Resturlaub auf der MS Nordkapp vom 08.11. – 19.11.2019

    • B-K-B
    • MD800 wrote:

      ... daß man die 200 NOK auch mit Kreditkarte bezahlen kann...

      Das ist richtig, hatte bei mir aber leider nicht funktioniert. Wahrscheinlich war das Lesegerät offline.

      Tag 8: 15.11.2019

      In Havøysund beginnt die Morgendämmerung, der Sonnenaufgang ist allerdings erst für 09:19 Uhr angekündigt.



      Die Begrüßung der Polarlys findet mit Licht und Ton vor dem Windpark Havøygavlen statt. Leider auch heute kein schönes Wetter in Sicht.



      In Hammerfest ist es wenigstens (noch) hell. Vorbei an Melkøya und dem Meridianstein und unserem Spiegelbild im Arktischen Kulturzentrum geht es zum Anleger.



      Natürlich darf ein Foto des Eismeerportals nicht fehlen. Dank Bodenheizung kann ich ein Bild aus ungewohnter Perspektive machen. Auch Adolf Henrik Lindstrøm, dem norwegischen Koch und Polarforscher und Namensgeber der Schiffsrestaurants auf den neuen Expeditionsschiffen, statte ich einen Besuch ab.



      Mit Spikes bewehrten Schuhen will ich mir mal anschauen, wie der Zustand des Zick-Zack-Weges ist. Man kann es ja mal probieren…



      Eigentlich reicht ja schon der erste Rundblick auf Kirche und Stadt, aber dann packt mich doch der Ehrgeiz und ich erklimme den ganzen Weg. Im oberen Bereich nicht ganz ohne, da der Handlauf durch den Schnee tiefergelegt ist und man sich auf der Schrägen halten muss. Der Ausblick belohnt dann aber für die Mühe!



      … und runter geht’s immer! Es bleibt auch noch Zeit die Lutherische Kirche zu besuchen.



      Nach dem Ablegen dauert es nicht mehr lang bis zum Sonnenuntergang um 13:19 Uhr. Und so gleiten wir durch die Nacht mit kurzem Stopps in Øksfjord und Skjervøy . Von der Lofoten bekommen wir nur die Lichter zu sehen.

      Das Mitternachtskonzert schließt diesen Tag ab. Auch wenn ich es schon mehrfach besucht habe, finde ich es doch immer wieder gut in dieser schönen Kirche innezuhalten und den drei Musikern zuzuhören. Nach dem Konzert stehe ich bei der Abfahrt noch draußen und sehe zu, wie die Lichter von Tromsø immer kleiner werden. Schade, auch wieder kein grün. Also ab in die Kabine. Beim Zähneputzen passiert es dann … Nordlichtalarm! Also schnell in die warmen Klamotten und durch das Treppenhaus nach oben und da ist es. Auch mit dem bloßen Auge kann man die Schlieren sehen.



      Eine gute Stunde dauert es dann, bis ich um halb vier wieder ins Warme komme. Gute Nacht!
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      @sternengucker: Schön, wenns gefällt, dann will ich auch gleich mal fortsetzen...

      Tag 9: 16.11.2019 – Teil 1

      Nach der langen Nacht gestern lasse ich es heute etwas ruhiger angehen. Trotzdem bin ich vor Harstad schon draußen und beobachte das Einlaufen.



      Vom Kai aus gelingt mir ein schönes Mondbild. Der Aufenthalt in Harstad verlängert sich etwas, da es ein Problem mit der großen Ladeklappe gibt. Es wird geflext und ein (Hydraulik?-)Schlauch provisorisch geflickt. Als wir schließlich ablegen ist auch die Sonne aufgegangen und taucht die Kirche in Trondenes in ein schönes Licht.



      Durch die Risøyrenna geht es nach Risøyhamn . Hier wird dann nochmals an der Ladeklappe gewerkelt.



      Nach den vergangen drei trüben Tagen sammeln wir wieder das gute Wetter ein, was wir in Tromsø geparkt hatten und so geht es durch die tolle Landschaft nach Sortland und weiter nach Stokmarknes .



      In Stokmarknes bin ich auf die Baustelle um die alte Finnmarken gespannt und kann nun live den Baufortschritt sehen. Auch der gute Richard With hat in der Baustelle sein Plätzchen gefunden. Mit Spikes geht es bis zur auf die Brücke und zurück durch die Innenstadt, wo schon die Weihnachtsdekoration leuchtet.



      Auf dem Weg zum Raftsund bricht die Nacht herein, sodass die Kamera nicht mehr zu gebrauchen ist. Trotzdem ein Erlebnis! In Svolvær bleibt wiederum Zeit für einen schönen Spaziergang.



      Und dann ...
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      Tag 9: 16.11.2019 – Teil 2

      Auf dem Weg nach Stamsund lässt sich Grünes am Himmel erahnen. Das Auge kann zwar zwischen Wolkenband und Nordlichtstreifen nicht richtig unterscheiden, aber mit Kamerahilfe sieht man es dann doch.



      Auch in Stammsund schaut das Nordlicht noch einmal hinter dem Berg hervor.



      Danach verschwindet das Nordlicht dann aber und ich tue es ihm gleich…

      Tag 10: 17.11.2019

      Nach dem Frühstück gibt es noch einen Nachschlag. Dazu treffen wir uns noch vor Sonnenaufgang auf dem Außendeck. Ihr ahnt es schon, wir verlassen die Arktis und feiern dies mit leckerem Lebertran!



      Der Landgang in Sandnessjøen fällt dem Wetter und der Zeit zum Opfer. Dafür stehe ich natürlich bei den Sieben Schwestern draußen. Auch wenn sie die Siebte etwas verhüllt, kann man sie doch ganz gut erkennen.



      Da die offiziellen Ausflüge in in Brønnøysund nicht stattfinden, bietet das Expeditionsteam außerplanmäßig (für kleines Geld) einen Rundgang an. Vorbei geht es am Telegrafengebäude zum See. Dort erfahren wir etwas über die Geschichte der Gegend und des Ortes. Weitere Haltepunkte sind die Höhlen aus der Wikingerzeit und die Grabhügel aus der Völkerwanderungszeit. In einem Bogen geht es dann am Schulzentrum vorbei zur Kirche (die natürlich geschlossen ist).



      Schließlich geht es zurück zum Hafen und zum Mittelpunkt der Küste zwischen Lindesnes und Nordkapp.



      Am Abend steht das Farewell-Dinner auf dem Programm, ansonsten wird es ein ruhiger Abend.
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      Dass der dunkle und oft graue November so viele schöne Motive liefert, hätte ich nicht gedacht. Aber es liegt ja alles im Auge des Betrachters, und du betrachtest individuell und originell - wie etwa Bild 47.

      Viele Grüße

      omlia :)


      Reiseberichte im Profil
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      Der helle Mond hat auch in der Dunkelheit für schöne Stimmungen gesorgt. Gerade die Bilder in der dunklen Jahreszeit hatten mich gereizt diese Tour zu machen. Und auch der nächste Tag begann im Dunklen:

      Tag 11: 18.11.2019

      „Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir befinden uns in einer fernen Zukunft. Dies sind die Abenteuer…“, fast so fühle ich mich, als mich die beiden „Raumkreuzer“ aus der Dunkelheit anstarren. Doch dann besinne ich mich, dass ich doch nur in der Dunkelheit in Trondheim bin. Die Dämmerung beginnt erst 20 Minuten später. Der Sonnenaufgang ist für 08:49 angekündigt.



      Am Clarion Hotel und Rockheim vorbei geht es über die Bahnhofsüberführung. Diesmal geht es weiter geradeaus, dann rechts zum Fischmarkt. Von dort dann zum Torget.



      Über die Munkegata nähere ich mich dann dem Nidarosdom.



      Über die Gamle Bybro gehe ich weiter durch Bakklandet.



      Das Trockendock vor dem Solsiden Kjøpesenter wurde diese Jahr verfüllt und nun wird hier eine Eisbahn eingerichtet. Im Sommer soll die Fläche („KLP Dokken“) dann für Wasserspiele und als Konzertarena genutzt werden.



      Nun geht es schnell zum Bahnhof zurück und von dort zum Schiff.



      Auf dem Weg nach Kristiansund gibt es an Deck noch eine leckere Muschelverkostung.



      Bereits vor Kristiansund ist die Dämmerung vorbei und wir fahren in die Nacht. Zeit zum Kofferpacken… In Molde verabschiede ich mich dann noch schnell beim Rosenmädchen und lasse den Abend langsam ausklingen.

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      Ich bin sehr gerne mit dir gefahren. Danke @ Baldur !
      Als bekennender Abend-/Dunkel-/Winterliebhaber freue ich mich über deine klaren Bilder und die authentischen Farben !!
      Im November 2016 konnte ich nur von ca.10-14 Uhr fotografieren ..... du hingegen hast die Reise wirklich "abbilden" können. :) Nochmals herzlich Dankeschön dafür :)
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      Da ist er wieder, der letzte Tag.

      Tag 12: 19.11.2019

      Während der Liegezeit in Florø beginnt die Morgendämmerung, sodass ich einen Blick auf Stabben fyr werfen kann.



      Zum Abschied gibt das Wetter nochmal alles. Nachdem die Sonne um 09:00 Uhr aufgegangen ist, zeigt sich ein blauer Himmel. Von einem netten Plätzchen im Multe und gelegentlichen Rundgängen auf Deck 5 genieße ich die Fahrt entlang der Küste und durch den Steinsund .



      Pünktlich sind wir in Bergen und auch die Flieger gehen pünktlich. Zunächst nach Amsterdam und dann weiter nach Düsseldorf. Mein Koffer hat in Amsterdam zwei Stunden Zeit den Flieger nach Düsseldorf zu erreichen … und er schafft es auch. Und damit endet dann auch eine weitere Reise auf der Hurtigruten.

      Anders war’s, ruhiger, dunkler und auch deutlich leerer auf dem Schiff und in den Städten – kein Gedränge am Ausgang. An Bord habe ich mich sehr wohl gefühlt. Die Kabine ordentlich, das Essen – wie immer – Spitze. Die Vorträge an Bord informativ und auch die Treffen „Norwegen kennenlernen“ waren informativ – ungewohnt, dass nur so wenige Deutsche auf dem Schiff waren und die Treffen daher in kleiner Runde stattfanden.

      Das Wetter ist auf den Fotos gut zu sehen. Für die Jahreszeit wirklich sehr schön und in Bergen jeweils völlig untypisch!

      Wenn sich die Gelegenheit ergibt würde ich es wieder machen!

      Vielen Dank für die Danksagungen und netten Kommentare. Schön dass es Euch gefallen hat.

      Vielleicht krame ich bis zur nächsten realen Tour nochmal weiter in meinem Archiv und nehme Euch dann mit auf eine andere Reise...
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      Baldur wrote:

      Vielleicht krame ich bis zur nächsten realen Tour nochmal weiter in meinem Archiv und nehme Euch dann mit auf eine andere Reise...


      Oh ja bitte ! Da freu ich mich jetzt schon drauf..

      Vielen Dank für die fantastischen Bilder und den interessanten Bericht. :thumbup: Im November war ich noch nie aber das wird jetzt auf jeden Fall mal in Betracht gezogen. :winki:
      Viele Grüße
      Seemaus