und auf der Autobahn Richtung Mailand, die ich bis Modena befahre. Es geht zügig ohne große Verzögerungen voran und gegen 15:00 Uhr lege ich kurz hinter Verona, in Höhe Gardasee, eine Pause ein und tanke ein wenig nach, damit es bis Innsbruck reicht.

      Auch über den Brenner gibt es nur wenig Verkehr und so fahre ich gegen 17:30 Uhr in Innsbruck-Süd von der Autobahn und tanke in der Stadt mein Auto voll. Neben der Autobahn fahre ich wieder bis Seefeld und dann über Garmisch-Partenkirchen, München zurück nach Eichenried. Kurz vor 21:00 Uhr treffe ich hier ein und ein schöner Urlaub geht zu Ende.


      Fazit



      Nach Jahren zuvor, in denen es mir nicht so gut ging, war der Urlaub wie eine Befreiung für mich und ist bis heute unvergessen.

      Über die Fähren, Hotels und Restaurants irgendwelche Urteile oder Empfehlungen abzugeben macht nach 19 Jahren nicht wirklich Sinn. :nono:

      Deshalb beschränke ich mich auf die Orte und historischen Stätten, die es natürlich immer noch gibt.

      Sehenswert: Mistras, Olympia, Mykene, Epidaurus, Momenvassia, die Mani und der Kanal von Korinth :good3: – etwas enttäuscht war ich von Sparta :pardon:

      Die Städte Pylos, Githio und Nauplio haben mir alle gut gefallen und ich würde sie gerne noch einmal besuchen :ok:

      In Italien hatte Trani einen gewissen Reiz und die Murge mit ihren Trulli sollte man einmal gesehen habe, auch das Castel del Monte. :search:

      Negativpunkte: Schwerölreste an den Stränden, die Kabine der MARIA G (was aber auch meiner damaligen Unwissenheit über die Lage von Kabinen geschuldet war), so mancher griechische Autofahrer und diverse deutsche Touristengruppen. :wacko1:


      αντιο σας
      Gruß Jobo,

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
      - Alexander von Humboldt -

      (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)